Mittwoch den 16. Movemöer 1904. Mr. 171 IP MN M «h MlÄi !! 'S M ■SS tzine Schuhloft. Won An ton Tschechoff. (Nachdruck verboten.) Trotz des heftigen Podagraanfalles in der Nacht und trotz der zerrütteten Nerven begab sich Kistunow dennoch am Morgen ins Bureau und begann rechtzeitig den Empfang der Klienten der Bank. Er sah leidend und müde aus und sprach mit sterbender Stimme. „Was wünschen Sie?" wandte er sich an eine Frau in einem vorsüntflutlichen Mantel, die von hinten einem großen Mistkäser sehr ähnlich sah. „Ich bitte schön, Ew. Excellenz", begann die Frau, die Worte schnell herunterhaspelnd, „mein Mann, der Kvllegien- assessor Schtschukin, war fünf Monate krank, und während er noch, entschuldigen Sie, zu Hause lag und behandelt wurde, erhielt er ohne jeden Grund den Libschied, und als ich nach seinem Gehalt ging, Ew. Excellenz, wurden ihm von dem Gehalt vierundzwanzig Rubel sechsunddreißig Kopeken abgezogen! Und wofür, wenn ich fragen Lars? „Er hat aus der Beamtenkasze Geld geliehen und die anderen Beamten haben sich für ihn verbürgt. Wie denn das? Wie konnte er das Geld ohne meine Zustimmung nehmen? Das ist gar nicht möglich, Ew. Excellenz. Was sc-ll' denn das bedeuten? Ich bin eine arme Frau, lebe vom Zimmer- vermieten.... Ich bin schwach und schutzlos . . . Won allen erfahre ich nur Kränkungen und niemand sagt mir ein gutes Wort. . Tie Bittstellerin begann mit den Augen zu blinzeln und suchte in ihrem Mantel nach dem Taschentuch. Kistunow nahm ihr Gesuch und las es. „Ja, aber erlauben Sie", sagte er achselzuckend, „ich verstehe hier nichts. Sie sind wohl, meine Gnädige, an die unrechte Stelle gekommen. Ihr Gesuch geht uns ja gar nichts an. Wenden Sie sich gefälligst an das Ressort, bei welchem Ihr Gemahl angestellt war." „Nein, mein Herr, ich bin schon an fünf Stellen gewesen und nirgends hat man mein Gesuch überhaupt nur entgegennehmen wollen!" sagte Frau Schtschukina. „Ich hatte schon ganz den Kopf verloren, da schickte mich mein Schwiegersohn, Boris Matwejitsch, Gott lohne es ihm, zu Ihnen. „Wenden Sie sich nur an den Herrn Kustinow, Mama", sagte er mir, „er hat eine einflußreiche Stellung und kann alles für Sie machen . . ." Helfen Sie mir,, Ew. Excellenz!" „Wir können da nichts für Sie tun.... Begreifen Sie doch: Ihr Mann war, soviel ich sehe, dem Medizinaldepartement des Kriegsministeriums unterstellt, während unser Institut völlig privater Statur ist, ein tzandelsinstitut — eine Bank. Wie kann man denn das nicht begreifen!" Kustinow zuckte noch einmal die Achseln und wandte sich zu einem Herrn mit geschwollener Backe in Militäruniform. „Ew. Excellenz!" rief weinerlich die Schtschukina, „daß mein Mann krank war, dafür habe ich ein ärztliches Zeugnis! Hier ist es, sehen Sie, bitte!" „Sehr schön, ich glaube Ihnen ja", sagte Kustinow gereizt, „aber, ich wiederhole es Ihnen, das geht uns nichts an. Unglaublich! Tas ist einfach komisch! Weiß denn Ihr Mann wirklich nicht, wohin Sie sich zu wenden haben?" „Er weiß überhaupt nichts, Ew. Excellenz. Leiert nur immer dasselbe: „Das ist nicht Deine Sache! Laß, mich in Ruhe!" Und wessen Sache ist es denn? Er sitzt doch mir aus dem Halse! Mir . . ." Kustinow wandte sich wieder der Schtschukina zu und begann ihr den Unterschied zwischen dem Medizinaldepartement des Kriegsministeriums und einer Privatbank zu erklären. Sie hörte ihn aufmerksam zu Ende, nickte zustim- mind mit dem Kopf und sagte: „Jawohl, jawohl, jawohl. . . Ich verstehe. Befehlen Ew. Excellenz, mir dann wenigstens fünfzehn Rubel auszuzahlen! Ich bin einverstanden, daß es nicht alles auf einmal ist . . ." „Ach!" seufzte Kustinow auf, den Kopf zurückwerfend. „Ihnen kann man es nicht eintrichtern! Aber begreifen! Sie doch endlich, daß es ebenso komisch ist, wenn Sie sich an uns mit einem derartigen Gesuch wenden, als wenn Sie beispielsweise eine Ehescheidungsklage bei einer Apotheke oder bei dem Aichamt anhängig machten. Man hat Ihnen das Gehalt gekürzt, aber was können wir denn dabei