1906 MV »um b Ki W WM TBSg W Mittellose Mädchen. Roinan von H. Ehrhardt. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Wenn sie ihn so selbstlos liebte, wie sie's bis dahin n em eint, so hätte sie ja sroh sein müssen, ihn so gnt- gestimmt und liebenswürdig zu sehen, sich selbst und anderen zur Freude. Alles in ehr sträubte sich im Grunde auch dagegen, an der ehrenhaften, charakterfesten Gesinnung ihres Mannes zu zweifeln. Er war Nicht der be- auemste Ehegatte gewesen, aber sie hatte doch zu dem Manne in ihm immer voll Stolz aufsehen können. Sie Meinte es nicht ertragen zu können, ihn kleiner zu stnden, als den, den sie seit Jahren liebte und achtete. Und so verschloß sie eigentlich gewaltsam die Augen für die Entwicklung der Dinge, mit der sich bereits das ganze Dienstpersonal lebhaft skandalierend beschäftigte. „Der Herr Hauptmann" war ja ftetS: dort zu finden, wo das „gnädige'Fräulein" war. Er ließ sie keinen Schratt mehr allein ausgehen, und .als seine Frau durch em leichtes Schnupfenfieber ein paar Tage lang ans Znnmer gefesselt war, begleitete er die junge Verwandte sogar aufs Eis und fand sich plötzlich nut Schlittschuhen neben Suse und Trautendorf, welch letzterer mühsam einen rstuch unterdrückte, ivas von senler Angebeten wohl bemerkt ituo nut großer Genugtuung ausgenommen wurde. Ohne daß sie sich dessen bewußt war, verfügte sie über die Künste der raffi- meX‘ Sre"zttgte ^freudigste Ucbcrraschung, daß der "Bstter", wie sie ihn nun schon nannte, ihretwillen sich aufs Matteis gewagt hatte, und sie verschwendete so viel Schelmerei und Liebenswürdigkeit mt ihren neuen Kavalier, daß Trautendorf in einem Zlistand neben dem luftigen Paar herfuhr, in dem der Mensch „vor Wut z,l platzen" meint. War es nicht genug, daß der Hauptmann mit offenkundiger Absicht jedes Alleinsein zwischen ihm und dem geliebten Mädchen zu vereiteln wiißte, daß er Suse sogar von den Proben zu den lebenden Bildern persönlich abholte, wahrend den anderen jungen Mädchen selbst von den Eltern nur der Bursche als Schutz gesandt wurde? . Und war es nicht gemeines Pech, daß er bei den letzten Gesellschaften nie Suses Tischherr gewesen, ja nicht einmal neben ihr hatte sitzen dürfeir. . Daß Bittner zweimal der Glückliche gewesen, schrieb er wutschnaubend der „kalten Hundeschnauze" der Frau von Brockhaus zu, die sicher dort ihren Einfluß bei der Tischordnung geübt hatte. Freilich, sehr nahe am Ziel schien der rotblonde Offizier auch, nicht zu sein. Er hatte Stunden, in denen er, der sonst so Phlegmatische, etwas Nervöses Uiid Unflates zur Schau ttug. , Fritz Trautendorfs Stirn hätte sich schnell euiwoikt, wäre ihm ein Blick in Suses Köpfchen gestattet gewesen. Sie war ja mit all ihren Gedanken nur bei ihm und empfand unnennbare Zärtlichkeit und überströmende Liebe, wenn sie ihn nur in ihrer Nähe wußte, seine Augen auf sich ruhen fühlte. Sie kostete vollbewußt die Seligkeit ihrer ersten Liebe aus und freute sich nebenbei noch ihrer,sonstigen Erfolge, ohne daß sie im Entferntesten ahnte, wie gropes Unbeil' sie stiftete und welche Qualen der Eifer,ucht und! des Zweifels sie drei Männerherzen bereitete. Der Niiglücklichste war jedenfalls Max von Brockhaus, denn die Hindernisse, welche sich seiner späten Leidenschaft entgegenstellten, waren unübersteiglich- iind es gehörte die ganze tatkräftige Energie seiner Natur dazn, überhaupt an die Möglichkeit einer Bereinigung mit Suse zu denken. Es kamen Stunden, da er verzweifelt an verschlossener Pforte rüttelte mit dem festen Willen, sie gewaltsam zu erbrechen, und andere, da sein stark ausgeprägter Ehrgeiz sich ebenso, erbittert dagegen anflehnte, um eines Weibes willen feine glänzend verlaufene heiß erstrebte Karriere aufzugeben. Er verspottete dann selbst mit ätzender Schärfe den „Johannis-, trieb", in dem feine betrogene Jugend sich an ihm rächte. Kam er dann aber mit sich selbst zerfallen und wütend! auf die Störerin seiner Ruhe aus dem Dienst und sah oben am Erkerfenster Suses blondes Köpfchen, ihr strahlendes Begrüßungslächeln, dann pfiff er, wie er sich innerlich sagte,! auf die „glänzende Karriere" und meinte, mit dem dümmsten Leutnant