'l-famhösK'» C? liifS W 1B Kin angenehmes Erbe. Humoristischer Roman. Von Victor von Reisner. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) „Ja, warum denn nicht?" fragten beide mit verwunderten Gesichtern. „Weil ich nicht mehr frei bin", entschlüpfte es ihr unbedacht. „Nicht mehr frei!" rief Dinko empört, „das gibt es nicht! Wir haben zuerst um Ihre Gunst geworben, also haben lvir das erste Anrecht auf dieselbe!" Diese Huldigung verfehlte nicht ihre Wirkung auf Ernas leicht empfängliches Herz und ließ sie ihren Groll ganz vergessen. „Aber, meine Herren", sagte sie mit bedauerndem Achselzucken, „Sie hätten mich ja doch nicht beide heiraten können." „Ja, warum denn nicht?" fragte Mirko harmlos. Der ältere Bruder gab ihm einen, die mündliche Erklärung vollständig ersetzenden Rippenstoß. „Er meint", wandte er sich, zu Erna, „daß Sie einer von uns jedenfalls genommen hätte. Wir würden uns deshalb nicht veruneinigt haben, und wenn es nicht anders gegangen wäre, so hätten wir Sie einfach mit dem Würfelbecher ausgeknobelt." „Ausgeknobelt", quietschte Ern a belustigt auf, „ich danke Ihnen für diese Auszeichnung! Doch Scherz beiseite, meine Herren, Sie kommen zu spät, denn ich/ habe Mich vor einer halben Stunde heimlich, —" Sie hielt stockend inne. „Was haben Sie sich heimlich —" drängte Dinko. Puterrot vor Aufregung streckte ihnen Erna die Hände hin, welche die werbenden Jünglinge schwell ergriffen, und ihnen fest in die Augen schauend, fragte sie feierlich: „Können Sie schweigen?" „Wie das Grab!" beteuerten beide dumpf. „Und werden mich mit keiner Silbe verraten?" „Mit keiner Silbe!" „Nun, dann will ich es Ihnen unter dem Siegel der Verschwiegenheit anvertrauen. Ich, habe mich vor einer halben Stunde heimlich — verlobt!" Wie von einer Natter gestochen, ließen die beiden ihre Hände los und starrten sie völlig entgeistert an. Dinko fand zuersst die Sprache wieder. „Dann müssen wir freilich blutenden Herzens entsagen", sagte er tonlos, „ob wir Ihnen aber gratulieren dürfen, ist eine andere Frage, denn das Glück, das Sie an unserer Seite erwartet hätte, wird Ihnen wohl schwerlich, ein anderer bieten können." „Er liebt mich aber ebenso heiß wie Sie", stotterts Erna errötend. „Das ist nicht möglich", wandte Dinko wehmütig ein und Mirko bat flehend: „Machen Sie sich nicht unglücklich- Fräulein Erna, nehmen Sie lieber uns, wir werden Sie aus den Händen durchs Leben tragen, wir werden Ihren Weg mit Rosen pflastern. . ." „Bestreuen", verbesserte ihn der Bruder. „Aber, meine Herren, es rst nun doch« einmal zu spät", klagte Erna, „vor einer halben Stunde hätte ich mir die Sache noch überlegen können, aber jetzt. . ." Die beiden verunglückten Werber schauten ganz niedergeschlagen drein. „Zu spät — zu spät!" murmelten sie düster, dann raffte sich Dinko zu der schicksalsschweren Frage auf, wer denn eigentlich ihr bevorzugter Rivale sei? Erna zögerte mit der Antwort; es war ihr, als ob sie damit den Geliebten seinen Henkern auslieferte, dann aber sagte sie sich- daß er Manns genug sei, sich seiner Haut zu wehren, daß es von ihr sogar ein Verbrechen wäre, an seinem Mut zu zweifeln, und mit dem Stolze der antiekn Römerin, die ihrem Mann lächelnden Antlitzes das Schwert in die Hände drückte, um ihn den Feinden entgegenziehen zu lassen, nannte sie Vladojs Namen. „Was, Vladoj?" rief Dinko voller Empörung — „das geben wir nimmermehr zu! Jedem anderen würden wir den Platz freiwillig, wenn auch schweren Herzens, geräumt haben, ihm aber nie!" „Nie!" bekräftigte auch Mrko. „Ja, warum denn nicht?" fragte Erna ganz ber* schüchtert. „Weil er Sie sitzen lassen wird, wie er schon so viele sitzen gelassen hat." Erna wurde es ganz wirbelig im Kops. „Er hat schon andere sitzen lassen?" stammelte sie im jähen Schreck; dann sich aber Vladojs heißer Schwüre und seiner feurigen Glut erinnernd, wurde sie wieder etwas zuversichtlicher, und ironisch setzte sie hinzu: „Das diktiert Ihnen nur Ihre Eifersucht — Vladoj hat gewiß noch keiner vor mir Liebe geschworen, geschweige