Mittwoch den 14. März Siifi M S“ NM MW Kem Wahren, Kdter?, Schönen. Ein Großstadtroinan von Fedor v. Zobeltitz. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Jetzt erst riß er, in das Schlafzimmer zurückgekehrt, bett Brief auf. Er schob einen Sessel unter die Mittelkrone, ließ sich nieder und begann zu lesen: „Wir haben uns heute, gebe cs Gott, zum letzten Male gesehen, Eugen. Ich kehre nicht wieder zu Pir zurück. Aber ich halte es für meine Pflicht, Dir in Ruhe und Klarheit zu sagen, weshalb wir von einander scheiden müssen. „Als ich Dich heiratete,- war ich noch sehr jung und war ein unerfahrenes Ding. Wir waren arm. Meine Schwestern fanden in einem adligen Stift Unterkunft,' dort sollte auch ich angemeldet werden, damit für meine Zukunft leidlich standesgemäß gesorgt sei. Vor diesem Stift graute Mir; ich hatte da meine Schwestern einmal besucht, sie trugen graue Kleider und große Flüaelhauben tote die Nonnen und lebten in einem Schlosse, das wie ein Kloster war. Sechsmal täglich wurde zum Gebet geläutet, und ich sah kein frohes Gesicht, . und nie hörte ich ein herzliches Lachen. Mein weltlicher Sinn sträubte sich gegen die Ein-- samkeit und auch gegeu die Seeleuzucht. Ich war Weit’ lich; ich liebte die Welt mit heißem Herzen, und wer nicht fröhlich sein konnte, den fürchtete ich wie die Einsamkeit, „Damals hieltest Du um mich an, und ich griff mit beiden Händen zu. Das war gewiß unrecht von mir, denn ich liebte Dich nicht. Ich gestehe, Du hattest nichts Unstzm- Pathisches für mich; denn dann würde ich, hätten die Verhältnisse auch noch zwingender gelegen, dennoch nein gesagt haben. Aber es war- nicht die Liebe da, die man empfinden soll, wenn man sich heiratet. Es ist also meine Schuld, daß ich nicht glücklich geworden bin. Doch auch die größte Schuld trägt Entschuldbares iu sich. Hinter mir stand meine Mutter und bestärkte mich. Ihr sprach ich mich ehrlich ans; aber sie sagte: Leidenschaft ist höchstens ein kurzes Glück, besser ist in der Ehe die ausdauernde Freundschaft. Sie sprach noch mehr, noch vieles und endlich auch von meiner glänzenden Versorgung. „Ich war ein Kind, ich hatte Freude an Glanz und Sonnenschein. Aber das Wort von der ausdauernden Freundschaft blieb doch in mir haften. Ich wollte Dich lieben lernen, ich wollte Dir eine treue und wahrhafte Freundin werden. Das habe ich ehrlich versucht, Jahre hindurchimmer wieder von neuem, bis die Mutlosigkeit kam. „Wir, Du und ich, sind so ungeheuer verschieden voneinander, so bis in den tiefsten Grund unserer Seelen, daß ein auch nur lockeres Zusammenfinden unmöglich ist. Das kann für Dich kein Borwurf sein. Du bist eine herrische Natur, die das Weib in das Joch zwingt. Dabei liebst Du das Joch, das der Hofdienst Mr auflegt. Tu bist Meng und herbe, auch in den Aeußerlichkeiten. Du bist hart von Sinn gegen alle, die nicht Deines Sinnes sind; ja, Dlk bist unduldsam, Eugen. Wie gesagt, das sollen keine Vorwürfe sein, denn selbst in diesem Schlimmsten für mich: in Deiner Unduldsamkeit liegt noch Charakter. Aber sie schließe aus, was ich noch bis vor Jahresfrist erhofft habe: em Aneinandergewöhncn. Tahin war ich gekvmnren. Du gabst mir keilte Liebe und konntest keine erwecken; Tu duldetest m.'cht einmal, daß ich Dir eine Freundin wurde. „Entsinnst Du Dich, was es für böse Szenen in den ersten Jahren unserer Ehe gab? Bis ich mich Deinem Zwange entziehen konnte — was habe ich da gelitten! Gegen jedes offene Wort lehntest Tu. Dich auf, Tu lastetest aus meiner Harmlosigkeit, Tu wurdest böse über ein frohes' Lachen. Ich bemitleide die Armut, und wo ich sie lindern kann, da tue ich es nach Kräften. Wer dieses Herumschleppen von einem Waiscnhause bis zur nächsten Idioten- anstatt, von Siechenheimen bis zu Erholungsstätten für alte Frauen und Kinderkrippen und Findlingsstationen nur zu dem Zweck, für die eigentümliche, aus konfessionslosen Spenden genährte Barmherzigkeit Deiner Prinzeß eine wirksame Folie zu geben: das