Samstag den 15. Skpiemver 196 j u je! ;uiyiwi 11 I I I UW WWMMLW '■■»! 7/sJ»däfc ni »■ V «W Im Banne des Heyemmisses. Roman von H. v. Raesfeld. Nachdruck Verbote». (Fortsehung.) „Nicht solche Worte, Liebling. Vertrete ich doch Mutier- stelle bei dir. Und höre weiter: Dafür aber, daß ich mich dieses Rechtes, alles zu erfahren, begebe, verlange ich etwas anderes von dir. Sieh", fuhr Marian fort, „Du bist noch so jung, bist sehr schön — ach, ich hatte manche stolzen Pläne für Deine Zukunft gesponnen I Ich bin ehrgeizig gewesen, deinetwegen; ich habe mir gesagt, deine Schönheit, deine Geistes- und Hcrzcnsgaben würden dir eine glänzende Zukunft, eine hohe Stellung gewinnen und mit diesem Ziel im Auge habe ich nichts für dich gespart, Eve; all mein Sinnen und Trachten war stets darauf gerichtet; all meine Handlungen betrachtete ich unter diesem Gesichtspunkte —; ich habe für dich gelebt, wie ich wohl sagen darf." „Und nun sind alle deine Hoffnungen vernichtet!" seufzte Evelyn, und verbarg das schöne Gesicht in den feinen weißen Händen. „Nein, nicht das; das hängt ganz von dir ab. Du scheinst zu glauben, die ganze Welt müsse nun notwendig die Geschichte deiner unglücklichen Liebe erfahren, man werde dich überall in der Gesellschaft bedauern, mitleidig oder auch wohl mit verdecktem Hohn und Spott, mit unziemlicher Neugier empfangen. Aber dem ist Gott sei Dank nicht so. Wäre dies in London vorgekommcn, so hätte unsere gesamte Uin- gebung, die ganze Dienerschaft, es notwendigerweise erfahren; wäre es dort, wo du zu Besuch gewesen, vorgekommen, so hätte cs ebenfalls nicht verborgen bleiben können. Doch jetzt, glaube ich, kann alles tiefstes Geheimnis bleiben." Etwas wie ein Schimmer von Trost glitt über Evelyns schöne Züge. „Alles hat sich hier in einer fremden Stadt abgespielt, wo kein menschliches Wesen uns kennt: niemand als der gute Doktor Rurke hat auch nur die geringste Notiz von uns genommen; und daß er schweigen wird, kann ich dir verbürgen. Den Leuten hier auf dem Mühlenhofe gilst du als die Patientin Dr. Nurkes, als Frau Folksworth, deren Mann im Auslande auf Reisen weilt und die sich Nervosität und Krankheit halber in diese Ruhe und ländliche Einsamkeit zurückgezogen hat; eS gibt nichts, was diese Frau Folksworth mit Evelyn West, der gefeierten und bekannten Londoner Schönheit, in Verbindung bringen könnte. Ich sehe schlechterdings somit nicht ein, wie deine unglückliche Heirat jemals bekannt werden sollte." „Dank dir und deinen vielen Bemühungen," versetzte Eyelyn leise, ' Marian wehrte ab. „Die Hauptsache ist, daß du deinen Teil dazu beiträgst, Eve; das ist es, was ich von dir verlange und zwar in erster Linie deinethalben! Verlautet irgend etwas davon, erhebt sich irgend ein, wenn auch noch so schwacher Argwohn in dieser Beziehung, so bist du gesellschaftlich umnöglich, — tot. Bedenke das, und bedenke ferner, was die Welt, die Menschen, die Gesellschaft unserer Kreise, immer bereit, das Schlimmste anzunehmen, vorschnell, hart und lieblos zu urteilen, dir Nachreden werden. Und wenn man dir günstigstenfalls auch vergeben, dich bemitleiden, ja, entschuldigen und sagen mag, daß du so jung, so unerfahren, so ahnungslos über die Bedeutung und Tragweite eines solchen wichtigen Schrittes gewesen, — glaube mir, Liebling, etwas bleibt immer hängen, und soviel ist sicher, den Platz, den du verlierst, wirst du nie, nie wieder gewinnen." „Ich weiß es," sagte Evelyn leise, „ich begreife." „Siehst du," fuhr Marian eindringlich fort, „du siehst die Richtigkeit meiner Worte ein. Aber damit ist es nicht genug, du mußt auch darnach handeln. Und zu dem Ende ist es notwendig, daß du alles, was jetzt vorgefallen, als dein tiefstes Geheimnis bewahrst und auch der Welt, der Gesellschaft, allen unfern Freunden und Bekannten gegenüber so auftrittst, als ob gar nichts, nicht das Allergeringste vor- gcfallen sei. Also jetzt vor allen Dingen kein Kümmern und Seufzen, keine trüben Stimmungen, kein Brüten mehr über etwas, was nicht ungeschehen gemacht werden kann. Du hast jetzt eine Verpflichtung gegen