H UÄechMkKblMM MchEAnMr OeMil-AitMr) HAM ^ssO ZZW ('/f.lilAfitX »2D MEwoH M März^ 1906 — M. 35 Kem Wahren, Kdten, Schönen, j. Ein Großstadtroman von Fedor v. Zobeltitz. (Nachdruck verboten.) I . (Fortsetzung) I „Genoveva/ fragte sie, „ob der Herr Baumeister letzt I wohl zu sprechen ist? Ich möchte ihm gern noch ein gutes Wort sagen vor dem großen Abend/ Genoveva hatte am Küchentisch gesessen in und ihrem | Ausgabebuch addiert. Sie hielt den Zeigefinger auf eine 1 Zahl und antwortete: | „Oltanta tre . . . 3 Frölcn, wat is, wenn Sie ruhick reingehen! Ankloppen un rcingehen. Fretten wird er Ihnen I ja woll nick . . . 0 carrissima Frölen, is Sie denn auck j so bängerlich um die liebe Seel als wie mir? Ick aben einen | Platz in die dritte Rang, aber ick möckte gar nich hin; ick | graule mir; ick inöckte zu Ause bleiben/ I ist Unsinn, Genoveva. Wir können den Baumeister i auf deni Felde der Ehre nicht allein lassen. Bei der feier- ! lichen Eröffnung seines Theaters muffen wir unbedingt daber I sein. Ich gehe sonst selten in das Theater. Aber heute — I Genoveva, wenn ich krank im Bett läge, ich würde doch auf- | stehen und meine Pflicht erfüllen. Denn ich halte das für meine Pflicht. Und weshalb denn graulen? Wenn die Bor- i stellung auch noch so miserabel ist — was ich nicht glaube — das L>ar,S steht doch da, wie es ist, und den: Hause gilt unser Besuch . . / Sie ging hinüber in das Speisezimmer und | klopfte an der Tür zum Wohngemach Hammers an. „Herein! . . / , , ,, Agnes fand Hammer am Schreibtische. Da saß er, hatte die Stirn in die Hände gestützt und starrte vor sich hm. Vor ihm stand ein Etui, iind in diesen! lag der Kronenorden — freilich die vierte Klasse. Ain Stuhle lehnte ein Wagenrad- | großer Lorbeerkranz mit einer Atlasschleifc, auf der die Worte eingedruckt waren: „Die Baiiarbeitcr des Prinz Ferdinand- Theaters ihrem Bauherrn . . / „So versonnen, Herr Baumeister?" fragte Agnes.. Hammer stand auf, und ein Lächeln flog über sein abgespanntes Gesicht. „Müde, Fräulein von Sorben," antwortete er. „Die Vormittagsbesichtigung hat vier Stunden gedauert. Der Minister des Innern hat mir im Auftrage des Kaisers diese güldene Krone überreicht, und neben ihin stand Waldemar Henkel und grinste. Er hat die dritte Güte und den Roten Adler dazri, iind ich glaube auch noch das Kreuz des Haus- ordens." „ .. .. „Höfische Gunst ist huldreich; aber nicht ledes Verdienst kann man mit Orden lohnen." Dieser Lorbeer ist mir lieber. Doch, ich will nicht un- dankbar sein. Auch die Krone Vierter ist Anerkennung. Ich sollte über die Freude an solchem Tand hinaiis sem. Aber ich bin es nicht. Zudem wiegt der Aerger vor. Drei Minister waren heute vormittag in meinem Theater — und sie schleppten Henkel als Sachverständigen mit. Daß ich nicht lache. Wußten die Herren denn nichts von den perfiden An- ariffen des Hofbaun,eisters gegen mich? Und selbst wenn sie keine Zeitungen lesen, dann hätte man sie darauf aufmerksam machen müßen." rv. er.,„„ „Benahm sich Henkel denn unschicklich? Er sagte gar nichts. Er sprach kein Wort. Aber sem diabolisches Lächeln ... Na, lassen wirs gut sein. Der Kerl hat mir den ganzen Tag verdorben/ Agnes legte ihre Hand auf seinen Arm. „Lieber Her, Baumeister/ sagte sie, „Stimmungsmenschen, wie Sie, kommen über kleinlichen Aerger leicht hinweg. Die Stimmung wird wechseln. Warten Sie den Abend ab. Der Tag i|t grau, aber der Abend wird licht sein/ „Ja, der Abend. Licht wird er sein; das hoffe ich. ; Fräulein Agnes, es ist merkwürdig: mein Theater braucht i von außen gleißenden Sonnenschein, und braucht innen strah- I lendcs, elektrisches Licht. Am Vormittage haben nur die Fnterieurs garnicht gefallen. Da wirkte nichts. ^ie Plafondfarben faßen verblichen aus, der Zuschaucrraum kam gar nicht zur Geltung, durch die Wandelhalle ging es rote em I kaltes Frösteln. Ich hätte die Vorbestchtigung auf den Abend I verlegen sollen/ „ , , O liebster Baumeister", rief Fräulem von Sorben, I was quälen Sie sich! Sind Sie denn noch nicht zufiieden? Ist es nicht das schönste deutsche