1904 Mi lllrt Em WoFo^r^ au»g. h-'noii. 6ie,sseri Mettag den 1H Augusts, «» CtiP M - Uftdn !; EiiTwi Km angenehmes Kröe. Hmnoristischer Roman. Von Victor von Reisner, (Nachdruck verboten.) „Nun ja", klärte sie Mirko auf, „einer ntug doch der Neltere sein, wir können doch nicht beide gleichzeitig —" „Es ist genug", unterbrach ihn Frau von Höchstseld streng, „übrigens freut es mich, zwei Brüder z,u sehen, die so fest zueinander halten — das ist in der Tat höchst löblich." „Deshalb sagte ja auch der Herr Pfarrer, wir hätten zwei Leiber und ein Gehirn!" erklärte Mirko voller Stolz. Frau von Höchstseld nickte. „Also jeder nur ein halbes", sagte sie mitleidig lächelnd, „das merkt man." Die Jungen begriffen schließlich doch, daß dies gerade kein Kompliment war, aber als wohlerzogene Bürschchen erlaubten sie sich keine Entgegnung, sondern nahmen stillschweigend das Fäßchen und drückten sich. Erna wollte ihnen nach. „Du bleibst hier", hielt dre Mutter sie zurück. „Morgen werden wir überhaupt ernstlich miteinander abrechnen. Junge Herren hältst Du zu Atem, einen Leutnant rufst Du beim Taufnamen — es ist himmelschreiend! Oh Gott", stöhnte sie, „wenn ich 'nicht so schrecklich müde wäre, dann würdest Du noch etwas erleben! Jetzt bleibst Du da und redest mit keinem Menschen eine Silbe, Du stellst ja sonst nur Dummheiten an — hast Du mich verstanden? keine Silbe! — Ich muß mich em wenig hinlegen — wenn man «mich vermißt, rufst Du mich!" Kopfschüttelnd sah Erna der abgehenden Mama nach, und obgleich sie nicht begriff, wie man bei solch einem Vergnügen müde werden konnte, so bedauerte sie sie doch. Daß sie hier bleiben und mit niemandem reden sollte, begriff sie freilich noch weniger; da aber Mama sehr wohl im stände war, auszupassen, ob ihrem Befehl auch 'Folge geleistet würde, beschloß sie, ihn wenigstens die erste Viertelstunde streng einzuhalten. Sie setzte sich also mit dem Vorsatz, auf alle Fälle stumm zu bleiben, auf das Sofa. Die ersten fünf Minuten ging dies auch ganz gut, als nun aber Leutnant Vlado; vom Garten heraufkam und sie leise beim Namen rief, da fiel es rhr schon schwerer, unv eben wollte sie sich lachend zu ihm tvenden, als er unüberlegterweise fragte, ob sie vielleicht schlafe? Eine solch beleidigende Zumutung durfte sie sich natürlich nicht gefallen lassen, und sie beschloß, nun wirklich nicht zu sprechen und ihn dadurch, während sie gleichzeitig Mamas Befehl wörtlich, befolgte, empfindlich zu strafen. „Sind Ste denn tatsächlich eingeschlafen?" wiederholte Vladoj seine Frage, indem er einige Schritte näher trat« Sie maß ihn mit indigniertem Bllck. „Nanu, ich werde Sie doch nicht damit gekränkt haben? Oh, das war gewiß nicht meine Absicht", verwahrte er? sich, und als sie trotzdem schwieg, fuhr er lebhaft fort: „Gerade Ihnen möchte ich doch nur Liebes und Gutes erweisen — nur Liebes und Gutes!" Erna seufzte hörbar, worauf er bat: „Darf ich Ihnen Gesellschaft leisten?" Energisch schüttelte sie den Kopf, rückte aber' ganz sachte zur Seite. Zu ihrem geheimen Verdruß hatte er aber nur das Kopfschütteln bemerkt, und als er darauf ganz traurig llagte: ,^Ja, sind Sie mir denn wirkliche ernstlich döse?" da sah sie ein, daß ste schon deutlicher sein müsse, wenn er sie verstehen sollte. Sie machte also noch ^nehr Platz und schaute ihm schelmisch lächelnd ins Gesicht. Endlich begriff er, und sich an ihrer Seite niederlassend, rief er freudig: „Oh, Sie liebes, süßes, einziges —" Er kam nicht weiter, denn Erna sprang erschrocken aus und wollte davon- lausen. „Nein, ttetn, bleiben Sie, ich werde ganz — ganz brav sein", versprach er, und als sie sich daraufhin wieder niedergesetzt, verlangte er zu wissen, warum sie so plötzlich aus der Gesellschaft verschwunden sei. „Ich habe bereits den ganzen Park nach Ihnen abgesucht", beteuerte er, „Sie ahnen ja gar nicht, wie sehr ich Sie vermißte — glauben Sie mir das, Fräulein Erna?" Und ob und wie gern sie das glaubte! Am liebsten hätte sie es ihm auch gesagt, aber erstens schickte sich das nicht, zweitens hatte sie der Mama Schweigen gelobt, und schließlich war es vielleicht