1906 W u J8| öuii Mittellose Mädchen. 9iommi von H. E h r Hard t. (Nachdruck netboien.) (Fortsetzung.) St'vm in Arm mit dein schwarzhaarigen Schneewittchen, der schon etwas verblühten Nichte des Brigadekoinmandenrs, die bei dem kinderlosen Ehepaar die Stelle einer Tochter einnah,n, erschien Suse Meridies im grünbekränzten Türrahmen. Ihr Haar war jetzt wieder in zwei losen Zöpfen tim den Kopf gelegt, den eine Rosengnirlande bekleidete. Ueberall an Stirn, Schläfen nnd Nacken drängten sich die widerspenstigen goldenen Löckchen hervor, die unwillkürlich an das alte Sprichwort mahnten: „Krause Haare, krauser Sinn." Ihre schelmischen Angen blinzelten zu der Herrengruppe hinüber, und dann versuchte sie den würdigen Ernst in ihr Gesichtchen zu legen, der ihr zur Begrüßung der älteren Damen unumgänglich notwendig erschien. Sie sah dann ans, als könne sie nicht bis drei zählen. Der tiefe Knicks, den sie erst gelernt, gelang ihr bereits vortrefflich. Manch kritisch prüfendes Frauenange streckte vor ihrem kindlichen Liebreiz die Waffen, hier und da fuhr eine mütterliche Hand ihr gönnerhaft über die glühende Wange. „Nun, recht viel Amüsement, Dornröschen!" Von den jungen Frauen mußten sich die beiden „Märchen- prinzessinnen" im Vorbeigehen ein paar scherzende Anzüglichkeiten gefallen lassen, vor denen sie sich kichernd zu ihren „Prinzen" flüchteten. Ein großes Hallo empfing sie. „Endlich, endlich! Die Toten und die Verschlafenen sind auferstanden." „Gott sei Dank!" Suse streckte prüfend die Arme ans, „ganz steif bin ich ja schon gewesen und noch eine Minute länger — da hätte ich Wimpernkrampf gekriegt." „Wimpernkrampf ist gut. Kolossale Erfindung." „Sie haben wohl noch nie welchen gehabt? Es ist scheußlich!" meinte Suse mit dem Brustton der lleberzeugung, „cs zuckt und zieht — ich glaube, es ist nervös." „Ach, Nerven, hinter sie verkriecht sich heutzutage jede Krankheit, jede Untugend, jedes Laster." „Kinder, der Prinz wird geistreich und hält sozialhpgie- nische Vorträge — er wird rausgeschmissen, wenn er weiter redet." „Bitte, Prinzen werden nie rausgeschmissen, sondern höchstens hinansgegangen", belehrte das Dornröschen übermütig, und die „Brigadenichte", die mit ihrem Partner, einem ernsten Infanterie-Hauptmann, etwas beiseite gestanden hatte, wandte den dunklen Kopf nnd pflichtete lächelnd bei: „Recht so, Fräulein Meridies, wir haben heut die Verpflichtung, unseren Prinzen die Ltange zu halten. Für diesen Abend gehören sie unS." Ihr Blick kehrte wieder zu dem Gesicht des Hauptmanns zurück und traf gerade in seine blauen, ernsten Augen. Sie wurde röt und das machte sic mit einem Schlage jung und hübsch. Verstohlen suchte seine Hand nach der ihren. Ec drückte sie innig und fest. Es war gleich einem fällen Verlöbnis. Auch Suses Augen hatten sich mit denen des hübschen Artilleristen getroffen. Sie sah die Bewunderung darin ans- glühen, aber zum ersten Male kam ihr ein Granen vor ihrer Macht. Ihr eben noch so strahlendes Gesichtchen verdüsterte sich und sie begrüßte cs als besonders willkommene Unterbrechung, daß vom Saal herüber eben weich und schmeichlerisch die ersten Takte des Lunawalzers lockten. Die tanzlustige Jugend folgte wie ein aufgeschkuchter Spatzensehwarm zwitsehernd und lärmend dem verführerischen Rufe. Bald wirbelte es in dem großen Saal 6mit durcheinander, ein Gemisch aller Stoffe und Farben, duftige Tüll- wogen, starrende Seidenfalteu, das schwarze Tuch des Frackes und das Helle Blau vereinzelter Tragonerröcke, die rotleuchtenden Kragen der Infanteristen und der vornehme schwarze Samtkrageu der Artillerie. Auf der Bühne hatten sich heut die Mütter deu echten „Trachenfels" erbaut und sahen von oben herab, kritisch, scharfzüngig, heimlich ihr Gift verspritzend, in das Gewimmel der Tanzenden. „Tie Meridies tanzt natürlich deu ersten Tanz wieder mit Trautendorf!" flüstert die