widerte mich schließlich ebenso an wie die mit Pomp in Szene gesetzten Wohltätigkeitsfeste, auf denen die geborene Prinzessin Arenstein als Re- klameplakat Mitwirken mußte. Und noch eins, Eugen. Deiner Herrin wurde ich fremd, als mir einmal die Zunge durchging, da wir von echter Frömmigkeit sprachen. Ich prahlte nicht mit dern Glauben, den ich mir erhalten konnte, lind der stärker wurde in meinem Leid: aber ich verabscheue gefaltete Hände, die zu Krallen Werben können, und ich verdamme den Humbug, den man in Gottes Namen treibt. „Ich habe das Frohsein bei Dir verlernt. Ich tvurde zur Einsiedlerin. Vielleicht tatest Du recht, daß Tu Heros: Dein Haus verschlössest; denn bin ich auch stark genug, mich vor einem Fehltritt zu schützen — zu Gedankensünden hätte es kommen können: es sehnte sich alles in mir nach warmer Liebe. Es konllte Dir keiner wehren, daß Du mir den Freundwahmst. Doch nun blieb ich ganz allein; ucid in der Einsamkeit habe ich denken gelerilt. „Das, was mich noch bet Dir ausharren ließ, war im letzten Grunde das Empfinden, daß ich die Schuld trage an der Last unserer Ehe, denn ich hätte den nun heiraten dürfen, den ich liebe. Ich will diese Schuld auch weiter auf mich nehmen. Ich habe mich selbst im Gesetzbuche informiert: ,böswilliges Verlassen' ist Scheidungsgrund. Reiche die Klage gegen mich ein: ich werde nicht widersprechen. Nur versuche nicht, mich zurückzuholen. Ich würde Dir den zähesten Widerspruch entgegensetze,t und würde, wenn es nottut, mich auf das Gefühl unüberwind- licher Abneigung gegen Dich berufen. „Denn das wäre Wahrheit. Ich bin verpflichtet, es Dir zu sagen. Ich habe schwer, schwer gekämpft, ehe ich zu meinem Entschlüsse kam. Wer gläubig ist, der reißt nicht mit leichter Hand ein Band entzwei, das vor dem Altar geknüpft wurde. Wer ich kann nicht weiter. Ich 154 | War ich denn wirklich so schlimm? Mein Gott — daß ich damals das Haus verbot... nun ja, mich packte die Eifersucht. .. aber ich bin doch kein Blaubart, kein ^ann. Ich habe meme Eigenheiten — wer hat sie Heros gab ihm den Bries zurück. „Frehlinghaus, Wagen und Strecken und Fragen, das kommt alles zu spat, sagte er ernst. „Nach diesen Zeilen kommt Freda nicht wieder, ^ch glaube, Deine Fahrt nach Bi sing eit wurde vergeblich sein." 1 J „Cs widerstrebt mir auch, Heros. Ich bin kein Mann der guten Worte; sie fügen sich mir schwer; ich würde es! nur verkehrt machen. Ich kann auch gerade jetzt nicht recht fort. Sienzmer ist krank geworden, und ich muß ihn ver- treten . . ." Seme Augen blickte hilfeflehend auf Heros . . . „Arenstein, es klingt seltsani, um was ich Dich bitten mochte, nach alledem, was geschehen ist. Wer Tn bist em Mann von Ehre . . ich wüßte nicht, wem ich mehr Ber- trauen sch en cen konnte als Dir . . . Du kennst Freda von! Kindheit cm und bist ihr Freund . . . willst Du nicht nach! Bismgen fahren — als Vermittler zwischen ihr und mir?. - Dem Wort hat mir genügt, ich bin nicht mehr eifer- süchtig; es war eine kindische Aufwallung ... es Ivar sehr kindisch, ich gebe es zu . . . Aber das ist vorbei. Ich m u st Freda wieder haben. Sage ihr, es solle alles vergessen sein, ihr törichter (Streut) _— es solle auch alles anders werden • • - - ,Cs ist ja jetzt in der Mode, die unverstandene Frau zu spielen — aber vielleicht biri ich auch ein Teil schuld an. der ilnseligcn Geschichte — ich hätte mehr auf sie emgeheu, mich mehr um sie kümmern sollen . . . Tas! wird alles geschehen . . Er sah nicht den eiskalten, be-, fremdeten Blick Arensteins, sprang lebhaft auf und schritt im Zimmer auf und nieder, die Hände an den Favoris, sehr erregt und hastig weitersprechend . . . „Herrgott, ivasl würde das für- einen Skandal geben! Heros, Eure ganze Familie wird bloßgestellt!! Und die Zeitungen — die verfluchten Klatschblätter! Und das Getratsch in der Gesellschaft ... es wäre der Strich unter meiner Karriere! . . . Heros, ich bitte Dich, fahre nach, Bisingen. Auch Deine, Tante, die Fürstin, ist eine verständige Frau. Sie wird, Freda die Leviten lesen; Du packst den Flüchtling auf und! und bringst ihn wieder zurück — und kein Mensch erfährt etwas von der ganzen Geschichte . . . sage ja, Heros!. ." Run ständen die beiden sich dicht gegenüber, zwei, die zu Todfeinden werden sollten. Frehlinghaus bot Heros die Hand; der nahm sie nicht. Er verschränkte die Arme über der Brust und erwiderte: „Laß mich nicht ja sagen, Frehlinghaus. Ginge ich nach Bisingen, so geschähe es nur, Fredamir zu holen!..."