1904, JS F L Jas Testament des Bankiers. Kriminalroman von A. M. Barbour. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Walter La Grange, der nächste Zeuge, sagte, daß er den größten Teil des dem Mord vorangegangenen Tages auswärts verlebt habe, weder beim Frühstück noch Mittag zugegen gewesen wäre und daher nicht wisse, wer an jenem Tage in Schöneiche gewesen war. Er war erst abends gegen halb elf zurückgekehrt und gleich in sein Zimmer gegangen, ohne sich um die aus der Veranda sitzenden Haus- gäste zu kümmern. Am nächsten Morgen war plötzlich seine Mutter zu ihm ins Zimmer gestürzt und hatte ihm sehr aufgeregt erzählt, daß Herr Maiuwaring in der Nacht einen Selbstmord verübt habe oder ermordet worden sei. „Hat Ihnen Ihre Mutter sonst noch etwas mitgeteilt?" „Nein; sie gab mir nur nach einen Auftrag." „Welchen?" „Einen Brief zu besorgen." „An wen?" Ter Zeuge wurde rot, zögerte und warf einen unruhigen Blick auf seine Mutter, deren finster gerunzelte Stirn zum erstenmale an diesem Tage ein Zeichen von Erregung verriet. Endlitz platzte er trotzig heraus: „An Herrn Hobson!" „Sie gaben den Brief nur einfach ab?" „Tanach kamen Sie zurück und ritten auf Befehl Ihrer Mutter noch einmal nach der Stadt?" „d sw „Sprachen Sie jetzt Herrn Hobson persönlich?" „Ja", Kang es mürrisch zurück. „Ihr zweiter Ritt hatte aber noch einen anderen Zweck, nicht wahr?" Tie Beharrlichkeit des Coroners und der starre Blick seiner Mutter brachte« den jungen Mann gänzlich außer Fassung. Jäh aufwallend, rief er: „Wenn Sie doch alles wissen, begreife ich nicht, wozu Sie uoch fragen. Mich geht die Geschichte nichts an und ich will nichts mit chr zu schaffen haben. Wenn Sie mehr darüber hören wollen, wenden Sie sich an meine Mutter!" Auch noch einigen weiteren Fragen gegenüber verharrte der Zeuge in seinem Trotz. Es war nichts mehr aus ihm herauszubringen. Der Coroner entließ ihn endlich und rief: „Herr Higgens!" Dieser Name erregte große Ueberraschung, denn er gehörte der allgemein bekannten Firma eines sehr alten Juwelengeschäftes an. Ter Aufgerufene war jener stattliche Herr, den Herr Whitney tags zuvor aus der Stadt Mitgebracht hatte. „Herr Higgens", sagte der Coroner, „mir ist mitgeteilt worden, daß Sie sich erboten haben, eine de« Fall rührende Aussage zu machen." „Gewiß." „Nun wohl, haben Sie den jungen Mann, der soeben sein Zeugnis abgab, kürzlich gesehen?" „Gewiß, ich erinnere mich seines Gesichtes ganz genau."- „Sie waren mit dem verstorbenen Herrn Hugh Main- toariitg bekannt?" „Seit langer Zeit." „Kannten Sie auch die alten Mainwariug-Juwelenf, die jetzt vermißt werden?" Ter junge La Grange wurde unruhig, und seine Mutter erbleichte, als der Zeuge antwortete: „Sehr gut, denn ich habe sie stets in Verwahrung gehabt, wenn Herr Mainwaring verreiste. Ich besitze auch ein vollständiges Verzeichnis der Stücke nebst einer genauen Beschreibung." „Tas ist von wesentlicher Bedeutung'. Nun bitte, Herr Zeuge, wollen Sie angeben, wann und bei welcher Gelegenheit Sie den jungen La Grange sahen?“ „Ich befand mich gestern vormittag in meinen: Kontor, als mein Geschäftsführer eintrat und mich bat, in den Laden zu kommen, um mir einen ihm verdächtig erscheinenden jungen Menschen anzusehen, der einige außergewöhnliche Schmuckstücke von hohem Wert zum Kauf anbiete. Ich ging sofort und fand den jungen Mann, der soeben hier' vernommen wurde. Er legte mir ein Etui mit einer prachtvollen Tiamantbrosche und ein anderes Etui mit einem kostbaren Halsband von Diamanten und Perlen zur Prüfung vor. Beide Gegenstände erkannte ich augenblicklich als Stücke des alten Mainwaring-Schmuckes. Fast unmittelbar vorher war mir die Nachricht von der Ermordung Herrn Mainwarings zugekommen; von dem Raub der Juwelen wußte ich noch nichts. Unwillkürlich jedoch brachte ich das Angebot mit dem Mord in Beziehung und faßte Argwohn. Ich fragte deshalb den jungen Mann eingehend aus, und er gab an, in Schöneiche zu Hause zu sein, woselbst seine Mutter, eine entfernte Verwandte! Herrn Mainwarings, lebe. Diese