1906 0 MB pj: m 7WMKP MWW -■i Mittellose Mädchen. Roman von H, Ehrhardt. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) „Du kailnst dann Deiner Schwester büdi wenigstens sagen, daß Tu inich. wiedergesehen hast, daß tch in Berlin bin!" meinte er sichtlich erleichtert. Trotzdem Ruth ihm fremd war, hatte er doch einen gewiß ehrerbietigen Respekt Vor dieser ernsten, verständigen Schiwester seines Wildfangs und daß sie von Suse hintergangen wurde, empfand er am drückendsten. Biel mehr als Suse. Tie war gar nicht so entzückt von den: Gedanken, Trau-- aendorfs Wiederfinden melden zu können. Sie hatte sich chon so gut in ihre Rolle, zu Hause die Unbefangene zu pielen, gefunden. „Tu wirst sehen, da verrat ich mich!" sagte sie mit schmollenden Lippen, „Ruth hat so eine Art, einen anzusehen, wenn man ihr was erzählt, die bringt mich bestimmt aus der Fassung." Er umschlang sie lachend. „Tu schaust mir gar net so aus, kleiner Frechdachs, als ob Dich so leicht etwas aus der Fassung bringen könnte." „Na, warte, Tu schlechter Kerl." Sie erwischte ihn beim Kopf und-küßte ihn derart ungestüm, daß sein tadelloser Scheitel hinterher klägliche aussah. In: stillen gab sie ihm recht. Sie war eigentlich eine schreckliche Range geworden in ihrem Liebesglück. Sie hatte setzt wieder so viel Sinn für die Komik des Lebens, wehrte mit Geschick alles Unangenehme und Traurige von sich ab und zog selbst die Misere daheim ins Lächerliche. Daneben entwickelte sie mehr aus Uebermut, als aus innerster Ueberzeugnng bei Gelegenheit so leichtfertige Lebensansichten, daß sie Ruth fast zur Verzweiflung damit brachte. Auch schwor sie zur roten Fahne der Sozialdemokratie und unterstützte mit ihren diesbezüglichen oft recht kindischen Redereien die aufrührerischen Ideen, die Heinz seit frühester Kindheit mit sich herumtrug. Tie beiden waren trotz kleiner Reibereien doch ein Herz und eine Seele. Auch Walter fühlte sich neuerdings mehr zu Suse hingezogen, die jetzt unmer lustig war, sich mit ihn: herumbalgte und die Ungezogenheiten, welche die Großstadtkameraden ihm bei? brachten, belachte. Allerlei schnoddrige Berliner Redens- ärten und kecke Gassenhauer waren ihm bald geläufiger als lateinische Verbas und Konjugationen und Ruth, die sich wertvoller Arbeitszeit beraubte, um mit ihm zu lernen und seine Arbeiten durchzusehen, fühlte mit wahrem Grauen, wie auch ihr Liebling ihrer strengen Zucht entwuchs) Sie kam sich oft wie eine Fremde vor unter den Geschwistern, an denen sie doch mit aufopfernder Liebe hing. Und die Verantwortung, lvelche sie mit ihrer Erziehung übernommen, lastete mit einer Wucht auf ihr-,, unter der sie zu erliegen ) drohte. Sie dachte oft daran, die Hilfe des Vormunds anzurufen, aber Justizrat Wettenberg war weit und er ivar ein alter Mann. So biß. sie die Zähne zusammen und verkämpfte ihren Aerger und ihre Sorgen allein. Mählich aber schlich eine große Bitterkeit fitfy vergiftend in ihre stolze, mutige Seele. Sie sah das leichtherzige in den Tag hineinleben der Geschwister und in ihr bäumte sich etwas dagegen auf, ihr ganzes Leben und ihre Kraft in der Arbeit?tretmühle des Erwerbs für die Ihren zu opfern. Denn sie bestritt in weitaus größtem Maße die Ausgaben des kleinen Haus-! Halles. Mit dem Frühling, der nun in weichem, ermattenden Hauch durch die Straßen der Großstadt zog, erwachten aufrührerische, unzufriedene Gedanken in ihr, die wie ein zehrendes Feuer durch ihre Adern zu schleichen begannen. Dabei fühlte sie sich oft matt zum Umsinken. Die Geheim-, rätin, der ihr müdes, gedrücktes Wesen anfsiel, riet zu mehr Bewegung tat Freien. „Tu bist einfach bleichsüchtig, «teilt Kind, im Frühjahr sind alle jungen Mädchen bleichsüchtig." Ruth lächelte schwach, aber sie sah selbst ein/ daß sie) sich anfraffen mußte. So bezwang sie ihren Widerwillen) gegen das lebhafte Straßenireiben der Großstadt und ging öfter irgend welche Besorgungen machen, die sie sonst Suse) überlassen hatte. Bon einem solchen Gange kam sie eines Nachmittags die Leipziger Straße entlang. Um sie wogte und