hm?" „Ew. Excellenz, ich werde ewig für Sie beten, haben Sie Mitleid mit einer armen Waise", begann die Schtschukina zu weinen. „Ich bin eine schutzlose, schwache Frau . . . Hab mich W Tod abgcguält. . . Mit den Mietern muß ich prozessieren, für den Mann bitten, in der Wirtschaft habe ich zu tun . . . Und jetzt, wo ich gerade zum Abendmahl gehen will, mußte auch noch mein Schwiegersohn meine Stelle verlieren . . . Wenn ich esse und trinke, ist's nur zum Schein; ich kann kaum mehr auf den Beinen stehen . . . Tie ganze Nacht habe ich nicht geschlafen. . ." Kistunow fühlte Herzklopfen. Er legte mit einer Märtyrermiene die Hand aufs Herz und begann der Schtschukina von neuem zu erklären, aber seine Stimme brach ab . . . „Nein, verzeihen Sie, ich kann mit Ihnen nicht sprechen", sagte er mit einer hoffnungslosen Geste. „Mein Kopf schwindelt mir sogar. Sie: stören uns nur und verlieren unnütz Ihre Zeit. Oh! . . . Alexej Nikolajitsch", wandte er sich an einen der Beamten, „erklären Sie es doch, bitte, der Fran Schtschukina!" Kistunow hatte schon alle Klienten abgefertigt und in seinem Kabinett ein Dutzend Papiere unterschrieben, während Alexej Nikolajitsch immer noch mit der Schtschukina parlamentierte. Won seinem Kabinett aus hörte Kishinow immerfort zwei Stimmen: den monotonen, sich beherrschen- 682 — den Baß des Mexej Nikolajitsch und die weinerliche, aufheulende Stimme der Schtschukina . . . „Ich bin eine schutzlose, schwache Frau, eine kränkliche Frau", sprach die Schtschukina. „Aenßerlich sehe ich vielleicht stark aus, aber innerlich habe ich kein gesundes Äderchen. Ich stehe kaum auf den Füßen und habe gar keinen Appetit. . . Ten Kaffee trank ich heute ohne allen Genuß." Alexej Nikolajitsch erklärte ihr den Unterschied zwischen den verschiedenen Ressorts und das komplizierte System der Klagesührung. Bald wurde er müde und der Buchhalter löste ihn ab. „Ein ekelhaftes Frauenzimmer!" empörte sich Kistunow, während er nervös mit den Fingern knackte und immerfort nach der Wasserkaraffe griff. „Das ist ja eine Idiotin, ein Stiefel! Mich hat sie krank gemacht nnd jetzt quält sie die andern zu Tode, so eine Gans! Oh . . . mein Herz!" Nach einer halben Stunde klingelte er. Es erschien Alexej Nikolajitsch. „Was haben Sie denn bet?" fragte Kistunow müde. „Wir können es ihr nicht beibringen, Pjotr Alexan- dritsch! Einfach- tot macht sie einen. . . Wir sagen ihr das eilte, und sie kommt uns mit was- anderem . . . „Ich ... ich kann ihre Stimme nicht hören . . . Ich bin trank geworden . . . Ich kann es nicht mehr aushalten." „Man müßte den Portier rufen, Pjotr Alexandritsch, damit er sie hinausschmeißt." „Nein, nein!" erschrak Kistunow. „Sie wird ja so ein Geheul anstellen, daß es alle Leute im Hause hören und weiß der Teufel was von uns denken können . . . Versuchen Sie es, mein Lieber/ ihr die Sache irgendwie zu erklären." Eine Minute später ließ sich- wieder die tiefe Stimme Alexej Nikolajewitschs hören. Es verging eine Biertelstunde und sein Baß wurde durch den Hellen Tenor des Buchhalters abgelöst. „Ein unglaublich gemeines Frauenzimmer!" empörte sich Kistunow, nervös die Achseln zuckend. „Dumm, wie ein Stiefel, daß sie der Teufel hole. Ich. glaube, mein Podagra fängt wieder an . . . und meine Migräne . . ." Im Nebenzimnter hatte Alexej Nikolajitsch endlich die Geduld verloren. Er klopfte mit dem Finger zuerst aus den Tisch und dann an seine Stirn. „Mit einem Wort, Sie haben da keinen Kopf", sagte er, sondern dies hier. . ." „Na, na. . ." sagte beleidigt die Alte. „Kannst Deiner Frau was klopfen .... Kanaille! Erlaub' Dir nicht zuviel." Alexej Nikolajitsch sah sie mit grenzenloser Wut an, als wollte er sie verschlingen, und sagte mit leiser, erstickender Stimme: „Hinaus von hier!" „Wa—as?" heulte die Schtschukina plötzlich auf. „Wie dürfen Sie es wagen? Ich bin zwar eine schwache, schutzlose Frau, werde so etwas aber nicht dulden! Mein Mann ist Kollegienassefsor! So eine Kanaille! Ich gehe zu meinem Advokaten und