JPSoi-öän-.aufg. Dem Wahren, Gdken- Schönen. Ein Großstadtroman von Fedor v. Zobeltitz. (Nachdruck verboten.) . (Fortsetzung.) ' 1 So schwirrten die Nachrichten durcheinander. Oft Wider- Wach^ die eine der andern. Air der Börse hatten sich zwei Parteien gebildet: Die eine schwor auf Hammer, die andere lachte und sagte: „Faul!" Es war wie bei den Zeitungsnotizen. Mer das eine stand fest: tausende, wirklich tausende voir Billetgefucheu für die Eröffnungsvorstellung hatten zurückgewiesen werden müssen. Ganz 'Berlin hatte dieser Premiere beiwohnen wollen. Auch für die nächsten Vorstellungen war das Haus bereits ausverkauft. Ganz Berlin sprach nur noch von dem Prinz Ferdinand-Theater. Schon Anfang September hatte Carolus Dickhoff, der berühmte Heldendarsteller, sein neues' „Stadttheater" er-, öffnet und zwar mit einer ausgezeichneten Aufführung der „Braut von Messina". Ein paar Tage später fand abermals eine Eröffnung statt: die „Komische Oper" Direktor Walentins mit einer neuen Operette von Planquette. Jin November sollte das „Intime Theater" seine Pforten erschließen. Auch sprach man von dem Neubau einer großen Singspielhalle in: Zentrum der Stadt, mit der man Herrn Sven Trusen in Verbindung brachte. Mer das alles war doch nur ein Nebenbei gegenüber dem allgemeinen und flammenden Interesse, das man dem Theater Hammers entgegeubrachte. Der Bauzaun war abgebrochen worden: es erhob frei und prächtig seine schimmernde Marmorfront nach den 'Linden zu. Zu dem mächtigen, tief eingelassenen Portal, dessen schöne Wölbung eine doppelte Reihe von Halb- süulen trug, führten vier breite Stufen hinauf. Aus dem Mosaik der Sopraporte leuchtete dem Eintreteuden auf dem von Putten und Eroten getragenen Spruchband die Inschrift „Dem Wahren, Edlen, Schönen" entgegen, gewissermaßen ein Wegweiser zu den Idealen, denen dieses Haus dienen sollte-' Än den freien Wandflächen zu feiten des Portals schwebten die riesigen Marmorleiber der beiden Genien, die bronzene.Lorbeerkränze in den Händen trugen und sie der kunstliebenden Welt entgegenzustrecken schienen. Es ivar wirklich ein hehrer Tempelbau mit seinen zwiefachen Säulenreihen, seiner ganzen lilftigen, holde Ruhe atmenden Schönheit: einer Schönheit, die jeden Prunk verschmäht, die durch sich selber wirkt. Keine fteinl'icBen Einzelheiten störten die stolze Vornehmheit der Front; selbst die Büsten berühmter Tonkünstler und Dichter und die Plaguetten darunter mit Szenen aus klassischen Opern und Schauspielen, den inneren Wandschmuck der offenen Wandelhalle int ersten Stockwerk, sah man von außen nicht. Man sah' von hier aus nur die schönen Säulenreihen dieses Tempels, die zur Wallfahrt einluden und zu herzerhebender Andacht. Winnen aber erklang schon Musik: man probte . .. □ Ein ungeheurer Raum, von tiefem Dämmer durchschattet, der in den Winkeln der Logen nnt) Couliers zu sattem Schwarz wurde. Hie und da erglänzte eine Polierung oder eine matte Bronze durch dies eigentümliche Schattenspiel das sich nach der Bühne zu mehr und mehr auflichtete und! innerhalb des Proszeniumsrahmens zu blendender Helle entsaltete. Von dem verdeckten Orchester sah man wenig; aber das Bühnenbild strahlte in vollem Glanze. Da lachte der goldige Sonnenschein in einen Blumenladen hinein, ganz erfüllt von Grün und Blüten, mit offenen Fenstern^ durch die mau hinausschaueu konnte auf ein heiter bewegtes Straßenleben. Und mitten unter den Blüten stand! die Bogner-Wittin und rief mit böser Stimme in das Orchester herab: „Herr Kapellmeister — halt! Haaalt! Jetzt hat die Imhoff zum '-en Male ihr Stichwort versäumt. Ich! weiß nicht, ...