M. 54 1906 jei «ST Mittellose Mädchen. Roman von H. E h r Hard t. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) SuseS Blick wurde verwirrt, fast hilflos. Sie befaß nur einen Veilchenstrauß, den der geliebte Mann ihr gebracht und den sie hu Garderobeziunner sofort heimlich in ein Glas Wasser aufs Fensterbrett gestellt hatte, damit er nicht das Schicksal der anderen Blumen teilen sollte, im heißen Ball- saai zu verwelken. Sie konnte sich so schlecht beherrschen, daß der junge Offizier wohl etwas von ihrem Tun ahnte, denn da keine Antwort von den roten Mädchenlippen kam, fragte er leise: ' „Wo haben Sie meine Veilchen, Fräulein — Suse?" „Ich — ach, ich —" Suse kam ins Stottern, wand sich förmlich unter seinem zärtlich forschenden Blick und platzte endlich wie ein geängstigtes, trotziges Kind heraus: „In der Garderobe stehen sie hu Wasser — cs tat mir so leid um sie — ich liebe gerade Veilchen so sehr-- und —" „Stile!" Es kam mühsam zurückgcdämpst aus seinem Munde. „Und? Was weiter?" Sie wandte sich zur Flucht. „Nichts weiter!" gab sie übermütig zurück, und da in diesem Moment Frau Meta auf sie zurauschte, lief sie der Kusine erfreut entgegen und hing sich an ihren Arm. „Wir gehen nach Hause, Suse", sagte sie gelassen, „hast Du Dich genügend abgckühlt? Nein, Du glühst ja noch immer, Du hast unvernünftig viel getanzt." Suse zog eine Lippe und warf dem eiivas verstimmt dastehenden Trautendorf einen komisch verzweifelten Blick zu: „Adieu, Herr Oberleutnant!" Vor den gestrengen Frauenaugen, die ihn nicht gerade wohlwollend musterten, wagte er nicht, das kleine, warme Händchen anders als konventionell flüchtig zu drücken, geschweige denn zu küssen, wie et gern gewollt. Ingrimmig konstatierte er kurz darauf, als er die breite Kasinotreppe hinabschritt, daß Freund Bittner bei Fran Hauptmann von Brockhaus in höherer Gunst stand, denn er begleitete die Damen nach Hause und das hätte er mehr getan, wär er nicht durch Fran MetaS Benehmen dazu ermuntert worden. Gitten Moment kam ihm die Idee, nachzulaufen und ganz frech und unbefangen mitzugehen, aber er verwarf sie sofort wieder. Sein hübscher Kopf bog sich stolz in den Nacken. Er, Fritz Trautendorf, brauchte einen Bittner nicht zu fürchten, mochte der auch tausendmal eins gute Partie sein und er nur ein armer Schlucker. 11. G3 ivar einen Tag nach dem Balle. Das Wetter hatte sich über Nacht geändert, der erste Tauwind fuhr zerstörend über die Pracht des Winters und ließ seine häßlichen Spuren auf seinem weißen Schneegewande zurück. Nachmittags begann ein flockiger Tauschnee zu fallen, der sich auflöste, sobald er den Erdboden erreichte und nut seinem zerweichenden Vorgänger eine schmutzige, roibrige Masse bildete. Frau von Vrockhans war mißnmttg gegen 4 Uhr zu einet Sitzung des Vaterländischen Frauenvereins gegangen, dem die Gattin des Btigadekommandeurs vorstand, der Hauptmann saß schon fast den ganzen Tag lang in der Kaserne, sicher zum Schrecken seiner Offiziere, die an solchen Tagen nach einem Balle nichts zu lachen hatten. Suse Meridies hatte cs sich, allein zurückgeblieben, tut Wohnzimmer bequem gemacht, einen Sessel _ an das hell- brennende Ofenfcuet gezogen, in den sic sich in behaglichen! Nichtstun, die Füßchen in ein weißflockiges Bärenfell vergraben, schmiegte. In der Stille, die sie umgab, ließen sich so gut süße, törichte Träume träumen und sie ivar derart versunken darin, daß sie den Schritt int Korridor überhörte und erst nachlässig den Kopf wandte, als sie das Oeffnca der Tür hinter sich bemerkte. Dann JfittjE sie erschrocken auf. Ihre wunderschönen großen Kinderaugen sahen dem cm- tretenden Hausherrn befangen entgegen. „Ach, ich dachte, cs iväre Meta!" meinte sie verlegen, nur um etwas zu sagen, und machte Miene, ihren Platz zu verlassen. Aber der Hauptmann war schon neben ihr und druckte sie lächelnd in den weichen Sessel zurück. Er hatte etwas ganz anderes, belebtes, liebenswürdig-herzliches in seiner Art und Weise. „Bleiben Sie doch ruhig sitzen, Fräulein Suse!" sagte er in fast vertraulichem Tone, „ich setze mich zu Ihnen, Ihr Plätzchen sieht so gemütlich und verlockend aus, meint man, wie ich, aus Regen und Kälte kommt." Er schob einen zweiten Sessel herbei und ließ sich da. rauf nieder. „Puh, ist da§ ein Wetter draußen!" fuhr er fort, du schmalen Hände vor die glühende Ofentür haltend. „>sch habe eben befohlen, daß Martin meine Frau mit einem Wagen abholt, aber bis sie da ist, wollen wir Beide ciiv mal ungestört miteinander plaudern, nicht, Fräulein Suse?