daß fte überhaupt nie ins heiratsfähige Alter kommert wird." „Mas Hat sie denn wieder an gestellt ?" fragte die Gräfin neugierig: Aber anstatt ihr darauf zu antworten, tat Herr von Höchstfeld die Gegenfrage: „Ist Ihnen vielleicht schon eines Ihrer Kinder auf den Kopf gesprungen?" „Das könnt' i grab' nit behaupten", meinte sie mit leichtern Schmunzeln, „aber drauf 'rumtanzen und ihren Willen durchz'setzen, das versteh'n s' freilich. Sehen S'", fuhr sie fort, „i hab' zum Beispiel toolt'n, daß die Ljnbiza heut mitkommen soll, aber glauben S', daß i's hält' durchsetzen können? Nit um ein' Million!" Der Major drückte seine höchste Verwunderung über Ljnbizas Respektwidrigkeit aus, wenn er jedoch die Veranlassung derselben gekannt hätte, dann würde er wohl der Gräfin eigentümliches Lächeln nicht als Verlegenheit ausgelegt haben. Obgleich sie nämlich keinen Anhalt dafür hatte, und Ljnbiza auch nicht dergleichen tat, so wußte sie dach bestimmt, daß diese Erich erwartete. Und tatsächlich war es auch fo; denn kaum daß sie fortgefahren war, kam dieser auch schon von der anderen Seite angeritten. Das Alleinsein der Liebenden war indes von kürzerer Dauer, als sie gehofft hatten, da der Graf gerade heute ausnahmsweise früh von seiner Inspizierung zurückkehrte. Nach einem Moment der Enttäuschung gingen sT ihm entgegen. Er sah erst sie, dann ihn forschend an. „Ich möchte nur wissen", sagte er dann kopfschüttelnd, „dnrch welche geheime Telegraphie Ihr Erkch verständigt?" „Ja, siehst Du, Papa, wir machen uns eben die neuesten wissenschaftlichen Erfindungen zu nutze", neckte sie. „Hast Du noch nichts von der Mareonischen Telegraphie ohne Draht gehört?" „Ich fürchte", entgegnete er, „daß Euch Eure Telegraphie sogar recht viel „Draht" kostet, denn umsonst werden sich die Leute zu diesen Botengängen Wohl nicht hergeben. Doch Scherz beiseite", wandte er sich mit ernster Miene an Erichs „wo soll das hinführen? Ich habe Ihnen das Herkommen nicht verboten, weil ich hoffte, daß Sie dem Mädel nicht unnötigerweise das Herz schwer machen würden. Wie die Sache nun aber einmal liegt, müssen Sie doch selbst einsehen, daß an ein gutes Ende nicht zu denken ist und deshalb ist es wohl am besten, Ihr sagt Euch beizeiten Lebewohl und wartet nicht erst, bis —" „Was, wir sollen uns Lebewohl sagen?" fiel ihm Ljubiza leidenschaftlich ins Wort. „Nimmermehr! Wir gehören zu einander, und nichts auf dieser Welt kann und darf uns trennen!" „Oho, mein Fräulein Draufunddrcm, nur nicht so hitzig, nur nicht so hitzig", wies sie der Vater zurecht, „man hat froh zu sein, -wenn die Eltern für einem weiter denken uttl&i Mittwoch den 14. Septemöer 1964. -A 1!1 MI w 1 ■lu-iuTml Km angenehmes Kröe. Humoristischer Roman. Von Victor von Reisner. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Herr von Höchstfeld half ihr mit zurückhaltender Höflichkeit aus dem Wagen, während er die Zwillinge, die kaum aufzusehen wagten, keines Blickes würdigte. „Ach, so schan'n S' doch nit gar so bös drein", redete ihn die Gräfin in harmloser Gemütttchkeit an, „schließlich war doch die G'schicht' für mein Mad'l viel peinlicher, als für Ihren Sohn, und deshalb denk' i, daß S' den zwei dummen Buben, die sich ja kaum mitz'kommen getraut haben, endlich auch verzeih'n könnten." „Und Sie haben es getan?" fragte Herr von Höchstfeld gemessenen Tones. „Meinen S' vielleicht, daß i damit bis auf mein Sterbenslager hält' warten sollen?" fragte sie dagegen, und mit aufrichtiger Ueberzeuguug setzte sie hinzu, „wir wären ja nit wert, auf dieser schönen Erd' z' leben und Gottes Luft einz'atmen, wenn wir nit auch für unfern Aerger ein End' z' finden wüßten — und nun gar, wo sich's doch nur um ein' alberne Kinderei handelt." „Menn Sie selbst die Sache so leicht auffassen, dann darf ich sie wohl nicht tragischer nehmen", meinte er, und zu Dinko und Mirko gewandt, sagte er: „Steigt also aus, benehmt Euch aber nächstens vorsichtiger, sonst läuft es nicht wieder so glatt ab." „So ist's recht", stimmte ihm die Gräfin in ihrer lebhaften Weise zu, „ein kleiner Wechsel auf die Zukunft kann nix schad'n" — und