Bi'8't m ft AH S-WMI4 s OS MUW s i fe | r kMWD W W Dem Wahren, Gdkerr, Schönen. Ein Großstadtroman von Fcdor v. Zobeltitz. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Er brach plötzlich ab und blieb stehen, lieber sein Gesicht, das eben noch, da er die letzten Worte gesprochen, ein tiefer Ernst durchschattet hatte, flog nun ein lustig mokanter Zug. Er reichte Hammer die Hand. „Baumeister, was redet man so hin, zwischen sechs und sieben Unter den Linden Berlins", sagte er „Wer gefreut hat es mich doch, daß ich Sie getroffen habe. Ter letzten Aufsichtsratssitzung konnte ich leider nicht beiwohnen. Sind denn die Geldaffären nun in Ordnung gebracht worden?" „Alles in Ordnung, Turchlaucht. Ich habe mein Lebtag Nicht gedacht, daß ich es so leicht mit dem schnöden Mammon haben würde." Fast hätte der Prinz erwidert: ,wenn nur das dicke Ende Nicht noch nachkommt'; aber er sagte es nicht. Er sagte nur: „Na — Heil für alles weitere, lieber Herr Hammer, und aus fröhliches Wiederschauen . . lüstete seinen Hut und schritt quer über den Tamm. Auch Hammer ging weiter Ihm fiel wieder ein, was Arenstein über den Charakter gesagt hatte. Wahrhaftig, er war keiner. Er war im Grunde genommen ebenso haltlos wie der kleine Priestap, und wäre seine Kunst nicht gewesen, so wäre vielleicht fein ganzes Lebensschiff kläglich gescheitert. Aber auch die Kunst trug ihn nicht mehr; sic warf ihn schaukelnd hin und her. Niemals hatte sich Hammer so mit Zweifeln getragen wie in dieser Zeit. Er hatte seine Pläne auf das minutiöseste ausgeführt; da gab es keine Korrektur mehr, da war nichts mehr zu ändern. Und nun Stein aus Stein gefügt wurde, faßte er sich zuweilen an die Stirn und begriff nicht, warum er nicht dies und das völlig anders gestaltet hatte. Er ängstigte sich, wenn er am Vormittag nach dem Bau fuhr; er fürchtete sich vor dem Anblick seiner wachsenden Schöpfung. Seine harmlose Heiterkeit war versiegt wie ein Rinnsal im Sommer; er war brummig und unwirsch geworden. Es mochte etwas Wahres in der Aeußerung Arensteins liegen: ein Künstler hat selten Charakter. Bei ihm überwiegen die Stimmungen. Und ganz Stimmungsmensch war und fühlte sich auch Hammer. Hätte er seinem Empfinden folgen können, so wäre er aus Berlin geflüchtet. . . Unwillkürlich schritt er lebhafter aus, als eile es ihm, aus der Nähe des Baues zu kommen. Wer als er an dem Bureau der Gesellschaft vorüberkam, stockte sein Fuß doch wieder. Er sah oben noch Licht und beschloß, bei Imhoff v-orzu- sprechen, ihn mitzunehmen und sich mit ihm irgendwo zu bekneipcn. Er war sonst ein schwacher Trinker; aber heute lüstete es ihn nach einer Flasche Champagner. Er mußte oben zweimal klingeln, ehe ihm geöffnet wurde. Und dann stand Nina vor ihm, eine Lampe in Her Land. Sie fuhr erstaunt und auch wie leicht erschreckt zurück, als sie Hammer erblickte. „Ah — der Herr Baumeister! . . . Guten Wend, Herr. Baumeister." „Guten Abend, Fräulein Nina. Ter Herr Vater da?" „Nein, Herr Baumeister, es ist niemand zu Hause —" Hammer wurde mißtrauisch. „Wer ich sah doch von unten noch Licht hinter den Kontorfenstern", sagte er. „Herrgott"^ rief Nina, „das wäre! Da ist wieder das Gas brennen geblieben!" Und sie lief mit der Lampe davon. Hammer schritt hinter ihr her; er hätte sonst in der finsteren Entree stehen bleiben müssen. Im Bureau brannten wirklich noch zwei Flammen. „Nun sehen Sie, Herr Baumeister", sagte Nina klagend und setzte ihre Lampe aus den nächsten Tisch, „wenn ich mich nicht um alles kümmere! . . . Vater ist hier gewesen und Tante Laura und die Liesegang — und keiner hat daran gedacht, das Gas auszudrehen, oder einer hat sich auf