ganz gut, ihn ein wenig zappeln zu lassen. „Ja, warum reden Sie denn gar nichts, fragte er endlich verwundert, „soll ich Ihre liebe, süße Stimme wirklich nicht mehr hören?" Mit schmerzlich verzogenem Mündchen, aber ganz energisch schüttelte Erna den Kopf. Vladoj richtete sich stramm auf, ihm !var ein groß- arttger Gedanke gekommen. „Wetten, daß ich Sie zum Reden bringe?" rief er! unternehmend, und ehe ste sich dessen noch versah, hatte er sie beim Kopf genommen, diesen nach aufioärts gebogen und seine Lippen mit einem heißen Kuß aus die ihren gedrückt. Er hatte richtig erraten, das lösch tatsächlich ihrtz Zunge. „Pfui, bas war garstig", rief sie, in die Höhe springend, blieb einen Augenblick schwer atmend stehen, dann rannte ste gegen Mamas Tür, und in ihrem Innern jauchzte es: Er hat mich, geküßt! Mit einem Satz sprang ihr Vlaroj nach, doch ehe er sie noch ganz erreicht, bannte ihn ein energisches „Halil* auf der Stelle fest, 474 Erschrocken schaute er sich um und sah den Pfarrer die letzten Stufen der Gartentreppe heraussteigen. „Das muß hchi sagen, mein Sohn", hielt ihm dieser vor, „Sie gehen ein bischen scharf ins Zeug!" „Sie wissen ja, Vater Adame", entschuldigte sich Bla- doj keck, „der kroatische Ulan geht immer scharf ins Zeug; das liegt im Blut." Der Pfarrer, sonst kein Spielverderber, und insbesondere der Jugend gegenüber stets von nachsichtiger Geduld, runzelte diesmal doch ganz bedenklich die Brauen. „Sie vergessen, mein lieber junger Freund, daß Sie hier nicht in Feindesland sind", entgegnete er sehr ernst, „Sie sind hier Gast, und ich weiß nicht, ob es nicht die Gastfreundschaft mißbrauchen heißt, wenn man hinter dem Rücken der Eltern einem Kinde — und das ist die Kleine noch — den Kopf verdreht." Vladoj schaute beschämt zu Boden. „Sie gefüllt mir aber", verteidigte er sich verlegen, „sonst Hütte ich mich gewiß nicht so weit hinreißen lassen, sie zu küssen." Bei dem Pfarrer kam wieder die Gutmütigkeit zum Durchbruch, und dem ganz zerknirscht von ihm Stehenden auf die Schulter Uopfend, sagLe^er: „Hoffentlich ist es diesmal nicht Strohfeuer", und als Vlado; das Gegenteil beteuern-, wollte, meinte er nachsichtig schmunzelnd, „es wäre ja nicht das erstemal. Das kann ich Ihnen aber sagen", fuhr er dann fort, „Sie dürfen sich Bet Ihrem Schutzengel bedanken, denn wenn ich nicht zufälligerweise den anderen vorangegangen wäre, so hätte Sie ganz leicht Papa Höchstfeld bei diesem tote ä tote erwischen können, und ich glaube kaum, daß er sich bei Ihnen besonders herzlich. dafür bedankt hätte, eher —" Das Herauf'kommen der Gaste, die den Speisesaal zum Frühstück aufsuchteu, enthob ihn des Nachsatzes, der Vladoj wenig Gutes verhieß. Von dem Trubel erwacht, kam nun auch Frau von Höchstfeld herbei. Sie und der Herr des Hauses wurden von allen Seiten bestürmt, sich der weiteren Fahrt, die zur Familie von Wirowaz führte, anzuschließen, aber trotz allen Zuredens und Bittens schlugen sie, übergroße Ermüdung vorschützend, ihre Begleitung ab. Schließlich blieb der Gesellschaft wirklich nichts anderes übrig, als ohne sie abzuziehen, doch stand von da ab das Urteil über die Höchstfeldsche Familie fest: Die Jungen, hieß es, sind ganz reizend, aber die alten — chotal unbrauchbar! 7. Ein zwei Tage währender und noch immer nicht völlig überwundener Katzenjammer war das Resultat dieses ersten Antrittsbesuches, und da man die anderen Familien füglich auch nicht umgehen konnte, so war Frau von Höchstfelds wenig rosige Laune nur allzu verzeihlich. „Wenn das so weiter geht", jammerte sie, „so täten wir wirklich besser, uns gleich auf der Landstraße einzulogieren — dann bin ich wenigstens dem UeBel enthoben, Gegenbesuche empfangen zu müssen, die das Nachhausefahren vergessen und von uns am Ende auch noch verlangen, daß wir gleich die ganze Umgegend zusammen- trommeln. „Dem werden Sie sich auch kaum entziehen können", meinte Herr von Szabo, der es sich! überhaupt angelegen sein ließ, sie und ihn mit seinen wemg angenehmen Prophezeiungen zu beunruhigen, spöttisch — „jedenfalls dürfen Sie sich stets auf größere Gesellschaft