11604 15 SSW 11Hzmböqtf ~Ct" aTTjM HMLÄ ww (Nachdruck verboten.) Irüßtingsstürme. Roman von Paul Oskar Höcker. i'j (Fortsetzung.) Ein unbändiger Trotz lehnte sich in ihm auf. Es war ihm, als ob ihn mit einem Male ein wahrer Haß auf Dieter erfüllte. Einer Stimmung wegen wollte sie all das Große Und Gewaltige zertrümmern, das sie gestern in schwindelnde Höhen des Glücks erhoben, — weil der Kranke sich einsam gefühlt hatte — weil er sie dauerte! Und sie opferte sich Von neuem, ja, ließ ihr Glück und ihre Jugend mit hin- fnorden, lohne doch damit d-em Todgeweihten helfen, ihn retten zu können! „Ach, Hermann", sagte sie leise und klanglos, „das Leben hat Dich dem Elend der Welt gegenüber hart gemacht. Das große weiche Mitleid der empfindsamen Seelen duldet Dein Beruf ja auch gar nicht. Und Du bist eben Mann, ein freier Mann, gewöhnt, Dich in allen Kämpfen durchzusetzen und es bindet Dich gegen niemand eine Pflicht. Aber ich kann das Mitleid nicht aus meinem Herzen reißen. Liebster ich kann es nicht. Ja, und wenn ich es könnte, ich glaube, ich würde mich uicht mehr achten." Wie er Sturm gegen ihren Entschluß lief, mit wie prregten Worten er ihr beweisen wollte, daß der Kranke doch überhaupt nur noch eine kurze Frist vor sich hatte, in der er sich über seine Umgebung klar war, daß dann die Nacht für ihn begann, die ewige Nacht, der kein Tag mehr folgte, — wie er mit Gründen der Logik, der Vernunft sie zu überzeugen suchte, daß sie diesen Passionsweg zwecklos ginge! Sie weinte still vor sich hin. „Ja, ich weiß es, Hermann; es ist so grausam, als ob man einen Armensünder zum Richtplatz schleppte. Wer soll ihm in den schwersten Stunden denn niemand, gar niemand zur Seite stehen? Und wer denn sonst als ich? Liebster — das fordert doch die Barmherzigkeit von mir. Siehst Du das nicht ein — siehst Du das wirklich nicht ein?" „Ich sehe nur Deinen Untergang. Und darum — darum fordere ich Dich. Und mit mehr Recht als er. Ja, sage: wo liegt denn der größere Egoismus, die größere Grausamkeit? Bei mir, der ich kein anderes Sinnen, kein anderes Ziel mehr kenne als das eine, Dich glücklich zu machen — oder bei ihm, der Dein blühendes funges Leben hinnimmt, es vernichtet?" „Nun zürnst Du ihm. Und er weiß doch gar nicht . . ." „Drum eben muß man es ihm sagen." „Hermann!" — Voll Entsetzen, fassungslos sah sie ihn an. Er hatte den Hut abgenommen. Gequält preßte er die Kaust gegen die Stirn. „Glaubst Du denn nicht, Fränze, daß sein Vertrauen auf die Ehrlichkeit meiner ärztlichen Auskunft schon längst auf sehr, sehr schwachen Füßen steht? Er ahnt, daß wir ihm etwas Bedeutungsvolles verschweigen; er hat nur noch nicht die Selbstüberwindung gehabt, die unbedingte Wahrheit zu fordern. — Aber wenn er mich nun heute auf Ehre und Gewissen fragt, ob es für ihn noch eine Rettung gibt: ja, forderns. dann nicht Die Pflicht gegen uns beide, die Pflicht der Selbsterhaltung, ihm endlich die Augen zu öffnen?" Mehrmals wollte sie ihn unterbrechen. Die helle Angst stand in ihren Zügen. Aber nun schüttelte sie nur müde den Kopf und sagte leise: „Nein, nein, das würdest Du ja doch uicht tun. Um meinetwillen nicht." Stöhnend wandte er sich von ihr ab. Dann drang er wieder in sie mit neuen Bitten, neuen Vorstellungen. Sie legte ihre Hand in die seine. „Hab doch Erbarmen mit mir, Liebster. Es graut mir doch selbst so namenlos vor den nächsten Jahren." „Wenn Du Zeuge seiner letzten Qual wirst, Fränze, dann erstirbt etwas in Dir. Das weiß ich. Tu wirst Dich nie, nie mehr davon freimachen können. Wie ein schwarzer Schleier wird es zwischen uns schweben — ewig, ewig. Und es wird unser Leben vernichten." Sie nickte traurig. „Meines — ja. Mer für Dich soll und wird es ein neues Glück geben." „Ein Glück ohne Dich? Ach, Fränze!" „Ja, Liebster, scheiden müssen wir. Denn teilen kann ich doch nicht. Nein, nein, in diese sterbenden Augen mit einer Lüge zu sehen — nein, dazu bin ich zu stolz, dazu achte und ehre ich auch Dieter in feinem Unglück zu hoch. Und Du — willst