Mittwoch den 11. Mai 1904. p »f WIT Ql ffi I BI! sW i V7/V,^: (Nachdruck verboten.) Im FalaL der Aajah. Roman von B. M. Croker. Genehmigte Uebertragung von A. Bischer. (Fortsetzung.) Einen Augenblick lang war ich vor Scham darüber Wie gelähmt. Ich wagte weder aufzusehen, noch die Zeichen meiner Bewegung wegzuwischen, um Mr. Thorolds Aufmerksamkeit nicht auf diese verräterischen Tropfen zu lenken. „Miß Ferrars", sagte er plötzlich mit veränderter und seltsam bebender Stimme, „wenn ich es zu hoffen wagen dürfte, daß mein Leben auch nur den geringsten Wert in Ihren Augen hätte, so wäre ich der glücklichste Mensch von ganz Indien." Unbeweglich und halb erstickt von dem wilden Schlagen meines Herzens, saß ich, den Blick auf den Marmorboden geheftet, da. „Vom ersten Augenblick an habe ich mich zu Ihnen hingezogen gefühlt", nahm er, näher zu mir herantretend, seine Rede wieder auf. „An jenem Abend, als Ihr Spiel mich 'im Tizzies Salon lockte und Sie, aus dem Schatten tretend, Plötzlich im Hellen Lampenlicht vor mir standen, da wünschte ich in meinem innersten Herzen, Sie wären um meinetwillen über den Ozean gekommen." „O, sprechen Sie, bitte, nicht von jener Zeit. . ." „Nun denn, es sei. Ich habe bis jetzt ja auch niemals von dem zu sprechen gewagt, was mich erfüllte. Wir beide wurden nicht, wie es gewöhnlich der Fall ist, im Ballsaal, beim Theaterspielen oder bei Landpartien zusammengeführt, sondern im ernsten, schweren Kampf des Lebens, zuerst im Pestlager und nun durch die Ränke eines indischen Hofes. Sie haben — gestatten Sie, daß ich es ausspreche — den Angriffen, denen Sie ausgesetzt waren, wahrhaft heldenmütig standgehalten. Von nun an aber bitte ich, daß Sie mir erlauben, Ihr Beschützer zu sein, der alle Widerwärtigkeiten für Sie ausficht. Wohl scheinen Zeit und Ort, dieser Garten hier, wo Hunderte von Augen uns beobachten und wo die Luft, die wir atmen, von Haß und Bosheit getränkt ist, schlecht gewählt zu einer Aussprache, allein trotzdem frage ich Sie: Wollen Sie mein Weib werden? O geben Sie mir das Recht, Ihnen zur Seite zu stehen, nicht nur hier, sondern immer: fürs ganze Leben!" So hatten die Augen der alten Rani sie also doch nicht getäuscht! Er liebte mich wirklich! Den Kopf noch tiefer senkend, vergrub ich das Gesicht in die Hände. Summten Tizzies Worte ihm noch in den Ohren? Hatte sie ihm alles gesagt, auch das von der Photographie? Wußte er, daß ich einzig und allein im Gedanken, seine Frau zu werden, nach Indien gekommen war? „Dieser Hof von Royapetta ist kein Ort für Siegst sprach er weiter. „Leider sehe ich das zu spät ein, und ich trage die Verantwortung für Ihr Hiersein. Lassen Sie es mich bekennen, daß ich der Versuchung nicht zu widerstehen vermochte, Sie in meiner Nähe zu haben. Die Stelle >var frei. Sie eigneten sich dazu und ich hoffte, Sie würden sich in Ihrem Wirkungskreise wohl fühlen. Allein ich dachte damals nieht genug an die alte Rani und ihre Ränke und Schliche . . ." Er hielt einen Augenblick inne und fügte dann leise hinzu: „Ich habe Ihre Frage vorhin mit „nein" beantwortet, wollen Sie „ja" auf die meinige sagen? Wollen Sie mich nur wenigstens ansehen und ein Wort zu mir sprechen?" „Ja, ich konnte wahrhaftig nicht länger hier sitzen wie eine stumme Närrin. Langsam hob ich den Kopf, glitt von meinem Sitze herab und schaute ihn an. „Das ist alles nur Mitleid", kam es kaum hörbar von meinen Lippen. „Nein, das ist es nicht!" rief er heftig. „Sie sind viel zu selbständig