Areitag den 19. Januar 1906. r Jem Wahren- ßdken, Schönen. Ein Großstadtroman von Fedor t>. Zabeltitz. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Er tat dies mit Kraft und Innigkeit und machte dazu ein verblüffend harmloses Gesicht, während es über die blassen Züge des Grafen eigentümlich wetterte, als lägen dort mannigfache Empfindungen im Hader darüber, wie sie sich äußerlich geben sollten. Priestap wußte nicht recht, was er sagen sollte' aber Hammer erfaßte mit klugem Klicke die eigentümliche Situation und rief: „Bravo, meine Herren! Ich stehe auf gleichem Standpunkt wie Sie und glaube Ihnen garantieren zu können, daß bei uns immer nur der ideale Gesichtspunkt maßgebend sein wird. Damit hoffe ich, werden auch Ihre Bedenken gehoben fehl, Herr Graf, denn ich gestehe Ihnen ohne weiteres zu: es liegt uns viel an Ihnen, sehr viel." Er verbeugte sich und sammelte alle Verbindlichkeit auf seinem Antlitz, obwohl es ihm in diesem Augenblick und gerade dem Hofmarschall gegenüber schwer fiel. Der wiegte den Kopf wie ein Perpendikel hin und her. „Sehr gütig, Herr Baumeister", sagte er; „ich bleibe also. Ich will Ihnen auch mitteilen, daß meine gnädigste Herrin meine Ansichten teilt, Sie hat seit sieben Jahren kein Privattheater mehr besucht, weil sie, nun also, weil sie die neuere Dramatik fürchtet. Das letzte Stück, das sie gesehen hat, waren „Hascmanns Töchter". Herr Baumeister, Hoheit die Prinzessin hofft viel von Ihnen. Sie wird Ihrer Bühne auch eine gnädige Prolektorin sein, wenn sie sieht, daß es Ihnen heiliger Ernst ist. Und noch mehr, doch das unter uns ...." Der Graf spitzte den Mund, hielt die Zipfel seiner Favoris mit beiden Händen fest und riß die Augen weit auf, was seinem Angesicht einen merkwürdig dummen Ausdruck gab. Das weitere flüsterte er nur.... „Herr von Priestap, das unter uns, wenn ich bitten darf. Die Prinzessin ist sehr musikalisch. Sie hat eine geistliche Oper gedichtet und allerhöchst- selbst komponiert, so eine Art Mysterium mit Chören und Wechfelgefängen, betitelt —" „Der Esel Bileams", fiel Prinz Arenstein ernsthaft ein. „Nein", fuhr der Kammerherr unbekümmert fort, „es heißt „Durch die Wüste gen Nazareth". So heißt es und ist stellenweise von hoher Schönheit. Sie hätte nicht übel Lust, es bei Ihnen aufführen zu lassen — naturgemäß unter einem Pseudonym. Aber es würde ja doch durchsickern, daß sie die Verfasserin ist — und denken Sie, welche unbeschreibliche Folie dies Ihrem Theater geben würde! . . ." Der Graf sagte dies mit förmlicher Begeisterung. Prinz Arenstein war an ein Gemälde getreten und betrachtete es aufmerksam und schien es sehr amüsant zu finden, donn er lächelte. Der Baumeister aber erwiderte mit nochmaliger Verbeugung: „Jedenfalls würde es eine große Ehre für uns fein, Herr Graf. Ich wiederhole: die Herren können sich darauf verlassen, daß das Theater allein nach künstlerischen Prinzipien geleitet werden soll." „Und das genügt uns", sagte der Prinz und wandte sich um. „Frehlinghaus, ich meine, damit ist unser Gewissen beschwichtigt. Du kannst deiner Prinzessin vermelden, daß sie beruhigt auf eine Loge abonnieren darf. Im übrigen habe ich die Ueberzeugung, daß der Herr Baumeister und der Baron Priestap nicht zögern werden, dem Verein zur Hebung der öffentlichen Sittlichkeit beizutreten, wenn dies deiner Hoheit angenehm sein würde. Oder i|t cS der Bund zur Erhaltung der Tugend Minderjähriger, dessen Vorsitz die Prinzessin führt?" „Arenstein", erwiderte der Graf, „du scherzest: aber das ist hier wirklich nicht am Platze. Nein, durchaus nicht. Ich überlasse es den Herren, ob sie Mitglieder unserer Vereinigungen werden wollen, die im übrigen mehr Segen stiften, als'du ahnst, lieber Freund. Allerdings — es wurde ein glänzender Sieg unserer Sache sein, wenn das Personal des neuen Theaters in corpore unserem Tugendbunde beitreten wollte — aber ich möchte darüber nicht bestimmen —* „Ich weiß auch nicht, ob es praktisch sein würde", warf Hammer ein. „Für die Opernsouffleuse