Yr. 154. ”r ZUM ~§w BWMS i=1il ö !;-W 3 ß MM SB M Mt Ans Lieöe. Roman von M. v. Eschstruth. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Jedermann ivar begeistert; nie hatte man — einstimmig — die Rittmeisterin so angeschwärmt, als an dem heutigen Abend. JNttas Weiche, zierliche, frauenhafte Erscheinung paßte nicht recht siir das Kürassierkostüm. Bielleicht paßte es ihr auch nicht gut. Sie sah einem Nippesfigürchen ähnlich, das verkleidet worden ist. Ja, selbst ihre Freude, mit von der Partie zu sein, vermochte nicht schadlos zu halten für das, was ihr hier mangelte. Alle Welt war erstaunt, ivie unvorteilhaft sich Frau von Urem zurecht gemacht hatte. Man meinte, wie man das nur zu gern tut, die kleine trau sei doch überschätzt uwrden! Ja, selbst am andern bend, da beide Damen auf einem Balle erschienen, und Juttas frauenhafte Schönheit und Jugend der Rittmeisterin gegenüber wieder zu voller Entfaltung kam, wirkte noch dre Erinnerung von gestern wie ein Schatten auf dem sonst so sieghaften Glanz ihres Wesens. Sogar Harros Empfinden hatte sich verändert. Ellinors weltgewandte Reife, die künstlerische Harmonie ihrer Erscheinung (ein Kunstprodukt von Mache und Toilette nannte cs Dörrenbach) oünkten ihm höheren Wertes zu sein, als die natürliche Anmut und natürliche Frische seiner Frau. Glücklicherweise merkte diese von alledem gar nichts, sondern gab sich, wie ein Kind, all den Freuden hin, wie sie die zärtlichste aller Mütter für den Liebling erstrebt und sie es stets zu Hause gehalten hatten. Und gerade so freute sich Dörrenbach au der jungen Frau, wie immer, auch heute in der asten Weise. Asmus von Dörrenbach hatte keine glückliche Jugend gehabt. Der Water war schon ziemlich bei Jahren, als ihm der Sohn geboren wurde, und sprach sozusagen nicht mehr mit. Die Mutter, eine schöne Frau, Weltdame durch und durch, lebte nur für die Gesellschaft. Asmus, der au dem Water keinen Halt besaß, sich vielmehr vor dem immer verdrießlichen alten Herrn, bei dem es artig sein, d. h. sich' nicht rühren hieß, fürchtete, blieb den Dienstboten überlassen, wobei sich niemand die Mühe nahm, deu Kleinen in seinem Tun zu stören oder zu fördern, er aber mancherlei hörte, was einem Kinde nicht zu hören taugt, z. B. daß seine schöne Mutter den Alten mir genommen habe, um eine reiche Frau zu werden und das Leben zu genießen, daß ihr der Junge nur im Wege sei, wie ja jeder sehen konnte, denn kümmern tat sie sich auch um ihn keinen Deut. Sie, d. h. die Leute schwiegen. Sie kriegten mehr Lohn hier als irgendwo und hatten auch Freiheit: war doch die Gnädige immer fort, Oder wenn sie zu Hause war, dann hatte sie Besuch. Asmus ivar noch sehr jung, als sein Water starb. Dre Mutter, der das Kind allerdings nur ein Hemmnis für das Leben bedeutete, zumal sich der mittlerweile auch scheu und linkisch gewordene Knabe keineswegs mit Glück in! einem Salon präsentieren ließ, übergab ihn einem Institut Auch hier ivaren Asmus zumeist wieder betrübliche Erfahrungen beschieden. Im Anfang hatten die Gefährten seine natürliche Gutmütigkeit und sein wohlgefülltes Portemonnaie mit liebenswürdiger Offenheit ausgenutzt, ob sie ihn auch wegen seines Mangels an Kenntnissen und gesellschaftlichem Schliff zu hänseln liebten. Ws er das begriffen, war er wild geworden, hatte drcingeschlagen, sodaß er nicht gern an jene Zeit zurückdachte. Dann hatte sich Dr. Süß, der Borsteher dieser Läuterungsanstalt — so nannten ihn dm Schüler in pleno und ä discrstion — seiner angenommen., Er hatte recht bekommen; er bekam immer reust — das bekam Asmus bald heraus, nicht, weil er im Rechte, oder! der beste, sondern, weil er der vornehmste und der meist zahlende unter den Kameraden war. Damit bekamen denn' auch die Kameraden vor seinem Namen, seiner künftigen; Stellung Respekt und ließen den dummen Jungen in Ruhe. Ja, die meisten wurden sehr höflich gegen den angehenden Majorats- tumb Freiherrn; eine Würde, über die sie sich, bislang kein Kopfzerbrechen gemacht hatten. Tas ärgerte Asmus erst recht. Er geriet auf den besten Weg, die Kameraden zu hassen, wie er die Mutter haßte, ob er sie anrch einst mit allen Fasern seines Herzens geliebt hatte. Denn Asmus war weich, zärtlich, empfänglich