es selbst nicht." „Fränze — Fränze!" Sie hielt seine Hand krampfhaft in der ihren und sagte unter innerlichenr Weinen, das ihrer Stimme etwas Erschütterndes gab: „Du bist mir zu lieb, zu wert dazu, als daß ich zusehen könnte, wie unser Glück sich Tag für Tag in heimlichem Betrug demütigt." Sie fühlte das Zucken, das durch ihn ging. Mit heißem Atem fuhr sie fort, die Augen schließend: „Tu etwas, das uns das Scheiden erleichtert, Liebster. Sieh Dich na'ch lachender Jugend um. Ja, nach einem neuen Glück, das Dich vergessen läßt. O, ich verspreche Dir, ich werde nicht in sentimentaler Klage am Kirchweg sitzen unL Dir das Herz schwer machen. Ich werde mich freuen, Hermann, ja, aufrichtig freuen. Glaubst Du mir? — Komm, dann nimm jetzt meine beiden Hände in die Deinen uttb laß uns einander fest ins Auge sehen — Abschied nehmen als ehrliche, große Menschen." „Als große Menschen", wiederholte er bitter. „Das Mitleid ist doch so klein, so weiblich, so — feig! — Ach, Fränze, Du weißt ja nicht, was Du mir antust! Wie Du alles in mir zerreißest — mich klein und verzagt machst." Er blickte mit trotzigen Augen übers Wasser bin. „Und es war mir schon, als> ob es in mächtigem Zug aufwärts ginge, höher und höher, dem Lichte zu. . . ." Verzweifelt brach er ab. — 366 - „Glaube mir, Hermann", sagte sie leise, „zn diesem letzten Kampf, den wir kämpfen, gehört mehr Größe, als zn dem grausamen Mut, über Leichen hinweg seinem Glück nachzujagen." Er war und blieb fassungslos. Und sie selbst erschien ihm als eine völlig Fremde. Wo waren ihre jungen Augen, die gestern so hell da draußen im Frühlingssturm blitzten und ihn in Glück und Sonnenschein anlachten? — Nun sollte alles, alles Traum und Erinnerung werden?! „Wenn Du das nächste Mal unser Haus betrittst, Hermann, wenn wir uns in seiner Gegenwart Wiedersehen, dann wollen wir einander gegenübertreten als tapfere Soldaten der Pflicht!" Sie preßte seine Hand, als klammerte sie sich! an ihn. „Hermann, sei mein guter Kamerad. Ach, hilf mir doch — sieh, ich bin doch die Schwächere. Und — ich bin doch — so arm und unglücklich." Noch ein paar Sekunden lang standen sie schweratmend nebeneinander. Keines hatte mehr die Kraft, ein Wort zu sprechen. Arbeiter kamen, die die Herrin etwas zu fragen hatten. Ihre Züge blieben starr, sie antwortete nicht, sie nickte bloß und folgte ihnen zum Werk, ohne sich noch einmal umzusehen. Stumm und in sich versunken verließ dann auch Zu- pitza den Stätteplatz. Er wanderte querfeldein, ging in ver stürmischen Mailuft weiter und weiter nach Norden, wahllos, ziellos aiuf Dämmen und Deichen, bis er endlich am Haff stand und über dem blaugrauen Wasser die schmale, dunkle Nehrung sah, die den mit jagendem Gewölk erfüllten Horizont abschloß. Die Erinnerung an den gestrigen Tag packte ihn, machte ihn zittern, wühlte ihm Herz und Sinne wieder auf. Und abermals schlich der Haß in ihn, der Haß auf Dieter, der ihm und seinem Glück mit seinem wertlosen Dasein im Wege stand. Er mußte Franze retten, er mußte sie befreien, er mußte die beiden trennen! — so schrie es in ihm. Und voller Trotz wollte er noch in dieser Stunde zu Dieter eilen, ihm rückhaltlos alles sagen, alles. .... Aber, was war das nur für eine seltsam warnende innere Stimme, auf die es ihn immer und immer wieder zu hören zwang? ... Er ward ganz irre an sich. Empfand er etwa selbst schon Mitleid mit dem, den er haßte? * Jü den nächsten Tagen erledigte er nur die notwendigsten Ktankenbesuche. Den Rest seiner Zeit verwandte er zu langen Märschen. Nach Sakuthen ging er nicht. Auf feinen Wanderungen suchte er sich mit Gewalt zu ermüden, suchte tagsüber seine zitternden Nerven zu strapezieren, sooaß er wenigstens nachts Frieden fand. Denn die Nächte, in denen er in unruhigem Halbschlaf dalag, waren qualvoll. Immer wieder schreckte er empor, von Träumen heimgesucht, von Bildern genarrt. Und dann zerquälte er seinen Kopf von neuem in dumpfem Hinbrüten. Erst Ende der Woche — es war der Samstag vor dem Pfingstfest — sah