TworeirräHfä. h/noii. a Q$TjJ MWMM "MW ÄsU 1904« TW G« WM (Nachdruck verboten.) Irühlingsßürme. Roman von Paul Oskar Höcker. ! ! (Fortsetzung.) Der Anfall schien nicht ohne ernstere Folgen bleiben zu sollen. Andern Tages, als Stojentin in Geschäftangelegenheiten mit dem Kranken verhandelte, stellte sich heraus, daß Dieter die Erinnerung an allerlei erst vor einigen Tagen erledigte Korrespondenzen verloren hatte. Nun wuchs Fränzes Angst von Tag zu Tag. „Das ist der Anfang vom Ende?" fragte sie den Freund in bleicher Sorge. Er wich ihr aus. Schon feit Wochen sprach er mit ihr nur das Allernötigste über den Kranken. Sie zog darauf aber wieder ihre Broschüren aus dem Versteck und las und las. Und Grauen erfaßte sie davor; der geistige Verfall des Unglücklichen könnte den körperlichen überholen. Mehrere Tage hintereinander kam ihr Dieter dann wieder ganz frisch und aufgeweckt vor. Es verlangte ihn sogar selbst nach Anregungen. Fränze sollte musizieren, er wollte Gäste bet sich. sehen, ja, er ruhte nicht eher, als bis sie ein paar Bekannte zum Wend einlud. Aesthetisch veranlagt, wie er wär, Mächte er zur Bedingung, daß man nicht mehr wie früher an einer gemeinsamen Tafel saß, sondern daß kleine Tische aufgestellt wurden, wo die umständliche Art, in der er seine Mahlzeiten einnahm — Tirsell mußte ihn ausschließlich bedienen — nicht weiter auffiel. Nach dem Essen gruppierte man sich dann zwanglos um ihn herum, es wurde stark pokuliert, und Dieter trank flott mit. Er war der Lebhafteste von allen, seine ausgelassene Laune steckte die andern Herren an, mau wollte sich ausschütten vor Lachen über sein scheinheilig-drolliges Mesen, womit er seine Frau und den Doktor über seinen Grogkonsum zu hintergehen suchte. Der Wend bekam ihm auch ganz vorzüglich: er schlief danach fest und ohne jede UnterbrechMg. Für den darauffolgenden SonNtaginorgeN hatte er sich; Gamering, Leikschat, Vehr und Rotfelser zu einem Frühstück eingeladen. Der Rittmeister war mit seiner Frau ein paar Wochen an der Riviera gewesen und hatte aus Monte Carlo ein« kleine Roulette mitgebracht. An den Frühschoppen sollte ein Spielchen angeschlossen werden. Das ward aber ganz geheim gehalten. Weder seine Frau noch der Pastor sollten davon etwas erfahren. Franze bereitete mit der Köchin das Herrenfrühstück vor, das als Mittagessen galt. Sie selbst hatte mit dem Doktor eine Fahrt zu Kemeneits im Kahn über die Wiesen verabredet. Der Kranke schien es kaum erwarten zu können, bis Fränze sich endlich auf den Weg machte. Sie merkte schließlich daß etwas in der Luft lag, und fragte ihn, er lachte geheimnisvoll, verriet aber nichts. Auch Tirsell gehörte zu den Verschworenen, denn Dieter warf ihm funkelnde Blicke zu, so oft er ins Zimmer trat. Als Fränze endlich ging, packte den Kranken abtzr doch eine Art ängstlicher Reue. Er gab ihre Hand nicht frei,' sondern preßte sie an sich- und wie ein Mud beichtete er ihr. „Bist Du böse, Fränze?" fragte er dann. Sie schüttelte nur den Kopf. „Ach Bär!" sagte sie, teils gerührt, teils besorgt. Sie freute sich darüber, daß wieder ein wenig Lebenslust in ihm erwacht war, aber sie fürchtete um so stärker den Rückfall. Dieter jagte ihr dann noch den kleinen Alex bis auf die Landsttaße nach: er hatte Blumen aus Tilsit für sie kommen lassen, duftende Grüße, die ihm aber soeben erst mit der Morgenpost zugegaugen waren. Sie steckte die Rosen an den Gürtel ihrer Bluse, hob Sascha zu sich empor und küßte ihn. Mit einem Male war ihr wieder so schwer und weich zu Mute geworden, daß sie die Verabredung mit Zupitza am liebsten fallen gelassen hätte. Es war ein kühler, heller Maimorgen. Die Luft schien nur mäßig bewegt. Wer in den höheren Regionen herrschte doch starker Wind. Dünne, zerfetzte, schneeweiße Wolken jagten übers Haff. So oft fie sich als Scheidewand zwischen Erde und Sonne schoben, ward's im Nu fröhlich und winterlich. Man sah dann einen mächtigen Schatten übers ganze Land hinziehen, während in der Ferne auf dem Wasser noch die blitzenden Sonnenfunken tanzten; gleich darauf aber zog das goldene Frühlingslicht wie eine