und' begeisterungsfähig von Natur. Wie gern hätte er sich auch jetzt jemand angeschlossen, alles für einen Freund getan.. Aber es machte sich nicht. Das arme reiche, vornehme Kind hatte zu früh hinter die Kulissen des Lebens geblickt, und war nun auch gegen dje Kameraden mißtrauisch ge- wocden. Er wurde es inrmer mehr, je mehr er zu bemerken glaubte, daß ihm die wenigst netten darunter am meisten entgegenkamen, während, so ihm ani besten gefielen, sich zurttckhielten; je mehr er begreifen lernte, daß, ob auch seiner Persönlichkeit noch manches Wünschenswerte ermangelte, doch so ziemlich ein jeder für die Worteile eines Verkehrs mit dem jungen von Dörrenbach empfänglich schien. Und wieder am meisten dabei betrübte ihn die alte Erfahrung, daß inan das gar nicht so fatal, vielmehr in der Ordnung zu findeu schien, wie denn auch, was er tat oder unterließ, gutgeheißen wurde, während ein anderer! unter den gleichen Verhältnissen, d. h. den gleichen Leistungen ziemlich scharf in die Schere genommen ward. So hatte sich Asmus, fast ein Mabe noch, angeekelt von denk Treiben nm ihn her, auf sich beschränken gelernt, und ent- schlossen, selbst tüchtig zu iverdeu. Er hatte dann ein aus- gezeichnetes Maturitätsexamen gemacht und ivar später in einem der ausgezeichnetsten Kavallerie-Regimenter eingetreten. Geiviß, das Benehmen, die Manieren, das ganze Auftreten und Können des jungen Offiziers waren tadellos., Tarin standen ihm die anderen Kameraden nicht nach. Vielmehr — neidlos und kritisch auch gegen sich selbst, erkannte, das Asmus an — vielmehr stand mancher darunter in manch anderen Dingen über ihm. Denn, ob er auch den 614 linkischen, scheuen Knaben längst überwunden, er war doch nicht, was man einen brillanten Gesellschafter nennt, geworden und auch kein schöner Mann. Denrroch wurde er überall mit besonderem Vorzug empfangen. Mieder ärgerte ihn das eigentlich mehr für die anderen, als wegen sich; ärgerte ihn für die, so unter einer Ungerechtigkeit litten, für die, so sich in der Wertschätzung eines Menschen, so meinte er, recht erbärmlich anließen. Doch Asmus war jung. Er wollte endlich einmal mitmachen, fidel sein, ochne Grübeln und Gedanken. Und er fing an, mitzumachen. Vielleicht war er aber doch schon zu skeptisch geworden, hatte er kein Talent für diese Fidelität oher fand nicht, was er unter deren Schein gesucht. Nur zu bald wurde er ihn müde, den ganzen Klimbim, bei dem Loch recht wenig Vergnügen für seine Art Mensch herauskam. Nur zu bald ward er cs auch müde, wie sie sich hatten, im Grunde doch nur, aus Eitelkeit, um Stellung und Borwärtskommen. Wobei abermals nicht gerade immer die, so es verdienten, sondern vielmehr die Klugen, die Gewandten, die Schneidigen, so über „Leichen" gingen, die Gutmütigen, — für jene einfach Dummen — ausnützten und den Sieg davontrugen. Er war es müde, wie ihm Mütter und Töchter entgegenkamen, die Töchter, die ihn geheiratet hätten, wie einst seine. Mutter seinen Baier geheiratet hatte. — Noch mehr aber ekelte ihn vor jenen Frauen, von denen man nichts anderes erwartet, als daß sie zu kaufen sind. So war Asmus, trotz der besten Vorsätze, schließlich doch lästig geworden in der Fidelität, wie in den gesellschaftlichen Leistungen. ■ Er hatte sich abermals aus sich selbst zurückgezogen und in seinen Mußestunden manches gelesen und gedacht, von dem die, so ihn einen etwas bequemen Herrn nannten, oder sich, je nachdem, an seiner Grobheit und seinem derben Humor, der Waffe für seine untere Freiheit, belustigten oder erzürnten, keine Ahnung hatten. Deitn der Rittmeister hütete diese Erholung seiner einsamen Stmtden so keusch, wie unsere Großmütter ihre erste Liebe. Als er Jutta gesehen, da hatte es ihn ganz merkwürdig im Innersten bewegt. Es war ihm zu Sinn, als träume er einen Traum, den er schon einmal geträumt. Es war über ihn gekommen zum ersten Male wie goldene Jugend und sonnige Freude! Und so hatte er sich gefreut an Juttas frischer äugend und natürlichen Schönheit, die keinerlei Künsteleien aufwies, noch bedurfte. Er hatte sich gefreut an ihrer entzückenden Anmut und vertrauensseligen Lebenslust, wie er solche nie sein eigen genannt, ob ihm auch stets eine Sehnsucht danach verblieben. Er war