1906 x- «ST ji ii ujfeßfc Ägi ?‘X I S^aX; <■> rviire-Mrr/z/jTo?» .r?.-■ 7ai Lichtstreit durchs Mylnsiel- toch ist ihm kein Gespenst, weil cs eben fern, solches kennt. Auch die dingst vor Mäusen und die Furcht vor Gewittern ,ehen die Kinder'den Erwachsenen ab. . . Die Furchtsanikeit i|t bedeutend leichter emzuimpfen, atu1 zii vertreiben. Mit Gewalttätigkeit. ist da, selten etwas auszurrchtcn, im Gegenteil, man kann die Kinder sogar krank mamen, wenn man sie zwingen will, trotz ihrer Angst die>c oder jene Kraftprobe zii machen. Krämpfe und Ohnmächten können die augenblickliche Folge solcher Unvernunft sein. , Biel besser ist es, in Güte auf oas Kind zu Wirten, es UÄ beruhigen zii lassen, ohne sehr viel Wesens aus jemer ^AnM zu machen, und ihm nachher den Gegenstand feiner H-nrcht ganz in der Nähe zu zeigen. Hat es erst einmal dessen Harmlosig- keit selbst erkaniit, schämt cs sich seiner Leichtgläubigkeit und Einfalt, so ist cs manchmal von seiner Furcht kuriert. Aber freilich, noch lange nicht immer. Am andern Abend geht vielleicht wieder dieselbe Geschichte los — oder, wenn sich unser Junge, unser Mädel auch nicht mehr gerade vor diesem fürchtet, so bamt desto mehr vor jenem, ^ic Furchtsamkeit bleibt ihm vielleicht noch als erwachsenem Menschen anhajten. Nicht mehr in der Form von Gespensterfurcht — aber etwa in der schrecklichen Einbildung, ermordet oder beraubt zu werden, rn dem Unvermögen, auf einen Kirchhof zu gehen, tut nervösen Weinen bei Gewittern. rr * r „ , < Besser ist cs schon, seinen Kindern die schreckliche Qual des Fürchtens ganz zu ersparen. Das ist wohl nicht ganz lercyt. Es setzt sehr treue, zuverlässige Dienstmädchen voraus — viel gewissenhaftere Mädchen, als man sie heutzutage hat — die sich em Gewissen daraus machen würden, gegen das Verbot Schauergeschichten zu erzählen. , - Und unsere schönen deutschen Acarchen, die Quelle jo tiuUt Poesie? Spielen sie nicht auch oftmals tn diisteren Zauber- wäldern, in denen jeder Ton erschreckt, jeder Ast be>ondere Gestalt gewinnt? Soll man sie den Kudern vorenthalteni Nun, man darf sie wenigstens nicht ohne Sluswahl erzählen. Eine ganze Reihe von unseren Märchen eignet sich iiber- haupt noch nicht für Kinder in dem surchtsamen Alter, foz. B. das Märchen von Jorinde und Joringel, von den neben Raben und der treuen Schwester, von der Königstochter und ihrem Rößlcin Fallada. Diese und viele andere haben ihren für Erwachsene, durch die interessanten Einblicke tn iiralte ^olk»- sitten und Gebräuche, die sich in ihnen treuer als in den meisten anderen Ueberlieferungen widerspiegeln. Was die Mutter aber ihren Kindern von Märchen erzählt, sei so, daß kemes Has Gruseln lernen kann. Sie ivird es selbst ivohl am besten suhlen, wo zu mildern, wo aufzuhören ist, ivelche Kinder Märchen ertragen und welchen es Gift bedeutet! . , Ein sicheres Mittel, aus harmlosen Kudern seme imd fnrckt- same zu machen, ist auch die UeberangstltWeit, die Wchleidig- keit mancher Mütter, die ans einem kleinen Fall, einem schmerz alcich eine Haupt- und Staatsaktion machen mochten und bet einem wehen Finger am liebsten nach dem Doktor rufen. Kinder gewöhnen sich das Laminern und schreien über solche Kleinigkeiten von selbst gar nicht an, wenn ihre Umgebung mchtS daraus macht, vielmehr solche Dinge mit Lachen behandelt: Die feigen, die ängstlichen, die surchtsamen Kinder werden viel seltener geboren als erzogen. Wenn die Ncutter sich darüber nur ganz klar wären, so gäben es später nicht so viele Er-, wachsene, die fick noch mit der Furchtsanikeit plagen, müssen! KW ungedruckter Mief Scheff ks. our 20 Wiederkehr seines Todestages am 9. April. Heute jährt sich zum 20. Male der Todestag Scheffels Der unvergeßliche Dichter des „Trompeters von salungeu und des Ekkehard", dessen Lieder und sonniger Humor. auch heute so lebendig find wie ehemals, hatte ein Leben, reich an sthwereu Schicksalen, zu bestehen gehabt Zu alle» halsen besonders tn keinen letzten Lebensjahren Verkennung und Mißgunst mit,, daß bem Dichter sein Lebensabend nickt so heiter bmging. 