er wird Dich schon! Drei Mieter habe ich schon vors Gericht geschleppt und Du wirst vor mir auch noch betteln kommen! Ich gehe zu Eurem General! Ew.. .Exeellenz! Exeellenz!" „Pack Dich von hier hinaus. Du Luder!" zischte Alexej Nikolajitsch. Kistunow öffnete die Tür und sah in das Bureau hinein. „Was ist da?" fragte er mit weinerlicher Stimme. Die Schtschukina, rot wie ein Krebs, stand mitten irrt Zimmer und stieß augenrollend mit den Fingern in die Lnft. Tie Beamten, ebenfalls rot und augenscheinlich durch den Skandal ermüdet, standen um sie herum und blickten sich unschlüssig au. „Ew. Exeellenz!" stürzte sich die Schtschukina auf Kistunow los, „hier dieser, dieser hier. . . dieser (sie wies auf Alexej Nikolajitsch) klopfte sich mit dem Finger an die Stirn und dann auf den Tisch . . . Sie hatten ihm befohlen, meine Sache zu erledigen, und er macht sich über mich lustig! Ich bin eine schwache, schutzlose Frau. . . mein Mann ist Kollegienassessorund ich selbst bin eine Majorstochter!" „Gut, meine Gnädige", stöhnte Kistunow, „ich werde es untersuchen . . . Maßregeln ergreifen . . . Gehen Sie uur . . . später!" „Wann bekomme ich denn? Ew. Exeellenz? Ich brauche das Geld heute!" Kistunow snhr sich mit zitternder Hand über die Stirn, seufzte aus und begann wieder zu erklären. „Ich habe Ihnen doch schon gesagt, meine Gnädige. Das hier ist eine Bank, ein privates,, kommerzielles Institut . . . Was wollen Sie denn von uns? Begreifen Sie denn nicht, daß Sie uns stören?" Tie Schtschukina hörte ihn zu Ende und seufzte auf. „Ja, ja. . ." stimmte sie bei. „Aber seien Sie schon so gut, Ew. Exeellenz, seien Sie mir ein Pater, nehmen Sie mich in Schutz, damit ich zu Gott ewig für Sie beten kann. Wenn ein ärztliches Zeugnis zu wenig ist, kann ich eine Bescheinigung der Polizei vorweisen . . . Befehlen Sie, daß man mir da's Geld auszahlt!" Kistunow wurde es bunt vor den Augen. Er atmete den ganzen Luftvorrat, den er in den Lungen hatte, aus und ließ sich kraftlos in einen Lehnsessel nieder. „Wieviel wollen Sie haben?" fragte er mit schwacher Summe Pwrundzwanzrg Rubel .echsunvdret'tzrg .t'operen/ Kistunow holte seine Brieftasche hervor, entnahm derselben einen Fünfundzwanzigrubelschein und reichte ihn der Schtschukina. „Hier nehmen Sie und. . . und gehen Sie!" Tie Schtschukina wickelte das Geld in ihr Taschentuch, steckte es ein und fragte, ihr Gesicht zu einem süßen, delikaten und sogar etwas koketten Lächeln verziehend: „Eiv. Exeellenz, könnte mein Mann nicht vielleicht seine alte Stellung wieder einnehmen?" „Ich fahre weg . . . bin krank. . ." sagte Kistunow mit elender Stimme. „Ich habe furchtbares Herzklopfen." Nachdem er nach Hause gefahren war, schickte Alexej Nikolajitsch Nikita nach Kirschlorbeertropfen und alle setzten sich wieder an die Arbeit. Tie Schtschukina aber saß noch zwei Stunden in dem Borhaus, unterhielt sich dort mit dem Portier nnd erwartete, wann Kistunow zurückkehren würde. Sie kam auch am nächsten Tage. Iie K sä ge d s deutschen Komer. Bon Paul Wittko. Unter den Berufsarten gibt es wenige schönere als die, der Menschheit Bildner zu sein int großen Stil, ihr mitzuteilen von den besten geistigen Schätzen, die erlauchte Geister aufgespeichert haben, in das Herz des Einzelnen den Keim für die Empfänglichkeit des Großen und Erhabenen zu legen und dadurch im besten Sinne anregend und veredelnd zu wirken. So hohem Berufe widmet ein Rezitator sein Leben. Der Rhapsode des Altertums aber, der die im Volke von den Urzeiten her erhaltenen epischen Gesänge zu einem Ganzen verflocht und dabei eine Bereinigung der Göttersage mit der Volks- und Weisheitsgeschichte vollzog, er, der da s aug u\ttb sagte von der Götter wohltätigem Walten, von streitbaren, kühnen Helden, die beit' Weg zum Ruhme gefunden unb burchlausen, von Frauentugenb und Frauenfreude, er, der Rhapsode, über, wie die alten Ger- manen ihn nannten, ber Skalde über Srof (wenn er selbst dichtete), war ber Priester, Lehrer tu i her eines Volkes. Der