1906 liT Mf ik pH L O ■ laiuuii,' U ■ - AfMUMj IlirlkOi Der Stern. Roman von Ulrich Frank. Nachdruck verboten. „Warst du bet Dclla drin?" wendete sich die Fran Justizrätin Handtke an ihre Tochter, die soeben, von einem Ausgang heintgekehrt, ins Zimmer trat. „Nein, Mama, Christine sagte mir draußen, sie sei mit dem Auspacken ihrer Sachen beschäftigt und habe — geweint." „Natürlich! Etivas nervös! Der Abschied vom Hause wird dem Prinzeßchen nicht leicht geworden sein. Ich kann mir denken, was die Tante ausgestellt hat, als es Ernst wurde mit dem Hinausgehen ins feindliche Leben." „Gott, eigentlich heißt es auch ivirklich nur: ,Der Mann muß hinaus ins feindliche Leben', und daß es der armen Della schwer geworden sein mag, so von allem fort, an was sie gewöhnt war, was sie lieb hatte, kann ich mir wohl denken" ... sie hatte bei diesen Worten den Hut abgenommen und trat an den Kaffeetisch, an dein die Mutter saß und eine dick mit Butter bestrichene Semmel in den Kaffee tauchte. „Die Della, das ist ivas anderes", antwortete sie mit vollem Munde, „diese hat eine Mission, eine Aufgabe; wenn man Talent besitzt, kann man nicht daheim hinter dem Ofen hocken." „Ja, aber bequem ists doch! Du hast leicht reden, 'Mama, hier in der warmen Stube vor deiner Riesenkanne, die unerschöpflich ist, mit ben dicken Butterbemmen, ah — und Napfkuchen gibts auch." Sie schnitt ein großes Stück von dem Gebäck ab und' biß mit starken Zähnen hinein. „Der ist wegen Della. Du tust gerade so, als ob der arme Wurm nicht zu essen bekäme, und ich dächte doch gerade . . . seit wann findest du denn übrigens, daß man nicht genug mit ihr hermache, das war doch ganz anders, als wir zu Bestich in Bernstadt waren, da warst du ja geradezu eifersüchtig auf Della." „Früher war ich dumm! Aber jetzt, seit ich weiß, daß diese ganze Hermacherei gar nicht ihrer Person gilt, sondern ihrem Talent, beneide ich sie nicht mehr." In diesem Augenblick klopfte es leise an der Tür. Die Justizrätin erhob sich hastig: „Das ist sie, sei still mit deinem albernen Geschwätz." „Darf ich eintreten, Tantchen?" „Aber natürlich, mein Liebling. Lueie wollte dich eben rufen. Wir warten eigentlich schon auf dich. Komm, trinke eine Tasse Kaffee, das Auspacken hat wirklich keine Eile, Lutz hilft dir dann dabei. Du mußt ja reisemüde sein, erst ausrtthen." Sie sprach mit süßlichen: Tone, goß indes den Kaffee ein, schob den Kuchenteller vor und war in geschäftiger Sorge um das Behagen ihres Gastes. „So!" „Danke, liebe Tante!" Es klang wie von unterdrückten Tränen, und mit zaudernder Bewegung ließ sie sich nieder. „Aber Dellchen, du wirst doch nicht! Das wäre ja noch schöner! Lutz soll dir's dann sofort gemütlich machen in beinern neuen Hein: und dich später ein bißchen in der Stadt rumführen . . . das wird dich auf andere Gedanken bringen. Tust gerade, als ob du unter Fremden wärst. Dabei bist du bei deinen nächsten Verwandten . . . was sagst du nur dazu, Lutz?" Diese sah die Cousine mit einem atts Mitleid und Neugier gemischten Blick an. „I, das halt' ich mir auch anders gedacht. Du kamst doch freiwillig her, Della? Du tvölltest doch und nmßtest doch und ja ..." Nun aber war es mit der mühselig behatlpteten Fassung des jungen Mädchens vorüber. „Gewiß", schltichzte sie, „und ja . . . aber es tut weh, so von Hattse fort von Mama und Papa — ich muß mich erst daran gewöhnen, habt nur Nachsicht mit mir und Geduld ... cs wirb schon werben, das ist nur vorübergehend." „Das sind die Nerven, nichts als die Nerven . . « Künstlernaturen sind immer nervös", tröstete die Taute. Das Wort Künstlernaturen schlug an ihr Ohr, wie aus tveiter Ferne und doch bekannt. Seit zwei Jahren hatte sie es gehört, wieder und immer wieder, in allen möglichen Tonarten. Bald lockend und schmeichelnd, in- heiterem Klange, bald ernst und schwer, mahnend in ergreifenden Lauten. Jauchzend heut, voll verheißungsvoller Bilder, schwermütig morgen, wie aus unerreichbaren Sphären. Kunst! Künstler! Seit die Tante die erste Anregung gegeben, ihre Stimme ausbilden zu lassen, hatte man zu Hause in allen Variationen davon gesprochen, bis der Entschluß zur Reife gediehen. Mit der Hand streifte sie eine Träne ab, die an der Wimper hing. „Und bann ... ja arbeiten muß ich, arbeiten!