19W H aV- »W MZ Mittellose Mädchen. Ronraii von H, Ehrhardt. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Im letzten Moment erscheint anch Suse wieder, ein scheues Lächeln in den rotgeweinten Augen: „Sei nur schon nicht böse, Tantchen, es war damals zu schön in N. und wenn ich daran erinnert werde, muß ich heulen", erklärt sie offenherzig und die gutmütige Geheimrätin knüxj. eZ feucht in den Augen aussteigen vor Rührung und empfiehlt sich mit aussaÜdn'SörH£1 st. Heinz bringt sie, auf einen bezeichneten WinhLtnths, bis an die nächste Elektrische. Er sieht noch ein Weilchen und blickt dem die alte Dame fortführenden Wagen nach. Seine Brauen haben sich finster zusammengezogen und es ist ein böser aufrührerischer Ausdruck in seinem geröteten Gesicht. „Der alte Geizdrachen l" wütet er innerlich, „das kleidet sich in Samt und Seide und trägt die Hände voller Brillanten und legt sie mäßig in den Schoß, und für unsereinen, der sich im dumpfigen Comptoir die Finger wund schreiben muß, wird kein Groschen rausgerückt." Den Kopf voll wühlender, ■ bitterer Gedanken, klimmt er müde, wie ein alter Mann, die drei Treppen wieder in die Höh'. Er findet die Geschwister in dem Vorderziminer, das den beiden Schiveslern als Schlaf- und Arbeitsraum dient und tvo sie sich alle am gemeinsamen Eßtisch zu vereinen pflegen. Das kärgliche Mahl, aus Butterbrot uni) sehr wenig kaltem Fleisch, vom Mittagbrot zurückgeblieben, bestehend, wird hastig und schweigend verzehrt. Walters große Kinderaugen irren enttäuscht und ratlos umher. Es ist auch gar nicht ein bischen lustiger heut, als sonst. Er sieht all seine frohen Erwartungen getänfcht. Eine große Traurigkeit senkt sich auf ihn herab. Nachdem der Tisch abgeräumt war und die beiden Schwestern in der Küche das Geschirr abgewaschen hatten, entspann sich, wie öfter des Abends, ein wortreicher erbitterter Kampf um den besten Platz unter der niedrigen Sindier- lampe. Walter drückte sich mit seiner Rechenaufgabe zwar bescheiden beiseite, aber Heinz wollte, einen plötzlichen Wissensdurst entwickelnd, eine französische Uebersetznng zu.Papier bringen unb Suse erklärte, unbedingt heute noch einen Brief schreiben zu müssen. Ruth, die auch noch ein paar Malereien zu lackieren hatte, mischte sich endlich ärgerlich ein, ,.,Mnß denn der Brief durchaus jetzt geschrieben werden?" Absichtlich wehrte sie nicht dem .Vorhaben des Bruders, weil sie sich im stellen an seinem Selbststudium freute. „Ja, er muß!" trotzte Suse, ostentativ ihre Schreibst mappe aus den Tisch breitend „Trelde wird sich ohnehin' schon wundern und ich mag's nicht mit ihr verderben, Mausens können mich doch schließlich mal einladen — weun'S auch bloß nach L. ist — in der Not frißt der Teufel Fliegen —" Kopfschüttelnd gab Ruth nach. Der Name Kausen hatte sie zndenr etwas aus der Fassung gebracht. Nicht, daß sie noch Schmerz um den Verlust des Jngendgeliebten empfand, den aufzuaeben ihr einst ein so ungeheures Opfer gekostet hattte, nein, was Ruth Meridies tat, das tat sie voll und ganz, ohne nachherigen Rückfall, es war mehr die Erinnerung an eine gewisse Enttäuschung, die sich mit dem Namen Klausen verband. Nachdem er wirklich ein Jahr später die kleine verliebte Trude zur seligsten aller jungen Frauen gemacht hatte, war das junge Pärchen auf der Hochzeitsreise wie ein Wirbelwind in ihre tiefe Trauer um die Mutter hineingeweht, den Kops voll Ftittetiuocheiizärtlich keil, von südlicher glutvoller Reiseeindrücke, von Pariser Toiletten und italienischer Schmucksachcu. Suse hatte förmlich lechzend all diese sich überstürzenden Berichte einst gesogen, mit glückshungrigen Augen jede verstohlene Liebst kosnng des jungen Ehemannes konstatiert, aber Ruth hatte geradezu vor etwas Unbegreiflichem gestanden. Diese Oberst flächlichkeit, dieses kindische verliebte Geplänkel, das nicht: mal vor der tiefen Trauer in ihrem Hanse halt machte, lief ihrer ganzen Natur entgegen. Ans der Schlvere ihres. Kampfes nins Dasein heraus verinochte sie sich nicht mehr zu der Vorstellung zn erheben, das sie als Hans Mausens Frau, im Wohlleben geborgen, einen wirklich befriedigenden Lebensinhalt hätte finden