mich und mußt sie abtragen dadurch, daß du dein Bestes tust, diese ganze unglückselige Vergangenheit in deiner Erinnerung auszutilgcn, wieder fröhlich und munter zu sein wie früher, als ob nichts vorgefallen. Willst du das versuchen, Evelyn?" Das schöne Gesicht mit den tiefen dunkelblauen Augen erhob sieh schüchtern zu dem ihrigen. „Ich habe hieran nicht einmal gedacht, Marian; ach, ich glaubte, ich würde sterben. Das war mein einziger Gedanke, meine einzige Hoffnung. Ich glaubte, ich hätte den Tag, wo du es erfuhrest, nicht überlebt!" „Ich kann mir das alles vorstcllen, aber das ist ja jetzr alles vorüber. Niemand weiß auch nur das Geringste; haben wir dies Abbotsville erst einmal verlassen, so werden wir nie zurückkehren. Doktor Rurke wird nie darüber sprechen; diese Frau hier, bei der wir wohnen, — diese Mrs. Ford — weiß nichts von uns, als was der Arzt ihr gesagt; außerdem geht sie bald nach Amerika zu ihrem Sohne und bleibt da; das Haris und alles wird verkauft. Könnte alles günstiger sein? Bewahre also dein Geheimnis, Eve, deinetwillen und der Ehre und des Namens unserer Familien willen; folge meinem Plane, aebe beim mit mir, begegne allen, als ob nichts vor* gefallen, und du sollst sehen, du wirst eS später selbst vergessen und mir danken, daß ich dir so geraten." Evelyn erhob die Augen zu dem ernsten Gesichte ihrer Schwester. „Marian," fragte sie leise, „meinst du nicht, es wäre besser und klüger für mich, seht alles — alle Folgen — auf einmal auf mich zu nehmen?" „Nein, und tausendmal nein!" war die hastige Antwort. „Angenommen, wir verbergen es jetzt," flüsterte die leise Stimme weiter, „und dann in der Zukunft, von der du so viel erwartest, wird es bekannt — o, Marian, was dann?" „Es kann nichts ans Licht kommen; ich habe jegliche Vorsichtsmaßregeln angewandt, Eve; glaube mir, es wird niemals bekannt werden." „Natürlich," murmelte Evelyn wie für sich, „wenn mein armer Kleiner lebte, so würde ich gar keinen Versuch machen, meine Heirat geheim zu halten. Wozu and) ? Hätte ich ihn ja doch zum Tröste bei mir gehabt, imb hätte die ganze Welt mich auch verlassen. Ach! ich hätte für ihn gearbeitet und gelebt; — was wären mir Zukunft und Ehren geivesen; jetzt, wo er tot ist, ist es aber einerlei!" Die Worte erstarken in kaum hörbarem Geflüster, und das goldene Haupt senkte sich tief. Wurde Marian West blaß, als diese gemurmelten Worte ihr Ohr erreichten? Zitterte die Hand, die auf der Fensterbrüstung lag? Dachte sie an einen geheimnisvollen nächtlichen Besuch in der Nipleystraße und eine lange, flüsternde Unterredung bei verschlossenen Türen? — Wie dem auch sein mochte, jedenfalls beherrschte sie sich vollständig. Ihre Stimme klang noch fester, sogar etwas ungeduldig, als sie Evelyns Gedanken wieder aufnahm. „Und jetzt, wo er tot ist, braucht natürlich kein Wort mehr darüber verloren zu werden." Und in den Tiefen ihres Herzens beglückwünschte die Stolze sich, daß sie so gehandelt, wie sie gehandelt, dankte dem Himmel, daß Evelyn nichts von der Wahrheit wisse, —- wären doch andernfalls ihre ganzen Pläne durchkreuzt wordeu. „Ich kann also versichert sein, Eve, daß du bald wieder dein einstiges, munteres, strahlendes Selbst bist, daß du dein Bestes tun wirst, meine Bemühungen um deine Zukunft zu unterstützen, und endlich, daß, wenn wir diesen schrecklichen Ort einmal verlassen haben, nichts davon je wieder zwischen uns erwähnt wird — die Vergangenheit soll ein weißes Blatt, ein versiegeltes Buch fein." Und wieder blickte Evelyn die Schwester zivcifelnd an. „Kann die Erde ein Geheimnis verbergen, Marian? Ich dachte mir, sogar die Bäume würdens rauschen, die Vögel es fingen, die Wellen es murmeln und der Wind es seufzen und stöhnen. Schwester, ist je ein Geheimnis bewahrt geblieben? — Menschen haben Mordtaten bei Nacht und Dunkel verübt — ungesehen und unbelauscht, so wähnten sie; und nach langen Jahren, als sie sich längst in Sicherheit gewiegt, stand -ihr Geheimnis mit feurigen Buchstaben auf der Erde uud am Firmamente geschrieben." Marian lächelte schwach. „Nicht immer; die