1964 Aus LLZöe. Roman von M. v. Eschstruth. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Harro ist etwas erstaunt über diese so schlankweg gemachte Aufforderung. Aber die Sache selbst ist so verlockend, wie schmeichelhaft, eigentlich gar nicht zu umgehen. Dennoch: „Allzugütig, meine gnädigste Frau", versucht er slch zu wehren. „Leider, leider nur — habe ich keine Zeit — auch meine Frau reitet nicht." Daß der Mensch so schwierig ist, denkt Ellinor im stillen. „Absagen gelten nicht, mein Herr Leutnant", klingt es um so schmeichelnder mit vollem Ton. „Taugt nichts für einen Kavalier, immer auf der Bude sitzen. Und was von Urau betrifft — unsere Quadrille beabsichtigt durchaus nicht, eine show für häusliches Glück abzugeben." Ganz bestrickende Weltdame, fährt Ellinor neckend fort: „Mein Mann reitet auch nicht — ist viel zu bequem. So werden unsere besseren Hälften in bester Gesellschaft unseren Leistungen zusehen." Der Rittmeister ist wieder einmal baff, wie seine Frau die Dinge handhabt. Es amüsiert ihn aber nur, denn er ist froh, wenn sie ihren Willen kriegt. „Reiten Sie man lieber mit, Urau", nickte er aufmunternd, „es ist Ihnen in der Tat gut, wenn Sie mal rauskommen. Meinte übrigens auch gehört zu haben, Sie würden doch nicht fertig in diesem Winter." Dann ganz Offizier und wohlwollender Vorgesetzter: „Dächte auch, die Praxis sollte Ihnen besser liegen, als die Theorie. Ginge an Ihrer Stelle auf Reitschule, statt Akademie." „Abgemacht." Ellinor streckie dem jungen Offizier die schmale Hand entgegen. Und Harro — er konnte ja nicht anders — schlägt ein. Der Diener hat just den Sekt entkorkt, mit einem Glas Pomimery dry wird die Quadrille begossen. Nach Tisch setzte man sich in den kleinen Salon, ein Juwel von gelbseidenen Draperien, gelbseidenen Möbeln, dazwischen englische Stühle und Stühlchen aus schwarzem, glänzenden Holz, japanische Herrlichkeiten, mit Gold gemalt, mit Gold gestickt: ein glitzender, glänzender, schillernder Hintergrund für die überschlauke Gestalt der Herrin hier, just wie der Zauber, der von ihr ausgeht. Frau von Ellinor hat viel gesehen, ist in Kunst und Literatur zu Haus. Otternberg schien von dem Verkehr mit seiner „Gebieterin" profitiert zu haben. Er erweist sich; aus dem Laufenden hier, unld auch sonst als ein ganz annehmbar intelligentes Kerlchen. Der Rittmeister, einst Welt- und Lebemann, jetzt solide und bequem, vielleicht aus Bequemlichkeit nach Büchern greifend, ist ohne Vorurteile und verfügt über einen Schatz an Erlebnissen, Erfahrung und Kenntnissen auf den mannigfachsten Gebieten. So wird die Unterhaltung belebt, belebter, reicher an sich ablösenden Themen, als es für gewöhnlich in diesen Kreise»! üblich ist. Und wenn diese auch zumeist nur leicht gestreift. zuweilen nur mit einem Witz oder Bonmot abgetan werdet so übt dies leichte Spiel mit den Dingen, an das man sich hier gewöhnt hat, erst recht seinen verführerischen Reiz." Harro wird zu Sinn, als brächen längst verschlossene .Quellen in seinem Innern wieder auf, als würden dürr« Wiesen wieder grün. Er sitzt aus einem niederen Taburett zu Füßen der eleganten Frau, die den Kopf gegen den hohen! Rücken eines englischen Stuhles gelehnt, kunstgerecht ihre Zigarette raucht, dazwischen mit der linken Hand, daran die Krone eines Marquisenringes blitzt, abwechselnd nach der kleinen Tasse oder dem kleinen Glase greift, um mal die Lippen zu netzen und dabei einmal wie das andere, souverän und gewandt die- Unterhaltung lenkt. So vergißt er, dem die Jugend, die Unerfahrenheit einst alles! bei dem Weibe zu bedeuten schien, daß Ellinor v. Greditz mindestens vierzehn Jahre älter ist, als seine kleine, süße Frau. Er denkt gar nicht daran, daß, wie sie beide so früh und so jung zusammengekominen sind, sie auch nur zusammen reifen können, ja, daß er sich gerade da einst so stolz und glücklich als die beste Hilft seines jungen Weibes erkannt hat. Er meint int Augenblick eben lieber^ daß Frau Ellinor ein bezauberndes Weib — und solch ein Weib ein