können. Fast etwas Ivie eilte leise Scham regte sich seitdem manchmal in ihr, zurückgest dämmt nur durch das Bewußtsein, daß es ein reines, tiefes, selbstloses Empfinde!! gewesen, ein Teil ihrer Jugend, einem Phantasiegebilde, aber keinem Unwürdigen geopfert. Sie hatte ihn einmal sehr geliebt, sehr----Ob so ein Gefühl sich je wiederholte? Sie glaubte es nicht, in ihr war alles tot, Asche ohne den schlummernden Funken darunter. Ihre Gedanken waren allein auf den Broterwerb gerichtet und mit liebevoller Sorgfalt führte sie den Pinsel über den. vielfarbigen Malvenbusch, der das Innere des zierlichen! Ofenschirmgestells zierte. Suse schrieb unterdes; glühend vor Eifer rhre Epistel aii die ferne Freundin. Die weißen vollen Finger malten, rasch schrägstehende große Buchstaben, wie mit einem Streichholz geschriebeii, trotzig, energisch, nachdrücklich, wie ihr ganzes Wesen. Der Schluß des Briefes lautete: „Schreibe mir bald. Liebes, schreibe mir recht viel ans einer Welt, litt der man es für eine Schande hält, kein T-ienstmädcheni zu haben." 'Tas war für Suse der Inbegriff der Schäbigkeit. Was man sich da alles eigenhändig besorgen mußte. Sie schauderte. 262 Suse setzte sich noch eine halbe Stunde ans Klavier und fang mit halblauter Stimme Schubert-Lieder. „Dort, wo Du nicht bist, dort ist das Glück." Das wiederholte sie immer wieder. Sie saug sich in eine ganz tragische Stimmung hinein, die aber auch diesmal nicht lange wahrte. Als Heinz unwirsch herausplatzte: „Nu hör' aber mal endlich mit dein Gegröhle auf, es könnt' den Hund jammern", da wollte sie sich ausschütten vor Lachen, und schließlich ging sie sehr vergnügt, noch irgend einen Gassenhauer trällernd, 311 Bett. 2. Es war einige Wochen später. Ter Winter hatte frühzeitig mit einein leichten Schneefall eingesetzt und es war bereits empfindlich kalt. Ten ganzen Tag waren die nassen weißen Flocken unaufhörlich gefallen, in den Straßen der Großstadt nichts als schmutzige Nässe zurücklasseud. Suse Meridies schritt eilig diirch das dünn« Flocken- gcriesel. Sic fror entsetzlich. Durch ihr dünnes Herbstjäckchen, das sie noch trug, weil ihre Winterjacke schon so fadenscheinig war, pfiff ein eisiger Novenkberwind und sie war froh, als sic an der Französischen Straße gerade auf ihre Elektrische traf. Sie kam von einer, ihre Geduld und Ruhe stark beanspruchenden Klavierstnnde, müde au. Leib und Seele. Tie Quälerei mit der unbegabten, noch dazu störrischen Schülerin hatte sie mürbe gemacht. Ein ganz klägliches, niederdrückendes Gefühl lähmte die Schwingen ihrer leichtlebigen Seele. Zum erstenmal überkam sie eigentlich mit voller Wucht der Gedanke au die öde, aussichtslose Zukunft, der sie eutgegcnging. Was würde denn aus ihr werden? Aus ihrer Jugend und Schönheit? Ein altes, verbittertes, vergrämtes Mädchen, sich selbst zur Last, Keinem zum Nutzen. Stärker, als vorher auf der Straße, überrieselte sie ein Frostschauer, -vrotzdein es nicht kalt war in der stickigen Luft des dicht besetzten Straßenbahnwagens. Sonst hatte es ihr immer Spaß gemacht, die Mitfahrenden zu beobachten, ihre Kleidung und ihr Benehmen zu kritisieren, ihre Gespräche zu belauschen und die Geschwister daheim daun durch drastische Beschreibungen und treffende Nachahmungen zu erheitern, heute fühlte sie nur, daß 0" Menschen, mit denen sie da in so naher Beruhen ihr fremd waren, daß keiner von ihnen sich um sw kümmerte. Blitzartig, wie in letzter Zeit so oft, tauchte das Bild eines lichtstrahlenden Ballsaals vor ihr auf, sic selbst mitten darin, umringt von galanten Offizieren, gefeiert, umworben — und nun so — Wie verlassen sie doch war, ivie grenzenlos verlassen! Mit todtraurigen, matten Augen blickte sie durch die Glasscheibe auf den Vorderperron hinaus. Ter Wagen hatte Mit einem Ruck gehalten. ,,Potsdamer Platz." Eiu paar Aussteigende drängten an irr vorüber, eins trat auf ihren Fuß, flüsterte ein hastiges „Pardon", aber sie beachtete es nicht, noch immer war sie ihrer Umgebung weit entrückt. Plötzlich däunuerte ein Leuchten in ihren müden Augen aus. Sie umfaßten die Gestalt eines Offiziers, der eben erst anfgcsticgen, ihr den Rücken zuweüdeud, auf der Platt- form