Widerhall, den sein begeisterte . Xt2b int Herzen des Volkes fand, wurde zum Mahnruf, seine Weisheitsworte wurden göttliche Gebote. Der Stand dieser Sänger-Priester verwaltete wen Gesamtschatz an geistigem Eigentum, das „Epos" im engsten Sinne des Wortes. Doch die Zeiten iinberten sich unb mit ihnen bie Menschen unb bereu Gebräuche, bereu Wissen unb Wille. Ter Geist unserer heutigen Zeit fügt fich schwer in bie Voraussetzungen, bie das wahre Epos an bas ganze Volk stellt. Romane suchen heute bas Epos zu ersetzen. Aber welcher gewaltige Unterschieb besteht zwischen einem Roman unb einem Epos, wie es außer ben Deutschen nur noch bie Griechen, bie Inder, bie Perser unb bie Finnen besitzen.*) Aus der allgemeinen Literatur-Ueberschwemmnng der letzten 60 Jahre ragen nur wenige stolze Felsen weithin sichtbar hervor. Ein Werk aber steht wie ein von einem Leuchtturm gekrönter stolzer Fels inmitten brausender Brandung, das einzige Epos, das unsere Zeit geschaffen hat, eine dichterische Großtat. In ihm sind Geist und Leben uralter Zeiten heraufbeschworen, vom Geiste der neuesten *) Wer sich hierüber näher orientieren will, der lese Will). Jordans „Epische Briefe", Frankfurt a. M. 1876. 68L Zeit zu neuem Leben im Lichte der Gegenwart, es ist ein deutschnationales Wert von tiefgehender Bedeutung. Das sind die „N i b e l u n g e" Wilhelm Jordans. Tie Familie des in diesem Sommer dahingegaugenen letzten großen deutschen Dichters legt dem deutschen Volke sein Hauptwerk, eben „die Nibelunge" in einer neuen schönen, zweibändigen Ausgabe zum Preise von 10 Mk. auf den Weihnachtstisch. In dem Borgesange schildert der Dichter, wie er des uralten epischen Stoffes sich bemächtigte. Er grub mit der Schaufel des Epikers die dichterischen Rieseugebeine aus der Antidiluvialzeit Islands, der ultima Thule, hervor, die, gewissermaßen selbst ein Brunhild, ein Dornröschen, in vieltausendjährigem Schlafe in den ewigen Eisbergen des Nordens gelegen hatten. Dabei stieß er auf manchen herrlichen Schatz, den noch kein menschliches Auge erblickt, kein menschlicher Geist erdacht hatte und den der Dichter auf seiner Fahrt durch das gewaltige poetische Polarbergwerk hob. “ Kaum reck' ich den Arm und berühre die Reste Des verstümmelten Baus mit dem Buchenstäbchen, So steigen alle Steine an die rechten stellen. So regen sich die Säulen und richten sich grade, Und schwungvoll schwibbt sich in schwindelnder Höhe, Wie sie weiland gewesen, die Wölbung der Kuppel. Mit diesen Versen charakterisierte Jordan selbst sein Schaffen^ auf der Trümmer- und Scherbenstätte der iudo- germanischen Sage. Aus der nur spärlich fließenden Sagen- quelle schöpfte er die wenigen Tropfen mit dem gleichen Eifer, wie aus der vollströmenden die Fülle. Er ward gewahr, daß ihm die Macht verliehen war, was einst graniten der Väter vollere Rede formte, vom „reicheren Marmor der lebenden Sprache" zu modeln und die „wunder- gewaltige uralte Weise der deutschen Dichtkunst", der Stabreimkunst, neu zu verjüngen, in der Hoffnung auf das endliche Wiedererscheinen der Sonne ruhmvollen Sieges, des epischen Verses der alten Germanen und seines eigenen kühnen Beginnens, nach uralter Skaldenart „als fahrender Sänger Lauscher zu werben in deutschen Landen." Der Borgcsang, den Jordan im Jahre 1862 zum ersten Male zum Vortrag brachte, also zu einer Zeit, als die deutsche Volksseele in arge Fesseln gebannt war, klingt aus in der stolz auf die Stärke des „ersten der Völker" vertrauenden Verheißung der Neugestaltung der deutschen Einheit, der Erweckung des Weltüberwinders. Wie wunderbar hat sich diese Weissagung Jordans acht Jahre später erfüllt! — Man kennt die Symbolik der alten Nibelungensage. Sie berichtet von einem schönen jungen Helden. Er (der versinnbildlichte Frühling) tötet den Bewahrer eines riesigen Kleinvdienschatzes, einen giftigen Drachen (den Winter), und nimmt dessen wunderwirkende Besitztümer, das Schwert Balmung (den Wind), die unsichtbar machende Tarnkappe (der Nebel) ttitb