MU ‘aufg. H.'Noll. G±^ss_^j5_ SM M W M Samstag den 29. Hkloöer Knrerha und spielte ebenso den Taubenblick aus, — denn man konnte ja nicht wissen, wie lange sie noch in dem lieben Regiment bleiben würden. Der Rittmeister war nämlich erster geworden, da Dörrenbach durch seine Versetzung Platz gemacht hatte. „Der gute Dörrenbach" fügte dann Frau Ellinor gewöhnlich hinzu, „em unersetzlicher Verlust für das Regiment. Und er ging auch nicht gern. Wir, Iva und ich, werden untröstlich sein, wenn es einmal so weit ist." Dann folgten noch einige Beteuerungen gegenseitiger Kameradschaft und Freundschaft, die sich jeder umso billiger leisten kann, als er weiß, daß niemand gerade sein Haus darauf bauen wird. Und das Ende blieb einmal wie°das andere Mal, man mußte noch jo viel als möglich zusammen sein. Darum war von nun an Familie Greditz jeden Sonntag um fünf 'Uhr für einen verlängerten Abend für das Regiment zu Haus. Ellinor erwies sich abermals als eine selten gewandte, kluge, tadellose Frau und Rittmeisterin auch. Selbst Hans Joachim war erstaunt, er wußte nicht, was er davon halten sollte, wenn Ellinor, an jenen Sonntagen wenigstens, eine für alle ganz gleich liebenswürdige Wirtin abgab, und kern Wort, kein Mick, keine Miene gegenüber dem Leutnapt p. Urem auch nur um einen Hauch wärmer gefärbt erschien, als gegenüber jedem der anderen seiner Offiziere. Eigentlich hätte gerade das ihm zu denken geben können. 'Aber er hielt es für einen recht geschickten Einfall, daß man das Regiment einmal wöchentlich bet sich sah. Er war seiner Frau dafür dankbar und meinte wieder einmal, 'Last er, indem er sich doch „rangieren" gemußt, trotz alledem und alledem mit dieser Heirat ein ganz; passendes Arrange- vrent getroffen habe. Msterdem liebte er den Svort und war nicht minder dankbar, daß er für sein Pferd einen so brillanten Reiter gefunden, weshalb er diesem auch, wie bekannt, die Partnerschaft angeboten hatte. Freilich, die Anregung war hier ebenfalls von Ellinor ausgegangen) aber der Rittmeister freute sich auch an'dieser Partnerschaft. Und« so dachte er, wenn Er überhaupt darüber zum Denken kam, daß seine Frau, wie in allein, auch in diesem Falle klug genug wäre, um keine Torheiten zu machen und ihre jüngste Flirtation mit seinem schönen Leutnant bereits zu den Akten gelegt habe. So ging denn alles seinen glatten Gang. Harro ritt seine und des Rittmeisters Renner und ging täglich bei Greditzens ein und aus. Die Urans erschiene,: jeden Sonntag in der Villa Ellinor. Tie Rittmeisterin war Von ausgezeichneter, ja fast mütterlicher Fürsorge gegen ihres Leutnants junge Frau, was für diese zuweilen recht am Platze schien. Denn im Grunde überzeugte man sich immer noch mehr, daß Frau v. Urau doch vieler Dinge ermangelte, um sich mit Schick und Geschick aus dem glatten Parkett der Salons zu behaupten. Ja, Man staunte, das nicht schon längst, gleich im Anfang, Berner ft zu haben. Niemand jedoch; lbefnerkte jetzt, wie die weltgewandte Frau keine Gelegenheit unbenutzt ließ, um eine Etwaige Lücke in-Wissest und Bildung, wie solche auch die höchsten Töchterschulen hinterlassen, in dem viel zu früh jedem Unterricht exvtir zogenen jungen Wesen bloßzustellen. Noch weniger konnte jemand auf die Idee kommen, wie sich Ellinor mit wahr- hast dämonischer Schlauheit gerade ihrer mütterlichen Nachsicht bediente, um die junge Frau zu reizen, wodurch dcurn nur allzu leicht bereit impulsives ungeschultes Temperament zum Ausbruch kam) sie in übermütigem Zorn oder zornigem Uebermut manches sagte oder tat, was besser ungesagt oder ungetan geblieben wäre, zumal 'ihr bester Schutz und 'treuester Freund, der es nie gelitten hätte, daß ;emand ein Goldhaar auf dem zierlichen Köpfchen krümmen durfte, nicht länger die kleine Frau vor sich selber und ihrem so gefährlich wachsenden Haß gegen die Petroleumtante zu hüten vermochte. Ja, diese Petroleumtante! In dem Namen gipfelte alles, was Jutta für df« Rittmeisterin empfand. Petroleum- t ernte! So schalt sie jetzt ihre Feindin, aber nur noch im stillen, für sich