- lFortsetmng folgt.) habe zuweilen das Gefüllt gehabt, als raiisse ich wahnsinnig werden. Nichts von Teurer Seele gehört mir, auch nichts von Deinem Herzen. Wir lieben uns nicht: da ist unsere Ehe ein Frevel geworden. Eugen, ich würde es für eine Sünde wider den Geist Gottes halten, bliebe ich auch nur eine Stunde länger bei Dir — und für ein Verbrechen an mir, denn ich würde im Selbstmord enden, hätte ich nicht die Kraft, Deiner mir fürchterlichen Nähe zu entfliehen. „Ich werde vorr Bisingen arrs an den Justizrat Brandes schreiben und ihm meine Vollmachten senden. Wir sind kinderlos: das wird unsere Scheidung vor dem Gesetze erleichtern. „Ich gehe ohne Haß und Groll; aber ich mußte gehen. Gönne mir den Frieden, dessen ich bedarf und lebe wohl. Freda." Frehlinghaus las diesen Brief zweimal, Wort für Wort. Dann faltete er ihn langsam zusammen und schloß ihn ein. Er legte sich in dieser Nacht nicht nieder, er lvanderte ruhelos umher. Er schritt durch alle Gemächer und kam auch in die Wohnstube Fredas und in ihr Schlafgemach. Ueberail drehte er die elektrischen Lampen auf und ließ sie brennen. Er versuchte sein Herz zu sondieren: hatte er Freda geliebt? Und er fühlte, ivie dies kalte Herz zuckte. Er sah Freda vor sich ihre in ivarmem, grünem Licht schimmernden Augen, ihren roten Lockenkops und preßte die Hände gegen die häinmernde Schläfe. Dann wurde,: die Hände zu Fäusten. „Morgen!" rief er sich zu. — Ter Morgen kam. Er fuhr zu Arenstein, der ihn voller Erstaunen empfing. „Entschuldige" meinen Besuch", sagte Frehlinghaus fmster, „er ist eine Notwendigkeit. Ich frage Dich auf Tein Ehrenwort: hast Du seit jenem Abend bei den: Geheimrat Meier, Tn weißt, in irgend einem schriftlichen oder mündlichen Verkehr mit meiner Fran gestanden?" ■ Arenstein schaute den Fragenden groß an. Er hätte ihm unter anderen Umständen die Tür geiviesen; aber er saate sich unwillkürlich, daß irgend etwas passiert sein müsse das gewichtigen Gruiid gab zu diesem unvermuteten Be- such- Da mußte er antworten. , Frage klingt seltsam", entgegnete er, „doch ich will Dich beruhigen. Mein Ehrenwort, daß ich seit jener Zeck weder schriftlich noch mündlich mit Freda verkehrt habe ^ch habe sie auch nur einmal gesehen — damals in Ostende ... Was soll die Frage?" „Freda", sagte der Graf nick schwer klingender Zunge, yW ~ 'ck mir davougelaufeuDies Wort stieß eg hervor, daß es einem Brüllaut glich, fiel in den Sessel, ImluchnniO iwr das Gesicht und begann nervös zu Heros stand stumm vor ihm. ©eht Antlitz verblich, oict es glomm em heller Funke in seinem Auge auf npfJT’rbC öur 2ohc. Es war ihm, als höre er Engels^ umwehe ihn der Maienduft werdenden Frichlurgs. Sem Herz schlug laut, es stürmten die Pulse: eine jauchzende Hoffnung zog durch seine Seele. . Frehlinghaus schaute auf. Er lvar wie gebrochen Er war freimdlos und suchte nach Mitgefühl. J ' „ glaube wir, Heros", tagte er lläaiich * liicktt hüt 7 NN ÄÄÄ ^Spiele gewesen, dann hält' ich die Lösung gefunden . . ! nm ■ rcf} ^nne das Bitten nicht, das Betteln und das "w Vergebung Flehen. Und sie hat so hart geschrieben ,n’e^ als ein flüchtiger Riß. Sie wird — wird S fJi?i» . Heros, lies diesen Brief und rate mir. soll ich nach Bismgen? . . ." Er zerrte Papiere aus der Tasche, sichtete sie mit blödem Auge und gab Arenstein den Abschiedsbrief Fredas. Dann h11 L? wieder rn sich zusammen, die Wimpern gerötet, die Barte zerzaust, mit hängender Unterlippe: ein Bild des Jammers. $.c Handschrift Fredas sah, hätte er sie am Drückt. Er las. In seine Wangen y.a”r^0t ö^ruck, aber das Auge wurde trübe. Er las 'iph-.