Erde beivahrt ihre Geheimnisse — Geheimnisse, die nie entdeckt werden." „Ich habe auch von Frauen gelesen, die auf Falschheit, Unwahrheit und Schuld ein stolzes Gebäude errichtet — einen ehrenvollen Namen angenommen — hohe Stellungen bekleidet und gelächelt haben bei bem Gedanken, wie sicher ihr Geheimnis. Auf einmal brach der stolze Bau zusammen, und die Welt hat gehohnlächelt bei der Erinnerung daran, wie man solche Leute nur je für gut und wahr und ehrenhaft habe halten können. Solch ein Schicksal könnte auch mir be- fchieden fein, Marian". „Niemals", versetzte die ältere Schwester zuversichtlich; „Dein Geheimnis ist ja so wenigen bekannt. Ich könnte mein Leben für Dr. Nurkes Schweigen verbürgen; was mich betrifft, so brauche ich wohl nichts zu versichern; Mrs. Ford geht nach Amerika; wer also könnte Dich verraten, selbst wenn diese es wollten?" „Ich weiß es nicht. Selbst das Rauschen der Blätter rmh das Flüstern des Windes wird mich erschrecken. In jedem Fremden, dem ich begegne, werde ich einen verkappten Spion erblicken." „Das sind nervöse Stimmungen", versetzte Marian ungeduldig, „die vorübergehen werden, sobald du erst wieder kräftiger bist. Und nun noch einmal: Ich werde auf diesen Gegenstand jetzt freiwillig nie mehr zurückkommen, nachdem wir uns heute morgen darüber ausgesprochen haben; aber ich werde dich auf dein Wort dazu verpflichtet ansehen, Eve, wieder strahlend gesund und schön zu werden, nm mir in allem, was ich für dein Wohlergehen tue, getreulich bei» zustehen". Die schönen Lippen murmelten eine leise Zustimmung; die schönen Augen schiveifteu nachdenklich über die blühende Welt da draußen, und keiner der beiden Schwestern kam eine Ahnung von der Zukunft, worin das Geheimnis, das sie so sicher zu verbergen wähnten, sich aus dem Dunkel der Vergangenheit erheben, ihnen gegenüber treten und den stolzen Bau zerschmettern würde, den der Hochmut der einen und die Schönheit der andern errichtet. (Fortsetzung folgt.) Ans den Schrecksustngen des Niddertnlcs vor 110 Jahre«. Etwas aus diese» Tage» des Septembers 1796 weiß in Oberhessen wohl jedes Schulkind zu erzählen, die schone Geschichte zu dem Gesaugbuchsvers: „Breit ait§ die Flügel beide, O Jesu, meine Freude, Und nimm dein Küchlein ein! Will Satan mich verschlingen. So laß die Englern fingen: Dies Kind soll miverletzet sein." Sie steht in den „Erzählungen aus dem Hessenland von O. Glaubrecht — das ist der Schriitstellername iur L. Rudost Oeser, der um die Mitte verflossenen Jahrhunderts Ptarrer in Liudheini a. d. Nidder war. — Bon da ist sie in andere Geflhichten- sammlungen uiid zahlreiche Schullejebücher übergegaugen: Dao hessische Städtchen Lißberg — es zählt heute noch keine 400 Einwohner — wurde in der Franzosenzert schwer hemigesncht, geplündert und zum Teil zerstört. In emem sspauscyen, abseits gelegen, wohnte eine Mutter mit ihrem kraiiken Kmd. Der Tumult kommt näher; ein Franzose schlägt die Hausture em und stürzt mit dem Bajonette in die Stube, ^zn ihrer gingst wirft sich die Mutter über ihr Kind und betet den Vers: „Breit aus die Flügel beide". Den wilden Kriegsmann überwältigt der Anblick. Stumnl reicht er der Frau die Hand uud verlaP das Haus. Draußen tobt das wilde Treiben werter, aber Teut yeutb betritt mehr das Häuschen. Als die Frau endlich wagt, aus dem Feilster zu sehen, findet sie die Erklärung. Bor der Hausture steht der Franzose Posten. Er hatte jeden Eindringling abgewehrt Aus welcher Quelle Glaubrecht geschöpft hat, laßt sich mcht feststelleu. Wahrscheinlich, daß er Geschehenes^ durch eigene dichterische Zutat zu einer fertigen Erzählung aogerundet hat. >zn Lißberg selbst findet sich heute keine lebende Ueberliewrnng der Geschichte in dieser Darstellung. Eine ähnliche ist wohl bekannt: Franzosen drangen in eine Mühle em, töteten den Besitzer und mißhandelten den Schwiegersohn. Als sie auch m die Küche eindrangen, wohin sich die Frau mit ihren drei Kindern geflüchtet hatte, warf sich diese auf die Kiiiee und betete. Die Plünderer rührten sie nicht an. Bon der «childwache vor dem Hause