den beiden Jungen, die verlegen zur Seite standen, befahl sie: „Nun Euch verziehen worden ist, macht auch Euren Frieden mit dem Herrn Leutnant. „Er soll uns erst « Verzeihung bitten", druckste Dinko. Die Gräfin machte eine verdächtige Handbewegung. „Jetzt aber schnell vorwärts, sonst nehm' i Euch bei den Ohren", drohte sie ihnen. „Pardon, Frau Gräfin", hielt sie Vladoj zurück, „Dinko hat recht, ich bin (ihm und Mirko eine Ehrenerklärung schuldig, ja, mehr als das, ihnen habe ich es zu danken, daß ich heute beinahe —•" „Sekt getrunken hätte?" unterbrach sie ihn lachend. „Nein, daß ich heute beinahe meine Verlobung gefeiert hätte, denn ihre Indiskretion bewog mich, alle Heimlichkeiten aufzugeben und offen um Ernas Hand anzuhalten. „Und man darf noch nit gratulieren?" „Erst in zwei Jahren — diese Frist hat Herr von Höchstfeld in seiner Unerbittlichkeit festgesetzt." „Ich habe gar nichts Bestimmtes zugesagt", widersprach dieser, „Ernas neuer Streich läßt mich sogar befürchten, Gott zu danken, daß sie einen nichts blindlings ins Unglück hineinrennen lassen." Ljubiza biß sich in ohnmächtigem Zorn auf die Lippen und sah gar nicht danach uns, als ob sie dafür danken wolle oder auch nur gesonnen sei, gutwillig nachgugeben. „Gestatten Sie mir ein Wort", bat Erich, und als der Graf zustimmend nickte, erklärte er mit unerschütterlicher Festigkeit: „So wahr ich an Gott, den Allmächtigen glaube, wird Ljubiza mein Weib werden, und selbst in dem Falle, daß auch Sie sich jetzt uns entgegenstellen, würde ich nicht aufhören, ftir mein Glück zu kämpfen. Ja, wenn Sie uns ernstlich das weitere Zusammenkommen erschweren sollten, dann würde mich mein unter ganz anderen Voraussetzungen gegebenes Versprechen nicht mehr hindern, und wir würden eben Mittel und Wege ausfindig machen, uns an anderen Orten zu treffen." Graf Stepenaz sah ihn ganz verblüfft an. „Donnerwetter, Sie sind wenigstens aufrichtig", sagte er endlich und zwar nicht ohne eine gewisse achtungsvolle Anerkennung. „Ich spreche absichtlich so deutlich", entgegnete Erich freimütig, „weil uns nichts Schlimmeres zustoßen könnte, als Sie, der Sie doch bisher unsere Liebe so wohlwollend beschützten, §u hintergehen." „Ja, habe ich denn gesagt, daß sich meine Gesinnung änderte", rjef der Graf ganz ratlos, „aber schließlich bin ich es doch vor Gott und vor meinem Gewissen schuldig, über Ljubizas Glück zu wachen und —" „Und das nennst Du über mein Glück wachen, wenn Du mich von ihm trennen willst!" warf sie ihm bitter vor. „Wenn aber doch sein Vater davon —" „Pardon, Herr Graf!" unterbrach ihn Erich, „hier handelt es sich in allererster Reihe nur darum, ob wir uns ließen — alles andere sind Magen sekundärer Bedeutung." „Ihr Herr Vater hat sich aber verschworen —" „Was geht denn mich sein Vater an", ereiferte sich Ljubiza, „ich will doch nicht ihn, sondern Erich heiraten!" Dieser streichelte ihr liebkosend die Hände, und dem Grafen ruhig ins Auge schauend, sagte er: „Auch ich bin der Meinung, daß von Ljubiza alle Kämpfe ferngehalten werden müssen; wäre ich das nicht, so würde ich meinem Vater ganz frei und offen erklären, auf seine Einwilligung einstweilen verzichten zu wollen — was ich um so leichter tun könnte, als ich überzeugt bin, daß er die vollendete Tatsache bald anerkennen wurde." Graf Stepenaz mußte unwillkürlich laut auflachen. „Bei meiner Seele, Sie entpuppen sich ja da von einer recht netten Seite", meinte er, „wie ben'ten Sie sich denn das eigentlich, haben Sie vielleicht geglaubt, daß wir in eine Heirat gegen den Willen Ihrer Eltern eingewilligt hätten?" „Sie haben mich mißverstanden, Herr Graf", klärte ihn Erich auf, „ich wollte damit nur soviel gesagt haben, daß mich nichts und keine Macht der Welt bestimmen könnte, von Ljubiza zu lassen. Ich habe aber Ghund, zu glauben>paß sich unsere Leidenszeit ihrem Ende naht, denn trotz Szabos Intrigen sängt mein Vater an, ruhiger zu werden, und wenn er auch noch gelegentlich ausbraust, so fühle ich es doch ganz deutlich heraus, daß ep fein Unrecht einznsehen beginnt." Ohne an ihres Vaters' Gegenwart zu denken, schmiegte