wolle die Schmuckgegenstände verkaufen, weil sie augenblicklich einer größeren Summe baren Geldes bedürfe. Tas klang alles so glaubwürdig, daß ich meinen Verdacht für ungerechtfertigt hielt, jedoch lehnte ich den Kauf ab und beauftragte auf der Stelle einen unserer Privatdetektivs, der auffälligen Sache nachzuspüren. So erfuhr ich schon nach kaum einer Stunde, daß der junge Mann die Juwelen einem Pfandleiher für etwa ein Viertel ihres Wertes verkauft hatte. Ungefähr eine halbe Stunde später hörte ich dann von dem Raub, und da ich wußte, daß Herr Whitney sich hier in Schöneiche befand, teilte ich ihm sogleich den Vorgang telephonisch mit. Er kam unverweilt in die Stadt, und wir gingen zu dem Pfandleiher, wo auch, er Brosche und Halsband auf den ersten Blick erkannte. Ter Zeuge hielt einen Augenblick inne, zog Zwei Etuis — 742 — aus seiner Brusttasche und spracht indem er beide Stücke dem Coroner überreichte, weiter: „Dies sind die von dem jungen Manne verkauften Juwelen Ich habe mir diese auf kurze Zeit von dem Pfandleiher,'greliehen und auch eine Kopie des in meinen Händen befindlichen Verzeichnisses mitgebracht. Ein Vergleich wird Ihnen zeigen, daß beide Stücke mit der in dem Verzeichnis enthaltenen Beschreibung genau überein- pimmen." Ter Coroner verglich hierauf aufmerksam und sagte oami: „Sie, haben recht; es unterliegt keinem Zweifel, die Stücke sind die in Ihren: Verzeichnis beschriebenen, und, wie ich sehe, haben Sie ihren Wert mit siebentausend Dollars bezeichnet." „Za, das ist eine mäßige Schätzung; wären die Preise der anderen Gegenstände ebensalls vermerkt, so würden Sie finden, daß mit Ausnahme einiger Kleinigkeiten diese Schmuckstücke den geringsten Wert in der ganzen Sammlung besitzen. Weiteres habe ich in der Sache nicht ctn- zuführen." „Sv danke ich Ihnen, Herr Higgens, und bitte Frau La Grange." Diese schritt in ihrer gewohnten stolzen Haltung vor, und der Coroner sagte: „Sie haben die soeben erfolgte Aussage gehört; was haben Sie darauf zu erwidern?" „Nur einfach das", _ entgegnete sie mit hochmütiger Miene, „daß Sie die Geschichte dieser Juwelen auch von mir hätten hören können, und Herr Higgens sowie Herr Whitney alsdann der Mühe überhobeu gewesen wären, vor aller Welt die Geldverlegenheit zu veröffentlichen, in die ich infolge der eingetretenen Umstünde und meiner falschen Stellung hier geraten bin. Ich würde gar keine Veranlassung gehabt haben, ein Hehl daraus zu machen, daß der Schmuck der alten Mainwaring-Sammlung angehört, hatte, bis mein Mann ihn mir schenkte." „Es scheint wenig glaubwürdig, daß ein Mann, der seine Frau so behandelt, wie Sie behaupten, behandelt! worden zu sein, ihr Geschenke von solchem Wert macht." „Für ihn hatte das Geschenk eben nur wenig Wert. Sie haben ja eben vernommen, daß beide Schmuckstücke zu den geringsten der Sammlung gehörten. Außerdem gab es aber auch Zeiten, wo ich fast alles von ihm verlangen konnte — ja fast alles, nur nicht die öffentliche Anerkennung der Legitimität unserer Ehe und unseres „Durch den Verkauf der Juwelen wollten Sie sich wohl instand setzen, Herrn Hobson zu befriedigen?" „Allerdings." „Und dessen Forderung beruhte auf dem Vertrage, den Sre wenige Stunden vor dem Tode Herrn Mainwarinas mit ihm abschlossen?" Sie warf unmutig den Kopf auf. „Meinetwegen ja. Und da Sie wahrscheinlich auch fragen wollen, welche« Art dieser Vertrag war, will ich Ihnen das gleich sagen. Ich wußte, daß mein Sohii und ich ebenso um unser Recht betrogen werden sollten, wie Hugh Mainwaring schou andere betrogen hatte, und ich nahm Herrn Hobson zu meinem Anwalt, da er Zeuge meiner Verheiratung gewesen war und auch in anderen Angelegenheiten meinem Manne gedient hatte. Ms ich nun gestern morgen den Tod meines Mannes erfuhr, schickte ich natürlich gleich Herrn Hobson den Auftrag, die Vertretung meiner Rechte in die Hand zu nehmen. Er forderte eine sofortige bedeutende Vorschußzahlung, und daraus ergab sich, was Herr Higgens erzählt hat." „In welcher Weise sollte Ihr Anwalt Ihre Rechte wahrnehmen?" „Das