^ Er lächelte ihr zu. Sein Gesicht, von der Glut bei Feuers rot überstrahlt, gewann ungemein durch den liebens, würdigen Ausdruck oder die dunkelblaue Litewka, welche seins 214 — schlanke, geschmeidige Figur umschloß, er kam Suse plötzlich ; überraschend jung vor, gar nicht wie ein älterer Herr, vor dem sie immer eine Art Respekt gehabt hatte. Und als er sich nun, nachdem er sich die Erlaubnis dazu cingeholt, eine Zigarette entzündete und sich ebenfalls bequem zurücklegte, wich ihx erster Aergcr über sein Erscheinen einem gcivisscn heimlich süßen Reiz, der dieses töte ä tete mit dem ihr stets rätselhaften Manne umwob. Sollte ihr vielleicht in dieser Dämmerstunde eine Lösung dieses Rätsels werden? „Run erzählen Sie mir etwas hübsches, Fräulein Suse!" begann er im leichten Plauderton, „an was oder an wen dachten Sic denn, als ich störend hier hereinplatzte?" Sie konnte nicht verhindern, daß ihre Wangen sich verräterisch rot färbten. „Oh, ich dachte an alles mögliche, an den Ball gestern, an alles Schöne, das ich hier schon genossen habe, an das, was mir noch bcvorsteht, mit einem Worte — ich träumte." „Sie träumten?" wiederholte er nachdenklich. „Träume sind das Vorrecht der Jugend", und dann mit einem Blick, der wie in weiter Ferne etwas zu suchen schien, „es gab auch in meinem Leben eine kurze, sehr kurze Zeit, in der ich träumte." Das junge Mädchen hatte sich aus ihrer nachlässigen Stellung ein wenig aufgerichtet von Neugier erfaßt über die sichtliche Erregung, die durch seine Worte vibriert hatte, aber ihr Gefühl wandelte sich in eine leichte Beklemmung^ als sie seinem Blick begegnete, der in einem kurzen, leidenschaftlichen Aufleuchten den ihren suchte. Ihr Herz begann unruhig z>! klopfen und bestrebt, keine peinliche Pause im Gespräch entstehen zu lassen, meinte sie scherzend : „Uni) natürlich sind Ihnen diese Träume alle in Erfüllung gegangen?" „Nein." Es klang so hart und kalt, dieses „Nein", in dem Moment war er wieder so ganz der alte, schroff abweisende, daß Suse sich mit einem scheuen, erschrockenen Ausdruck in dem erblaßten Gesicht unwillkürlich znrückbog. Der Mann sah cs und cs griff ihm ans Herz. In einer ungestümen Befühlsanfwallung ergriff er eine der kleinen, ein wenig widerstrebenden Mädchenhände. „Ich habe Sie erschreckt, Fräulein Suse, nicht wahr, Sie haben vergnügt plaudern wollen, und ich alter, griesgrämiger Kerl komme Ihnen da gleich mit einer schroffen Art, für die Ihr sonniges Gemüt ja lein Verständnis haben kann. Nein, nein, schütteln Sie nicht den Kopf, cs ist so, woher sollten Sie denn auch schon etwas wissen von Dingen, die einen Menschen hart und verbittert machen können, wie ich es bin." Er ließ ihre Hand fallen und griff sich an die Stirn, als fühle er dort einen körperlichen Schmerz. Dann warf er die verlöschte Zigarette achtlos in eine kleine Nippschale auf dein Tischchen hinter sich und fuhr leidenschaftlich zu sprechen fort: „Sie werden sich wundern, Fräulein Suse, daß ich gerade Ihnen gegenüber einmal die kühle Maske vom Gesicht herunterreiße und Ihnen zeige, daß mir auch ein Herz in der Brust schlägt und ich nicht so ruhig und gfricly giltig bin, wie ich nach außen hin erscheine — aber sehen Sie, Fräulein Suse, mit Ihnen ist noch einmal die Jugend in mein Leben getreten. Wenn ich Sie so beobachte mit Ihrem kindlichen Frohsinn, Ihrer Genußfähigkeit, Ihrer leichtherzigen Glückszuversicht, daun fühle ich deutlich wie nie, daß man mich um das Beste im Leben betrogen hat — um meine Jugend." Er schöpfte tief Atem, schwieg einen Moment, stand daun auf und begann in dem allmählich sich verdunkelnden Zimmer auf und ab zu gehen, während