könnte ich mich freilich verbürgen; die ist bereits engagiert und würde sich unschwer dazu bewegen lassen. Aber die anderen Mitglieder muß ich erst kennen lernen. Dem Tenor, den wir in Aussicht haben, würde eine erhöhte Tugend zweifellos nichts schaden; indes bin ich doch ungewiß, ob sieh mit Zwangs- regeln da etwas erreichen läßt." „Vielleicht kann man das Ballet zu irgend einer glorreichen Tat veranlassen", meinte der Prinz, wie immer mit tiefernster Miene, „um der hohen Frau gefällig zu sein. Ich bin gewiß, daß es ihr eine große Genugtuung bereiten würde, wenn man beispiclsiveise gemeinschaftliche Ballet-Abendandachten einführen wollte, konfessionslose natürlich ..." Der Spott war zu derb, um mißverstanden zu werden. Selbst Priestap, der sich über den Prinzen noch nicht völlig im klaren war, lächelte, und Hammer pruschte laut heraus. Graf Frehlinghaus wurde unwillig. „Heros, der Scherz ist wohlfeil", sagte er und griff nach seinem Zylinderhut. Im übrigen bin ich nicht hier, um für unsere Bestrebungen Propaganda zu machen. Ich glaube, die Herren werden mich recht verstanden haben. —" Sri. SS „Durchaus, Herr Graf —" und wieder verneigte sich Hauuuer. „—- Und danüt ist meine Mission beende!. Bis auf eins ..." Er straffte sich die prallen ockergelben Handschuhe glatt .... „Ich bin ein wenig in Verlegenheit, wie ich mich ausdrücken soll. Ja, das bin ich. Aber schließlich spricht alle Welt davon. Die Welt erzählt, daß die verstorbene Madame Rosalöa Peretti einen Teil ihres Vermögens für den Theaterbau bestimmt habe. Ist das ivahr? — Sie können sich denken, meine Herren, daß es meiner durchlauchtigsten Prinzeß bei dem Ruf, den jene Artistin genoß,, nicht gerade erwünscht sein kann — Aber der Graf sprach nicht aus. Er mußte verstummen. Es ging ein rasches Zucken durch den Körper Priestaps, und seine Wangen färbten sich plötzlich tiefrot. Dann sprudelte er hervor, während ein helles Glitzern in seine sanften grauen Augen trat: „Herr Graf — pardon! Ich bitte, Herr Graf: kein Wort weiter! Lassen sie mich Aufschluß geben, ehe Sie fortfahren. Es ist wahr: Madame Peretti hat für den neuen Theaterbau bedeutende Summen gestiftet. Sie tat dies aus hoher Kunstbegeisterung — aus einem edlen Empfinden ihrer großen, für alles Schöne empfänglichen und begeisterungsfähigen Seele. Wenn das Hoheit der Prinzessin nicht paßt, so bedauere ich es; aber ich kann es nicht ändern. Nur. eins noch, Herr Graf. Sie sprachen von dem .Ruf' der Peretti. Sprechen Sie nicht mehr davon — nicht vor mir — nicht in diesem Tone!.. Er leuchte, und Tränen rollten über seine Wangen . . . „Nicht vor mir, Herr Graf — denn die Peretti war meine Mutter — ich bin ihr Sohn aus legitimer Ehe — nicht hinter dem Zaune geboren . . . und ich habe meine Mutter lieb — meine arme, arme Mutter! ..." Das schrie er. Und nun überwältigte ihn Schmerz und Empörung. Es wurde ihm immer schwer, sich zu beherrschen. Jetzt aber heulte er auf und stürzte davon und warf die Tür hinter sich in das Schloß. Frehlinghaus befand sich in tödlicher Verlegenheit. „Mein Gott", stammelte er, „das wußte ich ja nicht, das . . . das tut mir wirklich leid ..." „Mir auch", sagte der Prinz scharf. „Herr Baumeister haben Sie die Güte, Herrn von Priestap unser tiefstes und aufrichtigstes Bedauern zu übermitteln. Verlangt er sonst noch eine Erklärung, so soll sie ihm werden. Wir haben höchste Achtung vor einem Sohne, der das Andenken seiner Mutter schützt . . . Frehlinghaus, kommt . . ." Er reichte Hammer die Hand und drückte sie herzlich. Der Graf streichelte seine Favoris und zuckte nervös mit den Schultern, „Es tut mir leid", wiederholte er, „mehr kann ich nicht sagen. Jede Kränkung lag mir fern — o Gott, hinunelfem ... Es gibt ja auch anständige Damen unter den Mitgliedern des Wintergartens. Nun gewiß doch . . . Herr Baumeister, wir sind d’accord. Ganz gehorsamst — es war mir sehr angenehm, daß ich Sie sprechen konnte . . . Und sagen Sie dem Herrn von Priestap, es täte mir äußerst leid. Mehr