töchterreiche Landrätin geärgert und wirft einen Streifblick nach ihrer sitzengebliebenen Jüngsten, von den Herren unter sich mit der besonderen Betonung des bekannten Ueberbrettlliedes: ,,'Tas Gänschen" genannt. r, ... .. ,, Wie blöde und geniert das arme Ding «ich präsentiert! Die Mutter wünscht sehnlichst, ihr einen liebevoll ermunternden Puff versetzen zu können. r „Sie unterhalten sich beim Tanzen, sehen Sie mal. ^as ist doch ganz und gar unpassend — was er ihr bloß gesagt haben mag, sie ist ganz rot gewordei,", tuschelt eine andere. Er hatte ihr gar nichts besonderes gesagt, nur em paar bebende Worte: , „Ist Dornröschen nun ihrem alten Ritter verloren? Kein Auge hat es heut noch für ihn gehabt!" und leise, neckisch war ihre Antwort erfolgt: „Dornröschen ist noch aus der treuen, alten Zeit, es hat ja hundert Fahre verschlafen." Und dieses Glücksrieseln bei dieser fluchtigen Unter- hältnng, dieses herzKoPfende Wünschest: — 230 — »I wo werd' ich denn." Es wurde wirklich viel Sekt getrunken an dem kleinen Tr>che, trotzdem wollte Snses natürlicher Frohsinn nicht so fDiiinteit. Wer sie näher kannte, hätte gemerkt, daß ihr Uebermut forciert war und daß die klcEN' boshaften Ausfälle, die sonst so allerliebst naiv hervorsprudelten, heut einer gewissen Bitterkeit nicht ent-- vehrten. 7 Hätte das heimliche Brautpaar nicht in seiner echten Herzenvheiterkett viel zur ailiniierten Unterhaltung beige- tragen, Suse, wäre nicht imstande gewesen, ihren Rnf als! amüsante Tischdame zu rechtfertigen. Wie Blei lag es in ihren Gliedern, als sie sich iiach I Beendigung des Estens erhob. Sie hätte laut anfweineu können, psrrtz chrautendorf eilte, mit dem scharfen Blick ,xfr£lSBe ren Hemden, müden Ausdruck in beut süßen Ges^tchen bemerkend, sichtlich besorgt auf sie zu. Er wollte Ee Frage tun, aber wie aus dem Erdboden gewachsen stand plötzlich Hauptmann von Blockhaus neben Silse lind bot ihr den Arm: „Meta wünscht etwas von Ihnen, Cousine, darf ich Siv zu ihr fuhren?" ' ’ junge Mädchen wagte nicht zu widersprechen. Wlltenlo» liahm sie fernen Arm und ließ sich in den Tauzsaal fuhren. a . 'M war natürlich nur ein Vorwand, Suse!" sagte er i,n Geheli, „dieser Trautendorf soll mir nicht —" Sre ließ ihren Arm aus dem seinen gleiten. „Ich finde meinen Weg allein!" Ihre verletzte Liebe gab ihr die Haltung einer Fürstin, als sie von ihm fort durch die eben wieder den Tanz beginnenden Paare schritt. Wenige Augenblicke darauf flog sie au ihm vorüber, der regungslos mit gekreuzten Armen an der Wand lehnte, das bronzefarbene Gesicht so ehern und kalt wie nur je. Für sie existierte er nicht mehr, er konnte keinen Blick der schonen blauen Kinderaugen mehr erhaschen. Tie treuzten sich nur zuweilen mit denen Trautendorfs, der seinen Aerger darunter langsam verwand. Snse aber befiel ber jedem solchen Blick ein nervöses Zittern. Sie selbst, rhre junge Liebe kam ihr beschmutzt und entweiht vor durch den fündigen Kuß, der noch auf ihren Lippen brannte. (Fortsetzung folgt.) "Ach, immer, immer so bei ihm!" f;*8e' die Wange rötende Scham, da sie sich diese heiße Sehnsucht eingestand--aber dann war der Walzer Vorüber und andere Tänzer lösten Fritz Trautendorf ab u”b, emer Quadrille fand Suse sich plötzlich ihrem ,,Vetter gegenüber. Er tanzte mit einer der Hauptmanns- frauen, otc am ersten Abend ihres Hierseins Suse so impo- nlert hatten und die in einer tiefausgeschnittenen, mit Flckteru ubersaeten schwarzen Tüllrobe nach Ansicht des hübschen Artilleristen „totchie" aussah. „Warum hat er sich nicht in die verliebt?" dachte Suse erbittert und ivar krampfhaft bemüht, durch eine recht lebhafte Unterhaltung mit ihrem Prinzen den fordernden! Manneraugen airsznweichen. Ter Hauptmann schien gegen seine Gewohnheit viel getrnilken zil haben, sein Gesicht zeigte sich auffallend gerötet und die Adern an seiner Stirn waren angefchwollen tote von