* „Das ist ber beste Zeitvertreib. Nicht wahr, ßucie?" „O, natürlich", antwortete biese gedehnt, als fände sie es verwunderlich, etwas zu bestätigen, was sie nie erprobt hatte. „Aber nun sei lustig, Dellchen, und denk nicht mehr an den Abschied, bei uns bist du so gut wie zu Hause. Eigentlich hast du hier noch etwas mehr. Eine Schwester an 390 Sucie, die fehlte doch in Bernstadt. Die Mama vertrete ich und ..." »Ja, und Papa." Wieder stiegen die Tranen empor. „Nun aber nicht mehr weinen. Weißt du, Perlen be- deuten Tränen; bei dir aber ists umgekehrt, bei dir bedeuten die Tränen Perlen und Brillanten und Glanz und Luxus und Ruhm, und wenn du erst eine gefeierte Künstlerin bist, lachst du uns alle aus. Nicht wahr, mein Herzchen?" „Ja, Tante!" kam es mit müder Stimme, wie ans weiter Seelenferne. Ein zerstreutes LäHcln gab dem Munde einen schmerzlichen Ausdruck, und ein verlorener Blick tauchte ins Unendliche, Ungewisse. Lucie hatte inzwischen mit guten, Appetit ein zweites Stück Kuchen verzehrt. * Am Vormittag des darauffolgenden Tages hatte die Justizrätin ihre Nichte den, Professor Ranzoni vorgestellt. Der bewährte Gcsanglehrer hatte sich erst geweigert, die Ausbildung des jungen Mädchens zu übernehmen. Es bedurfte einiger Protektion, um ihn nur so weit zu bringen, daß er sie wenigstens höre und seine Meinung über ihre Stimme abgab. Als Adele neben ihrer Tante durch die Straßen der großen, ihr fremden Stadt einherschritt, war ihr entsetzlich zu Mute. Eine tiefe Beklommenheit hatte sich ihrer bemächtigt, vor ihren Blicken drehte sich alles im Kreise, die hohen Gebäude, die Kirchen und Paläste, an denen sie vorüberkamen, wuchsen ins Riesenhafte und nahmen schreckhafte Formen an. Die Kehle war ihr wie zugeschnürt vor Angst und Verwirrung. Und in diesem Zustande sollte sie singen! Ein fürchterlicher Schrecken befiel sie. Wenn sie nicht könnte, wenn die stimme versagte — und dann war es wieder wie ein leises Hoffen, ein geheimer Wunsch, wenn der Professor finden würde, daß sie überhaupt kein Talent habe, wenn ihre Stimmittel sich als unzulänglich erwiesen, wenn man sie zurückschicken würde nach Hause . . . Ein Schwindel befiel sie. Tastend suchte sie die Hand ihrer Begleiterin: „Tante . . . ich . . . mir ist gar nicht wohl." Erschreckt blieb diese stehen. Sic hatte, neben dem jungen Mädchen einhcrgchend, gar nicht bemerkt, welche Veränderung mit ihm vorgegangen war. In ihren Gedanken beschäftigt, was sie dem Professor für schmeichelhafte Dinge sagen wollte, um ihn geneigt zu machen, Della unter seine Schülerinnen aufzunehmen, hatte sie nicht darauf geachtet, wie still und mutlos diese neben ihr herschlich. Jetzt erst gewahrte sie, wie blaß und angstvoll ihre Begleiterin aussah. (Fortsetzung folgt.) 157 Tage Raubmörder. Erinnerungen au Korsika. Nach eigenen Erlebnissen ausgezeichnet von Adolf T i e >n a n n. (Nachdruck erwünscht.) (Fortsetzung.) Nachher zeigte mir noch der Brigadier Frechinos fein vierkantiges Seitengewehr, das in runder Stahlhülse steckte, ein« furchtbare Waffe, zwischen deren Kanten runde Hohlkehlen hinliefen.. Im übrigen war er nicht so schlimm, wre er aussah. Zuerst wurde ich wegen meiner gebratenen „Drossel" verspottet, die ich mir als Poulet für 3 Fr. hatte aufhängen lassen. Später mußte jeder erzählen, weswegen er eingesetzt worden war . Mein Kettengenosse, dem endlich die ihm heimlich zugesteckte Zigarette erlaubt wurde, erzählte schmunzelnd, daß er früher beim Hammelschmuggel von Sardinien nach Bonifacio an einem Tage 150 Fr. gemacht hätte. Später bemerkte mein Ajaccioer Leibbarbier, der sich auch unter dem Transporte befand, daß er ebenso sicher wie ich freigesprochen tvürde. Wir wollten dann zusammen durch Korsika reisen. Ms dies der Brigadier hörte, lachte er fröhlich auf: „Oh ja, gewiß, 8—14 Tage geht das ganz schön