ihn Sakuthen wieder. Und auch da hatte es noch eines äußeren Anlasses bedurft; es hatte einen Unfall auf dem Werk gegeben, der sein schleuniges Kommen unbedingt forderte. Lorenz, der Stätteplatzwächter, hatte am Hoftor schon Ausschau nach ihm gehalten. Aufgeregt führte er den Doktor in den Baderaum neben dem Arbeiterspeisesaal, wo man den Verunglückten, einen jungen Burschen von kaum zwanzig Jahren, untergebracht hatte. Der kleine Raum war mit Menschen angefüllh die weder raten noch helfen konnten, die nur dastanden und zusahen und sich über den Leichtsinn des Verunglückten aufregten. Fränze kniete neben der Bank, auf der der wimmernde junge Mensch lag, sie war damit beschäftigt, ihm den ersten Verband anzulegen, so wie sie es von Zupitza gelernt hatte. „Da ist der Herr Doktor, Frau Lotz!" Zupitza ertrug es nicht, daß er sie nun hier unter allerlei gleichgiltigen Leuten zum ersten Male Wiedersehen sollte. Es kam ihn: wie eine Entweihung vor. Aber Fränze wandte ihm schon, auf den Knieen liegen bleibend, ihr blasses Gesicht zu, in dem ein trauriges Lächeln stand, nickte freundlich und sagte leise: „Das ist lieb, daß Sie gekommen sind." Wie der Klang ihrer ernsten Stimme ihn ergriff, ihn weich machte, wie er alle Spannung, alle Verzweiflung von ihm nahm! Unsicher erwiderte er ein paar Worte — er wußte selbst nicht, was er sprach. Dann ließ er sich neben ihr nieder. Sein Arm berührte den ihren. Ungeschickt, wie nie zuvor, seitdem er als Student die erste Assistenz geleistet hatte, machte er sich daran, den Notverband abzunehmen. Sie unterstützte ihn dabei sorgsam, wie früher oftmals. Inzwischen erzählte der Werkführer. Der Arbeiter war, trotz der steten Warnung, bei einer der Sägemaschinen, die ganze Baumstämme der Länge nach in wenigen Minuten vierfach und sechsfach zu dünnen Brettern zerschneiden, mit der Hand unters eiserne Schutzdach gefahren, um etwas Sägemehl zu entfernen. „Er lachte noch und rief mir zu: „Guckt nur einmal her, da liegt ja ein Finger am Boden! — Au, is meiner!" schrie er dann auf und fuhr sich nach der Hand. Und da war richtig der Daumen weg, und das Blut sprang nur so. Wo er das Blut sah, fiel er gleich der Länge nach um." Allmählich fand Zupitza seine alte Festigkeit in Ton und Haltung wieder. Er wies die überflüssigen Zuschauer hinaus und machte alles zum kunstgerechten Verband zurecht. Kaum eine Viertelstunde später war die Sache erledigt, und sie traten gemeinsam auf den Hof, noch immer von einer Anzahl Leute umringt, die fragten und schwatzten. Es war für die Krankenkasse eine Abt Protokoll aufzunehmen, dem Zupitza sein ärztliches Gutachten beifügen mußte; auf dem Weg zum Bureau hatte er mit Fränze daher noch allerlei Berufliches zu erledigen. Er sprach sachlich, aber er beobachtete sich dabei selbst, merkte auf seinen Tonfall, seine besondere Art, die verschiedenen notwendigen Fragen an Fränze zu richten, ohne sie dabei anzusehen. Er bewunderte ihre Ruhe, die eigentümlich innige Harmonie, die ihr ganzes Wesen auch heute wieder ausstrahlte, trotzdem es auf einen ernsten, ja leidensvollen Grundton abgestimmt war. Und dabei grollte er ihr doch: daß sie sich so meisterlich zu beherrschen wußte — oder auch, daß sie sich so rasch und still, vielleicht gar kampflos, in ihr Schicksal ergeben hatte! Als sie zum Bureau gelangten und er durch die offene Tür Dieter sah, der ihn in ängstlicher Erregung begrüßte, zuckte er zusammen. Jetzt hätte nicht viel gefehlt, daß er laut aufschluchzend Fränze an sich riß, seinem gepreßten Herzen in wilder Verzweiflung Luft machte. Aber Fränze hatte unbemerkt von den anderen seine Hand umfaßt. Er fühlte ihren sanften Druck — und ihr warmer Atem wehte ihn an, indem sie bittend, fast unhörbar, seinen Namen flüsterte. „Ja, ja, die Pflicht — die Pflicht!" kam es in leisem Aufstöhnen von feinen Lippen. Dann trat er ein. * Er fand den Kranken in einem bösen Zustande. Dieter hatte sich am Kreuz, an den Schenkelknochen aufgelegen, er litt mehr, als er seiner Umgebung