1906 MW W r'iSiS ■ Mittellose Mädchen. Roman von H. E h r Hard t. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) . So entzückend hatte er Suse Mevidies ja gar nicht mehr in Gedanken gehabt, wie sie dort neben Leutnant Bittner saß, Boll übermütiger Laune hatte die jüngste Jugend am unteren Ende des Tische sich mit den Blumen der Tafeldekoration geschmückt. In das Gold Von Suses lose um den zierlichen Kopf gelegten Flechten schmiegten sich blutrote Nelken, zartblättrige Farren und ein gleicher Strauß glühte an dem kleinen Ausschnitt ihres schlichten, hellblauen Wollkleidchens. Ihre Wangen brannten, die strahlenden Blauangeii, die blühenden Lippen lachten. Ihre Erscheinnng wirkte wie ein Sommertag Voll Glut und Farben. Konnte man es ihrem Tischnachbarn verdenken, daß er nur Augen und Ohren für das lebensprühende, reizende Geschöpfchen neben sich hatte? Förmlich verklärt sah sein häßliches, sommersprossiges Gesicht aus. Auch Suse Me- ridies schien sich an ihrem Platze sehr wohl zu fühlen. So scharf auch Trautendorf aufpaßte, sie warf keinen Blick zu ihm hinüber. Er begann immer beharrlicher, ihr süßes Gesicht zu suchen. Schließlich geriet er in eine förmlich gereizte Stimmung und seine Unterhaltung bekam etwas so gezwungenes, daß seine Tischdame sich endlich be» leidigt ihrem anderen Nachbarn zuwandte, einem ältlichen Regierungsrat, der, wie man munkelte, ihrem Vater eilt weit willkommenerer Schwiegersohn sein würde, als der mittellose Leutnant. Trautendorf, der nun ungestört seine Beobachtungen fortsetzen konnte, wurde von einem förmlich wütenden Trotz gepackt, daß er für das kleine Mädchen dort unten nicht zu existieren schien. Indem er laut Bittners Namen rief, hob er sein Glas dem Freunde entgegen. Mit diesem zugleich sah nun auch Suse auf. Ihre Augen tauchten ineinander. Ein glückliches Strählen lag in dem Aufblick der ihren. So wie ein junges Wesen nur blicken kann, wenn das große Mysterinm der Liebe in ihr- Herz eingedrungeu ist. Warum engte sich ihm die Brust zusammen bei dem Gedanke!!, daß nicht er es sein durfte, der ihr des Daseins höchste Wonne erschließen würde? War's nur die verletzte Eitelkeit des Sieggewohnten? Oder war es ehrlicher Neid auf den anderen? Nach Tisch trat er ganz plötzlich auf Suse Meridies zu. „Darf ich Sie für den Ball Samstag um den Tifch- walzer und die erste Quadrille bitten?" Wieder war der glückliche Ausdruck, gemischt mit einer Art ungläubigen Staunens, in ihrem erglühenden Gesicht. „Oh, gern, sehr gern!" stammelte sie verwirrt, von einem rasenden Herzklopfen befallen, das die unerwartete Bevorzugung des bewunderten Offiziers ihr verursachte, Er neigte seine hohe, schlanke Gestalt zu ihr nieder. , Sehr gern?" wiederholte er fragend, sich in die Reize ihrer holden Erscheinung immer tiefer verstrickend, „ist das lauterste Wahrheit?" . Sie hatte sich schon ein wenig gefaßt. „Sie scheinen gar nicht eitel zu sein, da Sie an meiner Freude, mit Ihnen tanzen zu können, zweifeln", gab sw schlagfertig zurück und setzte naiv aufrichtig hinzu: „aber es ist wahr, ich werde sehr gern mit Ihnen tanzen.' „Aber so gern wie mit Leutnant Bittner doch gewiß nicht?" Schon schwebte ihr eine lebhafte Versicherung desGegeu- teils auf der Zunge, da regte sich die schlaue Evastochter in ihr, die den Kampf der bedingungslosen Hingabe vorzog. „Den kenne ich dafür auch schon viel besser, als Sie, Herr Oberleutnant", ivich sie geschickt aus. Ihr halbes Zu- geben, das vielsagende Lächeln dabei stachelten seine Eitel- kett auf. „ r „Bis Samstag habe ich noch vier Tage Zeit, lange genug, um mich Ihnen völlig zu erkennen zu geben. Vielleicht tanzen Sie dann doch noch lieber mit mir, ich Will ja versuchen, mich Ihnen von meiner günstigsten Seite zu " Ihre Augenlider hatten sich gesenkt und um die Mund-, winkel legte sich ein trotziger Zug. „Warum taten Sie's nicht eher?" fragte |te kühl, sich mit aller Macht gegen eine sie jäh überstürzende Hoffnung, wehrend. Sie war nun lauge genug in N., um zu