und unabhängig, um Mitleid zu erregen. Sie halten mich vielleicht für gefühllos und ehrgeizig; auch habe ich nicht vergessen, wie grausam Sie mich in Vellogade abzuweisen pflegten. Und doch gipfelte während des verflossenen Jahres mein ganzes Hoffen und Sehnen, mein ganzer Ehrgeiz in dem Wunsche, mir Pamela Ferrars' Hand zu erringen. Gelingt es mir nicht, so hat das Leben fortan keinen Reiz mehr für mich. Trotz meiner eifrigsten Bemühungen, Sie aufzusinden, hatte ich eine zeitlang Ihre Spur verloren, und als ich Sie endlich am Strande von Madras erblickte, da sagte ich zu mir: Das ist nicht Zufall, sondern Vorsehung! Es war aber auch wirklich, ob der Himmel Sie für mich bestimmt hätte, anstatt für Watty." Mein Blick traf seine Augen, in deren Tiefe eine Frage und zugleich ein Flehen lag. „Was . . . sagen Sie da?" stammelte ich. „Was hat Mrs. Hassall Ihnen gesagt?" „Daß er Ihnen meine Photographie geschickt habe, und eine gewisse Aehnlichkeit ist ja auch vorhanden. Doch legte ich dieser Sache nur wenig Gewicht bei; es waren natürlich die Briefe, die Sie betört haben. Am liebsten wäre ich sofort mit meinen Wünschen vor Sie hingetreten, aber ich wagte es nicht. Sie standen ja immer bis an die Zähne gewappnet und hielten sich hinter Ihrem Stolze verschanzt. Auch jetzt hätte ich noch nicht gesprochen, wenn ich, nicht durch die Umstände dazu getrieben worden wäre. Die Geschichte mit den Perlen hat meine Pläne umgeworfen." So hatte er alles gewußt und sich doch so zurückhaltend benommen! Die ganze Zeit her kannte er mein Geheimnis und berührte es nie mit einem Worte. Wie zartfühlend mußte er sein! Und oh . . . wie schämte ich mich ! „Wollen Sie mir nicht ein einziges Wörtchen sagen? Oder darf ich Ihr Schweigen als Zustimmung aufsassen?" „Ja, Sie dürfen es", flüsterte ich. „Haben Sie aber auch bedacht, daß meine Verwandten sich mit mir über- — 278 — kvorfen haben rmd auch die Ihrigen sehr böse auf mich sind?" ,Mcht mehr", unterbrach er mich lebhaft. „Daß ich arm bin. . ." „Und stolz!" vollendete er lachend. „Ja, das weiß ich Wohl!" „Ich bin nicht mehr das heitere Mädchen von früher." „Du bist jung, schön, tapfer und gut, aber auch, wenn Du alt und häßlich wärest, so bliebest Du doch immer die Pamela, die ich liebe." So sprechend umschloß er meine beiden Hände mit festem Druck. „Küssen würde ich Dich jetzt, selbst angesichts dieser Unmenge lauernder Augen, wenn ich nicht fürchten müßte, Dich zu erzürnen." Der alten Rani Verhaltungsmaßregeln fielen mir ein, und dunkele Röte stieg mir in die Wangen. „Ich flehe Sie an, es nicht zu tun", sagte ich, indem ich meine Hände zu befteien versuchte. „Ach, und ist überhaupt jetzt die Zeit, um von Liebe zu reden?" „Und warum nicht? Jedenfalls ist der rechte Augenblick gekommen, Versprechungen und Gelübde auszutauschen. Schau her, Pamela", — er machte einen kleinen Ehering von seiner Uhrkette los — „dieser Ring gehörte einst meiner Mutter, ich nahm ihn von ihrer erkalteten Hand. Nun stecke ich ihn als Zeichen unseres Verlöbnisses an den Finger meiner zukünftigen Gattin . . . Wärum bist Du so schweigsam^ fragte er besorgt. „Ich weiß es nicht. Furcht und bange Ahnungen quälen mich. Die Luft hier ist ja von Bosheit erfüllt." „Mlerdings ist die Luft im Palaste bildlich und buchstäblich gründlich verdorben, aber das schadet nichts. Nun Du mit mir vereint bist, wirst Du bald frei sein." „Vielleicht, wenn es auf die Rani Gindia ankäme, so aber. . ." „Sie ist allerdings ein