allein. Harro hatte ein für allemal diese Bezeichnung für die Frau seines Eskadronchefs verboten. Und hinsichtlich der militärischen Disziplin lernte die Frau Leutnant doch nach und nach Appell. Außerdem jedoch liest sie sich nicht beirren. Sie hatte es mit ihrem noch untrüglich kindlichen Instinkt empfunden, daß ihr diese Frau von Anfang an übel gewollt. Und trotz allem gewahrten Schein, obwohl 'Ellinor sich nur als ihres Leutnants freundliche, liebenswürdige Rittmeisterin gab, obwohl ihr gegenüber Harro nur die ausgezeichnete Rücksicht und Höflichkeit übte, wie sie jeder Offizier für die Frau seines Vorgesetzten, jeder Kavalier für eine Dame betätigte: ja trotz der intnttr wieder auftebende« Freundlichkeit, auch — 642 Zärtlichkeit ihres Gatten gegen sie selbst: Jutta hielt fest, daran, daß etwas zwischen den beiden sei. Und nicht gewöhnt, an sich zu halten, konnte sie das ihrem Mann aus den Kops sagen, geradezu, namenrlich, 'wenn sie sand, daß er von dem Reiten arg spät nach Hause kant, und ihr feines Rüschen etwas, ähnlich dem eigentümlich starken Parfüm Ellinors in ferner Nähe herumschnupperte. Harro geriet dann außer sich. Er wurde wütend, empört über solch solch einen Spürsinn am unrechten Ort. „Tu hast etwas mit der Greditz", beharrte jedoch Jutta in solchen Augenblicken, wie ein Kind, das sich nicht ablenken läßt. Und zum Schluß brach sie aus: „Gesteh' nur. Du warst bei ihr, Du liebst sie mehr als mich,," Und Harro mußte lügeu oder schweigen, wegen Ellinor, wegen seiner Frau. Und diese Lüge, das Schweigen, das nicht minder eine Lüge war, machten ihn noch wilder, empört gegen sich, gegen alle Welt. Diese Lüge, die in fein Leben gekommen, das ganze verlorene Leben, bedrückten ihn immer mehr. Er hatte Stunden, in denen er seine Leidenschaft gleich einem Verbrechen, einer Qual empfand; >— Stunden, in denen er eine Welt darum gegeben hätte, frei und in Ehren seinem Rittmeister, seinem jungen Weibe in die Augen zu sehen. Wer Frau Ellinor hielt ihn in ihrem Bann. Sie hatte eme Art, ihm über die Stirn zu streichen mit der schlanken Hand, wenn er nach dem Reiten auf ein Stündchen hinauseilte oder sie sich sonst einmal unbeobachtet zusammen- sanden — eine Axt, über die Dinge zu philosophieren, zu kacheln — daß er sich 'vorkam, wie ein Ueberbleibsel aus der Rumpelkammer einer längst überwundenen Zeit. Sie verstand zu küssen, daß einem nur noch die Empfindung blreb, alles zu wagen für solche Lust. Und dann, wenn die beiden nach solchen flüchtig gestohlenen Minuten, oft nur Sekunden, die Gesellschaft wieder umgab mit ihrer Rücksicht und ihrem Zwang, und die Unterhaltung der weltgewandten Frau hier allen galt: Harro hörte es heraus aus jedem Scherz, jedem ernsten Wort, was davon allein Mr ihn bestimmt war, ob er auch jetzt eben abseits von ihr stand. Er hörte ihr girrendes Lachen, es erinnerte ihn an em Lachen, das noch viel süßer klang. Er sah das Neigen chres schlanken Kopfes, den bestrickenden Blick — es er- mnerte ihn, daß dieser schlanke, hohe Kops sich gegen! seme Must zu neigen liebte, — an den Blick, darinnen dre Taubenanmut zu lodernder FlamMe ward: Ihm, ihm ganz allein hatte sich diese nie ihre Fassung verlierende' ! mit allem spielende, alles meisternde Frau als ein in i —erdenjchaft aufgelöstes Weib geoffenbärt, dessen Glück wieder nur er allein bedeutete. Und er fühlte seine Adern schwelten, seine Nerven zittern in männlichem Stolz und männlicher Lust. Ja, Circe Ellinor hatte ihn gefangen, j er konnte nicht von ihr los. Wo blieben ihr gegenüber die öden Stunden seiner Häuslichkeit, die Misere feiner jungen ferje, die, unvermeidlichen tßte-a-Me mit seiner armen, klemen, süßen, doch so einfachen Frau. Und doch, gerade, wenn er bewegt von dir Hochflut solcher Empfindungen, mit seiner Frau nach Hause kam und sie, jeden sGroll, jede Eifersiicht beiseite lassend, nur zärtlich, kindlich bat: ,Zarro, sei gut! Ich habe Dich lieb und bm Dein kleines, süßes Ding", ja, dann konnte es doch geschehen, daß ihn die Rührung übermannte und auch er freundlich und zärtlich