Glück fei! Und seine Augen leuchten, wenn er aufschaut zu diesem Weibe, über all die goldene, gelbseidene Herrlichkeit, die glitzernde, glänzende, schillernde Atmosphäre ringsum. Zuletzt ertappt er sich gar auf dxm Gedanken, ob er sich nicht doch nfit seiner frühen Heirat aus Liebe das Leben etwas geknickt hat, ob die Liebe in der Tat ein Gut ist, das für alle andern Güter entschädigt? Erst spät, viel später, als er gedacht und gewollt hah, kommt Harro nach Haus. Jutta hatte sich niedergelegt. Aber das Licht brannte noch in der blauen Ampel, ein milder Schein, der sich mählich gegen die Grenzen des Zimmers verliert. Wie mit einem heiligen Schauer faßt es Harro an, als er über die Schwelle tritt, welch keuscher), stiller Frieden doch über dem Raume liegt und seiner blauen Dämmerung, daraus sich deutlich einzig die weißgedeckten Betten abheben und über ihrem Kopfende die sixtinische Madonna, auf der blauen Draperie an der Wand. Jutta! war noch weit vom Schlafen entfernt. Sie hörte des Gatten Schritt, richtete sich in die Höhe aus den weißen Kissen und reichte die Arme nach ihm hin: „Endlich!" Was alles lag in dem kleinen Wort! Er war im Innersten gerührte ,Mein armes, kleines, süßes Ding!" so setzte er sich auf des Bettes Rand zu ihr nieder: „ich konnte nicht früher I"1 „Aber nun bist Du da und hast mich lieb!" Sie schlang die Arme um seinen Nacken; er küßte die seidenen Wellen des goldenen Haares; sie barg ihr Köpfchen an feilten Brust. „Was ist denn das?" Schnell hob die junge Frau das Köpfchen wieder, ihr seines Näschen machte eine schnuppernde Bewegung. Da, da unter der silbernen Tresse auf seiner Schulter hatte sich ein wahrscheinlich fest gehakt gewesener Streifen golddurchstickter Spitze hervorgeschobeu^, 606 verwöhnte kleine Frau ohne Hilfe fertig werden könne —> wie Harro darunter leiden würde — die lateinischen Lettern! tanzten vor ihren Augen. Sie gab sich Mühe, Ordnung in die tanzenden Reihen zu bringen, indem sie meinte, im Grunde geschähe der Cousine ganz recht, wenn sie mal suzusagen einen kleinen Preis für ihr großes Glück zahlen müsse. Ebenso wäre es nur gut, wenn die Männer fäher^ daß die Sache mit Schönheit und Aümut nicht allein abgemacht sei. Damit begann Hildegard sich für die Stunde zu präparieren, ob sie auch eben viel lieber zu den beiden gelaufen und hier eingesprungen wäre — so lang, ja so lang, wie man nur ihrer bedurft hätte. Denn die Arbeit mußte ihr Trost, ihre Lebensaufgabe werden; sie mußte sich dranhalten. Sie war einsam und allein. Bald aber sprang sie trotzdem wieder auf. Sie wollte zu Harro und Jutta eilen — nun aber wartete die Latein- und die Mathe- matikstunde aus ihre Schülerin. Nein, sie durste sich nicht untreu werden. Mochten die beLen sehen, wie sie fertig wurden. Und krampfhaft entschlossen hielt sich Hildegard in ihrer Arbeit fest. Während so Cousine Hildegard im Kampfe mit sich den Morgen verbrachte, saß Jutta in ihrem rosa Morgenkleid in dem hellblau seidenen Boudoir und harrte der Dinge, die eine glückliche Wendung bringen mußten. Schlimmstenfalls aß man ein paar Tage im Kasino, was am Ende ganz nett war. Freilich, Harro würde wieder mal ärgerlich werden, daß sie nichts könne. Aber lieber Himmel, er hatte doch keine Köchin geheiratet, und sie hatte, leider, mit ihrer: Köchinnen Pech. Wer sie wollte sich tveiter nicht darum grämen, sie wollte sich anziehen, recht hübsch und ihrem Harro entgegengehen. Das mochte er gern, und vielleicht hatte sie diesmal Glück. Ja, und sie hatte Glück! Währenddem schon ließ sich Sophie bei der gnädigen Frau melden. Sophie hatte ihre neue Herrschaft bereits wieder verlassen, angeblich weil diese auf Reisen ging, in Wahrheit, weil auch hier ihre kleinen Mausereien, Marktpsennige usw., bemerkt worden waren. Sie hatte aus der Zeitung die Not ihrer lieben, jungen gnädigen Frau erfahren, und sie hatte ja ihre Gnädige nie vergessen! Sie konnte es nicht über das Herz bringen, die gnädige Frau ohne Hilfe zu wissen, und war gern bereit, wieder