glücklich, daß er sich endlich an einem Menschen freuen konnte. Und so hatte^ er sich auch gefreut an dem jungen Paar, das immer und immer wieder seine Liebe als das Beste und Schönste empfand. Leider nur zu bald hatte dann Asmus, loie be- lüitnt, bemerkt, daß auch hier die Rosen nicht ohne Dornen waren, unter den Blumen die Schlangen lauerten und die unvermeidlichen Schatten heraufzuziehen drohten. Und er hatte sich, unbewußt wie als Freund, so auch als Stützer des jungen Paares in seinem Glücke, empfunden. Der jungen yrau aber hätte er am liebsten seine Hände unter dte Füße gelegt, sie noch mehr verwöhnt, nur um sie immer Lletch sorglos, kindlich, glücklich lächeln zu sehen. An dies Lächeln hatte sich Asmus gehalten während der Proben, selber glücklich, daß er der jungen Frau dazu verholfen. An dies Lächeln hielt er sich auch heute. Von feinem Zauber befangen, vergaß der Rittmeister seine ihm ^ur zweiten Natur gewordene Skepsis. Er dachte nicht bar» über nach, denn ob die so ivieber aufgenommene Gesellia- teit tn der -irrt ein Glück für das junge Paar, die junge Frau bedeutete? Noch weniger streifte ihn auch nur ein Gebaute, icib er, gerade er, alles das, was ihn an Jutta bedingungslos entzückte, nicht etwa doch bei einer anderen unter den gleichen Verhältnissen verbesserungsbedürftig gefunden haben würde, ja, ob nicht gerade Jutta vielmehr einer ernsten Leitung bedurft hätte, statt dieser, ihr liebreizendes Köpfchen und liebreizendes Naturell nur noch mejjr verwirrende Zerstreuungen und Vergnügen? Der Rittmeister erblickte eben einzig in der jungen Frau alles, was er nur je in feinem Leben, von Kindheit an, zu sein oder zu haben gewünscht hatte. Ihm erschien sie vollkommen. *teJ. .. Zch ausleben in ihrer harmlosen, vertrauens-' seligen Weise; sie sollte glücklich sein in ihrer ungebrochenen Lebenslust! Er wenigschus wollte dafür tun, was in feinen Kräften,stani^> D. Kapitel. Während dieser letzten Zeit hatte es sich ganz von selbst gemacht, daß Harro des öfteren im Hause seines Rittmeisters so mal „vorsprechen" kam. Ganz natürlich war man damit beiderseits auf einen immer freundlicheren Fuß gekommen, hatte sich Harro auch mit des Rittmeisters prachtvollen Pferden, namentlich mit dem Kommandeur, befreundet. Ging und kam er doch nie, ohne auch diesem guten Tag zu sagen. Er konnte nicht müde werden, neben dem Tier zu stehen, seinen Bau, die Glieder, den selten, schönen Kopf, das feine, atlasgleiche Fell zu bewundern, ihm den Nacken zu klopfen und in die klugen Augen zu schauen, mit denen ihn der Rappe ansah, als wollte er sagen: Du weißt, was ich wert bin und Du gefällst mir auch. Es war gleich zu Anfang der Proben gewesen, daß, während Jutta mit Dörrenbach noch einmal die Touren der Quadrille durchritt, Harro die Gemahlin seines Ritt- mcisters nach Hause begleitete, und beide durch die Ställe gingen. Wie gewöhnlich war der junge Offizier an den Kommandeur herangetreten. „Solch ein Tier!" hatte er gemeint, „da begreift man die ganze Poesie von der Lust auf dem Rücken der Pferde." Unwillkürlich richtete er sich dabei auf zu feiner vollen Höhe; die blauen Augen blitzten, mutig, kraftvoll, strahlend schön sah er aus, gleich einem Held der alten Sage. Ein Schauer überlief die Frau an seiner Seite. Wäre sie in dem Moment eine Walküre gewesen, sie würde sich den Mann mit kühnem Streich oder kühnem Ritt nach Walhall geholt haben. Sie war aber eine Dame ans dem 19. Jahrhundert, sehr elegant und gewandt, sehr klug und sehr schick. Darum fragte sie nur leicht: „Möchten Sie ihn wohl reiten ?" „O —", das klang wie Jubel und Stöhnen zugleich. Dann flog ein Schatten über das Gesicht des Offiziers. Er empfand, wie manchmal jetzt in der letzten Zeit, voll Betrübnis die Beschränkung seiner Mittel, und wie des öfteren in solchen Augenblicken, beinahe mit Groll, daß er stch doch zu früh verheiratet habe. „O", seufzte er noch einmal, ließ die Hand von dem Pferd, „derlei ist vorbei!" Ellinor lächelte. Liebkosend strich sie den Nacken des schönen Tieres und legte ihre Hand in die Mähne, da, wo noch, eben die seine geruht. Dann, ein Taubengirren in der vollen Stimme, wandte sie sich gegen den jungen Offizier: ,-Jch denke, mein Mann wird sich freuen. Sie