den Ring Antwaranaut (der Sonnenstrahl), der die Herrschaft über die Nibelungen, unterirdische Zwerge (das Wachstum der Pflanzen) verleiht, in seinen Besitz. Mit diesen drei Schützen, die von unvergleichlich höherem Werte sind als das gleißende Gold der gierigen Zwerge aus dem Reiche der Niedrigkeit, der Nibelungen, zieht er tatendurstig auf Abenteuer aus, und mit Feuerküssen erlöst er die schlafende Jungfrau Brunhild: die Natur erwacht aus starrem Winterschlaf zu neuem, schönem Leben. Doch dieses neue, schöne Leben ist nur von kurzer Dauer, es findet in der herrlichsten Blütenzeit ein jähes Ende, und tiefe Trauer, schmerzreiches Sehnen, und wiederum des Winters Frost folgen ihm nach. So ahnten schon unsere Urväter die Gottheit in der Natur und träumten von einem allmächtigen göttlichen Wirken im All. Bei Jordan ist Siegfried das gütige Licht der Erkenntnis, das sich müht, den Erdenhimmel zu klären von falscher Vermutung und den Landen das Glück des Fortschritts der Naturerkenntnis zu geben. Siegfried wirbt um Krimhild, die Nibelungentochter. Tie wahre Weisheit der Welt vermählt sich mit der irdischen Fehlbarkeit. Tie Ehe rst ungleich und ihre Dauer ist kurz. Das göttliche Heil der Erkenntnis kam auf die Erde herab, um von sich einen Tropfen der Menschlichkeit ins Herz zu senken, doch es selbst entwich gar bald der Erde —: den Menschen bleibt die Anerkenntnis verschlossen. Wohl gönnen's die Götter Tes lauteren Lichtes Allmählich zu mehren Tas menschliche Maß. Toch die Nachwelt beneidet Tas Wachstum gen Walhall, Und Teil hat die Tiefe Am sterblichen Stoss. Das ist, in aller Kürze geiagt, der tiefe Sinn des Jord arischen Epos. Wählen wir uns zur Charakterisierung der Dichtung als Kunstwerk nur ein paar Szenen aus. Zunächst die Brautwerbung Siegfrieds um Krimhild. Das ist ein altgermanisches Kabinettsbild von unvergleichlichem Liebreiz der Behandlung. Und das Inkarnat des Bildes von den beiden badenden Königinnen erinnert an Tizians Pinsel. Bei aller sorgfältigen Ausführung der Fraueureize zeigt die Badeszene doch eine Größe und eine Keuschheit der Pinselführung, die in ihrer unerreichten Plastik nur noch Homer besaß. Und welche erhabene menschliche Milde strömt aus dem Herzen des schwächlichen Bübchens der Brunhild! Ihr aber, der Göttertochter, die mit Siegfried herab zu den Menschen stieg und, von ihm betrogen, den Tod seines menschlichen Leibes herbeiführt, naht der Riesin Reue. Am Sarge Siegfrieds versöhnt sich Brunhild, den Tod im Herzen, in selbstloser Aufopferung der Menschenseele mit der, die ihr die Liebe geraubt hat, mit Krimhild, durch den Mahnruf der Uebermenschheit: „Seien wir mehr als nur Menschen!" Wie der Mainzer Pnlvcrturm in die Luft flog. Eine Erinnerung an die Explosion des Pulverturms in Mainz, durch die vor 47 Jahren, am 18. November 1857 ein Teil der Stadt zerstört wurde, wird durch den in Wien erfolgten Tod des pensionierten Dieners an der Akademie der bildenden Künste Michael Twardowsky wachgernfen. Wie das Wiener „Extrablatt" mitteilt, wurde in den hinterlassenen Papieren dieses Mannes folgende Schilderung des verhängnisvollen Ereignisses gefunden: „Es war im Jahre 1857, als ich mit meinem Artillerie-Regiment in der alten Bundesfestung Mainz in Garnison lag. Ich war damals Korporal und führte die dienstliche Aufsicht über die Bastionen, die außerhalb der Stadt lagen; es waren dies die drei Pulvermagazine St. Martin, Bonifacius und Nicolaus, für deren Ordnung, Reinhaltung und Lüftung ich Sorge zu tragen hatte, weshalb mir auch ein paar Schlüssel zu den Bastionen von dem manipulierenden Hauptmann anvertraut waren. Ter 18. November des erwähnten Jahres war ein trüber, feuchtkalter Herbsttag. Es war 4 Uhr nachmittags und ich mit dem Schließen der eisernen Fensterläden auf der Außenseite der St. Bonifacius-Bastion beschäftigt, als plötzlich ein unterirdisches Getöse den Boden weit umher erzittern und schwanken machte; die klafterdicken Steinmauern des Magazins erbebten, die