einzutreten. Die gnädige Frau und sie hatten sich ja auch immer vertragen! Wa s das andere anging, die gnädige Frau und auch der Herr Leutnant würden zusiieden sein. Sophie, durch die letzten Erfahrungen etwas geknickt, wollte sich in alles fügen — sie hatte gar nicht gewußt, wie sie an der gnädigen! Frau hing, die ein Engel an Güte — d. h. ein Kind an Unerfahrenheit — war. Jutta strahlte und behielt Sophie da. Harro war ziemlich erstaunt, als er nach Hause kant und in der „Neuen" die alte Sophie fand. Ja, er setzte sogar eine etwas ärgerliche Miene auf. Ein wohlgelungenes Mittagsbrot aber und das Bewußtsein, daß er seiner herz- lieben Frau gegenüber etwas auf dem Kerbholze habe, besänftigten bald jede mißliebige Wallung über die zweite Auflage der unverschämten Person. Er schwieg, aber er schwieg auch von der geplanten Quadrille. Wielleicht dachte er nicht daran oder verschob diese Mitteilung lieber noch ein wenig. Nach dem Essen mußte Leutnant von Ur au sofort wieder in die Kaserne. Spät erst kam er zurück mit frischem Mut und frischer Laune, denn sämtliche Hosen, Strümpfe und Stiefel seiner Leute, alle Reitutensilien seiner Pferde, alte Pferde selber, bis auf deren Hufe, waren in Ordnung und konnten der Inspektion entgegensehen. Won solcher Last erleichtert, erblickte der Leutnant jetzt in obiger Mitteilung nur ein Kinderspiel. Er begriff eben gar nicht, warum! er die Geschichte nicht längst, sofort schon, vom Stapel gelassen hatte. „Du, Jutta", begann er — sie saßen beim Kaffee —, „es soll Quadrille geritten tverden im Regiment." Jutta stellte die eben gehobene silberne Kanne zurück auf das silberne Brett und schlug die feinen kleinen Hände zusammen: „Da gehen wir aber hin!" „Id." Nach einigem Zögern: „Ich reite sogar .mit." „Das ist ja prachtvoll!" „Za." Wermals na cheiner Weile, als habe er nach dem! rechten Ton gesucht: „Ich reite mit der Greditz." Aufs neue ließen Juttas Hände von der Kanne, die sie wieder erfaßt, um ihrem Manne eine zweite Tasse einzugießen; die feine Kanne aber klirrte etwas aus dem seinen Brett: „Mit der Petroleumtante " Nun wmDe er heftig: „Wie ,Ach", eine leichte Röte flog über Harros Stirn, sie wäre iar nicht nötig gewesen. „Ach, das muß noch von der meditz sein." „Won der Greditz?" Jutta machte erstaunte Lugen. „Ich denke, Du warst im Kasino —" „Nein." (Bieber flog eine Röte über seine Stirn, er ärgerte sich mrnber. Und nun erst recht tapfer, erzählte er, wie er sich wbe die Pferde ansehen wollen, und was sich dabei zuge- iragen, wie man ihn zu Tisch gebeten habe. „So--** neinte Jutta. „Und es war wohl sehr nett?" „Aber sehr !" tzr hatte sich erhoben und begann sich auszukleiden. „Natürlich, sie ließ Dich nicht fort!" Kerzengerade faß Jutta Nützlich in ihrem Bett. „Aber Schatz —" „Und darum ließest Du mich warten —" Er stand gerade vor dem Waschtisch, wusch sich Gesicht und Hände, sonst wäre er wohl Dieber zu ihr gekommen. „Sei nicht kinbisch", rief er nun statt besten zu ihr hinüber. „Fran von Grebitz ist wirklich sine scharmante Person, unb er ist mein Rittmeister." „Gute Nacht, ich bin müde", klang bar auf die Ant- vort. Jutta wanbte ihrem Gatten ben Rücken und rollte sich in ihrem weißen Nachtkleid unter der blauen Decke uit den weißen Stickereien wie ein Murmeltierchen zu- iantnten. Wenige Minuten unb auch Harro suchte sein vager auf. Immer noch verharrte Jutta in ber gleichen Stimmung. „Gute Nacht —" Weiter sagte auch er nichts llnb wanbte sich nach ber entgegengesetzten Seite. Doch auch ui ihm, ber sonst, wie man zu sagen pflegt, mit einem Fuß im Bett auch ben Schlaf auf bett Augen hatte, wollte tiefer heute nicht kommen. Bald meinte er ein leises Schluchzen neben sich zu vernehmen. Er fuhr in die Höhe, leine kleine, süße Frau sollte doch nicht weinen. Es war rill, er hatte sich geirrt. Es war ihm lieb, denn er liebte He ja doch! Er legte si,ch wieder nieder und schloß die Lugen, er wollte schlasen. — Da plötzlich sah er es auf» jauchen, eine überschlanke Gestalt, ein ^gelblich bleiches