gefaßt machen, da sich einem Besuchenden die unterwegs wohnenden Familien unter allen Umständen anzuschließen pflegen. Das ist hier nun mal fo Sitte." „Nun, dann sind wir wenigstens schneller mit ihnen durch", meinte Herr von Höchstseld aufatmend. „Glauben Sie das nicht", enttäuschte rhn Szabo, „das gilt nur sozusagen als „Kortege" — als Begleitung — auf Ihre eigene Gegenvisite verzichten die Herrschaften schon deshalb nicht, um Sie zu „erziehen", um Sie nach! und nach klein zu kriegen, um Sie — tote sich der Herr Pfarrer ausdrückte, — zu einem brauchbaren Mitglied der menschlichen, will also sagenn, der hiesigen Gesellschaft zu machen." Erich hatte ihn ruhig ausreden lassen, nun Lonnte er sich doch nicht 'enthalten, zu sagen: *Uni> das hat der Herr Pfarrer gesagt!?" ^Jawohl", bestätigte Szabo schlankweg. „Mer hat es Ihnen denn mitgeteilt?" erkundigte sich Erich trotz Mamas strafenden Blickes recht eindringlich. Szabo wurde einen Augenblick verlegen. „Das bleibt sich doch wohl gleich", wich er aus, und sich in volle Positur werfend, protestierte er, „ich hoffe, daß Sie mein Wort nicht bezweifeln!" Erich schaute ihm fep ins Auge und entgegnete, die direkte Antwort absichtlich umgehend, mit ruhiger aber energischer Stimme: „Ich wunderte mich nur, woher Sie davon Kenntnis haben wollen, denn ich weiß, und tote Sie es ja auch selbst bestätigten, verkehren Sie doch Mit niemandem aus unserer Gesellschaft." „So etwas kann man auch auf Umwegen erfahren", fiel ihm der Vater ärgerlich ins Wort, „und da mir Herrn von Szabos Versicherung genügt, so wirst wohl auch Du Dich damit zufrieden geben müssen." Erich biß sich auf die Lippen und schluckte diese Zurechtweisung grollend hinab, im stillen nahm er sich aber vor, nun erst recht die Augen offen zu halten, um diesem Verhetzet: — denn für nichts besseres hielt er ihn fortan —• tut günstigen Moment die Larve vom Gesicht zu reißen. Am liebsten wäre er zum Pfarrer nach Mariance geritten, von ihm direkt die Wahrheit zu erfahreu, und daß sie ihm dieser nicht voreuthalten würde, glaubte er bestimmt t.nnehmen zu dürfen. Wie die Verhältnisse indes lagen, war daran natürlich nicht zu denken, und so blieb ihn! nichts anderes übrig, als dein glücklichen Zufall die Aufklärung zu überlassen. Unter diesen Umständen, und da sein Verdacht von Tag zu Tag reger wurde, war ein ehrliches Haudiuhaudarbeiten selbstverständlich nicht möglich und dies um so weniger, als so manche Anordnung des Herrn Gutsinspektors bei näherer Betrachtung absolut gegen den Vorteil und das Interesse der Herrschaft ausschlug.---- Dem Major gegenüber führte Herr von Szaba stets die Böswilligkeit der Bauern ins Treffen, und mit verblüffender Dreistigkeit behauptete er, daß deren Unbotmäßig- keit sich nur aus die Einflüsterungen des Pfarrers zurückführen ließen, da sie sonst, trotz aller angeborenen Faulheit, sich nicht den Anordnungen zu widersetzen wagen würden. Da Herr von Höchstfeld die Landessprache nicht beherrschte, so fehlte ihm natürlich auch die Kontrolle darüber, ob diese Befehle auch tatsächlich so gelautet hatten, wie fte zwischen ihm und Szabo verabredet worden waren. Der Gedanke, daß ihn dieser nach wohlüberlegtem Plan mit der ganzen Nachbarschaft und speziell mit dem Pfarrer verfeinden wolle, um dann frei schalten und walten zu können, kam ihm gar nicht in den Sinn; er fand vielmehr in dem allen nur seine eigenen Befürchtungen bestätigt und lieh ihm deshalb willig und ohne jeden Argwohn sein Ohr. Auch das fortwährende Klagen seiner Frau war nicht wohn sein Ohr. Auch das fortwährende Klagen seiner Frau war nicht gerade geeignet, des Majors ohnehin üble Laune zu bessern oder gar zu verscheuchen. Von dem Ehrgeiz beseelt, auch etwas zur Hebung des Gutes beizutragen, hatte sie sich gleichfalls der Landwirt- schaft gewidmet, das heißt, sie hatte einen Hühnerhof angelegt, aus welchem sie Gott weiß welch große Kapitalien herauszuschlagen hoffte. Jedes auskriechende Kücken wurde von ihr sorgfältig notiert; da aber die Hühner, trotz der von ihr angelegten Legestätten in den entferntesten und unzugänglichsten