wogende Welle heran und badete alles in Wärme und Freudigkeit, was soeben noch nüchtern und leblos gewesen war. Die Fahrt im kleinen Boot über die Wiesen war Fränze etwas ganz Neues. Sie mußte das Steuer führen, das leicht zu regieren war, Zupitza bediente die Ruder allein. Erst zurück, wo es stromaufwärts ging, gedachten sie Ke- meneit zur Unterstützung an Bord zu nehmen. Zuerst fuhr man eine Strecke weit durchs einen im Hochsommer fast ganz trockenen Kanalarm, der nur selten noch benutzt ward, d ann mußte an einem Deich ausgestiegen und das leichte Fahrzeug über die Böschung hiuweggeschobeN werden. Fränze legte dabei mit Hand an, trat aber versehentlich. ins Wasser und schrie auf. Sie kamen darüber beide ins Lachsen. Jenseits breitete sich ein nur zwei Fuß tiefer, aber fast unendlicher See vor ihnen aus. Die Wege, die die darunter ruhenden Wiesen durchzogen, waren an den langen Erlen- reihen zu erkennen, die im ersten jungen Grün prangten. Vom frischen Morgenwind getrieben glitt das Fahrzeugfröhlich auf den kleinen Wellen tanzend, die lenzliche Straße entlang. Auf dem leicht gekräuselten, oft nur wie von leisen Schauern überrieselten Wasser spielten die Sonnen- reflexe. Mo der Himmel wolkenlos war, zeigte sich ein tiefes Blau. — 350 — Plötzlich jauchzte Fränze auf und Zeigte nach rechts hin- i über: wie große Blumensträuße schwankten da über dem I glitzernden Wasser schneeweiße und blaßrote Blumenkronen I im Winde, Obstbäumchen, die schon in voller Blüte standen. Gleißend lag die Sonne darüber. Vom blauen Himmel hoben sich die lichten Farben wie festlicher Putz ab. Auf dem Wasser schwammen unzählige bunte Blättchen — oft schüttete der Wind ein paar Handvoll über das Boot — Fränze haschte dann danach, und tauchte ihr Gesicht in die duftenden Blüten. Nun zog Zupitza die Ruder ein, und sie trieben eine Weile, regellos der Strömung und dem Wind überlassen, zwischen den Erlen. Grüne Reflexe huschten über das Boot, über Fränzes weißen Sonnenschirm und über ihre helle Bluse. Sie hatte das Jakett ausgezogen, denn die Sonne stach trotz des Windes ganz empfindlich, hier auf dem Wasser. Das gurgelnde Anschlägen der Strömung an den Kiel des kleinen Fahrzeuges, das lustige Gezwitscher der Spatzen in der Sonne, das pfeifende Jagen des Windes, der über die Baumkronen strich, fernher das Glockengeläute vom Holzturm der Giller Kirche — das alles stimmte zu einer träumerischen und fröhlichen Harmonie zusammen. Fränze hatte sich behaglich an die Rückwand des Steuerbänkchens gelehnt, ihre Rechte hielt den Schirm fest, der dem Wind wie ein Segel diente, ihre Linke hatte sie dem Doktor gelassen, der ihr auf der Ruderbank gegenüber saß. Sie erzählte ihm in munterem Ton aus ihrer Mädchenzeit in Marienburg. Auch von ihren Eltern. An die früh verstorbene Mutter hatte sie nur noch wenig Erinnerung. Aber von ihrem Water wußte sie um so mehr: reizende kleine Episoden, die das gute Verhältnis zwischen ihnen beleuchteten. Sie war schon als Backfisch Vaters Kamerad gewesen, das hatte sie früh gereift, sie mehr vertieft als ihre Altersgenossen, aber sie war dadurch doch um die eigentliche Jugend gekommen. „Die jungen Herren haben mich darum auch nie so recht gemocht", sagtp sie lächelnd, „und auf den Kasinobällen mußte ich meistens schimmeln. Ein Leutnant brachte es einmal auf — der nannte mich den „kleinen Professor" — und von der Zeit an zählte ich rettungslos zu den älteren Semestern. Und die Jahre flogen — ach Gott, im Umsehen war ich zwanzig, einundzwanzig. Als dann Dieter kam und unr mich anhielt — er machte eine Uebüng beim Regiment, wo mein Vater Oberstabsarzt war — da schämte ich mich fast, ihm einzngestehen, daß ich schon dreiundzwanzig war. Ja, wirklich, ich schämte mich. O, weißt Du, früher, so als halbflüggem Ding, da war mir das als ein ganz ungeheuerliches Lebensalter vorgekommen. — Ach, und erst neunundzwanzig, kaum auszudenken. . ." Sie lachte hell auf. „Und nun bin ich in ein paar Wochen dreißig. Und lebe noch — ich wage es noch, zu leben." „Ach Du, Mädel, Du sollst ja jetzt erst zu leben anfangen, paß nur