Gesicht, nachtschwarze Augen, nachtschwarzes Haar, umwoben »an goldgestickten Spitzen: Frau Ellinor. Und sie schlang He Spitzen um seinen Hals und knotete sie fest, so fest, daß es jhn zu ersticken drohte. Da schwang er sich auf den Rappen, siugs saß sie neben ihm. Der Rappe wandelte sich zu sinem Fabeltier aus dem Klingerschen Album, in dein er im Abend geblättert hatte. Unb — weiche rote Falten, Falten von Ellinors rotem SamMetkleib, schlugen über en zusammen. Aehnlich tote jenes Fabeltier und sein Liebespaar, flogen auch sie jetzt durch die Luft, dem Ab- jrunb entgegen. Harro erschrak! Er wachte auf und — lächelte über bett träum, liebte er doch sein Weib, seine Jutta! Noch einmal richtete er sich in die Höhe, beugte er sich zu ihr nieder, stuhig ging ihr Atem, sie schlief. Und wieder legte Harro sich hin: er mußte früh reiten lassen. Als er bann er» Dachte, schlief Jutta erst recht sanft und süß. Die kleine Frau schlief gern lange, Harro war gewohnt, allein zu rühstücken. Aber auch er hatte sich heute ein wenig Der» chlafen, so vergaß er zum ersten Male einen leisen Morgen- uß auf f eines Weibes Blondhaar zu drücken. Die Zeit jatte ihn gedrängt, und sein erster Blick nicht wie sonst hr liebes Gesichtchen getrosten. Sie lag immer noch, das Köpfchen von ihm fortgewandt. 7. Kapitel. Ziemlich erregt war Hildegard, nachdem sie sich von Von der glücklichen Cousine fortgestohlen, nach Hanse gekommen, das Herz erfüllt von neu entflammter Sehnsucht, Von Groll gegen die .Ungerechtigkeit, die Ungleichheit menschlicher Dinge. Sie konnte nicht arbeiten, es verlangte sie nach einer anderen Lethe. Sie holte sich einen Roman, einen Schmöker, in dem alle.Unmöglichkeiten möglich, alle Gesetze der Natur unb Verhältnisse umgangen wurden, damit sie sich kriegten, und alles in Freude und Herrlichkeit zu Ende kam. Als. Hildegard dann ,mit diesem Schmöker zu Ende gekommen, war es nicht besser um sie bestellt. Im Gegenteil, sie legte den Kopf auf den Tisch unb heulte, heulte tote ein noch ungebändigtes Kind. Zuletzt warf sie sich üuf has Bett unb weinte sich in den Schlaf. Am andern Morgen jedo.ch sah Hildegard bereits die Welt wieder mit ruhigeren Augen an — war empört über sich selbst, und wie jie sich hatte gehen lassen. Mik einer Empfindung, als gälte es etwas gut zu machen, nahm sie ihre Bucher auf. Bald jedoch ließ ihr das Herz, ihr Sites, warmes, echtes Frauenherz, keine Ruhe. Immer ieber ging es ihr durch den Sinn, wie wohl die arme, 607 — ost hübe ich Dich gebeten, das Wort nicht zu sagen. Wenn men es hörte! Außerdem ist Frau von G-reditz eine ganz scharmante Person." „Ganz scharmante Person"- wiederholte Jutta. „Ja, ich lveiß es. Ich weiß aber auch, daß Du nicht mit ihr reiten wirst. Nein!" >— Die kleine Frau sprang auf, ging in dem Zimmer hin und her: „Nein! Ich leide es nicht!" „Aber Schatz, Las ist ja kindisch." ,-So?" Sie warf Has Köpfchen in den Nacken. __, (Fortsetzung folgt.) .. j - '.'1. ■ Bei einem «Londoner Schönyeitsdoktor. Professor Riley, einer der hervorragendsten Sachverständigen aus denr Gebiete der Tätowierungskunst, ist der Ansicht, daß es in London zum mindesten 100 000 Personen gibt, die auf ihrer Haut farbige Zeichnungen als Körperschmuck tragen. Nicht wenige davon gehren denr „schönen Geschlecht" cm, und von einer berühmten! Schauspielerin erzählt man sich, daß sie auf einer Schulter einen hübschen Schmetterling als Emblem und die Initialen E. W. trage. Mit den beiden Buchstaben hat es übrigens eine eigenartige Bewandtnis: Tie Dame war mit einem Herrn namens F. B. verlobt, da jedoch das Verhältnis auseinander ging, mußte sie sich zu dem „Professor" begeben, um die Buchstaben verändern zu lassen. Glücklicherweise war dieses nicht schwer, da, wie gesagt, ein Herr E. W. den Platz des früheren Verehrers einnachn. Tas Paar ist seit einigen Monaten verheiratet und der glückliche Gatte ist fest davon überzeugt, daß seine Initialen die ersten auf der Schulter seiner „besseren Hälfte" sind. Ein anderer berühmter