den. andern verlassen . . „Es ist ganz entsetzlich", erwiderte Hammer. Er hatte seinen Paletot geöffnet und sich auf den Schreibtifchsesfek RasaLlis gesetzt. „Sie müssen viel Kummer haben, F-räulein. Nina." Sie lachte lustig auf. „Spotten Sie nur, Herr Baumeister — id) habe auch meine kleinen Sorgen. . ." Und daun wurde sie ganz ernst und streckte Hammer die Hand entgegen. „Herr Baumeister, nun kann ich Ihnen auch einmal persönlich danken für alle Ihre ~ Nützlichkeiten", fuhr sie fort. „Vorgestern wieder der Koüb mit Flieder... Sie verwöhnen mich gar zu sehr. . . Wenn ich einmal in Ungnade bei Ihnen falle, iverd' ich mir ganz verlassen Vorkommen." „Ta bleibt Ihnen ja immer noch Herr von Priestap", sagte 'Hammer. Nina stellte sich dem Baumeister gegenüber, mit dem Rücken zum Sd)reibtisd), und rollte ihre Hände in die Schürze ein, die sie trug. „Aha", entgegnete sie kopfnickend, „ick) verstehe schon. Tas war eine Anspielung. . . Na, Herr Baumeister, da toitl ick) Ihnen einmal etwas sagen — ganz offen und ehrlich. Wenn ich mit Herrn von Priestap hätte eine Liebschaft anfangen wollen: ick) hätte nur den kleinen Finger ausstrecken brauchen. Ich will Ihnen auch noch mehr sagen: Herr von Priestap hat mir Geschenke geschickt wie Sie — bloß noch kostbarere — einen Brillantring und einmal ein Armband, das war wenigstens seine zweitausend Mar? wert, sagt Tante Laura — immer so zwischen Blumen versteckt und mit Briefen dabei, ganz verrückt; die Geschenke habe ich aber nicht angenommen, Herr Baumeister, obwohl mir's wahrhaftig schwer geworden ist, sondern hab' ich einfach zurückgcschickt. Und da ist Herr von Priestap ganz rasend geworden und ist schließlich abgereist. Jetzt soll er wieder da sein — ich habe aber noch nichts weiter von ihm gehört. . . Das wollte ich Ihnen 86 bloß sagen, weil Sie so 'ne Anspielung machten, als ob . . . na, Sie verstehen mich schon! Nein, Herr Baumeister, da täuschen Sie sich doch gewaltig in mir! . . , Sie nickte wieder, um dem letzten Ausruf Bekräftigung zu geben, und machte große Augen dazu. Hammer hatte sich in den Sessel zurückgelehnt, stützte das Kinn auf den Handgriff seines Spazierstockes und schaute mit verschleiertem Blick zu Nina hinüber. Er glaubte ihr ohne weiteres. Tie Kleine hielt auf, sich, oder aber sie hatte Angst vor dem Vater. Sie sah wieder sehr hübjch aus; eine blaue Schürze umspannte ihre Büste, und um das dunkle Haar hatte sie ein buntes Kopftuch geschlungen. Cie merkte, daß Hammers Blick auf diesem, im Nacken zusammengernoteten Kopftuch verweilte, lächelte und sagte: „Ich seh' wohl wie eine Spreewälderin aus? Wer rch sed're grade Betten." „Sind Sie das Aschenbrödel im Hause?" ■ „O nein — gar nicht. Tante Laura hat mich darum gebeten, und der tu ich schon gern einen Gefallen." „Also stehn Sie sich gut mit der Stiefmutter?" „Ganz brillant. Die müßten Sie mal kennen lernen, Herr Baumeister. Immer lustig und guter Dinge. Na, und Vater! Für den ist es ein Glück, daß sie wieder hier ist. Heute sind sie alle im Zirkus; da hüt ich das Haus . . ." Hammer stand auf. „Nina, ich will Ihnen einen Vorschlag machen", sagte er, „Was sollen Sie hier allein sitzen! Ziehen Sie sich um und gehen Sie mit mir soupieren. Ganz solide. Um zehn liefre ich Sie hier wieder ab." Sie lachte vergnügt auf und kmff das linke Ange zu. „Herr Baumeister, unsereiner ist auch helle und weiß, was es heißt: soupieren gehn —". „Erlauben Sie gefälligst, liebes Kind: wenn ich Ihnen sage, daß wir ein sehr solides Lokal besuchen werden, dann geschieht es eben." „Schadet nix, es schickt sich doch nicht." Hammer trat näher an das Mädchen heran. „Seien Sie doch