er, von einem plötzlichen Mitteiluugsdraug toie von einer Krankheit befallen, weitersprach: „Wollen Sie wissen, wie ich aufwuchs? Ich habe meine Eltern nicht gekannt, eine rechte Heimat nie besessen. Bis ich ins KadettenhauK kam, wurde ich als unnützer Brotesser unter lieblosen Verwandten herumgestoßen, die sich meiner nur aus Staudesrücksichten anuahmeu. Liebe hat mir keiner gegeben, aber jeder glaubte, das Recht zu haben, über meine Zukunft bestimmen zu können. Ihrer Meinung nach stand einem vermögenslosen Brockhaus nur eine Karriere offen — er mußte Offizier iverden. Ich wurde cs nicht ungern, denn ich war von frühester Jugend au den Gedanken gewöhnt, aber kennen Sie die Misere eines Offiziers, der mit seiner ganzen Existenz von der Gnade eines halben Dutzends Verwandten abhängt? So viele teilten sich nämlich in meine monatliche Zulage, jeder gab zwanzig I Mark. Natürlich reichte ich nie. Ost bin ich hungrig zu j Bett gegangen und gefroren hab' ich auch. Und dazu die I Briefe von Onkeln und Tanten, mich einzuschränken, etwas I tüchtiges zu leisten, mich dankbar zu erweisen für die un- | geheurcu Opfer, welche verwandtschaftliche Liebe mir brachte. Oh, cs war ein reizendes Leben." Er lachte bitter auf. „Und wie viele mag es gegeben haben, die mir neid- Ivoll nachsahen, wenn ich säbelrasselnd den Talmi glanz meiner Leutnantexistenz durch die Straßen trug. Nach außen hin entbehrte ich nichts — und entbehrte doch alles — für mich gab's kein sorgloses Genießen, kein fröhliches Sich>- gehenlassen, kein ungetrübtes Glück. Auch meiner Leut- nantsiiebe mußte ich entsagen. Sie war ein süßes, herziges blondes Ding, ein Sonnenschein wie Sie, Suse — aber bettelarm und schließlich vernünftiger als ich — sie heiratete einen reichen Baumeister — ich habe nie wieder von ihr gehört. Mit ihr schwand mein letztes Hoffen auf Glück, ich wurde zum kalten, hartherzigen Streber. Ich heiratete meine Frau, weil ihr Reichtum mich aus unerträglicher Abhängigkeit befreite und weil sie keine glühende Liebe von mir' forderte. Wir haben ruhig und leidenschaftslos neben einander her gelebt und nur einmal ist es Ivie ein verzweifeltes Auslehnen über mich gekommen, als mein Onkel, gerade der, der immer am meisten über die Zulage für mich gestöhnt hatte, starb und mir ein unerwartet hohes! I Vermögen hinterließ. Jetzt iväre ick frei und unabhängig gewesen und war doch fürs ganze Leben gefesselt. — Nun, ich habe mich auch darein gefunden, obgleich es eigentlich das schwerste war, was mich im Leben getroffen. All die anderen kleinen Mißhelligkeiten, die noch kamen, störten mich nicht mehr, an dem, was in mir versteinert war, prallten sie ab. Gewaltsam hab' ich mein Herz in all diesen Jahren gegen die Menschen um mich verhärtet, ich weiß, daß es immer nur lose Fäden sind, die Geselligkeit, Kameradschaft zwischen mir und anderen spannt, im allgemeinen geht mein mir tunlichst aus dein Wege. Aber nun zunt erstenmal", er hielt in seinem ruhelosen Umherwandeln inne und trat dicht neben den Sessel, in dem seine junge j Zuhörerin regungslos, wie betäubt, lehnte, „tut es mir1 weh — weil Sie' es sind, Suse, in deren sonnigen Augen! ich die Scheu, vor mir lese, weil ich bemerke, wie bedrückt, ja verängstigt Sie sich in meiner Gegenwart fühlen, wie Sie sich Zwang antun, freundlich und unbefangen mit mir zu sprechen, während bei allen anderen das kleine Plappermäulchen nur so sprudelt vor- Uebermut." Ein leises, fast zärtliches Lachen kam von seinen Lippen. i „Hab' ich nicht recht, Suse?" fragte er, sich mit beiden I Armen auf die Lehne ihres Sessels stützend, daß sein I Gesicht dem lichtblonden Köpfchen ganz nahe war und er I einen Moment in Versuchung kam, seine Lippen in das lockere krause Haar zu drücken. Ob sie es instinktiv ahnte? Sie richtete sich hastig empor. I„Ja, Sie haben recht, Herr Hauptmann!" stammelte sie, in reizender Verlegenheit vor sich niedersehend, „ich hatte immer Angst por Ihnen, ich dachte, Sie mögen es nicht gern, ivenn andere Menschen lustig sind und dann —" sie stockte, und nach einem raschen Aufblick, in dem