und dann" . . . hierbei machte er eine eigentümliche symmetrische Bewegung an seinem Halse mit seinen beiden Händen . . . „Alles natürlich aus lauter Liebe, Güte und Verehrung." „ ,/Nun, so Gott will, hofke ich, nie wieder mit meinen »eben Beppos und Angelos, die inzwischen ausgewachsen sein werden, vom Ajaccioer Kiuderyof trotz ihrer Engels- köpfcheu, noch mit jenem meiner Gönner, der mich für ein halbes Pfund Weißbrot an seiner Brust ruhend, so häufia rasiert hat, wieder zusammenzutreffen. Ja, ich habe letzterem noch nicht einmal mein Rasiermesser dediziert, das er sich als Andenken erbeten hatte. Die Fahrt durch die wunderliche Natur in üppigster Frühlingspracht, im sattesten Grün, Bäunie und Busche mit Blüten bestreut, über kühne Viadukte, durch endlos dünkende, kunstvoll ansteigende Kehrtunnel, war eine wahre Erlösung nach furchtbaren 130 Tagen Abgeschlossenheit zwischen hohen Gefängniswänden. Wie oft hatte ich danach gefragt, ob es nicht möglich wäre, daß ich irgendwie im Gartenbau beschäftigt werden könnte, wie freute ich mich jedesmal, wenn ein von anderen so gefürchtetes Verhör stattkand, wenn ich auch zu ihm immer mit schmählichen Handfesseln vorgeführt wurde. Aber das war eine amüsante Unterbrechung in der furchtbaren Eintönigkeit, und ich konnte mit meinem guten Gewissen fröhlich und freimütig aus die verkniffenen Fragen des Richters antworten, der, oft unter seinen Podagraschmerzen sich krünnnend, auf fernem Sessel kauerte. Und dann der prächtige Blick aus dem Verhörzimmer über die weite blaue Meeresbucht von Ajaccio, auf die mächtigen Berge, deren Fuß üppiges Grün kleidete, während ihre Gipfel noch von Schnee bedeckt in den Azurhimmel hineinragten. Nach unserer Ablieferung im Gefängnis in Bastia mußte ich wahrnehmen, daß hier sehr strenges Regiment herrschte. Was soll ich noch erzählen von der ersten Nacht in diesem Gefängnis und der Zelle, die ich mit einem Wechselfälscher teilte. Als ich sie betrat, hörte ich unten vom Meere her die deutschen Worte in norddeutschem Akzent heraufklingen: „Ach, liebe Mutter, liebe Mutter, siehe!" Spornstreichs aufs vergitterte Fenster mich schwingend, sah ich gerade noch ein junges Mädchen mit seiner Mutter hinter der Mauerecke draußen am Meeresstrande verschwinden. Was soll ich schildern, tvie furchtbar trotz seines schlechten Gewissens mein Knmpan schnarchte und mir dadurch den Schlaf raubte, wie er tags daraus Muscheln und Schnecken zerknackend und ausschlürfend diese Speise neben Früchten als die gesündeste pries uns später in echt ciceronianischer Pose einen Stahlklemmer, dessen rechtes Glas zersprungen war, auf der Nase, mir riet, wie ich meine Verteidigung führen sollte. Was soll ich schreiben von der Massenwaschung an dem einzigen Morgen, den ich auf dem sechs Meter im Quadrat messenden Bastianer Gefängnishof verbrachte, auf dem 22 zerlumpte Gestalten wie die wilden Tiere in Menageriekäfigen hin und her stürmten, bei welcher Massenwaschung jeder aus dem verteilenden Kruge eine Handvoll Wasser zur Gesichtsreinigung erhielt, ivas davon, daß ich bei diesem kürzen Zusammensein, das Schrecklichste, was mir passieren konnte, Bewohner meiner Kopfhaare attrappierte, die erst nach tagelangen sorgfältigsten Säuberungen endlich verschwanden, was davon, daß mir eine neunschläfrige, zweifenstrige Zelle mit prächtigem Ausblick auf das Meer allein angewiesen wurde, an deren Wänden mir die früheren Bewohner einen stolzen Dreiniaster und wilde Verwünschungen auf die holden Frauen und tu die Matratzen unzählige Legionen schlimmen Ungeziefers zurückgelassen Hattert. Wie schwach war ich nach diesen durchwachten Nächten, die ich, ausgestreckt aus meinem Lager, am Tage nicht wieder einbringen konnte. (Fortsetzung folgt.) Wad MuHeiur aus der Vogelperspektive. Von Ludwig Wichmann. Es sind jetzt gerade 12 Jahre her, da kratzte ich mich in der Gegend zwischen Halle und Nordhausen sehr verlegen hinter den Ohren. Es war — ich weiß es noch genau — im Schnellzug B-erlm nach Frankfurt am 1. Oktober. Dieses Zeichen des