unterdrücktem Zorn Bewegmigeii Ivaren hastig, seine Sprache mühsam. Suse suhlte instinktiv, daß es ihm äußerste Anstrengung Äa (eme ^lsung zu bewahren, und daß es direkt gefährlich war, ihn durch kalte, verächtliche Behandlung zu Ae gab also ihre erste Absicht auf uud begann geschickt Komodie zu spielen, indem sie beit alten, necken den tW» den "Vetter" anschlug, der eine geradezu zanber- Wirkung auf ihn ausübte. Er wurde ruhig aleicb- maßrg heiter gestimmt und der Händedruck, der bei euier Tour seine und Snses Rechte vereinte, besagte in seiner banst -Ti” "1Q Clt: öBlllBc 1111 T^ine Liebe nnd ich, mbn an/6" ^^chenkte. Tie Mäbchen stießen mitein- Sie hatten die Rollen getauscht, denn in Snses sonst so lebensfreudigen Blick stahl sich eine leise Sckümrmnst Nichte" beme”Wn ™ ei* MgendekKigade- diese auch schon leise, wie beschämt: « ISetoÄe?-6 to und hilflos wand sie sich unter der entsetzlichen §^uatton. Wenn nur Fritz Trautendorf sie zu Tisch ge- 9fBer ^ut hatten die lebenden Bilder das Ttschengagemeni. zum Teil bestimmt und Susts Prinz war a sehr nett nnd hatte nicht übel Lust, ihr auf Tod und gu £0Ut öU„machen, aber sie hatte so Sehnsucht nach ! etwas. Weichem, zärtlich Schirmendem. Kövschen^mit nrr 0flT gesprochen, sondern ihr uopfcyen nut all den wirren, «ngstlichen Gedanken aawi ßirt an die Brust des geliebten Mannes lehnen möget? " ich ti’toa dst SWu d?""!' ;neriH gnädiges Fräulein? Trage eiwa ote Schuld?" unterbrach die Stimme ihres t-imL I jetrtt ihren sehnsüchtigen Gedankengang. z ' I Hoch errötend beruhigte |ie ihn Er lächelte. "..fwh doch bloß hungrig. Ich, hole uns jetzt I Klones vom Buffet — hoffentlich haben die I brhob sich, die Serviette unter dem Arm I "Huben Gnädigste sonst noch Befehle?" ,,^a, was zu trinken, ich verdurste." n^Yl^OAouuanz, hierher — natürlich Sekt, nnd bald 'ne fint können wir uns allein." begleitet von dein Hauptmann, der mit dem qlück- ^f.uhwuden Schneewittchen die kleine Tafelrunde vervoll- eilte et w>, Are Kalisa ze.*) Unter dem Xiamen Kalisalze wird eine ganze Gruppe mit«’ cm> !B^.,??^anbter Salze zusammeugefaßt. Die mächtigsten untcr ihnen der Carnallit, der, an sich farblos! Rsb wasserhell, durch Beimengungen von Eisenoxyd und anderen etL ''"ju oder gelb gefärbt ist. Carnallit ist uuf etm: Verbindung von Chlorkalium und Chlormagnesium Mit Wasser Hervorgegangen. Die Stärke der Carnallitregion be- „ *2 Entdeckung von Kalilagern am Süd ost-Abe unvt-'/o^s Vogelsbergs dürste dieser Artikel für viele unseier Leser besonderes Interesse besitzen. 281 — läuft sich auf 15—40 Meter. In iveit geringerer Menge vertreten ist der Kvinit, der bald lveiß, gelb oder rosa, bald grau und schwarz gefärbt ist und eine Verbindung vvn fchwefelsmtrer K'ali- rnagnefia und Chlvrmagnesia darstellt. Der Kiescrit, der ans schwefelsaurer Magnesia bestehl, bildet mit dein Sylvin — reinem Chlorkalium — und dem Steinsalz ein Gemenge, das' als Hartfalz bezeichnet wird. Das Hartfalz stimmt ziemlich mit dem Kainit überein, nur ist sein Wassergehalt geringer Und die einzelnen Bestandteile find in einem etwas anderen BerMtnis gruppiert. Fehlt in diesem Gemenge der Kicherst, und finden sich dafür in dem vom Steinsalz dnrchsedtcn Sylvin kleinere Mengen von Kvinit vor, so ergibt sich der Sylvinit. Dazu gesellen sich dann noch vermiedene andere Salze, wie der Schönst, der Staßsurtit, der Tnchydrit, deren Vorkommen seltener und spärlicher ist. Die Kalifalzlagerstätten bilden ein Mied der oberen Zechstein- fvrmatiou. In dem ältesten Fuudgebiet, dem Magdebnrger- Halberstadtcr Becken, liegen sie einer mächtigen Ablagerung von älterem Steinsalz auf. Wegen seiner Verunreinigungen wird dieses ältere Steinsalz nicht abgebaut. Ueberlagert sind die Mlisalzschichtcn vvn einer wasserdichten Decke von Salzton und schwefelsanrem Kalk, aus die nack oben hin das jüngere Steinsalz folgt, das ziemlich