draußen stand. Er ivar groß und schlank, der auf- geschlagene rotlcuchteude Mantelkragen ließ nur ein Stückchen eines dunkelhaarigen Männerkopfes frei. Ein wütender Schmerz schlug seine Krallen in die junge, kämpfesmüde Mädchenseele. Langsam stiegen bittere brennende Tränen in Suses Augen. Genau so hatte Fritz Trautendorf ansgeschen, wenn er in seltenem Falle mal mit einer anderen' Tarne ans dem Rückweg von der Eisbahn vor ihr hcrgeschritten war, und sie sich nicht satt sehen konnte an seiner schlanken, eleganten Gestalt — genau so pflegte er den Kopf zurückzu- werfcn, wenn er lachte, ivie der Offizier draußen, der soeben mit dem Kondukteur sprach — Suses Herz begann auf einmal wie rasend zu klopfen, in der Ahnung von etwas Unglaublichem, nie erhofftem — „Es ist ja unniöglich!" widersprach sie sich selbst, „es kann doch nicht sein, ich täusche mich — ’ Ta machte der Offizier draußen eilte Bewegung zur Seite — hell fiel das Licht der vorüberglcitenden Straßen-, Laternen auf sein hübsches, gebräuntes Gesicht — ihre Munng hatte nicht betrogen — cs war wirklich Fritz Trautendors. Tie Gewißheit wirkte auf Suse wie eine Art Lähmung. Letchcublässe breitete sich! über ihr Antlitz, während Schreck und Freude in seltsamem Gemische einen Glutstrom durch ihre Adern jagten. Es blieb ihr keine Zeit mehr, irgend etwas zu überlegen oder zu bedenken, denn schon hielt der Wagen und die Stimme des in die offene Tür tretenden Schaffners klang herein: „Steglitzer Straße!" Ihr Ziel. Sie erhob sich taumelnd und schleppte die bleiernen Füße auf die Plattform hinaus. Würde er sie erkennen? Sollte sie ihn ansprechen? Aber sie hatte nicht den Mut, die Augen zu erheben, und der junge Offizier sah ahnungslos nach der anderen Seite hinüber, als das Mädchen, das er einst Braut genannt, dicht au ihm vorbeistrich. Suses zitternde Knie versagten beim Absteigen plötzlich den Dienst, sie wankte und hielt sich an die Rampe der Plattform. „Ra un, Freilein!" meinte der zu Hilfe eilende Schaffner gutmütig, „fallen Sie man bloß nicht, es ist so glitscherig bei der Nässe —" Aufmerksam geworden, wandte der Offizier sich da um. Einen Moment stand er fassungslos, starrte in das totenblasse, verstörte Mädchengesicht — dann schlug eine Blutwelle in seine braunen Wangen. Ten verblüfften Schaffner! beiseite schiebend, sprang er rasch vom Wagen und reichte Suse beim Absteigen die stützende Hand. Es war das Werk einer Sekunde. Im nächsten Moment glitt der Wagen davon. Tie beiden blieben zurück. Sie sprachen zuerst kein Wort, sie sahen sich nur an. Er bemerkte auf den ersten Blick, ivie traurig ihre Erscheinung sich verändert hatte. Zwar hatte sie noch immer dasselbe hübsche, pikante Gesichtchen, dieselben schönen, großen Blanaugcu, deren! Leuchten ihm einst den Sinn bezaubert hatten, aber sie ivar viel magerer geworden und er wußte nicht recht, Machte das ihm einen so trostlosen, rührenden Eindruck, oder die Nachlässigkeit, ivelche ihre ganze Erscheinung kennzeichnete. Sie sah aus, als fei es ihr ganz gleichgiltig, ivie sie gekleidet gehe, als lohne es sich nicht mehr, ihre Schönheit zur Geltung zu bringen. ß-w großes Erbarineu v.vMKs-nsck'Ic.ncMi■ ch g. O ujumj. Es wäre -..bi.Uuiiu gewesen, hätte er sich gesagt, daß er ihrer in all dieser Heit voll schmerzlicher Sehnsucht gedacht habe, aber nun bei ihrem Anblick sagte ihm doch sein Herz, daß die Liebe zu diesem kleinen süßen Mädchen die einzige, echte seines Lebens gewesen. „Mein gnädiges Fräulein, welch unverhoffte Freude!" sagte er, endlich Worte findend und drückte fest die kleine Hand, die noch immer in der seinen ruhte. Sie vermochte nicht zu antworten. Groh, fragend hingen ihre Augen an seinem bewegten Gesicht. ' Dann rang sich eiu leises Stöhnen aus ihrer Brust und helle Tränen perlten langsam über ihre blassen Wangen. Da brach die alte Liebe bei dem Manne sich gewaltsam Bahn und siegte über jegliches Bedenken. „Suse, Liebling, weine doch nicht!" beschwichtigte er zärtlich, „warum denn Tränen? Freust Du Dich denn nicht, mich.wieder zu haben?" Während er sprach, hatte er ihren Arm durch den seinen gezogen und führte sie rasch, um nicht erst die