Mißbehagens wurde ausgelöst durch eine Bemerkung des Schaffners, der meine Fahrkarte nach Bad-Nauheim kontrollierte und den ungeläufigen Stationsnamen so vorsichtig buchstabierte, als wären es griechische Vokabeln. „Heute, am 1. Oktober", sagte ei dann mit kalter Ruhe, „fft der Winterfahrplan in Kraft getreten, und da halten die Schnellzüge abends nicht mehr in Nauheim. „Wozu auch, es liegt ja gar kein Bedürfnis dazu por . —. Unglaublich, aber leider nur zu wahr! — So mußte ich also in Gießen, allerdings tricht studienhalber, aussteigen, und mit einem späteren Personenzug in Nauheint landen, older kleine Uhrzeiger längst tm Zenith stand. 391 Wenn der brave Schaffner heute noch lebt, — er befand sich noch in den besten Jahren, — und diese Zeilen kommen ihm zu Gesicht, dann möchte ich ihn bitten, mir frei nach Eichendorf einmal eine Gunst zu erweisen nnd trillernd wie die Lerche sich mit mir über Nanheim hoch in die Luft zu schwingen, um dort einen Augenblick in der Vogelperspektive neben mir Platz zu nehmen. Dann will ich ihm, dein ungläubigen Thomas, zeigen, wie die von ihm damals verneinte Bedürfnisfrage gelöst wurde, und wie Nauheim in neuester Zeit in das Zeichen des Verkehrs getreten ist. Dort unten, wo noch vor wenigen Jahren Kartoffeln gebaut wurden und wo der Schuß der wilden Jäger auf den Feldern den Lauf der Hasen beschleunigte, da stehen jetzt prächtige saubere Straßenviertel mit eleganten Villen, umrahmt von den herrlichsten Wald- und Parkanlagen, und gartenumkränzte vornehme Hotel-Paläste, in denen der höchste Komfort herrscht. Nnd mehr als 60 Eisenbahnzüge, — das dürfte den Schaffner wohl am meisten interessieren, — verbinden durch direkte Fahrkarten das Bad mit allen großen Städten und Hafenplätzen der Welt, und dort aus allen Richtungen der hier oben besonders fühlbaren Windrose kommen die souveränen Beherrscher der Landstraße, die Automobile, mit langem Kometenschweif von Staub nnd aristokratischem Benzin-Parftim schnurrend herangeblitzt, nur dem einen Ziele, der Kurstadt, zustrebend. Auch sonst hat sich vieles, ja fast alles verändert. Da ragen zunächst zwei neue Kirchen, die katholische und die evang. Dankeskirche, Welch letztere vor kurzem eingeweiht wurde, in die Luft. Und dort die großen Gebäude im altdeutschen Stil sind nicht etwa neue .Empfangsgebäude für einen notwendigen Bahnhossneubau, sondern sie enthalten das große staatliche Elektrizitätswerk, seit ver Mitte des Monats der große Licht- und Krastspender für Stadt und Bad, ferner ein großes Fernheizwerk, wie ich es in ähnlicher Vollkommenheit nur noch in Dresden kenne, eine Eisfabrik und die große fiskalische D a m p s w ä s ch e r e i ; in Nauheim wird nicht nur viel gebadet, sondern auch — eins bedingt das andere— viel gewaschen. Die Gebäude mit den frischen roten Dächern uub den neustilartigen aparten, aber sehr praktischen Lufthauben darauf erzielen als westliche Silhouette im Panorama der Stadt einen eigenartig malerischen Effekt mit den sernen Höhenzügen des Bogelsberges im Hintergründe. Man betrachte das Ganze nur tubusartig durch die Hand. An der Ludwigstraße sehen wir wieder zwei große „altdeutsche" Gebäude, von denen eine Freitreppe zu den Juwelen des Bades, den Sprudeln und Seit Badehäusern, hinab führt. In diesen Gebäuden befinden sich die Bureaus des viel- verzweigten Verwaltungs-Apparates und die Räume der'vielgeplagten Chefs der Kurverwaltung, die wie Josua jeden Tag bitten, die Sonne möchte ihnen doch auch einmal den Gefallen tun und stille stehen, um die zahllosen Wünsche und Gesuche, mit denen sie von den Kurgästen täglich bestürmt werden, in Ruhe erledigen zu können. Die sechs eleganten neuen Badehäuser mit 300 komfortablen Zellen — die ungeheure Zahl der vorjährigen Äther betrug etwa 400 000 — befinden sich noch im Neubau, ebenso wie das monumentale Grundmafsiv für die Sprudel. Außerdem werden aber noch gebaut ein großes Kou - z e r t h a u s, ein großes Cafb mit Kolonnaden, eine neue Saline und ein neuer Trink garten: „Herz, was begehrst Du noch