aus! Fränze, Fränze, was bist Du doch für ein einziges Prachtmädel! Und jung bist Du, schön Und jung, sobald Du an unser Glück denkst!" Es stand ein eigener Glanz in ihren Augen. „Jst's nicht seltsam, ich schäme mich gar nicht, mir einzugestehen, daß ich mir das gern anhöre", sagte sie. „Es bezaubert mich geradezu. Es lullt die böse Logik ein. W!enn ich mir dazwischen auch noch so oft sage, immer wieder sage, daß es ja doch nur ein kurzer Haschischrausch ist." „Nein, es ist Wirklichkeit, Fränze!" Er küßte wieder und wieder ihre Finger, lehnte ihre Hand an seine Wange, und es ging eine warme, wonnige Behaglichkeit von seinen Küssen, seiner Wärme aus sie über. Sie kamen wieder ins Plaudern, dann ins Lachen. „Warum hast Du mich eigentlich noch nie bei meinem Vornamen genannt?" fragte er sie einmal. „Ist Dir das ausgefallen?" Sie lächelte ein bißchen verlegen. „Ach, weißt Du, das kam so: an dem ersten Wend damals . . . Wer nein, ich mag Dir's nicht sagen." „Wenn ich Dich bitte, Fränze?" „Also, siehst Du, wo Du damals gegangen warst und ich in mein Stübchen hinauskam, da saß hch noch lange ganz versunken, ganz verträumt . Es war mir so eigen — lieb und warm und dcsch fast zum Weinen. Jinmer fühlte ich noch Deine Nähe. Und da hätte ich wohl gern Deinen Namen leise vor mir hingesagt. Wer — jetzt wirst Du mich sicher ausstachen — rch wußte ihn doch nicht. Und von da an , genierte ich, mich dann." darüber lachte er nun allerdings. „Hab ich ihn denn nie in den Briefen unterzeichnet?" „Nein. Warum eigentlich, nicht?" „Ich weiß nicht- Ich werd's da noch, nicht gewagt haben. Es erschien mir wohl zu vertraulich Du standst doch so hoch, so hoch über mir." „O, Du hast aber gar nicht fremd und feierlich getan in Deinen Briefen.^ „Hast Du da schon manches herausgelesen?" „Ja, Hermann. Zwischen den Zeilen." Er küßte ihre Finger wieder. „Wie süß das klingt, wenn DE'meinen Vornamen aussprichst." „Deine früheren Lieben — haben die auch Hermann zn Dir gesagt?" „Ist das eine Falle, Du?" Sie seufzte. „Ach, weißt Du, ein paarmal totit ich schon' recht garstig eifersüchtig." „Das sollst Du nicht. Es ist nichts in meinem Leben, Fränze, was sich mit dem zwischen uns vergleichen läßt. Glaubst Du mir?" „Ja, ich glaube Dir. Man kann es wohl auch nicht in jüngeren Jahren erleben. Gleich selig, gleich, ergreifend fchön — und gleich hoffnungsleer." „Es ist ja nicht hoffnungsleer." „Doch, doch, Hermann." Das Boot war unversehens unter das niedrig hängende Gestrüpp einer Erle geraten. Die im Wind flatternden' langen grünen Zweige hielten Fränzes Schirm fest, brachten das Fahrzeug fast zum Kentern. Er nahm ihn! ihr rasche ab und klappte ihn zu. Dann beugte er sich vor, umschlang ihren Nacken und küßte sie auf den Mund, lang und voll stürmischer Zärtlichkeit, ohne sich um das Schwanken des Bootes zu kümmern. Sie hatte die Augen geschlossen, lehnte ganz trunken Brust an Brust mit ihm. , . „Liebster — Liebster!" sagte sie abwehrend und doch verlangend. , , „, .. Der Wind trieb den Kahn wreder m die Strömung. Zupitza mußte hastig nach den Rudern fassen. Während er sie niedergleiten ließ, begann er mit noch etwas zitternder Stimme : „Weißt Du, Fränze, natürlich hab' ich mir in all den Wochen doch tausend Gedanken über uns durch den Kopf gehen lassen. Auch über Dieter." „lieber Dieter?" „Ja, Liebling. Daß es doch nicht so weiter geht., Du sollst und darfst und kannst doch nicht mehr mit jeher Sekunde, mit jedem Blick, jedem Atemzug ihm dienen. Nicht Sie unterbrach ihn ängstlich,: „Bitte, bitte. Liebster, darüber sprich nicht. — Ich hab' ihn vielleicht verwohnt. Ja, lieber Gott, aber das ist doch so erklärlich, wo ich ihn so hilflos sah, so ganz aus mich angewiesen . . . Oft ist es ja nur eine kleine Handreichung, die er braucht, em Buch ein Blatt, ein Bild, das er nicht erreichen kann. Bm ich bei ihm, so seh' ich seinen Blicken an, was er will und es bedarf für ihn nicht jedesmal erst einer Bitte. Und das setzt ihn über vieles hinweg: er empfindet seine Hilflosigkeit nicht so grausam, vielleicht vergißt er sie manchmal Zupitza nickte ernst. „Das wird