Winkelchen ihre Eier deponierten, so war sie in beständiger Angst, daß dieselben von dem Hofgesirche, dem sie alles zutraute, gestohlen werden könnten. In Gemeinschaft mit Erna, der die Sache, so lange sie neu war, Spaß machte, befand sie sich nun den ganzen Tag auf der Suche nach srischgelegten Eiern. Es gab bald kein Schlupfwinkelchen mehr, das sie nicht durchkrochen hätten, und die Kinder der Hofleute — wie schon Kinder einmal sind — spielten fortan „Gutsherrschaft" und rutschten auf dem Bauche in den schmutzigsten Ecken herum, auch nach Eiern zu suchen. Mehr als die fehlenden Eier — Frau von Höchstfeld' glaubte sich nämlich trotz aller Wachsamkeit immer bestohlen — bereitete ihr aber d,as Abhandenkommen der! Hühner selbst großen Aeriaer 475 Es verging fast keltt Tag, an dem es dieserhalb nicht Verdruß gegeben hätte, denn die Behauptung der Leute, daß die Hühner von Mardern, Füchsen oder Geflügelgeiern geraubt seien, hielt sie einfach für Lüge, und erst als auch Herr von Szabo diese Möglichkeit zugab, beruhigte sie sich, einigermaßen. (Fortsetzung folgt.) Km silbernes Jubiläum der Murg „Gleiberg". Tiefer Tage war ein Vierteljahrhundert verflossen, seitdem der preußische Staat die vor den Toren unserer Universitätsstadt gelegene baugeschichtlich und historisch hoch bedeutsame, alt- ehrwürdige Bergfeste Gleiberg an den Geselligkeitsverein Gleiberg verschenkte und damit das ein Jahrtausend alte Wahrzeichen unserer Gegend vor weiterem Verfall bewahrte. Mehrere Jahrhunderte hindurch von den Grafen des Oberlahngaues bewohnt, ist hie Burg in ihren Anfängen gegen die Wende des 9. Jahrhunderts errichtet worden und darf den Sohn Ludwigs des Kindes, Konrad L, welcher 911 zum König erwählt wurde, als ihren Erbherrn, bezeichnen. Infolge der Königswahl Konrads siel der Gleiberg an dessen Bruder und zwar zuerst an Otto, und nach dessen frühzeitigem Tode an Eberhard, der nach dem Hingange seines königlichen Bruders das diesem gegebene Versprechen hielt und selbstlos den Sachsenherzog Heinrich zum Nachfolger auf den Thron berief und der Königswürde für sein Haus entsagte. Mit Eberhard erlosch der ältere königliche Zweig der Konradiner, ,mtb als dieser 939 im Kampfe gegen Kaiser Otto I. von einem Vetter erschlagen wurde, ha fielen Grafschaft und Erbgut durch Verleihung und Erbgang in mancherlei Wechsel an Seitenverwanvte, bis der Beginn des 11. Jahrhunderts ein neues Geschlecht auf Gleiberg seßhaft zeigt, welches sich nach unserer Burg nennt und zum deutschen Thron in naher Beziehung stand. Ter zweitälteste Bruder, des Bayernherzogs, späteren Kaisers Heinriche II., welcher mit seiner Gemahlin von der römischen Kirche heilig gesprochen wurde — die einzigen Heiligen auf deutschem Thron —, der im Jahre 1019 verstorbene Friedrich, Graf im Moselgau, heiratete die für uns nicht mit Namen bekannte Erbin von Gleiberg und wurde Stammvater der Herren und Grafen von Gleiberg. Mindestens fünf Söhne und drei oder vier Töchter wuchsen aus dieser Ehe heran, .und bei der Verheiratung der ältesten Tochter Irmgard mit dem 1039 gestorbenen Grasen Wels II. wird auch der Gleiberg zum erstenmale genannt: „Welf nahm eine Gemahlin aus salischcm Hause von Burg Gleiberg, .Jniza mit Namen", so berichtet die Familienchronik der Welfen, und dieser Verbindung entstammen alle Angehörigen des welfischen Fürsten- und Königsgeschlechts bis hinab auf die verstorbene Königin Viktoria von England und deren jetzt regierenden Sohn. Von den Brüdern Irmgards wurde der älteste Herzog von Bayern, der zweite Herzog von Nicderlothringen, der dritte Bischof von Metz, während der vierte Giselbert, Hermann von Luxemburg, den Gegenlönig Kaiser Heinrichs IV. erzeugte und Ahnherr der späteren. Kaiser und Könige aus dem Luxemburger Hause wurde. Ta die älteren Brüder ohne Söhne zu hinterlassen, .aus dem Leben schieden, verblieb der Gleiberg in dem gemeinsamen Besitz von Gieselbert und seinem jüngeren Bruder, der wahrscheinlich Dietrich geheißen hat. Doch währte der Gemeinbesitz der Burg.nicht lange. Als der unselige ^Bürgerkrieg unter Heinrich IV. ausbrach, der nach etwa