weiß diese Tradition nichts. Daß es an solchen Beispielen des Großmutes und Mitleides nicht fehlte, beweist eine Notiz in dein Kirchenbuch der Pfarrei Schwickartshausen — eine halbe Stunde voii Lißberg —, Verrührend von dem dortigen Pfarrer Rullmann, der den bei der Verheerung erscyossenen Lißberger Pfarrer Koch begrub. „So groß aucy das Unglück ist, so kann man doch Gott nicht genug danken, daß er die Herzen einiger edler Soldaten erweichte, welche nicht allem über tue Menschen absichtlich wegschossen, sondern auch ihre Kameraden möglichst abhiclten und ben unglücklichen Bewohnern zurre,en, sie follteu in den Wald laufen." , Jetzt sind es gerade 110 Jahre, daß die Ereignisse, bie m der Erzählung sich spiegeln, sich vollzogen. In der Gederner Pfarrchronik findet sich darüber aus dem Jahre 1796 nachstehender Eintrag: „Im Anfang des Septembers wurde unsere Gegend hier durch den uuglücklichen Rückzug der Franzosen sehr hart mitgenommen. Gedern blieb allein von so vielen Orten verschont. — Weil schon einige Zeit vorher der Lärm erschollen war, die ganze Armee sehe zersprengt, ein jeder rette sich, so gut er könne, verwüsten aber alle Gegend, durch die sie kamen. Es beschloß also alles sich in Gegenwehr zu setzen und sich so viel möglich zu vertheidigen. Die Sturmglocke wurde als das Signal der Ankunft des Feindes gegeßen, daß ein Ort dem anderen zu Hülfe komme. Jedes Ort war voller Erwartung — bis endlich am 5. September die Armee 26 000 Mann stark unter — 543 Anführung des Generals Le Fevre (Lefebre) und Gresnis zu Wenings ankommen. (W. liegt eine Stunde von Gedern; war Birsteinisches Städtchen.) Mle nahe gelegenen Oerter mußten sür die Armee so viel als möglich liefern. Wenings wurde eine Stunde geplündert, die Felder verwüstet, und die Leute mißhandelt. — Nehmliches Schicksal hatte Merkens ritz (% St. von Gedern talabwärts'» .und Steinberg, (aus einer Anhöhe nahe bei M.). Gedern erwartete nichts besseres, als aber auf einmal abends den 6 ten das Hauptquartier hierher verlegt wurde, — das dann den Leuten wieder einigen Trost versprach. Am 7 ten brachen sie hier sehr frühe wieder auf und marschierten auf die Hütte (gemeint ist der Ort Glashütten zwischen Gedern und Nidda). Viele Leute von hier mußten der Armee das Brot nachtragen, weil sie jedermann das Vieh nahmen. Bei dieser Gelegenheit hatte hier ein junger Manu von 32 Jahren, Jakob Diehl, das traurige Loos, gerade auf die Hütte zu kommen, als sie im Begriff waren, sie in Brand zu stecken, wegen einem toten Soldaten, den sie in einer Scheuer sanden — und nicht anders vermutheten, als durch einen Bauer totgeschlagen zu sein, — von einem Soldaten totgeschossen zu werden. Drei Häuser und drei Nebengebäude wurden ein Raub der Flammen. L i ß b c r g wurde bis auf 15 Häuser nicdergebrannt, weil sie sich gegen einige französische Patrouillen gewehrt hatten, mehr als 20 Leute totgeschossen und ebenso viele verwundet." Lißberg wurde besonders hart mitgenommen, weil es sich zunächst geweigert hatte, eine Einquartierung von 400 Reitern aufzunehmen. Die Quartiermacher, 9 Mann, ließ man nicht in die Stadt. Bald darauf, am Wend des 7. September, kehrten sie mit Verstärkung von Ortenberg zurück und versuchten den Zugang zu erzwingen, wurden aber von den Bewohnern geworfen und eine Strecke weit verfolgt. Am folgenden Morgen zwischen 9 und 10 Uhr kam die Rache, 600 Mann Fußvolk und Reiter. Der Pfarrer Koch bat um Gnade für seine Gemeinde; er wurde nicht angehört und erschossen. Nun begann das Werk der Zerstörung, wie es der Gederner Chronist in kurzen Angaben schildert. Ein Wort noch zum Verstäudnis des großen historischen Zusammenhangs, in den die ortsgeschichtlichen Begebenheiten sollen: Die Oesterreicher hatten unter Wartensleben die Franzosen unter Jourdan am 3. September bei Würzburg entscheidend geschlagen. 