sich aber in den nächsten Wochen ändern. Es ist doch nur eine Frage kürzerer Zeit, daß sein Zustand ihm endlich klar wird — vielmehr die Hoffnungslosigkeit seines Zustandes." „Das — meinst Du — steht so nahe bevor? , Ja Fränze. Und dann werden wir ihm em Unterkommen' Vorschlägen müssen, wo er geübtere Pflege hat als hier, wo ihm an Bädern und anderen Linderungsmitteln' bis zu feinem letzten Atemzug alles geboten werden kann, was die Wissenschaft weiß. Vielleicht das Lmgmche Bad in Wiesbaden. Oder sonst eine Anstalt, ein Sanatorium, wo er gut geborgen wäre." Das wäre dann dort — das Warten auf den Tod? „Ja, das Warten auf die Erlösung." , . , Sie brach plötzlich, in ein wehes, erschütterndes Wemen Und in der Verzweiflung sollte ich ihn allein lassen — an einem fremden Ort, in fremder Umgebung, unter fremden Menschen, fremden, bezahlten Pflegern?" „Er wird unter der Empfindung, daß er bei Fremden ist nicht lange zu leiden haben, Fränze", sagte er langsam Mit seltscnMr Betonung. — 351 — zuweinen. (Fortsetzung folgt.) Schreckhaft sah sie ihn an. Die Apathie des Kranken, seine Stumpfheit an den letzten Wenden fiel rhr tvicbcr ein. ,Es droht ihm also Schlimmeres als das Warten auf den Tod? Es ist — vorzeitiger geistiger Tod? Während der Körper weiter vegetiert? Vielleicht — noch jahrelang? -Fa? Ist es das?" ' „Ja, das ist es. Ein ganz allmähliches Auslöschen, das noch fünf, noch sechs Jahre währen kann. Und wovon Du nicht Zeuge werden sollst." - ,, „Ich sollte mich — von ihm trennen", stammelte sie, „noch bevor er . . . Nein, nein, nein, das — das kann ich nicht!" Sie schluchzte ganz haltlos. Er ließ ihr Zeit, sich aus- AampflokomoLive oder elektrischer Schnellöetrieö? Auf der in Frankfurt a. M. zusammengetretenen 45. Hauptversammlung des,Vereins Deutscher Ingenieure hielt vor emem glanzenden Aubitormm Geh. Re- aierungsrat v. Borries, Professor an der Technischen Hochschule zu Charlottenburg, ,eine der hervorragendsten Autorrtateu auf den einschlägigen Gebieten, emen hochaktuellen Vortrag über den Schnellbetrieb auf Hauptbahnen,, der wegen semer Schlußfolgerungen und praktifchen Vorschläge für eme baldmoglrche Durchführung des elektrischen Schnellbetriebes das allgemeinste Interesse beansprucht. „„ „ , , . v„ Anknüpfend an die Aufsehen erregenden und mit so glan- zeudeul Erfolge verknüpften Versuchsfahrten der Studiengesellschaft für elektrische Schnellbahnen auf, der Miütareisenbahn Berlin—Zossen, bei denen Geschwindigkeiten bis zu 210 Kilometer in der Stunde erreicht wurden, legte der Redner dar, daß die elektrische Schnellbahn in eisenbahntechnischer Beziehung bis zu einer brauchbaren Entwicklungsweise gelangt ist. „ Eme Erprobung im regelmäßigen dauernden Betriebe wäre , freilich dringend erwünscht, um die einzelnen Einrichtungen m eme für die allgemeine Verwendung möglichst zweckmäßige Form bringen zu können. Besonders lehrreiche Beobachtungen wurden über den Bewegungswiderstand und Kraftverbrauch der Wagen gemacht. Der Luftdruck auf die Vorderflächen war wert geringer, als man bislaiig vielfach annahm. Der Laufwiderstand nimmt mit der Geschwindigkeit etwas zu, macht aber bei beit großen Geschwindigkeiten nur einen geringen Teil des ganzen Bewegungswiderstandes aus. Der Hauptteil ist Luftwiderstand. Der Kraftverbrauch betrug für 150 bis 200 Kilometer rund 700 und 1600 Pferdestärken; er ist also bei 150 Kilometer etwa ebenso groß, wie bei einem Dampfschnellzuge und erreicht bei 200 Kilometer die Höchstleistungen der Dampflokomotiven. Solche Leistungen aufzuwenden, um in einem Wagen 40 Personen zu befördern, würde wirtschaftlich unmöglich sein. Man wird daher auf eine erhebliche Verminderung des Beweg- uugswiderstandes im Verhältnis zum Fassungsraum des Zuges hinarbeiten müssen. Die anfangs noch ziemlich langen Bremswege werden sich voraussichtlich bei den angegebenen Geschwindigkeiten auf 600 bizw. 800 Meter beschränken lassen. Ein Vergleich mit den jetzigen Dampflokomotiven ergibt zunächst, daß man auch mit diesen ohne Bedenken viel rascher fahren kann, als dies im regelmäßigen Dienste geschieht. Das