sich Ljubiza ganz glückselig an ihn. „Glaubst Du wirklich?" flüsterte sie in seligem Hoffen. „Na, seid so freundlich und geniert Euch ein wenig", brummte der Graf, sein Gesicht in drohende Falten zwingend, doch Ljubiza kannte ihren guten Papa zu genau, um nicht zu wissen. Wie er sich im Innern mit ihnen freute, und, ihm um den Hals fallend, schmeichelte sie: „Sei lieb und gut und hilf uns." Es fiel ihm schwer, ernst zu bleiben. „Aber Mädel, so laß mstch doch los", wehrte er, „und versuche, vernünftig zu sein. Sage selbst, wie soll ich Euch denn helfen? Ich kanN doch nicht hingehen und um seine Hand für Dich anhalten!" „Sie könnten uns in anderer Weise helfett", Nteinte Erich nasch einigem UeBer,legen. „Und wie das?" erkundigte sich Stepenaz. „Vor allem wäre es nötig, Szabo unschädlich zu machen und den Vater zu überizeugen, daß er sein Vertrauen einem oanz gemeinen Ränkeschmied aeichenkt hat- Sind wir erst diesen Zwischenträger los, auf den er noch immer zu viel gibt, dann —" „Na, das soll mir nicht schwer werden", sagte der Graf zuversichtlich;, „lassen Sie mir acht bis vierzehn Tage Zeit, und ich will ihm ganz schwarz auf weiß zeigen, um wie viel er ihn schon bestohlen hat." „Ich fürchte, daß dies doch nicht so ganz leicht gehen wird", erlaubte sich Mich seinem Zweifel Ausdruck zu geben. „Und warum tticht", fragte Stepenaz lächelnd, „glauben vielleicht auch Sie an seine Ehrlichkeit?" „Es wäre eine Luge, wenn ich das behaupten wollte", entgegnete Erich, „aber ich halte ihn für einen gar schlauen Burschen, der es wohl verstanden haben Wirch sich nach allen Richtungetr zu decken und dem man daher nur schwer an den Leib wird rücken können." „Nun, bann wollen wir eben noch schlauer sein als er", meinte der Graf, „und es müßte doch mit dem Teufel zugehen, wenn wirklich das Unrecht und die Schlechtigkeit siegen sollten!" Nach einer kurzen Pause der Ueberleguttg wandte er sich wieder an Erich: „Die Entlarvung dieses Gauners übernehme also ich — was soll aber dann geschehen, denn damit allein ist es nicht getan." Erich seufzte recht beklommen.- „IN, bann käme bas weit Schwierigere", sagte er zögernb, „bann müßte man bett Herrn Pfarrer bewegen, bte ihm zugefügte Beleidigung zu vergessen, ihn nochmals aufzusuchen uttb ihn persönlich über die Vergangenheit aufzuklären. —- Zn dieser Bitte fehlt mir aber der Mut." „Und ich kann ihm dazu auch nicht zureden", erklärte Stepenaz bestimmt, „ihn einer nicht unwahrscheinlichen neuen Insulte auszusetzen, wäre geradezu ein Verbrechen!" „Nein, nein, Herr Graf, Sie sind im Irrtum, so etwas zu befürchten", widersprach ihm (Sridj, „mein Vater konnte sich damals in seiner seelischen Erregung so weit hinreißen lassen, ein zweites Mal ist er aber dazu unfähig —i dafür bürge ich Ihnen." „Matt kann nur für sich selbst Bürgen und für keinen anderen", brumNtte Stepenaz, „ich für meinen Teil nehme die Verantwortung für solch ein Zusammentreffen keinesfalls auf mich." „Nun, bann tue ich es", erklärte Ljubiza resolut, „und mir wird unser lieber Vater Warne biese Bitte nicht ab- fchlagen." „Schänte Dich", iuarf ihr der Vater vor, „aus purem Egoismus willst Du ihn, der Dich von Kindheit auf so lieb gehabt hat, zu solch einem gewagten Schritte verleiten." „Nein, nicht nur aus Egoismus", widersprach ihm Ljubiza errötenb, „sonbern auch deshalb, weil ich überzeugt bin, daß er erst dann ruhig und zufrieden sein wird, wenn sich alles zum guten Ende gewendet hat. Vater Adame gehört glücklicherweise nicht zu denjenigen Menschen, die Halsstarrig auf ihrem Schein bestehen", fuhr sie ganz begeistert fort, „er wird sich keinen Moment besinnen, den ersten Schritt des Entgegenkommens zu tun, und wenn er weiß, daß dies für unser Glück notwendig ist, wird es ihm umso leichter fallen." Der Gräf drückte ihr einen KNß auf die Stirn. „Gott gebe, daß Du recht Bekämt, mein Kind", sagt« er mit weicher Stimme, dann die beiden allein lassend^ eilte er nach feinem Arbeitszimmer, zwei Depeschen aufzusetzen, die er so forst mittelst Eilboten nach der nächsten Telegraphenstation sandte. 