'Die er selber es sich friedvoll wünschte. Kem Wunoer, reeim fern Unwille denn zn Zeitcit aufbrauste und gerechteÄvetse ans die uiederfiel die ihm die ersehnte Ruhe trüben ivmlten. ^n oia- dolfzell und auch Mettnau, wo Scheffel in den letzten zehn Jahren seines Lebens meistens wohnte, zog manch erner, mit seinem Verlangen, den Dichter sehen oder ihn gar zu emem Ausflug auf den Hohentwiel bewegen zu wollen, unverrichteter ri' ab Natürlich glaubten cs die Mgermesenen denn nicht t-i .. . wett« andere, die Scheffel besser und tiefer kannten , mtmer Wiener seine unantastbare Güte und hersitchc me^nrnvurcigwit und Wärme priesen. So er^tcU einmal 3™u cJuma Mackenrodt-Heim m W a l d s h n t, Meine, deren Beziehungen zu Scheffel jüngst eine größere PEikatimi hervor- liefen, einer. Brief, in bent sich der anonyme schretoer beklagte, daß er in Karlsruhe bei Scheffel nickt das Entgegenkommen gefunden Hatte, das er erhofft hatte., Wie gewohiilich bei derartigen Schreiben, litt auch dieser Brief an emer übertriebenen Feinfühligkeit, foweit sie die eigene Person betraf, sparte aber andererseits nicht mit ziemlich rückhaltsloscn Bemerkungen über die Persönlichkeit des Dickters. Emma Mackenrodt fanbte darum den originellen Brief ihrem Vetter nach Karlsruhe, und der liest dem Anonymus durch 'seine Base eine Antwort erteilen, die sich jener sicherlich nicht hinter den spiegel gesteckt hat. Herz- ersrischend deutlich und deutsch schrieb scheffel: Liebe Cousine! Die Waschweiber, Welche die Schandtaten schon vorwtssen, die ich in den nächsten Jahren zu begehen gedenke, sind leider sehr unvollkonimen unterrichtet. Der Sachverhalt ist vielmehr folgender: Nachdem ick, wie Jedermann weist, meinen Baler mit Arsenik vcrgistet und meinem Bruder die Augen anshestocheit, gehe ich gegenwärtig mit dem Gedanken um, meinen Sohn anfzufresscn. Da ich bereits ein kupfernes Gefäß getauft, ist die Tatsache ganz sicher, M es zum Abkochen bestimmt ist. Nur der Zweifel, ob ich "ihn gebraten oder blatt gesotten besser verzehre, hat bis jetzt die Ausführung dieses Verbrechens verhindert. , . . . „ r. Da alsdann meine hiesige Stellung „fatal werben durste, richte ick schon jetzt die Mettnan ein, aber nicht sür eine Dame, sondern sür ein ganzes Harem. Da ich bereits bet Pirazzi in Kasanlik ein Fläschchen Rosenöl bestellt habe, kann diese Schandtat meiner Zukunft nicht mehr bezweifelt werden. Leider haben sich meine Anschautingeu über die Europäerinnen 1 so verschlechtert, daß ich ihnen die Negerinnen weit vorziehe; bin daher mit einem Sklavinnenhändler in Kairo in lebhafter Verbindung und vier Schwarze sind bereits' für mich erworben • und unterwegs. Natürlich brauche ich zur Bewachung, der Mettnau auch einige Eunuchen und habe deshalb au einige ' erprobte Ehrenmänner bereits die Anfrage gestellt, ob sie das wegen der Mettnau Erforderliche gegen gutes Honorar besorgen wollen. _ „ . ... In diesem Stadium befindet sich gegenwärtig diese Angelegenheit und ich Vertraue Deiner Gewissenhaftigkeit, daß Du sie bei den Waldshntcr und anderen Waschweibern demgemäß berichtigen wirft In alter Ergebenheit