frei von Beimischungen ist und darum ab» gebaut wird, lieber dem jüngeren Steinsalz breiten sich Gips, bunter Lettenschiefer, Kalffteinbänke und Rogensteinschichteu aus, die der unteren B-uudfaudsteinformation angchSren. Die Gesamt- mächtiakeit aller dieser Schichten, also ihre Stärke, beträgt gegen 1500 Meter. Davon entfallen etwa 900 Meter aus das ältere Steinsalz, 100 Meter aus die Kälisalzablagerungen und der Rest aus das jüngere Steinsalz und seine Decke. Das ist der allgemeine Grundriss. Wer wir können diese Ablagerungen noch.' seiner zergliedern und damit zugleich einen Blick in ihre Entstehung vor Himderktaufenden von Jahren tun. Als das Meer noch die norddeutsche Tiefebene überflutete, bildeten sich an der damaligen .Küste Büchten und Becken, die mit dem Ozean nur durch enge Kanäle in Verbindung standen oder durch Darren, iiber die die See nur ausnahmsweise hinüberwogte, abgeschlossen wurden. Diese Buchten und Becken stellten daher riesige Salzpfannen dar. llntcr dem Einfluß der sommerlichen Märme verdunstete ihr Wasser mehr und mehr und die noch zurückbleibenden Massen erhielten einen immer höheren Salzgehalt. Endlich kam cs zur Ausscheidung der einzelnen Bestandteile der laugenartigen Ansammlungen der Becken. Zuerst wurde der schwe- selsaure Kalk in der wasserfreien Form oder der Anhydrit aus!- gesällt. Die Ausscheidung des Anhydrits erfolgte wahrscheinlich in der kühleren Jahreshälfte. In der wärmeren Jahreshälfte hingegen ging die Ausscheidung des Steinsalzes vor sich. Diese ivechselweise Ablagerung von Anhydrit und Steinsalz, durch die das' ältere Steinsalzlager geschaffen wurde, dauerte einen gewaltigen Zeitraum hindurch an. Vom Bergmann werden die abgesetzten Rnhydritschnnre Jahresringe genannt. Die Zahl der Anhydritfchnüre wird auf 13 000 geschätzt- Soviel Jahre waren also nötig, um nur das ältere Steinsalz aufzubauen! Aber der Ausscheidmigsprozeß wickelte sich noch weiter ab. Die Lauge der Becken wurde immer konzentrierter. Noch immer zivar wurde Steinsalz ausgefällt, dagegen würde nun statt des Anhydrits' der Pvlyhalit abgesetzt, ein Salz, das aus Mvefel- saurem Kolk, fchlveselsaurem Kali und schwefelsaurer Magnesia besteht. So bildete sich die Pvlyhaliiregion. Dock auch die Polyhaliiausscheidung nahm ein Ende. Säe wurde von der Niederschlagung des Kieferiks abgelöst, der, wie schon erwähnt, aus schwefelsaurer Magnesia besteht. Nun erst vvllzog sich die AuK- scheidung der Kvliialze, die in Form des- Carnallits abgelagert wurden. Tie Mächtigkeit der Carnallitrcgiou, zwischen der noch schwächere Steinsalz- und Kieseritbänke abwechseln, bemißt sich auf 15—40 Meter. Nach dieser Wlagerung mutz eine klimatische oder tektonische Milderung eingetreten feilt. Denn auf den Car- nallit legte sich jetzt eine Decke von Salzton, in dem Ton mit Magnesia und Kalksalzen gemischt sind. Wie schort bemerkt, ist dieser Ton undurchlässig, .und so verhinderte er denn das Ein- dringen von Sickerwässern in die Carnallitregion und ihre Ms- lösung. Jetzt aber kam es abermals zu einer Veränderung. Es müssen ähnliche Verhältnisse wiedergekehrt sein, wie sie am Beginn der ganzen Periode herrschten. Denn es lagerte sich nun nochmals Mhydrit ab und kiefern folgte dann das jüngere Steinsalz. Doch 'von neuem vollzog sich eine Aenderung. Die Steinsalzausscheidung hörte aus, und über das jüngere Steinsalz breiteten sich jeiie,_ jetzt aus Gips, Letten, Kalkstein und Rogenstein bestehenden Schichten, die es nach der Oberfläche zu abschließen. Wer das Ablagerungsgebiet blieb nicht in seiner ursprünglich mehr oder weniger horizontalen Schichtung erhalten. Durch Druckwirkungen von dieser oder jener Seite wurden die Schichten emporgeschoben, aufgerichtet und zerrissen. Stellenweise büßten sie so ihre undurchlässigen Decken ein, und nun begann auch das Wasier seine auslösende Arbeit an ihnen. Zum Teil fraß