Theater, das Sie uns ge- j schenkt haben?!" . „Ist cs das wirklich?" fragte Hammer zwefielnd. Sie sah ihn an und lachte. „Ich glaube, Herr Baumeister, Sie hätten nicht übel Lust, auf der Stelle ein zweites zu bauen, das noch viel, viel schöner werden mußte als das Prinz Ferdinand-Theater." . Fetzt lachte auch er, reckte die Arme iind rief: „Ach, Fräulein Agnes, könnte ich das! Das wäre ja meine Selig- | feit. Es ist nichts, das Prinz Ferdinand-Theater, cs ist sia I mich ein überwundener Standpunkt. Ich habe em Luxus- I iheater gebaut; das war das von Grund aus verfehlte, Eine Kiinst, die nur ausgewähltcn Kreisen dient, muß allgemach versiegen. Die Massen wollen, daß die Kunst auch zu ihnen komme. Dem Volksgeiste hätte ich einen Tempe! errichten sollen, nicht dem Kulturbedürfnis der oberen Zehn- ; faS '«in». Lp.I, in bem b,r «-«.ist W UN Bilduna und Läuterung findet: das wäre das Siechte ge — 138 — wesen! Und danach sehne ich mich. Das würde ein mächtiges Hans werden, Fräulein Agnes, aber durchaus schlicht in bcn. Formen, mit Tausenden von Plätzen, jeder gleich gut und reoer zum gleichen Preise. Keine Logen, keine Ränge, überhaupt fort mit dem mißverstandenen Schema der alten Renaissancebühne! Die Bühne selbst muß sich wieder loslösen von dem sinnfälligen Ausstattungszauber. Der Geist soll wirken und das Wort und nicht die bemalte Leinivand. Mir schwebt eine große Idee vor. Wir haben kein Nationaltheater, kein Spielhaus für das deutsche Drama, in dem das Wesentliche über das Aeußerliche triumphiert; das Aeußer- liche gilt uns immer noch alles; wir stecken doch noch allzu sehr in romanischen Einflüssen. Ein wahrhaft deutsches Theater möchte ich einmal bauen! Meinen Sie, daß man verständige Leute dafür gewinnen könnte?" Nun lachte Agnes nicht mehr. Sie nickte ruhig und entgegnete gleichmütig: „Sie werden noch viel bauen in Ihrem Leben, Sie werden noch Großes und Herrliches schaffen. Aber, lieber Freund, heute keine Galoppsprünge in die Zukunft hinein, heut hält uns die Gegenwart fest. Ich will nach Hause, mich umkleiden, daniit ich rechtzeitig ,zur Stelle bin, wenn man meinem Baumeister Ehre erweist. Ich werde Sie im Theater kaum sehen können — oder nein, sehen gewiß — aber ich werde Ihnen nicht die Hand reichen dürfen. Da möcht' ich es vorher tun. Herr Baumeister, kann man an solchem Tage etwas Besseres wünschen als: mit Gott und glückanf — ?" Sie hielt seine Hand. Es ging ein zitterndes Schwanken durch ihre Stimme. Er sah in ihr feines, liebes Gesicht und in ihre blauen Augen, die ihm tiefer schienen als sonst, und sie waren doch wie verschleiert. Das mußte er ja, daß ihn ein eigenes herzliches Empfinden zu diesem Mädchen hinzog ■— daß er sie nicht hätte missen mögen, und daß es gleichsam leerer in ihm wurde, wenn er sie einmal tagsüber nicht sehen konnte. Der sinnliche Zauber, den die kleine Nina mit ihrem hübschen Gamingeficht und dem lockenden Brand ihrer Augen auf ihn ausgeübt hatte, war verflogen, seit er Agnes kennen gelernt hatte. Sie glich gewissermaßen der Inkarnation eines reinen und guten Gedankens, der so stark in der Seele wird, daß alles Niedrige und Unwürdige verblaßt und verflüchtet. Er küßte ihre Hand und sie ließ es sich gefallen. „Mit Gott und glückauf", wiederholte er. „Ein Segensspruch und eni Bergmannswunsch: Fräulein Agnes, ich kann alle guten Wünsche gebrauchen. Denn dieser heutige sogenannte Ehren- abcnd ist doch nur eine Etappe zu höheren Zielen. Ob ich sie je erreichen werde? Auch das beste Wollen tut es nicht immer. Aber es könnte meinen Ehrgeiz beflügeln, wüßte ich, daß ich eine Genossin neben mir habe, die meine Wünsche und Hoffnungen teilt und die mich mit liebendem Herzen tröstet, wenn die schwarzen Gedanken des lZweifels ° wach werden wollen ..." 