14. Unter der Angabe, gleichfalls den Bau einer Zuckerfabrik zu beabsichtigen, hatte Graf Stepenaz telegraphisch Offerten von den tzöchstseldschen Maschiinenlieferanten ein» verlangt, welche ihre Vertreter auch umgehend nach! Stepe- navze sandten. Als er dann das notwendige Material beisammen hatte, erklärte er, sich die Sache doch! noch einmal gründlich! überlegen zu wollen, gab aber, itim! die Fabriken durch sein Manöver nicht Schaden erleiden zu lassen, ander- weittge Bestellungen in Auftrag. Da auch Ljubiza mittlerweile mit dem Pfarrer gesprochen hatte, her in seiner Gutmütigkeit zu allem bereit war, so stand nichts mehr dem entscheidenden Schlag ent- 547 gegen, und begleitet von seines Mndes inbrünstigen Gebeten, fuhr der Gras nach langer Pause wieder einmal nach dem Gute Dolina. Erich, von seiner Ankunft unterrichtet, hatte es übernommen, den Vater und Szabo auf eine unauffällige Weise aus dem Gutshof zurückzuhalten, welche Aufgabe ihm auch glücklich gelungen war. Als des Grafen Wagen vorfuhr, sah Herr von Höchstfeld seinen Sohn sofort mißtrauisch an. „Was soll diese Ueberrumpelungskomödie bedeuten?" stellte er ihn ungehalten zur Rede, und als Erich nicht gleich antwortete, fügte er noch schärfer hinzu: „Oder willst Du mir vielleicht weißmachen, davon nichts gewußt zu haben?" „Gewiß, Papa, ich habe es gewußt", gestand ihm Erich ruhig. „Und das wagst Du mir so kaltlächelnd zu sagen?" „Lieber Papa", bat Erich, „rege Dich nicht unnötigerweise auf. Sobald Du erst den Grund seines Hierseins erfahren hast, wirst Du Mir gewiß verzeihen, hinter Deinem Rücken und gegen Deinen Willen gehandelt zu haben." Des Grafen Eintritt verhinderte Herrn von Höchstfeld, seiner Entrüstung weiteren Ausdruck zu geben. (Fortsetzung folgt.) Kus großer Zeit- (Schluß.) Draußen, vor das Gittertor der Avenue de St. Cloud gelangt, .hörte ich bereits den Lärm des Artillerie- und Jnfauterie- kampfes über die nächsten Höhen zur Linken her, wie einen ununterbrochen rollenden Donner, .der, je näher an Bille d'Avray, mehr und mehr an Intensität wuchs, verstärkt durch das Sausen und Bersten der in jene Gärten und Straßen bereits überall ein- schlagenden Geschosse. .Einzelne, .leicht an Arm oder Kopf verwundete, nach Versailles zurückkehrende Jäger und 58 er, sowie die eskortierenden Mannschaften bei den mir begegnenden, größeren Gefangenentransporten erzählten in einigen, ich weiß nicht in wie weit ganz zuverlässigen, allgemeinen Zügen und kleinen persönlichen Details von dem Gefecht da draußen. Danach wäre der Feind um 7 Uhr morgens im Städtchen St. Cloud und vor der Montretoutschanze in überlegener Masse erschienen, habe einige Vorposten überrascht und „abgeknöpft", die Schanze besetzt, sei dann aber an der ersten Verteidigungslinie des Waldes von St. Cloud festgehalten worden. Die Schanze und die Höhen von Garches wären von unseren Jägern, von einem Bataillon des 88. Regiments und den 58 ent und 47 ern wiederholt wieder genommen wdrden; aber das mörderische Feuer aus dem Bou- logner Holz und vom Valerien her mache es ihnen ebenso unmöglich, sich dort zu halten, als unsere 5 er Korpsartillerie dem Feinde, weiter vorzudringen. Seine Versuche, in die Belagerungsbatterie Nr. 1 zu dringen, seien gänzlich gescheitert. Noch immer auf die Möglichkeit hoffend, bis zu meinen, wie sich daraus ergab, am meisten am Gefecht beteiligten Freunden zu gelangen, ging ich an der Kirche von Ville d'Avray vorüber zu jener Reu de St. .Cloud, bte nach kurzer Strecke am Gittertor des Parkes endet, .Unsere Batterien schienen ein furchtbares Schnellfeuer aus dem Innern zu geben, das tausendfach an den Höhen und in den Tälern widerhallte. Um die Wette damit rollte das Pelotonseuer der Infanterie, knarrten die Mitrailleusensalven, zischten und krachten die Zuckerhüte; es war toller als neulich in Fleury. .Für jemand, dessen Veruf und Schuldigkeit es nicht eigentlich ist, sich totschießen zu lassen, und der gar keinen Anlaß noch Dünkel hat, Heldenrollen spielen zu wollen, wäre es eine obendrein nutzlose Tollheit gewesen, noch weiter in den Park dringen zu wollen, .in welchem er zudem doch nicht einmal das