tauschen zu können, wenn er die blühende junge Gestalt, die oben im Entree manchmal aus irgend einem Winkel heraus den Heimkehrenden zu erschrecken suchte, hätte als sein Weib in die Arme schließen können. Eine drängende Lebensfreude, eine förmlich knabenhafte Ausgelassenheit erfüllte ihn dann. Mit ungerechter! Bitterkeit klagte er seine Frau dafür an, daß sie nicht verstanden, das, was eilte trübe Jugend ihm vertagt hatte, in ihm zu erwecken. Hatte sie überhaupt je versucht, ferne Interessen und Liebhabereien zu teilen? Suse wußte schon jetzt besser Bescheid ut der Rangliste, als seine Frau und halte ungeheuren Respekt vor der Tatsache, daß der „Beller" Aussicht halte, in den großen Generalstab kommandiert zu werden. Auch ihr Verständnis für Pferde halle ftcij überraschend schnell entwickelt. Ach und löte gern hätte sie reiten gelernt! Es war eine große Versuchung für den Hauptmann, der er wohl nur im Hinblick auf Suses heimatliche Berhalw Nisse widerstand. Seine Frau hatte ihm auch aus dieses! Gebiet aus Gesundheitsrücksichten nicht folgen können. Wie entzückend hätte Suses junge, geschmeidige Gestalt zu Pferde ausgesehen! Er sagte ihr das auch einmal un Stall als sie neben ihrem Lieblitlg, der hellglänzenden Goldfuchsstute „Senta" lehnte, die bereits den Kopf nach ihr wandte, wenn sie schmeichlerisch ihren Namen nej. Ach reiten!" batte Suse erwidert und dann die Lippen geöffnet, wie eine' Dürstende. Und der Mann hatte die bebenden Hände fest um die Reitgerte geklammert, um da» junge, genußfähige Geschöpf nicht an ferne Brust zu reißen, — 222 — . setzte sie sich in ihrem Zimmer ans Fenster und blickte, das Herz boll seliger Hoffnungen, in den trüqe- rischen Borfrnhlingstag hinaus, der heute bemüht gewesen war, mit warmen Sonnenstrahlen dem Winter den Swa 1,w hu' ffrSo Ueber das feuchtglänzende nngeii Stallgebäudes schweifte das ANge .. So standen die Dinge an dem Tage, der abends das brelbesprocheue Ballfest beini Kommandeur bringen sollte. 7.“^ Metas Güte war Suse zu einem reizendeii Dorn- rovchenrostnin gekommen; es lag ausgebreitet mtf der rot» Ebenen Steppdecke des Bettes und sie strich im Lause des Nachmittag^' öfters fast zärtlich über die weiche rosa Seide und hielt schnell einmal den graziösen Rosenkranz vor dem Spiegel gegen das weiche, lichtblonde Haar. Wenn es nur erst Abend wäre! Sie langtveilte sich entsetzlich. Zu einer Handarbeit oder zum Lesen fehlte ihr die innere Ruhe, imb da ihre Cousine sich vor solch abendlichen H-esten ein paar Stunden hinzulegeii pflegte, so war sre ganz nnf sich allein angewiesen. I At?nichtÄ neÜt/ nein' bleiben Sie nur da, fortlmifen , Er hielt das junge Mädchen, das von Unbehagen er-, faßt, betrofferr zuruckweichen wollte, am Arme fest . /Foren Sie mich ruhig an, Suse! Ich must es Ihnen ****■ s° ""-'«"Wiiii« In ihrem lebhaften Gesichtchen spiegelte fidft bpittrirW fern heißer Atem benii Spreche gegen ihre Stirn weht^ sein!" brauste er leidenschaftlich aus, Ephoren Cie auch zu den zahmen Naturen, die erst nach Sn9Ul1^rf?ref, ^en, chhe sie sich gestatten, Gefühle zu haben? ^ch liebe Sie, Suse, ich liebe Sie so, daß ich Ihretwegen alles auftzeben würde. Ich werde b-eit Abschied! Olimen, ich werde mich von meiner Frau scheiden lassen Jye, ls^bt Mich ebensowenig, wie ich sie, unsere Ehe ist inioerlov e^> wird keine großen Schwierigkeiten geben! .1. lD,en*t suchst ^ch werde sie alle besiegen, denn ich muß Sie besitzen, Suse!" d , , Mit leidenschaftlichen Blicken umfaßte er die reizende, bebende Mabchengestalt, die sich, nach einem Halt sucheiid, an Hw hölzerne Futterklste gelehnt hatte. Noch bezwang! r» Jv$r an sich zu reisten, sie in seine starken Arme zu pressen. Ter Wunsch, mit ber ganzen Kraft seiner Liebe l)eißblutige Geschöpf au sein Herz nehmen zu können, Gewissen?" tf)nt a e Mahnungen ber Vernunft und des! Suse fühlte einen glühenden Strom durch ihre Glieder stießen unter seinen Blicken. Sie fürchtete sich und hätte! .'erkrochen' bsten UI be,t dunkelsten Winkel des Stalles ~. ^pprbe sie zornig. Was fiel ihm eigentlich ein? Shb hatte sich doch nichts dabei gedacht, wenn sie intimer, als mit jebem anderen mit