wissen,, wie wenig Bedeutung man einer Huldigung von seitM Trautendorfs beilegen durfte. Und doch konnte fie nicht hindern, daß ihr Herz in Wdiiue zitterte, als er nut halblauter Stimme sagte: , „Ich wüßte nicht, welch Versäumnis ich tu meinem Leben aufrichtiger bedauerte, nicht was ich darum gäbe, es noch einmal' gut machen zil können." Sie wurde so verlegen, daß sie vergebens nach einer Antwort suchte, und es war wirklich ein erleichtertes Aufatmen, mit dem sie das Erscheinen des langen, rotblonden- Offiziers begrüßte, der mit einem sehr vergnügten Lächeln,, den Freund auf die Schulter.klopfend, meldete: „Die Kommaudeuse befiehlt, Trautendorf." , Verwünschter Sklavendienst!" murmelte der, die -stor- ung durch die hübsche blonde Frau zum erstenmal verwünschend und empört über den Freudenschein, der bet Bittners Auftauchen das süße Gesicht Safes übcrsonnt hatte. Er klappte die Hacken zusammeii. _ „Sie sehen, mein gnädiges Fräulein, die Ausführung meiner guten Vorsätze wird mir mif höheren Befehl hin gleich von Anfang an erschwert. Nun, Sie werden mich ja nicht vermissen." Und fort war er. , c .. r Später, als die Jugend in dem mit verschwenderischem Luxus ausgestatteten Boudoir der schönen Elfriede kindliche Pfänderspiele arrangierte, tauchte er wieder auf und - zwängte sich mit der ihm eigenen Unverfrorenheit auf einem >— 202 — ivtnztgen vergoldeten Stühlchen zwischeil die beiden „Unzertrennlichen", wie er Suse und Bittner ingrimmig nannte. „Frechheit, Tein Raine ist Trautendorf!" staunte der so plötzlich Verdrängte, nicht gerade liebenswürdig drcin- sehend. Verlegen rückte Suse ein wenig beiseite. Ihre Blanaugen konnten den Jubel nicht zurückdämmen, der aus ihnen ans Licht drängte. Trautendorf verstand gut iu Frauenaugen zu lesen, er konnte nicht int Zweifel sein, daß sie Freude empfand über seine „Frechheit", ititb das Bewußtsein liest auch seine Blicke nnsflaimneu. Sie sahen sich an — einen Herzschlag lang. Eine ungeahnte Glück- felrgkeit durchfchauerte sie' beide. Sie waren sehr nuaufmerksant beim Spiel, obgleich sie wenig miteinander sprachen. Suse träumte zuweilen vor sich hiik und Trautendorf ueckte sich in ausgelassenster Laune mit bcn anderen jungen Mädchen. Beint Auslösen der Pfänder machte er sich wie stets unnütz. Er wußte alle möglichen Knuststückchen, welche die armen Pfandbesitzer, die den Kniff dabei nicht kannten, in die lächerlichsten Situationen brachten und verstand es dabei geschickt, Suse Meridies aus der Klemme zu helfen, wenn das Los sie als Opfer ausersah. Zum Schluß — er hatte gut aufgepastt und wußte, daß art Suses Hund der schmale Goldreif mit dern Bergißmeinnicht aus Türkisen noch fehlte — schlug er vor: „Wem dieses Pfand gehört, der soll mir einen Kuß geben." Tie Herrerr entrüstetcrt sich in dem Gedanken, daß es eine Dame seirt könnte und protestierten lebhaft, die schöne Haustochter uteinte hochmütig: „Warum gerade Ihnen?" und die Mädchen kicherten, iut stillen bedauernd, daß ihre Pfänder schon ausgelost waren. Srise allein saß wie auf Kohlen, die leere Stelle an ihrem Ringfinger brannte sie förmlich. Während die Gesellschaft sich lachend über die Zulässigkeit dieser Pfandauslösung stritt, flüsterte Trautendorf, sich zu dem rosigen Mädchenohr neben sich neigend: „ „Wenn das Pfand Ihnen gehörte, mein gnädiges Fräulein, würden Sie mir den Kuß geben?" Sie waffnete sich mit übermütiger Keckheit. . „Warum soll gerade ich für meine Unachtsamkeit beint Spiel so hart bestraft werden?" fragte sie, einen gut ge» spielten Borwurfstou in ihre Worte legend. Er knickte zusammen wie ein Taschenmesser, daß sie wirklich erschrak, so geschickt machte er's, und dann jammerte er ganz laut aus: „Jesses na, sein's barmherzig, ich bin ein geschlagner Manu. Kester, ich nehme meinen Vorschlag zurück, für ein Strafgericht, wie Fräulein Meridies das aufsaßt, sind mir meine Küsse gu schade." lind dann ließ er die Arme schlaff Mrabsinken, legte den Kopf zur Seite und saß da, wie ein zu Tode getroffener! Mensch. Man