sehen und finden konnte, .was er suchte. Nach zwei Minuten etwa diesseits des Gittertors holte mich Generalarzt Wilms aus seinem mir unvergessenen Schimmel ein, von seinem Assistenten Herrn Bade begleitet. ,Er suchte den Verbandplatz. Der aber ist im Park selbst und liegt unter einem so heillosen Feuer, daß man Äen beginnen wollte, alle dort angehäusten Verwundeten hinweg und vorwärts zu schaffen. Andere Aerzte sind eben von dort gekommen. Krankenwagen, .teils von den Unseren requirierte, teils die der internationalen Krankenpflege, eine Dragonerordonnanz voran, rollen durch den tiefen, spritzenden Kot der Landstraße Heran; französische und deutsche Pfleger, auch ein breithutiger frommer Bruder, hei ihnen. Das Haus hier, vor dem wir gerade stehen nicht fern vom Park, scheint erträglich zum Verbandplatz geeignet. Tie darin einquartierten 58 er sollen so schnell als möglich ausziehen, die Zimnter reinigen, Matratzen unb Stroh besorgen, Feuer in den Kaminen beider Etagen machen, die Wagen zum Park hinein, Berwuttdete zu holen. Tie französifchen Kutscher haben sehr geringe Lust, diesen unaufhörlichen Granathagel zu passieren. Wir befinden uns gerade in bessert Hauptstrich vom Valerien hinüber. .Aber der Dragoner wettert sie an, daß ihtten der Widerspruch vergeht, .und sie jagen mit ihm die Straße zum Park hinein. Bald ist das Haus leer gemacht und drüben ein anderes voti den hier einquartiert Gewesenen geöffnet und bezogen. Die Rotkreuzfahne und eine Laterne werden am Eingang befestigt. Strohsäcke, Heubündel, alte Matratzen werden herbei- gefchasst, . Kisten und Zaunbretter in die Kamine geworfen, in denen bald die Hellen, heißen Flammen lodern, der tragbare Operationstisch ist im Erdgeschoß aufgeschlagen, Apotheke und Pflasterkasten bereit gestellt. Tie Verwundeten können komntcn. Alles ist zu ihrem Empfange bereit. Im Trabe rasselt es vom Park her, nach Ville d'Avray zu. Aber das find keine Krankenwagen. — „Was gibts?" — „Munition holen, gänzlicb verschossen". — Die Pferde schnaufen und schäumen und jagen mit den kotbedeckten Karren weiter. —; Schon ist alles ringsum in die trübe Nebeldämmerung des früh hereinbrechenden Winterabends gehüllt, als der erste Zug der Erwarteten langsam herankommt. Ein paar Bauernkarren, mit Stroh ausgelegt, ein paar jener regelrecht eingerichteten, durch Leder- und Wachsleinwandwände allseitig geschlossenen, langen Krankenwagen, in die matt je zwei Verwundete, auf iljrett Bahren liegend, direkt hineinschieben kann, ein paar französische Omnibusse und Kaleschen. Man schlägt att dett Krankenwagen den Hinteren Verschluß zurück, steigt aus das Rad der Strohkarren, um Hineinzufehen: „Schwerverwundete drin? Dann hier herein; die Leichtverwundeten gleich weiter nach Versailles". Von der einen Bahre antwortet nur das Stöhnen der tiefsten Schmerzensqual; von der anderen: „Na, es ist nicht zu schlimm; eenen Schuß in jedes Bein, eenen in den linken Arm und eenen ins rechte Ohr; wenn nur bloß die Beene nich so frören". Zwei Maun an gefaßt, ein dritter die Mitte der herausgezogemn Bahre mit der Schulter gestützt und hinein damit ins Haus. Aber der Flur ist eng, die Treppe so nahe der Tür; um die Bahre rechtwinklig .nach einem der beiden Seitenzimmer zu wenden, muß man sie hoch über das Treppengeländer heben. Tas Stöhnen des ersten, der einen Schuß durch den Unterleib hat, wird zu einem kurzen, schneidenden Jammerlaut. Aber sie sind beide glücklich hereingebracht und auf dem Stroh gebettet. Immer neue Ankömmlinge folgen. Tse beiden Zimmer unten sind voll, mehrere haben wir bereits in die oberen getragen. Dort im Winkel am Kamin ist einer hingesetzt, aufrecht einen Ballen Stroh gegen Kops und Rücken, die blutige Uniform in Fetzen vom rechten Arm geschnitten; der jugendliche blaffe Kopf, mit erst wenigem weichen Bartwuchs ums Kinn, hängt ihm so sterbensmatt und ruhig zur linken Schulter nieder. Ein Gehilfe hält hier knieend das Licht, ein Arzt kniet auf der anderen Seite über den Beinen des Verwundeten, den nackten Arm desselben mit dem blutigen Loch unter der rechten Schulter prüfend. „Knochenfraktur