fünfzigjähriger Tauer das Königtum mattsetzte, zu Gunsten der Fürsten und der römischen Kirche, ha spaltete sich auch das Haus Gleiberg in Parteien. Tie Söhne Gieselberts griffen Partei gegen den Kaiser, während Dietrichs Sohn, Hermann „Graf von Gleiberg" genannt, an der Unstrut Heinrich IV. den blüh gen Sieg über die Sachsen erstreiken hals. Ter Hader und Zwist innerhalb der Glieder des Hauses Gleiberg erreichte seinen Höhepunkt, als Gieselberts Sohn Hermann 1081 zum Gegenkönig gewählt wurde und nun Vetter gegen Vetter stand. So kläglich allerdings die Rolle des im Volke mit „Pfaffenkönig" bezeichnete!» Gleibergers war, die Burg Gleiberg war in seinem Besitz und wurde auch nach seinem Rücktritt und Hin- scheiden von den Seinen behauptet. Erst Kaiser Heinrich V. eroberte die Feste, obgleich sie, wie ausdrücklich berichtet wird, sehr stark befestigt war. .Der königstrcue Hermann, Graf von Gleiberg hatte sich am Abend seines Lebens des Alleinbesitzes der Burg zu erfreuen, .und für diese brach nun eine neue Zeit an. Hermann, .seine Erben und Nachkommen, entfalteten alsbald eine rege Bautätigkeit innerhalb wie außerhalb ihrer Residenz, und diese sichert ihnen ein dauerndes Andenken. Clementia, eine Tochter Hermanns von Gleiberg, errichtete 1129 den Augustinern ein Kloster aus dem Schiffen berg, und diese fromme Stiftung veranlaßte die Erbauung einer Talburg, da, wo die Lahn mehrere kleine Zuflüsse hatte und wo eine Furt eine Durchschreitung des Flusses zuließ. Diese von Wasser umflossene Burg, .„Zu den Gießen" genannt, ist der Ä n f et n g unseres st ä d t i s ch e n Gemeinwesens geworden. Weiter aber haben die Nachkommen Hermanns die Burg Vetzberg, welche 1152 zuerst .urkundlich erwähnt 'wird, .und welche erst seit 1765, wo sie unbewohnt wurde, sich in .eine Ruine verwandelt hat. Ter M.anuesstamm der Grasen von Gleiberg starb mit Otto sänglich . preußischerseits, bände, den Rassauer- u 1168 aus, und die ansehnliche Erbschaft wurde geteilt; sie ar- langte an den Pfalzgrafen Rudolf v. Tübingen, der eine Glei- bergerin zur Gemahlin hatte (den Tübingern fiel auch die Burg „Zu den Gießen" zu). .Ter Gleiberg kam aber an Hadtrad von Meerenberg, .welcher des letzten Gleibergers Grafen Irmgard geheiratet hat. Tie Tübinger hatten an ihrem Besitz an der Lahn, der von ihren Stammsitzen zu entlegen war, kein großes Interesse, sie weilten wohl nur selten in der Burg „Zu den Gießen" und so veräußerten sie 1265 den ihnen zugefallenen Gleiberger Anteil an den Landgrafen Heinrich I. von Hessen; ausdrücklich verzichtete dieser auf den Mitbesitz von Gleiberg und übertrug den Tübinger Anteil am Wodinberg (die sieben Hügel) mit dem dazu gehörenden Walde zu Lehen den Meeren- bergern. Tiefe mußten sich dagegen verpflichten, den Landgrafen ihre Burgen jederzeit zu öffnen. Der Alleinbesitz von Gleiberg mit Zubehör war der Preis, um den sie aller Rechte auf Gießen entsagten. .Seitdem hat die Herrschaft Gleiberg ihren alten Umfang nie wieder erreicht. Wie viele unserer alten deutschen Burgen hat der dreißigjährige Krieg, die alte Königsburg Gleiberg zur Ruine verwandelt. Bon Hessen-Darmstädter Truppen besetzt, versuchte Hessen-Kafseler Kriegsvolk 1646 vergeblich die Burg zu erstürmen oder durch Keberrumpejung zu nehmen. Nachdem dies nicht geglückt war,' schritt man zur Belagerung, und nur der Hunger konnte die Besatzung zwingen, gegen freien Abzug .den Gleiberg zu übergeben. Nachdem eine gründliche Plünderung vor- auSgegangen war, schleuderten die Kasseler die Brandfackel in die Gebäude der eigentlichen älteren Burg. Nur der gewaltige Bergftit trotzte der Glut der Flammen und der im 15. und 16. Jahrhundert errichtete Nassauer- und Albertusbau wurden vor der Zerstörung durch Pas Feuer bewahrt. Seitdem bilden bte malerischen Trümmer und Reste der Burg auf dem 350 Meter hohen Bergkegel, zu denen seit dem Ende des 18. Jahrhunderts noch die nahe Ruine der Schwester- burg Vetzberg hinzukam, .eine Zierde unserer Landschaft, Ivie man sie schöner und großartiger wohl selten in deutschen Landen protestiert hatte. Bis zum Jahre 1832 dienten die wetten