überließ ich gänzlich seinem Gutdünken." „Bei seinem zweiten Besuche am Abend hatte er einen Schreiber bei sich. Wollen Sie dessen Persönlichkeit näher beschreiben." „Tas vermag ich leider nicht. Ter Mann war nur mitgekommen, um bei den stattfindenden Abmachungen als Zeiige zu dienen. Er hielt sich in einem dunklen Teil des Zimmers und wurde von mir nicht beachtet." „Ter Vertrag wurde also lediglich mündlich geschlossen?" „Allerdings." Der Coroner kam nun noch einmal auf die Aussagen der Zeugin zurück, die sie am Tage vorher gemacht hatte, und insbesondere auf .bf« von ihr angegebenen Streit zwischen Mainwaring und seinem Sekretär. Sie hielt ihr« Aussage darüber in vollem Umfange aufrecht, weshalb der Sekretär nochmals aufgerufen wurde. Er trat völlig ruhig und in fester Haltung vor. Ter Coroner fragte: „Welcher Art waren die Beziehungen zwischen Ihnen und Herrn Mainwaring bis zu dessen Tode?" 9 „Ganz so, wie sie gewöhnlich zwischen Prinzipal und Angestellten bestehen. Ich habe mich streng an dieses Verhältnis gehalten und niemals die mir gesetzten Schranken überschritten, obgleich Herr Mainwaring mir mehr Rücksichten schenkte als anderen, und ich dies hätte ausnützen können." „Es hat also niemals zwischen Herrn Mainwaring und Ihnen irgend eine Uneinigkeit oder eine erregte Szene stattgefunden?" „Niemals." „War Ihre letzte Unterredung mit ihm auch freundlicher Art?" „In jeder Weise." „Wie vereinigt sich nun das aber mit der Aussage von Frau La Grange, die behauptet, in der Todesnacht einen heftigen Wortwechsel zwischen Ihnen Und Herrn Mainwaring gehört zu haben?" „Darauf kann ich nur erklären, daß ich diese Behauptung auf das entschiedenste als unwahr bezeichne." „Das heißt also, Sie wollen die Aussage der Zeugin als durchaus aus der Luft gegriffen bezeichnen?" „Das gerade nicht. Es tarnt ja ein so zorniges Gespräch, wie die Zengin angibt, stattgefunden haben, aber ich bestreite, daß sie meine Stimme gehört hat, und daß ich zu jener Zeit oder zu irgend einer anderen, die sich übe« ungefähr zwanzig Minuten nach zwölf erstreckt, in de« Bibliothek gewesen bin." „War das die Zeit, zu welcher Sie sich auf Ihr Zimme« begaben?" „Ziemlich genau, da mein Gespräch mit Herrn Mainwaring nicht länger als zehn Minuten gedauert hat." „Um welche Zeit legten Sie sich zu Bett?" „Ich war in jener Nacht noch sehr lange auf. Meinl Kopf war mit persönlichen Angelegenheiten so beschäftigt, daß ich keine Müdigkeit verspürte. Ich steckte mir eine Zigarre an und vertiefte mich derart in meine Gedanken, daß ich nicht merkte, wie die Zeit verging. Erst ein Geräusch auf dem Hose, wie von leisen Fußtritten her- rührend, entriß mich meinem Sinnen. Ich sah nach berühr und war erstaunt, daß sie säst drei zeigte. Da warf ich mich, wie ich war, auf das Sopha, schlief ein und erwachte erst durch den am Morgen mich aufschreckendeu Lärm vor meuter Tür." Es folgten nun noch einige Fragen, deren Beantwortung vollständig mit ftüheren übereinstimmte, und die Vernehmung ging nunmehr auf die Verwandten des Hauses über. Tas Zeugnis Ralph Mainwarings und feines Sohnes bot nichts Erwähnenswertes, und Herr Thornton machte nur Angaben über fein zufälliges Zusammentreffen mit Hobson und über dessen Ruf. Es blieb jetzt nur noch der weibliche Teil der Verwandtschaft übrig und der Coroner sagte: „Obgleich kaum zu erwarten steht, daß die Damen imstande sein werden, irgend eine Auskunft zu erteilen, die mehr Licht in die Sache bringt, muß ich doch der Form genügen und auch sie vernehmen." Die Tanten folgten nun schnell hintereinander. Kein« wußte etwas, nur Fräulein Carleton, die die Reihe beschloß, machte eine Ausnahme. Sie erzählte: „Es Ivar beinahe elf Uhr, als ich in Gesellschaft meine« Cousine Thornton mein Zimmer betrat. Wir waren beide noch nicht müde und wollten miteinander noch etwas plaudern. Meitte Cousine verließ mich erst, als wir hörten, daß Herr Skott, der mein Zimmernachbar ist, seine Stub« betrat. Da blickten wir auf die Uhr und sahen, daß es schon etwas über 1/41 Uhr