es die Carnallitregion ganz weg, zuut Teil aber änderte es sie nur um. Hatte das Wasser nur kürzere Zeit zu ihr Zutritt, so entzog es dem Carnallit das leicht lösliche Chlormagnesium, und es entstand so entweder der Sylvin oder auch das tzartsalz. womitc ess aber seinen zersetzenden Einslutz längere Zeit ausüben, fo traten das Chlorkalium des Carnallits und die schwefel- saure Magnesia des Kieftrits in Wechselwirkung und es bildete sich der ftoinit Erschlossen werden die Kplisalzlagcrstättcn durch das Nicdcr- briugen von Schächten, deren Durclstausimg wegen der Schwimm- fandablagerungen und der andringenden Wassermassen in den klüftigen Schichten des Deckgebirges ost recht schwierig ist. Der Aüsban der Schächte, die rund gehalten werden und eine lichte ■ Weite von 4, 5 bis 6 Meter haben, erfolgt am sichersten mittels gußeiserner Segmente mit Meidickstnug und Betonhintersüllnng. Bon den Schächten werden zuerst nach dem höchstgelegenen Teile des Lagers wagerechte Gänge, die Querschläge oder Strecken, getrieben, die die Lagerstätte in ihrer ganzen Dicke durchgueren. Von Wer aus wird sie nun durch Bohr- und Sprengarbeit ausgeschlossen. Tie hereingewonneuen Sakzmasseu werden in Förderwagen auf Schienengleiseu zum Schacht geschafft, wo sie durch Fördermaschinen zutage gehoben werden. Um ein Rackbrechen der über den Grubenbauen hängenden Gebirgsteile zu verhüten, werden die entstehenden Hohlräume mit älterem Steinsalz, Rückständen der Chlorkaliumfabriken oder auch Bauschutt aus'gesüllt. Kaimt, Hartsalz und Sylvinit werden zuerst in Vormühlen, den Steinbrechern oder Glockenmühlen, und sodann in Fertigmühlen gemahlen. Sie dienen als Düngemittel. Der Carnallit wird nur grob zermahlen, bann aber fabrikmäßig, hauptsächlich zur Gewinnung von Chlorkaiium, weiter verarbeitet. Er wird nach der Zerkleinerung durch Elevatoren in Lösungskessel von 12 Kubikmeter Fassungsraum befördert, die kochende Chlvrmagnesium-- lauge enthalten und durch einströmenden Wasserdampf geheizt werden. ^Hierbei löst sich das Chlorkalium im Carnallit auf, während Steinsalz und Kieserit ungelöst int Rückstand verbleiben. Die erhaltene Lösung wird geklärt und fließt dann in schmiedeeiserne KristalMcrkäste», in denen nach 'eingetretener Abkühlung Chlorkalium kristallisiert, das noch mit Chlornatrinm Verunreinigt ist. Daher wird dieses Chlornatrinm wiederholt mit kaltem Wasser gewaschen. Nachdem es auf diese Weise von feinen Beimengungen befreit ist, wird es in Kälzinieröfen getrocknet. Tie Rückstände in den Klärgcfäßeu werden als Kalidüngesalze iir den Handel gebracht. — Roch langwieriger ist die Verarbeitung des Kainits. Aus seiner Lösung wird teils schwefelfaure Kali- magnesia für Düugezwecke, teils mittels Chlorkalium Chlormague- simn und schwefelsaures Kali gewonnen. Chlorkalium, schivefel- saure Kali und schwefelfaure Kalimaguefia werden von der Jn-- dusttie zu Pottafäse, Aetzkalt, Kalisalpeter, Alaun, Cyankalium, Bromkalium, Jvdkalium, Blutlaugensalz usw. verwendet. Ans den Endlaugen werden hergestellt Brom, Chlor, Salzsäure, wozu noch' als Nebenprodukte Glaubersalz und Bittersalz treten. Theo Seelman n. T»lter»atio»tale Zertungsausstellttng. Bon dem Gedanke» geleitet, dem großen Publikum das Zeitungswesen und die auf dem Erdenrund erscheinenden Tages- blätter in einer zusammcnfasseuden Form vor Auge» zu stihrcn, sah sich der Buchdruckmaschiuenmeistervereiu in Leipzig im Jahre 1904 veranlaßt, einen Aufruf in in- und ausländischen Fach- organen um Uebersendung von Zeitungen aller Art zu erlassen. Dieser Aufforderung wurde im reichsten Maße entsprochen und auf diese Weise ist eine äußerst reichhaltige Sammlung zusammen- gebrncht worden, die bereits im vorigen Jahre in Ausstellungen in Leipzig und Berlin den Beifall des Leserpublikums gesunden hat. Durch Vermittlung der dortigen Fachvereine ist es gelungen, die Ausstellung