kann ich nicht sagen . . . Aeußerst leid . . ." Dies wiederholte er noch dreimal, ehe er das Zimmer verließ. Hammer brachte die Herren auf den Korridor. Da stand schon der Diener in Grün und Gold und öffnete die Entreetür. „Au revoir“, sagte der Prinz. „Au revoir“, sagte auch Frehlinghaus. Dann siel ihm noch etwas Wichtiges ein. Er wandte sich an Hammer zurück und tippte mit dem Finger auf dessen Schlips. „Apropos, lieber Baumeister — was mir da durch den Kopf schießt: haben Sie nicht Verwendung für eine Schreiberin? Vorzügliche Handschrift, auch geübt auf der Maschine, korrespondiert französisch und englisch ... können Sie so etwas gebrauchen?" Hammer bejahte. Er suche sogar augenblicklich einen Ersatz für feine Sekretärin, die sich verheiraten wolle. „Süperb", meinte der Hosmarjchall. „Da schicke ich Ihnen die Dame zu. Sie ist ans gutem Hause — ein Fräulein von Sorben — aber bitterarm, Waise und steht ganz allein. Sie tun ein gutes Werk, wenn Sie sie engagieren. Sie stenographiert übrigens auch. General von Collin hat sie mir empfohlen —" „Frehlinghaus", rief der Prinz, der vorangegangen war, die Treppe herauf, „kommst Tu nun endlich?! Ich möchte gern noch Deiner Frau guten Tag sagen." „Bin schon da", rief der Gras zurück. „Addio, lieber Baumeister . . . und dem Herrn von Priestap vermelden Sie also, es täte mir herzlich leid. Jeder Mensch kann irren. Die Peretti war vielleicht besser als ihr Ruf. Gott, warum nicht! Es täte mir leid . . ." Dann ging er endlich. Auf der Straße hielt hinter der Equipage des Baumeisters der Wagen des Grafen. Ein Diener im Waterproof stand neben dem Schlage. „Also Du springst mit zu mir herauf?" fragte Frehlinghaus den Prinzen. „Wenn Du huldreichst gestattest. Freda ivollte gern einmal eines der neuen Künstlerkabaretts besuchen und ich möchte eine Verabredung mit ihr treffen. Auch wieder nur, wenn Du huldreichst gestattest, Herr Hofmarschall." (Fortsekung folgt.) „Am Haae des K nchis....." (Unaufhaltsam enteilet die Zeit, sie sucht das' Beständige, Sei ihr getreu, und du legst ewige Fesseln ihr an.) Graz! Welcher Zauber liegt für mich in diesem Namen! Wie Frühlingshauch umweht mich die Erinnerung an die selige Zeit, die ich in dieser herrlichen Stadt verleben durfte. Drei Jahre verflogen mir dort in Glück, in Arbeitsfreudigkeit und Frohsinn; inmitten eines gleichgesinnten Freundeskreises blickte ich voll lachender Hoffnung in die Welt, es war ein jauchzender Freudentanz der Jugend! Heute, wo schon die abschiednehmende Sonne des Hochsommers über meinem Scheitel steht, greife ich zuweilen in die „Rüstkammer des Alters" und suche liebe traute Erinnerungen hervor, und da verharren meine Gedanken am liebsten bei einer, die sich mir tief und wundersam in die Seele geprägt hat, und die ich, wie ich glaube, hier erzählen darf. Es war in den ersten Tagen des November 1890; das Stadttheater unter Leitung Alfred Schreibers, meines unvergeßlichen Direktors, sah einem hochbedeutsamen, die ganze literarische Welt interessierenden Ereignisse entgegen: der Erstaufführung des Schauspieles „Am Tage des Gerichts" von Peter Rosegger. Mir war die Aufgabe zugefallen, die männliche Hauptrolle des Stückes, den Straßl Toni zu spielen, eine der herrlichsten Gestalten, die je eine Tichtcrphantasie geschaffen hat. Die, Verantwortung, die auf mir lastete, war schwer, ich war mir dessen voll bewußt, und das steigerte meine Aufregung, die mich vor jeder neuen, auch der einfachsten Rolle erfaßt, bis zum schüttelnden Fieber, um so mehr, als doch die Proben bereits im notiert Gange waren, und ich mit der Verkörperung des Straßl Toni nicht zurecht kominen konnte. So klar und fest auch der Dichter die Gestalt vor meine Augen hingestellt hatte, wo ich sie immer anfaßte, entglitt sie meinen Händen; die furchtbare Erregung trübte mein Empfinden und ließ mich nicht den rechten Ton finden. Rosegger, der den Proben anwohnte, wurde immer einsilbiger, bedenklicher, um nicht zu sagen unwilliger. Bei der Hauptprobe sah ich