war." „Haben Sie bemerkt, gnädiges Fräulein, ob Herr Skotk in der nächsten halben Stunde sein Zimmer wieder verließ?" „Ich weiß genau, daß er sein Zimmer, solange ich auf war, nicht mehr verlassen hat; ich legte mich erst iuenige Minuten vor ein Uhr zu Bett. Bis dahin und auch später, solange ich noch wach war, hörte ich ihn nnunterbrochcnj in seinem Zimmer auf und ab gehen." — 743 — Mess Aussage wandte die Stimmung sehr zugunsten des Sekretärs. Viele freundliche Blicke wurden ihm zu- geworfen. Er beachtete sie aber nicht. Alle Versammelten hielten nunmehr die Verhandlung für beendet. Doch der Coroner machte Herrn Whitney ein Zeichen, und zur größten Ueberraschung aller erschien der Portier mit einem großen hageren Manu, aus dessen leichenhaft fahlem Gesicht ein paar kleine, dunkle Augen unruhig umherspähten, während er mit kriechendem Wesen zum Tisch vorschritt. (Fortsetzung folgt.) (Ludwig II. und Richard Wagner. , „Einen ^bisher eingedruckten Brief Wagners aus dem Jahre 1867 verostentlichen nlus ihrem Besitz die „Münch. N. Nachr." Der Brief, dessen Adressat eine Persönlichkeit war, die damals mrt politischen Faktoren Fühlung hatte, kennzeichnet in lapidarer Weste die ganze damalige Situation unb läßt die Persönlichkeiten und die Verhältnisse mit plastischer Deutlichkeit vor iinser Auge treten. Freilich sfwicht aus den Worten des Meisters auch die große Verstimmung und Bitterkeit des so schwer Gekränkten und Mißverstandenen und bei der Verwirklichung seiner höchsten künstlerischen Ideale so verhängnisvoll Gehemmten. ,, Mr geben aus dem bedeutsamen und sehr langen Dokumente hrer dre Stelle.wieder, in der Wagner zur Kennzeichnung der Lage, tn dre sein königlicher Gönner durch! seine Umgebung und Beratung gebracht worden war, auf selbst erlebte Vorgänge Bezug nimmt. Wagner schreibt: ...Bei meinem Besuche in Hohenschwangau ini November 1865 eröffnete mir der Kabinettssekretär Lutz die Tendenzen der da- maligen königlichen Regierung (in der unverhohlenen Absicht, meine Mitwirkung dazu zu erlangen) dahin, daß, da man sich auf Oesterreich nicht verlassen könne und noch« weniger mit einem deuticyen Parlament zu tun haben wolle, eine Uebereinkunft mit Bismarck und der neuen preußischen Tendenz iin Gange sei, vermöge deren man zugleich beabsichtige, die bayerische Verfassung aus ihre Gestalt von vor 1848 zurückzuführen; da es sich hierbei um die Wiederherstellung der vollen königlichen Macht handelte, werde ich — so meinte Herr Lutz — als besonderer Freund des Königs gewiß hierin gern mit deraktuellen Regierung gehen. ■öü) bemerkte hiergegen einzig, daß diese Eröffnungen gänzlich zwecklos feien, da ich nichts mit der Politik zu tun hätte und nament- W.mti "^.Interessen des bayerischen Staates mich nicht ver- stunde; gewiß würde es mir aber wünschenswert erscheinen, wenn dein König mit der Zeit wenigstens so viel Macht zugesprochen wurde, um die Gehalte seiner. armen Hoforchester-Musiker nur auf ein schickliches Maß verbessern zu können. Da ich hiergegen Schwierigkeiten der allererustlichsten Art vorfand, konnte ich deni König nicht anders raten, als sich nach einem besonderen Sekretär für dre Ausführung seiner Verordnungen in Kunstangelegenheiten umzusehen. Es kam hierbei ein mir persönlich durchaus unbekannter Miilisterialsekretär Riedel in Vorschlag. Ueber diese meine vermeintliche Einmischung in den Bestand des königlichen Kabinetts gerwt man nun in die wütende Bestürzung, welche sich sofort in den bekannten Agitationen des Bolksboten offenbarte, in denen der König, wie Sie wissen, ungescheut dem Gespött und der Lächerlichkeit zugleich mit preisgegeben ward. Ich ersah gegen diese, in lemcm Staate und in keiner Geschichte mir noch vorgckommene geradewegs unglaubliche Unverichämtheit keine andere Rettung, als dem König sofort eine gänzliche Erneuerung seines Kabinettssekretariats anzuraten, da ich leinen Menschen kannte, den ich ihm Vorschlägen konnte, auch ersah, daß der junge Monarch gänzlich ohne die notige Personenkenntnis war, geriet ich darauf, ihm