eingestand. Erst, als Fränze das Zimmer verlassen hatte, klagte er dem Doktor sein ganzes Leid. Dieser Zug oes Aermsten, Fränze schonen zu wollen, rührte ihn nun doch wieder. Aber während der ganzen Unterredung befand er sich in einer seltsamen Zwitterstellung. Es war ihm nicht so, als ob er das ackles nun selbst erlebte, sondern als sei es schon irgend wann einmal passiert und er handle und spreche unter dem Zwang, die Szene genau so zu führen, wie die Erinnerung sie ihm vorspielte. Dabei war er auf den Fortgang geradezu gespannt und wunderte sich über Wendungen, auch über ein paar eigene Aussprüche, worm er Absichten und Pläne verriet, die ihm selbst ganz neu waren. Warum er sich so lang nicht habe sehen lassen? Ich es gab so viel zu tun, es war so viel zu ordnen jetzt vor dem Fest, denn er sei mit seinen Nerven derart auf den Hund gekommen, daß er Erholung brauche und ein bißchen zu reisen gedenke. „Sie wollen — reisen?" fragte Fränze, die die Tür des Bureaus wieder geöffnet hatte, wo sie mit Stojentin — 367 — Md dem Werkführer zusammen das Protokoll zu Ende führte. Da merkte er endlich wieder auf. Er lächelte über die Zusammenhanglosigkeit seiner letzten Sätze. Und nun blieb er schon aus Bequemlichkeit dabei — und gleichzeitig, weil er gegen den gewissen Zwang nicht ankonnte, dem alles, was er sagte, unterworfen war, als sei es schon längst, längst vorausbestimmt. „Ja, es ist das beste, ich reise. Ja, ich muß reisen." „Aber Sie sorgen doch für Vertretung, Doktors" fragte der Kranke ängstlich. „Gewiß, gewiß." „Haben Sie schon jemand in Aussicht?" „Ja." Er fuhr sich zerstreut über die Stirn. „Weng- lein, Dr. Wenglein. Krappe kennt ihn. Ich hab' Ihnen doch schon mal von ihm erzählt, nicht? Es ist auch ein Göttinger. Er hat sich im vorigen Jahr in Königsberg niedergelassen — und zu Ostern hat er hier in Ußditten den Kreisarzt vertreten. Der möchte sicher gern her. In Königsberg hat er ja doch noch keine rechte Praxis." Lotz beunruhigte es sehr. „Sie haben mir noch nie ein Wort von ihm gesagt." Er wandte sich an seine Frau: „Fränze, hast Du eine Ahnung? — Doktor Wenglein? — hast Du den Namen schon je gehört?" Sie hatte den Kops erhoben und musterte Zupitza scheu und gespannt. „Aber es ist doch nur — für kürzere Zeit, daß Sie auf Reisen gehen?" fragte sie stockend. „Ich kann es doch nicht sagen. Es ist so ganz plötzlich über mich gekommen. Wer ich weiß, ich wäre ganz unfähig, auch nur ein paar Wochen so hier weiterzuleben." „Und — wohin — gedenken Sie zu reisen?" „Ins Gebirge, in die Wpen, — vielleicht auch nur eine Seefahrt — das schwebt noch in der Luft." Zögernd kam Fränze näher. Ihre Blicke klammerten sich an ihn. Da war es wieder — dieses seltsam erregende Zittern, vor dem es ihm so graute — diese ängstliche Gewißheit: nun brauchte sie bloß ein einziges Wort zu ihm zu sagen und es übermannte ihn, sodaß er seine Verzweiflung laut hinausschrie! Sie war aber stumm an der Schwelle stehen geblieben, ihre Arme hingen schlaff hinab. Dieter drang in ihn, doch Genaueres über seine Reise und diesen Vertreter zu sagen. „Ja, ja", erwiderte er, wie aus einer Betäubung erwachend, indem er sich langsam über die Augen fuhr, „es ist ein bißchen über's Knie gebrochen — ich gebe es zu. Wer wenn ich mich doch einfach nicht imstande fühle? Es liegt vielleicht an der Luft, was weiß ich, kurz, ich muß fort!" „Sie haben sich überarbeitet, Doktor, ja, sich ost ganz unnötig strapaziert", sagte Dieter. „Die weiten Fahrten .