zu sehen, Herr von Uran", worauf Herr v. Uran die Gemahlin seines Rittmeisters nach oben geleitete. Won dem Tage an bekundete Ellinor v. Greditz eine liebenswürdige Besorgnis für die Gesundheit ihres Gatten. Sie erkundigte sich, durchaus nicht aufdringlich, o nein, nur wirklich liebenswürdig, diskret, ob ihm denn das viele Reiten — er ritt täglich fünf Pferde außer seinem Dienst — nicht doch zu viel werden würde, ja, sie meinte sogar, er sähe etwas angegriffen aus. Selbstverständlich wollte Herr v. Greditz hiervon durchaus nichts merken. Doch Fran Ellinor hatte Glück, wie solche Menschen meistens Glück haben, ohne welches sie wohl auch, trotz all ihrer Klugheit und Gewandtheit, ihrer Berechnung und ihrer Jntriguen, nicht zum Ziele kommen würden. Auf dem Reitfest hatte sich der Rittmeister erkältet, die immer nach Opfern lüsterne Influenza stellte sich ein und warf sich ihm auf die Bronchien. Er wurde ernstlich, ja bedenklich krank. Eine Gefahr, stellte der Arzt bald fest, war gerade nicht zu fürchten, wohl aber bedurfte sein Patient noch einer längeren Schonung. Vom Reiten, namentlich wie er es trieb, und dem Rennen, konnte auf lange keine Rede fein. Ter Kommandeur war zum Herrenreiten tn Baden- Baden angemelbet. Greditz selbst hatte ihn reiten wollen. @r hatte auf den Preis für fein Pferd gerechnet. Er war außer sich; der Gaul sollte 'raus. Es mußte also jemand für den Rittmeister einspringen. „Vielleicht bittest Tu Herrn v. Uran —" schlug Ellinor, nachdem der Generalarzt sein Ultimatum gestellt und ihr Gatte seinem Aerger Lust gemacht hatte, diesem vor: „Er reitet auch brillant." „Auch?" Der Rittmeister sah feine elegante Frau etwas spöttisch an. „Auch, das heißt neben allem anderen? Hm?" „Gewiß", gab sie zurück; kaum merklich scharf llang ihr Ton. Sie liebte es nicht, bei einer Unvorsichtigkeit ertappt ju werden oder sich gar selbst dabei .zu ertappen. Um kühler fuhr sie fort: „Er trägt einen alten Namen. Und das macht sich immer besser." „Eigentlich nett von Dir, daß Du so viel davon hältst", meinte der Rittmeister, der — 615 durch feinen Unstern etwas gallig geworden war, mit unverhohlenem Spott. „Hier entscheidet doch in erster Linie der Reiter. Mer unser Leutnant ist auch ein schöner Mann —" Frau v. Greditz wußte im ersten Moment nicht, wohin ihr Gatte zielte. Empört, daß ihre Wünsche etwa gefährdet sein könnten, vergaß sie ihren weltgewandten Schick. „Was willst Tu damit sagen?" fuhr sie aus. Nun war der Rittmeister wirklich amüsiert. Er freute sich stets, wenn seine Frau einmal aus der Rolle fiel. „Na, Elly, ereifere Dich nur nicht", erklärte er in sichtlich gehobener Stimmung. ,Lch weiß ja, daß Ur au einen Stein bei Dir im Brett hat. Es liegt mir sehr fern, es wäre ja Blödsinn, wollte ich darüber nur ein Wort verlieren. Wissen wir doch, daß wir beide viel zu klug find, um eine Dummheit zu machen." Ob der Rittmeister gerade so sehr klug war, mag dahingestellt sein. Vielleicht, daß auch er, ob er auch nicht gerade aus der Rolle fiel, doch nicht allen Stimmungen gerecht zu werden verstand, / : (Fortsetzung folgt.) Maudereien aus der KarfersiM. (Nachdruck verboten.) Franzosen in Berlin. — Blumenthal's Zensurerfolg. — Vom Kaiser Friedrich-Museum. Wenn es erlaubt ist, Zitate zu variieren, so darf man das Goethe >che Wort vom „echten deutschen Mann", der keinen Fran- zosen lerden kann, aber ihre Weine gern trinkt, Heuer getrost auf den Kopf stellen und etwa sprechen: „Ein echter Franzenmann mag kernen deutschen leiden, doch ihre Taler nimmt er gern!" ^n dreien ^ktobertagen hat nicht nur das große Lamoureux- Orchester von der L>eme in Berlin seinen Einzug gehalten, sondern auch L>arah Bernhardt, die einstmals Unversöhnliche, kommt nnt einer ergens zusammengestellten Truppe an die Spree, um den Berlinern mal wieder zu zeigen, für wie jung sie sich noch rmmer halt Das Lamoureux-Orchester hatte unter der Leitung des Herrn Camille Chevillard einen großen künstlerischen Erfolg, wenn auch der große L>aal der Königlichen Hochschule, in dem ftonjeri stattfand, nicht gerade gut besetzt war. Bei der Hochflut .künstlerischer Ereignisse, die augenblicklich bei uns herricht, ist dieser schwache Besuch kein Wunder, aber er wird bte