den Versuch gerade mit demselben Neumayer anzuempfehlen, den lene Herren ebenso angelegentlich aus deni königlicheil Vertrauen zu e ntfernen gewutzt hatten; ivorauf mir jedoch der König erwiderte, daß dieser Neumayer ihn beleidigt habe, und seine Berufung unmöglich ser. Hiermit schwieg ich: es erfolgte, was Sie wissen Sie kennen also die Agitationen, welche dem Besuche des Königs in Luzern im vorigen Mai folgten: nur um Pas Wohl meines erhabenen Freundes besorgt, empfahl ich ihm bei der vorwaltenden Krisis, sich die Voteil der tagenden bayrischen Kammern für sem Verhalten zur Richtschnur zu nehmen. Ich erfuhr, daß die Kammern durch Vorspiegelung einer mit 150 000 Mann ccholloinertcn Armee" von Herrn v .d Pfordten sich zu akkla- mierenden Voten für denselben hatteii bestimmen lassen, und mußte zuschen, ivte der junge Monarch diesem Menschen, dessen bis- marckstche Tendenz mir durch Lutz ein halbes Jahr zuvor enthüllt worden war, und der nun, aus reiner..........Bayern meinen Krieg verwickelte, der dem Lande 60 Millionen und Land- bringen sollte, ein überströmendes Lobschreiben aujitellft; _toeir- er eben von allen ©eiten verraten und betrogen aber ich litt mehr als irgend ein bayerischer ^Ete. Da teilt mir — nach dem Frieden — f.y , b?n Telegraphen — durch den Telegraphen! — teineit Entschluß mit, die Krone iiiederzulegeu und — zu mir zu (XVJ'w' l9eit also diese Elenden den einzigen deutschen Monarchen gebracht aus den jeder, der ihn näher kennt. noch Pie letzte Hoffnung für Deutfchland begründen muß!! — Ich erklärte ihm, daß ich gänzlich vor ihm verschwinden würde, wenn er seinen Entschluß ausführte; in meiner Verzweifliing gab ich ihm dagegen den einzigeii Rat .sofort dem Fürsteii von Hohen- Ghe sich anzuvertrauen, ihm seine Lage zu entdecken, und "seinen Rat über dieselbe, sowie über die Angelegenheiten des Landes einzu- bolen. — Dem Könige war dieser Rat nicht recht: die Hauptkunst derjenigen, die ihn bisher zu beherrschen suchten, war gewesen, ihn nicht gegen Ideen und Prinzipien einzunehmen, denn dazu waren sie zu geistlos und ungebildet, sondern gegen diejenigen Personen, die ihrer Macht irgendwie gefährlich blinkten. Ich bestand ans nichts, erklärte selbst auch den Fürsten in keiner Weise zn kennen, sondern seinen Namen nur genannt zu haben, weil er eben mir auch, und zwar in guter Bedeutung genannt worden war. Doch verwies ich von neuem darauf, daß dein jungen Monarchen vor allen em unabhängiger Mann, der wirklich eine Meinung und einen Willen habe, not tue. und daß ein solcher Mann, ivenn nicht irgendwo ein intelligentes und moralisches Genie auftauche, mit einiger Sicherheit nur in den Reihen der echten unb wirklichen Slriftohatie, in hoher persönlich mächtiger Stellung anzutreffen fern könnte; was aber dem durch 'das bureaukratische Regime so tief gesunkenen Bayern jetzt unerläßlich sei, wäre eben ein solcher Staatsmann, der, wenn er Rücksichten nach außen zu nehmen habe, zu gleicher Zeit auch von außen Rücksichten auf sich in Anspruch nähme. Hierauf schwieg der König. Ich sah dem immer größeren Verfall der politischen Lage Bayerns unb der königlichen Wurde zu; der Schmerz überwältigte mich: ich konnte es nicht mehr ertragen, geflissentlich oder ungeflissentlich in der Neigung des Königs zu mir und meiner Kunst von der öffentlichen Meinung Europas den Grund der Schwäche seiner Regierung bezeichnet zn ersehen, unb erklärte meinem Freunde nun, daß ich für immer von ihm scheiden, jeder seiner Wohltaten entsagen und gänzlich von ihm verschwinden müßte, wenn er sich nicht zu Entschlüssen au fr affe, b-ie seinem Lande zum Heil gereichten. Sie kennen den Erfolg hiervon. Der Fürst Hohenlohe steht jetzt da: in seine Hande ist das Wohl Bayerns gelegt. Wenn nun der verdrängte Feind mich als die Ursache dieser Veränderung bezeichnet, "so frage ich den Fürsten Hohenlohe, ob er Grund hat, sich meines Einflusses aus das Gemüt des Königs zu schämen, und ob es nicht vielmehr an ihm, dem Fürsten, sej, frei zu bekennen, daß ich mir em Verdienst um