^ übermorgen werden soll. . ." Ein paar Geigen kreischten noch nach, und eine Flöte! klagte lartt, während die übrigen Instrumente schwiegen- Aus dem Dunkel des Orchesters, vor dem Dirigentenpult, tauchte der schwarzlockige Kopf Rafaölis hervor. „Misericordia — misericordia — ich schnappe noch über!" schrie Rafaöli. „Imhoff — Fräulein Imhoff, wo sind Sie?!" „Nina!" brüllte gewaltig die Stentorstimme eines Uw sichtbaren. Die schlanke Gestalt des Herrn von Serben erschien! vor der Rampe. „Lieber Gott, Rafaöli, schreien Sie doch nicht so wahnsinnig", sagte er. Wir haben ja doch alle ganz gute Ohren. Fräulein Imhoff hat nicht gewußt, daß die Schloßszene repetiert werden soll und frühstückt in ihrer Garderobe —" „Nina!" brüllte wieder die Stentorstimme eines Unsichtbaren. Seeben hielt sich mit beiden Händen die Ohren zu. „I Gott bewahre", stöhnte er. Plötzlich raste Imhoff durch die offene Tür der Hinterivand, warf zwei Blumentöpfe um und rief, gauz heiser vor Aufregung: „Sie kommt schon! Sie muß gleich da sein! Frau Bogner, sie hat das Stichwort nicht versäumt. Wozu denn immer gleich so fürchterlich giftig! Sie hat nichts gewußt von der Wiederholung und frühstückt einfach in ihrer Garderobe." „Jetzt wird nicht gefrühstückt", schrie Rafaöli wild. Wemi ich ,Vorhang' rufe, kann das Fräulein tun, was sie will. Solange ich noch nicht ,Vorhang' gerufen habe, hat sie hinter der Kulisse §u bleiben. Wer führt denn nun eigentlich die Regie? Herr von Seeben, führen Sie die Regie oder führt Imhoff die Regie? Ich halte mich an den Regisseur. Per Baccho, bei so einer Schweinewirt-! schäft kann nichts Vernünftiges herauskommen! Herr Imhoff, riechen Sie nicht an den Rosen, sondern holen Sie! Ihre Tochter!" „Sie kommt gleich — haben Sie sich nicht so albern, Herr Rafaöli " <. ' 134 -5 Rafaöli wütete mit Armen und Beinen, machte Knieübungen, verrenkte die Glieder und sank schließlich, die Hände wie - . , „ ,........... „Vorhang!" schrie er. Er war in Schweiß gebadet. Aber unwillkürlich verbeugte er sich, als höre er bereits den dröhnenden Beifall der begeisterten Menge. Der Vorhang sank und stieg wieder empor. „Umbauen!" erscholl die Stimme des Inspizienten. „Bühne frei! Steht die Wandeldekoration? . . ." „Einen Augenblick!" rief der Theatermeister; „die Mondnacht hat sich verschoben. Die Leinewand ist zu stark imprägniert worden. DaZ klebt ja alles . . ." „Herrschaften", sagte der Inspizient, „wenn daZ am Abend passiert, sind wir geliefert. Beleuchtungsinspektor — heda, Sie, Kawalke, passen Sie mir um Himniels willen auf, daß die Gläser richtig eingestellt werden! Daß der Mondenschein nicht die verflüchtige blaue Farbe bekommt! Blau über die Gletscher, intensiv blau! Und bei dem Stronibild unten einen Streifen gelb, dann rötlich, dann violett. Fein abgetönt . , „Wenn die Wandeldekoration Falten schlägt, schieß' ich Sie tot!" schrie der Ballettmeister Rosin dazwischen. Er hieß Rosiner, nannte sich aber Rosin und hielt auf französische Aussprache des Namens. Er hatte in seinem Ballett nur eine pantomimistische Rolle inne, die eines alten deutschen Professors, der botanisieren geht, und um beit' plötzlich der Märchenwald mit allen seinen Wundern lebendig ivird. Sein Kostüm war gut gewählt. Er stellte sich inmitten der Szene auf und klatschte in die Hände. Mail baute noch an den Kulissen,' schleppte Praktikabel herbei, ließ den Prospekt herab und breitete einen grünen Linoleumteppich über die Erde aus. Und überall in dem Chaos, aus dem eine stimmungsvolle Waldlandschaft entstehen sollte, tauchten niedliche Ballettratten auf in allen möglichen verschiedenen Kostümen: als' Glühwürmchen und Irrlichter, Meisen, Stare, Finken, Elfen und Quellnixen, Eichhörnchen und Schmetterlinge und als die Märchengestalteu des deutschen Waldes. Rotkäppchen schlug eine Pirouette, der Wolf knabberte an einem Apfel, ein elfisches Wesen hielt sich an einer wilden Rosenhecke aus Pappe fest und streckte die Beine abwechselnd in die Luft, ein hübsches Glühwürmchen' schnürte sich die roten Schuhe zu. Tie Primaballerina trällerte ein italienisches Chanson, und die erste Panto- mimistin beschwerte sich bei Herrn Rosin, weil die Matratze unter der dritten Versenkung viel zu hart sei; sie sei vor- gesteru lang hingestürzt und habe einen blauen Fleck am linken Ellbogen. „Tusch' ihn Dir rot an, Marianne", riet Herr Rosin. Und dann schrie er wieder los: „Sind wir nun fertig? Aber nein, aber nein, aber nein! Kawalke, das