- 3 Zeilen. Er las da von großem und die^^n wPe, wClb', W.verer Entsagung, von Kämpfen, me cm Meirschei,glück vernichten können; er las weit mehr, als in -- ein Briefe stand. Und zugleich mit tiefem Erbarmen iXu riifschrie er verhundertfültigt die Ml im ächt scmer großen Lrebe un Herzen. „-Mm?" fragte Frehlinghaus. „Ist es nicht greulich? | Koetyes Jaust, das Hohelied vom Sinn Des Lebens. Vortrag! des Herrn Dr. Bruno Wille, gehalten in der Freidenker-Vereinigung Gießen am 8. März 1906. „Still war's und jedes Ohr hing an Aeneas Munde." Diese Schillerworte fielen mir ein, als ich am Donnerstag abend dem Vortrage über „Goethes Faust, das Hohelied Hont ®init des Lebens" beiwohnte. Nur hatten wir keinen Aeneas vor uns, aber einen Erzähler, der nicht minder die Aufmerksamkeit leinet Zuhörer zu fesseln wußte, nämlich Herr Dr. Bruno Witte den geistreichen Verfasser der Offenbarungen des Wacholderbaums.- Zunächst bemerkte er einleitend, daß Goethe auf dem Höhepunkt seines Lebens selbst noch nicht Mißte, was er eigentlich sei, was er für eine Bedeutung habe. Er hielt sich eigentlich für einen Naturforscher, aber er ist mehr wie das gewesen, er! war sowohl Naturforscher wie Künstler, er ist ein Naturdeutev geworden, der Schöpfer einer freien, einheitlichen Weltanschauung. Goethe ist für unsere Zeit, und vielleicht noch mehr für die künftigen Jahrzehnte, berufen, eine führende Rolle auf dem Gebiete der Weltanschauung, auf dem Gebiete der Religiosität emMnehmen. Ganz besonders sein Faust, der noch lange nicht genug geschätzt wird, ist unserem Volke eilt Brunnen, aus dem wir eine religiöse Erhebung schöpfen können, die atte Menschen, welche zerfallen sind mit dem alten Glauben, befriedigt in der Weise, wie ein moderner Mensch befriedigt werden mochte. Goethes Weltanschauung ist keineswegs nur eine naturwisseuschastliche, sie ist keineslvegs beschränkt am die Methode der NatursorfchuNg, sie umfaßt das Aeußcr- 1.1?., und das Innerliche. Schon in Wahrheit und Dichtung kritisiert Goethe die materialistische Weltanschauung abfällig, in« i’Oternler geltend macht, daß sie das Gemüt nicht befriedigen könne. Goethe wendet sich stets an den ganzen Menschen mit all seinem 155 Schassen, wie er auch selbst als voller Mensch auftrat. —^Die materialistische Weltanschauung vermag dem Leben keinen Sinn zu geben, und schon für die alten Griechen war es die Qual aller Qualen, sinnlos zu leben, es war für sie die wahre Hölle, wie uns die Mythe von Sisyphus lehrt. Wenn totr. unter Religiosität das Streben! des Innersten, des Tiefsten im Menschen verstehen, das Streben seines besseren Selbst, sich fortschreitend zu erheben, zu befreien, sich in Einklang zu bringen mit der Welt, die uns umgibt, mit den anderen Wesen, mit den großen Entwicklungssormen des Weltalls, bmm meine ich, kann Goethes Faust uns diese moderne Religion verschaffen, die uns das Bewußtsein gibt, das Leben hat einen Sinn, und darum nenne ich Goethes Faust das Hohelied vom Sinn des Lebens. Aber es gibt nicht nur einen Sinn des Lebens, es gibt auch einen Unsinn des Lebens. Dieser Dualismus tritt uns auf dein ganzen geistig-sittlichen Gebiete entgegen. Wir unterscheiden zwischen dem Schönen und bem Häßlichen, zwischen dem Guten und dem Bösen, wir unterscheiden zwischen Himmel und Hölle, wenn wir diese sinnbildlich nehmen. Es gibt eine Nichtigkeitsfeite des Daseins und andererseits eine Seite des Vollkommenen, aber nicht in der Art der dualistischen Kirchenlehre des Mittelalters. Goethe gibt uns im „Jaust" sein allertiefstes, heiligstes Erleben. Wer das nicht bedenkt, wird niemals den Faust verstehen lernen. Er spricht zu uns in Bildern, wie wir überhaupt die erhabensten Gedanken nur durch "Sinnbilder auszudrücken vermögen. Um gleich in den Kern der saustischcu Weltanschauung eiu- zudringen, möchte ich sagen, daß