Dein in Schandtaten ergrauter Vetter Karlsruhe, 7. Januar 1878. Jos. Victor v. Scheffel. Die Furchtsamkeit der Kinder ist eine Erscheinung, die sich im Winter viel stärker bemerkbar macht, wie sonst. Ganz natürlicher Weise: die langeii Abende, baS ungewisse Schneelicht, daS in dämmerige Räume fällt, halb erleuchtete Gänge mit ganz dunkeln Winkeln, alles spielt in der erwachenden Phantasie des Kindes seine Rolle. Das .ist die richtige Umgebung, um die Gespenster-, Hexen- und Fabelwesen darin spielen zu lassen — die richtige Zeit, um in Kücken und Kinderstuben Geschickten zu erzählen, bei deren Häufung auch den mutigsteii Knaben zuletzt das Gruseln überläuft. Datin ist schoii in der Regel das Unglück da. Nickt nur ängstliche, zarte, kleine Mädcken gehen nicht mehr allein in ein halbdunkles Zimmer, in den leeren Flur hinaus, sondern selbst die Jungens, die am Tage ganz großsprecherisch und dreist von ihrer Courage prahlen, werden ganz klein und wissen hundert Ausreden, wenn sie für die Mutter etwas am anderen Ende der Wohnung holen sollen. Um keinen Preis würden sie allein in den Keller oder auf den Boden gehen. Der höhere, fast schon krankhafte Grad von Furchtsamkeit zeigt sich bei Kindern durch nächtliches Ausschirecken aus dem 212 — Vermischtes. * Den Einfluß der Musik auf den kranken Körner habe ich kürzlich beim Tdde meiner Mutter in auffallender Weise kennen gelernt. Sie litt schon seit Jahresfrist schwer in Herzmuskelentzündung, und die letzten Wochen waren so unerträglich, daß ich in meiner 19 jährigen Dienstzeit als Pfarrer nichts Aehuliches erlebt habe. Die Unterhaltung mit ihr war durch starke Schwerhörigkeit sehr erschwert. Da sie aber noch zu den Menschen gehörte, die nicht niir religiös, icmdern auch kirchlich siiid, so hatte sie einen großen Schatz von Mbelworten uiid Kirchenliedern, aus dem man itur zil schohfen brauchte, um ihr leicht verständlichen Trost zuzusprechen.Mer m den letzten Lagen half auch das nicht mehr, und selbst Morphium brachte keine Erleichterung, sondern nur ein schrecklich langes merz- stadium vor kurzer Ermattung. Die nervöse Erregung,war zuweilen so groß, daß sie es znrückwics, wenn man ihre Hand ergreifen oder sich an sic schmiegen wollte, wahrend man ihr B iiichts Lieberes tim konnte. Da kamen wir aus den Gern, ihr die Trostlieder mehrstimmig zu siugem Es war überraschend, wie alsbald nach den ersten Tönen Beruhigung und Halbschlunimer eintrat. Wenn das Lied verklungen, dessen Takt sie teilweise mit der Hand begleitete, wußte sie ganz genau, was gesungen worden war, und sagte: „ach wie schön". Dieses Mittel haben wir in den letzten Tagen und Nächten, wenn bei den schrecklichsten Herzbeschwerden alle andercil Mittel, auch stärkste Morphinmdosen, versagten, mehrmals mit dem gleichen wunderbaren Erfolge angewandt. Ich bin geneigt, den Hauptanteil dieses Erfolges, besonders wegen der Art der Erkrankung, der Musik zuzuschreiben, kann aber dock den Anteil, den der religiöse Inhalt der Lieder wie: „Harre meine Seele", „Laß mich gehen, laß mich gehen, daß ich Jesum möge sehen" u. a. gehabt haben mag, nicht unberücksichtigt lasseii. Mle Anwesenden, darunter ein frei» denkender Arzt, hatten den gleichen Eindruck wie ich. Freilich! wird der religiöse Einschlag nur auf 'religiöse Gemüter wirken, wie der musikalische nur huf musikalische Körper. Mer die Religion ganz unbeteiligt erachten wird kaum angehen, da bekanntermaßen dann, wenn es mit Herrn Plage zum „letzten Lachen" geht, das religiöse Leben ganz besonders wach fvird, und da es kaunr denkbar ist, eine Wirkung obiger Lieder