lachte sehr über ihn und klatschte der erröteten Suse lebhaft Beifall, der sich noch steigerte, da wirklich als letztes Pfand ihr Ring zum Vorschein kam. Man hatte ihr eine, sehr milde Aufgabe gestellt. Sie mußte ein kleines Gedicht aufsagen, und da sie vor nicht zu langer Zeit noch die Schulbank gedrückt hatte, sprach sie auch ohne Ziererei mit der ganzen leidenschaftlichen Auffassung, die dazu nötig, die erschütternden Worte des Gedichtes „Die Trompete von Gravelotte." In der fast durchweg militärischen Gesellschaft erntete sie damit reichen Beifall. Als sie ihren Platz neben Trautendorf ivicder eingenommen hatte, drehte dieser den kleinen Türkisenring, den er, Suse zuvorkommend, Leutnant Kester abgenommen, spielend zwischen den Fingern. Das junge Mädchen sahs und streckte ihm die geöffnete Hand hin: „Meinen Ning, bitte." Aber er legte ihn nicht hinein, er probierte ihn an seine Finger, pachte und meinte: „Was müssen Sie für ein Kinderhändchen haben. Zeigen Sies mal näher. Ja, kann denn das überhaupt etwas festhalten im Leben?" o „....® k°cE) I" sie nickte so energisch, daß die goldblonden Löckchen um ihre weiße Kinderstirn webten, „ic6 werde es schon können. Aber erst muß ich etwas haben. Warten werde ich sicher nicht mit den Händen im Schoß, bis das Glück mir seine Blüten freiwillig hinwirft, ich ivcrde ihm nachlaufen und mit beiden Händen zugreifen und festhaltcn, oh, so fest —" Zwischen den roten, vollen Lippen blitzten ihre iveißen Zähnchen, von einem Lächeln übermütigster Zuversicht enthüllt. Dieses Lächeln zauberte eine kühne Glückshoffnung auch in sein Herz. Am liebsten hätte er ihr sofort die Hand hingestreckt und freudig gesagt: „Hier, halte sie fest und mit ihr Dein und mein Lebcns- glück —" Aber er fühlte doch, daß, selbst wenn die Anwesenheit der klebrigen ihn nicht daran verhindert hätte, es noch nicht an der Zeit war, solch entscheidende Worte zu sprechen. Es war ihm ja selbst noch so seltsam und neu, daß er im Ernst daran dachte, sich dieses kleine Mädchen, um das er sich vor einer Stunde noch nicht gekümmert hatte, fürs ganze Leben zu gewinnen, er, der Allerweltscourmacher, der bis dahin jeder Fessel gespottet hatte. Vielleicht täuschte er sich noch in seinem eigenen Empfinden. Daher begnügte er sich, dem jungen Mädchen ein scherzendes: „Recht so, gnädiges Fräulein, immer fest zugreifen!" zu erwidern und beide ivandtem ihre Aufmerksamkeit dem allgemeinen Gespräch zu, mit dem die Gesellschaft, im Begriff anfzubrechen, für den nächsten Tag ein Zusammentreffen auf dem Eise verabredete. Suse, die noch nicht dort gewesen war, da ihre Zeit durch die nötigen Besuche völlig beansprucht tvordcn war, hoffte, sich dieses Mal auch einsinden zu können. „Es muß sich wundervoll hier laufen!" sagte sie strahlenden Auges zu Bittner, der sich hartnäckig an ihrer Seite hielt, während Trautendorf an die schöne brünette Haustochter hcrangetreten war, vielleicht um sie zum Abschied zu versöhnen, „ich bin neulich mit meiner Cousine einmal vorbeigegangen und das Herz tat mir ordentlich weh, daß ich keine Schlittschuhe an den Füßen hatte. In L. kommen wir nie zu einer anständigen Bahn und es ist ein Wunder, daß ich mir dort nicht schon Hals und Beine gebrochen habe. Also auf morgen! Sie kommen doch auch, Herr Leutnant?" „Ich komme!" Es klang so ernst, fast wie ein Schwur, und in den kleinen, viel zu hellblauen Augen, die sich auf Suses unbefangenes Gesicht hefteten, lag eine ehrliche, warme Zärtlichkeit. Das Mädchen verstand, was den Mann vor ihr bewegte und ihr eitles kleines Herz klopfte höher im Rausche des Triumphes. Ein herziges Lächeln begleitete den Händedruck, den sie beim Auseinandergehen mit dem jungen Offizier tauschte. Es war die halb unbeiöußte Koketterie der Frau, die eine Huldigung nicht abweisen mag, weil sie ihrer Eitelkeit schmeichelt, ohne ihr Herz zu berühren. Daß sie Unrecht damit tut, darüber wird sie sich erst klar, wenn der arme Betrogene sein vermeintliches Recht von ihr fordert