auch iit Frankfurt zu veranstalten und sie findet dort vom 26. Mai bis 11. Juni statt. Die Stadtbehvrdr hat dafür bie ehemalige Weitzfrauenfchule zur Verfügung gestellt. Gleichzeitig mit der Ausstellung ist der Ausschuß bestrebt, eine möglichst lückenlose Darstellung des Zeitungswesens zu geben; unterstützt durch ein einschlägiges Material zahlreicher Franffurter und auswärtiger Privaten und Behörden. Ihn den Laien einen Einblick in den Betrieb eines modernen Zeitungswesens nehmen zu lassen, ist ferner beabsichtigt, die Entstehung einer Tcige^eitung durch Ausstellung hieraus bezüglichen Materials, wie Satz, Ma- tritzcir, fertige Druckplatten usw., Abbildungen der zur Zeit int Zeitungsbetriebe erforderlichen Maschinen aller Art, vorzuführen. Der Ausstelluugsplau gebt ans Vvn den brieflichen Zeitungen des 16. Jahrhunderts (Melanchrhon) und von den gedruckten sog. „Reuen Zeitungen" wird das Frankfurter Zeitungswesen, das in seiner Entstehung und Bedeutung mit an erster Stelle steht, in erster Linie berücksichtigt. Es kommen für Frankfurt am Main folgende Zeitungen, der Reihenfolge ihres Erscheinens nach, in Betracht: 1. Meß-Relationen von Kvnrad Lantenbach; 2. Egenvlph Emmel (1615); 3. Johann von den Birghdeu, Taxisscher Postmeister (1617); 4. Schönewetter (1619), von 1628 ab „Ordentliche Wöchentliche Postzeitung"; 5. Johann von den Birghden „Ordentliche Wöchentliche Zeitungen"; 6. „Ordentliche wöchentliche Kayferlichc ReichS-Pvst-Zeitmig"; 7. „Zeitung Post", vvn Wolfgang Hofmann herausgegeben (1633); 8. Wilhelm Berlin (1665), zuerst „Die holländischen Progressen", bald darauf das „Journal" (1903 mit dem „Frankfurter Jntelligenzblatt" verschmolzen); 9. „Jntelligenzblatt" (1721); 10. „Die Oberpostamtszeitung"; 11. „L'Avimt-Eoureur" (1730) von Barren trapp; .12. „Frankfurter Berichte vpn he.» Staats-, Äkjegs- uub Frie- — 232 — densaitgelegenheiten in* und außerhalb Europa"; 13. Hand- lungs-Äpis-Eomtoir-Zeitmig" (1771); 14. „Das Ristretto" (1772); 15. „Der Reuwieder" (1785), von 1801 ab „Reich der 5 übten"; 16. die verschiedensten französischen Zeitungen; 17. „Journal de Francfort"; 18. „Die Frankfurter gelehrten Anzeigen"; 1736 „Frankfurter Gelehrten-Zeitung" bis 1772 . (Goethe): 19. die Frankfurter Zeitungsgründungen des 19. Jahrhunderts ; 20. alles auf die Frankfurter Pretzverhaltnisie Bezug habende (Preßgesetze, Zensur, Karikatur, Privilegien, Literatur über Zeitungswesen usw.); 2t. das Zeitungswesen Deut'chlands in seiner Entwicklung und gegenivärtigen Lage ; 22. das Z-ntuugs- wesen der übrigen Länder Europas; 23. das Zeitungswesen der alten Welt (Japan und China); 24. das' Zeitungswesen Amerikas und Australiens; 25. Curiosa: geschriebene Zeitungen der Gegenwart (Island); zensierte russische Zeitungen, Flugblätter, geschriebene Zeitungen unter Friedrich II.; 26. ichernatpche Wiedergabe der technischen Herstellung einer Tageszeitung. Ferner gelangt ein unter sorgfältiger Bearbeitung von Autoritäten, künstlerisch ausgestatteter Katalog zur Ausgabe, der infolge seines reichen Inhalts über die Zeitungsgeschichte einen dauernden Wert erhält. _____________ Bäder und Sormrrerfrischerr. (l.) Bad-Salzhansen, 19. April. Der Frühling hält seinen Einzug. Unser wunderschöner, wohlgepflegter P a r k beginnt sich mit dem zarten maienfrischen Grün zu färben. Zahlreiche Singvögel beleben ihn durch ihren fröhlichen Gesang. Es ist eine Lust, auf den gntgepflegten Wegen des Parkes zu wandeln und sich über die Schönheiten zu freuen, welche hier Natur und Kunst hervorzaubern. Nur darf man seine Schritte nicht in das Tälchen östlich des Parkes, wo sich die Quellen befinden, hinlenken. Hier wird sich die Freude, der Zauber, dem wir uns Hingaben, zum wenigsten^ in Erstaunen verwandeln. Da werden wir vergeblich nach der Stahlquelle suchen. Sie ist entschwunden, entschwunden seit Anlage eines vielleicht nötigen, daran