französischen Gäste doch recht enttäuscht haben. Sarah Bern- hardt, die diesmal im „Berliner Theater" mimt, hat in Berlin eme feste Gemeinde, die ihr bas Hans ganz zweifellos füllen wird Lie bringt, Rostand's „L'Aiglon" und Sardvu's „La Sorclsre , Stücke, in denen sie überall große Triumphe gefeiert hat, und da ste mit glänzender dekorativer und kostümlicher Ausstattung ihren Einzug hält, werden auch jene Braven auf wre Kosten kommen, die des guten Tons wegen diese Vorstell- uilgen absitzen und dabei lachen, weinen und applaudieren muffen, ohne vom J-ranzösischen mehr als „bon jour", und „merci, Madame^, zu verstehen. Tas Ensemble des Berliner Theater macht wahrend dieser französischen Invasion eine Gastspielreise durch Holland, um die Mynheer's und Myfrou's nnt dem „Zapfenstreich" zu beglücken. Schade, daß sie nicht schon den „toten Löwen" Oskar Blumenthal's aus dem Reper- tmn hab«l. Mit diesem durch die Zensur so wundervoll lan- zcerten Bismarckstuck wäre im Auslände jetzt jedenfalls ein brillantes Geschäft zu machen, wenn auch die Trochäen beS- einstmals blutigen Oskar manchmal etwas komisch wirken. Bei dem Verbot dieses Stückes für die Berliner Bühnen hat sich übrigens unsere Zensur in einer sehr verbindlichen Artigkeit gezeigt, die alle Welt entzückt Hai und die unser geplagter Ober- Lurgermnster bei jener Behörde, mit der er augenblicklich den Krieg um die städtischen Schulsäle und Turnhallen führt, sehr vermissen /oll. Tie Parallele zwischen den Ereignissen Bei Bis- marc® Rücktritt und der Handlung seines spanischen Trarnas hat Blumenthal in der Vorrede zu seinem „toten Löwen" offen zugegeben. Tas' war teilt übler Schachzug. Aber er hat die Partie damit nicht gewonnen, und ich glaube auch nicht, daß er bet den höheren Instanzen, die zur Aufhebung des Ver- botes angerufen werden sollen, mehr Glück haben wird. Wem Gott ein Amt gibt, dem gibt er auch Verstand. Bei den Leuten mis Zensuramt zuerteilt bekommen, heißt dieser Ber- stand Vorsicht. Hat das nicht' jener Wiener Oberzensor seinerzeit so herrlich bewiesen, der da verfügte: Es können keine Begebenheiten aus der Geschichte des Erzhauses Oesterreich auf- gefuhrt werden, deren Ausschlag diesen Regenten nachteilig wäre, sE Empörung der Eidgenossenschaft und der Schweizerheld Wilhelm Teil? Schade,. daß die längst projektierte Schnellbahn Berlin-Hamburg noch nicht eingerichtet ist. Tie Berliner könnten sich sonst alle die Stücke, die ihnen behördliche Weisheit als staatsgefährlich vorenthält, in Hamburg ansehn, dessen Bürger offenbar besser geartet sein müssen, da ihnen weder das Trehni sche „Tal des Lebens" etwas geschadet hat, noch der „tote Lowe schade^ wirtz, devtz sie..demnächst , zn ihrem, „Schauspiel? hanfe" bdscheerk bekommen. Wie Biswarcks gigantischer Schatten durch diesen Streit wieder lebendig wurde, so tritt durch die Eröffnung eines neuen Museums eine, wenn auch nicht größere, aber weitaus inniger verehrte, Heldengestalt der jüngsten Ver- gangenheit wieder in die Erinnerung der Zeitgenossen. Am 18. Oktober wird der Kaiser das Museum einweihen, das den Namen seines herrlichen Vaters trägt. Im großen Treppenhause desselben steht das Tenkmal des großen Kurfürsten von «chluter und Mmr auf dem ursprünglichen Postament, das sich vor Jahrzehnteil auf der Kurfürstenbrücke befand. Auch eine Statue Friedrichs des Gro^m, dem Schadow'schen Tenkmal in Stettin nachgebildet, findet hier ihren Platz. Ebenso gab man den Mnerälen, die vor Jahren in Stein am Wilhelmsptatz stan- den, bis sie der Witterungseinflüsse wegen dort durch Bronze- fchopfungeii ersetzt wurden, in den Nischen des kleinen Treppenhauses nunmehr endgiltig ihren Standort. Tas Erdgeschoß des prächtigen Baues enthält nahezu 70, das Obergeschoß 75 vor- Kglich beleuchtete Räume, von denen etliche große Säle sind Besonders anziehend dürfte der Rubenssaal im Obergeschoß werden; ebenso der Raphaelsaal, der mit neuen Gobelins nach den Kartons des genialen Malers geschmückt ist. Ein Heiner intimer.Raum enthält Originalsresken Tiepvlo's, dessen Schöpfungen. im Schlosse zu Würzburg mir auf meiner Sommerfahrt eine -stunde köstlichen Genusses bereitet haben. Auf der Spree- ferte des Erdgeschosses befinden sich die