Tätowierungskünstler ist „Professor" G. Burchett, der ein größeres Institut in der im Südwesten von London gelegenen Waterloo Road besitzt. In England ist der Pvofessorentitel wohlfeil, und Mr. Burchett, der „auf der Haut arbeitet", glaubt ihn mit nicht minder großem Rechte beanspruchen zu können als ein Künstler, der seine Ideen auf die Leiuewand wirft. Aber die Farbenzeichnung ist nur eine Nebenbeschäftigung des Herrn, denn seine Haupttätigkeit besteht darin, die verblühte Jugend der Tomen der englischen Gesellschaft zurückzurufen. Er verwandelt blasse Wangen in rosige und erreicht darin weit mehr, als eine Kokette mit Puderquaste und Schminke. Sein „System" bringt natürliche Effekte hervor, und es ist das bei seiner langjährigen Praxis schließlich nicht zu verivunüern. „Sehen Sie", erklärte Mr. Burchett, als ich ihn eines Tages in seinem Boudoir aufsuchte und auf einem bequemen Sessel Platz nahm, auf dem die Schönen sich niederlassen, nm ihre Jugend wiederzugewinnen, „meine Methode stützt sich auf die Erzeugung von „hautdickem" Liebreiz, d. h. mein Farbprozeß dringt bis in die untere Schicht der Lederhaut, während Puder und Schminke nur auf der Oberfläche lagern, und dem Einflüsse bon Wind und Wetter weichen." Nach diesen Erklärungen begab sich der Schönheitsdoktor an einen Tisch, auf dem zahllose Flaschen mit geheimnisvollen Tinkturen standen. Er nahm eine mit einer rötlichen Flüssigkeit gefüllte Flasche, und fuhr fort: „Tas ist mein geheimes Präparat. Es ist das letzte Verschönerungsmittel, das blassen Wangen das zarte Rot der Jugend wiedcrgibt. Ich versichere Sie, es ist vollkommen harmlos und erzeugt da einen bezaubernden Reiz, wo srüher^Eis imb Kälte starrten." Meine nächste Frage war, wie viele Sitzungen die Tamen zu einem vollen Tätowierungsprozeß gebrauchten. „Tret oder vier", sagte der Professor, und er ergriff «inen kleinen Apparat, der einem Federhalter nicht unähnlich sah, und an eine kleine elektrische Batterie angeschlossen war. „Tas ist mein Werkzeug", erläuterte Mr. Burchett weiter, und setzte den Apparat in Bewegung. „Tiefe Nadel ruft keine Schmerzen hervor, wenn sie von wirklich geschickter Hand bedient wird. Sie vermag in der Minute 2800 Punkte herzustellen, und wird in derse'lben Weise benutzt, wie der Bleistift des photographischen Retoucheurs. Natürlich besteht in der Tätowierung des Körpers' und der Behandlung des Antlitzes ein gewaltiger Unterschied. Tie 'kleinste Unaufmerksamkeit kann den Ausdruck des Gesichtes verunzieren, anstatt ihn zu verbessern." Nach den weiteren Ausführungen des Professors sind seine Klientinnen' anfänglich sehr mißtrauisch, und er muß feine ganze UeberredungK- kunst aufwenden, um sie zu den erforderlichen Sitzungen zu bewegen. Tabei hilft ihm auch seine Gattin, die er als Muster und Schaustück vorführt. Sie wird von ihm alle drei oder vier Jahre „um 10 Jahre verjüngt", und ihr Anttitz bestimmt Fragestellerinnen fast ausnahmslos, sich furchtlos der Operation zu unterziehen. Tiefe soll in der Tat schmerzlos sein, und das anfänglich beängstigende Gefühl schon nach wenigen Minuten schwinden. Mr. Burchetts Prozeß besteht darin, daß er das Gesicht der Klientin sorgfältig wäscht, und sodann die in die erwähnte rote Lösung getauchte Tätowierungsnadel über den Teil Beiten läßt, auf dem die Gesichtsfarbe verstärkt werden soll. Sobald die Arbest verrichtet ist, wird mit einer antiseptischen Essenz nachgewaschen und Puder aufgetragen, wodurch derHeiluugs- prozeß schneller von statten geht. Da die Wangen, wenigstens' tn den ersten Stunden, eine unnatürlich rote Färbung besitzen, müssen sich die Damen dazu bequemen, einen dichten Schleier anzulegen, ehe sie den Heimweg antreten. Sie sind auch gezwungen, zwei Tage lang das Haus zu hüten und den Verkehr mit ihren Freundinnen einstweilen einzustellen. Mit der natürlichen Schönheit der Damen der englischen Gesellschaft hat es nach der Ansicht des Professors seine guten Wege. Tie Mehrzahl altert sehr ftüh, da sie ein ungesundes und aufreibendes