die beiden Seiten des Daseins von Goethe gemeint werden, wenn er im Faust spricht vom Herrn und anderseits von Mephistopheles. Der Herr ist für Goethe der Inbegriff des Lebenssinnes, Mephistopheles ist der Dämon der Nichtigkeit, der Zerstörer. Goethe gebraucht den Namen Gott allerdings, nm das Höchst, was er fühlen und denken kann, auszudrückcn, aber die Gottheit ist ihm nicht draußen, sondern sie ist eins mit der Natur. Er hat seinen Gottesbegrifs im Sinne Giordano Brunos formuliert in den Worten: „Was wär' ein Gott, der nur von außen stieße, Im Meis das All am Jiuger laufen ließe, Ihm zicmts die Welt im Innern zu bewegen, Natur in sich, sich in Natur zu Hegen, Auf daß, !vas in ihm lebt und webt und ist, Nie seine Mast, nie seinen Geist vermißt." Mephistopheles hat er für den Vertreter der anderen Seite des Lebens dargestellt und Jaust selbst charakterisiert den Mephistopheles mit den Worten: „So setzest du der ewig regen, Der heilsam schaffenden Gewalt Die kalte Teufelsfaust entgegen, Die sich vergebens tückisch ballt! Was anders suche zu beginnen, Des Chaos wunderlicher Sohn." In diesein letzten Satz vvur Chaos finden wir die Charakterisierung des Mephistopheles. Wie macht es nun Goethe, nur bei aller Anerkennung des Zwiespaltes, dieses Dualismus, doch ein Monist zu sein, doch eine einheitliche Weltanschauung zu vertreten? Er faßt den Gegensatz zwischen Sinn und Ilnfiun verhältnismäßig iMif. Was uns Menschen als Unsinn erscheint, ist von der hohen Warte des Herrn aus gesehen, eilt Moment, um beit Sinn des Lebens zu fördern. Der Herr, wie er geschildert wird, überschaut diese ganze Welt zusammenhängend, und er weiß, daß auch das Böse und das Nichtige dem großen Weltplan förderlich _ ist. Die mittelalterliche Kirche schreibt dem Bösen eine vollkommen ändere Rolle zu: sie meint, daß es absolut fei, während Goethe sich zur Ansicht der alten Perser bekennt, daß auch Ahrimann, der Finstere, schließlich zur Herrlichkeit des göttlichen Lichtes beitragen werde. In der Weltgeschichte finden wir, daß das Zerstörende, das Hemmende diese Rolle spielt, ebenso wie in der Natur- und Menschheitsgeschichte. Die Not hat die Menschen erfinderisch gemacht. Das Bewußtsein des Mangels, der Unzufriedenheit treibt die Menschen vorwärts. Der „Kampf ums Dasein" ist der große Zuchtmeister des Fortschrittes. Auch von einer geistigeit Not können wir sprechen, die der Ansporn war zur wissenschaftlichen Grkenntnts. Das Verbrechen macht uns - aufmerksam auf die «chaden des gesellschaftlichen Körpers, und wirkt so entwickelnd zum Guten.— Dieser Exkurs sollte nur illustrieren, wie Mephi- Itopheles „eilt Teil ist von jener Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft". Faust und Mephistopheles machen einen Vertrag: i „Werd ich zum Augenblick sagen: i : Verweile doch, du bist so schön! st ; Dann magst du mich in Fesseln schlagen, : _ Dann will ich gern zu Grunde gehen." Der Satz: „Werd ich zum Augenblicke sagen — ----" bedeutet einen philosophischen Gedanken, und der Pakt, den Faust mit Mephistopheles schließt, ist die Kvnsequenz, Sie sich aus dieser philosophischen Formulierung ergibt. Wenn ich einmal dahin gelangen sollte, an der Nichtigkeit, an dem Augenblick Gefallen zu finden, meine große, nie zu sättigende Unzufriedenheit auf- zugeben, dann bin ich dir verfallen, dem Dämon der Nichtigkeit. Goethe zeigt dann weiter, wie Mephistopheles beständig Versuche macht, Jaust in Nichtigkeiten zu verstricken. Wenn sich auch Faust am Ende seines Lebens einer Täuschung hingibt, so reißt ihn doch aus dem Abgründe der Nichtigkeiten sein sich ewig bemühendes Streben empor. „Wer immer strebend sich bemüht, Den können wir erlösen. -----" Es ist der Augenblick, wo dem Menschen das Bewußtsein von seinem ewigen Werte aufgeht, von seiner Fortentwicklung in seiner eigenen Individualität: „Es kann die Spur von meinen Erdentagen Nicht in Aeoneu untergehen! Im Vorgefühl von solchem hohen Glück Genieß ich jetzt den