ihni verkehrte, er war ja der-, «rind zwanzig Jahre älter als sie, dazu iioch eine! Art Vetter. Sie fmtb es abscheulich von ihm, daß er ihr lustiges, behagliches Wohlleben in seinem Hause nun gewaltsam beendete. J Ihr Trotz erwachte und mit ihm kehrte aiich ihr kecker Mut wieder. Sie warf schmollend die Lippen auf/ „Aber ich will ja nicht!" sagte sie. 1 ©r zog bie bunklen Brauen zusammen. „Warum nicht?" an f° etivas gebucht habe, Herr Haupts Ein leichtes Zucken ging durch seinen sehnigen Körper bei ihrer förmlichen Anrede. „ "Suse!" Seine Stimme klang gepreßt, sichtlich gequält. „Haben Sie doch Erbarmen, sagen Sie mir, daß Sie mir gut sind." Er wollte nach ihren Händen greifen, aber sie legte sie rasch zusammen. über die Erde abzuringen. Schieferdach des niedrigen ©L„o-------- vus> über große Garten und Bauplätze bis zu den Bahnhofs- anlagen hinüber Hinter rußig schwarzen Lokomotiven, silbrig schimmernden Geleisen, hinter Qualm und Rauch Sonne letzt hochbefriedigt von ihrer Mission glut- .^u^geu Strahlen brachen siegreich durch i-». ^olkenschicht, die sich am Horizont gelagert hatte. Eilig fegecken kleine, rosige Wolkeuschäfchen über den blaßblauen L iinmel und verschwanden wie schutzsuchend hinter einer glühte'" boldumsaumten Kollegin, die darob purpurn er- regnen!" dachte Suse prosaisch, den kleinen nachsehend, und hielt sich die Hand vor den gähnenden kleinen Mund. Ta hörte sie unten auf dem Pflaster des Hofes einen • Sabel anfklirren — Haiiptmann von Brockhaus ging wie gewöhnlich um diese Zeit in den Stall. Suse war impulsiv Mbssprungen und brückte ihr Näschen neugierig an die Scheiben. Schon hatte sie die Hand erhoben, um sich durch SuÄ bemerkbar zu machen, als der stattliche Offizier auch SSÄÄ?" *‘"b d-m l-ch-nd-n Suse ließ sich das nicht zweimal sagen. Im Stall war's .mmer so gemütlich und der Nachmittag war noch so endlos h„n lchlang sie nur einen schwarzen Spitzenschal um den Hals — noch ein prüfender Blick in den Spiegel —, rw-n\lhb, sie vorsichtig durchs Entree und träl- lernd die ^Treppe hinunter. Am Küchenfenster stand Betth twa Ä.-E/-!/0r"umiI nach. Sie konnte dem Hauptmann ber der Gnädigen" noch immer nicht ver- Si rS \ rN Unteroffizier ihr jetzt nicht treu blieb, er sie so selten sehen konnte, so trug der „olle Ekel" drr schuld. JSS reizte sie mächtig, ihm einen Schabernack 'urfi'nC C*r" Monte letzt die „Gnädige" Wecken und ver- fax»* •* .* &»«d-m . , Eilist mar Suse über die hölzerne, ausgetretene Schwelle gehuscht. Innen war es schon dämmrig, nur durch eine schmale Fensterluke blinkte ein goldroter Sonnenstrahl Gen d-»- -lmzmd-n „SSo stecken Sie denn, Vetter?" . , Suse trat blmzelnd vor, gerade so weit, daß sie in n»».?bre«h des Sonnenstrahls tarn, der sich sofort in ihr lichtes Haar emmstete und liebkosend über ihre leicht- gerotete Wange glitt. Eine herzerquickende Frische und Anmut ging von (lud. „Hier bin ich, Suse!" _ Ter Hauptmann, der im Hintergrund durstig den Reiz Lk ^n Geschöpfes in sich hineingetrunken hatte, kam fast bis zur^Erd? 5‘L verneigte sich schelmisch „Dero Gnaden haben befohlen!" S^in^ stahlgrauen Augen ließen nicht von ihr. Herziiger Tollkopf! Seien Sie jetzt mal ein wenig ernsthaft — ich möchte Ihnen gern etwas wichtiges „Gut? Ja! Mer nicht so, wie Sie meinen!" stammelte sie, seinen frageiibeit Augen ausweichend. Er nahm die Mütze vom Kopf, schleuderte sie auf die p-utterkiste 1111b strich mit beit weißcu Leberhandschuhen bas feucht auf der Stirn klebende Haar zurück. . "Sie müssen mir gut sein, Suse, Süßes — ich ertrag'- lF dies Leben ohne Sie nicht mehr — ich bin rein krank vor Sehnsucht nach Ihnen — Nächte lang kann ich nicht schlafen — Suse, Sie müssen mein Weib werden, sagen Sie ja!"- Er hatte hastig, abgerissen gesprochen, wie ein Fieberkranker. Seine Stirn brannte, sein ganzes Gesicht war von Leidenschaft durchleuchtet. Jin Moment kam es Suse erst! zum Bewußtsein, was für ein fesselndes, sympathisches Mannergestcht es war, das sich mit fordernden'Augen und Lippen zu ihr herabueigte. Blitzschnell durchfuhr sie die Ermnerung an den kälten, strengen Ausdruck, der früher stets wie eine Maske darüber gelegen hatte. In ihr erwachte die Gewißheit von der Größe ihrer Weibesmacht, die verderbliche, zitternde Freude, sich so glühend begehrt zu sehen. Wie eine warme, betäubende Woge, von Eitelkeit und Sinneurausch aufgeivühlt, stürzte es über sie hin' und nahm ihr lähmend die Kraft des. Widerstandes. 