Aufmerksamkeit der Passanten zu erregen, nach der stilleren Steglitzerstraße. Sie weinte nun doch fassungslos, das Gesicht an seinen Arm geschmiegt. Er ließ sie ein Weilchen gewähren, langsam mit ihr weiterschreitend, voll den Reiz auskostend, den es ihm stets gewährt hatte, wenn er sich Suse gegenüber als ritterlicher Beschützer fühlen konnte. Und eine unendliche, tiefe Zärtlichkeit ließ ihn innige Liebesworte finden, die er leise in das kleine, rotglühende Ohr unter dem schwarzen Pelzmützchen raunte. Suse hatte noch kein Wort gesprochen. Nur das Erzittern des dicht au ihn gedrängten Mädchenkörpers gab ihm Antwort ans seine Zärtlichkeiten. .. üZ r- v (Fortsetzung folgt.) — 2Ö3 — SrttfaMe Dinge in Wogeknesiern. Bon Dr. Curt Rudolf KreusHner. Wenn der Aptil ins' Land geht, denken die Vögel an den Nest- ba« Der Poet, der sie Halm um 5)alm znfammentragen steht, bis das Genistc in der Gabelung eines BnnmzweigcS oder Mauerloches, hinter der Dachtraufe des Hauses oder im Gebüsch des Agunköuigreiches fertig ist, singt Dithyramben über die iit der kleincir Vogelbrust wohnenden zarten Gefühle. Gewiß bietet das Leben vieler Bogclarten in der Zeit des Nestbaues, des Legens, des Brütens und der Aufzucht der jungen das Bild einer soliden, rechtschaffenen Haushaltung Es ist nicht immer dein angeborenen Egoismus abgerungcne Galanterie, die das VoqelmSnuchen, sonst einen.,mr auf seine Herreureckte pochenden Gesellen, veranlaßt, an diesem Werke mitzuarberten. Der elterliche Instinkt treibt zu gegenseitigen Hilfeleistungen. Das' Männchen schleppt Nahrung herbei, damit die Brüterin die Eier nur selten zu verlassen braucht. Und ist sie dazu gezwungen, so nimmt der Herr Gemahl wohl auch selbst ein Weilchen Platz im Nest. Ja nach dem Auskriechen der Jungen scheint das Pflichtgefühl noch eine Steigerung zu erfahren. Wenn der Nachwuchs aber flügge ist, dann verblassen die Eltcrninstinkte imb auch der letzte Funke von Gattenliehe verglimmt. Das' alles sind Tatsachen, gegen die feine dichterische Phantasie aufkommen kann. Für den, der sehen tvill, bietet aber außer dein eben angedeutcten, das man nicht ohne weiteres mit mcuschlichcu Beziehungen vergleichen kann, das Vogelnest noch manche andere seltsame Dinge, di.e den Vorzug für sich haben, trotz ihrer Kuriosität und Wunderlichkeit buchstäblich wahr zu sein. Halten ivir einmal eine Haussuchung in beit Behausungen verschiedener Vogelarten ab, so können ivir uns eine kleine Kollektion von Raritäten 'zusammenstellen, die den Reid eines jeden Sammlers erwecken muß. Allbekannt ist es ja, daß alle, die zum-Rabengeschlecht gehören, auf glitzernden Tand wie besessen find. Die zahllosen Geschichten, daß Dienstboten des Diebstahls an Kleinodien angeklagt wurden, die ein Rabe oder eine Elster ftit3 dem offen stehenden Fenster gestohlen hatte, sind nicht Schauermärchen, sondern haben einen recht ernsten und reellen Hintergrund. Ter indische Rabe schleppt in sein Nest alles und jedes, lvas er an absonderlichen Dingen transportieren kann. Teunant, ein unanfechtbarer Gewährsmann auf ornithologischem Gebiete, berichtet, wie eine in einem Garten weilende Gesellschaft ....... —c das furchtbarste erschreckt wurde, weil plötzlich kla-rm ln-iterem Himmel ein gowalti- 1 ••”s fütlb jciplitBiid) v..,, halb demoliertes Rabenneg, gefallen war, und der Koch des nahen Hanieo v<; ! ihm eben dieses Messer kurz vorher von emeni mdu- Küche ein gedrungenen Raben gestohlen worden sei. er Verfasser dieser Zeilen aber kann als Selbsterlebnis mitteilen, da,; nn .^ahre 3899, als er am Ruckcrlberg bei Graz wohnte, im Garten das Rest eines Raben Feuer fing, den man schon wiederholt, beobachtet hatte, wie er glühende Stückchen Holzkohle aus oem Arbeitsraum eines Klempners (Spenglers) wegstibitzte. Em nur befreundeter Arzt, dem seine großen Mittel es erlaubten, sich außer prachtvollen Orchideenglashäusern große Volieren zu halten, hatte einen Teil seines Wintergartens exotischen Vögeln em- geräumt. Es befanden sich darnnter verschiedene asrikanrschss Webervögel aus der. Unterfamilie der „Witwen" und eine Papageienart mit prächtig blau gefärbten Federn. Letztere gewährten auch! außerhalb