mehr?" — Unverändert als ruhender Pol in der Erscheinungen Flucht ist nur der schöne wohlgeHlegte Park mit seinen Alleen und lieblichen Rasenplätzen, und dem von Schwänen und Gondeln bunt belebten Teich mit dem Teichhaus, das abends weithinaus erglänzt. Auch die Parkstraße ist trotz zahlreicher eleganter Großstadtläden noch dieselbe wie ehedem mit den ehrwürdigen alten Bäumen, welche jetzt verwundert aus das fremdsprachige Gewimmel von 26 000 Kurgästen wie Heldenväter niederschauen. Eine ganz andere Physiognomie zeigt allerdings die Terrasse; sie ist, um die nötige Ellbogenfreiheit zu gewinnen, jetzt dreimal so groß wie vordem und kaum wieber- zuerkennen, wenn nicht die weiße Fassade des Kurhauses die Erinnerung wecken würde. In gefälligem Barockstil gehalten, begrenzt die Terrasse in breiter Front den Park. Von ihrer Brüstung, hinter sich die gespannten Schutzsegel der Glashalle zur Dämpfung der Hitze, blickt man —. wie von der Brüstung eines Ozeandampfers auf s grüne Meer — auf die grünen Matten des Parkes. Die Terrasse ist der Brodway des gesamten Kurlebens, welches hier in lebhafter Eigenart unter den Vertretenr aller Nationen sich abspielt. Nauheim hat zweifellos die schönste Terrasse der Welt. Und nirgends findet man so viel Annehmlichkeiten mit gesellschaftlicher Zwanglosigkeit gepaart. Man kann auf der Terrasse ebenso zwanglos umherlaufen, wie ein chinesischer Kuli in den Reisfeldern. Wer an gewichsten Stiefeln keinen Spaß hat, der trägt Strandschuhe, und wer keinen Panama besitzt, der trägt eine Reifemütze oder Strandkappe. In diesen Dingen herrscht hier vollkommenste Ungeniertheit; das schlichte Mouffe- line-de-laine-Kleid findet neben der mit Spitzen besetzten Robe der Amerikanerin dieselbe Gleichberechtigung, wie das nationale Gewand der Orientalin, aus deren Augen Blitzpfeile schießen, welche ähnlich, wie die Warnung vor Berührung der Nauheimer Kabel lautet: „Eine gefährliche innere elektrische Hochdruckspannung anzeigen". — Mannigfaltig ist auch die Art der Unterhaltung auf der Terrasse. Man hört interessante AuK- länber konversieren und stellt Betrachtungen über Knigges Umgang — „mit Messer und Gabeln" an. Dort jene gebräunten Kurgäste aus der Türkei verzehren allabendlich Sam w.» totclet tes, — weil Mohammed es vorschreibt, wie ein Berliner! Börsianer bemerkte, denn seine Religion heißt — Ist a m! Natürlich beobachtet man auch die Toiletten, oder man ergeljt sich in gegenseitigen Leidensgeschichten. In diesem Thema wird Großes geleistet. Es gibt Kurgäste, welche mit einer redseligen Offenheit jedem, der es hören will, von ihren „Herzklappenfehlem" erzählen, als handle es sich um die Klappen einer Klarinette des Kurorchesters. Da bin ich bei der Musik, und es ist erquider bi hierüber nicht nur Gutes, sondern Vorzügliches berichten zu können. Das in dieser Saison neu engagierte „Leipziger Winderstein-Orchester" ist eine der besten Kapellen unsere c Zeit und in ihrem Dirigenten Winderstein hat der Kurort enblstfi einmal wieder einen „Markgrafen der Frau Musika in ihrei; blühenden Reichen" gewonnen, um mit dem Rattenfänger zt! sprechen. Nicht minderen Zuspruch hat auch das Großh. Siir<- theater, in dem man die neuesten Operetten und Schauspiel - sehr gut aufführt. Jetzt möchte ich meinen Nachbar in der Vogelperspektive bitten, vorsichtig eine kleine Achsennmdrehung nach Südosten zu machen. Da liegen noch im Brunnenvark der Kurbrn n n e n und bet Karlsbrnnne n. Beide sind auch jetzt geschmackvoller getleibel als vor Jahren. Sie iverden als Unterstützung bet Knt sehr viel gegen Stoffwechielerkrankiingen, Gicht und Podagra geträntem Gegen letztere Leiden namentlich von Herren, die auf eine standesgemäß verlebte Jugend zurückblicken. Sie genießen die Flüssigkeit mit demselben Behage», wie die Kinder den Lebertran. Hinter bent Brunnenpark liegt das Gabrielsche Z a n d e r - I n st i t n t. Es ist vorzüglich geleitet, steht mit seinen Einrichtungen nach Zander und Dr. Herz-Wien auf der Höhe der Zeit und bildet eine wesentliche Unterstützung der .Nauheimer Kur", das ist die Methode bet ärztlichen Behanbluiig, wie sie in solcher Vollkommenheit auf der Grundlage der Nauheiiner Quellen in keinem anderen Orte ausgebildet ist. Diese Nauheiiner Schule ist ein bis auf die kleinste Gtädbiffeteiiz des Wassers und der Pulsfrequenz des Kranken ent- ivickeltes Anpassen der verschiedenen Bäderformen an den kranken Organismus und besonders an das kranke Herz. Seit Jahren versucht man sie überall zu imitieren. In jedem Frühjahr lieft man die Geburtsanzeige von bisher unbekannten Bädern, welche, ivie der Ballöwe auf der Reunion der Damen, den Lesern den Miind wässerig machen, indem sie auch Kurerfolge ivie Nauheim prophezeien. Gewöhnlich ist noch ein Appetitreizungsmittel dabei. Früher ivaren es die „Jone", der „negativ-elektrische Sauerstoff" im Wasser, seit zivei Jahren ist das Radium der moderne Hexenmeister im Wasser, welcher alle Wuiiden heilt. Habeant sibi! Eine Nauheimer Kur ist nur an beit Nauheimer Heilquellen, welche die Vorbedingungen des Erfolges bilden, denkbar. Sämtliche T r i n k q n e l l e n, ebeiiso wie die „Creseenz" der kohlensauren Tafelwässer im benachbarten Schwalheim, sind seit kurzem in die General-Pachtung des Berliner Großindustriellen Eduard Schmidt übergegangen, der als siebenstellig versteuerter Staatsbürger es gar' nicht nötig hat, Wasser zu genießen. Wemi et trotzdem die Trinkquellen, deren geschäftliche Leitung dem Direktor Warnstedt aus Berlin mitersteht, gepachtet hat, so geschieht es namentlich auch in bet Zuversicht auf die nunmehr fettiggestellte, großartig gefaßte Schivalheimet Löwenquelle, welche ein vorzügliches Taselivasser mit enormer natürlicher Kohlensäure enthält, so daß schoi, nach Amerika bedeutende Abschlüffe durch einen alten Nauheimer Kur- und Stammgast, den Pros. Dt. Stark aus Neiv-Botk, erfolgt sind. Es liegt mir nun fern wie Madrid, alle Vorzüge Nauheims, ivie in der Backstube die Semmel-Techniker den Teig mit dem Kratzeisen, hier zusammenzutragen. Dazu fehlt bet kostbare Raum. We>i bas alles interessiert, der lasse sich gegen ein paar Nickel Nachnahme das von bet „Verkehrskommission" in biesem Iahte heraus- gegebene „Album von Bad-Nauheim" durch die Kurverwaltung übersenden, in dem et alles Wissenswerte, die Aerzte, Wohnnngs- verhältnisse, Quellen-Analysen mit den wildesten Dezimalstellen, sowie einem sehr übersichtlichen Plan von Nanheim findet. Wer die Umgebung des Babes noch nicht kennt, der studiere die vom Forstassessor Dr. Weber in Nanheim verfaßte Broschüre über „Park und Waldanlagen nebst Ausflügen in die Itmgegenb", welche außerdem mit einer vortrefflichen Wegekarte versehen ist. Ausflüge! Einet der häufigsten ist wohl der Spaziergang nach der benachbarten Kreisstabt F t i e d b e r g. Auch hier war der wirtschaftliche Aufschwung in den letzten Jahren ein gewaltiger, daß ich eine Besprechung darüber mir für später einmal aufgehoben habe. Nauheim und Friedberg sind zivei Spielkameraden, die, wie es unter ihnen vorkommt, wohl nianchmal mit einander schmollen, aber in Wirklichkeit niemals ohne einander sein können. Wurzelt doch ihre Kraft im gemeinsamen vaterländischen Boden, welcher Nauheim die Quellen und Friedberg den Segen der fruchtbaren W e 11 e r a u bescherte. Und so gehören sie beide zusammen wie Alinentausch und Edeliveiß, wie Castot und Pollux, wie Schleswig und Holstein, unb die Zeit dürfte nicht mehr fern sein, wo sie, ivie die siamesischen Zwillinge, auch ein gemeinsamer elektrischer Strang verbindet, wie es der Strang des gemeinsamen Wasserwerks demiiächst schon tut. In diese» Tagen — mein Abreißkalender verriet es — waren 392 400 Jahre seit dein Tode von Kolumbus verflossen. Die Nanheimer Hotelbesitzer hätten alle Ursache, ihm ein Denkmal zn setzen. Nicht etiva, >veil er bei dein historischen Gastrnahl des Kardinals Mendoza, als ein Gang gelegte Eier serviert wurde, einS dieser beliebten Fortpflanzungsprodukte aut den Kopf stellte, sondern iveil ei' Amerika entdeckt und so den Ainerikanern den Seeweg nach der Gesundheit und