hastete; der Strout eiliger Menschen, die Lust wehte lind und) schmeichlerisch und an den Straßenecken wurden dm) Passanten die ersten Veilchen angeboten, duftlose, kümmerliche Veilchen, noch im Frost und Schatten des Winters) erblüht, den blassen, verhungerten Großstadtkindern ähnlich^ die sie zudringlich und eintönig anpriesen. Am Himmel stand eine strahlende, siegessreudige Sonuei und schaute befriedigt auf ihr Werk, in der Natur und im) Menschenherzen frischgrüne Triebe, drängende Schaffens-- freude geweckt zu haben. Auch Ruth Merfdies konnte sich dem Zauber dieses wonnigen Vorfrühlingstages nicht verschließen. Ihr war so) frei und leicht zu Mut, sie wußte nicht recht, warum —। die Menschen, die an ihr vorüberstreiften, betrachtetest sie) aufmerksam und drehten sich wohl auch, Bewunderung im) Blick, nach ihr um, wie sie rasch und elastisch dahinschritt,- die schlanke, wunderbar ebenmäßige Gestalt von einem einfachen, dunkelgrauen Kostüm knapp umschlossen, den Kopf mit dem klassisch schönen, rosig überhauchten Gesicht so stolz in den Nacken gebogen, als ziere das schsichte, schwarze Haar eine Königskrone statt des schmucklosen grauen Filz- Hütchens. Sie bemerkte die Aufmerksautkeitt, die man ihr schenkte, nicht, denn sie dachte gar nicht daran, daß sie bewundert werden könnte, dazu war sie viel zu ernst, zu sehr jeder Neigung für Has Aeußerliche bar, sie ging ruhig) ohne naM 274 rechts und links zu sehen, ihres Weges. Mir zuweilen fesselte irgend eine Schaufensterauslage ihren sinnenden Blick. Plötzlich ging eine Bewegung fast wie ein schelmisches Aufleuchten über ihre schönen Züge. Sie überlegte einen Moment. Tann benutzte sie rasch eilte Lücke in dem Wagengewirr der Straße, nm auf die andere Seite herüber zu gelangen, dort führten sie wenige Schritte bis an ihr Ziel, eines der Schaufenster des großen Tietzheimschen Warenhauses. Ein innerliches Zittern durchbebt sie, da sie äußerlich ruhig auf die Auslage desselben blickt — ihrer eigenen Hände Arbeit. Noch nie hat sie sich hierher gewagt. Sie besitzt eine krankhafte Scheu davor, Zeugin zu sein, wie ihre dilettanten- haften Leistungen der Kritik der ganzen Welt ausgesetzt sind, eine kindische Angst, sie könne sich dem Publikum als Schöpferin derselben verraten. In ihrer heutigen Stimmung aber fühlt sie nur eine gewiß amüsante Neugier, ob sie wohl irgend welche Urteile über ihr Können hören wird. Ta sind auch schon die ersten. Zwei Backsischchen in losen blauen Sackjacken und gleiche- farbigen Matrosenmützen auf gelöstem braunem und blondem Haar ergehen sich in Ausdrücken des Entzückens, an denen die Sprache halbwüchsiger Mädchen so überreich zu sein pflegt. Ihr Geschmack stimmt jedoch nicht überein. Während das lebhafte, braunlockige Ting die von gelblich weißer Seide in modern stilisierter Anordnung sich wunderbar effektvoll abhebenden Mohnblütenstengel inmitten eines grüngoldenen Ofenschirmgestells geradezu „zum Küssen schön" findet, gibt. die kleine Blonde unbedingt einem mit kleinen Säulchen verzierten rotlackierten Bordbrett den Vor- S. dessen Einlage einen flott hingeworfenen Zweig weißer rosa Akazienblütentrauben zeigt. Andere verdrängen sie, eine elegante Tante, von einem 'Diener gefolgt, die Schildpattlorgnette vor den hochmütigen blassen Augen, tritt nach kürzer Musterung in das Kaufhaus ein. Tort wird sie vielleicht eine ihrer Malereien kaufen, denkt Ruth, und als „selbstgemachte Arbeit" verschenken, sich dafür bewundern und die Hände küssen lassen. Ruth will sich zum Gehen wenden. — Ta schlägt eine Männerstimme an ihr Ohr, ein solch klangvolles, bestechendes Organ, das ihren Fuß an dem Boden wurzeln ließ, selbst wenn die Worte, die es durchklingt, nicht ihren Arbeiten gälten und ein Interesse daran verrieten, das nicht erst von heute datiert. „Donnerwetter, sie war fleißig, unsere Kollegin, ich könnte sie beneiden um diese eminente Arbeitskraft, wenn ich sie nicht aus anderen Gründen bedauern müßte." Ruth hält förmlich den Atem an vor unbestimmter, zitternder Angst. Vorsichtig hebt sie sich