grüne Licht! Menschenskind, das ist ja wieder das ver- dammtige Blau! Stägemauu! Wo steckt denn der Stäge- mann! Wo steckt denn der Stägemann? Stägemauu, ist die Flugmaschiue in Ordnung? Tie Schmetterlinge sollen die Flügel bewegen, wenn sie durch die Luft schwirren. Sie haben die Hände über der Brust gefaltet und sollen an der Strippe zuppen. Wo sind die Irrlichter? Aha — acht müssen es' sein — stimmt! Fünf, sechs, sieben, acht — stimmt! Daß mir die elektrischen Laternen gleichmäßig auf-- flammen! Liebes Kind, binde Dir das Halsband ab. Du hast Halsschmerzeu? Tu wirst mir doch nicht weismachen wollen, daß Dir das dünne Bändelchen helfen wird? Sig- norina Caracci, ayez la Konto, nous commencerons! Bühne frei!... Sie, lieber Kapellmeister — Sie, lieber Herr Klemm."« „So?" fragte der Kapellmeister und fuhr aus dem Ori-, chester empor; „was ist los? . . ." „Das Forte vor ber, Berwaublung noch schneller, ein rasendes Tempo, ein ganz rasendes Tempo . . ." „Wir rasen ja schon Ivie verrückt" . . . „Schadet nichts, lieber Herr Klemm, noch rasender. Es ist ein Bacchanale, es ist ein Teufelsspuk. Vorhang! . . ."t Das Ballett begann. Im dunklen Zuschauerraum saßen die von der Oper und sahen zu. Da saß auch Herr von Serben und neben ihm Prinz Arenstein und machte seine Glossen. „Schauen Sie bloß, Durchlaucht", sagte er, „wie die Gesellschaft herumhüpst. Auch die Carraeei kann nicht tanzen. Da muß man die Zuechi gesehen haben . . ." „Mit dem Ballett ift's überhaupt vorbei", erwiderte Heros; „man hat keine Freude mehr an der choreographischen Kunst. Versuchten Sie eine Wiedererweckung, Herr von Serben; das würdtz sich lohnen, . ," „Es gibt keine Balletts mehr, Durchs! „Herr Imhoff, ich verbitte mir solche Ausdrücke —2 „Herr Rafaöli, ich verbitte mir, daß Sie vor versam , Vlt ÖVVUt4, ullu IUIU . nichts« Äülien" Schweinewirtschaft reden. Wir sind hier fcg,ienb wölbend, gleichsam in sich usammen. „Gott, was schreien die beiden", seufzte Herr von Seebeu und schüttelte den Kopf. „Es ist empörend", sagte Sie Bogner-Wettiu. Zum Glücke stürmte jetzt Nina auf die Bühne, im Kostüm und geschminkt, noch kauend und eine angebissene Schrippe in der Hand, die sie sorgfältig zwischen zwei Hyazinthen aus Papiermache legte. „Ich bitte um Entschuldigung", keuchte sie, „aber ich ivußte nicht, daß iviederholt werden sollte. Ich habe in der Garderobe gefrühstückt." „Tas haben wir bereits dreimal gehört" wütete Rafaöli. „Nun kauen Sie freundlichst auf, Fräulein Imhoff, und treten Sie an Ihren Platz. Sie stehen hinter der Szene, Sie sind im Nebenzimmer. Aber singen Sie gütigst nach der Szene zu und verschlneken Sie nicht wieder einzelne Silben wie vorhin . . . Anfgepaßt! Fran Bogner, etwas mehr nach rechts, wenn ich bitten darf. Noch einmal die ganze letzte Szene ..." Plötzlich verdunkelte sich die Bühne. „Was ist denn das?" fragte Seebeu. „Was ist beim das?!" rief Imhoff. „Was ist denn los, zum Donnerwetter?!" schrie ber Inspizient. „Was fällt beim den Leuten bei hinten ein?!" brüllte der Beleuchtungsinspektor. Drei Menschen rasten im Eilschritt über die Bühne. Rafaöli raufte sich die Haare. „Es geht nicht, es geht nicht", jammerte er; „Herr von Soeben, ich melde mich übermorgen krank. Ich bin gebrochen, ich bin ganz elend. Rrrnhig, die Flöte! . . ." Die zweite Flöte pipte noch immer. Da warf Rafaöli den Dirigentenstab hin und stürzte sich in das Dunkel des Orchesters, tun der ersten Flöte den Standpunkt klar zu machen. Man horte oben das Toben unten. Inzwischen leuchtete auf der Szeue die Sonne wieder auf. „Noch Heller!" schrie der Inspektor. „Noch Heller!" wiederholte Imhoff. „Halt!" rief Herr von Serben; „wir wollen ein rotes Glanzlicht dazwischen nehmen. Beginnenden Abenddämmer. . ." „Nein", rief Rafaöli aus der Unterwelt. „Nein! Ich protestiere. Es ist Mittag, nicht beginnender Abend. Mittag habe ich vorgeschrieben! Ich bitte die Regie, meine Vorschriften gütigst beachten zu wollen. Beleuchtungsinspektor! Wo ist der Beleuchtungsinspektor?! Herr Beleuchtungsinspektor, brennen