höchsten Augenblick." Das verhängnisvolle Wort der Wette ist gesprochen. Faust' sinkt tot in sein Grab. M ephistophelcs glaubt seine Wette Zum Schauen bestellt. Dem Turme geschworen', Gefällt mir die Welt. Ich blick in die Ferne, Ich seh' in der Näh' Den Mond und die Sterne, Den Wald und das Reh. Sv seh' ich in' allem Die ewige Zier, Und wie mir's gefallen. Gefall ich auch mir. Ihr glücklichen Augen, Was je ihr gesehn, ES sei wie es wolle, Es war doch so schön!" Gieße n, den 9. März 1906. Rob. Siegel. Praktische Kttirsierziehmra im englische» Volke. Neber das Wohne». Was nutzen die schönsten Kunsteindrücke „draußen", wenn die' Wohnung deS schlichten Mannes kein wirkliches „Heim" ist. Solange die Uebervölreruug der Städte und die Rücksichtslosigkeit der Baupläne den einfachsten ästhetischen Anforderungeil gegenüber anhält, ist vieles Mühen -ucm Künstcrziehuug schier vergebens. Aber glücklicherweise fängt man jetzt ja auch in Deutschland wieder au, Mietshäuser nicht nur „aufzumauern", sondern zu „gestalten". Auch in England weiß man heute gut, daß b> Willkür der Bau-Spekulanten in der Ausnutzung der Terrc inÄ Zustände geschaffen hat, welche mit der körperlichen Gesund seit auch die moralische schädigen. Die moralische Schädigung ist auch dort nachweisbar, wo der Baumeister den sanitären Bor- jchriften der Behörde aufs strengste nachgekommen ist. ES ist eben undenkbar, daß sich in den endlosen, geraden, einförmigen Straßen, ohne Baum und Strauch, mit der Rückaussicht auf die engen Höfe der nächsten Parallelstraße ein gesundes seelisches Leben entwickeln könne. Das Volk würde seine Kunst und feine? 166 — Geschmack niemals so ganz verloren haben, .wenn nicht dm bedrückenden Wohnungsverhältnisse sein Auge ,o gründlich abgestumpft hätten. Hier ist der erste und der stärkste Hebel auzu- setzen. Lassen wir die Betrachtung der — übrigens günstigeren wirtschaftlichen Zustände, denen die Wohnungs- und Bodenreformer in England heute gegenübcrstehen, hier beiseite. Klar ist, daß eine Wandlung der Verhältnisse nur niöglich tsr, Mim Unzufl leben- heit mit ihnen in den Herzen der unbemittelten Bevottermigs- klassen selbst emporlodert. Diese zu entfachen ist eme wes.nt- lichc Aufgabe des Kunsterziehers. Und das ist kein berhehuide^ und nnanständiges, sondern ein aufbauende» Tun. Brenn ermöglich ist, dem Volke die Liebe zum Sonnenschem, z.i Feld und Garten, zur Natur in allen st-rcn Erscheliningcn zubringen, so tverdeu auch die Bedunniste "ach welych zuträglicherem Wohnen allgemeiner erwachen und Nachfrage ichafst sich immer, selbst in kleinen Berbältnchen, chr Angebot. Die Kunsterziehung in England hat die Be>chaftlgimg mit diesem Probleme in vollem Umfange aufgenommen. „ -Ww dac» Manchester Art Museum in Wort und Bild das Verständnis für die Schönheit in Tier- und Pflanzenleben und ttt der ^.andschaf. (mit besonderer Berücksichtigung der näHeren. Umgebung, zn fördern flicht, so haben sich auch andere Gchellschafieu und An- stalte-r gebildet, um den gleichen Zielen zuzustreben. Die Ev- overative Holidays Association, mit dem verdienstvolleii Sozun- volitiker Rev. Dr. Paton in Nottingham an der Spitze, ermöglicht cS, Unbemittelten durch gemcinschast.iche llnternehnmngen einen Ferienaufenthalt auf dem Lande zu nehmeir. DieKesellschast hat eigene große Landhäuser in verichiedenen der landschaftlich jcyou- sten Teile Englands und führt sogar alllahrlm, Hunderte von Minderbemittelten nach der Schweiz, da sie dura, gememfchaftliche Unterhandlungen mit den Gasthofsbesitzern auszerordeiitlich günstige Bedingmigen für den Llufenthalt dort durchzusetzen nu- stande ist Um das Berständiiis für die geologischeii und bolam- schen Merkmale des Reisezieles zu fördern, wird jedem Trupp ein fachmännischer Vortragender nntgegeben. In ähnlicher Weise haben mehrere der social settlements (auf die ich noch zurlm- kommen werbe), ihre Klubs für Reisende, die im Somluer gemeinsame Ausflüge und Reisen unternehmen, auf die