des Oberarms". Während er ihm Schienen und Verband aulegi ruft man uns von unten. „Meine Herren, der interessanteste Fall, Resektion des Ellenbogeiigelmks zu machen". Eine wahre Künstlerfreude zuckt über alle diese ärztlichen Gesichter. Mit doppelter Teilnahme betrachtet man den Arm des 88 ers, der am Boden sitzt. Gerade durch den Ellbogen ist die Kugel gegangen, ins Gelenk hinein, an der inneren Biegung wieder hinaus. Aus den klaffenden Löchern strömt das Blut. Man hebt den Verwundeten aus den Operationstisch. „Sie werden doch selbst, .Herr Generalarzt?" — „Nein, bitte, Herr Toktor machen Sie es; ich werde Ihnen nur assistieren." Der blondbärtige Stabsarzt Tr. Lent verbirgt nicht die Freude an der interessanten und ehrenvollen künstlerischen Aufgabe, die er seinen geübten Händen von dem großen, verehrten Meister überlassen sieht. Der Verwundete (Paulus heißt er, .ist Bauernsohn aus der Umgegend von Koblenz) blickt unruhig in die um- gebenden, über ihn geneigten Gesichter: „Herr Doktor, was wollen Sie mit mir machen? Lassen Sie es doch bis morgen." — Morgen ists zu spät, lieber Paulus, wir nehmen Dir nur ein Stückchen Knochen heraus, Du sollst nichts fühlen. Rieche hier an diesem nassen Tucb. und zähle mal 1, 2, 3, so weit Du kannst". — Der Generalarzt hat die schwarze Wachstuchschürze über die Uniform geschnallt und den Arm ergriffen; der hoch- gewachsene Operateur beugt von jenseits seinen charaktervollen Kopf über das interessante Objekt. Der Assistent hat die Zangen, Messer und Sägen parat; wir halten bte Kerzen so nahe als möglich heran; einer der Aerzte rückt den ins Strohkissen zu- rückgesunkenen Kops des Patienten, .ein andere das mit Chloro- form wiederholt getränkte Tuch an dessen Nase. Paulus zählt noch immer, aber schon fängt er an, sich zu verwirren; endlich verstummt er ganz, und antwortet auch auf kein Anrufen mehr. Tann und wann erklirren die Scheiben, und der Boden dröchlt von einer nahen Explosion. „Wo eingeschlagen?" — ,,Da drüben gleich vorn im Garten". Dazu rollt die Füsillade wieder stärker wie zuvor. 9tur die preußischen Batterien verstummen allmählich, es ist ganz finster draußen, sie finden kein Ziel mehr. Paulus fängt an zu delirieren, bäumt sich auf, spricht wirres Zeug, das wie polnisch klingt. Jetzt ists Zeit; und im Moment haben ein paar tiefe, .kühne Schnitte in das umgebende Fleisch das ganze Gelenk, .die silbergrauen SehNenansätze, die weißen Knochen bloßgelegt. Die Zerschmetterung ist von der Chafsepot- kugel gründlich besorgt; das ganze purpurne, blutströmende Muskelfleisch steckt voller Knochensplitter. Wie die Men, weißen Hände des Generalarztes das fassen und Halten! wie seine leise, 548 freundliche Stimme ruhig, klar und immer mit einer Art ver- bindlicher Anmut, dem da hemmarbeitenden Operateur feine Meinung und seinen Rat mitteilt! wie prompt, wie geschickt, wie -art, wie sicher das ganze komplizierte Werk ausgeführt wird unter solcher Assistenz! Ich glaube, mtd) für etwa mit „Nerven" begabte und weniger für diese Dinge interessierte Zuschauer müsste hier die Freude an dem in sich Vollendeten jede andere Empfindung überwogen haben. — Der Ulna-Fortsatz war sauber abgesagt, die ganze innere Muskelumgebung sorgsam von der Masse versteckter Knochensplitter abgesucht und befreit, die letzte mit der Pinzette herausgeholte Ader unterbunden, die zerrissenen Muskelfasern sauber mit der Schere glatt geschnitten und faustgroße Ballen Scharpie in die ungeheure Lücke gelegt; der Soldat erwachte wie aus tiefem Traum und sah verwundert umher. . Er fühlte keinen Schmerz, und — der kleine Finger feiner Hand bewegte sich mühelos. Pie Resektion war vollständig gelungen. Nun den Arm gereinigt, .die Gazebandage darüber, den voni Krankenträger im Becken aufgelösten .Gips daraufgetragen und, bis der hart geworden, den Arm fest in der Lage an den Fingern gehalten. Paulus wird schwerlich zum dritten Male (bei Wörth war er in der Hand verwundet) das „dulce et decorum" genießen, fürs Vaterland zu bluten,. aber diesen Frühling ruhig seinen Pflug führen können und dabei seine Operateure