alle drei Sonnen? Es kommt mir vor, als ob nur zweie brennen." „Der Inspektor versicherte, daß die drei elektrischen Sonnen entzündet worden wären; es sei vorhin nur ein kleines Versehen vorgek'ommen. „Ich verzichte also feierlichst auf das rötliche Glanzlicht", erklärte Herr von Seebeu. „Unaussteh- licher Kerl, der Rafaöli", flüsterte er Imhoff zu. „Ein Ekel", erwiderte Imhoff. W *CJ 111111 üblich anfangen?" fragte die Bogner- Rafaöli schlug mit denn Taktstock auf das Dirigentenpult. Die Musik setzte ein, Rafaöli gebärdete sich wie ein Wahn- I fmntger. Er machte beim Dirigieren förmlich gymnastische Uebungeu. Er breitete beide Arme aus, neigte sich nach rechts und imch links, hob die eine Hand gewaltig hoch und spreizte die Finger der andern krampfhaft auseinander, wand sich wurmartig und schnellte daun wieder empor und reckte sich. plötzlich mit gezücktem Taktstoek zu der Bogner-Wettrn ^uuber, als wollte er diese syuibolisch erdolchen. Nun hob die Altistin an. Rafaöli wiwbe gemäßigter und milder; sein Stab glitt in weichen Schwingungen durch die Luft, sein schwarzer Lockenkopf wiegte sich hin und her und dirigierte mir. Aber auf einmal zuckte er von neuem empor, seine Brauen hoben sich, das Auge blitzte und der Taktstoek zeigte drohend „ach rechts. Aha - richtig - Gott sei Dank! . . . ^whofs paßte auf und setzte rechtzeitig ein, und trotzdem blieb Rafaans Gesicht finster. „Sie hat keinen Schmelz in der Stimme", sagte er zu sich selbst, „sie hat keinen Umfang, sie hat em sprödes Organ, sie ruiniert mir die ganze Oper." Und wieder richtete sich der Taktstock auf die Bogner-Wettiu. Cm kleines Duo, dann sang die Bogner ihr Finale , , , I 185 laucht, es gibt keine Tänzerinnen mehr. Ja', zu Meiner Zeit... Ich habe noch Hoguet gekannt und seine schöne Frau, die Emilie Bestris. Auch ihre Schwester Rosa war eine vortreffliche Solotänzerin; sie hat nachher den Hvfrcit Borck geheiratet, wissen Sie, den Geheimsekretär des alten Kaisers. Na, und wer erfindet heute so glänzende Balletts, wie der selige Taglioni! . . ." „Ah ja", sagte der Prinz, ,„Morgano', ,Ellinor' und ,Sardanapal'. ,Flick und Flock' habe ich noch mit Miller und Erich gesehen . . ." „Es waren unsere besten Tänzer", bestätigte Soeben kopfnickend, „die beiden und dann Guillemin und Gasparini. Ach dn lieber Gott, und die Maria Taglioni! Ich entsinne mich noch ihres letzten Auftretens als Myrrha in ,Sardanapal', für das Gropius die Dekorationen gemalt hatte, und als der große Scheiterhaufen angezündet werden sollte, fiel ein Funke auf das Kleid der Taglioni, aber ein Statist hatte Geistesgegenwart genug, ihn auszudrücken. Ein halbes Jahr später tvar die liebliche Marie Fürstin Windischgrätz. Durchlaucht, mau darf gar nicht cm die alten Zeiten denken!" „Sie liegen mir zu weit", sagte Arenstein lachend; „aber ich habe doch auch meine Balletterinnerungen. Die arme Grantzow, die Eerrito, die Ferraris und die Grifi — Herr von Seeben, weis waren das für leuchtende Sterne! . . ." „Ja, ja, liebe Durchlaucht, aber sie sind untergegaugen, verblaßt und verstorben, und es steigen keine neuen ans..." Ganz hinten im Zuschanerranm standen Rafaöli und Imhoff sich wie zwei Tigerkatzen gegenüber, die zum Sprunge ansetzen. Beide flüsterten nur, um die Musik nicht zu stören; aber das Flüstern klang wie Fauchen und Zischen, und ihre Augen glühten dabei. . „Ich sage Ihnen, sie kann nicht singen, sie hat keine Spur von Talent", stieß Rafaöli hervor, „es wird ein fürchtb ar er Rein fall." „Wird es ein Reinsall, Herr Rafaöli, so ist Ihre Oper dran schuld, aber nicht meine Tochter. Es ist keine Oper, sondern-ein Unding; es ist gar keine Musik; schon bei der ,Astarte' hat ninn gesagt, Sie hätten keine Ahnung von Kontrapunkt und von der Instrumentation." Der interessante Arigo schnaufte förmlich vor Wut. Er bellte in heiseren Tönen. „Es hat alles seine Grenzen. Sie oder ich! Ich werde Herrn von Seeben mein Ultimatum stellen. Ich höre, Sie wollen Frau Wanda Bloom als Koloratursängerin engagieren. Dagegen wehre ich