das Land Bayern erworben habe? — Doch so ist es nicht gemeint, daß ich Tank, Anerkennung, la nur öffentliche Beachtung für meine Dienste verlange. Ich pflege mit Absicht meine größeste Abgeschlossenheit, um auch nie nur in die leiseste Versuchung zu geraten, über meinen 9tntei( an der Wendung der Dinge in Bayern mich in irgend welcher Weise zu erfennen zu geben. Daher habe ich selbst auch Ihnen diese Bekeuninisie nur gemacht, nachdem ich erkannt, daß Sie Ihrer Geffnnung nach ein gleiches Interesse mit mir haben, nichts davon in die Oeffentlichkeit gelangen zu lassen: nur das mögen Sie be- greifen, daß es mir daran liegt, den Fürsten von Hohenlohe genau davon unterrichtet zu wissen. Meine Absicht bei diesem Wunsche ist, ihm dadurch die nötige Kraft zu geben, deren er bedarf, um den nichtswürdigen Machinationen der F.pnpe des seUefeteften Königs die Stirn zu bieten; und ich glaube, daß ihm diese Kraft wicht ans einer ängstlichen Verhehlung meines Verhältnisses zum König erwächst, sondern ganz entschieden nur dadurch, daß er am rechten Ort und bei rechter Gelegenheit den zeigt, mit die Sachen stehen. Vor allem aber wünsche ich eines: daß der Fürst dem Könige Ruhe verschafft, und das entwürdigte Ansehen des Monarchen stark aufrichtet. Als eine fortbestehende Scbmach für den König betrachte ich aber, daß die entlasse,»en Verräter noa) zetzt,mit allen Zeichen und Merkmalen der königlichen Gnade oben aus stehen, statt mit den Zeichen Pie ihnen gebühren, gebrcmd- markt, dahin geschickt au iverben, wohin sie gehören. Ich frage, woher^soll das Volk feine Meinung, fein Urteil nehmen, wenn statt Strafe für Verbrechen die höchsten Belohnungen erfolgen? Wenn dagegen den verräterisch gepflegten Vorurteilen fortgesetzte Nahrung dadurch gegeben wird, daß man die Wahrheit der Verhältnisse verschweigt oder unerörtert läßt? Ich Erwähne einen Fall: noch hat der König nicht wagen dürfen, einem großen, hoch- verdienten Künstler, einem nntadelhaften Ehrenmann und echten Edelmann, Herrn Hans v. Bülow, den geringsten Orden als Auszeichnung zuzustellen, während mit den höchsten Orden in einer alles verletzenden Prodigalität verfahren wird, und einem Menschen, dem . her erbliche Adel zuerkannt wird? Was soll das Volk hierzu sagen? muß es nicht glauben, H. v. Bülow fei ein anrüchiger Mensch? Oder — ivenn es zu viel Grund hat, das Gegenteil zu glauben, was soll es dann vom König, was von seinen Räten denken? — Doch nun genug! — Was ich auf dem Herzen hatte, davon habe ich mich zur Genüge Befreit: an dem Fürsten Hohenlohe sei es nun nach eigenstem Ermessen als vornehmer, edler Herr, ans meinen Mitteilungen gutdünkenden Vorteil zu ziehen. Was ich für meine Person — und zwar unter allen Umständen — mir einzig vorzubehalten wünsche, habe ich Ihnen früher und heute im Eingang dieses Schreibens aufrichtig mitgeteilt. Was darüber hinansgeht, betrifft nur meine Wünsche für das Heil des Königs, den ich liebe, und dessen Land ich zu allernächst nur um dieser letzten und schönsten Öofsimna meines Lebens willen bealückt sehen »iinkche. — 744 Verzeihen Sie die große Bemühung, die ich Ihnen mit diesem Briefe mache; erhalten Sie mir Ihr Wohlwollen und seien Sie meines Tankes und meiner aufrichtigen Hochachtung versichert! Ihr sehr ergebener Richard Wagner. Luzern, 17. Januar 1867. WeiHnachLsöücher. L. v. Ploetz: Das Jauchzen der Geigen. Roman. Verlag von Fleischel & Co. Preis geh. 3.50 Mk. In seinem Helden, Hans von Groth, zeichnet der Verfasser eine problematische Natur. Zwei Seelen leben in dessen Brust, eine „weiche zarte" und eine „kraftvolle starke". Dieser Zwiespalt ist begründet in seiner Abstammung von einem ungleichen Elternpanr: von einem derben Vater, einer vollsaftigen Landjunkergestalt. An die Schilderung der Jugendjahre auf dem väterlichen Gut schließt sich die LeutnautSzeit. Hans von Groth wird zuerst Offizier in einem Ulanenreginient. Es ist des Vaters Wunsch, daß sein Sohn in Berlin eine reiche Partie macht und hierdurch ihn, dessen Verhältnisse in den letzten Jahren sehr