Skulpturensäle, hinter deni Heineren Treppenhause die Räume für das Münzkabinett. wird eine Sehenswürdigkeit ersten Ranges werden, dieses „Kaiser Friedrich Museum", und es war eine prächtige Idee, es mit dem Namen dieses vielgeliebten und verehrten Fürsten zu belehnen, der für die Kunst ein ebenso warmherziges, wie tiefgehendes Interesse hatte, das mit seinem frühen Heimgang leider erlöschen mußte, just als man glaubte, mit feiner Thronbesteigung ein neues goldenes Zeitalter für alles Edle, Schöne und Erhabene heraufsteigen zu sehn. Liebe und Treue Keinem Andenken, Tn Unvergeßlicher! U R Kiu Mrief Theodor Iosttüttes. Theodor Fontane hat in einem Familienbriefe aus dem Jahre 1856, der im „Literarischen Echo" abgedruckt wird, seine Eindrücke aus den drei Städten Berlin, Paris und London vergleichend zusammen gestellt. Was er sagt, ist nicht tuet als Zeitbild interessant; es gibt auch von der Art des Tichters einen guten Begriff. Deshalb sei es, mit einigen Strichen, hierher gesetzt: „Tn weißt beim Eintreffen dieser Zeilen bereits, daß ich die große Frage „London oder Paris" zu gunsten Londons beantwortete. Es ist schwer zu sagen, „warum". Tiefe lange Linie vom Louvre bis zum Arc de l'Etoile ist schön und groß und hat in London nicht ihresgleichen; die Boulevards, das Paris Royal und die neue Rue Rivoli (wo man, ungefähr so lang wie unsere Linden., sind, unter Arkaden geht) sind einzig in ihrer Art, und die Plätze find teils größer, teils schöner, teils interessanter, als sie London aufzuweisen hat. Aber all das kann meine Totalansicht nicht umstoHen. Wer mit einem Tamp-fer von Hamburg kommt und die Themse erst bis zur London- brücke .hinauffährt, der hat mehr gesehen, als ganz Paris ihm bieten kann. Paris ist ein vergrößertes Berlin, London ist eben London und mit gar nichts anderem zu vergleichen. Paris ist eine sehr große Stadt, London aber ist eine Riesenstadt, das beißt, sie macht den Eindruck, als sei sie nicht von schwachen Menjchen, sondern von einem ausgestorbenen Geschlecht erbaut, dessen kleinste Leute alle sechs Fuß maßen. _ Begibt man sich in die Straßen, so fällt einem, je nach dem -Stadtteil, den man passiert, entweder die Schlichtheit und Anspruchslosigkeit oder die Gediegenheit und der immense Reichtum auf. Paris macht im VerhÄtnis dazu einen dürftigen, gezierten Eindruck, was der Berliner „poplig" nennt. Mau steht viele Tausende von blitzenden Läden, aber man hat keine Courage, irgend was darin zu kaufen, weil man die ReeMät der Leute Mell. Es komnit einem vor, als sei alles auf Beschwadung erführung abgesehen. Tie Läden haben die Form einer länglichen Wurst und sind auch wirllich nicht viel größer; Gas und Spiegelscheiben tun das Beste. Tahiuter ist noch ein Käfterchen von der Größe einer Nußschick; das ist das Familienzimmer. So leben viele, viele Tausende. Manchem mag das gefallen, aber mir wird nicht wohl dabei. Wenn ich nun Loudon dagegen nehme. Ja, da passiere ich halbe Meilen lange Strecken, in denen man gar nichts sieht, aber das schadet auch nichts. In den östlichen Vorstädten wohnen Hunderttäusenbe von armen Leuten; sie sind nichts, sie haben nichts, aber sie wollen mich nichts scheinen. Man nimmt gar keinen Eindruck mit heim, wsder einen schlechten, noch einen guten; man weiß einfach, man hat eine halbe Stunde lang in einem Armenviertel zngebracht. Nur ^chnapskneipeii (und das ist alleckings ein Uebdftmtb) hat man bemerkt. Kommt man nun aber nach der City, welche Gediegenheit da in dem ganzen Stadtteil, der die St. Pauls-Kirche umgibt! Tie Kaufläden strotzen von Warenreichtum. Und Nun im Westend, in Oxfordstreet und Regentstreet! Wes funkelt von GoÜ> und Silber, von Sammet und Seide mnd es funkelt fo, daß man ÄNch nimt; ha ha, Lier fit was dahinter. Kvmmt man dann dn 616 die wahrhaft noblen Quartiere, in das Westend des Westends, So fällt dir Buntheit der Lüden fort, aber endlos ziehen sich nun >ie Wohnungen der reichen Leute hin. Mau kann von diesen Wohnungen nicht behaupten, daß sie int einzelnen besonders schön oder besonders imposant sein, aber ihr gemeinschaftliches Auftreten (20, 40, selbst 100 solcher Wohnungen bilden oft ein riesiges Ganze, das nun aussieht etwa wie das Berliner Schloß, nur ost noch mal