nach Nauheim gezeigt hat. AuS allen Staaten kommen sie: die blauäugigen Töchter Bruder Jonathans aus dem Norden und die gebräunten Republikaner aus dem Süden der Union, um jenseits von Soll und Haben und vom Allantischen Ozean Rheumatismils und Herzleiden zu heilen. Viele nehmen auch eine Kur auf „Vorschuß", um so über die gesellschaftlichen Strapazen des Winters besser fortzukommen. Einzelne koiiiinen schon seit langen Jahre», so daß sie eigcnllich längst aus den Nanheimer Zivilversorguugsschein Anrecht hätten. Sehr beliebt unter ihnen sind besonders die „Prominents", jene erstklassigen Familien, bei denen erst von der 50. Million aufwärts daß Dasein erträglich zu werden beginnt. Einer der prominentesten Kurgäste war im vorigen Jahre der Milliardär Vanderbilt mit Familie. Zahlreiche Berufs- und Amateurphotographen versuchten mit allen Kunst- schlichen sein Bild zu erhaschen, aber vergebens, denn er entwich sofort im Auto. Offenbar legte er keinen besonderen Wert darauf, durch Veröffentlichung seines Bildes auf Schlitt und Tritt sofort erkannt zu werden: „Siehste wohl, da kommt er I" Ein erfreuliches Zeichen ehelicher Harmonie in der Uebereinstimmung der An» schauungen bewies auch Frau Vanderbilt in dieser Frage. Sie beobachtete ein ähnliches Verfahren wie der Strauß; nicht der Walzerkönig, sondern der Vogel. Sobald sie die Linse des Apparates erblickte, griff sie nach ihrem spitzendesetztcn Fächer und schlug ein Rad, mit dein Fächer natürlich, wodurch die obere schöne Hälfte ihrer amerikanisch-schlanken Figur den, Auge des Beobachters vollständig entrückt war. Da eine solche Ausnahme aus Porträt» Aehnlichkeit nur wenig Anspruch erheben kann, so ist es zn begreifen, daß s:" Familie Vanderbilt in den illnstrierten Journalen immer noch >..cht ihren Platz aussüllt. Ich komme zum Schluß. „Was nutzt mich der Mantel, wenn er nicht gerollt ist", sagte einst ein Unteroffizier der Biedermeierzeit ; und so möchte ich fragen, ivas tue ich mit den Quellen, wenn ich sie nicht benutzen kann? In dieser Hinsicht nun ist Nauheim in der Wahl seines Vaterlandes sehr vorsichtig gewesen und hat eine glückliche Nummer gezogen. Den großen'wirtschaftlichen Auf- schwnng des Bades, die Anlage der sechs neuen Badehäuser mit 300 Zellen, die eleganten großartigen Neubauten, wie ich sie alle auszählte, und die noch für die Zukunft projektierten Anlagen, welche Nauheims Platz unter den Weltbädern für alle Zukunft festlegen, verdankt der Kurort nicht allein den Quelleutalenten, sondern auch seiner zielbewußten Regierung, welche die Mittel schaffte, um durch den Ausbau des Bades' den Quellen, diesen Perlen, die wundervolle Fassung und den glänzenden äußeren Schliff zu geben. Sind doch kaum zwei Jahre her, daß die Regierung allein für die Ansgestaltung des Bades die Kleinigkeit von etwa neun Millionen forderte. Während man aber sonst in Parlamenten lieber den Mund austut als den Beutel, bis der Antrag in die Kommission oder in die Brüche geht, bewilligten prompt die hessischen Volksboten, von der Notwendigkeit des Antrages fest durchdrungen, in erhebender Parteien-Einmütigkeit den Betrag. Das ist es, was ich meinem Nachbar in der Vogelperspektive zeigen und erzählen würde I Zartrot versinkt die Sonne allmählich hinter dem Hausberg; ein frischer Hauch weht vom Taunus her und nötigt zum Abstieg aus luftiger Höhe: mit seinem Tau senkt sich ein milder Abend aus Park und Auen; leise verhallen von der Musik der Terrasse ■b: Akkorde und vermischen sich mit dem Rauschen der nimmer- ■ u.,.