ihn eifrig mit Direktor Schreiber sprechen und mir vorwurfsvolle Blicke zuwcrfen. Nach Schluß der Probe fragte ich Schreiber uach dem Inhalt seines Gespräches mit dem Dichter, da ich fühlte, daß es meine Leistung betraf, und da erfuhr ich denn für n-ich Vernichtendes! Rosegger war gänzlich enttäuscht von meiner Auffassung und meinem Spiel und äußerte sich, wie mir Schreiber muteilte, ungefähr so: „Der Bauer laßt ja ganz aus; der versagt ja vollständig. Sei' Roll kann er auch nöt sest genug, da reis' ich ab, nach, Wien; heut noch. Das kann und mag ich mir morgen nöt anschau'n". ■— Und richtig: Er reifte ab und Wohnte der Premiere feines Werkes nicht bei, die am folgenden Tag, am 8. November, stattfand. Des Dichters, nur zu berechtigter Vorwurf raubte mir alle Fassung. Eine unsagbare Verzweiflung überkam mich Äm liebsten wäre ich davongelaufen, gleichgiltig wohin, nur fort; und in dieser Stimmung ließ ich das mit höchster Spannung erwartete Ereignis heranrücken, wie ein grauenvolles Ungeheuer, das mich in seinem Rachen verschlingen will. Das waren entsetzliche Stunden! Und der gefürchtete Abend ging vorüber. Wie? Das werden sich sicher noch viele Grazer Theaterfreunde erinnern! Es war ein unbeschreiblicher Jubel, ein Triumph. Beifallsstürme durchdröhnten immer wieder das weite alte Holzgebäude am Carl Ludwig-Ring. Das Stück ergriff, das Stück erschütterte. Der deutschen Bühne war ein großer Dichter erstanden! Berichterstatter großer auswärtiger Zeitungen schickten die Freudenbotschaft in alle Himmelsrichtungen. Und der Dichter selbst? Er war ferne. Fern von der Stätte seines Ruhmes, er tonnte nicht hören, wie seine Grazer ihm begeistert zujauchzten, er konnte die Rührung und Dankbarkeit nicht glänzen sehen in den Augen feiner Steirer, deren Stolz und Liebe er ist, und daß 38 er ferne war, . war meine Schuld. Doch dies SHutdbewußtseiu drückte mich nicht gar zu schwer, wie ich offen bekennen muß. In einem wahren Freudenrausch flog ich zu meinen Freunden in die historische „Loge" im „Johann", wo bis tief in die Nacht hinein die Vorgänge des Abends besprochen wurden. Ten Abend darauf, es war ein Sonntag — das Haus war natürlich! wieder bis zum letzten Platz ausverkauft — saß Rosegger mit seiner Gattin und seinen Kindern in einer Parterre- Proszeniumsloge: etwas bleich, aber ruhig, fast unbeweglich und wortlos verfolgte er die Handlung auf der Bühne; nach den Aktschlüssen nahm er, von seiner Loge aus sich verbeugend, die stürmischen Ovationen des Publikums entgegen, die wenn möglich noch begeisterter waren, als am Abend vorher. Nach dem erschütternden Schlußakt aber, als der Beifallstumult beängstigend sich steigerte und gar nicht ruhen wollte, mußte der Gefeierte auf die Bühne und von hier aus sich von dem tosenden Begeisterungssturm nmbrausen lassen. — Als der Vorhang zum letztenmal sich senkte, stand Rosegger still bewegt, fast schüchtern Oft und sagte zu den Künstlern, die sich mit Glückwünschen und Tankesworten an ihn herandrängten, mit von Ergriffenheit zitternder 'Stimme schlicht-bescheiden: „Dank, dank Euch Kinder, Ihr habt ia titel mehr gegeben, als ich geben konnte! Tas Stück ts ja gar nöt von mir, das ist von Euch!" Und damit wandte er sich mir zu und nun kam der Augen- blrck, vor dem mtr bangte, und dem mein Herz entgegenschlug! Wie wird er gegen dich sein, was wird er sagen? Und er, er sagte kern Wort; er ergriff nur meine Hand, nickte gedankenvoll und jah mtr gerührt ins Ange. Und da, wie unsere Blicke Nch trafen, durchschauerte es mich, denn es leuchtete aus diesem durck-getstigten milden Antlitz ein Heiliges, der reinste Wille der Menschheit.... «efe<-r Augenblick ist und bleibt der schönste in meiner dornigen Knnstlerlaufbahn: er allein macht es' mir wert, daß ich Schauspieler geworden. Frankfurt a. M. Arthur Bauer») , *), Vorstehende hübsche Reminiszenz an die Grazer Wirksam- kert Arthur Bauers, des hochgeschätzten und beliebten Mit- SlEs des Frankfurter Schauspielhauses, brachte am 1. Januar 130(5 