auf den Fußspitzen und lugt über den unförmigen Federhut der behäbigen Bürgersfrau, die, Kunstverständnis heuchelnd, seit einem Weilchen neben ihr steht. Ohne daß er es bemerkt, kann sie dem Sprecher gerade ins Gesicht sehen. Kein schönes, aber jedenfalls ein fesselndes Männergesicht von slavischem Typus, zwei Züge darin vorherrschendOgroße Energie und große Leidenschaft, trotzdem die dunklen Augen verrieten, daß ihr Besitzer melancholischen Stimmungen unterworfen war. Ein dunkler, am Kinn spitz zugestutzter Vollbart ließ ihn wohl älter erscheinen, als er sein mochte, wenigstens schien Ruth die obere Partie seines Gesichts noch jugendlich, wie die eines kaum dreißigjährigen Mannes. Daß er nebenbei Spuren eines sehr flotten Lebens in seinen Zügen trug, entging den arglosen Mädchenaugen. Von dem Herrn, mit dem er spricht, kann sie nichts als einen bräunlichen Schlapphut erspähen. „Was bedauern?" spöttelt der geringschätzig, „dem Frauenzimmer ist wahrscheinlich viel Wohler als mir, die verkauft in einem Monat mehr Bilder, als wir beide zusammen!" setzt er mit leisem Gekicher über den vermeintlichen guten Witz hinzu. Des Anderen. Augen haften aufmerksam auf einer Kreidezeichnung, zu der Suse ihr gesessen hat, mit entblößtem Hals und offenem, wirrem Haavgelock, die verkörperte, lebenslustige Jugend/ Er tritt ein wenig znr Seite, kneift die Augen zusammen und spricht dann weiter: „Sie hat entschieden Talent für das Porträt — ich wette, das Original dieser Zeichnung läuft in Berlin herum — aber es fehlt überall der letzte Schliff. Ter Ausdruck des Gesichts brillant, aber der Kopf verzeichnet. Schade um sie, ei» halbes Jahr tüchtigen Unterricht und sie sticht inanchen von uns aus." „Ach was, seien wir froh, daß sie uns keine Konkurrenz macht!" klang die lachende Stimme des Anderen wieder, „wenn ich noch wüßt, wer sie ist, so interessiert mich ihre Klexerei blutwenig. Ich verntute stark, sie entstammt der sogenannten besten Gesellschaft, in der für Geld arbeiten gleichbedeutend ist mit Schande — wahrscheinlich ein verschrobenes, alterndes Mädchen." Des Mannes Augen flammten auf, wie magnetisch an- gezogen fiel sein Blick in Ruths forschend ans ihn gerichtete Augen. „Nein!" sagte er bestimmt, das erblassende Mädchengesicht scharf fixierend, „sie muß jung sein und schön." „Und Deine Schülerin! Nicht? Das würde Dir so passen, mein Freund. Aber jetzt en avant — Tu weißt, die süße Lora wartet nicht gern." Und er schob seinen Arm in den des ihn weit überragenden Freundes und zwang ihn zum Weitergehen. Ruth hatte nicht gewagt, noch einmal aufzusehen, die lähmende Angst vor einer Entdeckung ließ sie wie erstarrt erscheinen. Die behäbige Bürgersfrau neben ihr ereiferte sich kopfschüttelnd: „Gott, nee, was für ein leichtsinniges Volk sind diese Künstler!" Und sie sah auf das schöne, ernste Mädchen, als erwarte sie eilte entrüstete Zustimmung. Aber Ruth Meridies ging nicht darauf ein. Ein hochmütig abweisender Blick streifte die dicke Sittenrichterin, dann schlüpfte sie an ihr vorbei, nm endlich auch den Heimweg anzutreten. Ein Blick aus die kleine, goldene Uhr überzeugte sie davon, daß es nahe an sechs Uhr war. Sie mußte sich beeilen, um vor dem Abendbrot noch mit Walter arbeiten zu können. Im Moment ist die Erregung, in die des jugendlichen Malers Worte sie versetzt haben, zurückgedrängt durch die unliebsame Entdeckung, tote arg sie sich verspätet hatte. Rasch eilt sie vorwärts. Plötzlich schießt helle Glut in ihre blassen Wangen. Da sind die beiden Herren wieder. Langsam schlendern sie dicht vor ihr den Fußsteig entlang. Sie kann sich nicht entschließen, an ihnen vorbeizugehen, sie denkt immer wieder an den in Bewunderung aufleuchtenden Blick, der wie in unbewußter Ahnung auf ihr geruht hat. Irgend etwas in ihr lehnt sich auf gegen diesen Blick. Trotzdem kann sie nicht umhin, die Erscheinung ihres unbekannten Gönners genauer zu betrachten. Sie konstatiert, daß er sich sehr nachlässig hält und daß sein dunkles Haar am Hinterkopf schon grau gesprenkelt ist. Sein Anzug ist