1 ne'9^e sie den Kopf, und über ihre Wangen tropften die Tränen. Er zog sie an sich und küßte sie auf den Mund. Es stieg ein heller Glanz in seiner Seele önf, als er fühlte, wie sie sich innig an ihn schmiegte, eme große Weichheit, fern aller Sentimentalität, denn sie 'n.11«6 "nd heiter. „Agnes," sagte er, „ich war emft stolz auf die Einsamkeit, die ich um mich schuf. In ihr allem glaubte ich meine künstlerische Freiheit zu finden. Ich dachte nicht daran, daß ich im Grunde genommen doch nur ein herzlich schwacher Charakter bin und daß meine fröhliche ost mit der Mutlosigkeit mischte. Ich kannte mich selbst nicht. Du wirst fein bequemes Leben an meiner Seite haben. Wir törichten Künstler sind rote Blätter im Sturm treibt sie hoch in die blaue Luft und sulcht sie auch wieder in den Schmutz der Erde. Wir sind das Geschlecht der Ruhelosen und der ewig Suchenden. Aber so Gott will, wirst Du auch Glück finden neben mir. Nicht nur in ^der Herzlichkeit meiner Liebe, auch in unserein gemein» famen streben und Hoffen — und ich denke, es wird Dich chon froh machen, wenn Du fühlst, daß Deines Wesens sonnige Klarheit meine Unrast lindern hilft. Gerade, weil wir i so grundverschieden sind, ich meine, gerade deshalb passen wir gut zueinander. Ist es so, Agnes? . . ." Sie hatte ihre Arine um seinen Hals geschlungen, als wolle sie ihn nicht mehr freigeben, und ihr ganzes Gesicht war ! tränenüberströmt. „Liebster," antwortete sie, „was frage ich, ob Dein Charakter so beschaffen ist und anders der meine, ob Du Launen hast und Künstlerstolz, und ich nichts habe als eine gute Handschrift und einen klaren Kopf — ich weiß nicht, ob wir zueinander paffen, ich iveiß nur, daß wir zusammen- gehören, und weiß, daß ich Dich unaussprechlich lieb habe. Ach, Urban . . ," sie lächelte unter seligen Tränen . . . „Urban —- den Namen habe ich mir hundertmal heimlich vorgesprochen, um mich an ihn zu gewöhnen, denn ich fand ihn häßlich und herbe, und er hat mich immer an einen Papst erinnert, der sehr unheilig gelebt haben soll . . Urban, sieh , ich habe viel Elend durchkosten müssen und die Sonnenseite des Lebens habe ich kaum je kennen gelernt. Vielleicht kommt es daher, daß ich mich nun so unsäglich glücklich fühle und aller „ruhigen Abgeklärtheit" zum Trotz wie eine Wilds durchs Zintmer tanzen könnte. Du fagst, Du gehörest nicht zu den Bequemen. Ach, täusche Dich nur nicht in mir. Aber w schadet ein Sturm I Fährt er einmal auf, wir ivissen ja, daß die Sonne wiederkehrt. Nur eins bedrückt mich. Ich bin ein armes Mädchen, bin ärmer, als Du ahnst, Urban, beim ich mußte auch den letzten Notgroschen opfern, um eine Ehrenschuld meines Vaters wett zu machen. Nimmst Du mich, so kann ich Dir nichts geben — als nur mich." Hammer schlang ihre Arme noch fester um seinen Hals. Ihm war, als höre er ihr Herz pochen, und er fühlte die Wärme ihrer Brust. „Du hast mir schon viel gegeben, Kind," sagte er, „Du tjaji sogar das Unmögliche möglich gemacht und hast eine gewisse Ordnung in meine Finanzen gebracht. Ich weiß jetzt, wo die quittierten Rechnungen liegen; ich rechne sogar zuweilen selbst, und geht mit das Geld auf die Neige, so kann ich mir ordentlich Vorwürfe machen. Du bist eine so vorzügliche Wirtschafterin, daß ich gewiß bin, wir werden alljährlich bedeutende Ersparnisse zurücklegen; Du bist übrigens auch selber reich. Du hast veilchenblaue Augen zu dunklem Haar, das ist eine Rarität sondergleichen, und Du hast ein entzückendes Näschen, ein Näschen, das mich schon in Be- wunderung versetzt hat, als ich es zum ersten Male genauer betrachtete. Du hast ferner . . . aber nein, laß uns ernst reden! Laß uns einmal sehr ernst reden. Bringe mir Deine Papiere, aus denen ersichtlich ist, daß Du geboren worden bist, denn das verlangt der Standesbeamte. Ich melde uns morgen an . . und ich denke, so etwa in vierzehn Tagen, da werden wir heiraten . . Nun schrie jemand auf; das war aber nicht Agnes, sondern Genoveva, deren Klopfen überhört roorbe; war, und die jetzt, voll Klugheit die Situation überschauend, schluchzend in der Zimmertür stand. Da rief Hammer: „Landgräsin, heule nur! Es ist aus mit Deiner Allmacht und Deine Tyrannei ist zu Ende! Ich habe Dir immer gedroht, daß ich einmal sehr plötzlich heiraten würde, und siehst Du, so geschieht es Dir recht: in vierzehn Tagen wird Hochzeit ge- macht. Krümme Dich wie ein