geschlossenen Fenstertüren sprangen auf, die offenen schlugen zu, die Erde geriet in förmliche Wallungen, sodaß ich mich nicht auf den Füßen zu halten vermochte. Ter Donner in der Tiefe wurde immer betäubender, plötzlich folgte ein Krach, als wäre die Erde mitten entzw.i geborsten, eine riesengroße, grelle Feuergarbe schlägt zum Himmel empor und scheint sein Gewölbe erschüttern zu wollen, dann — alles in rabenschwarze Nacht gehüllt. Tics waren meine letzten Empfindungen, dann verlor ich das Bewußtsein. Als ich wieder ans der Betäubung erwachte, lag ich unter Balken und Sparren verschüttet. Ich fühlte, daß ich aus dem Kopfe und im Gesicht blutete. Mein erster Gedanke war: „Was ist geschehen? Plötzlich durchzuckte mich eine dunkle Ahnung. Mit allen Kräften suchte ich mich aus dem Schutt und den Trümmern zu befreien, was mir nur mit vieler Mühe gelang. Ich raffte mich auf, lies um die Ecke zur Eingangstür des Magazins und fand diese trotz ihrer massiven Eisenkonstruk- tion eingedrückt, vor dem Eingang lag ein Haufen Balken, von dem zertrümmerten Dache herrührend, aus denen Feuer fast mannshoch emporschlug. Ich riß sie schnell auseinander, sucht, die Tür freizumachen, lief zum Bassin, das im Innern des Magazins war, ergriff die Löschkörbe und trug Wasser herbei, nm die brennenden Balken zu löschen, was mir auch gelang. St. Boni-. facius war gerettet. Nun schnell zur nächsten Bastion St. Nicolaus. Auch hier fand ich die Eisentüre eingedrückt, und im Vorraume des eigentlichen Pulverkellers, in dem tausende Zentner Schießpulver, Sprengstoffe und gefüllte Bomben aufbewahrt waren, die dort lagernden Balken in vollem Brande. Nun schnelle Rettung, sonst ist alles verloren! Tie zunächst stehenden Eisengeräte und Haken wurden ergriffen und die brennenden Balken damit ins Freie geschleppt, das war das Werk einiger Minuten. Nun wieder zu St. Bonifacius zurück, dann zu St. Martin. Toch welch eilt Anblick! St. Martin war wie abgestorben, an seiner Stelle eine tiefe schwarze Grube, von den Mauern war keine Spur zu finden; ringsumher, soweit das Auge in der Tunkelheit sehen konnte, war Baum und Strauch vernichtet, der Park wie wegrasiert, die Häuser der Vorstadt in Trümmer. Nun erst wurde mir die Situation klar, St. Martin war in die Luft geflogen! 684 — Es war 4 Uhr morgens, ein dichter Schneefall deckte die ganze Unglücksstelle mit einem weißen Leichentuche zu, als ich von einer Patrouille aufgefundcu und abgelöst wurde. Jetzt erfuhr ich erst, ivie cutscklich das Unglück gewirtschaftet: 36 Mann Wache waren vernichtet, viele Menschen lagen unter den Trümmern ihrer Häuser begraben. Ich allein war von den Wachkameraden übrig geblieben, da ich mich auf der von der Unglücksstätte abgewendetcn Seite von St. Bonifazius befand und dessen Riesen- mauern mich vor dem Tode bewahrt hatten. Doch kaum war ich in meine Kaserne zurückgekehrt, so erschien der Hauptmann mit einer Patrouille und ließ mich in den Garnisonsarrest abführen. Ich hatte 17 Verhöre zu bestehen. Was hatte ich verbrochen? Ich beteuerte meine Unschuld, allein es half nichts, nur ich konnte das Verbrechen begangen haben, nur ich, da ich mit der Beaufsich- tigung der Werke betraut war. Ta meldete sich eine Zeugin, die angab, den Täter gesehen zu haben, wie er mit einer brennenden Zigarre in die Bastion si ch'begab, worauf die Explosion erfolgt sei. Ich wurde mit dieser Frau konfrontiert und diese befragt, ob sie in mir diesen Mann erkenne. Ihre Antwort lautete: „Nein, der war es nicht." Tiefen wenigen Worten verdanke ich Leben und Freiheit wieder. Nun erst wurde auch meiner Rettuugs- arbeit gedacht, dieselben geprüft und konstatiert, daß die Bastion St. Bonifazius in 12 und St. Nikolaus in 8 Minuten bei nicht eingetretencr Rettung in die Luft gegangen und Mainz in einen Trümmerhaufen verwandelt worden wäre. Jetzt folgte reichlicher Ruhm für meine Pflichterfüllung. Ter Großherzog empfing mich dreimal in Audienz, verlieh mir las Kreuz Philipps des Großmütigen und der