der gutsitzende, elegante eines Mannes von Welt, der es verschmäht, den Künstler in den Vordergrund zu schieben. Die Erinnerung an seine letzten Worte setzt ihr Herz in rascheren Schlag. Längst begrabene Hoffnungen steigen vor ihr auf, gestorbene Wünsche erwachen zu neuem Leben. Eine ganz heiße, unvernünftige Sehnsucht ist in ihr, wie in den Tagen ihres ehrgeizigsten Strebens. Und als der Mann, der die alte Flamme in ihr entfacht, nun mit seinem Gefährten in die Friedrichstraße einbiegt und in wenigen Sekunden schon von der Menschenwoge fortgerissen ist, als wäre er nie gewesen, da überkommt sie's, als entschwinde mit ihm ihr letztes Hoffen auf eine freiere, beglückende Zukunft. Dann lächelte sie bitter. Wie konnte sie auch so vermessen sein, für sich einen Weg zur Höhe zu erträumen? Ihr Schicksal war ihr ja doch vorgezeichnet seit langem. Sie gehörte zu denen, die am Boden kriechen müssen» weil ihre Flügel, frühzeitig gestutzt, nicht groß genug sind, sie emporzutragen. Eine entsetzliche innere Müdigkeit beschleicht sie, rieselt durch ihre Glieder und versetzt sie in einen Zustand körperlicher Ermattung. Die linde Frühlingsluft erscheint ihr jetzt verweichelud und erschlaffend. Sie steigt an der nächsten Haltestelle in eine Elektrische und fährt bis an ihre Straße. Als sie die Treppen des großen Mietshauses emporsteigt, 275 ist die Dämmerung schon hereingebrochen und spinnt ihre grauen Schleier, alle Umrisse damit verhüllend, alle Schäden verdeckend. (Fortsetzung folgt.) Keinrich Keine. Der Lieblingsdichter der deutschen Komponisten eine statistische Plauderei von Ernst CHollier sen. (Unberechtigter Nachdruck verboten.) , Der vielgesungenste Dichter ist, soweit ein Deutscher seine Stimme erhebt, Heinrich Heine. Wenn Heme auch nur das eine Gedicht, die Loreley, vergaßt hatte, so wurde das an der soeben angeführten Tatsache durchaus nichts andern, Leider kann nun gleichzeitig nickt behauptet werden, daß auch Heine damit zugleich der populärste Dichter fet; der größte Teil seiner Sänger weiß nicht und fragt nicht darnach, wer der Verfasser feines Leibliedcs ist. — Wie ost die Loreley schon gesungen, das wird wohl nie ein Statistiker ermitteln können, ermitteln wollen, dagegen ist durch das Lexikon des Liedes festgestellt, daß vor unb nach Ferdinand Solcher , dem glücklichsten Vertoner des Gedichtes, noch 51 Bewerber um den Erfolg mitstritten, aber selbst ein Gabe, Kücken, L a ch n e r, Liszt, P r o ch , Raff, R u n g e n h a g e n intb Tiehsen mußten vor dem gemütvollen Silcher, dem das Volk die Palme überreichte, die Waffen strecken, Auch keine andere, der vielen zum Volksliede gewordenen Dichtungen und Kompositionen hat. auch nur einen annähernd ähnlichen Erfolg aufzuweisen. Nur eine könnte noch vielleicht in Betracht gezogen werden, das ist Eichen- dorsf's „Wer hat dich du schöner Wald" in der Vertonung von Mendelssohn-Bartholdy, welche, namentlich in Männerkreisen, äußerst beliebt ist. Auck dieses Lied ertönt sehr häufig; hierzu begeistert zu werden verlangt aber das Vorhandensein mindestens einiger.Bäume, während für die Loreley keine Requisiten nötig sind, keine Stimmung beeinflussend ist, kreuzfidel fingen Männlein und Weiblein bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit „Ich weiß nickt, was soll cs bedeuten, daß ich so traurig bin." „ Aber nicht Box populi allein hat sich, zum teil unbewusst, für Heine entschieden, auch die deutschen Komponisten schöpfen in der Mehrzahl, bis auf den heutigen Tag, mit besonderer Vorliebe aus dem überreichen Born Heine'scker Lyrik. Noch heute schauen, immer von neuem, die „b lauen Frühlingsaugen aus dem Grase hervor", alljährlich erscheinen einige „Alte Könige mit grauem Haar , „Der Fichtenbaum, der einsam steht", erweitert nut jedem Jahre seinen Waldbestand, „Das Mädchen mit dem r oten Mündchen" bleibt ewig jung, „Und wüßten die Blumen, die kleinen" werden immer wieder zunr Mst- trauern aufgefordert. Dem bereits vorhandenen Riesenstrauß der Blumen fügen sich „Im wunderschönen MonatMai" stets neue Knospen