Leben führen, langen Racksten stöhnen, übermäßig essen und wenig Wert aus körperliche Bewegung legen. Besonders' das lange Wachbleiben, die Austegungen beim Kartenspiel, und der Genuß aller Art von medizinischen Geheimmitteln lassen die Tomen der oberen Kreise schnell altern. Sie besuchen den Schönheitsdoktor dann nicht als Lady oder Gräfin, Herzogin oder Mar- quife, sondern als' einfache „Frau". Ihre Wünsche sind sehr verschieden: nicht nur legen sie Wert darauf, rote Wangen zu besitzen, sondern auch dunkle Augenbrauen, sammetne Augenwim- pern und dergleichen. Tünne Lippen, die bei einer Frau den Anschein unliebsamer nervöser Gereiztheit erwecken, werden durch eine Heine farbige Tätowierungslinie breiter und voller geformt. Eine schmale, schwarze Linie unter den Augenwimpern erzeugt einen faszinierenden Glanz, ausgefallene Augenbrauen werden durch die Kunst des Professors wieder täuschend ähnlich hervorgezaubert und angedeutet, und gelegentlich ergehen an ihn auch Aufforderungen, lästige Gesicktshaare und ähnliche Entstellungs- male zu entfernen. Tie Preise, die Mr. Burchett erhebt, schwanken zwischen 100 und 2000 Mk., aber er meint, daß diese Art von Verjüngung am Ende doch die billigste wäre, da sie dauernd sei. Er hält es für geraten, daß jede seiner Kundinnen sich alle drei oder vier Jahre einer „Nachkur" unterzieht. Auch Männer gehören zu seiner Klientel, und es ist z. B. vorgekommen, daß ein Herr von dem künstlichen Liebreiz seiner Frau so fortgerissen war, daß er beschloß, auch seine Person einem Verschönerungsprozesse zu unterwerfen. Aus der Jugend eines großen Wafers. Tie Kunde timt dem Leben des großen italienischen Malers Giovanni Segantini klingt in unserer heutigen Zeit, in der die Laufbahn eines' jeden gewöhnlich seinen fest geregellen Weg durchmacht und eine strenge Gesellschaftsordnung starre Schranken setzt, wie ein abenteuerlicher und höchst wundersamer Roman. Ein neues Buch über den Künstler von Marcel Montandon (Velhagen und Klasing 1904) läßt nun den Meister möglichst mit eigenen Worten über seine Schicksale berichten oder erzählt die Geschichte seines Lebens nahen Freunden nach, sodaß ein höchst lebendiges Bild uns aus diesen Worten, die den Hauch des wahrhaft Erlebten haben, entgegenlenchtet. Wie ein Roman aus dem Kindesleben timt Tickens mutet die Geschichte seiner Jugend an. Tie Mutter verlor er sehr stüh, und der Vater wollte nun mit den Kleinen nach Mailand ziehen, wo er zwei Kinder aus erster Ehe hatte. Tvch der Vater und der älteste Sohn wanderten aus, weil sie in Mailand ihr Glück nicht fanden, und ließen den kleinen sechsjährigen Giovanni bei seiner Stieffchwester, die bett Tag über fortging und den armen Jungen in den engen zwei Zimmern dicht unter dem Tache allein zurückließ; aus den hohen Fensterluken guckte nur spärlich ein Stückchen Himmel, ein Wolien- sctzen herein, und in dem einsamen Gemach überkam dem phantasievollen, leicht erregten Knaben ost eine namenlose Angst; allerlei Gestalten und Fratzen stiegen vor ihm, auf; eines 4,agcs fand er ein paar Masken auf dem Boden eines alten Koffers; er staffiert sich mit ihnen aus; doch auf einmal blitzt aus den leeren Augenhöhlen der toten Larve etwas Leuchtendes auf, ein funkelndes Auge stiert drohend nackt ihm; tödliche Furcht ergreift ahn vor dem gräßlichen Gespenst. Tvch als die «Hwester nach saufe kommt, da sieht sie nach, und das unheimliche Auge war nur eine blitzende Stahlschnalle. So regen sich im kindlicyen Hirn die ersten Gestaltungen einer schöpferischen Kraft; voll Sehnsucht zieht es ihn zu einem Manne, der die Mauern anstreicht; aus den bunten Farbenflecken tauchen ihm allerlei Bilder in wirrem Turcheinander auf: phantastische Tiergestalten und Menschen in sonderbaren Verzerrungen und Verunstaltungen. „Tiese Mauern bargen eine zahllose Menge sonderbarer Träume; aber der Traum meines innersten Sehnens — das waren grüne Wiesen und der über seingläuzende Kiesel fließende Bach; das Gärtchen in Arco und darin mein Lieblingsplatz