und sie beschämt gestehen muß, daß sie ihm Gegenliebe nur geheuchelt hat. Suse Meridies wäre erstaunt gewesen, hätte sie geahnt, welche Hoffnungen ihr Abschiedslächeln in einem jungen, ehrlichen Herzen geweckt hatte. Sie dachte schon nicht mehr an Bittner, als ein paar dunkle, feurige Münneraugen sich tief in die ihren senkten und eine weiche liebkosende Stimme flüsterte: „Ich bin trostlos, morgen nicht mit von der Partie sein zu können, ich habe Dienst, kann unmöglich fort —" dann ein kurzer und doch so beredter Händedruck und sie schritt allein, wie von süßem Wein betäubt, neben ihren Verwandten durch die im bleichen Mondlicht schwimmenden, verschneiten Straßen. Er liebte sie! Das allein klang deutlich wie himmlische Musik in ihre wirren Gedanken. Und wenn er mich auch nicht heiratet, spann ihr Sehnen sich weiter, wenn er mich nur eine, kurze Svanne Zeit liebt, lind die Strophe eines 203 — Gedichtes flog durch ihr erregtes Köpfchen, ihrem tiefsten Empfinden Ausdruck gebend: „Besser, Laß daS Herz Dir bricht, Von dein Kuß der Rose, Als Du kennst die Liebe nicht, Unb stirbst liebelose." . Sie war so in selige Träumerei versunken, daß |is gar nicht merkte, wie eigentümlich gepreßt, fast zornig der Gutenachtgruß des Hauptmanns klang und mit welcher Befriedigung Frau Meta sie fixierte. (Fortsetzung folgt.) Lienhards „Wege nach Weimar". Von Friedrich Wiegershaus. -Seit kurzen: gibt Fritz Lienhard unter dem Titel „Wege nach Weimar" (Verlag von Greiner und Pfeiffer, Stuttgart) sehr gehaltvolle Monatsblätter von ausgesprochen persönlichem Gepräge heraus Die eingehenden, sorgfältigen Betrachtungen, die in den bisher erschienenen ersten drei Heften enthalten find, stammen ausschließlich aus Lienhards eigener Feder. Indem er alle großen Persönlichkeiten, deren Lebensbilder gebracht werde», den Lesern selber vorstcllt, entfaltet, offenbart sich feine eigene Persönlichkeit. Kein praktisch betrachtet, wird fick das uniteresse au dieser stilleren, persönlicheren Form von Zeitlchrist jedenfalls außerordentlich schwer wach erhalten lassen. Ich glaube jedoch, daß die „Wege nach Weimar" gerade in unserer Zeit, in der man vielfach nach neuen PersonlichkeitMerten ringt, einer unbewußten Sehnsucht entgegenlommeu.. Ich persönlich freue mich jedenfalls sehr, daß Lienhard in die Welt der Großen aus Weimars Mutezeit tiefer eindrmgen, daß er die Werte, die jene großen Männer geschaften Haben, schöpferisch fassen und dadurch an die erhabenen Kulturideale unserer Klassiker vertiefend anknüpfen will. Dem gegenwärtigen Geschlecht, das durch die Pflege des Materialismus innerlich kalt geworden ist, möchte Lienhard neue innerliche Wärme mitteilen. Er wird von dem Wunsche getragen, daß vor allem die unheilvolle nörgelnde Kritik in eine unbefangene Betrachtung auswachsen möge. In den Kämpfen, die gegenwärtig auf dem Gebiete der Literatur uitb auch anderswo ausgefochten werden, glaubt er menschlich-große Gesichtspunkte nicht wahrzunehmen. Deshalb sckant er nach Weimar hinüber, wo er bei geistesgefnnden und geistesgewaltigen Persönlichkeiten große, ewiggittige Maßstäbe findet. Hub diese Persönlichkeiten will er uns. geistig näherrüSen, damit wir uns an ihnen bilden und erheben können. Er ist zu der ganz richtigen Erkenntnis gelangt, daß sich unser kleinliches, verzagtes (^schlecht nicht ohne Vorteil mit großen Persönlichkeiten beschäftigen würde; denn in unV allen werden edle Kräfte angeregt, wenn wir das zündende, durchgeistigte Wort wahrhaft großer Persönlichkeiten unmittelbar auf uns wirken lassen. Nicht um das Wort und auch nicht um den Ort ist es Lienhard bei seinen Bestrebungen zu tun. Das eigentlich Wertvolle ist für ihn vielmehr Weimars Wirkung. Für ihn erhält das Wort Weimar — wie die Worte „Wartburg", „Concvrd", „Hellas" — erst dann Leben und Sinn, wenn es in jedem von uns ähnliche Kräfte erzeugt, Ivie sie dort lebendig gewesen. Und so bedeutet denn dies magische Wort ein Berständigungs- zeichen für einen feincrmenschlichen