liebes, gutes Geschöpf, jedoch gänzlich machtlos. Aus den Klauen jener anderen aber, die auch diese Zusammenkunft veranstaltet hat, und uns ohne Zweifel jetzt beobachtet, will ich Dich befreien. Morgen fehen wir uns wieder und heute abend werde ich Dir schreiben." „Ach, das Schreiben ist unzuverlässig, und wer weiß, wann wir uns zu sehen bekommen." „Meinst Du? Ueberlaß das nur mir. Du hast in dieser Sache gar nicht mitzureden. Ich werde die Rani Sundaram überlisten und Dich entführen. Mrs. Dalrymple ist jetzt im Gebirge in Kunnr, und zwar allein, da ihr Mann noch keinen Urlaub bekommen konnte. Sie wäre glückselig, wenn sie Dich zur Gesellschaft bekäme. Ms dahin aber, bis ich Dich glücklich von hier fort habe, werden mir die Tage wie Jahre erscheinen. Willst Du manchmal an mich denken, Pamela?" „Ja, immer werde ich an Dich denken und auch für Dich beten." „Sage mir noch etwas Liebes, Du hast kaum den Mund geöffnet." „Gott schütze Dich!" „Miß Sahib!" rief da plötzlich eine Stimme, und als sei sie aus dem Erdboden gestiegen, stand Begur an den Stufen des Palastes. „Ihre Hoheit, die Rani Sundaram fchickt mich, Sie zu holen. Es ist kein Augenblick zu verlieren." Damit verbeugte sie sich und zerrte mich dann aufgeregt am Kleid, um mich fortzuziehen. „Eh bien, e'est pour la dernisre fois", sagte Mr. Tho- rold. „Je vons reverrai demain. Au revoir, ma bien atntee" — Nun, das ist das letzte Wal. Morgen besuche ich Sie wieder. Auf Wiedersehen, Geliebte! Er begleitete mich bis zum inneren Hofe, dann erst ließ er mit sichtlichem Widerstreben meine Hand los. Ich glaube, er hätte mich gern zurückgehalten, allein diese Begur drängte mich hastig der Fräuenabteilung zu. „Wurria, wurria!" — Eile Dich, eile Dich! — rief sie Mir immer wieder zu, während sie vor mir her über Gänge und Treppen eilte. Nach kurzer Zeit befand ich mich vor der alten Rani. Heftig klopfte mir das Herz. „Das Gespräch ist also zu Ende", begann sie, die glühenden Augen auf mich gerichtet. „Eine halbe Stunde hast Du gebraucht, um ihn zu überreden.' Ich sah, wie er sich wehrte, und wie Du ihn brängteft" — ein Opernglas lag neben ihr. „Was für Nachrichten bringst Du mir? Die Makler stehen schon im äußern Hof, und hier sind die Perlen/ Ja, da lag die Kassette noch immer auf dem niedrigen Tischchen neben ihr. Meine Lippen waren wie ausgedörrt, die Zunge trocken, trotzdem gelang es mir, einige Worte hervorzubringen. „Die Antwort lautet nein." „Nein!" schrie sie mit krampfhaft zuckenden Kinnbacken, die Lippen von den scharfen, geschwärzten Zähnen zurückgezogen. „Nein", iviederholte ich entschlossen. Plötzlich richtete sich die Rani halb aus. Wie zwei verzehrende Flammen blitzten ihre Augen, und ehe ich es mich versah, schwang sie einen edelsteinbesetzten Dolch und schleuderte ihn mir mit aller Kraft entgegen. Meinen Hals streifend, sauste er mir am Ohr vorbei, und tief grub sich seine blitzende Klinge in das Holzwerk neben mir ein. Ohne eine Entschuldigung oder Erklärung abzuwarten, riß ich hastig den Purdah zur Seite und entfloh. 