6000 Mann waren geblieben, tot oder verwundet; 2000 wurden gefangen genommen. , Der Rückzug durch die Rhön und den Spessart glich bald einer regellosen Flucht. Nach dem Uebcrgang über die Kinzig bei Schlüchtern zog eilt Teil des geschlagenen Heeres in der Richtung Frankfurt a. M., ein anderer über Birstein-Gedern-Nidda nach Gießen und von da nach dem Rhein. Auch in der Gegend von Gießen und Wetzlar kam es zu Gesechten zwischen den Fliehenden und den nachdrängenden Oestreichern. Warm und weich lag der Spätsommerabend über dem Tal der Nidder, als ich gestern die Landstraße von Ortenberg nach Gedern kam. — Der Herbst ist die schönste Zeit für den Vogelsberg. — Gerade ging der Mond auf und sein sanftes Licht umfloß die Schloßruine Lißbergs. Vor 110 Jahren! — — Und es war, als ob die Steine des Gemäuers' noch trauerten ob der Dinge, die sie gesehen hatten in den Schreckenstagen des 7. und 8. S e p t e m b e r. F. G. Aus einem anarchische» JdcalstaaL.^) Unter diesem Titel ist jetzt eine Broschüre erschienen, die dem Freunde politischer Satyre manche amüsante Anregung geben wird. Der Verfasser, Professor Dr. W. Schaefer von der Technischen Hochschule zu Hannover, behandelt in seiner Schrift ein Thema, das eigentlich zu allen Zeiten aktuell war: Die Schlechtigkeit der Welt, und wie ihr nach den ausgeklügelten Systemen erleuchteter Geister abgehstsen werden soll. Er kommt allerdings zu einem negativen Resultat. Tout comme chez nous, das ist das Ergebnis, das er von seinem phantastischen Spaziergang durch den anarchischen Jdealstnat, der dort unten irgendwo in der Südsee liegt, zurückbringt. . Dort ist ein kommunistischer Staat ausgebaut auf Prinzipien, die eine Blütenlese aus den Ideen der Weltverbesserer von Plato und Thvinas Morus bis auf Bebel und Hertzka darstellen. In die ersten sehr angenehmen Eindrücke des Ankömmlings bringt gleich ein offener Gegensatz zwischen der allgemeinen Gleichheit und individueller Meinung und seine Schlichtung durch einen Appell an die rohe Gewalt einen schrillen Mißklang. Ueberhaupt wird in Anarchie bei all den kleinen Fragen und Meinungsverschiedenheiten des täglichen Lebens kurzerhand zu dem natürlichsten und nächstliegenden Ueberzeugungsmittel gegriffen, über dessen Natur der Stein- Hauer Stentor den lapidaren Satz prägt: „Unsere kräftigen Fäuste geben uns ein intellektuelles und moralisches Uebergewicht." Geld gibt es dort unten nicht, aber an seine Stelle tritt die allgemeine Wertschätzung der „Arbeitszeitguthaben", die die Frauen als praktischen Ausweis über ihre Vermögensverhältnisse statt des goldenen Schmuckes um den Hals tragen, die Strahenbahn- *) Aus einem anarchischen Idealstaat. Erinnerungen eines Globetrotters von W. Schaefer. Verlag und Druck der Göhmannschen Buchdruckerei, Hannover. Preis 60 Pf. schaffner mit verbindlichem Respekt als Trinkgeld in die Tasche stecken, die Beamten als freiwillige Anerkennung der von ihnen zu leistenden Dienste von dem gemeinen Mann beanspruchen, und je mehr, desto lieber. Wich in Anarchopolis ist keine Festung so steil, daß nicht der beladene Esel des Jugurtha zu ihr den Weg fände, wenn auch seine kostbare Last die Wandlung von Goldbarren in Papierbons durchgemacht hat. Die Wahlen kosten auch in Anarchopolis Geld, viel Geld, oder vielmehr in Ermangelung von Geld viel — „Arbeitszeitguthaben". Ebenso wie überall in der Welt, so sind auch im Gleichheitsstaat Auarchia schließlich noch Gegensätze vorhanden. Stadt und Land glauben auch dort, sich gegenüber stehen zu müssen, wie ja überhaupt das Wesen der Gleichheit — nach einem Wort des weisen anarchischen Landwirtes Agrieolus — darin besteht, daß jedermann glauben darf, mehr zu fein, als der andere." Stellen nun in Auarchia die Landwirte bei den Städtern den Antrag, das große Segeltuch, das, wie bei Bellamh, bezeichnenderweise in dem anarchischen Jdealstaat Horizont und Himmelsdach bespannt, für einige Zeit aufzurollen, um Sonnenschein und Regen hineinzulassen, so erhebt sich ein tolles Wutgeschrei gegen die „notleidenden Agrarier". Ganz wie bei uns. Aber schließlich bekommt das Zeltdach einige Löcher, was geradezu ein nationales Unglück bedeutet. Es versteht nämlich niemand mehr so recht mit dem Luftballon um- zugehen, daß er zur Wsslickung des durchlöcherten Segeldaches eine Expedition