ward. Merkwürdiger noch, daß es gerade dann mit wohltuendem Vergessen über seine Seele kam, ja, daß es ihn in die Arme feines Weibes triebf als gäbe es nur hier allein wieder Erlösung von einer Seligkeit, die er als Qual empfand, und Frieden für das, tooS er, trotz alledem, noch nicht ganz verwinden gelernt hatte. Und so kam es, daß Jutta, ob sie sich — nach eigenem Wortlaute, auch nicht beirren ließ, doch immer wieder I nuhige, freundliche, ja glückliche TaW sah, in denen sie I E Fatalitäten vergaß, harmlos und heiter erschien wie em Kind. 15. Kapitel. So war der Winter vergangen, der Frühling kam ins Land, dre Rennen in Hoppegarten standen bevor. Kommandeur und Hexe, Herrenreiter Leutnant Freiherr v. Urem, toaren längst dafür angemeldet worden. Selbstverständlich gmgen mich Greditzens nach Berlin. Ob es nun auch ganz selbstverständlich erscheint, daß eine Frau Rittmeister auf freundschaftlichem Fuße Mit ihres Gatten Leutnant steht, dwser in Höflichkeit gegen die Vorgesetzte exelliert, ob' es durchaus nicht Ungewöhnlich ist, daß sich zwei Herren im | I Sport zufammentün und dann auch ihre Frauen sich miteinander befreunden, sodaß man, wie es die Welt nennt, immer zusammensteckt; ja, ob auch niemand etwas bemerkt hatte: die Sonne bringt es an den Tag, sagt das Sprich- wort. Es gibt Ahnungen, Empfindungen, die gleich dest Stäubchen in der Luft herumfliegen, und wie diese in dex Sonne erst dem Auge erkennbar werden, erst durch einen! Zufall in das Bewußtsein treten. Um sich so gleichsam unter dieser Sonne zu Meinungen und Gedanken zu verdichten. Ob der Rittmeister doch wieder etwas skeptischer gegen seine Frau geworden war, ob er nur einer liebenswürdigen! Absicht folgte? „Elly", begann er eben, da er, wie üblich, mit seiner Frau nach ihrem guten, kleinen Diner beim Mokka saß. „Wir sollten Frau v. Urem einladen, mit uns zu reifen." Frau v. Greditz legte ganz gegen ihren gewohnten Schick den kleinen Wappenlösfel so schnell auf die zierliche Untertasse, daß dessel Gold und das Meißener Porzellan zusammenklangen. Der Rittmeister knipste die Zigarre ab — dann, ivährendl er die Augen auf den kleinen Fingernagel seiner linken Hand gerichtet hielt, als gäbe es momentan für ihn nichts interessanteres, als diese Modeblüte — blickte er unter den gesenkten Lidern nach seiner Frau und erklärte weiter: ,^Ja, es war eigentlich nicht freundlich, daß wir Frau! v. Uran noch kein Mal mitgebeten haben — bitte, hole das also jetzt nach." Ellinors Augen erschienen eben dunkel, wie eine Nacht ohne jeden Stern. Sie ward blaß, ganz blaß, bis in die Lippen. Glücklicherweise machte da des Rittmeisters Windspiel Kittchen Miene, seine Siesta auf den Falten ihrer Schleppe zu halten. Es war nur natürlich, daß sie sich gegen eine solche Verwendung des heliotrop- farbenen Samtkleides wenden mußte und sich wehrend zil dem zierlichen Tier hinunterbeugte. Als sie den Kopf wieder hob, zeigte ihr Gesicht nur seine natürliche Blässe, hatte die gewandte Frau ihren Entschluß gefaßt: „Ja-, Haus- Joachim, ich weiß aber selbst noch nicht, " ob ich gehen werde —" „Wa—as — nicht möglich!" entfuhr es dem! Rittmeister erftannt. „Ja, habe ich denn noch nicht mit Dir darüber geredet? Pardon —" Wie sich besinnend, Mhr die weltgewandte Frau mit der Hand über die Stirn. „Mrs. Blakers wird in diesen Tagen in Dresden sein. Sie will dort einen Arzt, den berühmten — wie heißt er doch gleich — er kuriert die Menschen nur durch seine Unterhaltung. Merkwürdig, nicht? — Mrs. Blaker also hat mich gebeten, yerüberzukoMmen. Wir sind Jugendfteundinnen und haben uns in Ewigkeit nicht gesehen — ich muß — ja, ich muß ihr wohl den Gefallen tun —" „Hm", machte der Rittmeister, meinte aber doch, trotz dem girrenden Ton, mit dem feine Frau alles das erläuterte, bemerkt zu haben, daß ihr etwas gegen den Strich gegangen sei. Fran Ellinor jedoch hatte wiederum Glück. Eben brachte die Post ein Telegramm, in dem ihr Mrs. Blaker mitteilte, daß sie, um die Freundin wenigstens 'einmal zu sehen, nunmehr nach Dresden über Kaltenburg fahren und