Wurm: es geschieht!" Die Landgräsin weinte laut und vernehmlich. Sie war sehr gerührt, küßte Agnes die Hände und dann Hammer und erging sich in unbekannten Segenssprüchen, nicht deutsch, son- dem im Dialekt von Umbrien, und zahlreiche Heilige ivurden dabei angerufen. Zuletzt beschwor sie, wiederum bei vielen heiligen Männern und Frauen: bas hätte sie gleich gewußt, baß aus bem Fristen und ihrem geliebten Urbano einmal ein Paar werben würde. Da aber schlug die Uhr im Speisezimmer an und mahnte, baß auch das Glück seine Stunde habe. Man trennte sich; doch es war eine heitere Trennung. Frohen Herzens fuhr Hammer nach dem Theater, wo die Menge Gericht über seine Schöpfung halten sollte. — Unter den Linden sah es aus, als erwarte man einen Festeinzug. Zwar war polizeilicher Vorschrift zufolge di« — 189 - Hauptanfahrt nach der Behrenstraße verlegt worden, um auf dem großen Boulevard etwaige Verkehrsstockungen zu verhindern ; aber für die zu Fuße Ankommenden hatte man das Portal nach den Linden geöffnet, und zudem wuchs die Schar der Neugierigen, die den breiten Promenadenweg füllten, von Minute zu Minute. An der hellen und stolzen Front des Theaters brannten die Kandelaber und Laternen, und über der Mosaik der Inschrift in der Portalwölbung leuchtete ein Halbkreis von elektrischen Lichtern. Ungeheuer war das Gedränge an der rückwärtigen Anfahrt. In langer Reihe, von der Friedrichs- bis zur Wilhclmsstraße hinab, hielten die Wagen: meist glänzende Equipagen, viele offen, denn der Herbstabend war schön und milde geworden, aber auch zahlreiche Droschken, und langsam rückten die Gefährte vor bis zu dem dreigeteilten Eingangstor vor dem Kaffenvestibül, wo zwei Huissiers mit dem Bären von Berlin auf dem Silber der Galonierung Wache hielten. Die Menge ergoß sich in breitem Stroni über die Treppen; aber die meisten waren früh genug gekommen, um vor Beginn der Vorstellung noch den vielgerühmten Restaurationslokalitäten einen Besuch ab- stattcn zu können. In der Tat hatte Hammer sich auch hier als ein origineller und schöpferischer Kopf erwiesen. Der große Speisesaal mit seiner Paneelierung aus hellem, rosa geädertem Marmor und die anschließenden Gemächer: die Ratstrinkstube, das Kurfürsten- und Schiffszimmer, der sogenannte Köllnische Saal mit den Ansichten von Alt-Kölln an der Spree, wie auch die behaglich eingerichteten Bierstuben: das alles zeugte von spielendem Erfindungsreichtum, gutem Geschmack und hervorragendem architektonischem Können. Es lag eine gewisse Stimmung in jedem einzelnen dieser Zimmer. Hier konnte sich der Reichtum zu Tisch setzen, der den Glanz der Umgebung und die Pracht des Services liebt; nebenan wieder, in der Ratstrinkstube mit ihren dunklen Boiserien, der stillvergnügliche Rheinweinzccher, der gern in bacchischer Andacht hinter seinem grünen Römer weilt; im Schiffszinuner, das die Form einer großen Kajüte hatte, von deren gewölbter Decke zahlreiche Schiffsmodelle herabhingen, mochten die Liebhaber schwererer Getränke sich zusammen- sindcn, während in dem lichten und heiteren Kurfürstensaal die Traube vom Moselstrand gut munden mußte. In jeder dieser Räumlichkeiten hatte man das Gefühl des Gerne- Verweilens; cs war nirgends ein feierliches Stilgepränge, aber auch in dem luxuriösesten dieser Gemächer eine geivisse trauliche Harmonie, wie man sie gerade in Speisezimmern nicht vermissen möchte. Aus dem Erdgeschoß flutete die Menge wieder empor zu den oberen Räumen. Man bewunderte die Couloirs mit dem hübsch erdachten Arrangement der elektrischen Leuchten innerhalb der Kassetten der Decke und den originellen Relieffriesen — die Wandgemälde im Foyer, das Fest der Jugend im Dianentempel zu Ephesus darstellend, mit dem Signet einer Münchener Berühmtheit — die große Wandelhalle mit den sieben Statuen Goethes, Schillers, Lessings, Kleists, Mozarts, Webers und Wagners und dem riesigen Medaillon aus Erz, Apoll und den Musen gewidmet, das die Halle nach Norden abschloß, und von dem man erzählte, Hammer habe es von dem Künstler unter der Bedingung erworben, daß die Form