mich. Das ist Ihre geschiedene Fran. Ihre jetzige Frau haben Sie uns auf den Hals gehetzt und Ihre Tochter gleichfalls. Ist das denn hier ein Institut für obdachlos gewordene Fa—fi—familien?! . . ." Seine Stimme schnappte über. Er jagte davon. Imhofs schaute ihm einen Augenblick nach und schritt dann gedankenvoll den Parkettgang hinab. „Sie hat ivenig Stimme", sagte er sich; „darin hat dieser Mak'karonisritze recht. Sie ist auch hölzern in den Bewegungen. Wenn bloß der Priestap Ernst machen wollte! Dann setz' ich mich fest in den Sattel. Daun fliegt Rafaöli zuerst, und daun fliegt Giesecke und zuletzt Seeben. Alle fliegen . . ." . ..Es war zwei Tage später, nm Nachmittage, als Fräulein von Sorben ihre Papiere zusammenlegte und hinaus in die Küche ging. (Fortsetzung -folgt.) Das Bttttggeselleuzrmmer. 3W eigenen Heim, das eine liebende Gattin behaglich gemacht hat, läßt sich der Winter schon einmal wieder ertragen. Aber der Junggesell, namentlich Wenns mit dem „Familienanschluß" hapert, der „junge Mann" hats zu Winterszeiten schlecht. Sind es nur Einsauileitsgefühle und Geselligkeitstriebe, sind es' nicht noch andere Ursachen, die ibtn sein „Heim" verleiden? Ja, wenn es nur ein Heim wäre! Aber er wohnt da Mgchen lauter fremden Sachen, z» denen ihn meist keine Er- inuernng, kein Erleben in Beziehung gebracht hat und mit denen ihn feilte Besitzfreude verbindet. Eigene Sachen aber — auch abgesehen vom Geldpiuikt — sind für ihn, der sich auch noch andere Städtchen ansehen will, nnzweckniäßiger Ballast. Das ist daS eine: sein Gemüt hat nichts mit dein „Meublement" zu schaffen. Wie aber begegnet das 'feinem' Auge und seinem Körper? Nun auf dem' Sofa kann man meist weder liegen noch flut sitzen, so schön auch seine Beine gedreht, und seine Lehne mit Ornamentschnitzerei befleckt ist. Der Kleiderschrank sieht aus', als hätte er einmal in einem Palast gestanden, ist aber doch nnr übermaltes Kiefernholz, das vorne und hinten klaffend, den Staub durchläßt, Schluderware schlecht und billig. Ans dem' „Vertiko" mit dem unvermeidlichen Aufsatz und auf döckrigen Evrdbretterst machen sich Schapen Von sonderbaren Dinaen breit. die sich Nippes oder Dekorationsgegenstande neunen. Und dann d i e Bilder an den Wänden ... Ei» paar erprobte Ratschläge, wie dem allen' wenigstens! etwas abzuhelsen wäre. Man versuche zunächst einmal, ob sich nicht die Zieraten an Schränken und Sofalehnen einfach abheben lassen. Es' geht überraschend ost. Sie beweisen damit auch äußerlich, daß sie nur etwas An- Und Aufgeklebtes, nicht zur Sache, zum Körper des Möbels, Gehöriges sind. Hat män diesen Aufputz entfernt, so sieht solch Möbel manchmal noch verhältnismäßig erträglich aus. Jedenfalls ist es in feiner Form ruhiger, weniger zapplig geworden und stört nun das Auge nicht mehr so arg. Dann stelle man bescheiden aber energisch die Nippes ans der Galanterie- warenhandlnug hübsch zusammen auf einen Stuhl in die Nähe der Tür und bedeute der Wirtin, wenn sie sich sanft entrüstet die Be- fchernng ansieht, man fürchte sie zu zerschlagen: ein praktisches Motiv, das sie meistens einsehen wird. Auch kann man sie, hat man Platz, in den Schrank schließen, damit sie nicht verstauben. Sind die unschädlich gemacht, so bleibt der Bilderschmuck, und der pflegt das ärgste zu sein. Aber bei den Oeldrucken findet mau meist zwischen Rahmen und Bild genug Platz, nm etwa einen guten Holzschnitt aus einer Zeitschrift, der iTnem etwas gibt, dazwischen zu schieben und über mit Glas' versehene photographische Süßigkeiten! von Sch-w'eniuger, Seifert, Sichel, van Riesen und ähnlichen geschmackverderblichen Lieblingen des Publikums läßt sich mit ein paar Oblaten leicht ein Blatt nach Dürer, Rethel, Holbein, Böcklin oder einem anderen echten Meister befestigen. Das Material dazu liegt ja jetzt glücklich und endlich' für wenige Pfennige in den Heften des Museums, den Meisterbildern für das' denlsche Haus, der Meisterwerken in Einzelbildern nsw. vor. Aber auch der unerfreuliche Ausblick aus eine Gegenüberliegende