schon etwas von ihrer gewöhnlichen Schelmerei zum Vorschein kam, fuhr sie entschlossen fort: „für sehr hochmütig hab' ich Sie auch gehalten, mir schien's, als ob Ihnen Sie arme, bürgerliche Verwandte Ihrer Frau recht unbequem wäre —" „Um Gottes ivillen, hören Sie auf, das wird ja eut entsetzliches Sündenregister i" fiel er ihr ins Wort, „so ein gräßlicher Kerl war ich also in Ihren Augen. Aber, Kind, liebe, kleine Suse, haben Sie denn nicht gemerkt " Er biß sich plötzlich fast erschrocken auf die Lippen. Was siel ihm denn ein? Er durste sich ihr kaum gewonnenes Vertrauen doch nicht durch eine Liebeserklärung gleich wieder verscherzen. Und es wäre wahrhaftig eine geworden, eine sehr feurige dazu. „Alter Esel!" dachte er in grimmig. — 215 - Suse hatte Lei feinem jähen Abbrechen erstaunt auf« geblickt. Aber das allmählich verglimmende Osenfener gab nicht mehr Licht genug, bog sie die Züge seines Gesichts noch hätte dentlich erkennen können. Ein prickelndes, gefährliches Verlangen, zn wissen, was er noch hatte feigen wollen, ließ ihre Pulse höher klopfen. Um die schwüle Pause, die in ihre Unterhaltung getreten war, auszu- süllen, bückte sie sich, nahm aus dem hohen Spaukorbe neben sich ein paar Holzscheite und schob sie in die rote Köhlen glut. (Fortsetzung folgt.) Heimaipflegc- und VoMtrachteufest in Butzbach. Das Komitee uud der AusstellmigsanSschnß versenden folgende Einladung zur Beschickung der „Ausstellung für ländliche Kuustbestr ebuugeu" zu Butzbach: Am 17. Juni 1906 soll zu Butzbach ein .Heimatpflege- und Volkstrachten fest stattfinden. Es ist zu diesem Zwecke ein Komitee unter dem Ehrenvorsitze Er. Durchlaucht des Fürsten zu Solms- HohensolmS-Lich znsammengctreten. Das Fest wird mehrere Abteilungen umsaffeu: einen Festzug mit historischen und Trachtengruppen, ein Festspiel, Darstellung von Volksgebräuchcu, und aus der Voltsgcsckichte, sowie eine Ausstellung mit dem unten bemerkten Programm. Diese Veranstaltung soll dem Heimatschutze dienen, sie soll die Freude au der Volkskunst und au der geschichtlichen Ueberlieser- nng mehren, sowie zum Festhalten an alten Bolkssitten und Ge- bräucheli aneifern. P r o g r a m nt der A u s st e l l u n g. Die Ausstellung bezweckt, in der bäuerlichen Bevölkerung den Sinn für ländliche Bauten in überlieferten und verbesserten, geeigneten Formen mehr zu mcdeit und zu fördern uud auf größere Wertschätzung uud Erhaltung der vorhandenen Bauernhäuser hiuzuivirken. Sic soll Pläne und Modelle von Bauernhäusern und Bauernhöfen, sowie von ländlichen Schul- und Rathäusern, den Bildschmuck des Bauernhauses, sowie sonstigen Wandschmuck umfassen) Gerade der Wandschmuck des Bauernhauses und der Gebäude in Landorten ist von nicht zu unterschätzender Bedeutung für die Volkskunst; es handelt sich darum, die aus früheren Zeiten noch vorhandenen Reste, die fortwährender Beschädigung und Zerstörung ausgesetzt sind, in Aufnahmen zu sammeln und zur Anschauung zu bringen. Dabei erscheint es von Interesse, daß anck die als Inschriften an oder in Häusern angebrachten Sprüche gesammelt zur Ausstellung kommen. Leider ist schon eine Fülle alter Muster und Formen durch Uebertünchen der Außenwände und Neuherstellung von Innenwänden verloren gegangen. Manches ist indes noch vorhanden, doch droht die. Gefahr, daß auch dieses binnen Kurzem verloren geht. Tie Ausstellung soll umfassen: a) Ansichten, Ausnahmen (auch Photographien, Pläne und Modelte von alten B a u e r n h ä u fern u u d Bauer n Höfen, sowie von alten Rat- und Schul Häusern und sonstigen öffentlichen Gebäuden in Landorten unter besonderer Berücksichtigung hessischer Bauwerke, b) Entwürfe und Ansichten von R e u - bauten der unter a) bemerkten Art in Landorten, insbesondere in hessischen Landorten, c) Alter Bit der schmuck des Bauernhauses, d) Zeichnung und photographische Aufnahmen st ilvv l l c r a l t e r Wand m uster (die zur Innen- oder Außendekoration der unter a) bezeichneten Gebäude dienten), insbesondere auch von Fläckemustern und Schnitzereien an Türen, Läden, Pfosten, Gesimsen, Wandbrettern usw. Auszeichnungen