sie fich im Winter durch Vortrüge und Lektüre vvrbereiten. Für ganz unvermögende Arbeiter, die überhaupt nicht barmt denken können, in Ferien zu gehen, gibt eS an mehreren Orten Ansflugsvereiue, die in kurzen, regelmäßigen Zeitabschnitten schöne und tnterestnnte Punkte der Umgegend besuchen. Die Liebe für die Beobachtung natürlicher Phänomene und das rege, wissenschaftliche Interesse, welches hierbei entfacht wird, ist sehr bemerkenswert. Ich horte einen namhaften Geologen sagen, daß er diesen -Jerenteit die allergrößte volkserzieherische Bedeutung beimitzt. In der Pflege des Gartenwesens kann natiirltch m England noch weniger geschehen als bei uns, da der Bodenpreis in den Jndustriebezirkeii die Nutzbarmachung freiliegenden Landes zu diesem Zwecke so gut wie ausschließt. Und doch kann auch unter den allerungünstigsten Verhältnissen etwas in dieser Richtung getan werden. Es gibt harte Pflanzen, die zu ihrem Gedeihen nur wenig Luft und Licht bedürfen und ein Pflanzenkasteu außerhalb des Fensters ist der beste Ersatz für den fehlenden Garten. In dieser Erkeilntnis gibt es viele Gesellschaften, die Preise für wohlgepsleale Kasten- und Zimmerpflanzen aussetzen unb_wohl auch durch ben Verkauf von Samen und Zwiebeln zum «elbsr- kostenpreise die Blumenzucht anzuregen verstehen. (?lehnl>ches geschieht ja jetzt a>ich in Deutschland in verschiedenen Stabten.) Auch auf diese Weise wird die Liebe zur Natur gefördert, und imt der Kenntnis von der Notwendigkeit von Luft und Licht für die gedeihliche Entwicklung der Lebewesen das Bedürfnis nach besseren Wohnverhältnissen entfacht. . In Deutschland wird auf diesem Gebiete schon manches geleistet, aber noch viel größer würde der Fortschritt fein, wenn Kalte Apostel der Kunsterziehung bewußt wären, daß dem ange zum künstlerischen Genießen der Drang zur Selbsterhaltung vorangeht und vor ihm zu entwickeln ist. B. Lasker. Die Zeit des „Bockbieres" ist gekommen, die „Bock-Saison", wie unsere Gastwirte sagen. Der Begriff „Saison" ist drüben von den raschlebigen Franzosen eiugcroanbcct; es ist ein flüchtiger Zeitabschnitt, dessen Wert gerade wie bei der Mode eben in der Vergänglichkeit liegt. Die andere Hälfte deS bedeutungsvollen Wortes aber hat der welsche Nachbar von uns Deutschen hcrübergeholt in seine Sprache. Als „Vock" wird in Paris jedes schwere deutsche Bier bezeichnet, sogar die neuerdings so beliebten Becher von möglichst winzigem Inhalt heißen da drüben „nn bock". Uns Deutschen aber ist der Name „Bock" ein alter, längst vertrauter Klang. Schon um 1500 erlabte sich der deutsche Bürger am „Bockmctb", obwohl ein Bayrisches Polizei-Gebot von jener Zeit vorschrieb, daß dieser „Bockmctb" nicht anders beim zur Notdurft der Kranken gehalten werden dürfe. Eigentlich beruht der Name „Bock" auf einer scherzhaften Umlautung der Bezeichnung „Aimbeck" ober, wie man dazumal sagte, „Aimpeüisch" Bier, beim bas allererste Gebräu dieser Art kam aus Eimbeck im Hannöverischen. Fürstliche Privilegien schützten das köstliche Gebräu vor Nachahmungen, cS war von Anfang an ein Exportbier, wenigstens brachten die deutschen Fuhrleute ganze Fuder nach allen Tellen unseres Vaterlandes. Namentlich gewann eS sich bei den trunkfesten Söhnen der bajuwarischen Gefilde ein ausgedehntes Absatzgebiet. Hier sand es volles Berständiiis, aber auch vorzügliche Nachahmung, "so daß noch heute das Bayrische Bier zu jeder Zeit, wie auch „zur Saison" den Weltmarkt beherrscht. Der Name „Bock" ist recht charakteristisch für btn schwarzen Kobold, der uns sa kräftig flößt und wohl auch siegreich umwirft. Ihm stand in München eine magere „GaiS" (Ziege) gegenüber. Das war ein dünneres Bier auS dem Jesuitenkloster.' DaS 16. Jahrhmibert kannte auch ein Gebräu mit Namen „Stär". Die „Stär" oder „Slärke" war eine jimge Kuh (vom gotischen „stairo“). In Breslau Verzapfte man einen „SchöpS" und ein „Lämmelbier", dem allerdings der harmlose Name nicht recht znkam. In diesem Viehbestand des