und besonders auch den — Erfinder des Chloroforms zu fegnen alle Ursache haben. „Der Herr Generalarzt möchte nach oben kommen, wahrscheinlich würde Resektion eines Schultergelenks nötig". — Wir gehen hinauf. .Ein breitschulteriger 5 er Kanonier fitz da, die Mütze in das zerzauste blondgraue Haar gedrückt, auf den vom Schmerz kontrahierten Zügen feines anscheinend bach vierzigjährigen bärtigen Gesichts den Schweiß der Todesnähe. Die bloßgelegte rechte Schulter und Brust sind unförmlich geschwollen. Etwas unterhalb der Achselgclenks klafft weit offen die Mündung des Schußkanals. — „Dat is man dull, Herr Doktor, doar kommt immer Luft ritt", sagt der Verwundete. Der Generalarzt schiebt prüfend den ganzen Finger in die bis zum Rücken gehende Wunde: „Die Resektion ist nicht nötig, .das Gelenk ist unverletzt." Die Mienen des Kranken verzerren sich grimmig; aber er verbeißt, wie die meisten dieser wahrhaft spartanischen preußischen Männer, den Schrei, ehe er ihm über die Lippen tritt. — Wir gehen wieder die dunkle Treppe hinunter. „Was ists mit der Wunde?" — „Tie Lunge ist durchbohrt, .in zehn Tagen ist er tot, unrettbar." Draußen auf der finsteren Straße hinter den Karren und Wagen, die wieder mit neuer Last vor dem Zaun des Vvrgärtchens halten klirrt es von Waffen und dröhnt der Marschtritt nahender Infanterie. .„Wo gehts hin? Welches Regiment?" — Zweites Bataillon 88 er, Ordre, .noch heute nacht Montretout-Schanze zu nehmen." Vorüber zum Park, wo es immer stiller geworden ist; nur noch vereinzelter Schüsse Lichtschein blitzt über den Höhen auf. Unsere Sechs- und Vierpfünder-Batterien fahren ab auf dem Wege nach Versailles zu. Tie Aerzte hier und aus dem zweiten improvisierten Verbandplatz werden die ganze Nacht zu arbeiten haben. Ter Generalarzt muß^ zurück; seine Änwesenheit ist noch heute im neu gefüllten Schloßlazarett dringend nötig. .Er läßt seinen Schimmel führen, und wir waten beide auf dem gänzlich in Sumps verwandelten Wege durch den nachtverhüllten Wald — so wie damals durch die nächtigen Straßen von Tonchery, von ähnlichen Eindrücken erfüllt, .mit trauriger Seele! . , . Jetzt am 20. spät nachmittags weiß ich, daß die blutige Affäre zu Ende ist. .Noch gestern um 10 Uhr wurde von Mannschaften des 88., 46., 47., 69. Regiments, wie ich höre, die Montretout-Schanze wieder besetzt. Die 5 er Korpsartillerie fand, heute früh wieder ihre gestrigen Stellungen im Wald von St. Cloud, am Tunnel, auf dem Stern und am Bassin einnehmend, kaum noch etwas für ihre Geschütze zu tun. Ter Feind war vollständig delogiert aus all seinen mit so viel Blut errungenen Positionen, .wenigstens im Bereich des 5. Korps. Der Kamps gegen das 4. sollte, wie man wissen wollte, noch in der Mittagsstunde fortdauern. Tas Kampffeld war von französischen Leichen übersät, etwa 400 unverwundete Gefangene eingebracht. Tas Hereinfahren von Wagen- und Karrenzügen mit Verwundeten nahm noch immer kein Ende; im Schloß allein wächst deren Zahl schon über das vierte Hundert. Ter Schauplatz der vor- g estrig en Kaifferproklamation liegt heute voll von ihnen, deren Anblick die schimmernde, üppige Pracht jenes Saales höhnt. Eben klingt es wie jubelnder Triumphmarsch von der Straße herauf und manches kräftige Hurra aus deutschen Kehlen dazu. Es sind die vorn Kampf wieder einziehenden Bataillone. Tie gestern so freudig erwartungsvollen Gesichter der Versailler Bummler auf der Straße und der Bourgeois in den Häusern werden wieder sehr lang. Aber sie haben für alles einen Trost. „Ah Monsieur" seufzt mein Diener, sonst ein ganz verständiger, einsichtiger Mann, der ernst „bessere Tage" gesehen, „vos pauvres Berlinois!" —„Was rst's mit denen?" — „Mais vous ne le savez Pas? dans.ee Moment tous les Hommes de la grande et de la petite Kabylie deseendent für Berlin, peut-etre c'eft deja htcenbie Par eux. BouS ne le croyes Pas? mais tout Versailles le fait done." Natürlich unterwarf ich mich in Demut und verzichtete auf jeden geographischen und mithin vergeblichen Berichtigungsversuch dieser tröstlichen Gewißheit des französischen Gemüts. OcsundHeilspflege. Praktische