alter Haussprüche. Abzüge von alten Schablonen zur Wand- bemalung. e) Neuer Waudschm u ck des Bauernhauses, insbesondere neue Bilder, welche dem ländlichen Geschmacke Rechnung tragen und zur Anregung und Fortbildung des künstlerischen Verständnisses und künstlerischer Bestrebungen in Landorten dienen können (Darstellung von Trachten, Trachtcngruppen, ländlichen Gebräuchen, Bilder hervorragender Männer und Ereignisse aus der vaterländischen und Bolksgeschichte usw.) f) Alte und neue gemusterte Gewebe aus s e > b g s P o u n e n e m G a r n. g) Alte Zeugdrucke, h) Trachten und Trachtenstücke (auch Modelle), i) Alter, besondere Kunstformen aufweiseuder, ländlicher Hausrat. Anmeldungen unter Bezeichnung der Gegenstände und des ungefähren Wertes derselben werden bis 15. Mai laufenden Jahres zu Händen des Herrn Medizinalrat Dr. Bogt in Butzbach erbeten. Eröffnung der Ausstellung: am 9. Juni laufenden Jahres. Dauer 6 bis 8 Wochen. Ausstellungslokal: Städtische Turnhalle und Nebenräume derselben in Butzbach. Um Zusendung der angemeldeten Gegenstände wird bis zu 2. Juni laufenden Jahres unter der Adresse „Ansstelluugsansschuß, zu Händen des Herrn Medizinalrat Dr. Vogt in Butzbach" gebeten. Jeden Gegenstand bittet man mit dem Namen und Wohnort des Eigentümers zu versehen, ebenso bittet man, die zur Verpackung dienenden Kisten, Körbe usw. in gleicher Weise zu kennzeichnen. Die Ausstellung wird gegen Feuersgefahr und Diebstahl versichert und es wird für deren Bewachung Sorge getragen werden. Gegenstände, die acht Tage nach Schluß der Ausstellung nicht abgehvlt sind, werden zu Lasten der Aussteller mit der Post oder Eisenbahn znrück- gesendet. ______ Die schnellsten Tiere. Im „Kosmos", diesem trefflichen Handweiser für Natnr- srennde, den die gleichnamige Gesellschaft in Stuttgart unter bewährter Redaktion herauSgibt und den sie heute an mehr als 15 000 Mitglieder zur Versendung bringt, lesen wir: Wenn alle Vierfüßler der Erde zn einem Wettlauf zusammenträten, so würde die Gazelle den ersten Preis davoutragen, die in der Sekunde 27 Meter (allerdings nur während kurzer Zeit) zu durcheilen vermag. Dann das Rennpferd mit etwa 25,3 Meter (Maximalleistung), während der schnellste Hund der Welt, der russische Wolfshund, 25 Meter in der Sekunde läuft. Für den Rennsport gezogene englische Windhunde machten in der Sekunde 18 bis 23 Meter. Ein Fuchshund durchlief 4 englische Meilen (ä 1609 Meter) in 360,5 Sekunden, legte also in der Sekunde 18 Meter zurück; englische Hühnerhunde sollen 25 bis 30 Kilometer in der Stunde machen, in der Sekunde mithin 7 bis 8 Meter, diese Schnelligkeit aber 2 biA 3 Stunden lang anshalten können. Nach Hayes vermögen die halbwilden Eskimohunde stündlich 15 Kilometer hinter sich zu bringen, und dieser berühmte Polarfahrer legte selbst int Hundeschlitten 11 Kilometer in 28 Minuten zurück. Nach dem Windhunde folgt das Durcbfchntits- rennpferd mit etwa 1200 bis 1300 Meter in der Minute; der Hase soll es unter Umständen bis zn 1080 Meter bringen, während ihm für gewöhnlich bloß 400 Meter zngebilligt werden. Daun kommen die Giraffe mit 900, der Tiger mit 860, das Rentier mit 850 und der Wolf mit 570 Meter. Dieser «tamm- öater des Hundes ist ein vortrefflicher und ausdauernder Läufer; verfolgt oder von Hunger getrieben durchläuft er 80, Ins ICO Kilometer in einer Nacht, und es gilt als unmöglich einen ans- gewachsenen Wolf ans der Flucht einzuholen. Wölfe verfolgen einen englischen Radfahrer, dem sie auf ebener Landstraße 5 Bier- telstunden ans den Fersen blieben, dabei 28 Merlen (engl.) zurücklegeud: das sind 36,05 Kilometer für die Stunde und 10,01 Meter für die Sekunde. — Von den Vögeln hält den Rekord unsere Turmschwalbe (Mauersegler) mit rund 4.94 Kilometer in der Stnnde (137,5 Meter in der Sekunde). Ihr ~t_ nächsten kommt der virginische Regenpfeifer mit 415 Kilom ter (115 Meters; dann folgt der Wander- und Lerchenfalke mit 269 Kilometer (74 Meter). .Zunr Ueberbringen von Nachrichten abgerichtete Schwalben sollen eine Geschwindigkeit von 240 bis 245 Kilometer (67—68 Meter) erreichen, während