— und der harte Winter — und Sie haben sich eben jeder Sache gleich innerlich angenommen. Da war Collenberg viel mehr Routinier." „Ja, ja, die Routine, die kühle Routine. Früher besaß ich sie. Es ist nur neuerdings so gekommen. Ganz seltsam." Er erhob sich plötzlich. „Wer ich telegraphiere heute noch an Wenglein. Denn zum Fest will ich nicht mehr da sein." „Zum Fest? Wer Doktor — morgen ist doch schon Pfingstsonntag." Nun lachte Zupitza verwirrt. „O richtig, morgen ist ja schon Pfingstsonntag. Hm. Vor nächster Woche werd' ich oa nicht wcgkomnren. Denn es könnte ja wieder so etwas passieren wie heute. Diese Unvorsichtigkeit der Leute. Nein, Sie sind manchmal wie die Kinder. — Ist die Sache nun in Ordnung, Herr Sojentin?" wandte er sich fast unvermittelt dem Buchhalter zu. Als er sich dann hastig empfehlen wollte, fragte Fränze: „Bevor Sie reisen, sehen wir Sie doch noch hier?" Es lag Angst in ihrer Stimme. Er schloß für eine Sekunde die Augen. Es tat ihm wohl, sich so gewissermaßen einzuhüllen in den Weichen Mang ihrer lieben, warmen matten Altstimme. „O sicher, sicher!" erwiderte er, zerstreut lächelnd. (Fortsetzung folgt.) Vermochte». * Ueber Bergwanderungen für Nervöse hat der Züricher, Kliniker Prof. Eichhorst in einer unlängst erschienenen größeren Arbeit beachtenswerte Winke gegeben. Die Berglust ist ohne Frage eins der vorzüglichsten Heilmitte.l bei der Behandlung der Nervosität, aber sie ist, wie alle physikalischen Heilmittel, mit Auswahl und mit eingehender Berücksichtigung der Individualität des Nervösen anzuwenden. So eignet sich z. B. das Hochgebirge wenig für Nervöse, bei denen Schlaflosigkeit oder Herzklopfen als Hauptbeschwerden vorwicgen, auch nicht für Kranke mit wenig widerstandsfähigem Körper. Wer in seinem Ernährungszustände stark heruntergekommen ist, der suche das Hochgebirge erst dann auf, nachdem er seine Ernährung und Leistungsfähigkeit zuvor hinreichend in die Höhe gebracht hat. Wenn nun auch Nervösen der beschriebenen Art zunächst von einem Aufenthalt im Hochgebirge abzuraten ist, so ist damit noch nicht ausgesprochen, daß sie überhaupt von einer Bergkur absehen sollen. Im Gegenteil wird solchen Kranken ein Aufenthalt im Mittelgebirge und in Orten unter 1000 Meter Erhebung, wie sie im Schwarzwald, im Thüringer Wald, im Harz, den Vogesen usw. außerordentlich zahlreich anzutreffen sind, sehr nützlich sein. Wer sich an Bergorten von mehr als 1000 Meter Erhebung aufhalten will, der muß auch dann, wenn er nicht an Nervosität leidet, darauf vorbereitet sein, in den ersten Tagen seines Aufenthalts eine Reihe von körperlichen Störungen zu erfahren, wie Pulsbeschleunigung, Herzklopfen, .vermehrte At- mungszüae usw., die man Akklimatisationserscheinungen nennt. Sie wechseln in hohem Grade nach der Individualität sowohl hinsichtlich ihrer Schwere als auch ihrer Dauer. Letztere soll sich nicht wesentlich über eine Woche erstrecken. Halten sie dagegen auch während der zweiten Woche unverändert an oder nehmen gar an Stärke zu, dann darf man dies als Zeichen dafür auffasscn, daß der Betreffende den Hochgebirgsaufenthalt nicht verträgt, und am besten daran tut, das Hochgebirge schnell wieder zu verlassen. Nach diesen Einschränkungen gelangt man zur Beantwortung der Frage nach der Zuträglichkeit der Bergwanderungen. Jeder Nervöse sollte sich an eine Bergbesteigung erst dann heranwagen, wenn er einen Spaziergang von mindestens drei Stunden ohne besonderes Ermüdungsgefühl und ohne jede Beschwerde ausgehalten hat. Auch ist es unter allen Umständen notwendig, nach jeder Bergwanderung eine mehrtägige Pause zu machen. Versäumt man diese notwendige Maßregel, so werden Schlaflosigkeit, vermehrte Unruhe, Beklemmung, gesteigerte Nervosität, vielleicht gar Zeichen von Herzmusrel- schwäche nicht lange ausbleiben. Für jeden Bergsteiger, aber in noch höherem Grade für einen Nervösen, gilt die Vorschrift des langsamen und gleichmäßigen Steigens. Gerade der Nervöse ist infolge seines unruhigen und überhasteten Wesens in hohem Grade dazu geneigt, beim Besteigen von Bergen eine zu schnelle Gangart einzuschlagen und keinen gleichmäßigen Schritt ein» zuhalten. Da kann es denn nicht ausbleiben, daß sich bald eine unüberwindliche Ermüdung einstellt, oder daß die Bergwanderung das Gefühl so großer Erregung hinterläßt, daß jeder weitere Versuch für die Zukunft eingestellt wird. Wer Berge besteigen will, muß weiterhin vollkommen schwindelfrei sein, wenn er sich an das Erklimmen Hoher Berge heranwagen will, und diese Schwindelfreiheit muß von