trotz ihrer musikalischen Bedeutung auf ganz unreligiöfe Herzen in beschriebener Weise zu erwarten. . Sch. * Amtlicher Verkehrston in der „guten alten Zeit". Im amtlichen Verkehr der zweiten Hälfte des 18. Jahr- hamderts, der Zeit von Zopf und Puder, herrschte ein unerhört grober Ton. Vor allen waren die östreichifchen, bayrischen und württembergischen Beamten deswegen berüchtigt. Als ein kurzes aber sprechendes Zeugnis stehen hier folgende Blüten aus einem herzoglich württembergischen Könststorialverweis: „Pfarrer in Leonbronn! Nun kommt Er auch einmal wieder vor das herzogliche Konsistorium, heilloser Tropf, liederlicher Gesell, Laster, habilitiertes Laster, 26 jährig aneinanderhangendes Laster, Ignorant von Haus aus, Idiot von jeher, versoffener Zapf, Brannten- weinkolb, Bierlägel, Sündenkloak! Das ist jetzt das letzte Mal, wir sehen einander nimmer. Bei dem geringsten Exzeß (es darf zwar kein Exzeß», sondern mir ein kleiner Fehler sein) ist Er ohne Gnade kassiert. Er hat zwar diesmal kassiert werden! sollen, das hochpreisliche geheime Ratskollegium hat aber diesmal noch 'Gnade vor Reckt — versteht Er mich? — vor Recht ergehen lassen und befohlen, man soll Ihn noch einmal rechtschaffen putzen, was hiermit geschieht. — Jetzt diximus et falva- vimus. Stuttgart, geschehen den 26. September 1759. From- mann, Konsistorialrat. (Aus dein gegenwärtig erscheinenden Werke „Germania", Zwei Jahrtausende deutschen Lebens. Kulturgeschichtlich geschildert voll Jobs. Scherr. 6. neu bearbeitete, mit ca. 300 Abbildungen und 50 Extra-Kunstblättern versehene Auflage. 50 Lieferungen zu je 30 Pf. Stuttgart, Union Deutsche Verlags-Gesellschaft.) * Rauchende Dien st m ä d ch e n. Vor einem englischen Gerichtshof wurde dieser Tage eilte bezeichnende Klage ausge- trageu. Klägerin war ein Dienstmädchen, das sich wegen ungerechter Entlassung beschwerte, Beklagte die Gattin eines Reisenden, die zur Begründung ihrer Handlungsweise augab, daß das Mädchen trotz mehrmaligen Verbots damit fortgefphren habe, während der Arbeit Zigaretten zu rauchen. Klägerin ist 16 Monate im Hause der Beklagten tätig gewesen, und während der ersten 11 Monate lag kein Grund zur Klage vor. Dann begann das Mädchen nach dein Aufstehen sich eine Zigarette anzustecken, und, was zuerst heimlich geschah, erfolgte später ganz offenkundig. Allen Warnungen gegenüber blieb die Klägerin taub, und das Zigarettenrauchen machte sic zuweilen so krank, daß sie unfähig ztir Arbeit war. Das Mädchen dagegen bekundete, bei seiner Vernehmung, daß ihre Herrin ihr zuerst das Zigaretteuranchen belgebracht habe, daß sie ihr wiederholt Zigaretten schenkte, und daß beide regelmäßig während der Verrichtung der Hausarbeit rauchten — eine Behauptung, die die Beklagte mit Entrüstung bestritt. , Schließlich wurde noch eine Scheuerfrau vernommen, öte aussagte, daß die Klägerin in ihren Strümpfen Zigaretten zu tragen1 pflegte, und daß sie beim Waschen und bei der Hausarbeit unbekümmert um die Vorstellungen ihrer Brotgeberin zu rauchen pflegte. Der Richter erkannte für die Beklagte und wies die Klage des modernen Dienstmädchens ab. — Ger m anisch e M vt hvlo g je. Bon Julius von Rege- lein. Königsberger Hochsckulkurfe. Band 4. („Ans Natur unb; Geisteswelt". Sammlung wissenschaftlich-gemeinverständlicher Darstellungen aus allen Gebieten des Wissens. 