hier ein paar Stunden bleiben wolle. Die Depesche war englisch abgefaßt. Des Rittmeisters Sprachkenntnisse reichten jedoch 'nicht viel weiter, als etwa den Stammbaum eines berühmten Pferdes zu entziffern oder die Bezeichnungen des Sports zu verstehen. So übersetzte denn Ellinor die englischen Hiroglyphen dahin, daß Mrs'. Blaker un- ttöstlich wäre, wenn sie, Ellinor, nicht mit ihr zusammen sein würde, und daß sie morgen über Kaltenburg fahren würde, um die Freundin mit sich zu nehmen. „Hm", machte abermals der Rittmeister. „Hätte gern der kleinen Urau solch 'nen Spaß gegönnt. Lieber, netter Kerl, die kleine Frau!" Ellinor hätte sonst wohl ein Achselzucken für diese Worte ihres Gatten gehabt. Eben aber war sie doch zu ärgerlich auf die kleine Frau, welche Schuld daran trug/ daß sie der Freundschaft ein Opfer bringen wollte, an welches sie sonst nicht gedacht haben würde. Denn ein Zusammensein mit Jutta in Berlin — das hätte ja erst recht alle Hofsnungen, die sie mit dem Aufenthalte dort verknüpft — unerfüllbar machen müssen. „Möchte wissen/ ivas Ihr an der Frau habt", fuhr sie aus, „kleine, dumme Pute. Höchstens, daß sie —" Doch das Prädikat, das Ellinor auf jeden Fall der armen, kleinen Frau lassen mußte, ließ sie, selbst dem Gatten gegenüber, länger schon keiner Dame mehr. Um so vergnügter lachte der da auf: „Daß sie jung ist, wolltest Du sagen. Ha, ha, ha! Ja, jung, ohne Kunst, ohne Berechnung, ohne Trick. Das macht's. Sie gibt sich, wie sie ist, gibt, was sie hat." „Das rühmst Du doch sonst — 643 mrr cm Deinen Pferden", unterbrach Ellinor schnell schlagfertig, boshaft, «Der scharf. „Demnach ist die kleine Frau Sei Mr, wenn nicht auf den Hund, so doch auf den Gaul gekommen. Gratuliere!" Und nun wieder mit girrendem Lachen, einer ganz besonders liebenswürdigen Neigung des schlanken Kopses, hob sie die Tafel auf. „Darum keine Kind- Mast, nicht. Mein Liebling? Ich bin nicht eifersüchtig," Abermals hatte sich Ellinor, und zwar mit dem letzten Worte, auch heute behauptet. Trotzdem blickte ihr der Rittmeister befriedigt nach. Er hätte doch keinen passenderen Gefährten für seine Stellungen und seine Bequemlichkeiten finden können, glich keinen passenderen Partner in den kleinen Reibereien, den einzigen amüsanten Zerstreuungen in der Oede seiner konventionellen Ehe. Am anderen Nachmittag dann teilte der Rittmeister Harro mit, daß er und seine Frau sich so gern das !Ver- gnügen gegeben Hätten, Frau von Uran zu den Rennen mitzunehmen, daß aber seine Frau heute morgen tritt einer kranken Freundin nach Dresden gefahren sei, und daß sie beide nun als Strohwitwer gleich zusammen nach Berlin dampfen konnten. Me Nachricht traf Harro ähnlich einem Schlag. Mit Hilfe des gewohnten konventionellen Drilles jedoch murmelte er sofort etwas wie von Dank für große Liebenswürdigkeit, Bedauern usw., ganz, wie es am Platze war. Tie Reife nach Bierlin hatte die Erinnerungen an den Aufenthalt des letzten Jahres hier neu erstehen lassem Seme schließlich überreizte Leidenschaft hatte ihm Wünsche und Hoffnungen vor die Sinne gegaukelt, die in Kaltenburg unverwirklicht blieben. An der Betäubung, mit der ihn jetzt diese Täuschung niederdrückte, merkte er erst, wie groß seine Sehnsucht, sein Verlangen geworden, endlich einmal wieder, und wäre es auf eine Stunde nur, in ungestörter Sicherheit mit — Ellinor zu sein. Dann aber Mit einem Male richtete er sich in die Höhe, reckte alle Glieder. Ihm war, als fiele etwas von ihm ab'; er atmete leicht — immer leichter. Und mit leichterem Herzen als lange, wie Befreit von einem Druck, nahm er am andern Morgen einen beinahe zärtlichen Abschied von seiner jungen Frau. Im Wagenabteil saß er seinem Rittmeister gegenüber bei der Fahrt in die Hauptstadt, frei, fröhlich, wie lange nicht. Ist auch ein netter Kerl, mein Leutnant und Herrenreiter, dachte der Rittmeister mehr Benn einmal während sie dann durch die blühenden Lande flogen, ein heiter Wort das andere gab — ein netter, lieber Kerl, just, wie seine kleine Frau. Damit war Jutta also wieder einmal allein. Doch