hinzu und deu schmeichelhaften Vergleich „Du bist wie eine Blume", ziehen nach wie vor junge und alte Enthusiasten. . . or Dagegen sind wieder Gedichte, wenn auch nur ut kleiner Anzahl zu verzeichnen, die in früheren Jahren seitens der Komponisten begehrt waren, in den letzten Jahrzehnten keine oder nur wenige Vertonungen fanden. Ich erinnere, hierbei an „D t e Lorelcy", „Ja du bist elend", „Ich grolle nickt", „Das Meer hat seine Perlen", „Im Rhein, tm schöncn Strome", „Mit schwarzen Segeln segelt mein S ch i f s". Weshalb diese Dichtungen in der Gunst der Komponisten gesunken sind, dürfte schwer, zu ermitteln sein. Scheu vor dem Erfolge eines Vorgängers ist entschieden nicht der Grund hierfür, gerade das Gegenteil beweisen die zahlreich vertonten Gedichte Heines und anderer Lyriker; cs erscheint fast, als wenn der Erfolg eines anderen zum Schaffern anreizt oder mindestens doch ermuntert. Ebenso ist cs wohl niemals festzustellcn, welche Komposition eines und desselben Textes, die schönste sei. Mit dem Superlativ des Begriftes „Schön" soll man vorsichtig fein, nicht inimer findet man, für seine Ansicht, eine so große Zahl einwandsfreier Zeugen, wie bei der „Loreley". Schön ist GesckmacksaHe, über den Geschmack läßt sich streiten, oder auch nicht streiten, was in diefein Falle dasselbe ist. Heine ist nun aber nicht nur der vielgesungenste, sondern auch der am meisten vertonte Dichter; ob aber alle die Gesangswerke, die durch seine Gedichte das Lebenslicht erblickt haben, gesungen werden, das will ich hier nickt untersuchen, auch ob sie alle schön find, lasse ich int erörtert. Einer war bei jedem Siebe mindestens zufrieden damit, und zwar der Komponist selber. Anderen Dichtern ist es genau ebenso ergangen, worin aber Heine allen gewaltig über ist, das ist in der Zahl. Kem anderer Dichter hat auch nur annähernd den Komponisten so viele seiner Dichtungen hergeben müssen. Mit 246 steht Herne an erster Stelle, am nächsten dürfte Goethe mit 171 und Uhland mit 122 zu nennen fein. Diese 246 Dichtungen find 4069 mal vertont. 3568 hiervon als einstimmiges Lied, 92 als Duett, 116 als gemischter als Frauenchor und 7 als Melod sind: 45 1 mal vertont . . — 45 25 2 „ „ • . = 50 26 3 „ „ . . = 78 10 4 „ „ . . = 40 7 5 „ „ . . = 35 10 6 „ „ . . = 60 6 7 „ „ . . = 42 6 8 „ „ . . = 48 3 9 „ „ . . = 27 7 10 „ „ . . = 70 7 11 „ „ . . = 77 9 12 „ „ . . = 108 7 13 „ „ . . = 91 1 14 „ „ . . 14 2 15 „ „ . . = 30 4 16 „ „ . . = 64 1 17 „ „ . . = 17 5 18 „ „ . . = 90 2 19 „ „ . . = 38 6 21 „ „ . . = 126 3 22 „ „ . . = 66 3 23 „ „ . . = 69 195 ' 1285 Die blauen Frühlingsa Du schönes Fischermädc Ich stand in duiiklen T Ich will meine Seele t Wenn ich in deine Ang Und wüßtens die Bluu Im ivunderschöuen Mo Ich hab im Traum ge> Es ivar ein alter Köui Mädcheti mit dem rote Ein Fichteubauui steht Leise zieht durch mein Du bist wie eine Bluu Chor, 252 als Männerchor, 34 tarnen. Bon den 246 Dichtungen 195 1285 3 24 mal vertont . . — 72 4 25 . = 100 3 26 „ „ . . = 78 4 28 „ „ . . = 112 129 „ „ . . - 29 2 31 „ „ . . = 62 1 32 „ „ . . = 32 1 33 „ „ . . = 33 3 34 „ „ . . = 102 137 „ „ . . = 37 2 40 „ „ . . = 80 1 41 „ ,, • • = 41 1 42 „ „ . . = 42 1 50 „ „ . . = 50 3 51 „ „ . . = 153 1 52 „ „ . . = 52 156 „ „ . . - 56 2 57 „ „ . . = 114 1 59 „ „ . . — o9 1 60 „ „ . . = oO 1 64 „ „ . . = 64 233 weit ........ 66 Heu..... 67 räumen ...... 67 aucheii....... 67 en seh' ....... 78 en, die kleinen .... 91 uat Mai ...... 94 veiitct ...... 99 3......... 103 t Mündchen ..... 105 einsam ....... 130 Gemüt ....... 