unternehmen könnte. Denn entgegen der Prophezeiung Bebels, daß die künftige Gesellschaft Gelehrte und Künstler in unzähliger Menge besitzen werde, sobald erst einmal der Gegensatz zwischen Kopfarbeit 'und Handarbeit aufgehoben ist, ist ernstes Studium in Auarchia ein steiniger Acker geworden und allgemeiner Gehirnschwund eingetreten. Schließlich verläßt der Fremdling das glückliche Eiland kurz vor dem Staatsbankerott, der eintritt, da die Franzosen bei einer Champagner-Bestellung der Regierung in Gold und Silber bezahlt sein wollen und die Arbeitszeitguthaben im Auslände nichts gelten. Das' ist das Ende von Auarchia: durch die symbolischeu Löcher des Zeltdaches scheint die Sonne und regnet die Wahrheit hindurch. Noch manche andere schreiende Widersinnigkeit schildert der Verfasser in seiner Persiflage des Zukunftsstaates: Die Terrorisierung der Straße durch die goldenen Rüpeleien der ungezogenen Jugend, die bis zur Karikatur durchgeführte Emanzt- pation der Frau, die hohle Phrase, die Politik und öffentliche Meinung darstellt usw. Im humoristischen Bilde enthüllt das Büchlein, ohne den Leser mit grauen Theorien zn langweilen, die ganze Unmöglichkeit jener utopistischen Träumereien, bte in doktrinärer Verachtung der grundlegenden Unterschiede der Menschennatur und ihrer individuellen Berechtigung sich ein Schema zurechtschneidern, das kaum den ersten Anprall der rv- bnsien Wirklichkeit 'anshalten kann. VersnZfchLes. * Die Verteilung von Wasser und Land in den verschiedenen Zeitaltern der Erde ist für die Geschichte der Tierwelt und der speziell dem Menschen btenenben Säugetiere von jeher von größter Bebeutung gewesen. Unb umgekehrt hat bie Auffindung von Tierüberresten in bett verschiedenen Erdschichten der Wissenschaft das wichtigste Material an bte Hanb gegeben, um sich ein Bild von der früheren Gestaltung der Erdoberfläche zu machen. _ Eine solche vergleichende Darstellung der Verteilung von Wasser und Land auf dem Gebiete des heutigen Europa in verschiedenen Erdperioden bringt in einem neuen, eigenartigen System der Darstellung die 2. Lieferung des illustrierten populär-wissenschaftlichen Prachtwerkes „Der Mensch und d i e E r d e" (Preis pro Lieferung 60 Pf.h das Hans Kraemer int Deutschen Verlagshause Bong u. Co., Berlin W. 57, herausgibt. Auch diese zweite Lieferung bestätigt den glänzenden Eindruck, den die kürzlich erschienene erste hervornef. Außer der obengenannten Darstellung enthält sie wieder zahlreiche fesselnde Illustrationen, die in vollendeter Weise beit be- lehrenben Inhalt mit malerischer Wirkung vereinen; so eine wundervolle Golbrelief-Prägung, welche die berühmten Goldbecher des Baphio-Fimdes wiedergibt, die mit ihren originellen «tier- darstellungen ans der ältesten (mykenischen) Kunstperiode Griechenlands stammen. Die farbenprächtige Reproduktion eines Aquarells von C. Kappstein schildert die Verwendung von Elefanten zur Tigerjagd in Nordindien. Mehr noch als die erste Lieferung läßt diese zweite eilt Urteil über die textliche Behandlung des Darstellungsstoffes zu. Julius Hart, der feinsinnige Kritiker und glänzende Stilist, setzt seine Abhandlung über „Tierkultus und Tierfabel" fort, aber er reiht nicht nur einfach Kuriosa aneinander, sondern er entrollt an der Hand der moberucn wlffeu- schastlichen Forschung vor uns ein umfassendes Bild der Welt- anschauimg bei den Naturvölkern, das sür beit iitobenteu Leser um so fesselnder ist, als es bie scheinbar verloren gegangenen Zusammen hänge mit bei heutigen geläuterten Weltaulchauung wiederherstellt und so jedem Denkendeit eine Fülle von Anregung bietet. * ©er französi s ch e Raucher als Steuerzahler. Kann man sich einen großartigeren Steuerzahler vorstellen als den sranzösischeit Raucher? fragt ent Pariser Blatt. Es schemt, daß bie Regie, im heimlichen Einverstänbnis mit ber „Liga gegen r» Mi > Redaklionr Ernst Heß. — Rotationsdruck und Verlag der Brübl'kckm NnwersttätZ-Buch- und Steindruckeret. R, Lange, Gießen, GemeinMNSss« Die Gewinnung und .Haltbarmachung xuter Fruchtsäfte ist für jedermann von