vernichtet werde, um jede Möglichkeit einer Nachbildung zu verhindern. Dies ganze Haus sprach eine beredte Sprache. Es war ein Musenheim von einziger Schönheit, es war ein Werk der Kunst für die Kunst. Ein verschwenderischer Geist hatte es geschaffen — und auch eine verschwenderische Hand. Wirklich: Hammer hatte nicht gespart. Die geringfügigsten Einzelheiten waren erlesene Kostbarkeiten. Es hat diesem leichtsinnigen Baumeister nicht genügt, die großen achtkantigen Säulen am Haupteingang zum ersten Rang mit Lapislazuliplatten belegen zu lassen: über den Säulenflächen war auch noch in scheinbar willkürlicher Anordnung eine Anzahl von Metallplaketten verstreut, antike Tanzszenen darstellend, von denen jede einzelne ein Kunstwerk war. (Fortsetzung folgt.) Der Wille als Mittel das Leben z« verlängern. IN der Januarnummer der „Revue" veröffentlicht Jean öutot eine lesenswerte psychologische Studie über ein Mittel, das menschliche Leben zu verlängern: dieses Mittel wäre nach ihm der menschllche Wille. Wenn man sich vergegenwärtigt, schreibt er, daß der Zustand der Seele auf den Zustand des Körpers einen unbestreitbaren Einfluß hat, wird Man leicht einsehen, daß die Natur uns gewisse wirksame Mittel zur Herbeiführung irdischen Glückes zur Verfügung gestellt hat. Wir befinden uns gewissermaßen tn der Lage eines Mannes, der Grund und Boden besitzt, dessen Tiefen reiche Goldadern bergen. Was tvurden wir von einem solchen Manne sagen, wenn er sich weigerte, feinen Reichtum auszubeuten ? Und doch ist das der Fall fast aller Menschen. Wir wissen, wie leicht zu handhaben, wie sicher wirksam die uns von der Natur zur Verfügung gestellten „moralischer: Instrumente" sind, aber wie wenige wissen sich ihrer zu bedienen! Die gut angewandten Kräfte unserer Seele rannen uns bei dem Streben nach Verlängerung unseres Lebens wichtige Dienste leisten. Wenn wir ein gewisses Alter erreicht haben, vergiften wir uns selbst mit dem Gedanken an das nabe Ende. Wir verlieren den Glauben an unsere Kräfte, und diese verlassen uns. Unter dem Vorwande, daß das Älter Misere Schnltern drücke, nehmen wir «seßhafte Gewohnheiten" an und hören auf, unseren Beschästig- ungeii mit Eifer uachzugehen. Nach und nach öfsiien unser durch den Müßiggang dickflüssig gewordenes Blut und die mangelhaft erneuten Gewebe allen Krankheiten Tür und Tor. Ein frühes Alter, nimmt ti'on uns Besitz, und wir erliegen infolge einer! schädlichen Autosuggestion früher, als es hätte sein müssen. Versuchen wir doch durch Autosuggestion zu leben, anstatt daran zu sterben! Halten wir uns die zahlreichen Beispiele von gesunder und kräftiger Langlebigkeit vor Augen. Lassen wiv uns Don dem Gedanken an die Möglichkeit über hundert Jahre alt zu werden, durchdringen. Goethe hat sehr richtig gesagt: „Der Mensch kann der Natur gebieten, aus seinem Sein alle fremden Elemente, die ihm Leiden und Kraiikheit bringen, zu entfernen." Die negative Tätigkeit genügt aber noch nicht. Man muß zu einer positiven Arbeit schreiten. Man niuß in seinem Dirn wohltuende, heitere und stärkende Suggestioilen anffpeichern. Wir bilden uns ein, daß mit 60 Jahren und manchmal sogar noch früher das Ruhealter begonnen hat. Deshalb geben wir von dieser Zeit an Misere Beschäftigungen und unsere Vergnügungett auf. Wir ziehen uns vom Leben zurück, das sich dann natürlich auch von uns zurückzieht. Die Physiologie beweist uns aber, daß unser Organismus auch dann noch alle physiologischen Funktionen der frühereii Lebensperiode erfüllen könnte. Wenn die Verdauung oder eine andere Funktion geschwächt oder paralysiert ist, soll man nicht die Jahre anklagen, sondern dm schlechten Gebrauch, ben man von ihnen gemacht hat. Was ist denn eigentlich Senilität? Es ist die Zeit des Lebens. in welcher der Organismus des Menschen so verbraucht ist, daß er das' ihm von' der Natur gesetzte Endziel erreicht hat. Diese Grenze, die theoretisch bis zu 150 oder selbst bis zu 20Q Jähren hinausgeschoben werden könnte, liegt auch in Wirklich- keit weit ferner,, als wir zu glauben wagen. Zum Beweise dient mir