so groß) erzeugt in dem Vorübergehenden die Vorstellung, daß er eine endlose Stadt von Palästeir passiere. Ja „endlos", und das ist die zweite Seite, wodurch diese westlichen Stadtteile Loudons wirken. Man stutzt schon, wenn man stundenlang die Quartiere armer Menschen durchwandert; aber daß dies London auch Stadtteile Hat, wo man stundenlang au den Palästen steinreicher Leute vorüberschreiten utuß, das ist mehr als alles andere angetan, einem eine Vorstellung von der Macht dieser Stadt und Englands überhaupt zu geben. N a ch s ch r i f t. Wie es immer geht, wenn ich ein Urteil ausgesprochen habe, so auch diesmal kaum steht es da, so fang' ich an, die Richtigkeit zu bezweifeln. Gesternt, nachdem ich den vorstehenden Brief an Tich g-eschrieben hatte, begab ich mich wieder (aus purer Langeweile) mif die Boulevards. Es !var Sonntag und das Leben auf den Straßen doppelt rege und lebendig. Die Boulevards mit ihrem Lichtmeer nnb der dichtgedrängten Menschenmasse gaben eilt täuschend ähnliches Bild von unseren „Linden", wenn Königs Geburtstag ist und Illumination und Feuerwerk. Was wir alle Jahr an Licht und Menschen mal zusammensehen, das sieht man hier alle Tage; außerdem sind die Boulevards von der Madeleinelirche bis zum Bastilleplatz viermal so lang wie unsere Linden. Auch London hat in Bezug auf Cafs- und Kneipenleben nichts entfernt Aehn- liches anfzuweisen. Bis gestern kannte ich nur die Kneipenmasse als solche und war durch die Menge, die Ueberzahl derselben eher verstimmt als' befriedigt. Ich dachte bei mir: Sechs ordentliche Restaurants wären besser als «diese 300, unter denen die meisten nichts taugen. Gestern Bin Id) nun aber dahintergekommen, daß diese Lokale doch größer, reicher, gediegener sind, als ich's bis dahin geAaubt hatte. Tie Zimmer ziehen sich oft durch zwei, drei Etagen, und man muß überall gewesen sein, um über ein solch Etablissement ein richtiges Urteil zu fällen. Ich aß gestern int Cafs Riche, einem der besten Restaurants am Boulevard des Italiens, und muß einräumen, daß alles vortrefflich war — schmackhaft, kräftig und reiche Auswahl. Tas Fehlen der letzteren ist der große Uebelstand der englischen Küche, immer und ewig dasselbe. Teuer ist es natürlich über die Maßen, und selbst die Londoner Preise verscOvinderr dagegen. Ich hatte Suppe, Filet, Fisch, Huhn und eine halbe Flasche Bordeaux; ich bezahlte dafür elf Francs, also ca. drei Reichstaler. Ich schreibe Tir das so ausführlich, lveil Dich alt so was interessiert; — ich schreib' es aber hauptsächlich, um daran die Bemerkung zu knüpfen, tote mir nun allgemach klar wird, daß die Fremden und die Engländer selbst das Pariser Leben dem Londoner so unendlich vorziehen. Gestern toar Sonntag; wenn ich einen englischen Sonntag dagegen halte: welche furchtbare Oede und Langeweile! Aui den Boulevards aber lachten und scherzten gestern viele Tausende; vor den blitzenden Cafss saß man im Freien und dampfte die Zigarre und spielte Domino; drinnen klapperten unaufhörlich die Kaffetassen, und oben hörte man die Billardbälle hin- und herfahren und das dixhuit ä hua- rante des Kellners. Ich persönlich mache mir nicht viel aus diesem Schwindel, aber es gibt doch ein hübsches Bild, und ich lerne begreifen, daß andere dafür schwärmen können." Vermochte». * Wie der Kaiser in Rominten Instruktions- stunde erteilte, wird in der „Magdeb. Ztg." erzählt. Arn vergangenen Tienstag waren die Ehrenkompagnien vom 33. und 44. Regiment aus ihren Kantonnementsquartieren nach Teerbude abmarschiert. Um 12 Uhr trafen die 33 er bei Jagdhaus Romin- ten ein und rückten sofort in die für sie befohlene Parade- nufstellung vor dem Jagdhaufe des Kaisers; vor dem Hause der Kaiserin standen die 44 er. Nach dem Abschreiten der Front, wobei die beiden Flügeladjutanten Oberstleutnant v. Plüskow in Ticnstuniform und Major Graf v. Schmettow in Jagduni- form den Kaiser begleiteten, prüfte der Kaiser, der wie hier immer seine Jagduniiorm trug, die Mannschafteu in „Instruktion" und „Intelligenz". Tabei sind sehr lustige Geschichten passiert. Ter Kaiser fragte, um das Ernstere voraufzuschicken, beispielsweise : „Was hast Tu da für ein Abzeichen?" „Vom Schießen!" „Was ist das schwerste Ziel?" „Auf