vornherein vorhanden, sein, sie darf nicht erst zu erwerben versucht werden. Denn bei diesem Bemühen gehen Zeit und Spannkraft verloren. Unter dieser individuellen Berücksichtigung und unter Beachtung der angegebenen Vorschriften können Bergwanderungen ein sehr empfehlenswertes und leistungsfähiges Heilmittel für Nervöse sein, denn sie kräftigen den Körper, stärken die Willenskraft und geben dem Nervösen namentlich das oft fehlende Selbstvertrauen zu seiner körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit wieder. Sie regen den Stoffwechsel an, machen lebhafteren Appetit und geben bessern Schlaf. * Das Radeln als Schönheitsmittel. Gar manche enragierte Radlerin versagt sich an heißen sonnigen Tagen den Genuß einer Radfahrt, weil sie für ihren Teint fürchtet. Es wird so oft behauptet, daß durch das Radfahren, der Teint leide, und wirklich spüren Damen mit einer zarten Haut nach einer strammen Fahrt in der Sommerhitze oft ein unangenehmes Brennen mit Rötung oder Bräunung der Gesichtshat, ebenso wie sich Sommersprossen stärker zeigen. .Diese kleinen Schönheitsfehler lassen sich aber durch ganz einfache, unschädliche Mittel leicht beseitigen, und man wird bald merken, daß bei richtiger Hautpflege der Teint beim Radfahren sich sehr verschönert, klarer, reiner und frischer wird. Diese Wirkung des Radelns beruht auf der allgemeinen gesundheitlichen Wirkung des, Radfahrens, denn nur der gesunde Mensch erfreut sich klarer reiner Gesichtsfarbe. Zunächst darf man beim Radeln niemals einen Schleier tragen, am wenigsten einen schwarzen. Der Schleier ist der ärgste Teintmörder. Dann darf das Gesicht nach einer starken Fahrt niemals sofort gewaschen werden. Man reibe es sanft mit einem weichen Tuche ab, und erst nachdem man nch völlig abgekühlt hat, wäscht man sich das Gesicht mit gutem Coldcreme ein, läßt diesen zehn Minuten wirken, und reibt es dann sehr gut ab. — Ausgezeichnet für die Haut und das beste Mittel gegen Röte und Brand sind Waschungen mit saurer Molke (Wake), die die Haut weiß, weich und glatt macht. Während der Fahrt, etwa bei kurzer Rast, sind Abreibungen mit einer Zitronenscheibe sehr wohltuend, erfrischend und kühlend. Nur halte man stets zweierlei fest, niemals einen Schleier zu tragen, und niemals das stark erhitzte Gesicht mit kaltem Wasser zu wascheig — 36(3 — Dann wird der Teint, wenn man ihn auf die beschriebene einfache Art Pflegt, gerade durch das Radeln sehr klar und rein werden. * Ist Flirten ein Verbrechen? Wenn hübsche Passa- gierinncn an Bord eines Schiffes flirten, so ist ihnen daraus kein Vorwurf zu machen. So lmtschied der Kommissär Williams von der Einwandererbehörde, in Newhork. Carlotta Fragano, eine Passagierin der dritten Klasse, welche auf dem Dampfer „Königin Luise" des Norddeutschen Lloyd in Newhork ankam, ward von Inspektoren der Einwanderungsbehörde vor den Kommissär nach Ellis Island geführt, weil einige ihrer Mitpassagierinnen sie beschuldigten, sie habe während der Reise stark geflirtet. Earlottas Bruder, der sie begleitete, protestierte gegen die Anklage, und behauptete, die anderen Frauen und Mädchen seien nur eifersüchtig gewesen, weil Carlotta bei den jungen Leuten an Bord des Dampfers so sehr beliebt gewesen wäre. Crrlotta fragte, ob der Flirt in Amerika etwa als ein Verbrechen angesehen wäre. Kommissär Williams ents chied, daß dies nicht der Fall sei, und entließ Carlotta ohne Vorwurf. * Genealogische A n s i chts po st k a rt e n. Unlängst ist eine Reihe von Ansichtspostkarten entstanden, welche in Gestalt einer, mit Lorbeerzweigen gezierten, Stammtafel, je die preußischen Könige und deutschen Kaiser, die Könige von Bayern, von Sachsen, von Württemberg, die Grobherzöge von Baden und Hessen mit den Jahren ihrer Regierung und für jede einzelne Karte die Verwandtschaft, in der die einzelnen Herrscher des betreffenden Hauses untereinander standen, erkennen lassen. Eine siebente Karte ist in gleicher Weise den Königen der Belgier gewidmet. Eine achte Postkarte enthält