Raume der noch unter Dach besindlichen beiden Gebäude als Zehntspeicher, und als damals diese Abgabe aufhörte, drohten auch der Nassaucr- und Alsertusbau zur Ruine zu werden, da nichts für deren bauliche Erhaltung gefchah. Ta bildete sich einige Jähre später 1836/37 der Gleiberger Geselligkeitsverein, zu dem Zweck, sich des Kleinods unserer Gegend anzunehmen und das Interesse für die durch Alter und Geschichte geheiligte Burg unter den Bewohnern unserer Gegend zu wecken und dauernd wach zu erhalten. _ , Es ist das Verdienst des nun langst verstorbenen Rentmeisters En gisch in Wetzlar, ,im Gleibergverein diejemgen Männer damals gesammelt zu haben, welche zuerst halsen, Hand anzulegen. Ter damalige preußische Regierungsprästdent hatte aus Nachsuchen des Vereins genehmigt, den Bergfrit auf dem Gleiberg zugänglich zu machen, und die heute noch benutzte bequeme Treppe zur Plattform auf .der Höhe ist das Werk jener Bereinigung. /Sie erforderlichen, für die damalige Zeit mcht geringen Mittel, für den Gleiberg wurden durch Ausgabe von 50 Aktien je 10 Taler und durch leihweise Aufnahme von 300 Taler beschafft; außerdem übernahm der preußische Staat die Deckung der Maurerrechnung in Höbe von 384 Taler. . Tas Interesse für den Gleiberg, durch, den Geselligketts- verein angesacht, erkaltete mit den Jahren immer mehr, die jährlichen Generalversammlungen imtwen von den Mitgliedern nur sehr spärlich, .ost nur von 2 bis 3 Personen besucht. Tie Aussicht aus dem Bergfrit, .für die man anfänglich pro Per- son zwei Silbergroschen erhoben hatte, wnrde schließlich für jährlich 8 Reichstaler verpachtet. , Ta drohte plötzlich der Ruine eine eminente Gezahr durch einen direkt unter deren Fundamentmauern auf der Seite nach Krofdorf hin angelegten Steinbruch; doch gelang es den persönlichen Bemühungen des Geh. Rats Tr. Hugo v. Ritgen, beim König von Preußen durchzusetzen, daß dieser 1868 befahl, den Steinbruchsbetrieb einzustellen. Wilhelm I. spendete aber außerdem aus seiner Privatschatulle 300 Taler für die Burg, antrifft. c, Seit der Zerstörung der Burg .nagte allerdings der oahn der Zeit gewaltig an den alten unigesttirzten Maueni, und der Vandalismus der Menschen tat das übrige, um das, was einst gewaltige Geschlechter geschaffen hatten, vollständig verschwinden zu lassen. Fuhren doch die Bewohner der umliegenden Dörfer, wemr sie Baumaterial brauchten, ungeniert zur Burg, um sich Steine von dort zu holen. Dieser traurige Zustand währte bis in das vergangene Jahrhundert hinein, denn auch nocy nach dem Uebergange des Gleibergs an Preußen im Jahre 1816 geschah nichts, um dem Unfug zu wehren. Man plante zwar anfänglich .preußischerseits, die noch unter Dach befindlichen Gebäude, den Nassauer- und Albertusbau zu einem Zuchthause herzurichten, doch blieb es bei dem Plan, und so wurde, dem einstigen Herrschersitz diese Schmach erspart. Auch der einmal aufgetauchte Gedanke, .diese Bauten zu einer Oberförsterwohnung umzuwandeln, wurde glücklicherweise nicht ausgeführt, nachdem der damalige Oberförster energisch dagegen 476 mit denen die allernötigsten SiHerungSarbeiten ausgeführt wurden. So kam das Jahr 1879 heran. Der Gleiberger Geselligkeits- Verein war nahe daran, an Altersschwäche ein unrühmliches Ende zu nehmen, da geschah das Unerwartete: Die königl. Preußische Regierung übertrug ihr Besitzrecht an der Burg Gleiberg dem Gleibergverein welcher damit eine gewaltige Anregung zu seiner weiteren Entwicklung und zu erneuter Tätigkeit erhielt. Tas hierauf bezügliche von den beiden Ministern von Puttkammer und Luxius unterzeichnete Reskript buttert: .Berlin, den 28. Juli 1879 und besagt, daß die königliche Regierung auf Grund einer Allerhöchsten Ordre vom 25. Juni d. I. dem Landrat v. .Tischotoitz zu Wetzlar die Burgruine Gleiberg nebst dem dazu gehörigen, im Besitze des To- mänenfiSkus befindlichen Areale mit einem Gesamtflächeninhalt von 1,0503 Hektar unter den nachstehenden Bedingungen ohne Zahlung eines besonderen Kaufgeldes für den Gleiberger Geselligkeitsverein eigentümlich überlasse. ,Der neue Eigentümer muß sich für sich und seine