145 IC • 244 4069 „Du bist wie eine Blume" ist 217mal einstimmig komponiert, 9 mal als Duett, 3 mal als gemischter Chor, 13 mal als Männerchor und 2 mal als Frauenchor. . Die größte Anzahl an Vertonung erfuhren als Ernst r m m r- g e s L i e d das Gedicht „D n b i st w i c c i n e B l u m e" mit 21 <; als Duett „Du bist wie eine Blume" und „Leise zieht durch mein Gemüt" je 9 mal; als G c m i s ch t c r C h o r , toiefcer „Leye zieht durch mein Gemüt" mit 10, als M ü nner ch o r „Mädchen mit dem roten Mündchen" mit 20, und als Frauen cho r „Die Lotosblume ängstigt sich" mit 5 Kompositionen. Außer Heine ist es nur noch einem Dichter vergönnt, eine so gewaltige Zahl wie „Du bist wie eine Blume" zu erreichen; das ist N. Lenau, dessen Dichtung „D i e B i t t c: W c i l a u f mir du d un klc s A u g e" 243 Vertoner fand, 204 einstimmige Lieder, 7 Duette, 8 gemischte Chöre, 24 Müunerchöre. Alle angeführten Zahlen beziehen sich, wie ich schließlich noch hinzu- fügen muß, auf gedruckte Kompositionen; Was alles noch un- gedr nckt mit Aussicht oder hoffnungslos der erlös enden Druckerschwärze wartet, was in Mappen versteckt, cm Schreibtisch vergessen in den verflossenen Jahrzehnten geschaffen, das entzieht sich jeder Schätzung; deren Anzahl auch nur zu ahnen, ist fein Mensch imstande. Die Zeit schreitet fort nnb nut ihr die Schreiblust, daher sind auck, wenn meine Skizze tut Druck vor- liegen wird, alle darin aufgeführteir Zahlen bereits wieder rückständig geworden. Erwiderung. In dem Familienblatt Nr. 53 zum Gieß. An z. hat der Pfarrer Sch. einen Artikel über „Einfluß der Musik auf den krauken Körper" veröffcntlillst und am Schluß der durchaus interessantcu Abhandlimg unter Nennung meines Namen» das von mir in bem Eingesandt m Nr. 4/ des Gieß. Anz. vo n 24 Febt. a. c. ungezogene Sprichwort „Werzuletzt lackt lacht am besteii" in einer Form und völlig den sinn entstellenden Weise angeführt, tvelche mich zu dieser Erwiderung resp. Rlchtrg- stelluna zwingt. Der Satz war von mir in einer Fassung gebraucht, welche'sür jeden logisch D enkend enZeinen Irrtum und eine ^Auffassung gleich derjenigen des Herrn sck willst von voru- herein ausschließt. Ick glaube allgemein verständlich ausgefuhtt zu haben, daß sich m. E. die betr. 5 Herwen (es handelt sich um den Aufruf der 5 Studenten) durch ihre Handlungsweise Nicht haben lächerlich machen können und daß totr öreibmjer bie Weiterentwicklung unserer sacke ruhig der Zukunft tiberlassen. „Wer zuletzt lacht, lackt am besten" tont von mit tn bem sinne gebraucht, daß, nackdem die Aufklärung weiter nm sich gegriffen haben wird, spätere Generationen über die heute noch wcstvcr- breitete dogmatische Lehre läckeln werden, gerade, so, tote imr heute den im Mittelalter auf der Bildfläche getoesenen Aberglauben an Hexen, böse Geister, Gnomen, Nixen usw. belächeln. — 276 — Ich glaube kaum, daß meine Worte anders verstanden werden konnten. Trotzdem hat es nun aber Herr Pfarrer Sch. in ganz ungerechtfertigter Weise fertig gebracht, meinen Worten einen von mir durchaus nicht gebilligten, geradezu frivolen Sinn zu unterschieben, indem er meine Worte vom ^letzten Lache n" (so beliebt sich Herr ©dj. auszudrücken) als identisch mit „dem letzten Stündlein" darstellt. Wie Herr Sch. zu einer solchen Auffassung meiner Worte kommen konnte, bleibt mir unverständlich. Ich gestatte mir, Herrn Sckx höflich darauf aufmerksam zu machen, daß auch wir Freidenker die Majestät des Todes vollkommen und in gebührlicher Weise zu respektieren wissen. — Gleichzeitig möchte ich an dieser Stelle auch etwas über meine Erfahrungen erwähnen, welche ich bei Sterbenden auf den Schlachtfeldern in Siidafrika gelegentlich des Änrenkrieges, an welchen! ich als Freiwilliger der Burenarmee teilnahm, gemacht habe. Es sind dort an meiner Seite gar liebe Kameraden gefallen, sowohl Christen, wie Freidenker. Auffallend war es hier, !vie gerade so nrancher mir gleichdenkende Kamerad im großen und ganzen ergeben und gefaßt sein Leben aushauchte, oftmals unter gräßlichen Schmerzen, mit trockenen Lippen bei quälendem Durst, während andererseits mancher, der wohl ein Unrecht auf das Prädikat „guter Christ" verdient hatte, unter wilden "Verwünschungen verschied, sich vor dem nahenden Tod fürchtete, und seinem Gott ein Ultimatum stellte: „Gott laß mich nicht sterben! Ich glaube ja doch an Dich! Wenn Du mich aber dock sterben läßt, so-muß ich ja an Dir irre werden!",— Nun viele sind doch verschieden, allerdings können sie auch jetzt nicht mehr glauben! — Ich könnte über manche Episode