Frau v. Greditz war diesmal nicht mit von der Parties Das ließ sie die Sache leichter nehmen. Wahrscheinlich wäre sie auch 'wieder ganz vergnügt geworden, hätte die einsamen Tage ganz heiter verbracht, wie jetzt manchmal schon, wenn nicht die lieben Freundinnen gewesen wären. Die aber stellten sich 'ein, um der armen, verlassenen Frau die Einsamkeit weniger einsam zu machen. Und nun gab mcuich ent erstauntes „Aha", ein bedauerndes „Oh", eine kleine, diskrete, harmlose Bemerkung leider nur zu geschickt tm Ausdruck: gleich dem Stäubchen in der Sonne, das in der Atmosphäre der Kaltenburger Gesellschaft herum- tanzte. Jutta wurde bald wieder ärgerlich, krittelig, unruhig, nufgtergt und nervös. Aber auch Harro war unruhig und nervös, als er wiederkam, und hätte doch alle Ursache gehabt, befriedigt zu fein, denn der Kommandeur und die Hexe waren beide als Erste durchs Ziel gegangen. Da nun die Kränze von Eichenlaub, Blumen und Napfkuchen, indem er öfter zum Rennen ging und Jutta dafür nicht immer tn Stimmung war, nicht länger zu seinem Empfänge in Szene gesetzt wurden, so hielt sich auch Harro nicht veranlaßt, eine große Wiedersehensfieude oder besondere Zärtlichkeit an den Tag zu eigen. Die arme junge Frau fühlte sich daher ganz geknickt. Noch aber verhielt sie sich still, denn sie fürchtete sich — sie wußte selbst nicht warum — ein wenig vor ihm. Sie meinte, er sei doch noch nie so scheußlich wechselnd in Stimmung und Laune gewesen. Dafür gab sie schärfer acht auf alles, was er tat, und Begann für sich zu spintisieren. _ Es war am zweiten Tage nach Harros Wiederkehr. Ersaß neuen feiner Frau; doch seine Gedanken — Jutta merkte es wohl — schweiften weit ab. Natürlich, die Zeit war vorüber, wo ihr all sein Denken gehörte. Zuweilen nahm er einen Anlauf, als wolle er etwas sagen, brach jedoch immer wieder ab. Nasitrlich, seine kleine Frau, die ihm ihr ganzes Leben geopfert, zu unterhalten, das lohnte sich nicht, toaHte es bitter in Jutta auf. Mehr als einmal war Harro heute zum Schreibtisch gegangen, hatte er eine Feder zur Hand genommen und wieder hingelegt. „Kommt denn heute keine Post?" fragte er endlich. Und sie werden doch nicht schreiben, zuckte es sofort durch Juttas Köpfchen. „Tu erwartest wohl ganz besondere Neuigkeiten?" fragte sie spitz. „Warum?" Eine lichte Lohe flog über sein junges, schönes Gesicht. „Hm, meinst Du, ich merke nicht, wie Du auf etwas wartest?" „Man wartet immer auf etwas", gab, er finster, doch vollständig kühl zurück. Wieder ward es eine Weile still. „Ich werde gehen", erklärte er da kurz. „Du — und die Greditz war doch in Berlin", fuhr Jutta dazwischen. Das Spintisieren hatte seine Wirkung vollendet. Harro zuckte zusammen. „Wie kommst Du dazu, so etwas zu behaupten", donnerte er die junge Frau an. Sie erschrak über sich selbst. Und noch einmal !var es eine Weile still, man hörte nur den Atem in beider Brust. „Hast Du vielleicht Schulden?!'" wagte Jutta endlich, weniger folgerichtig für den Augenblick als für ihre Gedanken, die nach einer Erklärung für des Gatten Erregung und .Verstimmung suchten. „Du weißt ja, daß ich jetzt immer bei Kasse bin." Er lachte Bitter auf. Sie neigte das Köpfchen: „Ach, ich wollte Mich gern mit wenigem Begnügen, wenn Du nicht mehr reiten wolltest, sondern Bei mir blieBest." Nun lachte er aBer Bitterer noch. „Du — früher hast Du anders gedacht. Du--" Er brach aB, dann mit plötzlichem Aufflammen: „Nee, und das ist ja auch noch das einzige, was einem die Oede des Ledens erträglich macht." Er nahm bie Mütze von dem Kleiderhalter und stürmte fort Und wieder geknickt, Bis in den Tod Betrübt und beleidigt faß die arme junge Frau da. . (Fortsetzung folgt.) Plaudereien aus der Kaiferstadt. (Nachdruck verboten.) Neue Denkmäler. — Zur Schließung der Cabarets. — Haupt- manns Schmerzenskind. Seit einigen Tagen ist Berlin wiederum um zwei Denkmäler reicher, wenn nicht inzivischen auf irgend einem noch unbesetzten Platz etliche andere Bildhauerwerke enthüllt worden sind. Tenn in dieser Richtung sind wir überaus leistungsfähig