beweisen zahlreiche Einzelfahrten im In- und Auslande, bei denen Geschwindigkeiten von 140 Kilometer und mehr ereicht wurden. Gut gebaute vier- und fünfachsige Lokomotiven mit Drehgestellen bewegen sich aus gutliegenden Gleisen auch bei diesen Geschwindigkeiten noch mit voller Sicherheit. Im regelmäßigen Betriebe fährt man aber nicht schneller als durchschnittlich höchstens 90—95 Kilometer auf langen Strecken, weil noch höhere Geschwindigkeiten viel zu teuer werden. Die Dampflokomotive verbraucht schon bei 90 bis 100 Kilometer Geschwindigkeit etwa die Hälfte ihrer Leistung für ihre eigene Fortbewegung, und nur die andere Hälfte bewegt die zahlende Last. Die heutigen Schnellzüge wiegen 250 bis 300 Tonnen, bisweilen 400 Tonnen, und fassen 200 bis 300 Personen. Kleine, leichte Schnellzüge zu fahren, ist unrentabel, weil die von der Last unabhängigen Betriebskosten zu groß sind. Die ganze Gestaltung des Dampfbetriebes weist also auf die Beförderung einzelner schwerer Schnellzüge hin. Nur hierdurch ist den Haicht- erfordernissen des Verkehrs: mäßiges Fahrgeld und große Geschwindigkeit, gleichmäßig zu genügen. Nun hat ja allerdings auch die Dampflokomotive Verbesserungen erfahren, die ihre Leistungsfähigkeit bei gleichem eigenen Kraftverbraua) gesteigert haben. Allein was über 100 Kilometer auf günstigen Sttecken geht, sind nach Ansicht des Vortragenden Sportleistungen. Wenn daher die preußischen Staatsbahnen die Durchschnittsgeschwinbig- keit auf einzelnen günstigen Strecken, wie Berlin-Hamburg und Berlin-Köln, auf 100 Kilometer bringen, so werden sie allen berechtigten Ansprüchen genügt haben. Die Ziele beider Betriebsarten sind hiernach völlig verschieden. Tas Bestreben, die Geschwindigkeiten der Dampfschnellzüge zu erhöhen, hat eine ganz andere Bedeutung als der elektrische Schnellbetrieb, welcher eine häufigere Verbindung mit erheblich höherer Geschwindigkeit herstellen will. Das bedeutet eine völlige Umgestaltung des Verkehrs, eine Unabhängigkeit von der Tageszeit und eine Kürze der Fahrzeiten, die den Fernverkehr, dem der Vorortbahnen ähnlich gestalten. Damit werden Vorteile gewonnen, die eine wesentliche Steigerung des Verkehrs erwarten lassen. Immerhin darf man nicht vergessen, daß auch der Personenverkehr begrenzte Bebürfnisse hat, über die hinaus auch die beste Beförderungsgelegenheit wenig mehr anregt. Man sollte daher zunächst den elektrischen Schnellbetrieb nicht zu kostspielig einrichten. Den größten Teil der Betriebskosten verursacht die Zugkraft. Da sie- hauptsächlich vom Luftwiderstände abhängt, so muß dieser möglichst verringert werden, indem man beide Enden des Zuges schlank zuschärst und alle Seitenflächen möglichst glatt und ohne Vorsprung herstellt. Das kann am besten bei einem Zuge aus mehreren, dicht aneinanderschließenden Triebwagen geschehen. Zu klein darf der Zug nicht fein, da sonst Luftwiderstand, Zugkraft und Kosten int Verhältnis zur Platzzahl zu groß ausfallen. Ein Zug aus drei sechsachsigen Wagen mit 100 Plätzen, vorn und hinten mit Gepäckräumen, würde den gestellten Anforderungen entsprechen. Er würde besetzt etwa 200 Tonnen wiegen und bei 160 Kilometer Geschwindigkeit eine Zugkraft von 1260 Kilogramm und eine Nutzleistung von 750 Pferdestärken erfordern. Die Einteilung in erster und zweiter Klasse sollte beibehalten werden, da man bei uns auf der Eisenbahn besonders sparsam ist und Züge mit erster Klasse wenig benutzt werden würden. Mit Rücksicht auf die kürzere Fahrzeit kann die Bequemlichkeit der Einteilung etwas beschränkt werden. An Erstischungen werden kalte Speisen und Getränke genügen, deren Mitführung nur den Raum emes Abteiles erfordert. , , ,,, Eine der Hauptfragen ist nun: Soll man den elektrischen Betrieb aus den vorhandenen Bahnen einführen oder gleich neue Schnellbahnen bauen? Diese würden selbstverständlich sehr teuer sein und den vorhandenen Bahnen, den Personenverkehr größtenteils entziehen. Der Vortragende ist der Meinung, daß der zu erwartende Verkehr selbst auf Linien wie Berlin-Ham- burg und Berlin-Köln die Anlage besonderer elektrischer Schnellbahnen