Trinkstliben-Hitniors hatte also der „Bock" gerade noch gefehlt. Vielleicht jedoch liegt seiner Volkstümlichkeit ein noch viel älterer, womöglich altgerwanischcr Opferbrauch zugrunde. Ter Ziegenbock Ivar dem Donnergotte Thor geheiligt: zwei Böcke ziehen des Wetterfürsten goldenen Wagen über die Wolkeubcrge der himmlischen Gefilde. Der Ziegenbock war das Opfertier und der Festbraten bei den heidiiischen Frühlingsgelagen. Daß es auch bei diesen nicht an würdigem Melh fehlte, läßt sich nuschwer begreifen. Trifft diese kulturhistorische Vermiitnug zu, so hätten wir „Vock- bierfestc" schon zur Zeit Hermanns, des ChcruSkersürsteii gehabt. Von Armin (dies war sein eigentlicher Öiaint) singt Scheffel mit kühner Phantasie, wenn auch nicht ganz authentisch: „Selbst im Saufen blieb der Held, — und auch seine Fran Thusueld' — trank walkürenmäßig." Diese letztere Eigenschaft hat sich auf unsere deutschen Frauen von heute glücklicherweise nicht vererbt. Nur einmal im Jahre geht das Weibchen etwas tiefer auf den Grund des Kelches. Wenn „Bock-Saison" ist, mag sie nicht gern daheim bleiben und zeigt für den süffigen Stoff eine beachtenswerte Empfänglichkeit und in fröhlicher Gesellschaft eine Ansdaner, wie sie sonst nur allein den Galten ziert. Nrben dem „Bock" tauchen eine Menge köstliche Biere anf, die fich der Gunst des Kenners und des Laien erfreuen: „das Benno-Bier^ mit seinem malzbraunen Schaume und die vielen süffigen Stoffe mit der jedenfalls nnentbebrlichen Endung „ator". Dem „Salvator", den die Mönche am Jsarstrand vom Kloster auf die Bierbank brachten, folgten nach und nach andere Namen im hochtönenden Küchenlatein. Heute haben wir neben dem „Triumphator" und „KulwimnoB noch eine Reihe von herrlichen Worten, die als Muster geschützt sind. Die Industrie braucht jährlich neue Fabrikzeichen auf „atot". Wie tvare es mit „Regulator", „Anklionator", „Kalkulator"? Vielleicht wäre „Organisator" wenigstens vor dem Boykott geschützt. Ten „Aequator" wollen wir dem Zecher lieber nicht gönnen, der wäre wohl etwas zu wann. Mag der gehaltreiche Stoff nun den uralten Namen „Bock" tragen ober einen klangvollen Titel int tnobernen Reklame-Latein, jebenfalls gehl cS urgemütlich zu bei bm freunblichen Gastwirten nuferer Stabt, wo eine fidele Bock- Mllsik die heitere Lanne erhöht, wo bampfende Bockwürstel ober spiral gcbrechsclte „Radi" ein gern begehrtes Mittel bilden, den Durst zu fördern. Mag nun bei bniiten Wappen und Bildnissen des mutigen HörnertiereS vom Ziegenstalle, bei nlkigen Gesängen und imS-mnck der Papiermiitzen sich der heitere Gast behaglich suhlen, oder mag er dem ruhigeren Lokal den Vorzug geben, wo ihm nichts als Unterhallniig im Gespräche den Gcnnß des Schoppens würzt, in jedem Falle wünschen wir ihm fröhliche Einkehr und ein urkräsliges „Prost BlumeI" Magisches Quadrat. ------- In bitt Felber nebenstehenden Quadrats sind . die Buchstaben A A B E E E E H I I L L L M N N derart einzutragen, baß bic ivagerechteu und senkrechten Reihen gteichlaittenb Folgender- bedeuten: 1. Einen Strom, -- 2. Werkzeug. 3. Französische Stadt. ------ 4, Einen Lieberkomponisten. ' (Auflösung iit nächster Nummer.) • Auflösung des Logogriphs in voriger Nummer: Flügel, Lüge. Ausivsimg des Preisrätsels in Sir. 22 der FamilienSiätter: B A H Backstein c k n k 1 d Asklepios t p s eit Hindostan n s n ,, Von den 81 Einsendern richtiger Lösungen erhalten die Preise: 1. Ei» gerahmtes Kunstblatt, Kaiser und Kaiserin darstellend: Frau L. Krämer, Gieße», Kreiizplatz 11. 2. Ei» gerahmtes Bild deS Kaisers: VizetelSwebel Z es chr y, hier. 3. Ein gerahmtes künstlerisches Tableau zur Silberne» Hochzeir bes Kaiserpäares: Karl Bender, Sohn von Gg. Bender Wwe. in Kroworf. . . Tie Preise können gegen Vorzeigung der A boitn cm entguittttn g in der Geschäftsstelle des „Gießener Anzeigers" in Empfang genommen werden. Redaktion: Ernst deß.— Rotationsdruck und Verlas der Brübl'schen Untversttäks-Buch- und Steindruckerei. R. Langem GtetzM.