an der Spree. Tas Standbild Albrecht von Roons, der als Heeresorganisator des alten Kaisers unsterblich geworden ist, zog schon seit einem halben Jahre die Blicke der Tiergartenspaziergänger auf sich. Monatelang war nämlich die untere Partie der Figur unverhüllt zu sehen und nur der Kopf erschien mit unförmlichen Tüchern umwunden. Tann plötzlich umbaute man das Denkmal mit einem Zaun; dafür aber ragte nun der jetzt von seinen Hüllen Befreite Kopf über die Planken, wie ein dräuendes Schutzmannshaupt . auf der Suche nach Ungesetzlichkeiten. Geschmackvoll war das nicht. Tas Denkmal ist eine Schöpfung Harro Magnnssens und gibt die Züge des Feldmarschalls in sehr lebendiger Weise iuieber. Tie Körperhaltung hat leider etwas Posiertes und entspricht nicht den Vorstellungen des Volkes von diesem schlichten Helden mit dem kernigen Wappenspruch: „Echt und recht in Rat und Tat!" Tas zweite Denkmal ist ein Reiterbild Kaiser Friedrichs, das bei der Einweihung des. Kaiser-Friedrich-Museums enthüllt wurde. Es steht vor dem Museum und ist von Rudolf . Maison modelliert. Brütt, der das Standbild* Kaiser Friedrichs im Tiergarten geschaffen, hat es vollenden müssen, da der Tod den Münchener Meister inzwischen abgerufen. Auch dieses Denkmal wird nicht zu den Kunstwerken ersten Ranges gezählt werden dürfen. Weder das Roß, das seltsamerweise im Paßgang cinher- 'chreitet, noch die Figur des Kaisers sind glücklich aufgefaßt. Ter Oberkörper ist entschieden zu gedrungen; der Gesichtsausdruck läßt die alle Herzen bezwingende, leuchtende Güte des edlen Fürsten vermissen. Tie Haltung ist schablonenhaft. Mau hat den Eindruck, als ob der geniale Maison in dieser Schöpfung allzn- ehr von fremdem Willen geleitet worden fei und daher seiner .lrsprünglichkeit weniger Raum geben konnte. Es fehlt denn auch , nicht an _ der allzeit mobilen Kritik der lieben Berliner. Freilich, hat die Polizei jene Statten, an denen dem herrschenden Geschmack auf den Gebieten der Kunst am unverfrorensten mitgespielt wurde, mit wenigen Ausnahmen geschlossen. Tie Berliner Kabarets, jene plumpen Nachahmungen des graziösen Parisertmns, sind durch einen Ukas des Polizeipräsidenten von der Bildfläche verschwunden. Es waren nach und nach in die 70 solcher Jnstitutchen entstanden, die statt der Eintrittsgelder einen Garderobenobulns von 1—2 Mark erhoben, um dem Konzessions- Paragraphen auf diesem Wege zu entschlüpfen. Ter Unternehmer bekam gewöhnlich außerdem Prozente vom Weinumsatz des Wirtes; denn Bier wurde in diesen allen Eindeutigkeiten gewidmeten Hallen nicht ausgeschenkt. Bier schafft keine Simmnngt und — kein Geld. Tas Geschäft blühte in manchen dieser Kabarets derart, dak bte unternehmenden Literatur- und Bühnenzigeuner 644 langsam zu fetten Bonrgois wurden. Und nun sollen alle diese Herrlichkeiten ein (Silbe haben. Gemach, es wird nichts so heiß gegessen, als es gekocht wird! Etliche dieser Drunter- und Trüberbrettl haben sich schleunigst in Klubs mit geschlossenen Räumen und festen Mitgliedern verwandelt; andere haben die Konzession nachgesucht und in einem Falle auch schon erhalten. Man wird etwas zahmer werden, bis der Sturm sich gelegt hat, und alsbald vergnügt weiter mimen. Wer es aushält, kommt über den Berg! Auch Gerhart Hauptmanns Schmerzenskind „Florian Geher", das vor acht Jahren im Deutschen Theater erbarmungslos niedergejohlt imirbc, hat beit Sturm überdauert, den damals gehässige Gegner inszenierten. Am vorigen Samstag konnte es bei Otto Brahm, der inzwischen ins Lessingtheater übergesiedclt ist, eine siegreiche Auserstehung feiern. Hauptmann ist freilich vorher mit tapferer Selbstkritik an sein Buch herangegangen, hat das Vorspiel geopfert und eine Reihe langatmiger Szenen gekürzt. Aus manchem Saulus ist mit der Zeit auch ein Paulus geworden. Seine Gemeinde ist ganz wesentlich gewachsen, da man endlich in den Mürchenschöpsungen von „Hanneles Himmelfahrt" und der „Versunkenen Glocke" den echten Poeten erkannt und den köstlichen Humor des „Biberpelz" verstehen gelernt hat. Trotz aller Ovationen, die