die sehr umfang- und gehaltreiche, mit vortrefflichen Beitragen von ersten deutschen Schriftstellern und Künstlern bedachte Jubstaumsnummer der „G r a z e r T a g e s p v st" zum Gedächtnis an thre am 1. Januar 1856 erfolgte Gründung. Hessen-Darmstadts Gebietsvergrößerung in Overhessen im Jahre 1806. Was der Reichsdeputationshauptschluß von 1803 an reichs- unintttelbaren Grafen und Herren übrig gelassen, wurde 1806 von Napoleon I. durch! eine zweite Mediatisierung nach Gründung des Rheinbunds beseitigt. In Oberhesscn traf Napoleons Maßregel hauptsächlich die reichsständischen Herren von Solms-Brann- feis, Solms-Laubach, Solms-Lich, Solms-Rödelheim, von Schlitz, von Stolberg und von Riedesel. Sie verloren das Recht der Gesetzgebung, der Obergerichtsbarkeit, der Oberpolizei, der Militär^ hohett und der Erhebung von Auflagen. Ihre Hoheitsrechte gingen auf den neuen Großberzog Ludwig von Hessen über. Eine Rethe vberyessischer Orte wird demnach seine 100 jährige Zugehörigkeit zu Hessen-Darmstadt feiern können. Es wurden 1806 tn den großherzoglichen Staat ausgenommen: « Eretse Gießen: a) von Solms-Braunfels: Bettenhausen, Btrklar, Tvrf-Güll, Hungen, Holzheim, Langsdorf, Nteder-Bessingen, Nonnenroth, Obbornhofen, Röthges, Billingen. b) von Solms-Laubach: Inheiden, Trais a. Horloff, Utphe. y. »ow Solms-Lich: Bellersheim, Eberstadt, Ettingshausen, Grunmgen, Hattenrod, Sich, Münster! a. d. Wetter, Ober-Bessingen, Ober-Hörgern. 2- Jur Kreise Büdingen: a) von Stolberg-Gedern: Ranstadt, Usenborn, b) von Stvlberg-Ortenberg: Hirzen- hain. Ortenberg, c) von Venningen: Lindheim. 3. JmKreise Friedberg: a) vom Burggrasentunr F r t e dbe r g: Wtenstadt, Friedberg (Stadt bereits 1802), Mtichen, Ilbenstadt, b) von Solms-Braunfels: Burg- Grafenrod (Solms'scher Mteilh Griedel, Nieder-Wöllstadt, Weckes- Rsvl, Wölfersheim, c) von Solms-Laubach: Nieder-Weisel, Wohnbach, d) von Solms-Lich: Södel, e) von Solms- Rodelhetm: Assenheim (Solms'scher Anteil), Bauernheim, Gambach, Petterweil, Rödelheim, Ossenheim, Wickstadt. f) von rode: Höchst a. d. Nidder, g) von Frankenstein: Ockstadt, h) von Holzhausen: Beienheim, i) von Löw: Stemfurt, Wtsiclshetm. k) Ganerbschaft Staden: Florstadt. l) von Wetzel: Melbach. 4. Im Kreise Lauterbach: a) von Riedesel: Fleschenbach, Freten-Stetnau, Holzmühl, Hopfmannsfeld, Ilbeshausen, Landenhausen, Lanzenhain, MetzloS, Metzlos-Geheg, Nösberts, Ober-Moos, Radmühl, Reuters, Rixfeld, Rudlos, Salz, Schadges, Schlechtenwegen, Sickendorf, Steinfurt, Stockhausen, Vaitshain, Wallenrod, Wetd-Moos, Wernges, Wünsch-Moos, Zahmen, b) von Schlitz: Bernshausen, Fratt-Rombach, Hartershausen, Hutzdorf, Rieder-Stoll, Ober-Wegfurth, O.ueck, RimbaA >p>andlof,Schlitz, Uellershausen, Uetzhausen, Unter -Schwarp, Unter-Wegfurth, Wrllofs. 5. Im Kreise Schotten: a) von Solms-Laubach- Freien-Seen, Gonterskirchen (?), Lardenbach, Laubach, Ruppertsburg, Wetterfeld, b) von Solms-Rödelheim: Einartshausen. c) von Stolberg-Gedern: Gedern, d) von Stol- berg-Ortenberg: Mittel-Seemen, Nieder-Secmen, Ober- Seenten, Steinberg. —e—. Die Königin von Essen. Es entbehrt nicht eines gewissett Reizes, sich aus französischen Blättern über Deutschland zu informieren. Sv war kürzlich über das von fürstlichem Prunk umhüllte Leben von Mademoiselle Berta Krupp, „der Königin von Essen", zu lesen: „Sie wird so von ihren 500 000 Untertanen, das heißt von den 40 000 Arbeitern der Fabrik Krupp und deren Familien, die insgesamt 200 000 Personen umfassen, umgeben, und überdies von den 300 000 übrigen, die die Familien der zahlreichen Lieferanten (sour- nisseurs) repräsentieren. Diese halbe Million steht vollkommen unter der Abhängigkeit von Fräulein Berta Krupp, die eine der einer Souverünin gleiche Macht ausübt. Tie Königin von Essen hat eine Armee, um die sie manch, deutscher Fürst beneidet, die unter dein Namen „Brandwache" e-n vollkommen diszipliniertes Truppeukorps von tausend Mann bildet, die ebenso gut bewaffnet sind wie die Soldaten des Kaisers, die ihm