Zustand: und zu diesem den Ausweg zu versuchen, ist der wahre Weg nach "Weimar. Wir modernen Menschen leben eigentlich nur in den „Außen- dingcn", von denen wir uns mit gewaltigem Ruck befreien müssen, wenn die in uns schlummernden Werte zur völligen Entfaltung gelangen sollen. Wir überschätzen gewöhnlich das rein Gegenständliche, vernachlässigen aber das eigentliche Wesen der Dinge. Aus diesem Grunde müssen wir uns in einem „feinen Abstandnehmen von der Körperlichkeit der Erscheinungswelt" üben, durch das wir ganz allein zu einer seelisch-vornehmen „Anteilnahme am Ergehen, und Wesen der Mitmenschen und an dem bunten Spiel der Schöpsungskräste" "gelangen können. Daher betont Lienhard auch gerade jene Kraft, die von innen baut, die überwältigende Kraft des deutschen Gemütes, vder mit einem anderen Worte: die innere Linie. Unter ganz besonderer Berücksichtigung dieser inneren Linie rückt er uns in den ersten drei Heften die fympatW Persönlichkeit Heinrich v. Steins geistig näher, dessen ernstes, männliches Ringen er uns liebevoll schildert. Gleichzeitig vermittelt er uns einen tiefen Einblick in die geistige Werkstatt dieses „letzten Idealisten des 19. Jahrhunderts". Zu einem derartigen Vermittler ist gerade Lienhard der wahrhaft Berufene: denn auch er hat sich "aus der Erscheinungen Flmlit den ruhenden Pol gerettet, o. h. ans" der Unrast der Zeit zu einer einheitlichen Persönlichkeit hinaufgeläutert. Das, was man Einfühlungstalent nennt, besitzt gerade er in reichstem Maße. Gleichzeitig verfügt er, weil er eben auf einer menschlich "hohen Warte steht, über eine großzügige Betrachtungsweise. Der Persönlichkeit und Lebensarbeit Heinrich "v. Steins ist er jedenfalls vollauf gereckt geworden. Auch zu Emerson, dem die drei nächsten Hefte gewidmet werden, wird er, das darf ich bestimmt voranssetzen, in ein richtiges Verhältnis treten. Auch hier wM cr zweifellos den ganzen lebensvollen Menschen hergus- stelien". Sobald er uns auch diesen großen Erzieher neu wiedergeben hat, wird er in bei» eigentlich klassischen Kreis' Vordringen. Bon ganz besonderem Interesse ist das den „Wegen nach Weimar" angehängte „Tagebuch", in dessen Spalten der Hcraus- geber unter ausdrücklicher Vermeidung aller häßlichen Polemik zur Schaffung aufbauender Werte Wesentliches beiträgt. Sehr bemerkenswert ist vor allem die Bemerkung, daß in die modernen Formen „echter Geist von Weimar", d. h. neue Gedanken- und Gcmütskräfte einströmen müßten. In einer Zeit, wie der unsrigen, verdient folgende Aeußerung jedenfalls unterstrichen zu werden: „Wenn unsere Ueberlieserung, ihrem Gehalte nach, herangezvge» würde und in unserer Moderne zu wirken begönne? — dann wäre Anschluß an das große Erbe gefunden. Dann würde die ganze triebkräftige Volksseele zur Mitarbeit angeregt werden. Und das, was bis jetzt "Literatur ist, würde zu einer Herzenssache des ganzen Volkes. Schöpferische Geheimkräste würden befruchtet und ausgerührt; und aus tiefen Quellen würden die Erftiller aussteigen, die der ganzen Nation das rechte Wort zu sagen haben". Um das hinterlassene große Erbe unserer Klassiker vertiefend ausbauen zn können, muß man vor allen Dingen eine gesunde, starke Persönlichkeit sein. Deshalb werden wir alle zu einer ernsten, charaktervollen Selbsterziehung schreiten müssen, zu der uns die „Wege nach Weimar" den rechten Weg weisen. In den bisher erschienenen Kesten hat mir Lienhard viel wertvolle Anregung gegeben, und gern werde ich ihm auf seinen Wegen nach Weimar auch fernerhin folgen. Nur sollte cr in seiner Einsamkeit nicht vergessen, daß auch ihm die harte Wirklichkeit ernste, heilige Pflichten auferlegt. Ost scheint cr sich von diesem guten Kampsboden der Wirklichkeit etwas zu weit zu entfernen. Ma» entbehrt in seinen Monatsblättern den harten, männlichen Stahl — nur an einigen Stellen wie im „Heldenpaar auf dem Remi- stieg" leuchtet er ans —, der uns in seinen früheren Werken wiederholt mit elementarer Gewalt fortgerisscn hat. ,Diesen Stahl wird Lienhard in