vernünftig" — — Er berührte sie gar nicht; trotzdem sprang sie behend auf die andere Seite des Schreibtisches. „Ich bin ja vernünftig; Herr Baumeister! Ts geht nicht. In den Schlafstuben liegt alles wüst durcheinander. Ich muß die Betten in Ordnung bringen. Es ginge auch sonst nicht. Ich habe keine Toiletten für feine Lokale . . Hammer rührte sich nicht vom Fleck. Er hatte keine Lust, mit dem Mädchen im Zimmer umherzujagen. Aber ec schaute ihr stark in die Augen, als er sagte: „Nina, Sie brauchen nur einen Wunsch zu äußern, und Sie haben, was Sie wollen. Kommen Sie mit. Noch sind die Läden auf. Was fehlt Ihnen? Eine Frühjahrsjackc und ein moderner Hut. Wir wählen das zusammen aus. Und dann gehen wir hinüber zu Rudolf Dressel, setzen uns in eine Ecke und plaudern gemütlich ein Stündchen miteinander. Ganz solide: ich wiederhole es . , ." Nina faltete die Hände über der Brust. Sie lächelte nicht mehr; sie schüttelte nur langsam den Kopf. „Nein, Herr Baumeister", erwiderte sie fest; „ich danke Ihnen -— aber es geht nicht. Vater und Tante Laura würden außer sich sein. Ich will auch nicht . . ." Da wurde Hammer grimmig. Er setzte seinen Zylinder auf, knöpfte den Paletot wieder zu und ging. „Also dann nicht", sagte er, äußerlich ganz kühl und doch bebend in jedem Nerv. Nina leuchtete ihm in die Entree. Er wandte sich nicht Mehr um; die Tür fiel hinter ihm in das Schloß. Er hatte auch nicht adieu gesagt. Nina ging in das Bureau zurück, drehte hier die Gas- Ilammen aus und schritt dann, etwas schleppend und wie n Gedanken versunken, in das elterliche Schlafzimmer. Tort setzte sie sich auf eins der zerwühlten Betten und seufzte. Sre dachte an die versprochene Frühlingsjacke und an den modernen Hut, namentlich an den Hut. Es schwebte ihr einer vor: aus schwarzem Stroh, sehr groß und vorn auf- gekrempt, mit einem Kranz von roten Rosen. Die Zacke sollte mauvefarben sein. Was hätte sie alles haben können! Wer Vater war (teertß und Taute Laura klug. Sich mit dem Baumeister einzulassen, wäre ganz verfehlt gewesen. Selbst über tftt Souper in Ehren würde man gesprochen haben. Er hätte es sicher erfahren. Er konnte eifersüchtig werden und sollte es auch. Aber nur bis zu gewissen Grenzen. Ter Er war Priestap. Man hatte ihn ruhig abreisen lassen. „Er kommt Dir zurück", hatte Tante Laura gesagt; „diese Art Leutchen kenne ich . . ." Man hatte Großes mit Priestap vor. — Nina seufzte wieder und schlug mit der flachen Hand auf die aufgeschnürten Betttisjen, daß die Federn stoben. Er kommt zurück. Aber wann?! Und wie sehnte sie sich nach einem anständigen Hut... Hammer trocknete sich, während er die Treppe hinabstieg, die Stirn. Er spürte, daß seine Hand zitterte. Es war lächerlich, wie nervös er war. Auf der Straße winkte er eine offene Troschke heran und ließ sich nach Hause fahren. Er fühlte sich müde und abgespannt. Tie Augen fielen ihm während der Fahrt halb zu. Da hörte er plötzlich seinen Namen rufen. Von einem vorüberfahr enden Gig herab winkte ihn: Priestap zu. Hammer ließ wenden, und nun hielten die beiden Wagen dicht nebeneinander, sodaß die Herren sich die Hände reichen konnten. „Seit wann wieder daheim, lieber Herr von Priestap?" fragte der Baumeister. „Seit vorgestern. Ich wollte morgen zu Ihnen kommen, meinen Knix machen." „Sehr scharmant. Wer Sie werden mich kaum zu Hause finden. Kommen Sie auf den Bau. Ta biu ich von früh bis abends, zwischendurch bei Bildhauern, Malern, Teppichfritzen, Stuhlfabrikanten, bei Siemens und Halske, aus der A. E. G., im Packhof, bei Berndal, beinr Notar und manchmal auch bei Tressel. Wer bis Mittag bin ich sicher auf dem Bau. Ich führe Sie herum und