nur da lohnen wird, wo die vorhandene Bahn durch die übrigen Züge schon derart besetzt ist, daß jte für den Schnellverkehr keinen Raum mehr bietet. Es käme daher in lebem Falle darauf an, zu prüfen, ob der Schnellverkehr m den verbleibenden Verkehr der langsamen Personen- und Güterzüge emgefügt werden kann. „ , , , .. . „ Bei solchen Neuerungen pflegt man bei uns dte weitestgehenden Forderungen für die Betriebssicherheit u. dgl. auf- aufzustellen. So hat man auch jetzt wieder für den elektrischen Schnellbetrieb eine eigene zwei- oder dreigleistge Bahn ohne Zwischenstationen, Weichen, Uebergänge und lleberholungen anderer Züge als unerläßlich bezeichnet. Bei dem Bau der, Nuruberg- Fürther Bahn, der ersten in Deutschland, wurde seltwrzeit von der obersten Gesundheitsbehörde verlangt, daß die Bahn auf beiden Seiten mit hohen Brettzäunen versehen, werde, damit die Zuschauer durch das Ansehen der rasch vorbeifahreuden Zuge nicht geschädigt würden. Glücklicherweise wurden die Zaune nicht ausgeführt, sonst hätten wir sie jetzt vielleicht auf allen Bahnen. Hüten wir uns jetzt vor neuen Bretterzäunen! Bahnübergänge in Schienenhöhe bieten für den Schnellverkehr kaum größere Bedenken als jetzt. Bor unvorhergesehenen Straßenfuhrwerken, Vieh usw. kommen auch die jetzigen Züge selten rechtzeitig zum Halten, sondern sie überfahren sie, ohne selber aus dem Gleise zu kommen. Die langen elektrischen, vorn zugescharften Wagen würden ein Fahrthindernis noch besser durcyschnelben, wie letzt die Lokomotiven. Bei Entgleisungen bieten die langen Wagen besonders guten Schutz. Ueberholungen langsam fahrender Zuge durch die elektrischen haben an sich ebenfalls kein besonderes Bedenken, da sie durch die Signaleinrichtungen schon jetzt völlig gedeckt sind. Zu Zeiten, in denen die eleftrischen Schnellzuge in kurzen Pausen fahren, sind sie allerdings schwer durchführbar. Man muß daher an dem bestehenden FahMlan prüfen, ob die betreffende Bahnstrecke noch Raum für den Schnellverkehr bietet. Nach dieser Richtung würden die Verhältnisse aut der Berlin-Hamburger Strecke z. B. sehr günstig liegen. Nach der Ansicht vieler mit den Ergebnissen der Schnellbahnversuche vertrauter Fachleute ist eine Geschwindigkeit von 150 Kilometer vorläufig ausreichend und zweckmäßig, da der Zeitgewinn von 150 auf 200 Kilometer nicht groß genug ist, die Schwierigkeiten und Kosten aber mindestens mit dem Quadrat der SMüdigkeit, also um etwa 80 von Hundert wachsen Eme ige Gelegenheit, den elektrischen Scynellbetrieb baldigst,m den öffentlichen Verkehr einzuführen, bietet die Hauptbahn Berlm- Potsdam-Wildpark, auf welcher der größere Teil der Vorortzuge durch die doppelte Anzahl elektrischer Züge ersetzt werden konnte. Hier würde eine Geschwindigkeit von 120 Kilometer aüsreichen, um die Fahrzeit auf fast die Hälfte der jetzigen zu verkürzen. Die Schwierigkeit des Einnahmeausfalls würde sich leben» falls bei ber Einführung bes eleftrischen Betriebes auf vorhandenen Staatsbahnstrecken am ehesten übejrtotnben lassen. Den Unternehmern könnte ein Anteil an den Einnahmen zugesichert werben, ber ihrem Anteile an beit Ausgaben etwa gletchkame. 352 — Nie zu erwartende Verkehrszunahme käme beiden Beteiligten zugute. Andere in Frage kommenden Linien sind größtenteils so stark belastet, daß ohnehin über kurz oder lang weitere Gleise gebaut werden müssen. Entlastet man diese Strecken durch besondere elektrische Schnellbahnen von dem durchgehenden Schnell- verkehr, so fallen damit die Züge fort, die den übrigen langsameren Verkehr der Personen- und Güterzüge am meisten beschränken. Wird mit der Zugkraft sparsam umgegangen und ist der nötige Verkehr vorhanden, so wird sich der Betrieb der elektrischen Schnellbahnen zweifellos lohnend gestalten. Landwirtschaftliche Kaushattungsschrrle zu LindHeim. Die zu Lindheim seit 1889 bestehende Haushaltungsschule des landwirtschaftlichen Vereins für die Provinz Oberhessen steht unter Oberleitung und Verwaltung des landw. Bezirksvereins Büdingen und eines Aufsichtsrats zu Lindheim und hat die Aufgabe, Mädchen im Alter von etwa 