gegebenenfalls zu Hilfe eilen können. Schildwacheu mit geladenem Gewehr stehen auf der Terrasse des Schlosses, Tag und Nacht machen Patrouillen die Runde.... Wie Elisabeth von England verweigert Fräulein Berta Krupp allen'Bewerbern ihre Hand. Ihre Einnahmen haben sich in der letzten Rechnungsperiode auf ungefähr 16 000 000 Francs belaufen. Die Fabrik mit ihren Reserven ist allein eine halbe Milliarde wert, dazu kommen noch die Einnahmen aus den Eisenbahnen, Telegravheu, Telephonen, Bäckereien, Schlachthäusern, Magazinen aller Art, Gasometern, die alle der Königin gehören." Staunend schließt der Autor: „Man meint ein Märchen von Grimm zu hören, und doch gibt es keine wirklichere Wirklichkeit!" Hierzu bemerken die „Münchener Reuest. Rachr.": Hoffen wir, daß die in „voller Abhängigkeit von Fräulein Berta Krupp" schmachtende halbe Million sich bald mannhaft aus- rafst, um ein konstitutionelles Regime durchzusetzen und den übertriebenen 'Armeerüstungen und Großmachtgelüsten von Fräulein Berta Krupp entgegenzutreten. Nur unter einem solchen Regime wird die Liebe zwischen Fürstin und Untertan gedeihen. Dann braucht sie sich auch nicht mehr durch bis an die Zähne bewaffnete Schildwachen beschützen lassen, sondern sie wird wie Eberhard der Greiner ihr Haupt der Obhut jedes getreuen Untertanen anvertrauen können!" Wir fügen dem hinzu, daß wohl wenige, denen so immense Reichtümer zur Verfügung stehen wie den Hinterbliebenen des unglücklichen Krupp, von so außerordentlicher Schlichtheit und Bescheidenheit in ihrem Auftreten sind als gerade die Damen Krupp. Daß die Witwe Krupps, übrigens eine Tochter des vormaligen rheinischen Ober- prüsidenten von Ende, noch am Leben ist, weiß der Franzose ebensowenig, als daß Fräulein Berta noch eine jüngere Schwester hat. Literatur, Kunst und Wissenschaft. — „Di e Skizze" nennt sich eine neue, im Verlege von Dr. P. Langenscheidt in Groß-Lichterfelde bei Berlin erscheinende „illustr. Zeitschrift für literarische Kleinkunst". Jedes Heft ist für sich! abgeschlossen und kostet 50 Pf. Ernst Frhr. v. Wol- zogen ist der erste der Mitarbeiter. „Ter Trottel und das Gansl" nennt er die rührende kleine Geschichte, die das Heft einleitet. Der Dichter erzählt die Liebesgeschichte von einem jungen ungarischen Grafen, einem Halbidioten, der als Leutnant in einem Wiener Kavallerieregiment steht und regelmäßig in militärisch ernsthaften Zeiten „krankheitshalber" beurlaubt wird. In Meran lernt er denn während einer seiner Mußkrankheiten eine schwindsüchtige junge Wienerin, die Gattin eines Industriellen, ein zwar dummes aber schönes Gansl, kennen und lieben. Tie Unterhaltung zwischen beit beiden besteht zumeist darin, daß er das Fröschequaken verblüffend getreu nachahmt, worüber sie sich köstlich amüsiert. Aber die Liebe reibt das junge kranke Weib vollends auf, und während sie dem gewissen Tode entgegengeht, schießt er sich eine Kugel durch den Kopf. — Es folgen nicht weniger als ein Dutzend ähnlicher kleiner, fein gemeißelter, mit Geschmack vorgetragener Geschichtchen vmr her 40 -* kamite« nanihasten Autoren deS In- und Auslandes Auch eine knappe dramatisch«Skizze, das Ende einer heißen „Liebelei vorder Ehe eines Offiziers behandelnd, ist darunter. — Tie Text- Illustrationen sind diskret eingestreut und stören nicht. Für die Reise, das Nachmittagsfaulbett usw. scheint diese.neue Zeitschrift geschaffen. Wir werden ihre Weiterentwicklung mit Interesse verfolgen^ib ^robherzog Wilhelm Ernst-Ausgabe deutscher Klassiker" ist um zwei Bände reicher- geworden Tie Ausgabe von Körners Werken hat Werner Deetien besorgt (1 Bd. 473 S.). Bon Schopenhauers sämtlichen Werken liegen die beiden ersten Bände vor (tn 1 Bd. geb. 1462 ©.), )te enthalten die Schrift „Welt als Wille und Vorstellung - Eduard Grisebach gibt diesen Schopenhauer heraus. Auf das Besondere der „Großherzog Wilhelm Ernst-Ausgabe ^st schon aufmerksam gemacht worden. Sie bietet Werke deutscher Klassiker m schonen Lederbändchen auf sehr dünnem-, aber nicht durchscheinendem Papier in großen, klaren Typen gedruckt dar. Format undA.uK- stattung erlaubeii es, einen solchen Band bequem m der Tasche mit sich zu tragen. (Leipzig, Insel-Verlag.), . — „Die Nachtkritik" ist der Titel eilte» neuen drei- aktigen Lustspieles von Rudolf Presber Tas Werk wurde im Manuskript vom königlichen Theater in Hannover erworben und wird dort im Februar zur Uraufführung gelangen. — Bollmoeller: Der deutsche Graf. Komodie. (S Fischer, Verlag, Berlin.) Geh. 3 Mk. — „Ter deutsche Grast' von Vollmoeller ist die erste größere in Prosa geschriebene Arbeit des Lichters. Wie in seinen Versdramen zeigt der Verfasser auch hier eine ungewöhnliche Kraft sinnlich plastischer Ansdrucksweise und suggestiver Gewalt. In dem verderbten Milieu der franz. Gesellschaft zur Zeit Ludwigs XV. hält die Münnertngend, die Treue und die Freundschaft des bis zur Selbstverleugnung' edlen deutschen Grafen Tott allen Versuchnugen stand. Wie, er, der Held, das Opfer seiner hohen Vorzüge durch die Hand eines Hochstaplers zu Grunde geht, ist in dramatisch spannenden Etappen mit komödienhafter Ironie, aber nichtsdestoweniger mit tret innerlicher Anteilnahme für das Schicksal der Hauptfigur geschildert. — Ein Beitrag zu d en d eu t sch-a mer i kan is chen wissenschaftlichen Beziehungen wird aus Frankfurt a. M. gemeldet: Die Senckenbergische Naturforschende Gesellschaft hat für ihre Schausammlung vom Newyorker Museum Vf Natural Historv das Skelett eines Dinosauriers zum Geschenk erhalten. Es handelt sich nicht etwa nm einen Gipsabguß, sondern um ein Original von 12 Fuß (englisch) Höhe und 60 bis 70 Fuß Länge. Der Deutschamerikaner Langelvth Witt die Kosten des Transports bis z» einem deutschen Hafen tragen. , — „Die Schaubühne", herausgegeben von Siegfried Jaeobsohn, enthält in der zweiten Nummer ihres neuen Jahrgangs vom 11. Januar: Mythendramen. Bon Julius Bab. •— An ein junges Mädchen. Bon Leo Greiner. — Hofschan» spieldir e ktov Barna y. Bon S. I. — Drei Rollen No- vellis. Bon Martin Buber. — Karagöz. Von Herm. S. Rehm. — Bühnenbälle. Von Walter Turszinsky. — Rundschau. (Bei Catulle Mendös in Paris. Frau Fehdmer. Trianon-Theater.) ■— „Tis Schaubühne" (Verlag: Berlin SW. 13, Hollmannstr. 10), Wochenschrift für alle künstlerischen Bestrebungen des Dramas, des Theaters und der Oper, erscheint jeden Donnerstag im Umfang von 24—32 Seiten und kostet: die Einzelnummer 20 Pf., vierteljährlich 2.50 Mark. Musik. — Musik für Alle. Das zum Preise von' 50 Pseniiig erschienene Heft 16 der bekannten Rotenbibliothek (Verlag Ullstein it. Co., Berlin) bringt zur Feier der 150. Wiederkehr von M o - zarts Geburtstag zunächst das durch besondere Anmut sich auszeichnende Larghetto aus Mozarts Klarinetten-Omintett. Daran knüpfen sich- zwei Kompositionen von G. Meyerbeer: Schwerterweihe. und Höllentanzszene, die in ihrer künstlerischen Durchbildung zeigen, was der Meister uns hätte werden können, wenn er auf einseitige Theatralik stets hätte verzichten wollen. Der französische Symphoniker Saint-Saöns weist mit der Idylle aus seiner Silberglocke alle die Vorzüge seiner eigenartigen Konzeption großen musikalischen Stimmungs'gehalt, aparte Melodik, gefällige Form auf. Meyer-Hellmund, zurzeit wohl der populärste Liederkomponist, ist mit einem entzückenden, humorvollen Gesang stück „Schatze! ade" vertreten. Käthe Hyan, die Mitbegründerin des' ersten Berliner Kabaretts, trifft mit der Ballade „Tie junge Königin" aufs glücklichste den Volkston. Gustav Wanda gibt mit seinem Liebes'rauschwalzer ein durch seine prickelnden, graziösen Melodien äußerst dankbares Bortragsstück. Humoristisches. * G es ch äs t s m a u n: „Was wünschen Sie?" — Stelle- f u eh ander: „Ich möchte mich erkundigen, ob Sie einen Gehilfen brauchen". —Geschäftsmann: „Tiit mir leid. Ich tue alle Arbeit selbst." — S t e l l es u ch e n d e r: „Ah, das würde mir sehr gut passen". Gersteck-Rütsel. Man suche ein Sprichwort, dessen einzelne Silben in folgendm Wörtern versteckt sind, wie