dem Dichter an diesem Abende zuteil wurden und ihm für den einstigen Tag der Schmach als Entschädigung wohl zu gönnen waren, ist „Florian Geyer" aber doch immer noch nicht als ein gutes Bühnenwerk anzuerkennen, wenn es auch als großes und schönes Buch gelten darf. Einzelne Schönheiten treten in der spannungslosen Handlung auf der Bühne wohl lebendig zu tage. Ter Gesamteindruck bleibt künstlerisch unerquicklich und nur der Hauptmannianer saus Phrase wird das nicht zugestehen wollen. Aber diese einseitigen Herren sind in ihrem Urteil ebenso belanglos, wie des Dichters geschworene Feinde. Rosenrote Gläser taugen für gesunde Augen genau so wenig, wie die rauchgrauen. A. R. Theodor Fontane als Theaterplandercr Fast zwei Jahrzehnte hindurch war Fontane ständiger Referent der „Voss. Ztg." in Berlin für das Kgl. Schauspielhaus, in einem Amte, das ihni die Sorge um das tägliche Brot aufgezwungen hatte, dem er dann aber mit ganzer Hingebung, mit all seiner Ursprünglichkeit und Gefühlstiefe, Geradheit und Wahrheit, dem er mit rührender Pünktlichkeit oblag. Aus deut in vier dicken Folio-Aktenbündeln, deren Bogen mit altem, vergilbtem Zeitungspapier beklebt waren, aufgespeicherten Schatz seiner Kritiken hat nun bie pietätvolle Bemühung seiner Familie und literarischen Nachlaßverwlater ein Tritteil des Hervorragendsten und Charakteristischsten gewählt und jetzt in einem stattlichen Band von fünfthalbhundert Seiten unter dem Titel „Causerieen über Theat er" (F. Fontane & Co., Berlin) gesammelt, ein prächtiges Zeugnis „von dem Wesen des Dichters, von seinem beweglichen Geist, seiner phantasievollen Beredsamkeit, seiner bildhaften Weisheit, seiner Art und Kuicht, seinem leuchtenden und wärmenden §itmor" nicht zuletzt. Mit ihm verklärte er auch den Tadel und bie Bedenken, die er schweren Herzens' — denn er zweifelte an seinem Urteil immer wieder, und es schmerzte ihn, verletzen zu müssen — gegen Werke und Persönlichkeiten aussprach. Seiner nichts verschweigenden, wenn auch vieles begütigenden Aufrichtigkeit war nichts mehr zuwider als „flaues Lob" oder „stupider Enthusiasmus" So muß er sich denn bald nach Beginn seiner Kritikerlaufbahn gegen den Vorwurf der Voreingenommenheit verteidigen und klagen: „Wenn man mir doch glauben wollte, daß ich lieber lobe als tadle. . . daß ich Ieitie_ Freunde und keine Feinde habe ,und daß mir lediglich die Sache am Herzen liegt! Man gebe niir Gutes, und ich werde nicht kritteln und nräkeln." Wenn aber das Maß von Fehlern voll sei, so müsse er es sagen. „Ich bin nicht dazu da, öffentliche Billetdoux zu schreiben, sondern die Wahrheit zu sagen." Dennoch hält den französisch-ritterlichen Mann auch seine in tiefem Pflichtgefühl gefestigte Sachlichkeit nicht ab, solange irgend die Möglichkeit besteht, sich in den Grenzen der Höflichkeit zu bewegen, ward sie auch manchesmal von Blitzen des Sarkasmus . durchzuckt. Wenn aber arrogantes Unvermögen ihn reizte, so lieft er seine ganze märkische Derbheit walten. Wer ihm gegen diesen Ton dann Einwendungen machte — moderne, unehrliche Zimperlichkeit hat dafür den Kunstausdruck „Berrohnng" beliebt —, dem antwortete er, in einer Kritik der achtziger Jahre: „Es ist furchtbar billig und bequem, immer von den Anstandsverpflichtungen der Kritik zu sprechen; zum Himmelwetter, erfüllt selber erst durch Eure Leistungen diese Verpflichtungen. Tas andere wird sich finden. Wie's in bett Walb hineinschallt, so schallt's 'wieder heraus!" Gerade in solchen Kernsätzen prägt sich die Phantasiestärke, die Drastik seiner Anschauung, die Originalität seiner saftigen Sprache am besten aus; wenn er z. B. den „Oberhof" der Birch- Pfeiffer ein Vorstadtstück nennt, dessen Linien wie mit einem Regenschirm in den Sand gezeichnet seien. Sein Kolorit sei das eines Bilderbogens, wo sich das Vaumgrün über die Köpfe und das Grasgrün über die Stiefel ergießt. Prachtvoll wird ein „geschichtliches Trauerspiel" Rud. v. Gottschalls' mit folgender Parodie abgefertigt: „Tas ganze Stück ist eine dramatisierte Turn- und Sängerfahrt mit aufgelegtem