zurückgegangen sind, wieder saniert. In Berlin spielt nun der Hauptteil des Romans. Es ist das Leben im Kasino des Regiments, auf dem Exerzierplatz der Kaserne, in den Ställen anschaulich geschildert. Vor allem aber wird ein Bild des gesellschaftlichen Lebens in Berlin, in das der stille, verschlossene, mit sich ringende Hans von Groth auf den Wunsch s.iues Kommandeurs eingeführt wird, entrollt, das Leben im Ministcrhotel, im Hause des Kommandeurs, in der Billa des reichen Kaufmanns, im Tattersall, in der Wohltätigkeitsverstell- ung, int Theater. Und in dieser Welt erlebt Hans von Groth seinen Herzensroman. Friderich, C. G., Natu rgeschichte der deutschen Vögel, einschließlich der sämtlichen Vogelarten Europas. 5. gänzlich umgearbeitete, sehr vermehrte und verbesserte Auflage, bearbeitet von Alexander Bau. Mit 410 naturtreuen Farbendruckbildern auf 52 Tafeln, mehreren Textbildern, 1 Tafel mit Darstellungen der Ranbvogelflugbilder und 2 Tafeln zur Erläuterung des Vogelfanges. Stuttgart, Verlag für Naturkunde (Sproesser & Naegele) 1905. In 24 Lieferungen ä 1 Mk. Tie Friderichsche „Naturgeschichte der deutschen Vögel" erscheint hier , zum fünften Male in verbesserter, verschönerter und bedeutend erweiterter Gestalt. Es ist nicht nur der Text durch die gewissenhafte Verarbeitung aller neueren Forschungsergebnisse der Ornithologie (besonders auch was die biologische Seite dieser Wissenschaft anbelangt) auf die Höhe der Zeit gebracht, sonderit es sind in diese neue Auflage sämtliche europäischen Vögel ausgenommen worden, sodaß das Werk nunmehr eigentlich „Naturgeschichte der europäischen Vögel" heißen müßte. Auch die angrenzenden Famten-Gebiete Westasiens. und Nordafrikas find mit in Betracht gezogen, wodurch erreicht wird, daß das Werk jetzt unfern einheimischen Vogelfreund wohl schwerlich jemals im Stich lassen wird, und sei das von ihm etwa erbeutete, aus fernen Gebieten zu uns verirrte Tier auch ein noch so weit her verschlagener Fremdling! Tie Farbentafeln des Werkes sind um fünf vermehrt worden. So dürfte das Werk in seiner neuen Gestalt auch gewiß >.och allen Besitzern der früheren Auslagen begehrenswert erscheinen. Ter Preis ist niedrig Verhältnis zu Umfang und Ausstattung des Buches. — Ein n euer Kalender für 2000 Jahre ! Ter G. Franzsche Verlag I. Roth in München bringt einen Kalender für 2000 Jahre in Buchform, welcher für 2 Mk. von jeder Buchhaitdlttng bezogen werden kamt. Der Kalender leistet, was er verspricht, zurück bis zum Jahre 1 und vorwärts bis zum Jahre 2000 ist er für jedes Jahr der sichere Führer. Besonders sei hervorgehoben, daß es sich hier nicht blos um einen Datum- zeiger handelt, vielmehr liegt ein vollständiger Jahres-Kalender vor. Wer mit Terminen zu tun hat auf Gerichten, in Handel und Wandel, wer Reisen plant, kann diesen Kalender vortrefflich benutzen. Auf welchen Tag der Vergangenheit eine wichtige Begebenheit fiel, zeigt der Kalender ebenso genau, wie den Tag, an deut ein Ereignis stattfinden wird, wie z. B. ein Gedenktag, ein Jubiläum, eine Testameittseröffnung. Er zeigt dem Glücklichen, ob r als Sonntagskind geboren ward, er zeigt, ob eine Geburtstagsfeier auf einen s^est- oder Werktag fällt, beweist dem Zeugen vor Gericht, ob er sich irrte oder nicht, ob Tag und Datum stimmen, er hilft dem Biographen, »dem Geschichtsschreiber, dem Beamten, dem Geistlichen, dem Kaufmann, dem Juristen, mit einem Worte, er ist ein brauchbares Hilfsmittel für jeden Gebildeten und für jedes Haus. KausrvirLlchufL. — 91 ft rn Berger Lebkuche n. Mau setze % Liter Honig iit einer messingenen Kasserolle aufs Feuer, tue, wenn er zu kochen begimit, Vr Kilo gestoßenen Zucker hinein und lasse es so lange ztisammen kochen, bis ein Tropfen, den man auf einen Teller fallen läßt, trocken wird; gebe dann in diese vom Feuer genommene Masse die Schale von 2 Zitronen, 30 Gramm Sukkade, 60 Gramm kandierte Pommeranzenschale, alles kleingeschnitten, 14 Kilo abgezogene und überquer geschnittene Mandeln, 30 Gr. Simmet, 8 Gr. Gewürznelken, 4 Gr. Kubeben, 