denn sie sitzen gelassen." „Doch, er hat es getan", bekräftigte Mirko. „Mit anderen kann er indes machen, was er will, das kümmert uns nichts, aber die Dame, dre wir lieben, die darf er nicht sitzen lassen!" „Nein, das darf er nicht, und das werden wir ihm auch sofort sagen", entschied Dinko, und nach einem Blick des Einverständnisses mit dem Bruder machten sie Kehrt, um ihren Vorsatz möglichst schnell zur Ausführung zu bringen. Erna fingen die Knie an zu zittern, denn nun mußte es ja entschieden zum Duell kommen — ein anderer Ausgang war gar nicht denkbar! Bisher hatte sie mit solch 494 einer Möglichkeit nur aus der Entfernung kokettiert, nun es aber wirklicher, wahrhaftiger Ernst werden sollte, wurde ihr doch furchtbar ängstlich zu Mute. Sie sah nichts als Blut vor den Augen, und um das Schreckliche so lange als irgend möglich hinauszuschieben, rief sie die Davon- sttirmenden flehenden Tones zurück. „Hilfe, Hilfe!" schrie nun Erna im höchsten Diskant, und als die mutbeseelten Jünglinge daraufhin doch zurückkehrten, stürzte sie sich ihnen, um ja nicht ihre Herzensangst zu verraten, todesmatt in die Arme und heuchelte eine veritable Ohnmacht. Ihr gellender Aufschrei hatte aber unglücklicherweise auch deu Herrn Pfarrer, der noch auf ihren Papa wartete, herbeigelockt. „I der Donner, Sie sind ja-eine recht nette Fliege", fuhr er polternd dazwischen, Im Nu hatte sich Erna von ihrer Ohnmacht erholt, und tief beleidigt protestierte sie: „Ich bin keine Fliege, das verbitte ich mir!" Er nahm sie bei der Hand, damit sie ihm nicht wie vorhin ausrücke, hielt sie einen Schritt von sich ab und musterte sie schtnunzclnd von oben bis unten. „Und so ein Guckindiewelt verbittet sich etwas!" spottete er kopfschüttelnd, „na warte, mein Kleinchen, wir wollen erst. . ." „Fräulein Erna ist weder ein Guckindiewelt, noch ein Kleinchen, sondern eine Dame", nahm sich Dinko ihrer ritterlich an. „Du, mein Junge, hältst den Schnabel", wies ihn der Pfarrer grob zurecht und dann wieder seine Anfmerksamkeit Erna zuwendend, die sich vergebens von ihm zu befreien suchte, sagte er, seine Lachlust nur schwer bemeisternd: x,Na, die Frau Mama, die so sehr für ihr Hühnchen zittert, sollte nur wissen, wie es von selbst aus einem Arm in den anderen flattert — das würde ihr sicherlich eine riesige Freude machen!" Erna hätte ihm vor Wut die Augen auskratzen können. „Ich weiß allein, was ich zu tun und zu lassen habe!" trotzte sie und warf ihm einen Blick zu — einen Blick, der ihn, wenn er nur einen Funken Taktgefühl befaß, tödlich treffen mußte. Dieser Halbwilde, dieser Barbar, ließ sie aber nicht nur nicht los, sondern umspannte ihr Handgelenk noch fester und mit eisiger Stimme sagte er: „Nun, dann wollen wir doch gleich zur Mama gehen nnh sie fragen, ob sie derselben Meinung ist?" (Fortsetzung folgt.) Are Wolkskunst-Ausstessung auf dem Koßcrodskopf. Bon Ernst Freundlieb, Pfarrer zu Ulrichstein. ro Fa, es fand sich auch das eine oder andere Stück, bei dem der Baua, in der Mitte, oder auch noch etwas mehr nach dem oberen Nande hm, etwa nach Art antiker oder altgermanischer Gefäße ziemlich scharf nach außen hin geknickt erfchien. Tie Henkel oder Ohren pflegten in der Regel au der der Zotte gegenüberliegenden -Leite angebracht zu sein, doch kam's auch vor, daß sie im rechten Winkel zu der Richtung der Zotte seitlich angeordnet waren. — Mannigfaltiger fast als in den Forinen wareii aber die ausgestellten Arbeiten in ihren Farben. .Es waren blaue, grüne, hell- und duncklbraune, asst schwärzliche daneben gan zweiße, auch gelbe und rote, .einfarbig gehaltene (und ornamental verzierte), aber auch ebenso schöne bunte, grün oder blau gesprenkelte und stupfte, .besonders aber hübscke rot, weiß und blau incinander- ?c3lo'var auch da ein hübsches, tiefdunkelbraunes Töpfchen mit drei oder vier über den Umfang hin verteilten Maiblümchenstauden und ein noch etwas kleineres und sehr formschönes, tiefblaues Töpfchen mit einer ähnlich angeordneten grünen Phantasie-Blätter- pslanze