zeige Ihnen, was fertig ist. Es wird ein Unding an Schauderhaftig- keit..." Priestap lockte durch einen besänftigenden Zuruf feilte ungeduldig werdenden Pferde. „Hoi—hoi—ruuuhig .... Sagen Sie schauderhaft, Baumeister, so bin ich zufrieden. Tann wird es etwas ganz Großes. Wie geht es Ihnen sonst?" ,/Jammervoll, Herr von Priestap. Und Ihnen?" „Noch jammervoller. In Monte-Carlo, hat man mir eine Viertelmillion abgeknöpft. Das tut nichts. Wer die Influenza tat mir etwas. Sie hat mich böse zugerichtet. In Paris bekam ich einen Rückfall und reiste der Luftver- änderung halber nach Biarritz. Da hat mich der Typhus gepackt. Zehn Wochen lang schwebte ich zwischen Leben und Tod. Tas nennt man eine Erholungsreise . . ." „Armer Kerl", sagte Hammer. Im Lichte der Straßenlaternen — die Wagen hielten auf der Charlottenburger Chaussee — sah er, daß Priestap noch immer erschreckend elend war; hohlwangig, mit roten Zirketflecken und tiefliegenden Augen. Der graue Raglan umschlotterte seine hagere Gestalt. . . „Wo wollen Sie hin, Priestap?" „Nach Hause. Ich war im Gruuetvald. Ich muß mich schonen . . ." Der beste Mensch hat zuweilen eine Anwandlung von Bosheit. So erging es in diesem Augenblick Hammer. „Ich wüßte eine Pflegerin für Sie", sagte er lächelnd. „Und — ?" „Nina Imhoff. Sie hat" ihre Tugend unter Kuvert verschlossen und einschreiben lassen. Sie ist immer noch das ioeiße Blatt. Interessierten Sie sich nicht einmal für sie?" Tie Anspielung tat Hammer schon wieder leid. Prie- stap zuckte heftig zusammen und wurde glühend rot. Dann verblich die Farbe auf seinen Wangen und ein krankhaftes! Gelb blieb zurück. „Lieber Baumeister", entgegnete er mit schwerem Aufatmen und trauriger Stimme, „ich bin nichts für ein junges Weib. Schauen Sie, wie ich aussehe. Und könnten Sie erst tiefer schauen . . ." Seine Stimme wurde unsicher, „Au revoir!" rief er und ließ die Zügel locker. „Au revoir — und nichts für ungut, Priestap. Es war ein schlechter Scherz . . ." Tie Wagen trennten sich. — Genoveva war erstaunt, als sie ihren Herrn heimkehren sah. -J .. (Fortsetzung folgt.) ifc 87 Aer Trousseau der Kerzsgin Sophie Kharlotte von Kioenöurg. Mr wenige Wochen noch und die liebliche vldenburgische Herzogin Sophie Charlotte wird Abschied nehmen von ihrer engeren Heimat, um dem erlauchten Kaisersohne, dem Prinzen Eitel Friedrich von Preußen, die Hand zum Bunde fürs Leben zu reichen. Nicht nur ganz Oldenburg, das ihr voii Herzen zugetan ist, nimmt innigen Anteil an dem Glück der ältesten Tochter seines Landesherrn, sondern gleichzeitig bringt auch das ganze Deutsche Reich, das in der Herzogin die Braut des sympathischen Hohenzollernprinzen verehrt, ihr aufrichtige Zuneigung entgegen. So ist es nur natürlich, daß in allen Teilen des deutschen Vaterlandes dieser Herzensbund, der am 27. Februar am Tage des fünfundzwanzigjährigen Ehejubiläums des deiitschen Kaiserpaares vor Gott und der Welt die Weihe erhalten soll aufrichtiger, patriotischem Herzen entsprungener Freude und lebhaftem Interesse begegnet. Namentlich in den Oldenburger Landen ist der Name der liebreizenden Fürstin, die in seltenem Maße bestrickendeAnmnt und gewinnende Freundlichkeit in sich vereint, in aller Munde; überall sucht man ihr Aufmerksamkeiten zu erweifen und m aller Stille sind die ihrem angestammten Fürften- hause treu ergebenen Oldenburger mit Liebe am Werke, Vov- vereitnngen zu treffen, die den Zweck haben, der scheidenden Herzogin für ihr Heimatland charakteristische .Hochzeitsgaben zu dauernder Erinnerung an die Stätte, da sie ihre Jugend vev- lebte, zu überreichen. Ncberhaupt ist — und nicht nur in Olden- ourg für alles