der Glut der Wirklichkeit wieder schmieden und zu der feelenvvllen Wärme hinzunehmen müssen, wenn seine Monatsblätter eine wahrhaft bezwingende Wirkung-ansüben sollen. Ich wollte, daß in Lienhard der alte Manneszorn, ober auch der ehrliche deutsche Haß von neuem geweckt, würde, mit den» wir in unserer anschauungslüsternen Zeit vieles ganz allein überwinden. Den harten, männlichen Stahl wird Lienhard wieder schmieden, wenn er zu den geistigen Kämpfen der Gegenwart in ein innigeres, herzlicheres Verhältnis treten wird, denn der Erkenntnis sollte er sich nicht entziehen, daß in unserer Zeit neben allem kleinlichen, niederdrückeuden Gezänks auch große, wahrhaft erhebende Kämpfe ausgefochten werden. Diese Kämpfe verlangen eindringlich nach großen Persönlichkeiten, vor allem fordert der gegenwärtige Kampf um eine nationale Weltanschauung bas Eintreten ganzer Männer. Es sollte mich daher freuen, wenn Lienhard die neu erwachte Nationalität mit seinen großi- zügigen Anschauungen nachdrücklicher befruchten wollte. Der heimlicke Segen, der seinen Monatsblättern entströmt, tvürde ganz zweifellos von noch nachhaltigerer Wirkung sein, wenn er seine eigene Persönlichkeit noch kräftiger Herausstellen, wenn ev die christliche Zartheit und Innerlichkeit mit der elementaren deutschen Kraft verbinden wollte. Well ich dieses zu erkennen glaube, deshalb fühle ich mich aus der Freude an seinem Schaffen heraus zn der ernsten, eindringlichen Mahnung gedrungen: Lienhard werde hart. Cm Abenteuer der Zariu. Der jungen Zarin ist jüngst im Park von Zarskoje Selo ein Abenteuer passiert. Der große Park ist für das Publikum last vollständig geöffnet. Nur ein kleiner Teil wird als direkt zum kaiserlichen Schloß gehörig betrachtet und ist iür jeden Fremden geschlossen. Vor einigen Tagen mm machte ein Artillerie- leutnant, der sich in Zarskoje für die Kriegsschule vorbereitet, einen Spazierritt im Volkspark. Die mit Schnee bedeckten breiten Wege tagen- einsam da. Plötzlich bemerkte der Ossizier in der Sache des kaiserlichen Privatparkes einen offenen Landauer; »eben dem Kutscher, der den Wagen lenkt, saß kein Mensch, nnd im Wagen saß nur eine schlicht gekleidete Dame. Der junge Leutnant, der erst seit kurzem in Zarskoje weilte, hatte den Zaren und die Zarin noch nicht gesehen. Wenn ihm ein Zweifel aufgestiegen, wäre, Halle er ihn zilrückgeiviefeu, beim die Möglichkeit, daß in diesen Zeiten die Bärin ohne jede Begleitung in einem öffentlichen Park spazieren fahre, kam ihm nicht in den Sinn. Kurz, der Opizler glaubte altes andere eher, als daß die Dame die Kaperm wäre; find da die Danie jung und hübsch anssah, begann er ihr den Hof zu maeheii — natürlich nur diskret: nut Bticken ohne Worte. Die Zarin ronr natürlich höchst überrascht. Der Mfijier ritt immer neben dem Wageii her, ohne auf die Abmehrzeichen des Kntfchers zu achte!:; der Rosselenker sah ihn bittend und ängstlich an, mehr aber ivagie er z>ir Klärung der öituatwn nicht zu tun. Das dauerte fo lange, als die Spazierfahrt der Kaiserin dauerte. Der Kutscher ivar froh, als die Zarin ihn umkegren lieg. In beschleunigtem Tempo fuhr er zurück, und als er zu der Mauer kam, die den 'Privatpart von dem öffentlichen Park fremd, rief er dem Posten zu, daß er rafch die Torflügel offnen möge. Der Posten tat es und präfentierle dann das Gewehr. Der Ostizier aber ritt ruhig mit hinein und folgte dem kaiserlichen Wagen. Als 204 Redaktion: Ernst öest. — Rotationsdruck und Verlag der Brübl'kcben Unwersttäts-Buch- und Steindruckeret, 9L Lanae. Gießen. Eigenschaften mit Liebe, init Strenge und so oft vergeblich. All diesen ivird der Roman, der einen speziellen Fall in die Sphäre des allgemeinen Erziehun gsprobleins rückt, wie eignes Erleben sein, eilt Buch des Schmerzes und zugleich ein Buch des Trostes/ Für die Dichterin selbst aber bedeutet der Roman, den sie „ihrem Sohne, zu der Zeit, da er grob sein wird", gewidmet hat, zweifellos eilte innere Befreiung, ein Aussprechen all der Fragen und Sorgen, die