1 (Fortsetzung folgt.) 223 — Kundeflerfcheffer. Ist dieser Zeit der „Fleischnot" hat man hier und da wieder einmal auf „Fleischsvrten" gewiesen deren Verbrauch zu gewöhnlichen Zeiten bei zivilisierten Völkern mehr oder weniger verpönt ist. Die Katze ist zwar als „Dachhase" eine ziemlich ständige Erscheinung in den Witzblattern, aber diese übertreiben eben dann genau so, wie bei den Leutnants- und Studenteuwitzen. Als eine noch größere Verirrung erscheint uns der Gebrauch oder vielmehr Mißbrauch des treuesten .Haustieres des Menschen, des Hundes. Aber HundefleisKcsser hat es nicht nur in Zeiten der Fleisch- teuerung, sondern seit altersher und bei vielen Völkern gegeben. Wie E. Jloeßel in seinem jetzt erschienenen*) Buche „Der Hund, cm Mitarbeiter an den Werken des Menschen", ausführt, gibt es Hundefleischesser in vieleii Ländern und gab es zu. allen Zeiten. Ja, der Genuß des Hundesleisches reicht sogar zurück bis in die Periode der Steinzeit! Die englischen Forscher Bohd Dawkul und Minsk berich-ten, daß die ehemaligen Bewohner der großen britannischen Höhlen Hundefleischesser gewesen seien. Beweis dafür sind die in großen Massen aufgefundenen, zerschlagenen Kstochcn von Hunden, die in diesen Höhlen gelagert waren. Die Kstochcn wurden als solche von meist jungen Tieren erkannt. Daraus ist mit Sicherheit zu schließen, daß die getöteten Hunde dem Menschen zur Nahrung dienten. Bon der Periode der Steinzeit her übertrug sich der Genuß des Hundesleisches als Nahrungsniittel auf die nächstfolgenden, uitb so begegnet uns die nämliche Verwendung dieses Tieres auch schon in dem ältesten geschichtlichen Zeitalter. Zunächst waren es die Karthager, die uns als Hundefleisch essendes Volk bezeichnet werden und als solches berühmt waren, weshalb man sie „Eanarii", das ist Hundeesser, nannte, dann die Griechen, welche, wenn der Hundefleischgenuß bei ihnen auch nicht allgemeiner Brauch war, doch den Hund als Speisetier nicht verachteten. Die nämliche Stellung zum Genuß dieses Fleisches nahmen die Römer ein, was von Jestus berichtet wird. Junge, säugende Hunde hielt man für eine sehr reine Speise: bei dein Antrittsschmause der Priester, der bei dem der Moua Genita, der Göttin der Geburten, dargebrackten Huudeopfer veranstaltet wurde, stellte mail zu Ehren der Götter einen jungen, als Speise zubereiteteu Hund auf die Tafel. Ebenso erscheint Huudefleisch bei den Festmahlen, die zuni Antritt ihrer Aemter von Magistratspersonen veranstaltet ivurden. Ein Dichter, welcher von Athenäus angeführt wird, sagt, daß der Huild gut zu essen sei zur Zeit der Weinlese. Phor- phyrius hingegen behauptet, die Griechen äßen Hundesleisch nicht. Sextus Enipirius widerspricht dem und sagt, daß wie bei einigen Völkerschaften Thrakiens so auch bei den Griechen es Brauch gc- iveseil sei, Huudefleisch zu essen. Auch in Mauritanien, iiahe am Atlas, gab es Hundefleischesser, die deshalb auch Eanarier genannt wurden. Unter der Negerbevölkernng im Innern Afrikas ivird der Hund gleichfalls an vielen Stelle» gegessen, m Südkamerun bildet er die Speise der Mieger. Er ivird dort kastriert und gemästet. Die Wahehe in Deutsch-Ostafrika zählen ebenfalls zu den Stämmen, bei denen Hunde gegessen werden. . Gemästet werden die Hunde auch in Angola, einer Landschaft in Nieder- gninea, und dann auf dein Markte feilgeboten. Man zahlt dort für einen fetten Hund bis 22 Sklaven! In Otahaiti in der Südsee wird der Hund mit Kräutern gefüttert. Ist die Mast vollendet, so wird das Tier zwischen Heiß gemachten Steinen gebacken und als Feinkost verspeist. Die Mikronesier, die Bc- wohncr der Marschall Gilbert-Inseln, bevorzugen unter ihren Haustieren ebenfalls namentlich den Hund als Genußuiittel. Die gleiche Vorliebe für den Hund als Speisetier hegen die Neger an der Goldküste. Sie mästen ihn in besonderen Ställen und auch sie verkaufen das Fleisch