Prinzregeut Wilhelm von Preußen die silberne Medaille. Tie lieben Mainzer herzten mich wie ihren besten Sohn, daß Gott mich so wunderbar erkalten, mir Kraft und Besonnenheit gab, um das Leben meiner Getreuen zu schützen." Aus dem Jahre 1812. „Aus Gumbinnens Vergangenheit" sind, Aufzeichnungen überschrieben, die von Professor Tr. I. Schneider im Jahresbericht der Realschule in Gumbinnen in Ostpreußen veröffentlicht werden. Sie rühren aus dem Nachlaß des Generalleutnants Robert v. Eberstein her, der, im Jahre 1801 geboren, einen Teil seiner Knabenzeit in Gumbinnen zubrachte und dort auch die Kriegs- jahre 1812 bis 1815 verlebte. Er erzählt, wie er im Jahre 1812 starke Abteilungen des französischen Heeres auf dem Marsch nach Rußland durch Gumbinnen ziehen sah. Napoleon selbst weilte vom 18. bis zum 20. Juni in der Stadt und Hute im Hause des Geheimrats von Schön: unter den vor dem Hause stehenden Linden ging der Kaiser, immer die Hände auf dem Rücken, zuweilen auf und ab. Einer der zu seiner Ticnerschaft gehörenden Mamelucken erschoß sich in einem nahen Kornfelde, voll der trüben Ahnung, daß ihm auf dem russischen,Feldzug doch kein Glück blühen werde: der kleine Eber' 'n sah, wie Napoleon selber hinging, um die Leiche zu besichtig ... Unter den durchmarschierenden Truppen fielen dem jungen Beobachter die Franzosen durch ihr munteres Singen, die Portugiesen durch ihre Unreinlichkeit, die Bayern und Württemberger durch ihre Brutalität auf: daß diese Süddeutschen sehr schlimme Quartiergäste waren, ist bekanntlich auch sonst vielfach in unanfechtbarer Weise bezeugt. Ten Truppen folgten Wagenkolonnen. Viele von den Fuhren hatten von den Landesbewohnern gestellt werden müssen, und diese verloren in der Regel Wagen und Pferde, da die Franzosen die Kutscher und Knechte erst mehrere Meilen weit mitfnhren ließen und ihnen dann die Pferde einfach Wegnahmen, als Ersatz für Soldatenpferde, von denen viele schon zu Anfang des Feldzuges gefallen waren. Ganze Scharen dieser beraubten Fuhrleute kamen nachher hungernd und bettelndzu Fuß aus Rußland zurück. Am 9. November langten die ersten Nachrichten vom Rückzüge aus Moskau an, und in der zweiten Hälfte des Monats begannen die Turchzüge der Trümmer der großen Armee. Fast alle Ankömmlinge waren krank und elend und in Lumpen gekleidet. Manche von ihnen waren mit Geld versehen und mieteten sich, wenn sie die Stadt überfüllt fanden, einen der Schlitten, mit denen Landsleute zur Stadt gekommen waren. Tie Landleute, die während des Hinmarsches nach Rußland vielfach gequält und ausgesogeu .oorden waren, nahmen nun ihre Rache; sie forderten für die Tour bis Insterburg sehr hohes Fahrgeld, ließen sich dies im voraus bezahlen, fuhren den Fahrgast eine Biertelmeile weit vor das Tor, warfen ihn dort in den Chausseegraben und eilten nach Hause. Im Dezember wurde der Zug der zerlumpten und waffenlosen Turch- zügler durch eine noch in militärischer Ordnung marschierende Truppe unterbrochen: es lvaren die Reste der alten Garde mit dem König Murat und mehreren Marschällen. Ein Zug Schlitten wurde für sie aus den umliegenden Torfschaften aufgeboten, und die Franzosen wollten eben einsteigen. Ta rief ein pfiffiger Bauer: „Tie Kosaken kommen!" Sofort verschwanden die Franzosen in den Häusern, und die Bauern fuhren mit ihren Schlitten davon. Tie Weihnachtszeit verbrachte Eberstein bei Verwandten in Lesgewangminnen im Kreise Rügnit; dort erlebte er eine erschütternde Szene. Ein Schlitten hielt vor dem Hause, eine hohe, sonderbar gekleidete Gestalt entstieg ihm und bat aus französisch um Einlaß. Man ließ den Fremden ins Wohnzimmer treten; er wars einen Blick in den Spiegel und fiel ohnmächtig nieder. Es war, wie man erfuhr, als man ihn wieder zu sich gebracht hatte, ein französischer General, der von der Beresina herkam. Er hatte nichts, als einige Goldstücke gerettet, sein Treuer war erfroren, einen Spiegel hatte er seit vielen Wochen nicht gesehen, und der Anblick seiner hohlen Augen, seiner