der schnellste Briestaubenflng, den Gätke aus Helgoland beobachtete, 185,5 Kilometer in der Stunde (51 Meter in der Sekunde) betrug. Der Strauß legt, indem er mit den Flügeln nachhilft, in der «e- knnde 33 Meter zurück. — Unter den Fischen ist der schnellste der Delphin, der in der Stunde 37 Kilometer (10,29 Meter in der Sekunde) durchschwimmen kann: in ziemlichem Abstand folgen bann der Lachs mit 24 Kilometer (6888 Meter) und der Hering mit 22 Kilometer (6172 Meter). Vermischtes. Ein neues Gcncüse. Die i&peijct'atic der Gourmets ist in letzter Zeit durch ein neues Gericht bereichert worden, das in England viel Au- ilang findet. Es ist ein Gemüse, das „Lava" heißt und als Zuspeise zn Hammelbraten ganz vorzüglich mundet. In seinem Aussehen ist cs dem Spinat nicht unähnlich, aber cs hat nicht die hellgrüne Farbe dieses Gemüses, sondern mehr einen dunklen grüngoldigcn Ton, der cs auf dcr Schüssel, schön mit dem Fleische garniert, auch äußerlich zu cntem reizend delorativcn Stillleben macht. Der Geschmack ist angenehm kräftig und von einer sauren Würze, wie ihn tltoa Limonen haben, Lava ist ein Seegemüse und findet sich zwischen Klippen und Geröll an dcr felsigen Küste Schottlands. Am Strande breitet es sich in langen welligcn Büscheln aus und flutet int Wasser dahin, aus dem dunklen Grund in seiner leuchtenden Bernsteinsiirbung hervorschillerud. Das Wohlschmeckende nnd Erquickende dieses fattren Gemüses hat man erst jetzt erkannt; die Fischhändler, bei denen umit cs kaufen muß, lassen cS vorher in einer schwachen Salzlösung wässern. Die Zubereitung von Lava erfolgt am besten mit etwas Zitronensaft. Das neue Nahrimgsmittcl, das nia t nur schmackhaft und erfrischend, sondern auch sehr naprhast und leicht verdaulich ist, wird sich wohl bald zu einem beliebten Gast auf jeder besseren Speisetafel ansbildcn. * Die Klugheit d e r Am eise ir offenbart sich auch in der Ausbewahrungsweise ihrer Getreidevorräte. Ganze Berge von Körnern haben sie zur Einwinterung für sich und die konttnende Generation eingetragen. Man sollte nun vermuten, daß diese Feldsrüchte im seuchten Erdreich keimen und auswachsen. Das aber wissen die fürsorglichen Tierchen zn verhüten, indem sie von jedem Samenkorn das Keimblättchen abnagen. * Ein Theaterze >: s n r st n ckchen ans der Biedermeierzeit. Die streng durchgeführte Ueberwachung des gesprocheueu Wortes beklagen die modernen Bühnenleiter oft bitter. Aber auch die vielgerühmte „gute alte Zeit" förderte bisweilen recht merkwürdige Zensurblüten zutage. In Leipzig war es der Rs- gierungsvat Dr. Temnth, welcher die Zungen der Akteurs tut® Aktrizen im Zaume hielt. Aeugstlich vom Scheitel bis zur Sohle, 216 hatte er gewiß schlaflose Nächte, alS tut August 1832 Direktor tniirgelhardt das Leipziger Stadttheater übernahm und mit Goethe'S „Egmont" zu eröffnen gedachte. In diesem Drama erschien dem Herrn Negierungsrat der Ruf der Bürger „Es lebe die Freiheit!" ganz besonders bedenklich. Klang das nicht wie frevelhafter Aufruhr, tvie offenkundige Widersetzlichkeit? Exzellenz Von Goethe hatte diesen Ansrnf sicher nicht illoyal gemeint, aber im Munde der Komödianten durfte der Herr Regiernngsrat ihn doch nicht dulden. So mußten sich denn die unterjochten Bürger, die. Vorn Tyrannen Alba geknechtet, nach Erlösung schreien, zu dem zahmen Rufe bequemen: „Es lebe — ein ruhiges Gewissen!" So ging cs viele Jahre lang. Herr Dr. Dcniuth malträtierte und verstümmelte die gesamten Klassiker, daß Ringelhardt und seine Künstler oft fast in Ber- zweiflung gerieten und, stumm die Blicke himmelwärts gerichtet, nur mit dem Kopfe schüttelten, lvie es auch heute noch bei dem spottsüchtigen Theatervölkchen in solchen Fällen Brauch ist. LiLerQL'ikcbes. * — M o d e st e. Roman von I. R. z u r M e g c d e. Geh. 4 Mark. (Stuttgart, Deutsche Verlags-Anstalt.) — In der Titelheldin des Romans hat der Dichter eine überaus anziehende und eigenartige Frauengestalt geschaffen. Diese Modeste, die einzige innerlich Adlige einer Parvenüfamilie, sehen 'wir in schweren inneren Kämpfen und äußeren Konflikten sich frei