eine Reihe von statistischen Tabellen, die in Paris elf Jahre laug von dem Doktor A. Bloch geführt worden sind. Aus diesm Tabellen ergibt sich, daß, selbst in Paris, das auf die Geftmdheit und die Langlebigkeit der Menschen einen so unheilvollen Einfluß ausübt, die Smilität, so wie wir sie definiert haben, häufig erst zwischen dem 80. und dem 85. Lebenswahre eintritt, manchmal sogar erst einige Jahre später. Bloch kommt durch Vergleichung seiner zahlreichen Zahlen zu dem scheinbar paradoxen Schluß, daß vom 80. Lebensjahre ab die Krankheit über den Greis desto weniger Gewalt hat, je älter er ist. Mit anderen Worten: wenn er das kritische Alter überschritten hat, hat der Mensch weit mehr Chancen, die natürliche Lebensgreiize, d. h. etwa die Hundert zu erreichen. Und der Grund dafür? Er ist sehr einfach. Der Mensch braucht oft 80 Jahre Erfahrung, nm seinen Organismus richtig behandeln zu lassen. Wichtiger für uns ist die Tatsache, daß der Tod infolge von Pnmmouie, Herzkrankheit, Schlagfiuß nach dem 60. Lebensjahre durchaus nicht so häufig ist, wie man gemeiniglich annimmt. Mit anderen Worten: die AtmUngs-, Blutkreislaufs- und Verdauungsorgane funktionieren weiter und haben keinen besonderen Grund, nicht zu funktionieren. In keinem' Falle aber ist es die Senilität, die uns ihres Gebrauches beraubt, sondern alle Arten zufälliger Ursachen. Wenn wir mit unseren Organen rationell wirtschaften, können wir uns ihren Gebrauch länger als hundert Jahre erhalten. Man brauchte sich diese Wahrheit nur recht früh einznprägen, um eine recht lange Lebensstrecke zurücklegen zu können. » Vermischtes. * Ue6er ein köstliches sprachliches Zwischenspiel in der Zweiten badischen Kammer erhält die „Zeitschr. d. Allg. d. Sprachvereins'" folgende Mitteilung: In der Sitzuirg vom' 31. Januar d. I. handelte es sich um die Anfechtung und etwaige Ungiltiakeitserklärung einer Wahl. Da meinte ein Abgeordneter, die Kummer könne sich hinsichtlich eines besonderen Punktes ganz wohl für majorenn erllären und könne die oder jene Erhebungen anstellen Men. Alsbald kommt — 140 — zweiter Abgeordneter und Topft jenem1 ersten auf die Unger, Vielmehr auf den Mund: jener habe ivohl nicht „majorenn sagen wollen, sondern vermutlich souverän — er freilich glaube, die „Souveränetät" der Kammer gehe nicht so weit, dass sie sich über die Bestimmungen ihrer eigenen Geschäftsordnung hinWeg- setzen könne. ,®er Sitzungsbericht verzeichnet „Heiterkeit" bei vieser sprachlichen Zurechtweisung. Aber „große Heiterkeit entsteht, als der nächste Redner seine beiden Vordermänner und die Kammer iinb alle Deutschen dahin aufllärt, jener erste „Kollege habe Wohl gar nicht sagen wollen, das Haus sei „marorenu", und er habe gar nicht sagen dürfen, das Haus fei „souverän , sondern er habe gut deutsch sagen Müssen, das Haus sei durchaus kompetent!! Hätte der erste Redner einfach gesagt, das Haus der Abgeordneteii sei ganz wohl „befugt" oder sei „berechtigt oder es sei „im Recht", das oder das zu tun, so Ware ieme Meinung klar gewesen, und sein „Bildungs"-L>tandpunkt wäre Nicht augezweifelt worden. Aber Fremdwörter müssen es sein um jebcit $Teis'! * Der Orden vom weihen Hirschen, dessen Kapitel der Kaiser neulich beim Fürsten Pleß beiwohnte, wurde 1859 zum Besten des Weidwerks vom verstorbenen Prinzen Friedrich Karl gestiftet und vom Kaiser 1889 sanktioniert. Um in den „sehr edlen Orden" aufgeuommen zu Werden, muh der die Ausnahme Begehrende vor allem nachweisen, daß er, wie es im Statut heißt: „sich des Weidwerks stets eifrig angenommen hat, und für einen guten Jäger gilt." Bei Beginn der Auf- imhmefeier verliest der Kanzler das Aufnahmegesuch und richtet an den Aufzunehmenden die Frage, ob er geloben Wolle, sich zu halten, Wie cs .die Statuten von einem guten Jäger verlangen. Nachdem das Gelöbnis gegeben ist. Wird der Aufzunehmende durch Erteilung der drei Pfunde (Schläge auf die Schulter) zum Ritter geschlagen. Jeder Ritter erhält ein kunstvoll aus- gefertigtcs Diplom. Der Kaiser sowie die Ordensmitglieder tragen bei der Feier die