sie bei der Erziehung eines Kindes beschäftigt und gequält haben, wie sie jede Mutter beschäftigen und quälen, die nicht gedankenlos' der Enttvicklung ihrer Kinder zusieht, sondern formend und bildend diese Enttvicklung zu fördern und zu beinslussen suchen wird. —> Die Schrift „Das Schielen", Ursachen, Folgen, Behandlung, von Prof. Dr. Wilhelm Schoen (München, Lehmann 250 S. 6 Mk.) behandelt eingehend Theorie und Definition des Schielens, die Physiologie des zweiäugigen Sehens, Untersucki- ung und Einteilung des Sehens, Schielursacken und Schielformen, unmittelbare Folge des Schielens, nervöse Folgeerscheinungen, Diagnose, DifferenzialdiagNose und Prognose, sowie die Behandlung des Schielens. — Der Verlag von Max Hesse in Leipzig bringt in seiner Volks- büchcrei EinzelanZgaben von M ör ikes Schriften, die infolge ihrer gefälligen Ausstattung — besonders sei der klare, angenschonende Druck hervorgehoben — und ihrer billigen Preise große Verbreitung finden werden. Mörikes Gedichte und die ,/Idylle vom Bodensee" kosten da 80 Pfg., die entzückende Novelle „Mozart auf der Reise nach Prag" 20 Pfg., der Roman „Maler Nollen", der Mörikc zuerst weiteren Kreisen bekannt machte, 1 Mk., daS Märchen „Das Stuttgarter Hutzelmännlein" 40 Pfg., ein Band Novellen und Märchen 40 Pfg. — Nmt kann Mörikc, dieser wahre deutsche Volksdichter, Gemeingut werden, da die geradezu spottbilligen Preise jedermann die Anschaffung ermöglichen. Alle Bändchen sind mit, Einleitungen des Herausgebers Rudolf Krauß versehen. Wo ist Siegfried, der den Drachen tötet? Auflösung in nächster Nummer. Auslösung des Homonyms in voriger Nummer. Laute. er aber vor dem Schlosse dir Wache ins Gewehr treten sah, begriff er endlich. Er hielt sein Pferd an, ließ cs eine halbe Wendung machen, und ritt, als wenn er von Furien verfolgt wurde, im sausenden Galopp davon. Die Zarin erzählte sofort ihren Damen sehr belustigt, was geschehen war. Die Geschichte kam zu Ohren des Generals Trepow, der eine Untersuchung einleitete. Der Posten, der beschuldigt wurde, dast er einen Fremden in den Prwat- park habe eintreten lassen, erklärte, daß er den Offizier für den Großfürsten Andreas Wladimirowitsch gehalten habe, Lils der Offizier erfuhr, daß der Seid des Abenteuers gesucht werde, meldete er sich sofort. Der K a i s e r l a ch t e h e r z l i ch über den Vorfall und wollte alles verziehen wissen, doch Trepow bestand ans Bestrafung deS Schuldigen. Das Abenteuer sei ja sicher sehr komisch, aber das könne den'Ernst der Tatsache, daß ein Fremder bis zu den Fenstern deS Zaren Vordringen konnte, nicht aus der Welt schaffen. Er, Trepow, übernehme die volle Verantwortung für die Uebcrwachung der Mitglieder der kaiserlichen Familie, aber er wünsche auch, dast die von ihm erteilten Befehle befolgt werden. Die Offiziere der Schloßwache hätten wissen müssen, daß die Zarin auSgefahren sei; sie hätten daher besonders den Park überwachen müssen, zumal da sie wußten oder hätten wissen sollen, daß die Spazierfahrt sich in den Volkspark ausdehntc. Sie müßten also wegen grober Fahrlässigkeit bestraft werden, sonst sehe er sich veranlaßt, seine Entlassung zu geben. So geschah cS, daß drei Offiziere der Schloßivache und der Posten zu ihren Regimentern zurückgeschickt wurden. Literarisches. — Die Lieferungen 33 bis 40 der wiederholt von uns erwähnten und empfohlenen Illustrierten Volksausgabe v o n Schillers W e r k e tt (Stuttgart, Deutsche Verlags-Anstalt) enthalten „Wilhelm Teil", das lyrische Spiel „Die Huldigung der Künste" und die Mehrzahl der von dem Dichter ans fremden Literaturen übertragenen oder für die deutsche Bühne bearbeiteten dra- rnatischeu Werke: die „Iphigenie in Aulis" und die „Szenen aus den Phönizierinnen" des Euripides, Shakespeares „Macbeth", Gozzis Märchenkomödie „Türandot, Prinzessin von China"', und die französischen Lustspiele „Der Parasit"' und „Der Neffe als Onkel". Unter den Illustrationen, von denen diese Werke des Dichters begleitet sind, verdienen Ferdinand