Bedeutung. Jtuti ist es nicht vorteilhaft, den Saft nach alter Weise dick mit Zucker einzukochen, da dadurch das köstliche Fruchtaroma und andere wichtige Bestandteile geschädigt oder S vernichtet werden, der übersüße Saft, auch mit viel er verdünnt, nicht nach jedermanns Geschmack ist. Ich empfehle darum auf Grund eigener Erfahrung mit Io- hannesbeer-, Heidelbeer- und Traubensaft folgendes .Verfahren: Man presse die Beeren aus, lasse den Saft etwa einen Tag im Keller stehen (aber nicht gären, weil dadurch der Fruchtzucker in Alkohol verwandelt wird). In dieser Zeit setzt sich das namentlich bet den eisernen Pressen Tutti Fruttl und dergl. mit ausgepreßte Fleisch der Beeren obenauf. . Tas nimmt man vorsichtig ab und kocht es mit etwäs Saft und dem nötigen Zucker zu vortrefflichen Marmeladen ein. Man füge dann dem Satz auf 1 Liter etwa 100—125 Gramm Zucker zu, außer bei dem Traubenfaft, der süß genug ist. Män kann auch die übrigen Säfte ohne Zucker sterilisieren, namentlich für Zuckerkranke, und nach Wunsch den Zucker bei dem Gebrauch hinzufügen. Dann fülle man den Saft in Flaschen mit Patentverschluß (gewöhnliche Bierflaschen oder auch größere, zu beziehen in Magisches Quadrat. Nachdruck verboten. In die Felder nebenstehenden Quadrats sind die Buchstaben AAEEEEGGGGLN8S 8 8 derart einzutragen, daß die wagerechten und senkrechteitReihen gleichlautendFolgendes bedeuten; 1. Landwirtschaftliches Gerät. 2. Ein Gesäß. 3. Schwimmvogel. 4. Teil eines Hauses. Auflösung in nächster Nummer. Auflösung des Citatenrätsels in voriger Nummer: Des Lebens Mai blüht einmal und nicht wieder dem Preis der Beeren 40—70 Pfg. Der Saft hat ein vorzügliches Aroma, er ist gerade so süß, daß er, mit Wasser verdünnt, angenehm schnreckt. Der Traubensaft schmeckt auch ohne Wasser. Man verwendet die Beerensäfte mit etwg dem 5- bis 6-fachen Wasser vermischt, kalt als Limonaden oder mit etwa 3 bis 4 mal so heißem Wasser vermischt, als vorzüglichen alkoholfreien Punsch. Was davon ent! Liter kostet, ist leicht zu berechnen. Es ist billiger als Bier. Natürlich finden die Säfte zu Suppen, süßen Speisen, Reisspeisen, auch! sonst in der Küche reichlich^ Verwendung. Sie sind nicht nur Genußmittel wie Wein und Bier, sondern ctitcE} Nahrungsmittel, namentlich für die Nerven. Es gibt nichts Besseres für den abgespannten Pastor zwischen seinen Predigten und Amtshandlungen als etwa Vt bis i/3 Liter sterilisierten Traubenmost. Paasche. (Aus dem „deutschen Psarrerülatt".) hert übermäßigen Tabakgenuß", sich große Mühe gibt, th» von seiner Leidenschaft zu heilen. Die schlecht gemachten Zigarren sind nicht zu rauchen: die Zigaretten gehen auseinander^ oder Matt findet nirgends die Sorte, die man haben möchte; die Aabak- pakete laugen auch nichts — und trotzdem steigen die Einnahmen der Regie beständm! In diesem Jahre wird der Staatsschatz für Tabak etwa 470 Millionen einflreichen. Und tote hoch sind feine Ausgaben? 83 Millionen! Also ein Remgetomn von 387 Millionen. Die Erträge des letzten Jahres werden danach um etwa 14 Millionen übertroffen werden. Und in demselben Verhältnis, um 13 bis 14 Millionen, steigen die Einnahmen nun schon seit zehn Jahren. Inzwischen führt die „Liga gegen den übermäßigen Tabakgenuß" ihren Kampf weiter: sie kann nicht. nur bestehen, sondern sie blüht sogar und macht auch Fortschritte. Die Zahl ihrer Mitglieder wächst in jedem Jahr um mehrere Tausend. Es ist schwer einzusehen, wie die, e beiden Statistiken mit einander in Einklang zu bringen sind; aber trotzdem sind sie beide richtig. * Die Redaktionsfirene. Die Zeitungen jenseits des Ozeans sind uns in vieler Hinsicht voraus, vor allem auch in der Reklame. So berichtet der „Gaulois" von einer neuen Einrichtung, mit der man in Amerika in diesen sommerlichen Aagen großen Erfolg haben soll. Es ist die „Redaktionssirene". Auf dem Dach der Redaktion einer großen Tageszeitung hat man eine gewaltige Sirene aufgestellt, die über 5000 Pferdekrafte verfügt. Wenn ein besonders sensationelles Ereignis geschehen ist, dann stößt die Sirene einen weithinschallenden Ton aus und die Stärke dieses Klanges, die weithin dröhnt, steht,im Einklang , mit der Wichtigkeit des Begebnistes. Sogleich ist jeder Mensch I verschiedenen Farben und Großen von der Mt.