16—20 Jahren die Gelegenheit zur Aneignung derjenigen Kenntnisse und Fertigkeiten zu geben, welche zur Führung einer wohlgeordneten, einfachen bürgerlichen Haushaltung erforderlich sind, sie an Reinlichkeit, Piinktlichkeit und Fleiß, Ordnung und Unterordnung, sowie an Sparsamkeit im Haushalt zu gewöhnen, und auf Geist und Gemüt bildend einzuwirken. In dieser Lehranstalt erhalten die Mädchen vorzugsweise Unterricht und praktische Anleitung im Kochen. Die Unterweisung erfolgt hierin abteilungsweise an 2 Kochherden und ist ntif die Erlernung der Zubereitung einer schmackhaften und kräftigen sog. Hausmannskost gerichtet. Weiter wird unterrichtet im Konservieren von Nahrungsmitteln, wie Einmachen von Gemüsen und Früchten, Einsalzen von Fleisch, Räuchern von Fleisch und Wurstwaren, sodann im Backen, im Waschen, in der Behandlung der Wäsche und Kleidung, im Bügeln und Putzen. Hieran schließen sich an: Bestellung und Ausnützung des Gemüsegartens, sowie Zucht und Pflege des Geflügels. Gründliche Unterweisung erfolgt ferner in der Fertigung weiblicher Handarbeiten (Stricken, Flicken, Stopfen und Weißnähen mit der Hand und der Maschine, Kleidermachen, wobei sich die Mädchen ftir den eigenen Bedarf und für denjenigen ihrer Familie beschäftigen dürfen.) Auch wird in den Fortbildungsfächern, nämlich im Rechnen, in der Abfassung von Aufsätzen und Briefen und in der Buchführung Unterricht erteilt, wie auch Unterricht in den Anfangsgründen der Gesundheits- und Krankenpflege erfolgt. Es ist in der Anstalt für eine geist- und gemütsbildende Lektüre gesorgt, und wird der Gesang gepflegt. Ein Klavier ist der unentgeltlichen Benutzung der Mädchen überlassen. Die unmittelbare Leitung der Anstalt ist einer Vorsteherin und einer Assistentin (Handarbeitslehrerin) übertragen, welche beide in dem Anstaltsgebäude wohnen. Außerdem erteilen in der Anstalt der Großh. Kreisarzt zu Büdingen, ein Landwirtschaftslehrer, ein Volksschullehrer und der Kreisobstbautechniker Unterricht. Es finden jährlich 2 Unterrichtskurse von je fünf Monaten statt. Jede Schülerin hat für den Kurs 20 Mark, eine Nichthessin 30 Mark, als Entgelt für Unterricht, Wäsche und Logis beim Eintritt und ferner 1 Mark täglich für Kost und Verpflegung am 1. jeden Monats vorauszahlungsweise zu entrichten. Außerdem sind noch etwaige Ausgaben für Arzt und Apotheke zu bestreiten. In die Anstalt sind mitzubringen: 1 Bettdecke, 1 Unterbett, 1 Kissen, (Bettstelle und Matratze werden gestellt), 1 doppelte Ueberzug, 1 weißer Bettüberwurf, 3 Betttücher^ 2 einfache Druckzeugkleider, 6 Hemden, 4 Handtücher, 2 Bettjacken (Kleider und Wäsche gezeichnet), 1 Kleiderbürste, 1 Schuhbürste, 1 Zahnbürste, 1 Regenschirm, 1 Nähstein, Zeug und Leinwand zur Unterhaltung von Kleidern, Hemden, und Bettwäsche, Wolle und Garn zu Strümpfen und Socken rc. und 2 Vorhängschlößchen. Vom Tage des Eintritts an, also während des Kursus, dürfen die Mädchen ohne Erlaubnis oder Auftrag der Vorsteherin außerhalb der Anstalt nicht verkehren und sie haben sich der eingeführten Hausordnung nnverweig- jich zu fügen. Insbesondere ist ihnen auch Ehrerbietung, Gehorsam und Unterordnung gegen das Auffichts- und Lehrpersonal, Freundlichkeit, Verträglichkeit und liebevoller Verkehr untereinander und endlich Treue, Fleiß und Sorgfalt bei den Arbeiten zur strengsten Pflicht gemacht. An Sonn- und Feiertagen werden die Mädchen veranlaßt, den Gottesdienst ihrer Konfession zu besuchen, wobei die Vorsteherin, bezw. die Assistentin, die Begleitung übernimmt. Morgens vor dem Frühstück, vor und nach dem Mittagefien und abends vor dem Schlafengehen findet gemeinsames Gebet statt. Besuche von Eltern und Schwestern sind gestattet, solche anderer Personen nur unter Begleitung eines Mitglieds des Auffichtsrats. Am Schlüsse des Kursus findet eine Ausstellung der gefertigten Arbeiten, die Uebergabe von Zeugnissen über Betragen und Leistungen, sowie eine feierlicheEntlassung der Schülerinnen statt, wozu deren Eltern und Angehörige eingeladen werden. Der 2. Kursus pro 1904 beginnt Freitags 1. Juli und wird Mittwoch, 30. November g e->) schlossen werden. Die Meldungen hierzu sind bei dem unterzeichneten Vorsitzenden des landw. Bezirksvereins Büdingen unter gleichzeitiger Angabe des Vor- und Zunamens, des Tags, Monats und Jahres der Geburt und des Wohnorts der Schülerin und des Namens der Eltern oder des Vormundes schriftlich ein- zureichen. Beim Eintritt in die Anstalt hat eine jede Schülerin ein ärztliches Zeugnis vorzulegen, das sich über ihren Gesundheitszustand, sowie weiter darüber aussprechen muß, daß gegen- wärfig keine ansteckende Krankheit in ihrer Familie und bei deren Hausbewohnern bestehe. Der nächste Kursus beginnt Dienstag, 3. Januar 1905. Gesundheitspflege. hr. Uebermäßiges Schwitzen. Die Fähigkeit, zu schwitzen, ist bei verschiedenen Menschen ungleichmäßig entwickelt, manche geraten sehr leicht in Schweiß, bei anderen gelingt dies nur durch Anwendung besonderer Mittel. An und für sich findet eine ununterbrochene Schweißsekretion statt, selbst wenn die Haut scheinbar trocken ist. Das ergibt sich aus der Funktion der Schweißdrüsen, die das Wasser aus dem Körper auszuscheiden haben und die auch im Wärmehaushalt eine große Rolle spielen, denn durch seine Verdunstung von der Körperoberfläche übernimmt der Schweiß die wichtige Funftion eines Wärmeregulators und Wärmeent- ziehers. Manche Menschen schwitzen bekanntlich an besonderen Körperstellen sehr leicht: an den Handflächen, den Fußsohlen und der Achselhöhle. ,Das kommt daher, daß an diesen Stellen die Schweißdrüsen besonders zahlreich und besonders stark entwickelt sind. An und für sich ist der Schweiß färb- und geruchlose Der Geruch entwickelt sich erst nach seiner Ausscheidung infolge von Zersetzungen auf der Haut oder in den Kleidungsstücken. Schwäch-, liche, nervöse und leicht reizbare Menschen geraten leicht in Schweiße auch fette Personen schwitzen viel mehr als magere, bei ersteren ist es oft eine gemütliche Aufregung, bei letzteren eine etwas stärkere Körperbewegung, welche die Schweißabsonderung anregt. Bei allen Menschen ruft eine hohe Außentemperatur starkes Schwitzen hervor, schon Temperaturen, welche die der Haut, um 6—8 Gr. C. übertreffen, sind kräftige Erreger des Schweißes'. Wenn dem Schweiße nun auch eine hohe Bedeutung als wärmeentziehendes Mittel zukommt, so wird er doch vielen Menschen bei übermäßigem Auftreten lästig, ja große Schweißverluste wirken schwächend und erschöpfend auf den Körper. Ratschläge, wie man das übermäßige Schwitzen bekämpfen kann, dürsten daher gerade in der jetzigen Jahreszeit willkommen sein. Dazu ist vor allem peinlichste Reinlichkeit notwendig, häufiges Baden und Waschen des Körpers, Bepudern der in besonders hohem Maße schwitzenden Stellen mit Alaun und Gerbsäurepräparaten, Waschungen mit Essig, Franzbranntwein, Kölnisch Wasser nsw. Von besonderer Wichtigkeit ist die Beschaffenheit der Kleidung, da die Kleidungsstoffe ein verschiedenes Verhalten zur Aufsaugung des Schweißes aufweisen. Seide nimmt weniger an Schweißbestandteilen auf als gestrickte Baumwolle und Leinen, noch weniger tut dies dick Reformbaumwolle und Leinen, am wenigsten gestrickte, gewirkte und Trikotwolle. Da Wolle und Reformbaumwolle den Schweiß auch viel weniger zersetzen, als Seide, Leinen und Baumwolle, so dürften diese Stoffe für stark schwitzende Menschen am ersten zu empfehlen sein. Zifferbl attriitsel. Nachdruck verboten. i n in iv v vi vii vm ix x xi XII Die Buchstaben AA, B, v, EEE, G, I, LL, N sind anstelle der Ziffern des Zifferblattes einer Uhr derart zu setzen, daß die Zeiger bei ihrem Rundgang Wörter folgender Bedeutung berühren 1 — 4 Farbe. 2 — 5 Fluß in Europa. 4 — 6 Verhältniswort. 4 — 7 Werkzeug. 5 — 6 Nahrungsmittel. 5 — 8 Gegensatz der Langsankeit. 7 —10 Geliebte Jupiters. 9 —11 Jüdischer Stammvater. 10 —11 Verhältniswort. 11 — 3 Besestigungsmittel. Auflösung in nächster Nummer. Auflösung des Umstellrätsels in vor. Nr. Harm, Erich, Seil, Serie, Emil, Roten, Ragel, Anker, Sang, Siam, Arigen, Ulanen. Hesse«-Rassan. Redaktion: August Götz. — Rotationsdruck und Verla« der Brühl'schen UniverütätS-Buch- und Cteindruckerci. R, Lange, Gießen.