desselben auf dem Markte nach Gewicht. In Asien sind es vornehmlich die Tuugusen und Chinesen, welche dem Genüsse von Hundesleisch Huldigen. Erstere verzehren nicht nur das Fleisch des Tieres, sondern trinken auch sein Mut. Die Chinesen verspeisen aber Hundefleisch ebenso häufig wie anderes Fleisch. Auch hie Haklos, ein kräftiges Gebirgsvolk, welche die Höhenzüge im Westen von Anwy bewohnen, sind als Hundeesser allgemein bekannt. Hundeschinken sind in China als eine große Delikateste geschätzt und bringen als solche sehr hohe Preise ein, indem sie bis zu fünf Taels das Pfund kosten. Sie werden Hauptsächlich in der Provinz Hu-uan geräuchert, wo man Hunde einer besonderen Rasse zu diesem Zwecke mästet. Huudefleisch ist auch für die Bewohner von Korea eine beliebte Speise, und Hundefleischbrühe bildet geradezu das „Non plus ultra" der koreanischen Speisekarte. Für Masthundezüchter erscheiut Korea als wahres Dorado. Man verkauft das Pfuud Hundefleisch lebend zu zwei bis drei Mark, und das angenehmste Geschenk, welches der König den Mandarinen und anderen seiner Beamten machen kann, besteht in einem — nicht Hühnchen, sondern Hündchen zur Suppe. Die Malaien züchten nur eine geringe Anzahl von Tieren, namentlich den Büffel, den sie beim Reisbau zum Ziehen der Wagen oder Pflüge gebrauchen. Hunde, die sie zur Jagd halten, werden in manchen Gegenden von ihnen gegessen, selbst dann, >venn erstere scknver erkrankt sind. *) Wir entnehmen die Abhandlung dem Werke „Der Hund, ein Mitarbeiter an den Werken des Menschen". Von Ernst Jloeßel. Als die Spanier Amerika entdeckt hatten und das Gebiet der neuen Welt betraten, fanden sie bei verschiedenen Stämmen der Ureinwohner verschiedene eigentümliche Hunderassen, wie den peruanischen und mexikanischen Htind vor, welche als Haustiere gehalten und gegessen wurden. Als das erste Dampfschiff bei den Sioux anlangte, wurden die Reisenden von den Häuptlingen zweier Stämme zu Ehren „des großen weißen Häuptlings" zu einem Festmahle eingeladen. Die Indianer boten das Beste, was sie hatten: Büffelhöcker, Büffelmark und Hundesleisch. „Wir bringen dir unsere Herzen zu diesem Fest, wir haben unsere treuen Hunde geschlachtet, um euch damit zu speisen, und der große Geist wird unsere Freundschaft besiegeln." Äuch Prinz Paul Wilhelm voll Württemberg erzählt in seiner Reiseschildernng von einem solchen Hundeessen im Innern Nordamerikas. Noch ist hier der Eskimos zu gedenken, deren einziges Haustier der Hund ist, der in Seiten der Not von ihnen geschlachtet rind dessen Fleisch alsdann verspeist wird. Auch zur Zeit der Kreuzzüge verspeisten, wenn andere Fleischkost nicht aufzutreiben war, die Kreuzfahrer gebratene Hunde. In London gehört der „Hundefleischverkäufer", wie man deren in den belebtesten Straßen der Stadt regelmäßig antrisft, zil den interessantesten Erscheinungen des anziehenden Straßenlebens der Riesenstadt. Schon vor mehr als einem halben ^J ahrhundert schrieb man aus Berlin, daß man in der preußischen Residenz Hundebraten sehr häufig sinde. Hundediebstähle, che- gangen zur Befriedigung dieser Geschmacksrichtung, kämen sehe oft vor. In noch früherer Zeit schon war die bekannte Weberkolonie Nowawes bei Potsdam wegen Hundemästens und -Schlachtens berüchtigt, so daß man sich dort wohl vörsehen mußte, seinen Hund nicht aus den Augen zu lassen, wenn man mit diesem das Dorf passieren mußte. Aber auch in anderen Gegenden Dentscht- lands, in Stadt und Land, spielt der Genuß voll Huudefleisch noch heute eine wichtige Rolle, und wenn die Zifferangaben über den Konsum von Hundesleisch in unseren Städten keineswegs als erhebliche bezeichnet werden können, so muß man annehmeu, daß sie in Wirklichkeit viel Höher sind, als sie überhaupt in Berech» nung gestellt werden können, weil eben nicht alle als gestohlen geschlachteten und die aus dem Lande verspeisten Hunde ist jenen Angaben mitenthalten sind. Aus Sachsen berichtet Kohl in seinen Bemerkungen über die Küche und Nnhrungsweise der Antvohner des Erzgebirges im Jahre 1845: „In den Konversationen, die Dr. Johnson während lemeä Lebens mit seinen verschiedenen Freunden geführt und die sein treuer