-Ges. für in der Stadt davon benachrichtigt, daß etwas Ungewöhnliches i Glasindustrie, vornr. Friedr. Siemens zu Tresben-M. oder passiert ist; seine Aufmerksamkeit, seine Neugierde ist erweckt I bereu Niederlagen, 100 grüne Literflaschen kosten z. B. setzte daraufhin eim Buße von 100 Dollar fest, die bei jedem fülle Wasser ein, bis es über den Flaschentopfen steht, Hetze, Schrei der Sirene für eine Minute sofort gezahlt werden muß. i bis das Wasser etwa 60—/O Grad Celsius erreicht hat und Nun ist allen Teilen geholfen, die Regierung bekommt täglich I lasse es auf dieser Höhe etwa 25 Minuten stehen. Man! große Summen, das Journal, das seine Sirene fleißig weiter- I bringt also den Saft nicht zum Kochen, dadurch würde ' rufen läßt, hat eine ungeheure Reklame und den Bewohnern 1 unangenehme sogenannte Kochgeschmack entstehen. Iw wird, jede Nachricht sofort angeknndigt und auch mcht das geringste | ,^t man die Flaschen etwas erkalten, damit .sie porenthalten.. Wäickerin Die Familien- I bei dem Herausnehmen in heißem Zustande nicht springen. Wäsche in Südafrika verlangt große Ausgaben., Perser, Kaffern I Der Saft hält sich auf diese Weise, l"hr^aufl. Sollte sich, und Kapfrauen besorgen die Wasche in ihrer Weise. Man bezahlt | was tch namentlich bet Traubensaft bemerkt habe, auf dem gewöhnlich jeder Wäscherin per Monat ein Pfund Sterling. 1 Boden der Flasche ein trüber Niederschlag bilden, so schadet Diese Frau verschwindet sehr oft nach.Verlauf eines Monats i das der Haltbarkeit und dem Geschmack nicht. Es ist das. mit der Wäsche. Man sucht sie und findet sie nach vielen Schttne- I SE enthaltene pflanzliche Eiweiß, welches zum Ge- rigkeiten. Man entdeckt sie im Kreise ihrer Familie und smdet | rjnnen gebracht und als unlöslich ausgeschieden wird. Will ihren Herrn Gemahl und ihre Herren Sohne mit der Wasche I ntan aus dem Saft entfernen, so füllt man zu ge- fiwtt « wwb ä säwä »äm während ihre Tochter, die neben ihr kniete, meinen kostbaren Unter- I auf dieselbe Weise. Ein Liter fertiger Saft kostet je nach rock und meine Jacke anhatte und Kartoffeln schälte." f m...... 4n 7n mr~ hnTa * Einen Hymnus auf die östreichische Mehl-! speiseiiknnst stimmt in der Wiener „Zeit" Carrh Brachvogel an. Es heißt da unter anderem: So bleibt denn die Mehlspeise, die echte, liebe, solide Mehtfpeise ein unveräußerliches Kron- recht Oesterreichs. Sehnsuchtsvoll blicken die Völker Europas zu ihr hin wie zu der blauen Grenzlinie der Alpen, denn ihr Name allein verheißt ein Wunderland. In einfacher Lieblichkeit, gleich sanften Vorbergen, türmen sich Buchteln, Strudel, Golatschen, Kipferln, Krapferln, Tascherln, Stangerlu, beblumt mit Rosinen und Weinbeeren, erfüllt vom Dust der Vanille, des Orangen- oder Zitronenzuckers, durchzogen von stillen Schokolade- gerüchen, übertost von schäumenden Ehaudeaus. ließet ihre einfache Lieblichkeit weg ragen Torten, Cremes, Gefrorenes und Halbgefrorenes mit dem blinkenden Firnerschnee ewigen Schlagrahms. In diesem Wunderland schweigt aller , Haß der Parteien und Nationalitäten. Jeder erkennt, daß diese heiligsten Güter _ m allen Provinzen und in allen Idiomen gewahrt werden müssen. Befriedigt vernehmen die Völker Europas solche Kunde. * Berechtigte Frage. Dem kleinen Fritz gibt man einen kleinen Negerlnaben als Spielkameraden. Fritzchen sieht sich den kleinen Schwarzen erst lange nachdenklich an, um ihn dann zu fragen: „Sage mal, um wen trauerst du beim?" * Die Hausfrau. „Ei, Frau Meier, was häkeln Sie beim da Schönes?" — „O, das gibt Schutzdeckchen über meinen Sofaschoner." * I m m e r derselbe. „Herr Professor haben drei Brillen?," — „Allerdings! Eine gebrauche ich zum Lesen, eine für die Ferne, und mit der dritten suche ich gewöhnlich die anderen zwei!" * Verfehlte Mahnung. Sie: „Na — jetzt hast Du über g'rad' g'nug Bier getarnten!" — Er: „Recht hast D'! — Kellner, die Weinkarte!" !