mit der Vermählung „Lotta's", wie man in Oldenburg ihren Vater sie oft rufen hörte, in Znsaminenhang stehende das Interesse rege, besonders natürlich in der Damenwelt, deren gespannte Anfmertsan-keit namentlich auf den Trousseau der jungen Fürstin gerichtet ist. Wo die Toiletten ge- aroettet werden, wem die Ehre ihrer Anfertigung zu teil ge- wordeir sei das sind Fragen, die häufig wiederkehren und Mit Genugtuung sich zunächst dahin beantworten lassen, daß fluchtattung der Herzogin deutschem Können und deutschem Flctße ihre Entstehung verdanken wird. Das sei hier ^tt?pÄ,nststi^r'nder Presse aufgetauchten anderslautenden Mitteilungen ausdrücklich konstatiert. Oldenburg hat natürlich an der Herstellung der Gesamtaussteuer einen entsprechenden Anteil, aber an die Ausstattung einer fürstlichen Braut find im einzelnen doch Anforderungen zn stellen, denen nicht jede Stadt und nicht jede Hnrma gewachsen ist. In erster Linie gilt das natüv- lich von den Toiletten, jjeren Herstellung der Bremer Kvnfektions- flrina Lindemann und Ruhling vormals H. Leßmann übertragen 4 WlvCll l|I, ».„Das Brautkleid, eine herrliche Toilette aus Brüsseler Tüll mit Silber-Handstickerei, ist auf ein Crepe de Chine-Meteor- KErkleid gearbeitet Der Rock, Brüsseler Tüll mit kleinen Bosen reich gestickt, dessen Saum eine reiche Bordüre aus Silber-, Rosen- und Myrten-Kränzchen im Empire- stii brldet. Ausschnitt und Aermel erhalten durch leichte Silber- Stickerel einen äußerst gefälligen Schmuck. Vom Crepe de Chine- Eurtel der Taille aus läuft die Stickerei zu einer vier Meter 1QIL8 .um nimmt in diesem Bande die „Landwirtschaft" mit einer Reihe einschlägiger Artikel (Landwirtschaftliche Betriebsformen Betriebssysteme, Maschinen, Wirtschafts-rträge ufw.) ein, während die agrar-pmi- tischen Bestrebung en der Vergangenheit und der Gegenwart nn Artikel „Landwirtschaftspolitik" eingehend beleucytct werden Daß die technologischen Artikel (Lampen, elektrische Läutewerke, Leucht- aäsbereitnng, Lokomobile, Lokomotive usw.) auch rn diesem B^nde wieder mit Vorliebe beh ndelt, und man möchte sagen verscywer^ derisch illustriert sind, braucht, betm »Großen Meyell eigentlich nicht mehr betont zu werden. Eine gewiß hochwillkommene klebcr- raschuna für viele bringen die den: Artikel „Ltteratutt belgehcfte- ten vier Porträttafeln „Klassiker der Weltliteratur'. auf denen man nach authentischen Vorlagen dw Bildnisse der fremdländischen Ritter vom Geist versammelt findet — von Dante, Petrarca, Shakespeare usw. bis zu unseren berühmten Zeitgenossen Ibsen, Tolstoi, d'Annunzio, Rudyard Kipling und andere. Alles m allem, dieser zwölfte Band mit feinen 34 schwarzen und 4 Farbentafeln sowie 14 Kurten und Plänen reiht sich seinen Vorgängern würdig an. ______ . Meyers Großes Konversationslexikon. Ein Nachschlagewerk des.allgemeinen Wissens. Sechste, gänzlich neubearbeitete und vermehrte Auflage. Mehr als 148 000 Artikel und Verweisungen au über 18 240 Seiten Text nut mehr als 11000 Abbildungen, Karten und Plänen im »tat und aus über 1400 Jllustrationstafeln (darunter etwa 190 Narbendruck- tafcln und 300 selbständige Kartenbeilagen) sowie 130 Text- beilagen. 20 Bände in Halbleder gebunden zu ie 10 Mark oder in Prachtband zu je 12 Mark. (Verlag des Bibliographischen Instituts in Leipzig.) Der neue Band (L—Lyra) bringt ans allen Gebieten eine solche Wifseusfülle, oaß die Wahl schwer wird, das Beste herauszugreifen. Allgemeines Interesse haben die Artikel „Leben? 'ersicheruug" mit einer übersichtlichen „Statistik der Lebensversicherungs-Gesellschaften", „Lehrling und Lehr- lingswefen", „Lotterie", Landkarten", „Lithographie , die