Rechtsnachfolger verpflichten: die Burgruine riebst Bergfrit sowie detr gedeckten Albertus- und Nassauerbau in ihrem gegenwärtigen Zustände zu erhalten bezw. vor weiterem Verfall sicher zu stellen; die erforderlichen Jnstand- setzungsarbeiteit, sowie eine etwaige vollständige Wiederherstellung der Burgruine nicht anders als nach einem dem preußischen Minister einzureichenden und von diesem zu genehinigen- ven Bauplan auszuführen, ,den Besuchern der Burg den Zutritt zur Ruine entweder ganz unentgeltlich oder gegen ein von der königl. Regierung zu bestimmendes Entgelt zu gestatten. Wird eine dieser Bedingungen nicht erfüllt, .so fällt das Eigentum an der Burg ohne weiteres an den preußischen Staat zurück. Durch die Besitzübertragung des Gleibergs an den Geselligkeitsverein war plötzlich und nachhaltig das.Interesse für denselben in allen Schichten der Bevölkerung rege gemacht und intensiv gesteigert. Professor Dr. Gareis, der Präsident des int Jahre vorher begründeten oberhessischen Geschichtsvereins, übernahm 1879 auch den Borsitz des Gleiberger Geselligkeklsvereins; Männer wie Prof. ,Tr. Buchner, der praktische Arzt Dr. Klewitz, der Kreisbürgermeister Colnot in Krofdorf, der einzige 1879 noch lebende dauernd tätig gebliebene Gründer des Glerberg-Ver- eins und andere wackere Männer besonders aus Gießen wurden Mitglieder des Vereins und stellten ihre Tättgkeit, ihren Rat oder ihr Interesse in den Dienst desselben. Mit einem Feuereifer welcher der Sache würdig war, wurden Mittel durch Ausgabe von Anteilscheinen je 20 Mark beschafft, deren Erwerber Mitbesitzer der Burg.wurden. Kaiser Wilhelm I., .Großherzog Ludwig IV. der Großherzog von Luxemburg und andere Fürsten nahmen Anteilscheine, .welche übrigens flotten Absatz nicht nur bei den Bewohnern von Gießen und Wetzlar und denen der Ortschaften um den Gleiberg .herum fanden, solchem deren Ab- nehmer weit im Reiche, ja im Auslande und sogar vereinzelt jenseits des Weltmeeres ihre Wohnsitze haben. Der Geselligkeitsverein scheute selbst vor der Ausnahme einer Hypothek später nicht zurück, die von der Kreissparkasse Wetzlar bereitwilligst gegeben wurde. .Geh. Rat v. Rttgen, der Wiederhersteller der Wartburg, welcher naturgemäß stets für die alte Ruine und deren Erhaltung gewirkt hat, entwarf die Pläne zum inneren Wiederausbau des Nassauerbaues und gab seinen unschätzbaren Rat bei den Aufräumungs- und Sicherungsarbeiten an der Ruine. Ungeheure Mengen Brandschutt und Geröll mußte beseitigt werden. Der Verein hat das Wahrzeichen unserer Gegend zu einem gern ausgesuchten Erholungsort für die Bewohner aus Stadt und Land des oberen Lahutales umgeschaffen. Oben auf der Höhe waltet seines Amtes der zu jedermann höfliche Burgwirt, and die herrlichen weiten Räume des vollständig ansgebauten mit gediegenem Mobiliar ausgestatteten Nassauerbaues, sind häufig bis auf den letzten Platz mit fröh- lichen Menschen gefüllt. Der Gleiberg hat im Laufe der letzten 25 Jahre zahlreichen Vereinen und Körperschaften bei festlichen Anlässen als gastlich« Stätte gedient. Turner und Säirger, Feuerwehren und Touristenvereine, Rudergesellschaften und Radfahrer, Bergleute, Architekten und Buchhändler, Korporationen und Verbindungen der Studentenschaft und der beiden Schwester- Universitäten Marburg und Gießen, sowie Gelehrten-Vereinig- ungeit aller Fächer wurden vom Gleibergverein aus der Burg festlich willkommen geheißen und mit Böllerschüssen begrüßt. Alljährlich zur Generalversammlung ziehen die neuen Burgherren, die Mitglieder des Gleibergvereins, welche im weiten Tal ihre Wohnsitze haben, .zur Burg, um über ihr Wohl zu beraten. Noch ist viel zu tun, noch liegt der Albertusbau in seinem oberen Geschoß wüst unb öde da, dessen weite Räume sollen, wenn erst einmal hergerichtet, den: Touristen für die Nacht ein Obdach geben. Häufig schien es in den vergangenen Jahren, als wenn die Mittel für die Burg aufhören würden, zu fließen, aber es schien nur so, denn immer, wenn es galt, fanden sich opferbereite und patriotische Bürger, besonders in der Stadt Gießen, .die, ohne viel Aufhebens davon zu