&ett emporzischenden Sprudel, an welche sich die Hoffnungen Tausender knüpfen. Reifen. Biedenkopf, das reizend zwischen üppig bewaldeten 'Bergen gelegenen und von den malerischen Ruinen eines alten Schlosses gekrönten Städtchen an der Lahn, scheint uns als Sommerfrische vor manchem Weit bekannten Orte des Taunus, Harzes, Thüringens oder des Schwarzwaldes den Vorzug zu verdienen. Durch die reichen Tannen- und Laubwaldungen dort führen gut gepflegte, bequeme Prome- nadenwege, und der würzige Duft, der ihnen entströmt, erfüllt das Lahntai mit köstlicher Kühle selbst an heißen Tagen. Vor wenigen Tagen erst übrigens ist dort dicht am Walde ein hübsches neues Hotel eröffnet worden, das den Namen „Hotel Tannhäuser" führt mit artiger Vereinigung des umgebenden Taunusgeheges uud des Namens des Besitzers, Heuser. Es wird wohl manchen unserer Leser interessieren, daß dessen wirklich außerordentlich hübsche, geschmackvolle, wenn auch schlichte, im Stil aber durchaus einheitlich gehaltene und darum besonders gefällige Möbeleinrichtung von der Gießener Möbelfabrik Th'. Brück stammt. — Die Deutsche Alpenzeitung (Natur und Kunst — Verkehr und Sport) bildet anerkanntermaßen eine Unerschöpfliche Fundgrube für jeden Reisenden, Touristen, Alpinisten usw., ebensosehr auch für alle Verkehrsvereine, Verkehrsanstalten und zahllose private und staatliche Unternehmungen. Deshalb weisen wir gerade jetzt, zn Beginn der Hauptreisezeit, auf dieses Blatt hin und nennen aus den letzten Heften u. a. folgende bemerkenswerte Beiträge: Heft 5 (Anfang Juni): „Dem neuen Mrn- berg!" von Dr. E. W. Bredt; „Die Kieler Woche" von A. Halbe; — Heft 6 (Mitte Juni): „Frühlingstage in der Hannoverschen Kletterschule" vou Dr. I. Simon; „Rechtsfragen des Reiseverkehrs"; „Aus dem Postrecht" von Amtsgerichtsrat W. Coermann; — Heft 7 (Anfang Juli): „Wanderungen in den Vogesen" (der 1. Teil dieses Aufsatzes erschien in Heft 6) von Dr. L. Munzinger; „Ein hoch- alpiner Spaziergang im Dachsteingebiet" von H. Prey; „Eine alpin-wissenschaftliche Entdeckung" von Dr. C. Täuber; „Das Alpeugasthaus" (1. Teil) von O. Sehrig. Die hier genannten Aufsätze bilden nur einen kleinen Teil der äußerst umfangreichen Einzelhefte. Jedes dieser stets auf das reichhaltigste illustrierten Hefte lohnt ein eingehendes Studium. Der praktische Nutzen, den wir daraus ziehen können, steht in gar keinem Verhältnis zn dem' geringen A'bonnementspreis von Mk. 3,50, Kr. 4,20 für das 6 Hefte umfassende Vierteljahr. Gesundheitspflege. Lebens regeln für Neurastheniker. Von Dr. med. Ralf Wichmann, Nervenarzt in Bad-Harzberg. 5. verbessert« Auflage. Preis 1 Mark. Verlag von Otto Salle in Berlin W. 30. —. Die Schrift gibt den über ihre Nerven Klagenden Aufklärungen über die verschiedenen Erscheinungsformen ihrer Krankheit. Es gelangen die Kopfbeschwerden, die Rückenschmerzen, das Gefühl allgemeiner Körperschwäche und großer Mattigkeit, das Herzklopfen, die Klagen über Magenbeschwerden und Verdauungsstörungen, die sexuelle Neurasthenie, die Klagen über Zwangs'gedanken und über Angstgefühle zur Besprechung. Bei den einzelnen Fällen werden Verhaltungsmaßregeln angeführt. Musik. 55 Tänze und Märsche beliebter Komponisten für eilte Violine (1.—3. Sage) enthält das 27. Bändchen der im Verlag von P. I. Tanger in Köln erscheinenden Taschenalbums in Querformat (Preis karton. 1 Mk.). Dieses kleine Bändchen weist die bekanntesten Namen auf wie Strauß, Lanner, Sousa, Faust, Behr, Eilenberg usw. usw. und bringt Tänze jeder Art bis zu den neuesten, am Kaiserlichen Hofe in Berlin in Aufnahme gekommenen Nummern, und von Märscheu bietet es gleicherweise eine große Ausbeute, darunter die beliebtesten der deutschen und östreichischen Armee. Magisches Dreieck. Nachdruck verboten. In die Felder nebenstehender Figur sind die Buchstaben aaddeeeeiimrsss derart eiiizntragen, daß die einander entsprechenden wagerechten und senkrechten Rethen gleichlautend Folgendes bedeuten: 1. Figur ans einem Grillparzer'schen Drama. 2. Griechische Göttin. 3. Musikalische Bezeichnung. 4. Teil von Hessen. 5. Einen Buchstaben. Auslösung in nächster Nummer. Auflösung der Köntgspromenade in voriger Nummer: Wenn ein Liedes dir der Tod Aus den Augen fortgerückt, Such' es nicht int Morgenrot, Nicht im Stern, der Abends blickt. Such' es nirgends früh und spät, Als int Herzen immerfort; Was man so gesiedet, geht Nimmermehr aus diesem Ort. Juflinus Körner. Redaktion: Ernst Heß. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'fchen Universitäts-Buch- und Steindruckerei. R. Lanae. Gieße»