Hanswand läßt sich wenigstens freundlich unterbrechen nud ablenken. Diaphanien sind ja meist fürchterlich, aber uuaufgezogene Photographien nach klassischen Skulpturen sind heute wohlfeil zu haben und zeigen transparent gesehen eine gesteigerte Kraft der Wirkung. Klebt mau sie nun mit dem Rande ans rahmenartig ausgeschnittene Pappen, die man, damit es ansehnlicher aussieht, noch etwas bekleben oder; tönen kann, so hat man Fenstervorsätze von ungemeinem Reiz. Auch mit einem Oel getränkte Drucke sind dazu zu brauchen, lind solche Bilder nud Blätter, die ein freundliches Heimgefühl in die Junggesellenwvhnung bringen, sind dünn, tragen nicht auf, sind kein Hindernis beim Umzug. Freilich selbst muß Man sich die Dinge besorgen, kleben und pappen, denn damit wird pta» außer dem Gewinn für das Auge, anch eine kleine Besitz- fr en de sich verschaffen. Den Segen der paar Ständen und paar Mark, die der Junggeselle dafür aufwendet, wird er bald auch int Geldbeutel spüren, wenn es im Monat anch nur ein halbes Dutzend Abende mehr sind, die er nun mit Freunden oder einem Buch als Freuud in seinen vier Pfählen verleben mag, statt einem Bierwirt sein sauer verdientes' Geld hinzutragen. E. M. Vermischtes. * Ueber Ta üben post en lesen wir in dem von Prof. Dr. Klett und Dr. L. Holthof heransgegebenen illustrierten Werk „Unsere Haustiere" (Stuttgart, Deutsche Verlags-Austatt), von dem die 16.—20. Lieferung (Preis' je 60 Pfg.) erschienen ist, folgendes: Von der Zeit au, da die griechischen Kriegshelden durch Tauben ihren Freunden die Nachricht zukommen ließen, daß sie Sieger geblieben seien, bis zu dem heutigen Tage, da die Augen so vieler Russen so lange spannungsvoll nach Port Arthur gerichtet waren, um von dort Nachricht durch die Taubeu- post zu erhalten, sind diese Tiere auf mancherlei Art die Bringer guter oder schlimmer Botschaften in Friedenszeiten gewesen-. Ein Kalif von Bagdad richtete im zwölften Jahrhundert zum' erstenmal eine richtige Taubenpost ein, und von einem der Begründer des HanseS Rothschild sagt man, daß er den Grundstein zu seinem Riesenvermögen durch eine Nachrichtenübermittlung durch Brieftauben gelegt habe. Tauben, die wertvolle Edelsteine unter ihren Flügeln verborgen hatten, haben zur Zeit der Kontinentalsperre Schmugglerdienste zwischen England und Frankreich geleistet. Noch häufiger hat die Presse sich der Brref- tanben bedient. Die „Kölnische Zeitung" hat sie namentlich früher viel benutzt. Heutzutage i|t die Taube, da wir den Telegraphen und vor allem das Telephon haben, nicht mehr der rascheste Bote, obwohl es' von Zeit zu Zeit vorkommt, daß dem elektrischen! Drahte entlang oder auch „drahtlos" Enten auf den Redaktionstisch gelangen. Solange die drahtlose Telegraphie noch nicht ihre volle Leistungsfähigkeit erlangt hat, kann die Brref- taube immer noch den unterbrochenen Verkehr, zwischen zwei Oiteit wiederherstellen. Das hat sie bekanntlich während der Belagerung von Paris' in den Jahren 1870 und 1871 in werter Ausdehnung getan, namentlich als man sich der Photonnkroikopie znr Wiedergabe der Depeschen in verkleinertem Maßstäbe bediente, von denen eine Taube bis zu 60 000 auf einmal ^befördern konnte. Unsere Zeit kennt anch die Taubenpost zur See, ver- mittels welcher Fahrzeuge 'ohne Sigirale bis zn einer gewissen Entfernung hin Nachrichten nach einem an der Küste gelegeneti Orte aelanaen lassen Wunen. Die militärische Taubeupop ist rn — 136 — verschiedenen Land em, an bereit Spitze Deutschland steht, zu einer stehenden Einrichtung geworben. In Köln ist eilte Station Wit 500 bis 600 Tauben vorhanden, die in direkter Verbindung mit Berlin nnd verschiedenen anderen Platzen steht. Man nimmt dort 160 Kilometer als weiteste Normalstrecke an, auf der em Tier seinen Dienst ordentlich versehen kann. Ein speziell zu dem Zwecke ausgerüstetes Militär-Detachement ist mit der Besorgung dieser Tauben betraut. In Paris hat man Spezialetablnse- Ments für die Abrichtung der Militärtauben, und jeder Bnef- taubenbesitzer ist gehalten, in Ktiegszeiten