J-rennd Dr. Boswcll in feinem „Life vs Dr. Johnson^ alle genau verzeichnet und publiziert hat, kommt auch ein Gespräch vor, welches Dr. Johnson mit jemand über die kuriose Sitte des Hundeessens in China gehabt hat. Die Herren ivuudern sich in diesem Gespräch gegenseitig über daS, was sie sich einander davon erzählen, wie viele Chinesen den Hundebraten für einen delikaten Bissen halten, wie sie die Hunde hierfür mästen, luie eÄ in ihren Städten und Dörfern eigene Hundeschlächter gibt, und wie diese Huudcschlächter von den lebendigen Hunden sogleich ausgespürt und so gefürchtet werden, daß sie nur durch ein Dorf zu gehen brauchen, um gleich alle Hunde in Aufruhr zu setzen und sie samt und sonders hinter sich her auf den Fersen zu haben. Vielmehr noch hätten Dr. Johnson und seine Freunde sich gewundert, wenn sie gewußt hätten, daß sie alle dieselben Dinge auch in beit sächfischien Dörfern in der Nähe von Dresden sehen und erleben können. In der Tat, der Genuß des Hundesleisches (auch des Kätzenfleischesl ist hier unter den Leuten ziemlich verbreitet, gewöhnlich allerdings nur bei sehr armen und verkümmerten Leuten, zum Teil aber auch bei den ordentlicheren und wohlhabenderen. Man halt das Hunde- und Katzen- fett hier durchweg für ein sehr treffliches Mittel gegen Brust- übel, und fast alle die, welche an der Brust oder Lunge, an Husten, Schwindsucht und Asthma leiden, suchen sich diese Medizin zu verschaffen, essen sie oft jahrelang und gewöhnen sich so an ihren Genuß. .Die Hundeschlächter — mir wurden mehrere in verschiedenen Orten als ziemlich allgemein bekaunte bezeichnet — treiben einen ordentlichen Handel mit dem Fette, das sic zum Teil an die Apotheker in den Städten, zum Teile an die mit Asthma behafteten Personen verkaufen. Ick habe fast in jedem der Dorfe« in meiner Nachbarschaft wenigstens einen oder zwei solcher Hundeschlächter gefunden. In manchem Dorfe nannte man mir auch ganz wohlhabende Bauern, die nicht nur zn solchen Huiide- schlächterit kommen und ein Stück Braten essen, sondern die auch zuweilen ihre eigenen Hunde mästen und schlachten. Manche sind darauf mehr erpicht, als auf Lammbraten. Diejenigen, welche sich mit dem Schlachten der Hunde befassen, werden ebenso wie in China sogleich von den Hunden erkannt und es gibt ein schreckliches Geheul und einen allgemeinen Ausruhr unter den Hunden eines Dorfes, wenn ein solcher Mensclftdnrch einen Ort geht. Es ist interessant (?\. die Aufregung der Tiere in solchem Falle zu beobachten. Sie kennen ihren Feind sogleich, denn selbst wenn er glaubt, nichts von Hnndesleischgeruch an sich zu haben, so weiß die feine Nase der Hunde doch noch genug davon auszuspüren. Sie kommen aus allen Hoftüren heulend und bellend heraus, Raufen hinter jenem her und verfolgen ihn oft bis weit zum Dorfe hinaus. Doch bellen sie nur, beißen ihn aber nie, denn sie haben eine tödliche Furcht vor einem solchen 224 Menschen. Auch selbst wenn sie ihn schon aus dem Gesichte verloren haben, beruhigen sie fick' nicht und beriechen die Spuren, die er im Sande zurückließ. Sie springen von Fußstapsen zu Fußstapfen und heulen zwischendurch zum Himmel auf, als wollten sie ihren Feind dort verklagen. Ein solcher Mensch kann sich unbesorgt dem wütendsten Kettenhunde nähern. Der Hund kommt wohl heulend und bellend hervor, kriecht aber, wenn der Hundeschlächter nahe herzugcht, sogleich winselnd in sein Loch zurück." Aus Chemnitz wurde anfangs des Jahres 1897 gemeldet: „Durch die Tatsache, daß am hiesigen öffentlichen Schlachthofe besondere Räume zur Abscklachtung von Hunden eingerichtet worden sind, ist der Genuß des Hnndefleisches für Menschen ge- wiffermaßen behördlich gntgehcißen worden. Aus diesem Grrinde haben die hiesigen Schlachthoftierärztc die Untersuchung des Himdefleisches .auf Trichinen' schon vor längerer Zeit beantragt. Bei der unterdessen fakultativ eingeführten Untersuchung des .Hnndefleisches wurde gestern das Vorhandensein von Trichinen im Fleische eines zu Genußzwecken geschlachteten Hundes nach- gcwiesen." ES ist dies also Genuß von Hnndefleifch unter behördlicher Aussicht, „offizieller" Hundeflcischgcnuß, wie man