Kavallerie!" Weiter: „Wozu hat die Kavallerie die Lanzen?" „Zum Schmeißen!" „Nickst richtig!" Ter Nächste: „Zum Stechen!" ■ „Wozu sticht der Kavallerist?" „Wenn er int Gefecht ist und ich ihn nicht herunterschieße!" „Und lvas tust Du?" „Ich schieße!" „Hast Tu schon den Grafen Roon gesehen?" „Zu Befehl!" „Wie war er int Bilde?" „Ein großer, starker Herr mit Schnurrbart!" „Hast Du schon die Kaiserin gesehen?" „Da steut sie boaven!" Tie Kaiserin war bei der Vorstellung auf dem oberen Balkon ihres Hauses zugegen, und die Prinzessin hat von dorther dreimal die Kompagnien photographisch ausgenommen. „Wer ist dies?" fragte ’ber Kaiser einen braven Füsilier, indem er auf seinen Flügeladjutanten, den Grafen v. Schmettow, zeigte, der Jagduniform trug. Prompt kam die Antwort: „Sr. Majestät Leibjäger!" „Na, sehen Sie", sagte der Kaiser lachend zu seinem Adjutanten, „da sind Sie gleich eine Stufe höher!" Auch folgendes toirb erzählt, was aber stark nach Aktnalisierung einer älteren Geschichte auszusehen scheint: „Was haben Sie in den Stiefeln?" Der erste: „Fußlappen!" Ter zweite: „Strümpfe!" Ter dritte traf's: „Meine Füße!" „Richtig!" soll der Kaiser lachend gerufen haben. * T i e K u n st, Reklame z u m a ch e n, ist nicht neu; die Reklamekunst stammt erst auS den letzten Jahrzehnten. Eines ihrer liebenswürdigsten, feinsten Erzeugnisse kommt uns soeben in die Redaktion geschneit: ein Biedermeier-Stammbuch, mit dem Verlag und Redaktion für den neuen Jahrgang von Velhagen u. Klasings Monatsheften Propaganda machen. Eine allerliebste kleine Mappe ist es, streng im treuherzigen Biedermeierstil gehalten; sie birgt eine stattliche Anzahl faksimilierter Autogramme unserer ersten Schriftsteller und ebenso eine Reihe von Handzeichnungen unserer besten Künstler. Die Mappe ist eine Gratisgabe, deren Verteilung in den Händen der Sortimentsbuchhandlungen ruht — wer solche kleine und reizvollen Stücke sammelt, halte sich dazu, denn dies „Stammbuch für die Freunde von Velhagen u. Klasings Monatsheften" — so nennt es sich — wird gewiß bald vergriffen sein. Allerliebst und geschmackvoll ist auch das letzte Blatt, das, auch ganz int Stil der Zeit gehalten, statt jeder lauten Anpreisung „den biederen Leser" um seine Unterschrift, d. h. natürlich um eine Bestellung auf Velhagen u. Klasings Monatshefte bittet. „M ünchener Kalender 1905" (Verlagsanstalt norm. G. I. Manz, München-Regensburg). St. Benno,Patronus Mo- nacensis, präsentiert sich auf dem Titelblatte des 20. Jahrgangs. Den weiteren Inhalt bildet, — außer dem eigentlichen Kalendarium — die 11. Folge her Stammwappen deutscher Fürsten und Grafen mit Erläuterungen, beginnend mit dem Staatswappen deutscher Fürsten und Grafen mit Erläuterungen, beginnend mit dem Staatswappen und der Stammtafel der Groß- Herzöge von Oldenburg, woran sich die Stammwappen der Landgrafen von Ober- und Unter-Elsaß, dann jene derer von Wlefeld,^ Alvensleben, Brockdorff, Hahn, Lichnowsky, Limburg, Merode,. Thürheim, Walderdorff und Wyllich und Lottum schließen. So hat dieser neue Jahrgang, bei dessen künstlerisch typographischer Herstellung die Berlagsanstalt wieder ihren alten Ruhm bewährt hat, dieses in seiner Art einzige Werk zu toeiterer Vollständigkeit gebracht. .Preis Mk. 1. — Eine Miniaturausgabe stellt ivieber der „Kleine Münchener .Kalender" mit seinen, ebenfalls von O. Hupp entworfeneu Monatswappen dar, dessen weiteren Inhalt Verzeichnisse der Gebnrtsseste der Regenten der deutschen Bundesstaaten bilden, und den Ernst von Destouches wieder mit einer Serie gemütvoller Monatsverse bereichert hat. Preis Mark 0.50. _ ____________ Lauschrätsel. (Nachdruck verboten.) Bann, Gier, Plan, Tasse, Wolle, Heil, Wand Biene, Freude, Bern, Keil, Fant, Stille, Weib, Seife. Barke Gabe. Von jedem der vorstehenden Wörter ist durch Umtausch eines Buchstabens an beliebiger Stelle ein anderes Hauptwort zu bilden, jedoch so, daß die eingefügten Buchstaben im Zusammenhang ein Sprichwort ergeben. ' . tAuflöstmg in nächster Nummer.) Auflösung des Füllrätsels in vor. Nr.: IRENE T ü R A N ABWEG LYSOL ILONA E I 8 E K N J 0 R D Redaktion: August Goetz. — Rotationsdruck und Verlag der Brüb l'icken Universitäts-Buch- rind Steindruckerei, R, Lange, Gießen»