seine Tauben der Regierung abzutreten. Italien hat ebenfalls eilten ausgedehnten Brieftaubendienst für die Armee eingerichtet, und die Ntederlande haben nun auch das gleiche getan. — Das Werk „Unsere Haustiere", das nunmehr vollständig vorliegt, schildert m gemem- verständlicher, anregender, doch dabei wissenschaftlich gediegener Weise die Herkunft, die Lebensweise und Eigenart der einzelnen Haustiere, ihre Aufzucht, Pflege, Dressur usw. Besonders wertvoll ist es durch das vortreffliche Jllustrationsmaterial, das 12 farbige Tafeln und 653 Textbilder, durchweg Naturaufnahmen nach dem Leben, umfaßt. Das! prächtige Werk, das seiner ganzen Anlage nach ein rechtes Bolts- und Hausbuch zu werden bestimmt ist, kann allen Tierfreunden aufs' beste empfohlen werden. * Das Dienstmädchen Problem, das heutzutage das aufmerksame Nachdenken bet Frauen in zwei Erdteilen erfordert, nimmt in Amerika Formen an, die in Europa denn doch noch unbekannt sind. Die Amerikanerin sieht sich weit häufiger als ihre europäische Schwester vor plötzliche und überraschende Schwierigkeiten gestellt, die sie zu überwinden suchen muß. Das; „der Geist des Fortschritts" bisweilen entschieden seine Schattenseiten hat, erfährt die amerikanische Hausfrau mehr, als ihr lieb ist. Die Dienstmädchen, die aus Europa herüberkommen, geben sehr bald, nachdem sie die Fahrt über den Ozean. gemachMaben, ihre Stellung auf. Englische, schottische und die noch intelli- gentereu irischen Mädchen landen täglich in den verschiedenen amerikanischen Häfen, aber nach kürzester Zeit, sowie sie die Nötigen Vorbereitungen getroffen haben, suchen sie int! Lande Stellung alS Kinderpflegerinnen, Lehrerinnen, Stenographistinnen undSchreibmaschinistinnen. Diese Abneigung, eine dienende Stellung int Hause einzunehmen, besteht, obwohl in den Vereinigten Staaten schlechte Dienstbotenräume der Vergangenheit angehören. IN jedem guten Hause sind die Dienstbotenrüume hübsch- angenehm und den sanitären Anforderungen entsprechend. Alle Dienstboten in Amerika Werden monatlich gemietet und erhalten anster ihrem Lohn stets ihren Lebensunterhalt. Die höchsten Löhne Werden den Chinesen und die niedrigsten den Negern gezahlt. In allen Staaten an bet Küste des Stillen Ozeans kann man Nur chinesische Dienstboten haben. Dort bekommt man selbst in den kleinsten Familien keinen Dienstboten unter 120 Mk. monatlich: in grösteren Haushaltungen steigt der Lohn ans 2400 Mk. jährlich. Der Neger, der im fernen Süden der Vereinigten Staaten für Hausarbeit, Kochen, Wäsche oder Kinderpflege 20 bis 28 Mk. Monatlich erhält, bekommt für dieselben Dienste int Norden 60 und 80 Mark monatlich. Es gibt keine treueren, anhänglicheren und für die Interessen ihrer Arbeitgeber besorgteren Dienstboten als die zuverlässigen Neger, deren Großeltern noch Sklaven waren, während die Neger, die durch die modernen Schulen gegangen sind, gewöhnlich achtlos' sind und nichts taugen. Die von dem klugen und weitblickenden Führer der Neger, Booker F. Washington, begründete Schule für Farbige in Tuskogee, Georgia, sucht dem entgegenzuarbeiten. Dort lernen Knaben und Männer die int Süden üblichen Zweige des Ackerbaus und Handels; die jungen Mädchen werden in allen Haushaltungsarbeiten und int Nähen unterrichtet, während sie gleichzeitig den Elementarunterricht geniesten. Englische, irische, schottische, schwedische, deutsche und slawische Dienstmädchen und Köchinnen verdienen 64—140 Mark monatlich. Männer verdienen überall Mehr, nicht unter 80—100 Mark monatlich und Köche in Privat- häusern bringen es auf 200—240 Mark. In Klubs, Hotels nnd Restaurants verdient ein Koch 200—300 Mark monatlich. Dienst- botenschutzvereine sind in den letzten Jähren in den großen Städten' im Osten und Westen Amerikas gegründet worden, ohne daß sie wünschenswerte Ergebnisse gehabt hätten. Die sogenannten Schntzvereine haben nur den Lohn so gesteigert, daß er in keinem Verhältnis zu den geleisteten Diensten steht, sie haben auch' die Aendenz, einen Katechismus von sehr weitgehenden Fragen