mit je zwei weißen Blütentupfen. Hübsch machte sich auch.. endlich eine hellbraun: und grün gehaltene Eichenlaubranke, die über den toeiten Bauch eines schwarzglasierten größeren Topfes gezogen war. — Neben diesen ausgesprochenen Pflanzenornamenten waren aber ferner^ auch Sachen mit ganz frei ornamentalem schmuck zu finden. So Stücke mit einem einzigen größeren oder auch mit mehreren kleineren auf den ganzen Umfang verteilten, Weitz und bunt getupften rautenförmigen Sternen, oder andere mit. über die ganze Oberfläche verteilten oder auch nur über den größten Umfang hin zu einem Kranz geordneten getupften buntfarbigen Blüten und Aehnlichem mehr. Hübsch wirtke ein Banm- stich-Mufter, das in Blau auf tveißer oder auch in Hellbraun auf dunkellbrauner Glasur, .besonders auf Heineren halsig gebauchten Töpfchen über den größten Umfang hüigezogen zu sehen war. Sehr, hübsch nahm sich auf einigen größeren einfach ober auch gleichfalls halsig gebauchten Töpfchen ein Blau auf Weiß oder auch Weiß auf Schwarz.und Braun getupftes regelmäßiges Welleu- linienornament aus mit zwischen den Hebungen und Senkungen eingeordneten Wedeln, die im ersteren Falle, wie die Linie selber, blau, im zweiten Falle grün gehalten waren. Namentlich das letztere Stück war von feiner Wirkung, und ganz besonders fein wirkte auf einem braun glasierten Töpfchen ein ähnliches Ornament, bei dem die Schwingungen der Wellenlinie starker und an den Uebergängen von Hebung und Senkung allemal durch große kirschrote. Tupfen unterbrochen waren. — Kurzum, es war bei aller Schlichtheit ein buntes, formen- und farbenreiches Bild, das sich dem aufmerksamen Betrachter bot. Dabei darf nicht unerwähnt bleiben, daß die Wahl der Farben wohl durchweg gut genannt werden mußte, daß insbesondere die Farben des zeichnerisch flotten ornamentalen Schmucks der Farbe des Unter» grundes gegenüber m t sicherem Geschmack gewählt erschien n und daß von ein e Tissonanz, von „schreiender" Wirkung der Farben wohl nirgends die Siebe sein konnte. Tie Ausstellung bot mit ihren Sachen das erfreuliche und erfreuende Bild einer schlichten, aber echten, von der tastenden Unsicherheit unserer Zeit noch nicht ernstlich gestörten, altüberlieferten Handwerkskunst. An Kinderspielsachen war von den Lauterbacher Häfnern nur Weniges zur Ausstellung gebracht, fast ausschließlich Mädchen- spielsachen: Töpfchen, .Tellerchen, Urnen und Väschen, meist einfarbig Braune Sächelchen, die sich aber durch große Formschönheit vor den bunteren und vielleicht mehr in die Augen leuchtenden Alsfelder Mädchenspielsachen anszeickmeten. Tierfigürchen und ähnliche Sachen, mit denen Alsseid zwar auch nicht so vollständig, .wie reich an der Stückzahl, aber doch gleichwohl glänzend vertreten war, .fehlten von Lauterbach fast ganz. Die Sachen werden, wie ich hörte, .eigentlich nur in der Weihnachtszeit gemacht, wo sie. zuweilen auch von den Kindern im unterhaltsamen Spiel angefertigt werden sollen. Auch in Alsfeld werden die Sächelchen vom Häfnermeister Heinrich Etling V. hauptsächlich wohl in der Winterzeit und ost, wie ich mir habe sagen lassen, abends am Familientisch geformt und angefertigt. Diese klein« Notiz zur Geschichte ihrer Entstehung scheint mir für die Betrachtung .dieser Dingelchen nicht uninteressant. Ast's doch, als ob so etwas wie ein Schimmer von Kindersröhlichkeit und Familienbehaglichkeit über den Sachen läge und aus ihren drolligen Formen widerstrahlte. Die Sachen sind einfach köstlich. — Man kann ja das Kleine nicht ohne Weiteres mit dem Großen vergleichen. Gleichwohl möchte ich sagen: es bleibt in diesen Sachen etwas von derselben frohen oder besser fröhlichen Schöpferlust wie in den besten Sachen unserer Bolkskunstschnitzerei auch. Nur ein (freilich in feiner eigenen Weisel „sinnierender", zu Spaß und Laune aufgelegter Geist vermag sie, wenigstens in der Mannigfaltigkeit nnd immer wieder gleich drolligen Wohlgelungenheit, wie sie an den Sachen Etlings zutage tritt, hervorzubringen, und man darf wohl ruhig, wenn eben das Wort nicht gerade böswillig mißgedeutet werden soll, im Blick auf sie von kleinen Volkskunstarbeiten reden. Es spricht sich Individualität, Persönlichkeit, in diesen Sachen aus. Und so viel ihrer auch nach Handwerksgebrauch mit dem bildsamen Thon zu hantieren verstehen mögen, gerade f o bringt die Dingelchen doch kein anderer wieder hin, — mag er auch in seiner Weise vielleicht gleich E — vortreffliche Sachen machen, — als eben gerade Etling. Damit soll nicht etivfl der eine Mann persönlich vor den Zunstgenossen, die sich im gleichen Sinne betätigen, herausgehoben sein, sondern was ich sagte, das soll zur Charakterisierung der Arbeiten selber dienen und es gilt, wie ich auch schon angedeutet habe, von jedem anderen in derselben Weise, sofern er eben Aehnliches, wenngleich von gänzlich anderer Eigenart, hervorbringt. Recht interessant war, gerade von diesem Gesichtspunkt aus, eine Vergleichung .ber drei in der Ausstellung vorhandenen (verschiedenen Werkstätten entstammenden) „Gäulchen"-Typen. (Für andere Gegenüberstellungen fehlte das Vergleichsmaterial aus Lauterbach) Dem samt dem Pferde gelbglasierten „Reiter" aus der Hand und Werkstatt Etlings mit seinem ganz außerordentlich primitiven Reitpferd stand ein buntgescheckter, an Kopf, Brust und Mähne, ja man kann sogar sagen: überhaupt, wenngleich plump, so doch mit einer gewissen Sorgfalt und fast möcht'ich sagen: Liebe modellierter „Jll-Gull" von Konrad Bauer und weiter xin kleineres braunrot glasiertes an Mähne und Schwanz allerliebst weiß angemaltes, jm übrigen aber auch wieder außerordentlich primitiv gehaltenes „Gäulchen" von Friedrich Schiebelhuth aus Lauterbach gegenüber. Ich möchte im Ernst nicht zu entscheiden wagen, welche von den dreien die bessere und beste Arbeit sei. Sie geben halt je nach der Individualität des Urhebers, aber mit gleicher Vortrefslichkeit, ganz Verschiedenes wieder. Ter eine zeigt das temperamentvolle, her andere mehr das „treue" und „liebe", der dritte gar das neckische, lustige Pferd, und jeder zeigt das seine in aller Primitivität so charakteristisch, lebensvoll und wahr wie drollig und echt kindlich zugleich. Ja wirklich, drollig sind die Sachen und dabei echt kindlich. — Wie man auf den Bildern unserer Maler Architektur- und Möbelstücke von einer vornehmen und edlen Einfachheit anzutreffen gewohnt ist, nach denen man sich freilich dann in der uns heute umgebenden Welt vergeblich umsieht, so findet man wohl auch zuweilen in guten Bilderbüchern und Kinderbuch-Illustrationen noch Spielsachen von einer edlen Einfachheit und von einer bezaubernden, gemütvollen und drolligen Naivität und Primitivität abgebildet. , Wenn man sich freilich dann im Leben für seine Kinder etwa wirklich nach dergleichen Sachen umsehen möchte, — wo sind sie denn zu finden?! In unseren großen Spielwarenläden jedenfalls nicht. Da trifft man nur die bis zum i-Tüpfelchen fertigen, ost raffiniert vollendeten und ausgeklügelten Blech-, Celluloid- und Holzsachen an, mit denen das Kind und die im Spiel so glückliche Kinderphantasie nichts mehr zu tun hat. Spielsachen sür die Alten und Altklugen sind das eher. Ter ganze „Witz" ist meist, haß man sie richtig aufzuziehen versteht, und bis das Kind den Kunstgriff weg hat, mit dem sich ja die Alten wirklich eine zeitlang hübsch ergötzen mögen, dann sind die Sachen in der Regel kaput oder — langweilig geworden. Ein wirkliches Kinderspielzeug ist das nicht, was man so im Großen und Ganzen unter der Firma segelnd anzutreffen pflegt, sondern sür unsere Kinder wertloses, höchst unkindliches Zeug. ,Ta haben sich die „Alten" im allgemeinen auf solche Sachen besser verstanden als unser höchst unkindliches Zeitalter, dem die „Technik" bis in die Spielsachen hineingeraten ist. Nur hie und da gebeugt es einem vielleicht durch Zufall einmal — mir ist's im Ganzen etwa drei- oder viermal geglückt — in irgend einem kleineren Laden einen alten und vergessenen Ladenhüter aufzutreiben, der nock köstliche und der Kindcsnatur entsprechende Sachen in sich birgt, Drechslerarbeiten oder hvlz- geschnitzten Sachen mit feiner bunter Bemalung aus irgeiid einens altväterischen Winkel der Thüringer Hausindustrie oder eine Schachtel Bleisoldaten, die noch aufs Pfund verkauft werden, und die statt mit einer ausgewalzten vollplastischen Form vielmehr durch ihre stattliche Größe imponieren. Unter diese Sachen etwa. wurden auch die irdenen Tierfigürchen und sonstigen Kinder pielsachen Etlings und seiner Zunstgenossen einzureihen sein. Tie^ beste Probe auf die Sachen bildet das Verhalten der Kinder selbst. Ganz kleine Kinder, die noch nicht sprechen können, sieht man vor den Sachen lebhaft werden und nach ihnen greifen, und auch schon ziemlich große Jungen von acht und zehn Jahren sieht man nach ihnen verlangen und mit ihnen spielen. Ich habe nun schon gesagt, daß die Sachen Etlings auf der Ausstellung weniger vollständig als reich an Stüchahl vertreten gewesen seien. Tie Sach« lag auch hier ganz ähnlich wie bei den Lauterbacher Häfnermeistern. Tie besten Stücke, nach denen unter den Salzschlirser Badegästen, sofern sie auch Als- feld zu besuchen pflegen, eine ziemlich starke Nachfrage herrschen soll, waren nahezu ausverkauft. Immerhin hatte sich mit einiger Ergänzung aus Privatbesitz eilt hübsches Bild zusammenstellen lassen. .Man sah die ziemlich große gelb-glasierte und primitiv geformte wie bemalte oder „gezeichnete" trdene „Lerche", zum Pfeifen eingerichtet, ein Stück von köstlicher naiver Urwüchsiges!. wan sah daneben, in verschiedenen Größen, grün, braun, gelb glasierte Hündchen, -ie letzteren — auch 'wieder mit leichter Zeichnung — besonders hübsch und drollig, man sah in aller semer rrdenen und gelbglasierten Majestät den Löwen mit leicht hinmodellierter Mähne dazu äußerst gelungene braun oder gelb glasierte Hirsche, lustige ZiegenUicke mit mächtig geschwungeneu Hörnern, auch wenigstens zwei der wohlgelungenen „Reiter zu Pferd" und einen köstlichen schwarzbraun glasierten kleinen Teufel, .der mit .seinen kräftigen Hörnern und dem behaglich über das Bein geschlagenen Schwanz dasitzt wie der Herr der Welt und sich vergnüglich seinen Bart streicht, daneben Kuckuckspfeifen und Sparbüchsen einfachster Art und andere Sachen mehr. Ein ganz besonders hübsches Stück ist der Reiter zu Pferd. Tie Haltung von Pferd und Mann (in Paradestellung mit gezogenem Säbel; über das Pferd habe ich schon gesprochen) ist ganz vorzüglich charakterisiert. Tie Ausrüstung, namentlich die Kopfbedeckung (eine Art Jakobinermütze), ist etwas phantasievoller Art, doch fehlt nicht Mantelsack und Satteltasche, noch Brotbeutel und Patronentasche. Das Stück ist gelb glasiert, ein ganz klein wenig Zeichnung primitivster Art erhöht, wie bei den meisten Sachen, hübsch die Wirkung. Nicht weniger ergötzlich sind aber Ziegenbock und Hirsch gestaltet und ganz besonders auch das braune Teufelchen. Ein kleines, gelb und braun geschecktes Schweinchen, .eilt munter dasitzendes Aesfchen mit spitzem breitgekrempten Hütchen aus dem Kopf, gind ein gutmütiges, .aufrecht sitzendes Häschen mit einem hoch gestellten und „gespitzten" und einem heruntergeschlagenen Ohr hätten noch dabei sein mögen, um die Sammlung .wenigstens der kleineren Sachen einigermaßen vollständig zu machen. Was alle diese Sachen so köstlich erscheinen läßt, das ist gerade ihre unsagbar primitive Art, in der doch das Charakteristische mit ganz kleinen unterscheidenden Merkmalen äußerst geschickt festgehalten und zum Ausdruck gebracht ist. Hund, Pferd, Löwe, Hirsch, Ziegenbock und selbst das Schweinchen, dem nur die Beine etwas kürzer abgeschnitten sind, sie haben eigentlich im Grund genau die nämliche auf vier „bolzenstracken" Beinen stehende Figur, .und nur die Art, wie das Schwänzchen an gesetzt und wie der Kops gedreht und ausgestaltet ist, .macht aus ihnen „unterschiedliche Kreaturen", so genau, scharf und sicher unterschiedene Kreaturen, daß man sich selbst an den Schatten freuen kann, die die Dinger auf die Wand werfen. Und auch diefe Unterschiede sind selber wieder mit den allereinfachsten Mitteln erreicht und dargestellt. Interessant ist auch in dieser Hinsicht der Vergleich der verschiedenen „Gäulchen"-Typeu. An dem von dem Lauterbacher Häfner Konrad Bauer herrührenden „Jll-Gull" ist, wie schon gesagt wurde, der Kopf samt Hals und Mähiie wirklich als Pferdekopf zu modellieren versucht. Etling.hat einfach die weiche Thonmafse zn einem Hals verbreitert und vorn zu einer spitzen Nase ausgezogen, .zwei scharf gespitzte Oehrchen aufgesetzt, .mit ein paar Tüpfcheu Farbe die Mähne angedeutet und die Ohren hervorgehoben, und — sein „Gaul" ist nicht weniger „Pferd", als derjenige Bauers auch, wird auch durch die hübschen rotbraunen Figürchen Friedrich Schiebelhuths an Lebendigkeit jeden- salls nicht übertroffen. Ganz ähnlich wie die stehenden sind auch die sitzendeit Figürchen Etlings, das Häschen, Äefschen und das Teufelchen im Grund von einem und demselben Typus und nur durch kleine Unterschiede in der Modellierung gegen einander treffend charakterisiert. Nebenbei gesagt, vielleicht sind gerade diese Sachen nicht ganz auf Etlings „eigenem Boden erwachsen", nicht seine „eigene und ursprüngliche Idee". Zum Wenigsten sind sie nicht int selben Sinne wie die meiestn der zuerst genannten und beschriebenen Sachen — Kinderspielzeug, sondern tragen eher schon etwas von Nippsachencharakter an sich, ein Zug, der wie mir scheinen will, unserem einheimischen Häfnereigewerbe von Haus aus fremd ist. Vielleicht daß Etling „draußen" irgendwo einmal dergleichen Tinge gesehen und sich dann daran gemacht hat, sie ebenfalls zu gestalten, am Ende gar das eine oder andere neu hinzu erdacht hat. .Ein Schade ist das jedenfalls nicht, wenn die „Idee" zn diesen Sachen vielleicht (— mehr läßt sich ja nicht sagen —) wirklich auch von auswärts eingetragen sein sollte. Sie sind darum kaum auch nur weniger original, denn sie bleiben immer Häfnerarbeiten, und ihre Ausgestaltung ist so^ ergötzlich und individuell, daß eben in ihr das Wesen dieser Sächelchen erblickt werden muß. — Ganz fehlten auf der Ausstellung .die etwas größeren häfnerischen Modellierarbeiten Etlings. .Ich sah in seinem Laden (neben töpferischen Kuriositäten wie Vexierkrügen, einem Fäßchen mit drei unterschiedlichen Behältern und entsprechenden Spundlöchern und ähn- lidje Sachen mehr) seinerzeit kleine Postamentchen, von einem Hirschkopf getragen, .ferner originell geformte und bemalte Vögel, (Spielereien, etwa auf einen Gartenbaum zu fetzen und dafür eigens eingerichtet) einen ruhenden Hirsch mit einem kleinen Behälter unter dem abnehmbaren Rückenstück, vielleicht als Schreibzeug verwendbar, (ein kleines bronziertes Tintengeschirr, in das eine Hirschgruppe hineinmodelliert war, schien nur weniger gut) endlich einen leider bronzierten (nicht, wie zu wünschen wäre, buntglasierten) Jokey zu Pferd und ähnliche Sachen mehr. Auch unter diesen Sachen ist vielleicht neben Selbsterdachtem manches der Idee nach EmHeschleppte, immer aber doch frei und selbständig Gestaltete. .Die Sachen werden eben unter dem Formen selber zu eigenen Arbeiten. Es hätte das Vorhandensein wenigstens einiger auch von diesen Arbeiten Etlings wohl erwünscht sein mögen. .Doch war auch so die Sammlung immerhin interessant genug. Als dritter und letzter Gruppe der ausgestellten Volkskunstarbeiten wäre nun noch der feinen Skizzen, Zeichnungen und Bilder des Bürgermeisters Konrad Döring in Dirlammen zu gedenken jnit denen wieder eine ganz neue Seite volkskünstlerischer Betätigung vertreten war. Ich erfuhr von den Arbeiten Dörings zum ersten Mal vor etwa acht Jahren, als ich im Haufe des da- 496 — maligen Hopsmannsfelder Kollegen einige den Kindern desselben bescherte Ostereier mit hübsch gezeichneten Osterhäschen, ferner eine Nenjal rsglückwnnschkarte und sonst noch ein oder zwei Blättchen von Dörings Hand zu Gesicht bekam. Ich hatte ihn nt Erinnerung hieran noch unmittelbar vor der in Alsfeld in Aussicht genommenen Ausstellung schriftlich um Einsendung etlicher Arbeiten gebeten. Tie Sache war aber etwas zu kurz anberaumt und die Einsendung ivar deshalb unterblieben. Dagegen war Herr Bürgernleister Döring, als ick ihn in der Woche vor der Hohe- rodskopfausstellung persöiilich aufsuchte, freundlichst bereit, eine Reihe seiner Sachen zur Verfügung zu stellen und er hat denn auch aus seinem reichen Schatz — ich schätze die Zahl seiner Skizzen und fertigen Arbeiten, die ich gesehen habe, auf reichlich das Zehnfache — dreißig Arbeiten ausgewählt, die als Arbeiten eines vollständig autodidaktisch Gebildeten mit Recht das Staunen und die Bewunderung aller Betrachter erregten. Tenn man muß wirklich erstaunt sein darüber, wie ein Mann aus dem Volke ohne alle schulmäßige Anleitung und Vorbildung zu einer solchen Sicherheit in jeder Technik hat kommen können, wie sie die ausgestellten Arbeiten verraten. Tie einfache Bleistiftzeichnung, Aquarell und Pastell, Tusch- und Federzeichnung wie auch sogar die Oelmalerci, Stiles gelingt ihm, kann man sagen, mit der gleichen Sicherheit. Man findet kaum irgend einmal eine etwas verzeichnete Linie, und ebenso gewählt und sicher ist die Anwendung und Wahl der Farbe, es mag sich nun um ein Aquarell- oder auch um ein Pastell- oder Oelbildchen handeln. Auch hierbei findet man kaum irgend einmal einen Fall, in dem auch nur um Weniges „daneben gegriffen" wäre. Für einen Autodidakten alle Hochachtung! (Fortsetzung folgt.) Zleisepkaudenien. In Heidelberg. Zimmerjagd. — Die Schlotzfrage. — Schlotzbelenchiung. — In Heidelberg's „fröhlichen Gassen". Die Sonne brannte an diesem Augusttage, als wenn sie der Hölle Konkurrenz zu machen gewillt sei; in den Kupees der Eisenbahn vollzog sich langsam die Metamorphose vom Menschen zum Fettfleck; auf jedem Gehirn lastete ein Druck, lvie wenn ein Kopfweh erst der jüngsten Nacht entstammt, mit mattem Flügelschlag die Luft durchsäuselte, und nur die junge enthusiastische Ostpreußin, die bislang mit den rotbäckigen Aepseln in den vorüberfliegenden Gärten geliebäugelt und dabei erklärt hatte, daß dieses Jahr die „bäste Obstärnte" sei, solange sie denken könne, büßte nicht das mindeste von ihrer Frische ein. Als sie in der Ferne die liebe alte Neckarstadt endlich auftaucheu sah, rief sie vergnügt: „Ach, ändlich Heidel- bärg! Aber das ärfle, was ich tue, ich gehe zum Schloß- bärg rauf!" Doch diesen schönen Entschluß warf schnell schnell genug die Frage ihrer älteren Nachbarin um, die sich trocken erkundigte, ob sie schon ein Zimmer im Hotel sicher habe. Das mußte sie verneinen, und so entschied sie sich nach kurzer Belehrung denn seufzend, gleich uns auf die Zimmerjagd zu gehen. Heidelberg ist nämlich allemal ausgestopft, wenn eine Schloßbeleuchtung angezeigt wird, was immer nur bei besonderen Veranlassungen geschieht, da dieses Vergnügen nicht gerade zu den billigen zählt und der Stadt annähernd 1200 Mk. Kosten verursachen soll. Diesmal waren es die Math ema tiker Deutschlands, die sich in der Stadt zusammengesundeu hatten, wahrscheinlich um zu versuchen, ob man der Quadratur des Kreises nicht mit dem Perkeoschen Zirkel nüher- kommen kann, der immer noch neben dem leider schon so lange geleerten Heidelberger Fasse hängt. Eine Versammlung von Fachleuten der Gas- un d Wasserleitungstechnik tagte gleichzeitig in Heidelberg und außerdem waren etwa 300 Lehrer zur Teilnahme an einem akademischen Kursus dort anwesend. Unsere Rundreise durch die Hotels war denn auch von dem tröstlichen Erfolge begleitet, daß wir noch eine ganze Weile zusammenbleiben durften. Endlich aber bröckelte doch einer nach dein andern ab; der erwischte noch ein bescheidenes Hinter- zimrnerchen für gutes Geld; etliche taten sich zusammen, um ein Zimmer mit drei Betten zu erobern; übrig blieb keiner, wenn auch diesem uiid jenem seine Unteruknft etwas kostspieliger wurde, als er gedacht. Auf dem Schloßberge herrschte ein Gewühl und Gewimmel wie auf einem gut besuchten Jahrmarkt: höfliche Franzosen, dummdreiste Engländer, behagliches Schwabenvolk und zugeknöpfte Norddeutsche, alle mit demselben leiser und deutlicher werdenden Zug des Entzückens im Gesicht über dieses herrliche Stück Erde, die „gigantische Schicksalskundige Burg, nieder bis aus den Grund von den Wettern gerissen. . .", die im Duft des Sommertags schimmernde» Wälder, und den aufblitzenden Strom zwischen den ziegelgrauen Dächern der prächtigen Neckarstadt. Und unter all diesen vielen grundverschiedenen Menschen an Bildung, Beruf, Temperament und Heimat höre ich keinen, der wenn er sich äußert über die brennende Frage, ob das Schloß Ruin« bleiben oder wieder aufgebaut werden soll, für eine Erneuerung stimmt. Die unsagbare Majestät dieser gewaltigen Trümmer redet eine zu überwältigende Sprache, als daß ein gesund empfindender Mensch den poetischen Reiz dieser von Sage und Geschichte umschleierteu Prachtruinen mit täppischer Hand zerstören möchte! Es wird denn auch tvohl nach all dem Hin und Her der letzten Wochen und Monde endlich beim Alten bleiben. . . . Inzwischen ist der Abend yereingebrochen. Drohenda Wolken haben sich am Horizont getürmt, ein schwüler Wind wirbelt den Staub auf in den heißen Straßen und alle Welt bangt um das großartige Schauspiel, das im strömenden Regen genossen, zu den ungemischten Freuden des Lebens nicht gezählt werden dürfte. Schon fallen die ersten Tropfen. Aber das hält schließlich doch keinen von den vielen Tausenden ab, die jetzt hinunterströmen zum Neckar, und über die Brücken pilgern, um vom jenseitigen Ufer aus das Märchenwunder einer Schloßbeleuchtung mitzuerleben. Wir wandern über die alte Brücke, von der schon Hölderlin und Brentano gesungen, und steigen drüben auf schmalem Pfad ins Bett des Neckar hinab. Und der Himmel machte es gnädig. Nach ein paar neckenden Versuchen, die einen ganzen Wald von schwarzen Seiden- und Baumwollenpilzen haben emporschießen lassen, stellt er den Unfug ein und läßt uns zufrieden. Die Welt liegt jetzt völlig im Abenddunkel. Nur die Lichter aus Heidelbergs' Häuser,: flimmern herüber; die Fenster des ,^Schloßyote!s" und der Molkenkur leuchten aus der geheimnisvollen Waldfinsternis des Burgberges, und bunte Laternchen an den gemütlich vorüberschwebenden Neckarkähnen beleben das seltsame Bild. In der Ferne aber tauchen die Lampions der Schiffchen auf, die mit den Meistern von Winkeln, Polygonen und Steifen aus Schlierbach herangeschwommen kommen. Ein altes Studentenlied wird laut: „Stoßt an, Heidelberg lebe!" klingt es jubelnd durch die Abendlusfl Jetzt dröhnt ein Kanonenschuß auf. Und nun noch einer. Da schießen aus den Ecktürmen der Ruine, die man bisher nicht hat sehen können, feurige Raketenbündel auf und im Augenblick erstrahlen die Ruinen, wie biirct). einen mächtigen Zauber ausgelöst in schimmernden Rotgluten. Es ist, als ob ein gewaltiger Blitz das Innere der alten Mauern mit einem einzigen großen Flammenmeer erfüllt hätte. Ein Schauer überrieselt mich, wie wenn die Graals- burg da plötzlich vor mir aufgetaucht wäre. Etwas Ueber- irdisches, die Sehnsucht beflügelndes, unsagbar Köstliches spricht aus diesem von der Schönheit geweihten Augenblick. Wer es nicht gesehen, wird sich vergeblich bemühen, eine Vorstellung davon zu gewinnen. Die Zuschauer alle sind merklich eromffen. Kein ironisches Wort, kein schnoddriger Vergleich "wird laut, obgleich es unter der dichten Menge nicht an Berlinern fehlt. Und erst in Heidelbergs „fröhlichen Gassen", die nach dem nun folgenden prasselnden Feuerwerk an und hinter der Brücke von einer durstig gewordenen Menge durchpilgert werden, löst sich der Bann, der auf allen gelegen, die diese unbeschreiblich schonen Minuten mit mir haben durchleben dürfen! A. R. Logogriph. Nachdruck verboten. Hat man's dann macht es uns ivohl Pein. Nie zwischen Freunden tret' es ein. Ost schwierig wird's dem Schüler sein. Und ist ein Zeichen draus entschwunden, Verkürzt es lehrreich manche Stunden. (Auflösung in nächster Stummer.) Auflösung des Rätsels in vor. Nr.t Laute, lauter. Redaktion: August Goetz. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei, R.Lange, Gießen,