voll kühlem Schatten." Tie Sehnsucht nach der Heimat wird immer stärker; aus der Enge und Trübsal will er ins Leben. Und im Frühling, da regt sich in ihm das heiße Blut des nach der großen Allmutter Natur dürstenden Künstlers Wie die „Taugenichtse" und die Genies läuft er fort aus dem Hause und marschiert in die ferne ALeite, in die glückselige Zukunft hinein. ,^Jch erinnere mich wohl, es war ein drückend schwuler Tag ; dennoch machte mich die Fülle des Lichtes, die strahlende Sonne, Felder, Bäume und Wiesen fast trunken vor Freude; meine Seele hätte Flügel bekommen. Trotzdem krampfte sich mein armes Herz zusammen, wenn es unversehens in Gedanken auf den Heinen Vorplatz oder zu meiner Schwester zurück- slog. Aber ich ging stetig vorwärts, au meinem Brote nagend und nur mich aüshaltend, um meinen Turst an einem vorüberfließeu- ben Bach oder einer kühlenden Quelle zu stillen." Endlich sinkt er ermattet hin und schläft ein. Gutmütige Bauern finden ihn, nehmen ihn auf und füttern ihn heraus, und der adlig schöne Knabe mit den langen schmerzen Haaren, der wie ein „kleiner 608 —. französischer Königssohn" aussieht, hütet vergnügt die Schweine und Gänse eines kleinen Torfes, fühlt sich den Tieren verwandt und den Bäumen, Blumen und Steinen; dies Hirteuamt, das die Kinder einer glücklichen ,arkadischen Zeit als seligsten Beruf einst priesen, wird auch ihm zum Segen; die Augen öffnen sich ihm für die ewige Harmonie von Mensch, Tier und Landschaft, deren friedvoller Zusammcnklang den tiefen Grundton seines ganzen Werkes bildet. Und nach dicker kurzen Idylle hämmert das Leben den Jungen zum Mann. Nach einigen Monaten muß er zu der Stiefschwester zurück, und von nun an beginnt ein heißes unbewußtes Ringen und Streben seines inneren Genius durch Verirrungen, durch bittere Not hindurch Segantini kommt zu einem Verwandten, einem Schweinemetzger, in den Laden; hier lernt er lesen und schreiben; das Rechnen berauscht fast seinen abenteuernden Geist, und er bildet sich seltsame Zahlensysteme, durch die er die Glücksnummer in der Lotterie ausrechnen toill. In diesem wirren und hastigen Lernen liegen die Keime zu der reichen und tiefen Weltanschauung, die sich dann in den letzten alles Lebendige philosophierend umfassenden Bildern offenbaren sollte. Eines Tages entdeckt Segantini mit dem anderen Ladenburschien zusammen im Keller einen lleiuen Schatz von alten Münzen, der da vergraben war. Wieder will er fliehen nach dem Süden, dem Glücke zu. An einem heißen Sommertage ziehen sie aus und schlafen beide ein, doch als Giovanni aufwacht, ist der ungetreue Freund mit dem Gelde auf und davon gegangen. Der verlassene Junge ivagt sich nicht nach Hause, er hungert zwei Tage herum, doch dann findet man ihn und er wird in eine Anstalt für verwahrloste Kinder, in ein Korrektionshaus, in eine Art Zuchthaus gebracht. Trei Jahre, von 1870 bis 1873, sitzt er nun hinter Schloß und Riegel mit Kindern von Verbrechern, mit gemeinem, frühverderbtem Gesindel zusammen; er „toirb mit Schuhflickerei beschäftigt"; einmal treibt ihn sein angeborener Freiheitsdrang, einen Fluchtversuch zu machen, doch i mganzen scheint er es nicht schlecht gehabt zu haben, denn er unterhielt noch später zu der Anstalt freundliche Beziehungen. Wie aus dem Keinen Vagabunden und Schuhflicker nun der große hochberühmte Maler wurde, das ist noch ein weiter Weg grenzenloser Entbehrungen, bitterster Not, es ist die Zeit des Studiums, während deren er oft dem Hungertode nahe gewesen sein muß, denn man weiß buchstäblich nicht, wovon er wohl häufig gelebt haben mag. Schon in der Anstalt fiel er buTcb sein Zeichentalent auf, dann versuchte er sich mit mühsam erbettelten Farben im Malen. Er hat selbst erzählt, daß er zum Maler geworden sei, als er den Schmerz einer Mutter an der Leiche ihrer Tochter sah, die immerfort ausrief: „Wie schön warst Tn, mein Kind! Hätte ich doch Tein Bild!" Tie große Menschenliebe, der heilige Wunsch, zu trösten und zu helfen, trieb ihn auf seinem dunKen Wege