Zahnpflege glauben viele schon ausreichend zn treiben, Menn sie des Morgens leicht die Zähne putzen, und sie wundern firn, daß trotz dieser „Sorgfalt" ihre Zähne schlecht werden. Eine gründliche Zahnpflege und Zahnerhaltung ist die Vorbedingung einer guten Gesundheit. Dazu verhelfen einige einfache Vorschriften, .wenn sie wirklich ausgeführt werden: 1. Man esse und trinke nicht heiß, d. h. nicht über 40 bis 42 Grad Celsius heiße Speisen, Henn der Mensch ist kein Feueresser. .2. Man verschlucke keine eiskalten Speisen! und Getränke: auch die Eistemperatur zerstört, .wie die Hitze, den Schmelz der Zähne. . 3. Man hüte sich vor vielen weichen und breiigen Speisen und kaue zu jeder Mahlzeit .ein Stück kerniges, nicht frisches Schwarzbrot. 4. Nach jeder Mahlzeit spüle man den Mund mit kühlem Wasser aus und bürste die. Zähne von oben nach unten und unten nach oben sorgfältig, besonders vor dem Schlafengehen. 5, Mindestens entferne man sofort noch jeder Mahlzeit unauffällig alle Speisereste aus den Zahnzwischenräumen mit einem Zahnstocher (Federkiel, kein Metall). 6. Man benutze ein wenig weiße Schlemmkreide zum Bürsten, sowie höchstens etwas Salz oder Zittonensaftzusatz (verschwindend wenig) zur Mundspülung. 7. Man sei nicht knauserig, bei der Beschaffung der neuen Zahnbürste, wenn die alte abgenützt ist. 8. Frühzeitig fange man die Zahnpflege an und gewöhne die Kinder so früh als möglich an sie. .9. Zum Zahnarzt gehe man rechtzeitig, .nicht erst wenn man heftige Zahnschmerzen hat, sondern zur Vorbeugung alle Jahre ein- bis zweimal. 10. Man lese diese Vorschriften nicht nur, sondern ftihre sie aus, so wird man sich viel Geld, Schmerzen und Krankheit sparen. — Als unübertroffenes Muster klarer, leichfaßlicher undi volkstümlicher Darstellung ist Professor Bocks Buch vom gesunden und kranken Menschen, .dessen vollständig neu bearbeitete und neu illustrierte 17. Auflage soeben vollständig geworden ist, .weltberühmt. In meisterhafter und um- fasfendster Weise wird in ihm die gesamte Heilkunde nach dem heutigen Stande der Wissenschaft gemeinverständlich gemacht. Es verschafft dem Laien die zum Verständnis aller hygienischen und medizinischen Fragen unbedingt nötigen naturwissenschaftlichen Vorkenntnisse, unterrichtet über den Bau des menschlichen Körpers und seiner Organe, sowie über deren Verrichtungen, erläutert die Ursachen der Krankheiten und bereit Verlauf, .gibt Ratschläge für die erste Hilfe bei Unglücksfällen und plötzlichen Erkrankungen, belehrt über eine vernünftige naturgemäße Pflege des Körpers in gesunden und kranken Tagen unb zeigt die Mittel zur Erhaltung der Gesundheit und Verhütung von Krankheiten. Bocks Buch vom gesunden und kranken Menschen besaßt sich mit allen Lagen des menschlichen Lebens. Es gibt Ratschläge für Pflege, und Ernährung der Säuglinge, klärt auf über das Wesen und die Gefahren der Kinderkrankheiten, .über die Pflege des Körpers und Geistes im schulpflichtigen Alter, über Ernährung, Kleidung .Wohnung, über Hygiene des reifen Frauen- und Mannesalters und zweckmäßiges Verhalten in vorgerückten Lebensjahren. Bocks Buch vom gesunden und kranken Menschen darf darum mit Recht als ein unentbehrliches Familienbuch, als ein allzeit bewährter Ratgeber in gesunden Tagen und ein treuer Helfer in der Not bezeichnet werden. Zahlreiche Abbildungen und mehrfarbige Tafeln erläutern den Text, Es sind u. a. eingehend berücksichtigt die neuen Untersuchungen über Gehirn und Nerven, die Lehre von der Ernährung, die epochemachenden Erfolge der Bakteriologie, die darauf gegründete Serumtherapie, wie die diLthetisch--physikalifchen Heilmethoden als Anwendung von Wasser, Licht, Massage usw. Der billige Preis von 6 Mark für, das broschierte Exemplar wird dem Buche auch ferner Verbreitung sichern. Scherzriitsel. Nachdruck verboten. G m ” e e e P 0 Auflösung in nächster Nummer. Auflösung des Dichter-Rätsels in vor. Nr.k tgjbsltt g r o o o a r h e oerepnli jtdrhdab ahaniane nenerubt Jean Paul. Redaktion: Auaust Goetz. — Rotationsdruck und Verlag der Brübl'kchen Universitäts-Buch- und Steindruüerei, R.Lange, Gießen,