Fäßchen und Redeprogramm. Erste Nummer (Festrede): „Gott schuf den Deutschen und freute sich". Zweite Nummer: „Sie sollen ihn nicht haben." Trittens: „O Straßburg." Viertens: „Die deutsche Maid." (Deklamation unter gütiger Mitwirkung einer Blondine.) Fünftens : Wiederholung der Festrede. Zu gütiger Beachtung: Rückfahrt 9y3, der Zug halt bei Station Finkenkrug" (einem beliebten Ans- flugsort bei Berlin). — lieber einen Schauspieler wird bemerkt, er kenne nicht vollkommene Abrundung und innerlichste Trangabe, kein Rechnen, Abwägen und Distanzieren; „er setzt einfach donnernd seine Kugel auf und wartet ruhig ab, ob der Kegeljunge (die Kritik) „alle Nenne" oder blos „Sandhase" ruft." ■— Immer ist Fontane bemüht, über die bloße kritische Redensart hinaus' etwas zu sagen, was der Leser mit einer bestimmten Vorstellung begleiten kann. Tas machte seine Kritiken dem „Altberliner", dessen Lieblingsblatt die „Voß" war, wert; wie wertvoll sie als ein Ganzes betrachtet waren, das sah wohl keiner — als der im gefälligen Ton der Causerie gegebene Ausdruck umfassender Welt- und Menschenkenntnis, reifer Künstlerschast, edler Lebensanschanung; das macht erst die nun erfolgte Gesamtausgabe mit ihrer glücklichen Wahl und Anordnung eindringlich. Dem getreuen Eckehart des Kgl. Schauspielhauses, mit dessen Leben und Traditionen Fontane sich verwachsen fühlte tote wenige, wird dieser Band der „Causerien" manch neuen Bewunderer zuführen; der Freunde viele, die sein Geist,-sein Herz, sein Witz immer neu erfreut. (Münch. Neueste Nachr.) * Geistesarbeit und Schlaf. Wie sehr die geistige Leistungsfähigkeit durch die Dauer des Schlafes beeinflußt wird, läßt sich aus Versuchen eines Würzburger Forschers, Tr. Wey- gandt, ersehen deren Ergebnisse die Münchener nteb. Wochenschrift nach einem Vortrage Wehgandts niitteilt. Es wurde vor oem Einschlafen, also im Zustande geistiger Ermüdung, dann während des Schlafes in gewissen Abständen, und zwar eine halbe Stunde, eine ganze Stunde, zwei, drei bis sechs Stunden nach dem Einschlafen und schließlich am Morgen nach dem vollständigen Erwachen eine geistige Arbeit geleistet. Dabei ergab sich, daß für eine leichte Arbeit, wie das Addieren einstelliger Zahlen, auch nach kurzer Schlafzeit die vorherige Ermüdung einfach verschwunden schien, so daß hier der 'erste Schlaf von einer halben oder einer ganzen Stunde schon hinreichend erholend gewirkt hatte, während für eine schwierigere Aufgabe —. wie sie durch die Merkfähigkeitsprüfung des Auswendiglernens von zwölfstelligen Zahlengruppen repräfentiert war, nur allmählich im Laufe der Nacht sich die nötige Erholung einstellte. Im wesentlichen scheint die Erholung der Tauer des Schlafes zu entsprechen, so daß selbst nach sechs st ündigemSchlase immernoch nicht .so viel geleistet werden konnte wie nach einer vollständig, etwa acht Stunden durchschlafenen Nacht. Neue Wüchek. Frauenkalender für das Jahr 1905. Hrsg, vom Verein Frauenerwerb. (172 S.) Köln, Karl Fulde. 50 Pfg. Tabak- und Zigarreen-Kalender 1905. (215, 29 S.) Hamm, Th. Otto Weber, geb. 1.20 Mk. d e F o e, Toniel, Robinson Crusoe. Bearb. von Otto Zimmermann. (212 S. mit Bildern von F. H. Nicholson und Umschlagzeichnung. Leipzig, Otto Spamer. geb. Fontane, Theodor, (Sauferien über Theater. Herausgeber Paul Schleuthvr. (XX, 451 S.) Berlin, F. Fontane & Co. Leonhardt, Mathilde, Papier-Blumen. Tie Herstellung künstlicher Blumen. (43 S. mit vielen Abbildungen und Tafeln.) Ravensburg, Otto Maier. 1.80 Mk. Logogriph. (Nachdruck verboten.) Es ist darin ein Pärchen I Wie klingt es doch so sein, Mit Melodien fchineichelt Es in das Ohr sich ein. Ist drin ein andres Pärchen, O welch ein grimmer Streit I Bald bringts — ein Protokoll nur, Bald blutges Herzeleid. Auflösung in nächster Nummer. Auflösung des Silbenrätsels in vor. Nr.r Was vergangen, kehrt nicht wieder, Aber ging es leuchtend nieder, Leuchtet's lange noch zurück. Redaktion: August Goetz. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'fchenUniversitäts-Buch- und Steindruckerei, R. Lange, Gießen.