Hofjagduniform. Als Schmuck ziert den Käiser und den Großmeister ein zwei Zoll breites, dunkelgrünes gewässertes Band mit darauf gestickter Goldschrift: „Bive le Roy et ses chasseurs!" Dieser Wahlspruch war die Devise des alten Ftzldjägerkorps unter Friedrich dem Großen. In der Mitte des Wahlspruchs, an der unteren Kante des Bandes, sieht man einen Bruch von drei goldenen Eichenblättern, auf dem mittleren einen Tropfen „Schweiß" durch einen Rubin dargestellt, darunter zwei Hirschhaken mit darauf liegenden silbernen Eicheln. Hieran geschloffen hängt die königliche Krone über einem silbernen Edelhirsch jnüt -einem Geweih von zwölf Enden, der zwischen dem Geweih bas aufrecht stehende Kreuz und auf dem Rücken einen Hirschhauer trägt. * Eine Enoch Arden-Geschichte kam wieder einmal im Londoner Ehescheidungsgerichtshof an den Tag. Kapitän Burrdws hatte vor 17 Jahren eine Forschungsreise nach- Zentral-Afrika angetreten. Drei Jahre später brachte ein französisches Blatt die Meldung, daß er ernt' oberen Kongo von den .Eingeborenen ermordet und nach 'her landesüblichen Weise auf- aezehrt worden sei. Frau Burrow legte Trauerkleider an und beweinte ihren so schrecklich dem Dasein entrissenen Gatten vierzehn Jahre lang. Dann aber erschien in der Gestalt eines Herrn Bokiugs, eines reichen Kunsthändlers, ein Tröster, der die Noch immer hübsche und anmutige WitWe veranlaßte, ihm ihre Hand zu reichen. Drei Jahre gingen so im glücklichen Ehebunde hin, als eines Abends, Während sich die beiden in einer Gesellschaft befanden, ein Bote Herrn Bolings ein Schreiben überreichte, das die Meldung enthielt, Kapitän Burrows sei nicht tot, sondern in Paris angelangt und verlange nun seine Frau zurück. Diese Wollte daran nicht glauben, Kapitän Burrows aber fand sich ein und Frau Bolings mußte, als er seinen Arm entblößte, der tätowiert war, zugestehen, daß er es wirklich sei. Herr Bokiugs Wollte seine Frau nicht aufgeben und Burrows wollte sie zurück haben, da er sie als seine Frau betrachtete. Der Gegeitstand des,Besitzstreites selbst schwankte und wußte nicht, was zu tun; schließlich überließ sie die Entscheidung dem Gerichte und dieses erkannte, daß die zweite Ehe uugiltig und daß sie daher nicht Ftau Bolings, sondern Frau BmroWs sei. LrteVKmschss. — Thomas Carlyle, Die französische R e v o l u - Hon. Neue illustrierte Ausgabe. Herausgegeben von Theodor Rehtwisch. Mit fast 500 szenischen Bildern, Porträts, Karikaturen, Handschristen usw. nach zeitgenössischen Vorlagen. Erscheint in 40, Lieferungen, Lexikonsormat, a 50 Pfg. Verlag von Georg Wigand in Leipzig. — Die erste Lieferung des' Werkes setzt mit gewaltiger Wucht ein, — die Kapitel über den Tod Ludwigs XV. smd gleichsam ein ergreifendes Borfpiel zu dem erschütternden historischen Drama, das die Meisterhand Carlyles vor nutz auf- Mlt. In großen Linien, aber in gleichzeitig genialer Detail- malerei wird uns' der Zusammenbruch des königlichen Ansehens geschildert, das seinen ärgsten Zerstörer in dem fünfzehnten Ludwig selbst hatte, der durch Maitressenwirtschaft, Günstliugs- leglment und uusinnige Kriege dem Staate eine ungeheure Schuldenlast aufbürdete. Einem Zeitalter, das nach dem Pompadonr- wdrt „Nach uns die Sündflut" lebte, enter Regierung Un deren Spitze ein „toi fainsant" stand, ein „König Nichtstuer", der ein königlicher Führer sein sollte, aber höchstens noch —, „seine Jäger und Piqueure führte", — einem solchen Regiment konnte nichts folgen als eine alles verschlingende Sündflut. Und es ist uns bei der packenden Schilderung Carlyles, als ob Wir mit starkem Unterklang schon das ferne Rauschen einer Revolution hörten, denn die ausgehungerten und ausgepreßten Massen imtrden unruhig. Während des" Königs Ratgeber sozialpolitisch kein anderes Rezept kannten — als Bastille oder den Galgen. Der König' liegt todkrank an seiner Blatternkrankheit darnieder; das Triumvirat d'Aiguillon, Maupeou und die Dubarry samt ihren Kreaturen halten für Wenige Tage noch die Staatsgewalt in ihren Händen. „Wird er sterben?" ist die große Frage und '— die Hoffnung