sagt. An welchen Orten Hunde „offiziell" gegessen werden, darüber gibt das „Statistische Jahrbuch deutscher Städte" eine interessante Auskunft: Hunde werden offiziell in Breslau, Chemnitz, Dresden, Leipzig, Zwickau ii. a. geschlachtet. Die meisten Schlachthunde, im Jahres- dnrchschnitt 226, hat die Stadt Chemnitz in Sachsen zu verzeichnen. An dieser Stelle sei noch eines für jeden Hundefreund höchst bedauerlichen, aber äußerst tragikomischen Mißverständnisses gedacht, dem ein edles Tier zum Opfer fiel. Wie bereits erwähnt, sind die Chinesen Hundefleischesser. Bei der Reise des verstorbenen chinesischen Staatsmannes Li-hnng-tschang durch Europa ereignete sich nun folgender Vorfall: Li-hung-tschang hatte bekanntlich eine besondere Verehrung für seinen früheren'Waffengenossen, den im Sudan gefallenen General Gordon, und als' er in London verweilte, besuchte er dessen Grabstätte und legte vor dem Denkmal des Helden einen prachtvollen Kranz nieder. Ein dem verstorbenen General nahestehender Verwandter, Mr. B. Gordon, war über die Pietät Li-hung-tschangs so gerührt, daß er sich veranlaßt sah, dem greisen Staatsmann auch eine Freude zu machen. Mr. B. Gordon besaß ein wahres' Prachtexemplar von einem Bull-Terrier: jngendfrisch, tadellos in der Form, mehrfach preisgekrönt, klug und ergeben, rind ausgestattet mit allen Tugenden, wie sie nur einem Bollbluthunde eigen sind. Dieses edle Tier wurde nun von Mr. B. Gordon als Geschenk aus'ersehen und dem gelben Diplomaten mit einem paffenden Begleitschreiben übersandt. Die Antwort lieh nicht lange auf sich warten, rmd Mr. Gordon brannte vor Begierde, was der glückliche Besitzer seines Hundes zu sagen hatte. Aber ivie groß wav sein Schrecken, als er den folgenden Brief las: „Mein lieber Gordon, — indem ich Ihnen für die Nebersendung des Hundes bestens danke, teile ich Ihnen mit, daß ich selbst kein Hundesleisch mehr esse, aber mein Gefolge, dem ich "bett Hund übergab, ließ sich ihn recht gut schmecken. Ihr ivohlgelungener Li." Der Hund, dieser brave, treue Hausfreund des Menschen, ist, das ist aus den eben gebrachten Ausführungen aufs unzweideutigste ersichtlich, von der Natur selbst nicht dazu bestimmt, dem Menschen zur Speise zu dienen. Der Widerwille, der sich in unserem Gefühl gegen den Genuß seines Fleisches unwillkürlich regt, erscheint uns als eine Abmahnung vor der Verirrung des Menschen, das treueste aller Tiere als ein Speiseobjekt zu betrachten, und die Intelligenz des Tieres selbst, die sich gegen eine derartige Vergewaltigung sträubt, offenbart sich in der Feindschaft des Hundes gegen den Hundeschlächter und Hundeesser. In unseren Kulturländern, so schließt E. Floeßel diesen Abschnitt seines, wie man sieht, sehr lesenswerten Buches, bedeutet der Genuß von Hundefleifch einen Rückschritt in der Kultur älter derer, die ihn suchen und pflegen. VermischLes. * Wie Kinder beim Essen sich benehmen sollen. ES ist durchaus i'.icht einerlei, ob ein Kind schnell oder langsam ißt. Sehr viel Magcnlciden entstehen durch hastiges Essen und schlechtes Kauen. Auch die Zähne leiden, wenn ihnen nicht von früh auf das notwendige Teil Arbeit zugemutet wird. Sobald ein Kind imstande ist, Messer und Gabel selbständig zu handhaben, gebe man ihm unermüdlich die richtige Anweisung, wie es diese Eßgeräte mit Anstand zu benutzen hat. Ein gutes Beispiel arbeitet natürlich vor und unterstützt den Erfolg. Deshalb sollten sich Eltern niemals in Gcgeuwart ihrer Kinder gehen lassen.' Ehe das Kind alt genug ist, ohne Gefahr Misscr und Gabel zu gebrauchen, zer- ileinere man ihm die festen Speisen und gebe ihm statt des Messers einen Löffel. Das Kanen geschieht bei geschlossenem Munde, damit nicht das häßliche Schmatzen oder das hörbare Kauen der Tischgenosseu den Appetit verdirbt. Man achte auch darauf, daß das Kind nicht zu große Speisc- mengen in den Mund nimmt; cs ist ein wenig erbaulicher Anblick, wenn ein Nachstopfen mit dem Löffel oder gar mit den Fingern notwendig wird, weil die Mundhöhle die Fülle, der Speisen nicht zu fassen vermag, abgesehen davon, daß die Serviette wohl zum Abwäschen des Mundes dienen soll, aber nicht zur Aufnahme von Speiseresten. Kinder, vis schnell und hastig essen, werden kurze Zeit darauf verdrießlich und mißgestimmt. Kein Wunder, ihr kleiner Magen muß eine Arbeit verrichten, die von den Zähnen unterlassen wurde; daraus entsteht ein allgemeines körperliches Unbehagen, das sich in schlechter Laune kundgibt. Auf alle Fälle sättigt und nährt langsam gekautes Essen sehr viel mehr als hastig hinunter- geschlungeneS. Der beste Lehrmeister ist hier wie bei jeder erzieherischen Tätigkeit, das Beispiel und die Gewöhnung. (Prakt. Wegw.) * Ans Kindermund. Edith (dreieinhalb Jahre alt) geht "mit ihrer Mama im Winter nachmittags spazieren und zeigt verächtlich nach dem Firmament. „Schau, Mama, der dumme Moud! Er glaubt, es ist schon LrtsVamsches. — Von der in Lieferungen erscheinenden Illustrierten Volks-! ausgabe von Schillers Werken (Stuttgart, Deutsche Verlags-Anstalt) sind weitere sieben Lieferungen (26—32) ausgegeben worden, womit jetzt die beiden ersten Bände vollständig vor- uegen. Den Inhalt der neuen Lieferungen bilden die letzten Szenen von „Wallensteins Tod", ferner „Maria Stuart", „Die Jungfrau von Orleans'" und „Die Braut von Messina", endlich me ersten vier Szenen des den dritten Band eröffnenden Schan- --Wilhelm Teil". Das reiche Bildermaterial, von dem die klassischen Schöpfungen des Dichters in der vorliegenden Ausgabe begleitet sind, macht diese zu einer der wertvollsten, die wir haben; es fetzt sich aus fast 800 Holzschnitten zusammen, die zum kleineren Teil aus Titel- und Schlußvignetten, Zierleisten und andrem Buchschmuck bestehen. /o — LeTraducteur (14. Jahrg.) und The Translator (3. ■öttlyrg.) Halbmonatsschriften zum Studium der französischem englischere und deutschen Sprache. Bezugspreis je 2.50 Fr) halbjährlich. Verlag in La Chaux-de-Fouds (Schweiz). — Wer sich auf angenehme Weise in der franz, und engl. Sprache vervollkommnen will, dem empfehlen wir ein Abonnement auf diese Lehrschriften, deren Vorzüge sind: Zweckmäßige Anordnung, Vielseitigkeit des Stoffes, gediegene Uebersetzungen und Anmerk- ungerr. Sie gestatten eine mühelose Bereicherung des Wortschatzes und führen den Lernenden in einfachster Weise in die eigentümlichen Redewendungen der fremden Sprachen ein. Außerdem wird den Lesern Gelegenheit geboten, mit Franzosen oder Engländern in Briefwechsel zu treten. Kunst. ’ „Dies Hundeleben muß anders werden!" Das ist die Tendenz zweier höchst gelungener satirischer Kunstblätter in Ouersolioformat „Vor dem Streik" und „Erstes Hunde-Parlament", die in dem Verlage von W. Vobach n. Co., Berlin, nach dem Gemälde von F. Berner vor kurzem erschienen sind. Auf „Vor dem Streik hält ein int Dienste der Menschheit hart mitgenommener Ziehhund eine Brandrede vor seinen „Genossen". Auf dem anderen entwickelt „Mohr- chen", der Kanzler, fein Programm von den Mgeordueten deS neuen Hundereiches. Die Komik der originellen Bilder liegt nicht nur in ihrer Tendenz, sondern auch in der trefflich iudividnali- fierenbeit Darstellung des Gesichtsandruckes der aufnrerksam lauschenden Vertreter der verschiedenen Hunderassen. Die in Photogravüre vorzüglich reproduzierten Kunstblätter (ä 2 Mk.) bilden als Pendants einen hübschen Zimmerschmuck und seien allen, die Sinn haben für die Komik in der Tierwelt, empfohlen. Arithmogriph. Nachdruck verbotent 1 8 9 2 4 ein Kleidungsstück, 2 3 6 1 2 Bcnnn. 3 9 6 1 12 Badeort in Oesterreich. 4 2 11 2 12 wird den Schiffen oft gefährlich. 5 2 3 1 2 5 ein Vogel. 3 12 12 34839 nordamerikanischer Freistaat. 6 3 6 2 5 8 römischer Redner. 1 2 3 4 2 deutscher Dichter. 723 12 6124 eine Blume. 8 5 12 2 10 niederländischer Maler, 4 2 3 9 9 2 Stadt in Schlesien. 9 2 5 11 8 2 4 ein Land. 10 2 8 7 3 12 Stadt in England. 11 2 3 12 ein Werkzeug. 2 12 11 2 ein Fluß. 12 2 5 8 türkische Insel. Die Anfangsbuchstaben der gesuudeuen Wörter ergeben den Namen eines Geschichtsforschers. Auslösung in nächster Nummer. Auflösung des VexirbildS in voriger Nummer r Der Bär steckt über der Wegkrümmung mit dem Rücken nach unten, der Wolf befindet sich an den Hinterbeinen des Bären. Redaktion: Ernst Heß. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei, R. Lange, Gießen,