von Elend zeugenden und zugleich verwilderten Gesichtszüge, seiner weiberhaften Vermummung beraubte ihn des Bewußtseins. Gegen Nerijahr kamen Kosaken nach Gumbinnen, dann zogen auch von den preußischen Truppen, die sich am Feldzug hatten beteiligen müssen, die littaui- lchen Dragoner wieder ein, die nicht viel gelitten hatten und wohlgenährt aussahen, ebenso die Totenkopf-Husaren. Preußen kämpfte nun an der Seite Rußlands gegen Frankreich. Eine Landwehr wurde gebildet. Wer schießen konnte, wurde Schützeu- kompagnien zugeteilt, die anderen waren Pikenmänner; da standen mit der Pike in der Hand Geheimräte und Rektoren neben Bedienten und erwachsenen Schülern. Gleichzeitig mit starker russischer Einquartierung weilte eine Theatergesellschaft in der Stadt. Als eines Abends der „Kalif von Bagdad" gegeben wurde, hielt ein russischer Offizier, der sich 'mit Kameraden hinter die Kulissen geschlichen, die Primadonna mit Liebesanträgen fest, während sie auf die Bühne gerufen wurde; andere russische Offiziere, die sichtlich angetrunken waren, störten im Zuschauerraum. Tie Offiziere wurden von den entrüsteten Zu- jchauern mit Gewalt aus dem Theater entfernt und klagten dann bei ihrem General, während die Bürger bei der Polizei und beim Geheimrat Schön klagten. Es folgte eine unruhige Nacht; mit Morgen stellten sich auf dem Markt zwei russische Bataillone gegenüber der. Landwehr und, dem Landsturm auf, doch versöhnte man sich noch rechtzeitig. Immerhin war man froh, als man die russische Einquartierung wieder los wurde. Lsterarisehes. — Literarische Festgabe zum 400. Geburtstag Philipps des Großmütigen. Die Schwur- geuossen. Historische Erzählung aus der Zeit Philipps des Großmütigen von Hans Otto Becker. VIII, 144 Seilen. Preis br. 1.50 Alk., in Leinenband 2 Mk. Verlag von Emil Roth in Gießen. — Tie Erzählung führt uns in die große Zeit der deuischen Reformation und Renaissance und bietet" uns ein anschauliches, fesselndes Geschichts- und Kulturbild, da die Landgrai- schatt Hessen in den politischen und religiösen Kämpfen als europäischer Alachtiaktor ihre geschichtliche Mission erfüllte. Wir folgen an der Hand der Erzählung, in deren Hintergrund stets die Person des Landgrafen Philipp steht, den geschichtlichen Ereignissen, dem mächtigen Aufschivung der Macht des Landgrafen und dem tragischen Sturz, und erhalten am Schluß den "Ausblick auf die bessere Zukunkt. Da die Arbeit, insbesondere die Schilderung des zeikgescbichtlichen und kulturhistorischen Milieus auf genauesten Studieii und eingehender Fachkenntnis beruht, kommt ihr, abgesehen von ihrer belletristischen Bedeutung, auch eine gewisse "erzieherische zu. Inhalt: I. Sickmgen vor Darmstadt. II. Der Reichstag zu Worms. III. Sickingens Ende. IV. Ter Bauernkrieg. V. Herzog Ulrich von Württemberg. VI. Ter Schmalkaldische Krieg. — Seine Königliche Hoheit Großherzog Ernst Ludwig geruhten die Widmung allerhuldvollst anzunehmen. Kumori-nsches. * Zerstreut. „Herr Professor, ein armer Mann ist da, dem ein Bein fehlt!" — „Na — I ch Habs doch nicht!" * Kleines Mißverständnis. Gutsbesitzer (der Hundezüchter ist): „. . . Glauben Sie nicht, gnädige Frau, daß Sie sich entschließen sollten, zu Ihrem persönlichen Schutze ein treues, intelligentes Tier zu sich zu nehmen?!" — Witwe: „Herr Baron, Ihr Antrag ehrt mich sehr — aber er kommt mir so unerwartet —!" Versteck-Rätsel. Nachdruck verboten. Man suche ein Sprichwort, dessen einzelne Silben in folgenden Wörtern versteckt sind, wie die Silbe „an" in „Wanderer". Mitternacht — Fremdherrschaft — Demetrius — Kalbsbraten — Zigarrenkiste — Wohlan — Feilenhauer — Pflüger — Rügen. (Auflösung in nächster Nummer.) Auflösung deS Ergänzungsrätsels in vor. Nr.: Epheu und ein zärtlich Gemüt Heitet sich an und grünt und blüht. Kann es weder Stamm noch Mauer finden, Es muß verdorren, es muß verschwinden. Goethe. Redaktion: 21 u a u ft Goetz. — Rotationsdruck und Verlaa der Brüh l'schen Untversttäts-Buch- und Steindruüerei. R. Lange. Gießen.