berichten, doch würde es an dieser Stelle zu weit führen. Sehr geläufig ist dem Herrn Sch. im Schluß seiner Abhandlung auch das Wort „unreligiös" und kann leicht den Anschein erwecken, als nähme Herr Sch. an, daß wir Freireligiösen frei von Religion wären. Um Jrrtüinern von vornherein vorzubeugen, möchte ich hierzu bemerken, daß wir Freidenker uns entschieden dagegen verwahren, als „unreligiös" bezeichnet zu werden. Jin Gegenteil, iv ir glauben, eine bessere Religion zu pflegen als diejenige ist, ivelche Herr Sch. vertritt. Unsere rn o n i st i s ch e Religion liegt im Wesen der Natur selbst begründet,und stützt sich auf die Wirklichkeit und aus erkannte Wahrheit, während die dualistische Religion des Herrn Sch. nur auf Vermutungen, also aus Wahn basiert. Die dualistische Lehre will ihre Anhänger durch einen verheißenen Lohn (das ewige Leben) erziehen, ivährend unsere monistische Religion es als selbstverständlich für jeden Freidenker erachtet, daß er die Pflichten der sittlichen und ethischen Gebote erfüllt. Zum Schlüsse meiner Richtigstellung möchte ich aber dem Herrn Pfarrer Sch. noch die Worte von Leonore Frei zngerusen haben: „Ihr habt's versucht I Ihr habt zu allen Stunden Euch uns'rer Welt breit in den Weg gestellt. Wenn ihr sie schlau verhindert habt, zu schreiten, So riest ihr triumphierend: „Seht! Sie steht 1" Und was habt dennoch ihr mit euren Ketten, Mit eurem Scheiterhaufen, eurem Bann Am Ende nun erreicht?!-- Tie neue Geisteswelt könnt ihr nicht fesseln! Sie reißt von euch sich los-- Nur ihr — i h r st e h t — Und s i e b eiv e g t sich doch!" Gießen. P. P l a g c, Kfm. Ein europäisches Goldland. Von einem „neuenideckten", wenn auch schon im Altertum bekannten Goldlande berichtet Dr. Körnig-Saloniki im Prometheus. Wir entnehmen seinen Ausführungen das Folgende: Es war seit längerer Zcir bekannt geworden, daß unweit vom großen Hafen Saloniki slawische Bauern insgeheim Goldwäsche betrieben. Der Sultan Abdul Hamid, der sich eifrig bemüht, die Hilfsmittel seines Reiches zu heben, war auf diese Dinge kaum aufmerksam gemacht worden, als er seinem Privaiingenicur Großkopf, einem erfahrenen Geologen, der in den letzten Jahren ganz Kleinasien geologisch erforscht hat, den Auftrag erteilte, Makedonien ans seinen Mineralreichlum hin zu prüfen. Herr Großkopf hat nach mühseligen Reisen und Ritten, quer durch das fast wegelose Land, seine Untersuchung soeben beendet; das Ergebnis seiner Forschungen lautet: „Makedonien ist ein sehr reiches Goldland". Wie im Ural, diesem so reichen mineralischen Gebirgszuge, hat auch im Balkan der Kontakt der alten krystalliuischen Schiefer mit dem Kalke eine sehr starke Mineralisierung anfzuwcisen. Hier die Siätten der im Altertumc so berühmieu Goldlager zu vermuten, lag nahe, und die Forschung Hai die Annahme bestätigt. Zwischen dem Karasu (Strymon) und Wardar (Asios) zieht sich ein 600 bis 900 Meter hoher Bergzug hin, der Kruscha- Balkan. Hier müssen sich die primären Lager der goldführenden Gänge vorfinden, und eine schon in Angriff genommene Untersuchung, die freilich größere Zeit und besonders die Anwendung neuer Maschinen nötig macht, wird sie feststellen. Daß diese Urlager sehr reich sind zeigen die ergiebigen Massen des Schwemmgoldes der Flüsse, die aus jenen Bergen hervorströmcn. Besonders ergiebig hat sich bis jetzt das Stromgebiet der Flüsse Galliko und Alexia erwiesen, nebst deren Zuflüssen. Die Goldfelder dieses Gebietes haben eine Länge von 60 km, eine Breite von 40 km. Das Delta deS Gallikoflnsses, der wenige Wegstunden westlich von Saloniki in den Ther- inäischen Golf mündet, ist ein großes Goldfeld. Das Vorkommen des Edelmetalles ist aber auf jene Strecke kcinegswegs beschränkt: östlich von Saloniki, unweit deö großen Sees von Langasa, an dessen Ufer heiße Schwefelquellen sind, findet es sich auch in allen Durchbrüchen der Tonschieferberge. Das Gold zeigt sich im Schwemmlaude der Flüsse in kleinen dicken Plättchen und feinen Drahtstiften, 3 cm lang 1 mm dick. Die Stifte sind manchmal durch das Rollen zwischen