machen von den Fesseln eines unechten Standesbewußtseins und herrischer Selbstsucht. Sie ringt sich durch zu der Erkenntnis, das; die Ehre und der Adel des Weibes dort liegen, wohin eine wahr- haft Harte Neigung sie zieht: und mit dieser Erkenntnis gewinnt sie den Sieg über sich selbst und ihre Umgebung: sie folgt dem geliebten Manne, einem einfachen, durch und durch tüchtigen Menschen, einem echten Gentleman der Gesinnung, in die Fremde und in eine sorgenvolle Existenz, statt durch eine „Vernunft- Heirat" dem neugebackenen Adel ihres Elternhauses erhöhten Glanz zu verleihen. Und als dann eine Erbschaft, die ein väterlicier Freund ihr hinterlassen, sie wieder in die Heimat zurücksührt, erobert sie sich dort einen festen Boden für ihr ruhiges, inniges Familienglück, dem der Groll ihres niedrig denkenden Vaters keinen Fluch bringen kann. — Wenn wir hier im voraus verraten, „wie die Geschichte schliefst", so können wir das tun, ohne das; dadurch das Interesse nnb die Spannung bei irgend einem Leser verringert würde. Denn die innere Entwicklung Modestens, die Figuren ihrer Umgebung, das Milieu des litauischen Gutslebens — das alles ist mit so viel Anschaulichkeit und fast dramatischer Kraft geschildert/ das; wir uns von Szene zu Szene unwiderstehlich fortgezvgen fühlen. In „Modeste" ist mit großer Kunst das Unerfreuliche, Trübe durch das Gute, menschlich Echte anfgewogen, das zuletzt den Sieg behält. a — Gin deutschesLiederbuchin ii n d s ür Am e r i kn. .An den uordamerikanjschen Universitäten stehen die sogenannten deutschen Abteilungen in hoher Blüte, ganz besonders aber in den (Staaten, die der Herkunft ihrer Bevölkerung entsprechend einen groyeir Prozentsatz deutscher Studenten zu ihren Staatsuniversi- taten entsenden. Das ist auch im Staate Wisconsin der Fall, Von dessen Universität in Madison, speziell von der „Germa- nistychen Gesellschaft" daselbst, ein „Deutsches Liederbuch für amertkamsche Studenten, Texte und Melodien nebst erklärenden und biographischen Anmerkungen" (Boston, Heath ii. Co.; 1906) ansgegebcn worden ist. Wir stehen nicht an, dieses ebenso in- haltsrerche wie reinlich gearbeitete Liederbuch für eine deutsche Tat von großer Tragweite für amerikanische Verhältnisse zu erklären. -D-e.Idee des Liederbuches ist, die guten geselligen Züge des deutschen Stndentenlebeus auf die amerikanische Studentenschaft zu übertragen, die Liebe zur Natur und die Freude am Liede Trotz vielfach vorhandener deutscher Liederbücher stellte nch tut' die „Germanistische Gesellschaft" bei ihren geselli- Zusammenkünften das dringende Bedürfnis nach einer für ihre Verhaltnyse brauchbaren Sammlung heraus, die die Milte zwischen einem Volksliederbuche und einem Kommersbuche hielte, U"d frisch und ersvlgreich ging es an die Arbeit. Dabei mußte berück,ichtigt werden, daß nur in einem kleinen Teil der ameri- ianl,chen höheren und mittleren Lehranstalten ausschließlich innge Manner m Frage kommen, baß vielmehr manche bieser Anstalten nur von Ltudentlnnen besucht werden, während die weitaus größte Anzalst sich aus Vertretern beider Geschlechter zusammensetzt. Daraus erklärt sich für, das Liederbuch manches, das aufgenom- inen, oder auch ausgeschlossen wurde, sowie ferner die vierstimmige Einrichtung von dreivierlel der rund ßuubert aufgenommenen Lieber. Die Ausführung kam auf ebenso einsichtsvolle tote. faktische Weise zustande. Der Arbeitsausschuß, bestehend L^den Mitgliedern der Germanistischen Gesellschaft: Hohlfeld, ^""?.