die Silbe „an" in „Wanderer". Weinkeller — Böllerschuß — Moses — Löwenmaul — Wurst» kiste — Schärfe — Lichtwerfer — Ardennen — Leiuweberet — Schwertlilie. Auflösung in nächster Nummer. Auflösung des Logogriphs in voriger Nummer r Faß, Paß. Arrftösung des Jahres-Preisrätsels in Rr. 193 der F-amiSieuhliitter: Jahre kommen, Jahre schwinden Und kein Zaubrer kann sie binden, Rastlos rollt das Rad der Zeit, An des Neujahrs erstem Tage Möge schwinden jede Klage, Ferne bleiben jedes Leid. Eingegangen sind 174 Lösungen. Die ausgesetzten Preise fielen ans: 1. Fräulein Johanna Bauer, Gießen, Dammstraße 84: Schillers W er k e. 2. Lehrerin L. K o ch, Gießen, Ludwigstraße 8: Goethe's Werke. 3. Bürgermeister Sann, Weitershain: Deutschlands Wunderhorn. 4. Hauptmann v. Bursztini, Ludwigstr. 38: Hancock, D f ch i u ° D s ch i t s u. Die Quelle japanischer Kraft. 5. Tr. Schäffer, Leun: August S t r i n d b e r g: Eine Hexe. 6. -100.: Je eine Wandkarte von Hessen: A b e n d st e r n: Lina Duill, Emil Rost. A l l e n d o rf a. d. L.: L. Binz. Beuern: Ottilie Musch. E b e r st a d t: Hermann Holler. Gießen: Else Amend, Bahiihoistr. 66; Siegmund Austerlitz; C. Bähr, Wilhelmstr. 1; Heinrich Baiser, Sleinstr. 86; Mathilde Becker, Alicestr. 25; Ludwig Becker, Steinstr. 67; Frau M. Bergen, Hofmannstr. 4; Johanna Distel, Riegelpfad 89; Auguste Döring; A. Ebel, Garlenstr. 15; Frau tz. Eichenauer, Alicestr. 13; El. Emmelius, Wilhelmstr.; Gottfried Franz, Steinstr. 11; I. Fritzel, Westanlage 29; Heidi Gelier, Edcrstr. 5; L. Gravelius, ©eÜerS» weg 71; Käthe Grimm, Schillerslr. 9; Louis Hahn, Landgrafenstraße 2; Frl. A. Haußmann, Lonystr. 20; Franz Hochreuther: Frau Wilhelm Homberger; Else Huhn, Bleichstr. 46; Tilli Kaan, Kreuzvlatz 10; L. Kattrein; Mathilde Kempfs, Walltorstr. 24; Georg Krüger, Löberstr. 22; HanZ Krug, Steinstr. 53; Ernst Leib, Eder» straße 14; Th. Löwer, Grünberger Straße 28; Phil. Luley, Stephanstr. 15; Will). Meese, Lonystr. 20; Ernst Meyer, Liebia- straße 73; Johanna Michel, Bleichsir. 24; H. Müller, Gymnasiast, Weserstr. 4; Antonie Noll, Hammstr. 1; Karl Pfeiffer, Marburger Straße 27: Heinrich Piper, Schottslr. 19; Th. Ranft; Antonie Ritzel, Frankfurter Straße 48; Gretel Ritzert, Stephanstr. 13; Elisabeth Röschen, Ludwigstr. 19; Karoline Rühl, Liebigstr. 29; Maria Sartor, Ebelstr.; Adolf Schad, Ludwigstr. 24; Otto Schmeckenbecher, Marburger Straße 9; Frau Landgerichtsrat Schmidt, Ostanlage 40; Rudoli Schmidt, Ostanlage 16; Friedrich Schneider, Stephanstr. 80: Anna Scholz, Asterweg 41; K. Schulze, Einj.-Geft., Schillerstr. 7; M. Sievers, Marburger Straße 25; Elfe Stahlberg, Moltkestr. 2; Frau Lina Starcke, Licher Str. 65; Eh. Stock, Goethestr. 67; Fritz Struth, Grünberger Str. 5; Georg Thomas, Sonncnstr. 9; K. Trcser, Dammslr. 45; Ernst Vollmüller, Großer Steimvcg 10; Helene Wallach; Johanna Meinhardt, Bruch- straße 17; Frau Büchsenmacher Weiß, Licher Str. 65; Geschwister Wertheim, Nordanlage 13; Adolf Wild, Steinstr. 15; Frau Lina Ziegler, Steinstr. 31; Frau E. Zicprecht. ' Großen -Bufeck: Karl Deichert, Rudolf Neumann, Karl Rühl. Großen- Lin den: Ludivig Lang II., Ernst Rohde. G r ü nberg: Frau Wl. Kutsch. H e u ch e l h e i m: Realschüler Albert Gilbert. H ungen: Eise Demme, Bertha Emmel. Kirch-Göns: Kalbhenn. Klein-Linden: Philipp Mandler, Mollach Matthes. L i ch: Ottilie Heller, H. Z. Londorf: Frau Rentmeister Pfnorr, Ami Stöhr. Mainzlar: Luise Kammer. R o d h e i m a. d. B.: W. Möhriuger, Kön. Förster, Forsthaus Haina, Pfarrer E. Vömel. R o d h e i m b. Hungen: Karl Hofmann. Ruttershausen: Kalh. Klinke!. Steinbach: Karl Balser, Ober - Realschüler, A. Haacke, Nanz, Lehrer. Treis-Horloff: Emmy Breunlin. Weitershain: L. Hebermehl. , (j$ Die Preise können gegen Vorzeigung der Abo nne m en t q u i t tun g in der Geschäftsstelle dtz-8 „Gießener Anzeiger s" in Empfang genommen werden. Redaktion: Ernst Heß. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'ichen UniversitätS-Buch- und Steiudruckerei. R, Lange, Gieße«.