der Mauserzeit meistens keinen besonders glanzenden Eindruck. Von den binnen Federn, die doch nicht spurlos verschwunden sein konnten, wurde aber nur selten etwas gesunden, bis sich eines Tages die Lösung des Rätsels ergab, als eine ganze Reihe Nester der Webervögel durch ihr eigenes Gewicht mit dem sie tragenden allzuschwachen Aste herunterbrach. Es fand sich nun, daß die Witwen sämtliche, ihnen erreichbaren Papageien feder,: zur Ausschmückung und Tapezierung ihrer Nester znsammengetragen hatten, ja mein Freund sprach sogar vie Vermutung aus, daß die Räuber den Papageien ihre Federn vom lebendigen Leibe heruntergerissen haben möchten, was ick bei der unbedeutenden Kraft dieser Vögel bezweifle. Eine JarbwarenNiederlage wie Drogisten legen jtnj bte brasilianischen Sonnenkolibris in ihren Nestern an. Sie benutzen die einen intensiven Farbstoff in sich bergende Rotfleckte, um damit die Außenwand ihrer Nester zu schmücken. Häufig findet man die Flechten aber auck im Nestinnern und daun nehmen her Regenwetter die sonst blendend weißen Eier dieser Kolibriart selber die rote Färbung an. Brehm und Burmeister glauben, Was von anderer Seite jedoch bestritten wird, daß die Vögel die Flechte in der Absicht sammeln, die Eier rot zu färben. Seit Jahren besteht unter den Ornithologen ein wisseiischast- licher Streit über die Absicht, von der sich! die Bahaweber leiten lassen sollen, wenn sie ihre Nester nächlickerweile erleuchten, indem sic leuchtende Insekten mit Klebstoffen an der Innenwand ihrer Nester befestigen. Ob dies von den Webervögeln wirklich ;(Ui Absicht geschieht, oder nur ein.Werk des Zufalls in einer ast Äimpyriden überreichen Eggend ist, läßt fick bis heutigen Ta-fF nicht mit Sicherheit entscheiden. Tatsache ist, daß Leuchtkäfer in den Nestern häufig gefunden werden und weil diese Vögel überhaupt alles 'glänzende lieben, hat der Volksglaube an eine von ihnen wohlüberlegt inszenierte Illumination manches! bestechende für sich. Es ist jedoch wahrscheinlicher, wenn hier wirklich Absicht vorliegt, daß die lebenden Laternen mehr dazu dienen, Ratten und noch mehr die zur Nachtzeit auf den Bäumen ihre Jagden nbhaltenden, zierlichen Banmschlangen zu verscheuchen. Doch zurück zu unseren einheimischen Vögeln, in deren Nestern der mit ein paar tüchtigen Steigeisen Bewaffnete, der einige Findigkeit im Suchen besitzt, auch recht absonderlichen Trödelkram finden kann. Elstern haben es meist auf glänzende Münzen und glatte Metallstück« abgesehen, die sie, wenn sie in halb zahmem Zustande in unseren Baumgärten nisten, mit großer Dreistigkeit durch offene Fenster aus den Wohnungen holen. Andere Vögel bekleben ihre Nester gern mit den metall- glänzenden Flügeldecken farbenprächtiger Käser. Ganz tolle Dinge findet man aber häufig in den Nestern des in fast ganz Europa verbreiteten Fliegenschnäppers. Neben allerhand Federn fremder Vögel und Borsten und Haaren von Säugetieren ier verfolgt auf weite Entfernungen hin Schafherden, iim etwas Wolle zu ergattern) bevorzugt er seltsamerweise Schlangenhäute. Selbst- verstänblich greift er keine lebenden Schlangen an, die er weder überwältigen noch enthäuten könnte. Um Jo eifriger ist er dagegen hinter den Häuten her, die von Schlangen abgeworfen wurden. Zweifelhaft ist es dabei, ob er damit die Absicht verfolgt, andere Tiere von Angriffen auf sein Nest abzuschrecken oder ob ihm die Schlangenhaut, was das wahrscheinlichere ist, nur als Polsterungsmaterial wertvoll ist, wozu sie sich vermöge ihrer ungemeinen Weichheit vortrefflich eignet. Unendlich ist das Thema von den „fremden Eiern im Rest". Daß Vögel, denen die Eier weggenommen werden, zuweilen mif recht sonderbaren, eiähnlichen Gebilden, wie großen runden Kiesels, steinen, brüten, ist bekannt. Eine starke Verirrung aber ist es, wenn eine Truthenne eine ans dem Boden herausstehende Zwiebel und ein Truthahn auf etlichen Kärtofselu brütet. H,---oMhner bebrüten gutwillig Eier von Raubvögeln, dlo.man ihnen..unterlegt. sind aber über das ausschtüpserwc Kroppzeug stcktlich indigniert. Umgekehrt sitzen auch gezähmte Raubvogel, namentlich Gabelweihen, wie Pau! Leverkühn in tlbhano.ung ,^Fre:ndo Eier im Nest" an der Hand zahlreicher, unanfecktbarer Betsprele nachweist, au? Hühnereiern. Eine Gabelweihe im Besitz des Be- zirksförsters von Girardi in Bruchsal Pflegte bte von ihr erbrüteten Hühnchen mit Sorgfalt und Treue und ein Uhu _ni der nordmährischen Stadt Zöptau, der eine nickt minder gute Mutter c->'ihnerkücken war, hatte sich sogar das Glucken der Hennen mt und ging gegen jebeit, der ihm die Hühnchen weg- tvvllte, mit Kampfbegier los. Bon einem in Gefangen- ehaltenen Mäusebussard, der fünf Hühnchen erbrütet hatte, teilt 9L Wilhelmi mit, daß er die Jungen mit Fleisch aufzog und ihnen nach Art aller Raubvögel auch das Verschlingen von Federn beibrachte, so daß die drei Monate alte Brut sich noch immer von Mäusen und Sperlingen nährte. Man hat den Versuch gemacht, in die Nester von Krähen Hühnereier zu legen mit dem Erfolge, daß sie sofort von den Krähen gefressen wurden. Man färbte nun Hühnereier grünlich, wie diejenigen der Krähen sind, und die Vögel ließen lick auch wirklich düpieren und brüteten. Als aber die Kücken ansMnpf- ten, wurden sie schleunigst ausgefressen. , - Sehr selten ist der Fall, daß sich m einem Mte ohne menschliches Zutun Junge von zwei verschiedenen Vogelarten finden. Es kommt aber doch zmveilen vor; beim der unverdächtige. Macpherson fand im Neste eines sckwarzkopl,gen Flwgen- schnappers einen jungen Rotschwanz, der sich in dieser Geiell- schast sehr wohl befand. . c . . _. Der Rabe, der sein Nett zu einer Niederlage seiner chievs- beuic macht, hat sogar ein Steindeukmäl gefunden. Es bejmdkt sich als Detail auf dem Grabe des Bischofs Thilo von Trotha nn Merseburger Dom, Von dem man erzählt, daß er einen niugen unschuldigen Menschen habe hiiirichten lassen, weil auf ihm der Verdacht eines Ringdiebstahls lastete, den em Rabe, begangen. Zur Erinnerung daran soll auf dein ^Grabmal der Rabe angebracht worden sein, der einen Ring im L-cknabcl tzntt. VerWischtsK» * Die Sprackverderb»iS im deutscke« Handc tä» ft n » b e. lieber das sogenannte Kaufmannsdentsch sprack kürzlich Herr Gustav Mettin in der Kölner Ortsgruppe des Leustchen Sprachvereins. Herr Mettin führte das „zünftige Kauverwelsch ■ des Handelsstandes auf die jahrhuuderlelange Neberlieseruiig, den Aiis'landsverkehr und den verichiedeiiartigen Bildungsgrad der Stnndesmitglieder zurück; es liegt nicht an entern Mangel an vaterländischer Gesinnung, an gutem Willen oder genügendem Verständnis! denn es ist niemals auch nur der Versuck gemacht worden das Sprachgewissen des Kausmanns autzurutteln und zu schärfen, da die Gesamtheit des Handelsstandes mit ihren verschiedenartigen Gesckästsztveigen nicht einer Oberleitung nnter- steht, die wie iw Heer-, Gerichts-, Post- und Eisenbahnwesen, durch ein Machtwort die Reinigung der Sprach« anordnen könnte. - 264 Es fehlt aber neuerdings weder an Anregung noch au Belehrung, und viele Fachlehrbücher, die bischer ein Hohn auf gutes und reines Deutsch waren, jeder Klarheit, Durchsichtigkeit und All- gemcinverstandlichkeit entbehrten, sind der notwendigen Reinig- uitg und Besserung unterzogen worden. Herr Mettin behandelte weiter die Uebersetzung fremder Ausdrücke ins^ Deutsche, die Schäden des Einflusses der Fremdwörter, (die die Sprache farblos machen, die Gedankenlosigkeit fördern und zu lächerlichen Ver- binüuugeu führen wie „neu renovieren, erzeugte Produkte, Giro- Ueberweisung) und die Verfehlung gegen die Richtigkeit und den Wohllaut der Sprache, besonders auf dem Gebiete der Warenbezeichnung. Er ertvühnte den Kampf gegen die Sprachverderbuis von Amts wegen, die Tätigkeit der Schule und der Sprachvereine. Zum Schlüsse führte er dann noch aus: Es lvird nur zur Hebung des Standesbewuhtseins beitragen, ivcmt_ eine Besserung des Sprachgefühls und eine Reinigung der Sprache vor- aeuommen und das tverilose Gut aus der Fremde beseitigt wird. Die Achtung des Allstäuders kann nur gesteigert werden, lveiln üt Briefen das Bewußtsein nationaler Würde zum Ausdruck kommt. Die geschäftlichen Beziehungen werden nicht leiden, wenn wir, sobald wir Deutsch reden, es ganz tun. Die Jugend aber ist dazu berufen, gutzumachen, was die älteren lind die früheren Zeiten gesündigt haben. Durch die höheren Ziele, die durch die Weltwirtschaft gestellt lverdeir, lvird der Kaufmann desto mehr gezwungen lverden, sich vaterländisch z>l betätigen, nicht durch seine Sprache, sondern üt seiner Sprache. Er schloß mit Goethes Wort: Ich wüßte nicht, ivessen Geist ausgebreiteter seilt müßte, als per Geist eines echten Handelsmanns. * „Z ehn Gebote für unser Hei m" stellt Ernst W. Bredt in folgender Form auf: 1. Du sollst in deinem Heil» bekennen, daß nur deine Zeit Recht, Vermögen und Pflicht hat, ein Neues und Ganzes widerspruchslos ztt unserem ittnerett und äußeren Leben zu gestalten. 2. Du sollst nicht ausfallen wollen und nie. prahlen mit dem Bekenntnis deines Geschmacks. 3. Du sollst einen Raum dir freihalten vvlt allent Alltäglichen und HatzUchrn. damit nichts deine Festsreudigkeit störe, wenn du sie suchst. 4. Dn fofift nicht wähnen, das hieße ererbte Kultrtr ehren, ivenn du beim Trödler altilwdischett Hausrat kaufst. 5. Du follft Ktutüwerke nicht so ausstellen, daß ihre Wirkung ertötet und der Künstler mißachtet lverden muß. 6. Dit sollst kettsche Nacktheit auch int Bilde ehren, wie eilten Tempel Gottes, doch Verbannen sollst du alle lüsternen Bilder, die keinen Wert haben. 7. Du sollst kein Plagiat dulden, noch ein Material oder eine Technik Vortäuschen, die für dein Heim zu kostspielig wäre. 8. Du sollst nicht durch schlechte Vervielfältigung von Werken falsches Zeugnis von den Künstlern abgeben. 9. Du sollst nicht Liebhabe- reien deines Nachbars oder deiner Nachbarin annehmen. 10. Du sollst nur nach deinen Mitteln dein Heim gestalten und nichts für besser halten, was' nur kostbarer ist. Kirnst, — Das Nackte in Kunst und Leben. Die „Jugend" bringt einen ivertvollen Aussatz von Cornelius Gnrlitt: '„Das Nackte m Leben und Kunst", dem wir folgende bemerkenswerte Sätze entnehmen: „Ohne Sinnlichkeit ist kein Leben und ist auch keine Kunst möglich. Denn Kunst ist Darsteltung des ganzen Lebens und die Sinnlichkeit ist ein starker Teil dieses Lebens, vielleicht der stärkste. Man hat nun die Absicht, >vie man der Sinnlichkeit mt Leben einen geordneten Weg schuf, ihr Gesetze gab, auch die Sinnlichkeit in der Kunst zu regeln. Man ivill verhindern, daß die Künstler Verbotenes hm, und will möglichst ckiel verbieten: Viel klüger wäre eS, möglichst viel zu gestatten. Tenn die Erfolge, dte tm Leben erzielt wurden, sittd wirklich nicht verlockend. Auch wurde niemand die Künstler durch Sittengesetze einengen ivolle», fürchtete er nicht, daß ihre Werke lustweckend auf andere wirken. Man furchtet also, daß die künstlerische Lust ins geseltschaftliche Leben störend eingreife. Und da im Leben vielen das Nackte als störend und die Entblößung als unsittlich erscheint, will man beide nun auch in der Kunst cinschränken. Man glaubt die Sinnlichkeit im Leben zu bekämpfen, indem man das Nackte aus der Kunst ebenso entfernt tute aus dem Leben. Der Erfolg ivird sicher nicht besjer sein, als der jedes anderen Kampfes gegen die Sinnlichkeit: Denn man bekämpft ein Naturgemäßes, weil man dessen Er» schemungSsormen nicht will, Ausgabe des Künstlers ist, uns den gesetzlichen, geordneten Ausweg zu schassen für die Dinge und Be- db.ochttmgett, die im Leben sich hart an Sen Notwendigkeiten stoßen. ®te Künstler sollen unbesorgt um Sittenvorschristen uns lehren, daß in höherem Sinne nur der nackte Mensch aitch der reine Mensch m l sie sollen unsere öffentlichen Stätten mit Bildern dieses reinen Menschen so erfüllen, daß niemand mehr an solchen Anstoß nimmt; jte sollen uns den Kitidersinn tviedergeben, mit dem man, nun wenigstens noch in der Kunst, die Kleider als Umhüllung des hackten und nicht wie im gesellschaftlichen Leben den Nackten als Enthumen empfinde. Denen aber, die am Nackten in der Kunst «och Anstoß nehmen, stelle man dies so vor Augen, daß sie es tagltch zu sehen gezwungen sind: Sie werden in kurzer Zeit da§ Einwachsen m eine höhere, reinere Gedankenwelt an sich selbst er,ähren; sie lverden die klärende Wirkung an sich verspüren, die in der kindlich sachlichen Beschäftigung mit den sinnlichen Dingen liegt; sie werden den Kunstwerken gegenüber jene Sinnenruhe erringen, die eine der ersten Bedingungen künstlerischen Verstäno» nisses ist; sie werden bald noch hiuzulernen, daß auch im Leben der Zustand des heintlich scheuen tzinblickenS auk sinnliche Dinge das Schädlichste und Verwerflichste ist." LLtevaVLscheS. Der Türmer. Monatsschrift für Gemüt und Geist. Herausgeber I. E. Freiherr v. Grotthuß. Vierteljährlich (3 Hefte) 4 Mark., Probeheft franko (Stuttgart, Greiner und Pfeiffer). Aus dem Inhalt des Maihestes: Des Kanzlers Probestück. Von Dr. Paul Harms. — Leibeigen. Eine Kolonialnovelle aus der Gegenwart. Von Hanna Christaller. (Fortsetzung.) —. Eine Naturgeschichte der Sotdatenmißhandlungen. Von I. E. Frhr. v. G. — Neues vom alten Mark Twain. Von Dr. Benno Diederich. — Das Duell im Lichte der Wissenschaft. Bon G. —. Das Innere der Erde. — Seestern. Von O. Umfrid. — Sizilien. Bon Dr. Georg Shdow. — Demokratischer Hofstaat. — Motorschrittm acher. Bon I. L. Mgermissen. — Türmers Tagebuch: Nörgler und Brüller. Simplizissinms-Stimmung und Heilige Hermandad. Recht und Rechtsprechung. Kant im preußischen Landtag. Stiefkinder der Gesellschaft. Und nochmals Kant. — Gedenkfeiertage und Kalendertyrannei. Von Dr. Reinh. Volker. —Cäsaren-Kvmödie. Bon Felix Poppenberg. — Anastasius Grün. (Zu des Dichters 100. Geburtstag.) Von °St. — Der „Meininger". Von St. — Kielland. Von Felix Poppenberg. — Eduard Grisebach f. Von St. — Johannes Richard zur Megede. Bon St. — Augenlärm. Von H. Walling. — Kunst. Aphorismen von Ernst Freiherr von Feuchtersleben. — Eugöue Carriöre (t 87. März 1906). — „Mozartheuchelei". Bon Dr. Kvrl Storck. — Adolf Adam (| 3. Mai 1856). —■ .Kunstbeilagen: Viktor Müller: Schneewittchen mit den sieben Zwergen. Eugötte Carriöre: Mutter und Kind. Ferdinand Dörr: Vor dem Dorfe. Roienbeilage: Osterhhntne. a) Jesus Christus, Gottes Sohn, b) Hier ist das rechte Osterlamm. Von Joh. Seb. Bach. Aür die Irauen. —■ Reber die Kunst, sich gut zu kleiden bei Auf- ivendung möglichst bescheidener Mittel, ivird jede Fran gern Belehrung empfangen, und deshalb ivird die neue Aiiflage des Lehriverkes für die Hausschneiderei „D ie pe r fe kte Sch n e i- derin, leißtsaßliche Lehre des ZuschnitteS luidt’ uttg aller Frauen-, Mädcheti- und Ntaben-Garderobe sotvie Wäsche" begrüßt werden. Dieses Werk des Berlages Europäische Modeit- zetrung, Dresden-N. 8, erscheint soeben in 20 Lieferungen' ä 50 Pf. neu bearbeitet, mit mehr als 700 Illustrationen und mit Schnitt- Tafeln zum einfachen Abkopieren ausgestattet und ist durch alle Buchhandlungen zu beziehen. Jede, junge Dame und jede, ivirt- schaftliche Hausfrau iveiß, was es für den Austoand an Kleidung bedeutet, ivenn man durch eigener Hände Fleiß sich seine Garderobe wenigstens zum Teil selbst schneidern und modernisieren kann. Dieses Werk, welches für das Gebiet der Bekleidung nicht weniger wertvoll erscheint wie ein gutes Kvchbuch für die Ernährung, gibt gute Anleitung, ist brauchbar für alle Zeiten und kann deshalb zur Anschaffung empfohlen werden. Humoristisches. A. : „Sie, rufen Sie mal Ihren Hund zu sich; das Vieh versperrt ja die Passage!" — B.: „Na, lassen Sie ihn nur: der bezahlt mehr ©teuerit wie Sie!" KindltcheGehäfsigktit. S erta n erFritz: „Manta, wer hat das Lateinische erfunden?" — M a m a: „Das iveiß ich nicht, mein Kind; der Mantt ist schon lange tot." — Fritz: „So? Na, das ist ihm recht!" A u ch e i n e K r a n k e i t. S t n d e n t A.: „Tu, sage mah der Süffel sieht so elend aus, ivas ntag dem fehlen?" B.: Der leidet ßit chronischem Münzenschwnnd." Magisches Dreieck. Nachdruck verboten. ---------1— In die Felder nebensteheitder Figur sind \ | die Buchstaben aaeeeckkllursuu J-— ----- derart einzntragen, daß die einander entsprechenden «vagerechten und seitkrechten flteihen gleichlautend Folgendes bebeuleit: ____ 1. Wohlriechende Blume. 8, Biblischen Namen. — 8. Stadt in Persien. 4, Teil von Kurdistan. 5. Einen Buchstaben. Auslösung in nächster Nummer. Auflösung des Citatenrcitsels in voriger Nr -nev: Für die Jugend ist das Beste gut genug Redaction: Zrnlt üeü. — Rotationsdruck und Verlaa der Brü bl'scheu Univerlltäts-Bucb- und Steindruckeret. R. Lange, Gießen.