die Reihe der Päpste, welche seit dem 18. Jahrhundert regierten. Der Hintergrund der Karten zeigt bei Preußen den Adler, bei Bayern die Wecken, bei Sachsen abwechselnd den Rautenkranz im quergestreiften Felde und den meißnischen Löwen, bei Württemberg die drei Hirschstangen und die , drei Löwen, bei Baden den Schrägbalken und den Greif, bei Hessen den gestreiften Löwen, bei Belgien den Löwen, bei den Päpsten abwechselnd die gekreuzten Schlüssel und die dreifache Krone. Die Entwürfe rühren von Dr. Stephan Kekule von Stradonitz in Groß-Lichterfelde, die Zeichnungen von Professor Ad. M. Hildebrandt in Berlin her. Die Kunstanstalt C. A. Starke, Königl. Hoflieferant, in Görlitz stellt die Karten her. I st d a s T i e r u n v e r n ü n f t i g?*) Die besten und ältesten Freunde des Menschen, seine ersten und wirksamsten Gehilfen und Mittel im Kampfe um die Herrschaft über die Erde waren die Haustiere. Man sollte meinen, daß er zum mindesten sie im Laufe der mehrtausendjährigen gemeinsamen Arbeit gründlich kennen gelernt hätte, ganz abgesehen von den zahlreichen wilden Tieren, zu denen er im Verhältnis von Jäger zu Wild gestanden hat. lind nun beweist uns Zell in seinem neuesten zoologischen Werke, daß wir uns vielfach noch über die wesentlichsten Eigenschaften von Hund, Pferd, Rind, von Bär, Löwe usw., ja sogar über die Organisation und die Fähigkeiten ihrer Sinne im unklaren und in gröblichem Irrtum befinden. Der Grund aber für diese fast unglaubliche Erscheinung und die Korrektur der irrtümlichen Auffassung, wie sie uns Zell entwickelt, ist so lächerlich einfach, daß man diese Lösung als bas Ei des Kolumbus bezeichnen muß; der Fehler liegt in der Hauptsache in dem anthroprozentrischen Standpunkt, d. h. in der Beurteilung des Tieres vom Standpunkte des Menschen aus. Wie also die Menschen den Göttern, die sie sich vorstellen, ihre eigenen Züge leihen, so setzen sie andererseits auch bei den Tieren menschliche Sinnesorganisation und menschliche Beweggründe voraus. Es fällt eben den Herren der Schöpfung unter allen Umständen, schwer, die eigene Haut abzustreifen und vom Maßstab des Ich, des vermeintlichen Weltzentrums, abzusehen. Alle Menschen, groß und klein, Spinnen sich ein Gewebe fein; Wo sie mit ihrer Scheren Spitzen Gar zierlich in der Mitte sitzen. Auf das Unangemessene und Fehlerhafte eines solchen Stand- ,Punktes, der ein tierisches Tun unter der Voraussetzung menschlicher Eigenschaften erklären will, weist Zell in treffender Weise hin, indem er sagt: Man konstruiere sich z. B. folgenden Fall: Ein Gelehrter wird im Lande der Hunde von diesen aufgegriffen, uni auf seine Intelligenz untersucht zu werden, und wird zu diesem Zwecke in einen Käfig gebracht. Im Lande der Hunde nndet natürlich, da das Gebiß das Hauptglied ist, die Oeffnung des Käfigs dadurch statt, daß man auf eine bestimmte Stelle beißt. Der Professor kommt auf diesen Gedanken nicht und wird allgemein für sehr dumm gehalten. Demgemäß versetzt sich Zell in die Seele des bandelnden Trers und forscht dort nach den Gründen dieses oder ieneS (vom menschlichen Standpunkt aus vielleicht unbegreiflichen) Tuns. Indem er ferner der Macht der Gewohnheit Rechnung trägt, die ja auch im menschlichen Handeln eine große Rolle spielt, fragt *) Unter diesem Titel ist soeben ein Werk von Dr. Th. Zell berauSgegeben vom Kosmos, Gesellschaft der Naturfreunde in Stuttgart, erschienen. (Preis 2 Mk.) er danach: Wie ist das frühere Leben des betreffenden Tiers in seiner Freiheit gewesen? So gelangt er zu ganz überraschenden, von den landläusigen weit abweichenden Feststellungen und Erklärungen. Hier sei nur kurz seine auf scharfer Beobachtung beruhende grundlegende Unterscheidung von „Nasentieren" — Hund, Rind, Pferd, Bär usw. — und „Augentieren" — Katze, Löwe, Tiger, Affe, Vögel usw. — auch der Mensch würde zu dieser, das Auge als Hauptsinn besitzenden, des Witterns unfähigen Gruppe zu rechnen sein — erwähnt. Mit der Fabel von der dummen, unvernünftigen Kreatur wird gründlich