vorüberführendeu Kanalstranges. Dieser Kanalstrang führt nun auch an der Schwefelquelle vorüber. Auch auf sie haben, sich die Einflüsse der Kanalisation in recht unliebsamer Weise bemerkbar gemacht. Kenner wollen behaupten, das; besagte Quelle früher mehr Wasser geliefert habe. Die nächste Umgebung der Quelle war über Ostern (übrigens schon seit längerer Zeit) in einem Zustand, der jeder Beschreibung spottet. In Bad-Nauheim wäre so etwas einfach unmöglich. Auch die so sehr aufgesuchte L ith iu in q u e ll e soll etwas weniger Wasser liefern gegen früher. Die Bevölkerung der Umgebung ist über diesen Umstand sehr in Besorgnis, wird doch gerade letztere Quelle als Trinkquelle zu jeder Jahreszeit benutzt. Nur an den eigentlichen „Salzquellen", deren Wasser ja nur zu Badezwecken benutzt wird, scheint die, wie wir sehen, nur zu gut funktionierende Entwässerungsanlage spurlos vorübergehen zu wollen. Ob oben angeführte Verringerung der Wasserabgabe der hiesigen Quellen Ititr eine zeitlich wiederkehrende und ob selbige eine Folgeerscheinung der Kanalisation ist, das festzustellen, überlassen wir den Sachverständigen. Wir glauben auch, daß diese Zustande schließlich beseitigt werden. Wer geeignet sind sie nicht, das seit den Tagen der erfolglosen Sprudelbohrung sehr gesunkene Vertrauen der sich für Salzhausen interessierenden Bevölkerung zu heben. War doch seinerzeit eine sehr ergiebige Thermal- solquelle erbohrt! Und plötzlich war sie wieder entschwunden! Man glaubt, daß solche Dinge nicht vorkämen, wenn Bad-Salzhausen an Ort und Stelle und unabhängig von Bad-Nauheim sein eigenes Bauamt habe. Ein Baubeamter in Bad-Salzhausen hätte jedenfalls die Umgebung der Quellen nicht in so trostlosem Zustand über Ostern gelassen, wie dies der Fall war. Vielleicht Hütte er anch die schon geraume Zeit verschwundene Stahlquelle wieder gefunden. Bei der projektierten Solquellen- bohrung wäre es jedenfalls nach gemachten Erfahrungen auch besser, wenn bei Ausführung der Arbeiten ein ständig anwesender Fachmann zur Beaufsichtigung hier wäre. Vielleicht würde, wenn Salzhausen in dieser Beziehung selbständig wäre, auch das vorgesehene neue Badehaus nicht so sehr seitlich in die Büsche als Anhängsel des Kurhotels gestellt werden. Die Wünsche und Ansichten des. Publikums sind in Hinsicht auf den Standort des Badehauses ganz andere. — Nun, vielleicht ändert sich mit dem kommenden Mai das Bild Bad-Salzhausens zu seinem Vorteil. Hoffen wir das Beste! )( Bad-Nauheim, 20. April. Die Eröffnung der Bade- Sa i s o n sieht nahe bevor. Gegenwärtig werden die Arbeiten am Jnstandsetzen des Parkes, der Wege, der Spielplätze, Lawn- tennisplätze, der Anlagen und Badehäuser eifrig betrieben. Die Straßen der Stadt, die durch die Kabellegung für die elektrische Belecichtung der Stadt ausgebrocken waren, werden hergestellt, das Siemens-Schuckert-Werk arbeitet an der Schaltanlage, der Aicher Heils- und Meßapparate für das städtische Kabelnetz. Der Fernheizkaual ist fast vollendet. Die Heizungsrohre sind noch nicht gelegt und das Fernheizwerk selbst ist noch nicht vollendet. Es_kann bis zur Fertigstellung Sommer werden. In den letzten,14 Augen sind mächtige Kessel zu dem Werk angekommen Md eingemauert worden. Das Fernheizwerk ist zugleich Elektrizitätswerk. Daneben ist die staatliche Zenträlwaschanstalt erbaut worden, die im Sommer den Betrieb eröffnet. Die beiden neuen Badehäuser 8 und 9 sind int inneren Ausbau begriffen, sie werden bis Herbst vollendet, während die beiden Verwaltung s g e b ä u d e bis 1'. Mai fertiggestellt werden. Sie enthalten außer Geschäfts!