18. Ein Tag um den andern schlich dahin, ohne mir ein Lebenszeichen von Max oder eine neue Vorladung der Rani Sundaram zu bringen. Die ganze Angelegenheit war spurlos verrauscht, als . ob sie ein Traum gewesen wäre, und wie von selbst, wie ein die Mühle treibendes Pferd, kam ich meinen täglichen Verpflichtungen nach. Ich mühte mich gewissenhaft mit Tonleitern und Vokabeln ab, und es gelang mir sogar, den kleinen Ranschah ohne Tränen durch seine Unterrichtsstunden zu bringen, obwohl mir selbst das Weinen nahe stand. Täglich wurde ich noch zu der Rani Gindia besohlen, die gütig, ja mehr als das, fast liebevoll gegen mich war. Allein ich konnte deutlich bemerken, daß sie ihren eigenen Kummer hatte und unter dem Druck irgend einer schweren Sorge stand. Da siel mir denn das Amt Davids bei König Saul zu: ich mußte scherzen und lachen, Geschichten erzählen, ihr mit Guitarrebegleitung Vorsingen, kurz sie zerstreuen und aufheitern. Ach, was für eine Pein war das für mich! Ich möchte wohl wissen, ob es ihr jemals auffiel, wie gezwungen mein Lächeln, wie sade meine Witze und tote zitternd meine Stimme war. Das Herz tat mir weh von dem endlosen Hangen und Bangen, von der qualvollen Ungewißheit, die doppelt fühlbar ist, wenn man sich zu untätiger Ohnmacht verurteilt sieht. Immer unerträglicher wurde mir die furchtbare Spannung, während int Palast die Hochzeitsvorbereitungen ihren ununterbrochenen Fortgang nahmen. Viele fremde Gesichter kamen und gingen; Hausierer, Wahrsager, Musikanten und Bänkelsänger drängten sich in den äußeren Höfen. Als ich einmal auf meinem Weg in den Garten durch den Audienzsaal ging, traf ich auch Mr. Ibrahim, der sich nicht wenig über das Wiedersehen zu freuen schien, und mir lebhaft die wie immer feucht-klebrige Hand reichte. „So sind Sie also noch immer hier?" Ich zwang mich zu einem höflichen Ton. „O ja, ich bin noch immer hier", antwortete er mit vielsagendem Lächeln. „Und wie steht es mit den Perlen?" „Ich glaube, die Sache macht sich nun doch allmählich. Die Rani Sundaram kann nun einmal nicht darauf verzichten. Sie hat ja auch gewöhnlich so ihre eigenen Mittelchen und —" „Nun, und?" Ich wollte auch das schlimmste erfahren. „Sie hat die Perlen augenblicklich in Verwahrung", — er hielt inne und lächelte bedeutungsvoll, wobei seine lang- geschlitzten Augen unheimlich funkelten — „zur Probe!" „So, wirklich?" stammelte ich und setzte eilig tüeinen Weg fort. Allein mir war, als versagten die Füße mir den Dienst, lange bevor ich den weißen Pavillon erreicht haben würde. Das tagelange Fernbleiben Maxwells, sein vollständiges Schweigen, der Rani Zuversicht bei anscheinender Untätigkeit: was hatte dies alles zu bedeuten? Auf keinen Fall etwas Gutes. Ach ja, ich fühlte es, der Himmel hing voll schwarzer, drohender Wolken, und der augenblickliche Stillstand war nur die Ruhe vor dem Sturm. (Fortsetzung folgt.) Ira»z von Lenöach, Wieder hat ein Herrscher im Reiche der Kunst die einsame Fahrt zur düsteren Toteninsel angetreten, während auf den verschiedensten Ausstellungen seine Werke Zeugnis ablegen von dem Fleiße und der Kraft, die bis zuletzt fein Leben füllten. 279 Am 4. Mai erlag Lenbach in seinem Palaste zu München den Leiden, die ihm die letzten Lebensjahre verbitterten. Vor wenig Jahren ging ihm sein einstiger Freund und Kunstgenosse Böcklin vorauf. Kein Fürst fand bei seinem Tode eine Aeutzerung des Beileids für die Hinterbliebenen des größten deutschen Künstlers, wohl aber trauerten um seinen Hingang die Künstler von aller Welt Enden und der Genius der Kunst senkte huldigend und trauernd seine Fackel. Bei Lenbachs Leichenfeier werden die Fürsten nicht fehlen; ehren sie doch sich selbst, indem sie den Meister ehren, der ihnen oder ihren Vorfahren Denkmale gestiftet hat, die Stein und Erz überdauern dürften. Die Größten unserer Nation, die glorreichsten Fürsten, Führer und Geistesheroen sind durch Lenbachs