Kellers und P. Grot Johanns Schöpfungen zur „Iphigenie in Aulis", die Kompo- titiouen von Gabriel Max und E. Roeber zu „Macbeth" und von t. Schraudolph zu „Türandot", endlich die Zeichnungen A. Walters zu „Der Parasit" und „Der Neffe als Onkel" hervorgehoben zu werden. Der Preis jeder Lieferung beträgt 30 Pfg. — E. v. Keyserling, Sch!vüle Tage. Novellen (Inhalt: .Harmonie — Die Soldatenkersta — Schwüle Tage.) (L>. Fischer, Verlag, Berlin). Geh. 2 Mk. — Novellen des Grafen Keyserling sind für jeden verfeinerten Geschmack ein erlesener Genuß. Kaum ein heutiger deutscher Erzähler hat einen so graziösen, sicheren Tonfall. Besonders fein ist in Keyserlings Novellen die Schilderung der Natur; man sieht, hier ist die Natur nicht in der Ferienstimmung eines Städters gesehen, sondern zu Grunde liegt die genaueste Kenntnis des Lebens auf einem großen Gutshof, mit der Arbeit auf dem Felde und der Feierstunde am Abend, mit Jahreszeiten und Tagesstunden, mit Tieren und Menschen. Und diese Menschen kennt und schildert Keyserling mit derselben Intimität. Er verfügt über eine schwüle und betörende Erotik, die durch eine gewisse Ironie des' Vortrages etwas Schneidendes und hockst Melancholisches bekommt. Seine Novellen sind zudem kleine Meisterstücke au Abrundung. — C. Biebig: Einer Mutter Sohu. Roman. —• Buchschmuck von Franz Christophe. — Verlag von Egon Flejschel und Co., Berlin W. 35. — Preis: 5 Mk. —■ Wenn Clara Biebig jetzt seit Jahren zu den gelesensten deutschen Schriftstellern gehört, so verdankt sie diesen ihren großen Leserkreis nicht einer Modeströmung und nicht der Sensationshascherei. Unbeirrt von allen äußeren Einflüssen ist sie zur Höhe emporgeschritten auf dem Wege, den ihr der Reichtum ihres Herzens, die Fülle ihrer dichterischen Intuition gewiesen. Nur die Empfindungen ihres Inneren, eigenes tiefes Erleben in die reine künstlerische Form zu gießen, drängt es sie, und keines ihrer Werke vielleicht zeigt die poetische Notwendigkeit, aus der heraus es geschaffen' ist, so intensiv wie ihr neuer Roman. Hier gibt sie uns einen psychologischen Roman, dem das äußere Weltbild nicht als Hintergrund dient, der dafür aber eine Welt für sich bis in intime Feinheiten aufdeckt: die Welt der Mutter. Nicht ein Erziehungsroman landläufiger Art, nicht die Konstruktion des Gegensatzes von Haus und Schule, sondern ein Erziehungsroman int engsten und zugleich im allerweitesten Sinne: das Ringen der Kultur mit der Natur. Ueber der leiblichen Mutter, die das Kind geboren, über der sorgenden, Mutter, dir das Kind erzieht, steht die Mllmutter Natur, bte daS Wesen seines Wesens erschaffen, die unsichtbar rmd gewaltig mit jedem Streben der ausgleichenden Kultur einen zermürbenden Kampf kämpft um Rein-Erhaltung der Sonder- Ed "taffe. Tausende und Abertausende von Müttern kämpfen täglich den hier geschilderten Kampf bei der Erziehung ihrer Kinder gegen angeborene, in diesen schlummernde Triebe und Msde. — Die „G r o ß e M o d e n w c l t" mit bunter Fächert ignette, Verlag John Henry Schwerin, Berlin W. 35, bringt nicht nur Kostümbilder, sondern auch eine Anleitung, sich die Kostüme mit Hilfe des Schnittbogens billig selbst herzustellen. Der Modeuteil, die Rubrik: „Neues aus Paris", die Rubrik „Kunst und Wissenschaft", eine illustrierte Belletristik und eine Extra-Handarbeiten- beilagc, ein Modeukolorit zeugen von dem Inhalt des Blattes. 1 Mk. vierteljährl. (Verlag John Henry Schwerin, Berlin W, 35.) Gesundheitspflege. F= Die Magenkrankheiten, deren Entstehung, Verhütung, Behandlung und Heilung, gemeinverständlich dargestellt von Dr. mcd. Herrn. Braun. Preis 1 Mk. (Deutscher Verlag in Berlin SW. 11.) — Hier findet der Leser manche Aufklärung über die Kvankheitserscheinungen und Erkennung von Magenkrankheiten, soivie deren Behandlung. Es sind ferner Regeln für die Diät der Magenkranken, Nährwert und Verdaulichkeit der Nahrungsmittel und andere tvichtige Mitteilungen für Magenleidende darin enthalten. Bexrrbild, Nachdruck verboten.