Frankreichs. Und doch: dieser König galt einst als „der Vielgeliebte!" Es Ist Wunderbar, wie Carlyle die Dinge sieht, wie er sie schildert und meistert. Das ist keine trockene historische Darstellung, das ist eine seltene Schreibkunst, fesselnd in jeder Zeile, voller Größe und sittlichen Ernstes und dennoch durchtränkt von jenem souveränen Humor, der Carlyles Schreibweise einen so eigenen Charakter gibt, daß man sich gar nicht Wieder von seinen Büchern trennen kann. Hat doch der große Gelehrte John Stuart Mill, dem Carlyle den ersten Band seiner französischen Revolution in erster, noch säst feuchter Niederschrift ins Haus sandte, eine ganze Nacht lesend damit zugebracht, Weil es ihm unmöglich wär, wieder aufzuhören. Die vorliegende Lieferungsausgabe von Carlyles Revolutionswerk erscheint in würdiger und vornehmer Ausstattung und Wirt einen’ außerordentlichen Bilderreichtum bringen. Unter den vielen iuter- efsanten Porträts und Beigaben zur ersten Lieferung befindet sich auch die Wiedergabe eines sehr seltenen Blattes mit der Unterschrift DaUwns, eine Verfügung, die er als Justizminister erließ! Auch die Kunstblätter „Der zehnte August 1792", nach eurem Gemälde Thoffanys gestochen von Earlom, und „Die Eröffnung der Reichsstände am 5. Mai 1789 nach einem Gemälde von Couder sind in vollendeter Reproduktion als Künstbeilagen beigefügt. Die vielen, teilweise recht seltenen Porträts sind in vortrefflichen Autotypien reproduziert. Carlyle war ein aufrichtige« Freund Deutschlands. Er hat ja auch in Deutschland bereits eine große Gemeinde, und es erscheint uns gewiß, daß diese neue illustrierte Ausgabe seiner französischen Revolution, feines geschlossensten und vollendetsten Historienwerkes, die Würdigung und Aufnahme finden wird, die sie verdient. — Bon der Anfang dieses' Jahres neuerschieuenen Wochenschrift „Das Blaubuch" liegen jetzt 5 Nummern vor. Es ist heute noch nicht möglich, über die Zeitschrift so kurz nach ihrem Enfftehen ein bündiges Urteil abzugeben. Soweit sich; aber eine Charakterisierung des Blaubuchs bisher bieten läßt, müssen wir mit Befriedigung konstatieren, daß, wenn die Herausgeber auf dem beschrittenen Wege weitergehen, das Blaubuch wohl dazu angetan ist, ein bedeutsames kulturelles Organ zu Werden. Der Artikel: „Verstaatlichung der Kunst" von Dr. Heinrich Jlgenstein in M. 4 ist scharf und schneidig, sachlich und einleuchtend. In der gleichen Nummer ist der Artikel von Keben: „Heilsarmee der Russenwerte" hervorzuheben, welcher die Schlappheit des deutschen Kapitals vor der russischen Despotie charakterisiert. Die fünfte Nummer des Blaubuchs bringt einen fesselnden Beitrag von Ellen Key: „Kulte des Ostens", eine kultur- psychologische Analyse der Religionen enthaltend, eine historische Novelle aus Neros Tagen: „Das wilde Tier" von August St rind berg. Ein Aufsatz: „Lebensrettung auf Aktien" deckt die Schäden des Krankenhauswesens in der deutschen Reichshaupt- stadt auf. _______________ Kunst. — lieber1 Ferdinand Hodler, einen seltsamen und eigenwilligen Genfer Künstler, bringt die „Deutsche Kunst und Dekoration" (Alexander Koch in Darmstadt), ein Sonderheft mit 28 teilweise ganzseitigen Illustrationen nach den Haupte Werken dieses Meisters. Dieses Hodlerheft gibt zum ersten Male einen vortrefflichen und geschlossenen Ueberblick über das Leben und Schaffen des Schweizers; der Text, der Hodlers Wesensart darlegt, stammt aus der Feder Hans Rosenhagens. Das gleiche Heft bringt auch noch einen interessanten und reich illustrierten Aufsatz über die Ausstellung zur Hebung der Friedhofskunst in Wiesbaden. Charade. Nachdruck verboten. Als Eins und Zwei Verderben bringend tobte, Ta eilte eine wack're Schaar zur Dritten; Ais Ganzes hat sie heldenhaft gestritten. Wie heißt die Schaar, die kämpf- und siegerprobte? — Auflösung in nächster Nummer. Auflösung des Bilderrätsels in voriger Nummer: Freiheit ist nur in dem Reich der Träume. Ret-aktion: Ernst Heß. — Rotationsdruck und Vertan der Brühl'schen Universitäts-Buck- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen.