W 'f Aus LieLe. Roman von M. v. Eschstruth. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Leicht hob sie sich ab in ihrem hellschillernden Gewand von diesem märchenhaften Hintergrund. In souveräner! Ruhe, mit souveräner Leidenschaft ließ sie ihre Mienen spielen und ihre Stimme, eine Meisterin der Kunst, wie >ie Meisterin des Lebens war. Und seine Augen begannen zu glühen. Sie öffneten sich weit, schienen größer, immer größer zu werden, als nähmen sie eine Welt wahr, die sie bislang nicht gekannt. Seine Brust hob sich hoch und höher. Es kam über ihn ein Verlangen nach Freiheit von jeglichem Druck, jeglicher Beschränkung, eine Sehnsucht nach — er wus 'bst nicht nach was — wußte nicht einmal, daß ihm diese .u- eine Verkörperung geworden war für das, was er plötzlich als Entbehrung empfand, da es ihm erst mit ihrem Eintritt in sein Leben so über alles begehrenswert erschien. Es kam über ihn, als möchte er alles vergessen, alles abschütteln, was ihn beengte oder bedrückte, als möchte er sich hineinstürzen in des Lebens Flut, da wo sie am höchsten ging. Und do,ch Wieder auch stieg es in ihm auf, leise zog es ihn zurück mit heimlichen Banden, als hieße es damit nur sein bestes verlieren. Er geriet in einen Zustand voll Entzücken, das zugleich eine Qual bedeutete, voll Selegkeit, die er als Pein verwünschte. Daran konnte dann selbst Ellinors zärtlicher Händedruck, ihr girrendes „Lebewohl" und „Wiedersehen" beim Abschied nichts ändern. Unruhig und erregt, unzufrieden, ärgerlich mit sich selbst, schritt er meist nach solchen Abenden neben seinem jungen Weibe den Heimweg entlang, mechanisch ihr Geplauder beantwortend. Erst in dem bläulichen Licht des traulichen Raumes, darin die Madonna von der blaudrapierten Wand auf die Insassen herunterlächelte, begannen die Wogen seiner Erregung zu ebben. Allein mit seinem! jungen Weibe, ward ihm, als käme er wieder zu sich, zum Frieden mit sich selbst. „Du bist doch mein Liebstes und mein Bestes", kam es mehr drun einmal so recht aus dem tiefsten Innern heraus von seinen Lippen, und er schlang den Arm um die zierliche Gestalt, wenn sie ihm liebevoll nahe kam und legte den heißen Kopf an ihre weiche, kühle Wange. Darum vergaß Jütta von Urau auch immer ihre stets aufs neue keimenden kleinen Eifersüchteleien, zankte sie nicht,länger über die Petroleumtante, sondern gab sich lieber mit fröhlichem Herzen dem Vergnügen hin, das ihr in deren Hause geboten ward. Auch der Rittmeister erschien hier stets mit heiterem Gesicht. Ob er immer noch ganz arglos war? Jedenfalls beunruhigte er sich nicht; kannte er doch seine Frau. Doch ob der Rittmeister auch diese, seine Frau, nicht liebte, ob sie sich beide auch dahin geeinigt hatten, einander nicht zu aenieren —. dast eüts sich mal an dem andern ärgerte oder zu ärgern liebte, war damit nicht ausgeschlossen. Der gewiegte Weltmann wäre ein) Esel gewesen, wenn er nicht bemerkt hätte, daß Ellinors alles tat, um Frau von Uran, in ihrer Jugend und frischens Schönheit keine gering zu schätzende Rivalin in der Gesellschaft, eben in den Augen dieser Gesellschaft herabzusetzech Er ärgerte sich also über Ellinor, ärgerte sich über die Leute, die auf den „Leim gingen" und nur allWbereiij waren, Ellinor als erste zu feiern, während nach seiner! Meinung und der aller vernünftigen Menschen der natürliche Liebreiz und We harmlose Fröhlichkeit Juttas viel mehr wert waren, als all die .Künsteleien und Tricks seiner! Frau. So drängte sich eines Abends wieder mal alles, was bei Greditzens war, bewundernd um die Dame des Hauses. Sie hatte ein paar Lieder zum Besten gegeben, Man bat, man bettelte um mehr. Der Rittmeister, der sich gewöhnlich während der Vorträge einen Skat kaufte, war für! einen Augenblick in den Musiksalon getreten. Jutta stand hier gerade allein. Es ärgerte ihn, wie das junge Geschöps- chen, das sich mehr und mehr seiner Sympathie erfreute, so kindlich bescheiden, ohne jegliche Eitelkeit und Koketterie,, jenem Drängen und Treiben zusah. „Wollen Sie uns denn! nicht auch einmal mit einem Vortrage erfreuen?" Damit näherte er sich mit liebenswürdiger Aufmerksamkeit seines Leutnants kleiner Frau. Die aber lächelte abermals nup ganz kindlich und vergnügt: „Ach nein, Herr Rittmeister, hier kann ich mich doch nicht hören lassen. Schadet auch nichts. Die Damen leisten ja alle so vorzügliches." Diese neidlose Anerkennung und bescheidene Selbstkritik waren eigentlich wieder sehr reizend, lieber Ellinors Gesicht flog nur ein spöttisches Lächeln. Auch Harro sah aus, wie wenn ihm etwas anderes lieber gewesen ward. „Dann spielen gnädige Frau mit uns drüben einen Skat", lud der Rittmeister artig ein. lind wieder wie ein Kind schüttelte Jutta das zierliche blonde Köpfchen. „Kann ich leider erst recht nicht", bekannte sie, „es scheint fast, ich kann gar nichts." Spöttischer lächelte Ellinor. Wie ein Hauch von Ironie flog es über die Gesichter der Damen, denen ihre Rittmeisterin längst klar gemacht hatte, daß sie sich alle viel zu, sehr durch das bißchen Larve und den alten Namen, welche Dinge ihnen sämtlich doch mindestens in dem gleichest Maße eigen, hatten verblüffen lassen, da die kleine Frau sonst auch für gar nichts zu verwenden sei. Auch der Rittmeister wußte nicht recht, was er sagen sollte; Harros Stirn färbte sich dunkel. Doch ihr guter Engel verliest die junge Frau auch an diesem Wend nicht. Er war ihr nahe in der Gestalt Dörrenbachs, der dem Hausherrn auf, dem Fuße in den Musiksaal gefolgt war. „Oho", erklärte' er nun launig in die etwas peinliche Stille hinein. „Oho, die gnädige Frau können sehr viel." Dann mit schönent Ernst: „Sie können einem den Glaubest an die Jugend unb, Freude wieder in das Herz lächeln. Und das. ist dM 622 beste für jeden Mann und jedermann." „Bravo, Dörrenbach!" Greditz klopfte dem Kameraden auf die Schulter. „Herr von Dörrenbach ist immer zu nett!" Strahlend reichte Jutta das zierliche Händchen, das er wie in Andacht an die Lippen führte. Auch Harro war dem Rittmeister dankbar, wie er sich seiner Frau angenommen, und so treffend bemerkt hatte, was gerade ihr vor allen Dingen eigen war. Die anderen — nun, Dörrenbach galt für einen etwas bequemen Junggesellen, aber er war eine Persönlichkeit und ältester Rittmeister, so wurden seine Worte beifällig belächelt. Frau Ellinor war nicht wenig erstaunt über diese Wendung der Dinge. Doch kann: so lange, als eine Wim- pör zuckt, und sie neigte den Kopf in der bezauberndsten Weise gegen die junge Frau. Mit einem Girren, süß wie eine Taube, meinte sie: „Ja, ja, nicht jedem ist es be- schieden, so lange ein glückliches Kind zu bleiben wie unseres Leutnants liebste kleine Frau." Leise dann raunte sie diesem zu: „Es möchte sich aber doch nicht jeder für ewig damit bescheiden." Dann schritt sie an den Flügel, bezeichnete hier ihrem Begleiter die Noten, und als gelte es, ihrem Empfinden Ausdruck zu leihen, erklang es von ihren Lippen: „L'anima mia sei tu!" Und das Licht flutete durch den hohen Raum, über die weiten, toten Wände, die grünen Palmen und die weißen Marmorbilder. Es flutete um die hohe Gestalt in dem weißseidenen Gewände, ließ sie erglühen, wie Unter der Leidenschaft, die in jenem Lied zum Ausdruck kam. Die schmalen Hände verschlangen sich ineinander, immer fester, als wollten sie etwas fassen, halten für ewige Zeit. Der schlanke Hals, der schmale Kopf neigten sich ein wenig vor, wie einem etwas entgangen, das noch nicht sichtbar, aber in seinem Nahen bereits empfunden ward. Aus dem mächtig getürmten Haar stahlen sich, wie von innerer Glut gelöst, die Locken, spielten um die schlanke Stirn, den stolzen Nacken, fielen lang bis in die Spitzen- kraufe des Kleides. Auch die gelblich bleichen Wangen begannen zu glühen, die nachtschwarzen Augen sprühten Flammen und nm den etwas großen, aber schön roten Mund legte sich ein Zug, alles begehrend und alles gewahrend zugleich: „L’anima mia sei tu — E mi veder’ morire Se lo comandi tu.“ In Leidenschaft ersterbend, deklamierte Ellinor, mehr als sie sang, die letzten Worte. Rauschender Beifall lohnte ihre Leistung. Der Rittmeister selbst war diesmal überrascht von seiner Frau und zufrieden mit dieser Zierde einer jeden Gesellschaft. Harro fühlte, wie es ihn überlief, heiß und kalt. Aber auch Jutta hatte alles andere vergessen: „Ich möchte Frau von Greditz umarmen", erklärte sie, Tränen in den Augen. „Daruin?" meinte Dörrenbach — er allein war der allge- ineinen Verzauberung entgangen. „Sie sollen nicht weinen, Frau v. Urau." „Ach, es ist ja nur Entzücken!" Jutta schüttelte die hellen Tropfen aus den goldglänzenden Wimpern. „Wie schön sie gesungen hat, mit so viel Seele und Feuer." „Mumpitz!" knurrte der Rittmeister. „Ist doch nur Petrol." Nun lachten beide. Er freute sich, daß er die kleine Frau wieder heiter gestimmt hatte. Sie totu} glücklich, daß sie mit jemandem heiter sein konnte. 11. Kapitel. . IN einigen Tagen fanden die Rennen in Hoppegarten statt. Der mittlerweile eingetretene Frühling hatte den letzten Rest, von des Rittmeisters Katarrh beseitigt, und da hierfür noch eine Kur in Ems, ein Sommer an der See oder im Engadin in Aussicht genommen war, so machte der Arzt keine Einwendung gegen einen Besuch der Rennen. Nur selbst reiten durfte er nicht. Rittmeister v. Greditz und Gemahlin waren demnach heute in der Frühe nach Berlin abgereist. Harro sollte nachkommen mit dem Kommandeur. Zum ersten Male seit Wochen waren Uraus auf einen stillen Wend angewiesen, erschien Harro in dem Zimmer seiner Frau. „Nett, daß wir mal zu Haufe sind", meinte Jutta, solch ungestörtes Beisammensein wohlig empfindend. Er nickte gefällig und schwieg. Aber die Zeit war vorbei, wo ihm der Anblick, die Nähe seines jungen Weibes allein schon Seligkeit gedünkt. Die Zeit ivar vorüber, wo man sich schweigend verstanden; im berauschenden Glück, nach üichts anderem verlangt, als eines dem andern in hie 9IUgeu zu schauen, Hand in Hand, Brust an Brust. Heute erinnerte sich Harro, daß es bereits Stunden gegeben hatte, die recht öde gewesen waren. Auch jetzt dachte er nicht daran, daß es vor allem doch auch sein Teil gewesen toure, ihre Liebe zu retten, über den Rausch der Stund« hinaus; die Leidenschaft zu klären zu verständnisvollem Jneinanderleben, währender Einigkeit und Treue. Er empfand nur, daß es anders geworden war. Verdrießlich blickte er sich um in dem Zimmer, dessen blauseidene Herrlichkeit ihm einst so entzückend erschienen war, an der er jetzt — nur Schäden entdeckte. In der Tat hatte denn auch die überzarte Eleganz der Einrichtung bereits bedeutend gelitten, wie überhaupt der ganzen Häuslichkeit das rechte Behagen mangelte. Die arme Jutta, die gewiß alles mit Wonne für ihren Harro getan haben würde, hatte eben keine Ahnung davon, was eine Hausfrau bedeutet, daß auch das liebreizendste Weib in der Ehe gut daran tut, wenn es sich als solche befleißigt. Und nun, gar bald wanderten Harros Gedanken abseits, in die Villa. Ellinor — — „Die Greditz ist doch eine interessante Person", dachte er plötzlich laut. „Und singt—" „Wundervoll!" stimmte Jutta ehrlich bei. Tann plötzlich fiel es von ihren Lippen: „Wenn ich erst mal so alt bin—"' Mollig vergnügt, als habe sie ihren besten Vogel abge- schosfen, lehnte sich das junge Frauchen in das Sofa zurück. „Na nu?" machte Harro unwillkürlich. „Doch, doch —" Und mit viel mehr Ueberlegung, als man ihrem kindlichen Köpfchen zugetraut hätte, fuhr Jutta fort: „Dann hab« ich auch mehr von der Welt gesehen und — gar kein Kunststück, interessant zu feilt, wenn man so viel gesehen und gehört hat. Weißt Du, Harro, die Menschen sind bewundernswert reich!" Das stöhnte sie fast. Er lachte ein wenig gezwungen. „Kommst auch Du jetzt dahin, daß Geld alles ist?" „Alles? Nee, nein —" Jutta schlang die Arme um den Nacken ihres Gatten und küßte ihn, wie von einem kleinen Raptus befangen: „Nee, nein —" Dann duckt« sie sich wieder in die Kissen neben ihm: „Aber es ist sehr angenehm." „Stimmt", erklärte er, und nach einer Weile, als sei ihm etwas Vergessenes wieder eingefallen; „Wie steht es denn um.unsere Finanzen? Hat Mama Dir Geld geschickt?" „Nein." Jutta wurde etwas kleinlaut.. „Sie kann uns diesmal nichts geben." Harro zuckte zusammen. „Rose Marie will zum Herbst ihren Grafen heiraten. Weißt Du, und so ein Graf, das kostet noch mehr als ein simpler von —" Jutta hatte das leichthin in dem 'scherzhaften Jargon ihrer Kreise gesagt. — „Jetzt muß wirklich Dein Papa 'mal ran", ries sie munter. Harro dagegen, in dem 9lügenblick wenig für Scherz gestimmt, empfindlich aber in dem Punkte des Vaters, wurde wild: Ernst, tüchtig, tapfer und fest, tote er sich in allen Lebenslagen bewährt, so stieg die Gestalt des Vaters jetzt aus vor feiner Seele. Er zürnte mit sich selbst und seiner Schwäche, dann, als ein Mann, erst recht mit seiner Frau, die nicht die Fähigkeit besessen hatte, ihn zu halten, zu festigen in dem, was Papa Ehre und Pflicht nannte —> int Gegenteil. „Aber wer hat denn zuerst den Verkehr wieder angefangen!" — Jutta nahm seinen Vorwürfen gegenüber eine etwas kampfbereite Miene an. „Du wolltest doch die Quadrille reiten, nicht ich —" „Es war zu öde hier —" Die kleine Frau merkte gar nicht auf die Rücksichtslosigkeit dieser Antwort. Sie lebte selbst ja viel zu gern in dem allgemeinen Strom. „Es ging ja auch nicht anders"-, stimmte sie lieber sofort gefällig bei. Er war überrafcht, vielleicht gerührt — „Wollen 'mal sehen, was es beträgt," So griff er nach einem Stift, um wenigstens aufzufchreiben!- was alles noch zu berichtigen war. „Also Deine Ausstände, bitte." „Hm, so einige Hundert Mark." Es klang in einem Ton, der diesen unbestimmten einigen die weitesten Grenzen lieh. „Donnerwetter, brauchst Du viel Geld —" „Ich — durchaus nicht. Frage 'mal Frau von Greditz — Du liebst ja eine elegante Frau." Harro biß sich in die Lippen. Wieder stieg vor seinem Geiste des Vaters Gestalt auf, diesmal beinahe drohend, zumal all die Blumen und sonstigen ganz unumgänglichen Aufmerksamkeiten für Ellinor, selbstverständlich für Jutta mit, sowie auch alle anderen kostspieligen Kleinigkeiten, die ein eleganter Offizier täglich braucht, noch unbeglichen waren. „Nun, der Haushalt?" fragte er. „Jv, da ist auch noch einiges. Sophie —" Ter Stift zitterte in Harros Hand. Mit Sophie war ein Sündenbock für die wachsende Verstimmung gefunden. ,>Sophie ist ein verflucht kostspieliges Möbel", fuhr er auf. 623 —1 „Aber unentbehrlich '—" „Ja. Es ist unverantwortlich, daß eine Frau so gar nichts vom Haushalt versteht", fuhr er in dem Bewußtsein, hier einmal das Recht auf feiner Seite zu haben, in gehobenem Tone fort. „Meine Mutter —" „Frau von Greditz kann auch nicht kochen", fiel Jutta ein, die sich, obwohl sehr gutmütig, doch keineswegs zu der Rolle eines Lammes verstand, das sich, ohne zu blöken, zur Schlachtbank führen läßt: „Frau von Greditz kann auch nicht kochen." Instinktiv kam die junge Frau wie in ihrem Groll, so auch in ihrer Verteidigung auf Ellinor zurück. „Laß doch endlich die Vergleiche, die ganz unpassend find", schnitt ihr nun Harro heftig das Wort ab. (Fortsetzung folgt.) Aas neue Kaiser Ariedrich-Musenm in Werkin. Tas . Kaiser-Friedrich-Museum wurde am Dienstag nach Enthüllung des Kaiser-Friedrich-TkUkmals feierlich und mit Aufbietung fürstlichen Glanzes eröffnet. Tie weiten Räume wirken wahrhaft überraschend. Es sind Durchblicke geschaffen durch lange Reihen von. Sälen, und gerade sie bringen eine ganze Anzahl von Werken zu einer bisher ungeahnten künstlerischen Wirkung. Die Portale stannnen größtenteils aus alten italienischen Palästen und Kirchen des Mittelalters und der Renaissance. Auch die prunkvollen Marmorkamine aus italienischen Palästen hat man in Nord- und Süditalien erworben. Eine schöne Abwechslung inmitten der langen Bilderreihen! Ueberhaupt ist hier mit der sonst in unseren Galerien üblichen Eintönigkeit der Aufstellung gebrochen. Zwischen den Gemälden ist hie und da eine schöne Truhe, ein reiches Kirchengestühl, ausgestellt. Auch die Bilder hängen nicht mehr wie früher in mehreren Reihen übereinander. Tie Perlen der Galerie sind so tief wie möglich gehängt, damit das Auge die ganze Feinheit der Malerei genießen kann. Um indessen auch den oberen Teil der Wände dekorativ zu beleben, sind über den Bildern vielfach altflanderische und burgundische Gobeline aufgehängt. , Nicht ganz so prächtig als man sich gedacht hat, wirkt die „Basilika", eine durch beide Stockwerke gehende Halle, der Verbindungsraum zwischen den drei Seiten des .Hauses. Tie Wände sind mit Kapellen besetzt. In diesen Kapellen sind die Majolika-Altäre eines Luca della Robbia und manches herrliche Altarbild der italienischen Renaissance ausgestellt. Eine neue Auserstehung haben die Raffaelschen Gobeline erfahren, die früher nicht günstig in der Rotunde des alten Museums hingen. Für diese kostbaren Gewebe ist ein besonderer langer Saal geschaffen; er liegt im oberen Geschoß neben der Apsis der Basilika. An den Wänden steht ein hohes Kirchengestühl aus dunklem Holze. Darüber hängen die Gobeline, also in ganz ähnlicher Weise wie Raffael sie für die Siptinischp Kapelle des Vatikans bestimmt hatte. Alle die vielen Schäden, die Löcher, welche die Motten int Laufe der Jahrhunderte gefressen hatten, sind ausgebessert. Hier, haben die kunstgeübten Töchter des Museumsdirektors Brinckmann aus Hamburg eine Meisterleistung alter Gewebe fertiggebracht. Unter den Kunstwerken, die das Publikum bei der Eröffnung zum ersten Male sehen wird, befindet sich namentlich die Palastarchitektur aus Mschatta in der Wüste «ahara, ein Geschenk des Sultans. Tie Fassade eines reichen maurischen Palastes ist im Original hier aufgebaut. Auch die byzantinische Mosaikkunst kommt im Museum zu Ehreu. König Friedrich Wilhelm IV. hatte in den vierziger Jahren für die Friedenskirche bei Sanssouci große Mosaiken angekauft, die aus St. Michaela in Ravenno stammten. Toch damals kam es nicht zur Aufstellung. Wahrscheinlich, weil es in Berlin keine Mosaikkiinstlcr gab, welche die Schäden und Lücken der altberühmten Stücke hätten aussüllen können. Tas etwa zur Hälfte erhaltene Mosaikbild lag dann Jahrzehnte lang verpackt im Keller der Nationalgalerie. Jetzt, seitdem unter der lebhaften Anteilnahme des Kaisers die Mosaikkunst in Berlin sich so glänzend entfaltet hat, ist e§: möglich geworden, auch jene alten Werke ihrer hohen künstlerischen Bedeutung entsprechend würdig auszubessern und zu ergänzen. Unter den einzelnen Gemäldesälen ist besonders der große Rubenssaal hervorzuheben. Er hat jedenfalls vor deut berühmten Rnbenssaal in der alten Pinakothek zu München das Eine voraus, daß die Gemälde wesentlich künstlerischer und nicht so dicht angeordnet sind. Auch die alten Rahmen, welche die Musenms- verwaltung nach und nach sür diese Gemälde erworben hat, wirken gerade im Rubenssaale vortrefflich. Für die Altargemälde der italienischen Renaissance sind durch italienische Bildschnitzer neue, aber durchaus im alten Stil gefertigte architektonische Umrahmungen geschaffen worden. Tiefe Pilaster mit ihren reichen Bekrönungen erwecken vollkommen die Illusion eines alten Altares. Tie Verglodung ist mit all den kleinen Beschädigungen alter Stücke hergestellt. Tie italienischen Fälscherkünste feiern hier wieder einige glänzende, aber erlaubte Triumphe. Ueberraschund wirkt ferner in den neuen Räumen die Gold- nnd Farbenpracht der primitiven Meister. Aus Raummangel waren sie im alten Museum nur stiefmütterlich behandelt. Wie anders kommen dagegen die Meister von Siena und Florenz aus dem 14. und 15. Jahrhundert in den neuen Sälen zur Geltung. . Ten altdeutschen Kunstwerken sind im Gegensatz dazu mit Recht meist kleine Räume angewiesen. Tie kleinen Gemälde eines Cranach, Tiirer oder Holbein verlangen intime Räume. In einem großen Saal würden sie leicht erdrückt werden. So sind auch die einzelnen Flügel des berühmten Genter« Altars wieder in einem Keinen Zimmer dicht zusammcu- gehängt und wirken hier wahrhaft großartig. Ten Malern diesseits der Alpen standen ja für ihre Bilder vielfach nur kleine Räume zur Verfügung. Tanach hat sich die Museumsverwaltung gerichtet. Auch den kleinen Gemälden Rembrandts kommt die Vereinigung in einem kleinen Zimmer sehr zu statten. Einen intimen Raum des Obergeschosses schmücken Original» freskeu von Tiepolo; es sind dekorative Darstellungen in gri- sailler Manier', eine wundervolle Teckmalerei, Medaillons und drei Wandbilder. In einem besonderen Raum sind die ostasiatischen Kunstwerke untergebracht, z. B. koptische Gewebe, die in ihrer Schönheit au griechische Malerei erinnern. In der sehr reichhaltigen Skulpturenabteilung tritt die Fülle von schönen altchristlichen Marmorbildwerken ins Auge. Sie stammen zum Teil aus Sanssouci, wo sie an wenig beachteten Stellen der Architektur der Friedenskriche untergebracht waren: Es sind Erwerbungen, die Friedrich Wilhelm IV. in Italien gemacht hat. Tie vielen Keinen plastischen Gegenstände sind in Glasschränken üntergebracht, deren Entivürfe Maler Wilhelm von Cranach gezeichnet hat. Tiefer Künstler ist überhaupt in hervorragendem Maße an der Aufstellung der Skulpturen des Museums beteiligt. Neber Unschädlichmachung des Straßenstaubes. Vorschlag von Otto Faller. Da bis jetzt noch kein einwandfreies Verfahren zur Beseitigung ,bezw. Unschädlichmachung des «traßenstaubes bekannt ist, so erlaube ich mir auf einige physikalische Tatsachen hinzuweisen, deren Auswertung wohl geeignet scheinen, den Straßen- staub unschädlich zu machen. $ier Wind vermag pulverisierte feste Körper von der Erde aufzunehmen und fortzutragen. Wird dem Pulver ein flüssiges Bindemittel, nste z. B. Wasser, zugefügt, so verwandelt der Staub sich in eine breiige Masse, den „Straßendreck". Ter Arzt, die Straßenreiniger und das einsichtsvolle Publikum sind mit dieser Umwandlung wohl zufrieden. Das Besprengen der Straßen im Hochsommer wird daher auch in der ausgiebigsten Weise angewendet und nur die zu großen Kosten einer vollständig ausreichenden Besprengung aller in Betracht kommenden Straßen sind der Grund, weshalb die Straßenbesprengung mit Wasser, die auch sonst noch viele Vorteile gewährt (z. B. die Lust wird feuchter), nicht in so ausreichender Weise vorgenommen werden kann, daß keine Klagen über die Belästigung durch Straßenstaub Vorkommen. Nun kennen die Physiker und Chemiker schon lange verschiedene Substanzen, die hygroskopisch sind, d. h. welche die Fähigkeit haben, Wasser ans der Luft anzuziehen und sestzu- halteu. Wenn der Straßenstaub selbst diese Fähigkeit hätte, so würde er von selber sich in „Treck" verwandeln und somit für die Gesundheit der ^traßenpassanten unschädlich feilt. Es liegt nun der Gedanke nahe, dem Sträßenstanb diese Eigenschaft, hygroskopisch zu wirken, mitzuteilen. Einen Fingerzeig nach dieser Richtung gibt uns wohl die Beobachtung des Begründers der Agrilülturchemie, ansers großen Chemikers Justus von Liebig, wonach die Ackererde die Eigenschaft besitzt, aus Salzlösungen in sehr kurzer Zeit die Salze anzuziehen, so daß fast reines Wasser zurückbleibt. Erhält sie hiebei ein hygroskopisches Salz in genügender Menge zum Bestandteil, so nimmt sie selber hygroskopischen Charakter an, bleibt scucht und der Wind vermag ihr keinen Staub mehr zu entlocken. Wird sich der Staub nicht ähnlich wie die Ackererde verhalten? Tie wenigen Versuche, die ich in den letzten Tagen in diesem Sinne anzustellen vermochte, scheinen nun zu bestätigen, daß dies allerdings der Fall ist. Proben in großem Stile müssen hier volles Licht schassen und Bei der Wichtigkeit der Frage ist es wohl verzeihlich, wenn ich jetzt schon mit einem noch nicht ganz ausgearbeiieten Verfahren an die Oesfentlichkeit trete und die maßgebenden Stellen zn größeren Versuchen ailfznfordern mir erlaube. Wohl das wirksamste und billigste hygroskopische Salz ist das Chlorcaleinut Ca CI,, welches in geschmolzenem Zustande vom Chemiker und Physiker zum Trocknen von Luftarten benützt wird. Ein Zusatz von Chlorcalcium zu deut Wasser, welches zum Sprengen der Straßen benützt wird, dürste also den Straßenstaitb unschädlich machen. Stehen Straßenbesprengwagen zur Verfügung, so braucht man nur das als Nebenprodukt in der Industrie erhaltene Chlorcalcium in noch auszuprobierender Menge dem Wasser derselben znzusetzen, in dem es sich leicht anflöst. Es wird sich zeigen, daß eine Besprengung mit der so erhaltenen verdünnten Chlorcalcium- — 624 — lösung nicht mehr so häufig erforderlich ist, afö die Besprengung mit Wasser allein, da die Straßen länger feucht blechen. Erfolgt die Straßenbesprengung vom Hydranten aus, so durste die Nach- besprengnng mit Chlorcalciumlösung — und würde sie auch mit der Gießkanne erfolgen — dieselbe Wirkung zeigen. Bei Landstraßen dürfte es zweckmäßig sein, schon tut Frühjahr und zwar nach einem ausgiebigen Regen die Besprengungen mit Chloreälciumlösung vorzunehmen. Ter kommende Sommer wird dann zeigen, ob dre Besprechung ausreichend ivar, um der Straße hygroskopischen Charakter zu geben und sie staubfrei zu erhalten. Irgend welche Nachteile des Verfahrens sind mir bis jetzt unbekannt. Vermischtes. * Kaulbach, König Ludwig .Lola Montez und der Hund. Den in den „Süddeutschen Monatsheften" verösfentlichten Erinnerungen der Frarl Josepha Dürck entnehmen wir folgende hübsche Anektode: „Als im sichre 1849" — so berichtet die Tochter Kaulbachs — „der Vater zum Tirektor der Akademie ernannt wurde, konnte er endlich seine feuchte ungesunde Werkstatt' in der Tattenbachstraße im ,Lehel' gegen ein für damalige Begriffe sehr schönes Atelier in der Akademie umtauschen. Tiefen ersten Raum hatte ihm Kömg Ludwig I. im Jahre 1836 zur Verfügung gestellt. Es toar- ein hoher unheizbarer Raum, den er sogar in den ersten Jahren mit einem Bildhauer Leeb teilen mußte. Tas Haus war an einem großen Wiesenplatz, (später Hofküchengarten) gelegen, den der Vater wegen seines weiten Ausblicks und einiger schöner Baum- gruppen sehr liebte. In diesem Garten wurden alle möglichen Tiere gehalten —: Füchse, Rehe, Hirsche, Hasen, weiße Pfauen usw., — die Modelle für den Reinecke Fuchs. — König Ludwig war fleißiger Besucher des tiersteundlichen Menschenfeindes und auch Königin Therese kam gerne, versäumte aber nie, ihr Kommen durch ein wohlgefüllte^ Frühstückskörbchen, das ein Tiener vorher brachte, anzuzeigen. — Hier war es auch, wo in den Jahren 1847—48 Lola Montez porträtiert ivurde, nicht ohne einige originelle Hindernisse, die genommen werden mußten. Lola hatte einen keinen weißen Schoßhund, der aber eine Art Idiosynkrasie gegen die weißen Pfauen, die besonderen Lieblinge des Vaters hatte. Bei einer der ersten Sitzungen nun (welcher auch König Ludwig immer beiwohnte, indem er der Tänzerin die Toilette, die nach Kaulbachs Älngabe aus Paris verschrieben worden war, ordnete, ihr die Füße mit dem Kohlenbecken erwärmte und die Stellung usw. begutachtete) entwischte das kleine Hündchen in beit Garten und begann sofort mit der Jagd auf die sechs weißen Pfauen. Tiefe fliegen kreischend und lärmend hin und her, verfolgt von dem klaffenden Hunde. Lola hört den Spektakel, glaubt ihren Liebling in Lebensgefahr, vergißt Kohlenbecken und König, und stürzt, den Hund rufend, hinaus. Ter Vater aber zittert für seine schönen Pfauen und rennt hinter Lola her, die aber, dank ihrem Berufe, flinkere Beine hat. Nun erscheint auch der König im Garten; er will nicht müßig stehen und beteiligt sich an der wilden Jagd, die in rasendem Tempo durch den Garten geht, voraus die Pfauen, dann der Hund, Lola, Kaulbach, und der König. — Endlich erscheint der Tiener als Retter, faßt den Hund ab, sperrt die Pfauen ein und der Friede ist wieder hergestellt. Wer noch viele Jahre nachher erzählte der Vater gerne bies Zwischenspiel und hatte großen Spaß, wenn er die Situation recht drastisch ausmalen konnte, dabei sich selbst nicht weniger ironisierend als die anderen Beteiligten. Tas große Porträt wurde nach manchen stürmischen Szenen, die aber nicht alle so harmloser Natur waren, wie die eben geschilderte, fertig gemalt, fiel jedoch nicht zur Zufriedenheit des Bestellers ans, denn der Künstler hatte die Tänzerin mit der Peitsche in der Hand, mit Schlangen umgürtet und mit entblößtem Halse das Schafott besteigend dargestellt. Solche Auffassung war dem Besteller nicht genehm. Er drang darauf, daß diese fatalen Kleinigkeiten entfernt würden. Zu weiteren Konzessionen wollte der Vater sich aber nicht herbeilassen und schließlich blieb das Bild, das sich jetzt in Privatbesitz in Paris befindet, im Atelier und wurde nie abgeliefert. * Soll man Beim Essen trinken? Es gibt bekanntlich Leute, die keine,selbst n i ch t die kl e in st e M a h l z e i t nehmen, ohne gleichzeitig dazu zu trinken. Tiefe Gewohnheit ist, wie die Blätter für Volksgesundheitspflege in ihrer letzten Nummer ausführen, durchaus nachteilig. Tie Flüssigkeit, welche zu den Speisen oder —■ was noch schädlicher ist — vor den Mahlzeiten getrunken wird, setzt in den meisten Fällen recht erheblich den dlppetit herab. Es ist daher besonders bei Kindern darauf zu achten, daß sie weder vor noch nach der Mahlzeit trinken, damit nicht eine scheinbare Sättigung eintritt, welche das' Kind abhält, die zu seiner Entwicklung notwendigen Nahrungsstoffe aufzunehmen. Ferner ist zu bedenken, daß durch jede Flüssig- keitszustchr der Magensaft verdünnt und dadurch die Verdauung der Speisen erschwert wird. Aus diesem Grunde erscheinen auch die einfachen Wassersuppen, wie sie stüher Mich waren, als recht unzweckmäßig. Man tut daher! am besten, den Durst durch Trinken zwischen den Mahlzeiten zu löschen. Wer nicht so lange warten kann, mag nach den Mahlzeiten frisches Obst genießen, mit welchem er dem Körper gleichzeitig Stoffe zuführt, die für die Gesundheit don großem Wert sind. Im allgemeinen ist das! Trinken zu den Mahlzeiten nicht zu empfehlen, und man geht wohl nicht fehl, wenn man den verschiedenen Meinen, die bei großen Tiners gereicht werden, mefyt Schuld an den Verdauungsstörungen des folgenden Tages beimißt als der Ueberfüllung des Magens — vorausgesetzt, daß diese nicht allzustark ist. * Den Vor Hang zum Bielefelder ^otadttheater bringt die Wochenschrift „W eit und Haus" (Leipzig, Heft je 20 Psg.) in einer recht guten Produktion als Kunstbeilage zu Heft 41. Tas Bielefelder Theater erhält mit diesem Vorhänge einen wertvollen dekorativen Schmuck. Ter Vorhang stellt in seiner Mitte Apollo mit zwei weiblichen Gestalten und blumentragenden Putten auf Wolken dar, die etwas eigenartig, kranz- sörmig um das Haupt des Gottes der Kunst herumstilisiert und von der Mitte aus beleuchtet sind. Im Vordergründe, links vom Beschauer, sitzt eine halbnackte Frauengestalt vor einer Orgel, ihr zur Seite steht ein Priester der Kunst. Rechts unten steht eine Gruppe von Arbeitern mit entblößtem Oberkörper^ vor einem Hüttenwerk und hält in der Arbeit inne, um der Sprache der Kunst zu lauschen. Tas Ganze symbolisiert das Walten der Künste in der Industriestadt. Natürlich fehlt in der Reproduktion die Farbenwirkung. In Anordnung, Zeichnung und plastischer Herausbildung der Einzelheiten übt der Vorhang jedoch schon in der Nachbildung eine geschmackvolle dekorative Wirkung. der Auflösung in nächster Nummer. 1 — 5 4 — 7" 7 — 10 9 — 1 11 — 3 Münze. Dichterischer Name einer Insel. Teil des Gesichts. Hohe Körperschaft. Land in Afrika. Moderne Fabeln. Der Wind und die Sonne. Wind und Sonne stritten sich, wer der Stärkere wäre. Sie kamen dahin überein, den als Sieger zu erklären, der es vermöge, den ersten Wanderer zu veranlassen, seinen Rock aus- Als" sie eine Weile gewartet, kam ein Mann des Weges. Der aber war vierzehn Tage in einem Seebadhotel gewesen' und hatte keinen Rock mehr. Dankbarkeit eines Löwen. Ein Löwe hatte sich einen Torn in den Fuß getreten. ET ging zum Schäfer und bat ihn, den schmerzlichen Torn herauszuziehen, was dieser auch tat Einige Zeit darauf wurde der Schäfer infolge falscher Anklage in die Arena geworfen, woselbst sechs' Löwen sich befanden. , Halt!" rief der Löwe, der den Schäfer sofort erkannte. „Halt! Ihr habt kein Anrecht auf den Mann. Er hat mir einst einen Torn aus dem Fuße gezogen." Achtungsvoll zogen sich die fünf Löwen zuruck, wahrend der eine den Schäfer allein auffraß. Der Heilige. Ein Heiliger, der durch das Land wanderte, ward von einem Manne überfallen, und ^geprügelt. „Ich weiß nicht, warum er mich gehauen", sagte der Heilige zum Khadi; „ich habe keine Feinde in der Welt." „Gerade deshalb tat ich es", sprach der Beklagte „Laßt den Mann frei!" bestimmte der Khadi. „Ein Mann,- keine Feinde hat, hat auch keine Freunde " Berthold A. Baer. Hleue Wücher. — R. Wagner an Mathilde Wesendonk. Tagebuchblätter und Briefe. Berlin, Alex. Tuncker. Preis: geh. Mk. 5. Dyroff, Prof. Tr. Adolf, lieber das eeetenteben des Kindes. (60 S.) Bonn, P. Hanstein. 75 Pfg. H edin, Sven v., Abenteuer in Tibet (X., 414 S. m. 137 Abbildungen, 8 bunten Tafeln und 4 Karten.) Leipzig, F- A. Brockhaus. geb. 6 Mk. Zifferbl atträtsel. (Rachdruck verboten.) I II III IV V VI VII VIII IX X XI XII Statt der Ziffern des Ziffernblattes einer Uhr sind die Buchstaben AAA, Esf I, L, NN, B, 8, T derart zu setzen, daß die Zeiger bei ihrer Umdrehung Wörter von folgender Bedeutung berühren: 1 — 3 Geographische Bezeichnung. Auflösung des Gleichklangs in vor. Nr.: Feder. Redaktion: August Goetz. — Rotationsdruck und Verlaa der Brüh l'ichen Universitäts-Buch° und Steindruckerei, R. Lange, Gießen-