- und Verwaltungsräumen, die Wohnungen für Kürdirektor Grollntann und Baurat Dr. Eser, 6er bereits den südlichen Bau bezogen hat. Badehäuser und Verwaltungsgebäude bieten einen gefälligen Anblick. Zwischen den Verwaltungsgebäuden führt eine 10 Meter breite Freitreppe nach den neuen Badehäusern, und später, wenn das alte 1866 erbaute Badehaus 3 abgebrochen i)t — es soll int Herbst geschehen — nach beit Sprudeln und dem Park. Dieser bietet in dem hervorbrechenden Grün der Bäume und Sträucher bereits einen schönen Aufenthaltsort; man hat einen schönen Blick auf die in hellgrauem Muschelkalk errichtete neue T e r rasse, den kupfergedeckten Musiktempel mit den anschließenden Säulen- und Laubgängen. Hier sind allenthalben noch VergrößerungK- und Reuovierungsarbeiten int Gang. Die weiteren Spaziergänge am Teich vorbei nach Tomtersgrabeu, Frauenwald, Johannisberg, Hochwald und die Waldanlagen werden zurzeit instand gesetzt. Infolge des herrlichen Frühlingswetters sind seit den Feiertagen schon zahlreiche Kurgäste eingetroffen und eine große Zahl ist hier nächste Woche angemeldet. Die Theaterdirektion Steingötter hat ihre Spielzeit hier begonnen. — Bezüglich Aufstellung des Schuckhardbrunnens auf dem Aliceplatz au der_Park- straße sollen zwischen Stadt und den Erben des Stifters Scliuck- hard Meinungsverschiedenheiten entstanden sein, wodurch die Arbeiten verzögert werden. Der Brunnen sollte schon im Mai aufgestellt werden. (m.) Bad Vilbel, 19. April. Unser Sprudelbad hatte im vergangenen Jahre einen weiteren Aufschwung zu verzeichnen, indem über 5000 Bäder, alw 1000 Bäder mehr als im Vorjahre, verabreicht wurden. Der Viktoria-Melitta-Sprudel ist der stärkste und gehaltreichste Kohlensäuresprudel Deutschlands. Im letzten Jahre weilte eine größere Anzahl Kurgäste aus der Ruhr- gegeud am hiesigen Platze, dessen Hebung und Verschönerung sich u. a. auch der Kür- und VerschönerungA-Verein sehr angelegen sein läßt. Die Sommerbadesaison beginnt am 1. Mai; , den Winter hindurch werden regelmäßig zweimal in der Woche Bäder verabfolgt. ____ _______ Konfirmationsiitteratnr. Bor uns liegt eine neue Serie der Bibliothek der Gesamtliteratur (Verlag von Otto Hendel in Halle a. S). Zlvei Perlen aus dem Gebiete der Konfirmationsliteratur sind es, die der Verlag diesmal bietet: Marie Nathufius prächtige Erzählung „Elisabeth" und eine Auswahl von Albert Knapps Gedichten unter dem Titel „Ewiges und Zeitliches", mit einem Vorwort versehen von Oberhofprediger D. Ernst Drtzander. — Mit der „Elisabeth" begründete Marie Nathusiits ihren literarischen Ruf. . Ungekünstelt in der , Form, schlicht und einfach in der Erzählung, aber von herzerquickender Wärme und keuscher Zartheit, wird „Elisabeth" wohl für alle Zeiten eines der Lieblingsbücher unserer, Damenwelt bleiben. Die sittliche Reinheit und die innige, kindlich vertrauende Frömmigkeit, die den ganzen Roman durchzieht, reiht „Elisabeth"' unter die Perlen unserer Erzählungsliteratur ein, _bte nie veralten und die jedem Alter und jedem Geschlecht Stunden des edelsten Genusses zu verschaffen vermögen. — Letzteres gilt auch von Albert Knapps Gedichten, die durch eine starke, kraftvolle Sprache und durch Formenschönheit der gewählten Bilder, überraschen. Albert Küapp war ein Gelegenheitsdichter im Goethe- scheu Sinne. Jedes Ereignis seines Lebens ward in ihm zum Gedicht. Wir erleben mit ihm feine Kämpfe und Siege, wir ringelt uns mit ihm hindurch zu der großen, starken Ruhe,, die den Mann auszeichnete und die ihm das, eigene Gepräge jenes wundersamen Friedens' gab, der über allen seinen Dichtungen liegt. Vorstehende Auswahl ist eine Auslese des Bestell, voas uns Knapp geboten. Logogr.iph. Nachdruck verboten. Ein Tier bin ich, doch nimmer kann ich nützen, Es pflegt mich deshalb auch Niemand zu schützen. Ein and'rer Kops: Nun bin ich leblos zwar, Doch bien’ ich dir zum Schutze Jahr für Jahr. Auflösung in nächster Nummer. Auflösung des magischen Quadrats in voriger Nummer: E B B E B I E R B E R N E R N A Redaktion: Ernst Heß. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'icken UniverkULts-Vuch- und Steindruckeretz R. Lange, Gieße«,