4 Gr. Kardamom, 1 ganze Muskatnuß, all dies Gewürz, jedes allein, gröblich gestoßen, ein paar Messerspitzen Pottasche und ein halbes Glas Kirschengeist oder Kognak und rühre gleich darauf, so lange der Honig noch etwas warm ist, so viel Mehl hinein, bis es ein starker Teig ist; nehme ihn dann auf das Backbrett, rolle ihn 2 Messerrücken dick aus und forme die Lebkuchen, indem man sie in Größe einer Spielkarte aussticht, bestreue die Backbleche gut mit Mehl, lege die Lebkuchen darauf, backe sie bei mäßiger Hitze und bestreiche sie noch warm mit Zuckerwasser; man muß auch sorgen,^daß vor dem Backen keine Kälte an Teig oder Kuchen komme. — Sie sind ganz vorzüglich, müssen aber einige Tage alt sein, weil sie anfangs fast immer zu hart' sind. — Weiße Pfeffernüsse. Nimm U/s Kilo Mehl, 875 Gr. Zucker, 875 Gr. Butter. 3 ganze, tüchtig geschlagene Eier, eine Stange Vanille, von IV2 Zitrone die Schale, etwas Kardamom, gut 3 Messerspitzen voll Hirschhornsalz, welches in Rosenwasser aufgelöst wird; ferner nach Belieben fein gewiegte Orangen, 125 Gramm süße und 40 Gramm bittere Mandeln. Dies wird gut durcheinattder geknetet, kleine Kugeln davon auf ein Blech gesetzt und gebacken. Sprachecke des Mg. Deutschen Sprachvereins. — Scheinbar un d anscheinend. Daß zwischen diesen beiden Wörtern ein wesentlicher Bedeutungsunterschied besteht, gerät anscheinend (durchaus nicht nur scheinbar) mehr und mehr in Vergessenheit. Tie Tageszeitungen kennen fast nur noch scheinbar, das sie unbedenklich auch Da anwenden, wo zweifellos anscheinend (dem Anscheine nach, wahrscheinlich, vermutlich) stehen müßte. Wer da schreibt: es liegt scheinbar ein Selbstmord vor, — die Kolonien gehen scheinbar einer recht erfreulichen Zukunst entgegen, — die Vergnügtmgsreisettden befinden sich dabei scheinbar recht wohl, — der will doch gewiß nickst sagen, daß es sich in allen diesen Fällen nur um den (falschen) Schein handelt. Seine Absicht ist vielmehr, zu bekunden, daß alle Anzeichen dafür sprechen, es sei wirklich so, wie es den Anschein hat. Mit scheinbar verneint man die Wirklichkeit, mit anscheinend wird sie bejaht, wenn auch nur bedingt. „Als sich die Griechen scheinbar zurückzogen, vergaßen die Trojaner im Siegestaumel anscheinend die einfachsten Gebote der Vorsicht." (Aus der Zeitschrift des Allg. Teutschen Sprachvereins.) Litterarisches Kapselrütsel. 9iad;brttd Verboten. 1. Als Gründer der Firma sind ihm mancherlei Ehren zu tet geworden 2. Mit seinem Stock leistete er erheblichen Wiederstand. 3. Wir können hier keine Berserker brauchen, sondern wünschen ruhige Menschen. 4. Hänschen, komm einmal her, der gute Onkel hat Dir etwas Schönes mitgebracht. 5. Durch zu vieles Singen ohne genügenden fachmännischen Unterricht hat seine Stimme sehr gelitten. 6. Er sah auf Festigkeit im Charakter in erster Linie. 7. Ich mache beliebige Reklame für meine Sachen, je nachdem dies mir nötig erscheint. 8. Mir sind genug rothaarige Menschen im Leben begegnet, ich habe immer gefmtden, daß diese einen besonders zarten Teint haben. In jedem der vorstehenden 8 Sätze ist der Name eines deutschen Dichters verborgen. Welche sind dies? Auflösung in nächster Nummer. Auflösung des Rätsels in vor, Nr.r Orleans, — Salerno. Auflösung des Preisrätsels in Nr. 179 der Familienblätter: a: Takt, b: Akt. c: Reis, d: Eis. e: Et. k: Baß. Aß. li: Ja. i; Grippe, k: Rippe: 1: Dotter, in: Otter, x: Treibjagd. 1. Preis: „Philipp der Großmütige", Beiträge zur Geschichte seines Lebens und seiner Zeit, herausgegeben vom historischen Verein für das Großherzogtum Hessen, G. Wagner in L i ch. 2. Preis: Leipziger Kalender, ein illustriertes Jahrbuch für 1905, Martha Röhler, Gießen. 3. Preis: Ter dcutfche Spielmann, Bd. 4, „Hochland", Else Hellwig, Gießen. Die Prctsc sind von bett Gewinnern gegen Vorzeigung der Adonne- mentsquitmng in der Geschäftsstelle des „Gießener Anzeigers" in Empfang zu nehmen. Redaktion: 21 u au ft Goetz. — Rotationsdruck und Verlaa der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei, R. Lange, Gießen,