95. Bändchen.) Verlag von B. G. Teubner in Leipzig. (VII u. 136 S.) Oktav. Geb. 1.25 Mk. — DaS Interesse für Werden und Wesen unseres beufa scheu Volkstums ist in stetem Wachsen begriffen. Wer es iw seinen tiefsten Wurzeln erfassen will, der wird fich vor allem; mit dem religiösen Leben unserer Vorfahren beschäftigen muffen.' Denn die ihm zugrunde liegenden psychologischen Voraussetzungen erklären erst ganz die Eigenart unseres Volkes sowie seine ethisch« nnd kulturelle Entwicklung. Freilich ist es nicht leicht, den alt- germanischen Glauben in seiner ganzen Reinheit zu erkennen.' Nur mühsam können wir das Gold altdeutschen Glaubens von den Schlacken reinigen, mit denen anderthalb Jahrtausend halb- christlicher oder christlicher Kültur cs umgeben haben. Um so Ivill- fommener wird jedem, der sich über dieses schwierige Gebiet orientieren will, das genannte Buch sein. Der Verfasser entrollt darin ein klares Bild germanischen Glaubenslebens. Nach einer kurzen Einführung in den Stand der Forschung und ihrer Quellen berichtet er über Inhalt und Umfang der altgeriuaniscken Religion. Die männlichen und weiblicken Hauptgottheiten werden hieraus als Gesamterscheinung gewürdigt nnd int einzelnen charakterisiert. Des weiteren werden die Gruppengottheiten, die Zwerge, Riefen, Walküren nsw. behandelt und der Naturdienst besprochen.' Die' letzten Abschnitte befassen sich mit den religiösen Kulten/ insbesondere dem Opfer. Ein Register der wichtigsten Eigen- und Gattungsnanten macht das Büchlein zum Nachschlagewerk. — Das von Franz Frhrn. v. Lipperheide herausgegebene „Spruchwörterbuch" (20 Lieferungen zu je 60 Pf.) hat mit der 5. Lieferung das erste Viertel des geplanten Umfanges erreicht. Es stellt fick dar als ein nationales Bildungsmittel ersten Ranges, wie es keine andere Literatur bis jetzt besitzt. Dabei liest es sich! darin mit wahrem Genüsse. Gesundheitspflege. — Die Zahnpflege im srühesteu KiudeSalter wird von vielen Eltern vernachlässigt, in der irrigen Voraussetzung, daß den Milchzähnen nur ein untergeordneter Wert zukomme, weil sie — etwa vom sechsten oder siebenten Jahre — doch wieder einer nach dem andern ausfallen. Von einer zielbewußten Zahnpflege hört mau denn auch meist erst von der Zeit an, wo das Milchgebiß durch das bleibende Gebiß ersetzt wird. Leider rächt sich diese verkehrte Auffassung oft in der unliebsamsten Weise. Die bleibenden Zähne entwickeln sich in denselben Knocheulückeu des Kiefers, in denen die Milchzähne saßen, nnd cs ist ganz selbstverständlich, daß Erkrankungen der Milchzähne schädlich auf ihre Umgebung und damit auch auf die später kommenden Danerzähne wirken. Solch ein bleibender Zahn, dem normalerweise ein recht langes Dasein beschieden sein sollte, trägt oft schon bei seinem Durchbruch den Krankheitskeim in sich. Deshalb kann nicht eindringlich genug aus die Bedeutung der Zahnpflege in den ersten Lebensjahren hingewiesen werden. Man soll die kleinen „Beißerchen" etwa vom zweiten Lebensjahre an jeden Morgen mit einer weichen Bürste putzen nnd den kleinen Erdenbürger möglichst früh dahin bringen, daß er sich den Mund spült. _____________ Diamtmträtsel. verboten. In die Felder nebeustehen- der Figur sind die Buchstabett aaaaadddeeggiill mmunrastu derart einzutragen, daß die wagerechten Reihen Folgendes bedeuten: 1. Einen Buchstaben. 2. Edelfisch. 3. Nahrungsmittel. 4. Stadt in Italien. 5. Stadt in Hannover. 6. Ein Tier. 7. Einen Buchstaben. Die senkrechte und waaerechte Mittelreihe ergeben das Gleiche. (Auflösung in nächster Nummer.) Auflösung des TauschMsels in voriger Nummer: Muster — Angel — Rabe — Ibria — Alfter — Sanb — Trunf — U()t — Aras — Mock — 'Sabel; Maria Stuart. Redaktion: Ernst Heß. — Rotationsdruck und Verlag der Brübl'Ickten Universttäts-Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen, Nachdruck