aufzustellen, die die Dienstboten an ihre voraussichtlichen Arbeitgeber richten sollen. Heimatskrmde. .. J* Zur Urgeschichte des Wester Wald es. Im Jahre 1.1002 erregte die Entdeckung einer Ansiedlung aus der sogenann- Hallstadter Periode bei Neuhäusel durch den hessischen Mmistertalrat W. Sold an großes Aufsehen. In Massen und mchtgedrangt fand er int Bimssteinsand die Löcher, in denen Pfosten der kleinen Hütten gestanden hatten, dazwischen feste „Tennen , die er als Feuerstellen und in einigen Fällen als Wasser- behalter deutete, und itVnt das Ganze Reste von Verhauen. Er schloß darauf auf eine dichte Besiedelung des Westerwaldes schon einige hundert Jahre vor unserer Zeitrechnung. In denk Jahrgang 58 des Jahrbuches des nassaiiischen Vereins für Naturkunde geht Herr Oberförster Behlen in Haiger mit dieser alten Kultur schwer ins Gericht. Er sieht in den Pfostenlöchern, welche sämtlich durch bett’ Saud bis auf den steinigen Ton gehen, nur die Höhlungen von Fichtenstämmchen, die bei dem großen Ausbruch des Krufter Ofens nm Laacher See verbrannt wurden, in den Tennen, vom Wind umgebrochene Stämme, die einen Teil des Tonbodens zwischen ihren Wurzeln an die Oberfläche brachten, in den sogenannten Zugkanälchen brr Feuerstellen die ausgefaulten Wurzeln der gefallenen Stämme. Aehnliche Baumlöcher fanden s ich an vielen Stellen int Neuwied er Becken und am Abhang des Westerwalbes, wo Bimsstein hoch genug gefallen ist, um bie Bäume zu töten und die Stümpfe nachher vor der Verwitterung zu schützen. Dr. Kobelt. Heiteres. * Aiis Hänschens Aufsatzheft. Häuschen ist wiohl- bestallter Sextan'er. Kürzlich hatte er einen Aufsatz zu machen, der daK Thema „Das Hans" behandelte. Wie Häuschen sich seiner Aufgabe entledigte, sehen wir in folgendem. Sein Aussatz lautete: Das Haus ist ein Gebäude aus Steinen und Holz, wo die Menschen darin wohnen. Manchmäl wohnen auch Tiere darin, zuut Beispiel Schweine, dann heißt das Haus Schweinestalle Mäuse wohnen aber in richtigen Häusern und werden in beti Speisekammer mit ber Falle gefangen. Wenn ich dort inanch- mal mause, wenn meine Mama den Schlüssel stecken gelassen hat- bin ich doch keine Maus. Diese wird ersäuft, ich aber nicht, sondern mit geschieht was anderes, was ich aber nicht nachsage. Im Hause ist ein Keller und eine Küche und ein Boden. Auch einige Stuben sind int Hause. Biele Häuser nennt man eine Stadt. Große Häuser machen eine Großstadt, z. B. Berlin, kleine Häuser nennt man eine Kleinstadt. Es gibt auch Rathäuser und Gasthäuser, wo Gäste verkehren. Auch aus Karten kann man Häuser bauen, die stürzen immer ein, i*mt ich puste, was allen viel Spaß macht. Wenn ein Haus im Garten steht, nennt man es Gartenhaus. Manche Häuser sind aus Glas. Wer darin sitzt, soll nicht mit Steinen werfen, weil sie sonst entzwei gehen. Aber bas gibt's man bloß im Märchen und darum glaube ich es nicht, weil ich noch keins gesehen habe. Auf denk Hause ist ein Schornstein, und mein Baler sagt, daß man da manchmal was hineinschreiben kann. Wenn ich einmal groß bin, baue ich mir auch ein! Haus. Dann bin ich ein Hausbesitzer und kriege immer die teuren Mieten. Manche Leute bezahlen keine Mieten und bie werden dann hinausgeschmissen. Darauf freue ich mich heute schon. _______ Die verlorene Kirche. Oft hörst Du im (Seifte ein Glockengehen: nicht merkst Du, woher es mag bringen. Du kannst bie silbernen Glocken nicht fetjn, noch bie Kirche, darin sie erklingen. Doch ladet der deutliche Gloüenton die Hörer zur einigen Feier . . . O lausche, Du roeitueriunnberter Sohu, dem Locken der himmlischen Leier! In welcher Kirche Du sonst auch kniest und in welcher Form Du bekennest: sorg, daß Du über die Mauern siehst und int Glauben „ber Einen" entbrennest! Bensheim a. d. Bergstr. Kart Ernst Knodt. Bilderrätsel. Auflösung in nächster Nummer. Auflösung des Leiterrätsels in voriger Nummer: E E R I B 0 T N S 8 A M A C T H RATTE I L Redaktion: Ernst Hetz. — Rotationsdruck und Verlag der Brübl'Ichen Universttäts-Bucki- und Stetndruckeret. R. Lana«. Gieße«.