dem Flußgesteine seltsam schraubenartig gedreht und verbogen. Größere Stücke findet man selten, manchmal solche von 10 gr. Eine Tonne Sand liefert 1/2 bis l*/8 gr, an einigen Stellen bis 3 gr Gold. Zur Zeit genügt es, ohne kostspieligere Veranstaltungen, das Alluvialgold zu gewinnen, das sich in ganz Süd- Makedonien vorstndkt. Hier liegen viele Hunderte von Millionen Kubikmeter goldführenden Erdreiches und das sind eben so viele Hunderte von Millionen Mark. Makedonien ist aber, das hat die jetzt erfolgte Untersuchung auch noch ergeben, ebenso wie der Ural, ein Mineralland ersten Ranges. Silber und Blei finden sich in Masse, die Tonne Bleiglanz liefert drei bis fünf Kilo Silber. In nächster Nähe von Saloniki also bequem für die Verschiffung, ist Chrom — zur Stahlbereitung — in ungeheueren Lagern aufgeschlossen worden. Mangan, Asbest, Kupfer, Eisen sind vorhanden. Der Berg Athos, bekannt durch seine russisch-orthodoxen Mönchsklöster, deren fromme Insassen sich unlängst wegen eines Stückes Land eine förmliche Schlacht lieferten, besteht nicht, wie man glaubte, ans weißem Marmor, sondern jene blendend weißen Felseninauern, an denen daS azurblaue Meer der Aegäa brandet, sind schönster Magnesit. Gleiste tzrrcMrsehe Ratschläge. Flaschen, Gläser, Vasen usw. aus Glas reinigt man mit lauwarmem Essig und Sand, mit denen diese Gegenstände tüchtig ausgeschüttelt werden. Nachdem sie mit tautoarmem Wasser sorgfältig nachgespült worden sind, trocknet und poliert man sie mit nichtfaserndem Tucke gut ab. Ebenso kann man statt Sand und Essig klein geschnittene rohe Kartoffeln und etwas Salz nehmen.*) A it f f r i s ch u n g u it a n s e h n l i ch e r L e d e r b e z ü g e. Steifen Eiweißschnee reibe intensiv in das Leder ein; es ivird dadurch lvie neu.*) Auffärben verblichener Farben. Manches zurück- gelegte Stück kann dadurch dem Haushalte wieder nutzbar gemacht werden. Die Farbseife ff Stück 50 Pf., ist, wie ich erprobte, sehr empfehlenswert. Man bekommt auch schon billigere Färbemittel, welche auch gut sind. Weiße Stoffe kann man in jeder Nuance färben, blaue färbt man etwas dunkler oder violett, dunkelgrün, braun, schwarz usw.; grüne Stoffe kaffeebraun oder sckwarz, überhaupt dunkel. Ueberhauvt merke man sich, daß man immer einige Farbentöne dunkler ivählt, als der verblichene Stoff war.*) Au ffrisch en farbiger St roh hüte geschieht, hindern man sie zunächst trocken gut abbürstet ittti» sodann mit Seifen- spiritits anstreicht; hierdurch erhalten die Hüte einen schönen Glanz, frische Farbe, auch bleibt die Form biegsam.*) Aufpvlieren vonMöbeln. Man übergieße 10 Gramm weißes Wachs in einem irdenen Topfe mit 10 Gramm Terpentin- Oel, binde den Topf mit weißem Papier zu und lasse das Wachs älsdanu bei mäßiger Wärme schmelzen. Nachdem die Masse wieder abgekühlt und fest geworden ist, gibt man 5 Gramm starken Spiritus hinzu und rührt das Ganze tüchtig um. Mit dieser Masse reibt man mittels eines iveichen trockenen Tuches die Möbel ab.*) *) Aus „Prakt. Winke für den Haushalt. Jllustr. Mch- schlagebuch, euch. Ratschläge für alle Fragen des Hauswesens." Bon Frau Dr. Loni Grosse. Verlag von M. O. Groh in Dresden. * Ein junger Mensch, der einer jungen Pariserin den Hos machte, sprach von seinem anscheinend bevorzugten Rivalen: „Gewiß, darin gebe ich Ihnen Recht, — er ist sehr elegant und ein hübsches Kerlchen, aber er weiß es auch sehr genau . . ." — „Aber", unterbrach ihn die geistreiche Kleine, „wenn Sie galant und ein hübsches Kerlchen wären, würden Sie eS dann nicht auch wissen?" Ergiinzmlgsrätsei. Nachdruck verboten. G . . ß . . M . n . e . . n W . r. e . u . eh' ., S . . . ä . t . i . e . n . . d . r, . . ch e . h . b . e . . u . h w . . d . r, . . ß >o . t . a . d . . c . M . n . c . . g .. e. eh'.! Auflösung in nächster Nummer. Auflösung des Vexirbilds in voriger Nummer r Hält man das Bild verkehrt, steht man den Chauffeur zwischen dem Brückenzaun. Redaktion: Ernst Heß. — Rotationsdruck und Verlaa der Brühl'icken Universiiäts-Buck- und Steindruckerei, R. Lange, Gieße«,