aufgeräumt. Wie alles in der Natur zweckmäßig ist, so auch im Leben der ihr völlig untertänigen Tierwelt. Auf der anderen Seite schwindet durch Zells Aufklärungen der ebenfalls authropomorphische Nimbus, der von poetisch beranlagten Menschen um den überschlauen Reinecke oder den großmütigen König der Tiere usw. gewoben ist. Weshalb glotzt die Kuh das neue Tor an? Warum scheuen die Pferde? Warum zeigen die Hunde so häufig au gewissen hervorstehenden Punkten ihre Fähigkeit, auf drei Beinen zu stehen? Warum bellt der Mops den Mond an? Diese und andere ähnliche Fragen werden vom Verfasser im Laufe und auf Grund seiner scharfsinnigen Untersuchungen geistreich und vielfach mit zwingender Logik beantwortet. Ob in jedem Falle die richtige Erklärung gefunden ist, steht dahin; einige, der landläufigen Meinung zu sehr zuwiderlaufenden Behauptungen werden sicher Veranlassung zu interessanten Kontroversen geben. So viel aber scheint gewiß, daß Zells Standpunkt und Ergebnisse nicht nur jedem Freunde unserer vierbeinigen Hausgenossen und Arbeitsgehilfen, wie auch dem Jäger, Landwirt und Zoologen Genugtuung bereiten und jeden denkenden Menschen anregen, sondern daß sie auch wertvolle Fingerzeige zur rechten Behandlung und Erziehung der Tiere geben werden zum Nutzen und zur höheren Ehre des homo sapiens. Gesundheitspflege. Bei Magen leiden leistet oft ein Tee von Wermut und Honig mit ein wenig gutem Rum oder etwas Wein gute Dienste. Dazu Warmhalten des Rückens. Die Nieren sind sehr wichtige Organe des Körpers. In gesundem Zustande sind sie in eine Lage Fett eingehüllt, ein Beweis, daß sie warmgehalten werden sollen. Bei Erkältung derselben tritt in ihren kleinen Gesäßen eine Stockung des Blutumlaufs ein, so daß das Blut sein Eiweiß verliert. Dieses ist aber eins der wichtigsten Lebenselemente, das die Aufrechterhaltung der Körperkräfte bedingt; wenn aber das Eiweiß durch die Blase ausg.'schieden wird, ist es für den Körper verloren. Darum ist es, besonders bei älteren Leuten von Wichtigkeit, den Rücken stets warm zu halten. Zwischen den Schulterblättern, sitzen die Lungen. Jeder weiß, wie leicht ein kalter Wind auf den Rücken Erkältung herbeiführt; das Sitzen mit dem Rücken gegen das Fenster oder eine Tür ruft infolge des Zuges nicht selten einen Katarrh hervor; deshalb sollten die Stellen zwischen den Schultern bei kalter Witterung besonders geschützt werden und Personen über fünfzig Jahren und solche, die an Beschwerden der Atmungsorgane leiden, sollten dort ein Stück Flanell tragen, um die Körperwärme zusammen- und die Einwirkung der Kälte von außen abzuhalten. Die Meisten an der Lunge leidenden Personen glauben schon genug getan zu haben, wenn sie die Brust, ordentlich verwahren, während doch der Schutz des Rückens ebenso wichtig, wenn nicht wichtiger ist. — Baron Alfred von Berger: Semmelweis und andere Geschichten. Verlag von F. Fontane u. Co. in Berlin. — Preis Mk. 2.—. Der Verfasser, als Leiter des Deutschen Schauspielhauses zu Hamburg weiten Kreisen bekannt, gehört zu den feinsinnigsten Stilisten und Aesthetikern. Warmherzige Empfindung und glänzende Schreibweise zeichnen die hier zu einem handlichen Bande vereinigten drei Novellen aus. Die erste von ihnen „Semmelweis", die in novellistischem Gewände dem Andenken des unvergessenen Klinikers Billroth huldigt, verdient das lebhafteste Interesse weitester Kreise. Zahlenschrift. 128 — 4565 7 — 889— 16 10 — 11 12 06 10 — 18 14 15 13 3 9 6 3 — 7 8 15 13 9. (Schlüsiel: 2 3 8 6 7 Teil der Erde. — 10 12 11 6 7 vielbesuchte Ostseeinsel. — 1 2 7 9 5 berühmter italienischer Dichter. — 645 8 Metall. - 8 16 13 14 7 13 6 8 9 Wert des Kunstwerks.) Anfiösung in nächster Nummer. Auflösung des Rösselsprungs in vor. Nr.: Und ob es bläst in West und Ost, Setz nur zurecht dein Segel. Halt fest das Steuer und fahr getrost, So lautet die Semannsregel. Jul. Rodenberg. ‘Xeteftion: August GSH. — Nvtcuicukdruck und Verlag der Lrühl'schen Universttöts-Bnch- und Ctcindrnckerei. R. Lange, Gießen.