-„.Melsnest, Govdnight, Härtel, Lehmann, wandte ^^saltlger Arbeit an eine größere Anzahl der Ber- ?E.ut,cheii Faches an den Universitäten, sowie an andere m-nett Verständnis für den Plan vorausgesetzt lver- dcn konnte, wie allermeisten stellten ihre Erfahrungen dem Ausschuß bereitwilligst zur Verfügung unv Übten dadurch auf die cndgiltige Gestaltung des Liederbuches einen nicht unbe- Einfluß, «M Die aufgenommenen Lieder weisen ab- Owtlich, den verschiedenartigsten Charakter auf. Vom schwermütig sehnsuchtsvollen Volksliebe bis zum lustigsten Stndenten- liede begegnen alle Zwischenstufen, abwechselnb mit patriotischen, Frühlings-, Wander- und anberen Liebern; auch emiae geistliche Lieber von echt menschlichem Gehalt jinb hinzugenommeii. Goethes „Heidenröslein" beginnt, die „Wacht mit Rhein", „Deutschland über alles", „Ein feste Burg ist unser Gott" schließt ,lch an. Wir blättern erfreut das Liederbuch durch und finden, daß kems unserer guten alten und neuen, uns ans Herz ae- wacheneu Lieder fehlt. Dieses Buck ist aus Liebe und mit Liebe gearbeitet, und darum wird es in allen Kreisen, die es benutzen, /.iepe znnl deutschen Volks- und Stiidentengesange erwecken. Kunst. — Bon dep neuen Zeitschrift des Deutschen Vereins für Knnst- 6s.>°erbe „Dte Werkkunst" (Jährl. Bezugspreis für 24 Hefte 10 Wj sind wtzt ,m Verlag von Otto Salle in Berlin W. ot J erschienen, die an größeren Beiträgen wertvolle Artikel über gestickte Landschaften (Hösel), neue Dampfer (von dem Berg), das kunstgewerbliche Erzeugnis als Gegenstand des Urheberschutzes (A, Osterrieth), Knitnr und Bauordnung (Ang. Endell), Boni praktischen, Möbel (I. A. Lux), der Friedhof, Unsere Münzen, Aus München. Eine Fülle von interessantem' Material breten die ständigen Rubriken: Kunst im Hause, Aus' der Werkstatt, Kunst auf der Straße, Ausstellungen, Wettbewerbe, Kunst ans, der Bühne, Vom Markte, Bildungswesen, Gartcn- tliMt, Kunst im Leben, Aus dem Vereine, Berliner Kunstsalons, Denkmalspflege nsw. An. gediegenen Bildcrbeilagen findeii sich vor: Fächergriff von Elfenbein und Gold (Morawe), Nadel- maleret (Hösel), Grabsteine lMöhring und Stichling', sitzender Jüngling (Heyne).. Die reichhaltige Zeitschrift sei der Beachtung aller Kmistsrennde, Künstler und Kunsthandwerker bestens cm'- psohlen. Gefrtttdheitspflege. Die Blutstauung als Heilmittel. Die grnndlegcn- den neuen Gesichtspunkte, ivelckte die Forschungen des Bonner Chirurgen Professor Bier über die Behandlung eitriger Entzündungen mit der Stauungsblutüberfüllnng der Chirurgenwelt eröffnet haben, beschäftigten den C hir u r g en ko n g r e ß. Der innere Kern^des Verfahrens liegt darin, daß die natürlichen Hilfskräfte des Organismus zur Bekämpfung des eiitgebiungenen Eitergiftes an der Stelle des Entzündungsherdes künstlich aufgehäuft und den Keimgiften eutgeaengesührl werden, und daß durch mechanische Vorkchrungcn ihre Ausscheidung nach außen erleichtert wird. Die Mittel dazu sind Anstauung des entgiftend wirkenden Mutes in der Umgebung des Herdes durch B i n d e u a b s ch n ü r n n g und ziveckentsprecheud umgeformte Scüröpfapparate. Es besteht kein Zweifel, baß die Möglichkeit ber Behandlung eitriger Ent- znnbungen unter wesentlicher Schmerzverringerung ober Aufhebung mit schonenden kleineren Einschnitten oder Stichen nnb vor allen Dingen mit der Erhaltung wichtiger Funktionen, die durch die bisherige Behandlungsart fast unausbleiblich zerstört worden wären, durch das neue Verfahren gegeben ist — vorläufig allerdings nur in besonders dazu ausgesuchten Fällen. — Leibe s ü b u n g e u f ii r K ranke und L e i b e n b c. Heransgegeben von einem deutschen Arzte. Leipzig, Verlag von Krüger u. Ev. 1906. Preis 1.50 Mk. — Professor H. Oppenheim, der Berliner Ncnrolog, schreibt: „Im verflossenen Jahre habe ich eine Reihe von Personen zu beraten Gelegenheit gehabt, deren Hanptbeschwerdeit ich au den Müller-Sport zurücksührcn musste, b. h. auf eilten Abhärtungs- nnb Gymnastikunfug, bet tu Anlehnung an bas System I. P. Müllers von sehr vielen Menschen getrieben wird." Hier tritt nun das vorliegende Buch ersatzgebend ein, indem es Aufklärung gibt über das Wesen und die Arten des Sportes, über instinktive Eingebungen als warnende Stimme vor Uebertreibungen und bestimmte Gebrauchsregeln lehrt für die Vornahme von Körperübungen und Sport. Logogriph. Nachdruck verboten. Mit „E" ein unsichtbares Wesen. Mit „A" zum Tierfang auserlesen. Auflösung in nächster Nummer. Auslösung des Diamanträtsels in voriger Nummer: M A a 1 G r i e 8 M a i 1 a ii d 8 t a d e G n n «l Sebtthion: Ernst s - k. - Rotationsdruck und Verlag der Brübl'icbeu Universtläts-Buch. und Steindruckeret. R. Lange, Gieße«.