fort, hinauf zu den sonnigen Höhen, und dann fand er auch seine neue Technik, die die Farben ungebrochen und ungemischt nebeneinander setzte rrnd die zum ersten Male 1878 auf dem preisgekrönten Bilde „Chor der St. Äntoniuskirche" angewendet ist. Literarisches. — „Die Frau", Monatsschrift für das gesamte Frauenlehen unserer Zeit, herausgegeben von Helene Lange (Verlag von W. Mörser, Berlin) beginnt ihren neuen Jahrgang. Tie Frauenbewegung ist darin vertreten durch einen Aufsatz über die historische Entwicklung des Eherechts, dessen Darstellung zeigt, wie gründlich die Verfasserin, Frau Marianne Weber, das weitschichtige und spröde Material beherrscht. In großen Zügen zeichnet sie die Gestaltung des Eherechts durch die wirtschaftlichen und sozialen, vor allem aber die geistigen Bewegungen der Kulturgeschichte. — Von sachkundiger Seite wird der gemeinsame Unterricht der Geschlechter in Finnland dargestellt. Tie Verfasserin, Fran Jlmi Hallstön, Leiterin eines von Knaben und Mädchen besuchten finnischen Gymnasiums, spricht aus ihrer Erfahrung heraus von den glücklichen Erfolgen der Coeducation, — und sie schildert diese national finnländische Einrichtung mit warmem Patriotismus. Eine kleine Satire der Herausgeberin über das ,Linderfräulein" und eine biographische Skizze über die Vorsitzende des Bundes österreichischer Frauenvereine, Frau Marianne Hainisch, zeigen andere Seiten der Frauenfrage. „Die soziale Bedeutung der Kunst" behandelt ein längerer Artikel von Jka Freu den- b e r g, der bekannten Führerin der Frauenbewegung in München. Felix Poppenbevg gibt eine Reihe von Bildern mts' Flandern. Belletristische Beiträge, die Probleme des' Franenlebens behandeln, vervollständigen den Hauptteil des Heftes. Wann is es Herbst? Ein alter „Gießener" dichtet uns: Wenn nach Man överheldetate Haam geschickt wer'n die Soldate Und von nah und aach von ferne Rekrutte riefe in die Kaserne: Darm iS es Herbst. Wenn leer sein die Dickmilchdippe Un die Buwe Eppel schtrippe Un für Kater un für Katz Uff'm Dach is nett mehr Platz: Dann is es Herbst. Wenn aasängt des Hasejage Un die Kartoffelfeuer raache. Wenn Krauthäuptcher wer'n geschtohle Un im Preise schteigt die Kohle: Dann is es Herbst. Wenn die Kerbmusik verklänge Un die Schwalbe mit ihr'n Junge Segle leichtbeschwingt nach Siede Un die Schpatze nett mehr brieder Dann is es Herbst.' Wenn kau Waschfraajmehr will bleiche Un in die Luft die Drache schteige. Wenn uff der Aecker weite Schtrecke Höchstens nor noch Dickworz schtecker Dann is es Herbst. Wenn beim Kaffee sein beisamme Un Quetschekuche die Madamme, Im Dischbetiern sich überbiete Ueber neue Winterhiete: Dann is es Herbst: Wenn entlaubt der Bäume Aeste Un die Sau sich sorglich mäste, Die Wirt zur Metzelsupp' eilade. Zu Has im Dopp un Gänsebrate: Dann is es Herbst. Wenn die Ochse und die Kiehe Die Kartoffelwage ziehe, Un die Leute dorch drei Woche Nix wie Quetschehonig koche: Dann is es Herbst. Wenn die Mütter un die Witter Erwarte die Familieblätter, Un nach dem Anzeiger frage. Weil korz geworde sein die Tage: Dann is es Herbst. E. Bilderrätsel. Nachdruck verbot«:. AiMösung in nächster Nummer. SO» Auflösung des Wortvereinigungs-Rätsels in vor Nr.r Gastwirt Eberesche Obstwein Rindvieh Gasmesser Jdealgestalt Neunauge Elland Arrest Stadtrat Triebfeder Enkelkind Rehbock. Georgine — Aster. Auflösung des Preisrätsels in Nr. 146 der Familienblätterr R I O EMS SAGE ERWIN 1. Preis, „Für unser Heim": Elisabeth Marktet^ Hof-Lersttadt; 2. Preis, „Selb st unter* ichtsb riefe in Geographie*: F. Gräf -Gießen; 3. Preis, „Das modern« Landhaus und seine innere Ausstattung": H. Petri-Gießen; 4» Preis, „Albrecht Dürer^ Kleine Passion und Holzschntttfolge": Hedwig v. Schmidt-Gießen. Di« Präs« find von den Gewinnern gegen Vorzeigung der Abonnm mentrquittung in der Geschäftsstelle des „Gießener Anzeiger-" in Empfang zu nehmen. Redaktion: August Goetz. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'scheu UniverßtätS-Buch- und Steindruckerei, R. Lang«, Gieß«.