machen, sehr bedeutende Summen hergaben, .um das Werk fördern zu Helsen, um die alte Burgfeste zu erhalten und weiter ausbauen zu können. Der hessische Staat gibt schon seit Jahren eine jährliche Beihilfe von 300 Mark und auch der preußische Staat hat sich bereit erflärt, .von 1905 an jährlich bis zu 400 Mark sür den Gleiberg zu geben. Dabei denkt der Verein nicht etwa daran, an die Ruine Hand anzulegen, um etwa die Burg wiederherzustellen, nur erhalten will man die malerischen Reste und eigenartigen Trümmer auf dem Gleiberg, damit diese Zeugen einer längst entschwundenen Zeit, die ein Jahrtausend vergehen sahen, auch fernere Zeiten überdauern, als eine Erinnerung an die Herrschergeschlechter deS alten deutschen Reiches, die dort oben gesessen haben aber auch als ein Zeichen des patriotischen bürgerlichen Gemeinsinnes des wieder erstandenen neuen Reiches. Kaufmannsdeutsch. Der Hamburger Zmeigverein des Allgemeinen Deutschen Sprachvereins hat vergangenes Jahr ein von F. W. Eitzen verfaßtes Rundschreiben an die Kaufmannschaft seiner Stadt versandt, in dem es u. a. heißt: In deutschen Handelsbriefen begegnet man oft einer Ausdrucksweise wie der folgenden: „Per Abendpost remittieren wir Ihnen unter eingeschriebenem Couvert Conossement in triplo, Assecuranz- Certificat und officielles Inspections-Attest über per Steamer . . verladene . . ., welche Documente Sie nur gegen promptes Accept der Ihnen attachierten, dagegen valedierenden Tratte La. . . de M . an dis Trassaten . . . ausliefern wollen/ Angenommen, die Engländer brächten in ihre Wiedergabe des vorstehenden Satzes an den entsprechenden Stellen so viele deutsche Wörter hinein, wie wir oben Fremdwörter im „Deutschen" haben, so würde der Satz lauten: „Mit der evening-post we senden you under registered Umschlag Ladeschein, dreifach ausgestellt, Versicherungsschein and amtliches Befundzeugnis ot . . . shipped im Dampfer . ., which Papiere you will please only deliver to the Bezogenen against sofortige Annahme of the angehefteten Wechsel, thereagainst gezogen, von Marks . . ., Aussteller: Messrs.“ Ebenso schön macht sich die Sache im Französischen: „Mit dem courrier du soir nous vous senden sous Umschlag chargß Ladeschein, dreifach ausgestellt, Versicherungsschein et amtliches Befundzeugnis ä, . . ., embarquSs im Dampfer . . . lesquels Papiere il vous plaira (de) ne remettre aux Bezogenen qua contre sofortige Annahme de la angehefteten Wechsel über Marcs . . ., Aussteller r Messieurs . . .“ Das ist keine Uebertreibung, man vergleiche nur Wort für Wort. Würde auch nur ein einziger Engländer oder Franzose einen solchen entsetzlichen Mischmasch in die Feder nehmen? Aber wir, das „Volk der Dichter und Denker"! Soll das wirklich so bleiben? — So weit das Hamburger Rundschreiben. Es mag gewiß nicht leicht für den Kaufmann sein, sich von der üblen Gewohnheit der Fremdwörterei sreizumachen, an der früher höchst selten jemand Anstoß nahm, die aber jetzt weite Kreise unseres Volkes peinlich berührt. Mit einigem gute« Willen läßt sich aber auch da viel tun, zumal jedem Geschäftsmann in den Verdeutschungsbüchern von Karl Magnus (Der Handel, Verlag des Allg. D. Sprachvereins, Berlin) und F. W. Eitzen (Fremdwörter der Handelssprache, H. Haesseh Leipzig) treffliche Hilfsmittel zur Verfügung stehen. Abteilrätsel. Nachdruck verboten. Die Buchstaben A A, B B, D, E E E E E E, G G, I I I, Ii L L, M, N N, R, 8, Z sind derart zu ordnen, daß sie, nach obigem Muster eingeteilt, sechs Wörter von folgender Bedeutung ergeben: 1. Bindemittel. 2. kleines blutdürstiges Tier. 3. Werkzeug. 4. Männlicher Vorname. 5. Werkzeug. 6. Nahrungsmittel. Wird jeder Tei» lungsstrich um einen Buchstaben nach rechts geschoben, so entstehe» sechs andere Wörter, die bedeuten: 1. Haufe. 2. Zigeuner, Räuber ober bergt. 8. Schnelligkeit 4. innerer Körperteil. 5. Flur. 6. Kälte- produkt. Auflösung in uSchster Nummer. Auflösung des Bilderrätsels in vor. Nr.t Ruhe ist die erste Bürgerpflicht. Redaktion: August Goetz. — Rotationsdruck und Verlag der B rü hl'scheu UniversttätS-Buch» und Steindruckerei, R. Lange, Gießen,