Pinsel verewigt. Mit wenigen Strichen läßt sich sein äußerer Lebenslauf zeichnen und doch tritt in dem schlichten Verlauf seines Lebens gar bald die besondere Gabe hervor, die es ihm erleichterte, aus den einfachsten Verhältnissen stammend, sich zu einer gesellschaftlichen Stellung aufzuschwingen, wie sie vor ihm unter allen Künstlern nur Rubens hatte: Lenbach war keine zaghafte, abwartende Natur, er war lieber Hammer als Ambos und trotzdem er fand, daß des Künstlers Wert einzig durch sein Werk bestimmt werde, so kräftig wußte er sich doch Geltung zu verschaffen, wenn von Toren oder Jntriguanten seinen Arbeiten nicht die gebührende Achtung gezollt wurde. Lenbach war am 13. Dezember 1836 zu Schrobenhausen in Oberbayern als Sohn eines Maurermeisters geboren. Daß er seine Kindheit in einfachen, ländlichen Verhältnissen, in völliger Ungebundenheit und Sorglosigkeit verbrachte, mag das gesunde Unabhängigkeitsgefühl bestärkt haben, mit dem er später sein Leben gestaltete. Der Tiermaler Hosner, der sich Studien halber in Schrobenhausen aufhielt, entdeckte und förderte zuerst das Talent des Knaben. Der Vater Lenbachs wollte nichts von der Kunst wissen und bestand darauf, sein Sohn solle beim Handwerke bleiben. Hofner jedoch setzte es durch, daß Franz zunächst in München unter Professor Gräsle studieren durfte. Von 1855—57 weilte er in seinem Geburtsorte, arbeitete unablässig nach der Natur und wanderte von Zeit zu Zeit nach München, um sich in die alten Meister zu vertiefen, deren genaue Kenntnis ihn: schon damals als die Vorbedingung jedes echten Könnens erschien. 1857 wurde er Schüler Pilotys und dieser gewann ihn bald so lieb, daß er ihn mit nach Italien nahm. Die Führerschaft Pilotys hätte für ihn genau so verhängnisvoll werden können, wie sie es für die meisten Piloty-Schüler geworden ist. Die scharf ausgeprägte Eigenart Lenbachs jedoch schützte ihn früh vor sklavischer Nachahmung und ließ ihn die Leitung des Meisters nur dankbar annehmen, um tiefer in das Verständnis der Alten einzudringen. Nach seiner Rückkehr aus Italien erhielt Lenbach, trotzdem er damals noch ein völlig unbekannter Künstler war, vom Grobherzog von Weimar einen Ruf als Lehrer an die dortige Kunstschule. Der anregende Verkehr mit Begas und Böcklin konnte jedoch Lenbach nicht über die Oede des kleinstädtischen Geistes Hinwegtäuschen, der die Goethe-Stadt beherrschte. Nach kurzer Zeit verließen er und Böcklin Ilm-Athen und suchten ihr Heil auf anderen Bahnen. Inzwischen hatte Graf Schack den jungen Künstler und seine Meisterschaft im Kopieren alter Meisterwerke kennen gelernt. So ging Lenbach 1863 in Schacks Auftrag nach Italien, und 4 Jahre später nach Spanien, um verschiedenes von Tizian, Giorgione, Velasquez und Rubens zu kopieren. Auf diese Weise entstanden Werke, die noch heute eine Sterbe, der Schaäschen Gallerte bilden. Dies eifrige. Kopieren der alten Meister legte neben emsigen Naturstudien den, Grund zu Lenbachs verblüffendem Können. 1870 ließ sich der Künstler in München nieder und widmete sich seitdem ausschließlich der Porträtmalerei. Gewiß war es ein Glück, daß Lenbachs reifstes Können mit Deutschlands glorreichster Zeit zusammenfiel, aber sein Ruhm wurde ihm doch nicht dadurch, daß er die Heroen seiner Zeit malte, sondern einzig, durch die Art, w i e er sie malte. Wäre dem nicht so, so verdienten ja Anton von Werner, Kiesel, Angeli u. a. unmittelbar neben Lenbach genannt'zu werden. Im Jahre 1887 heiratete Lenbach die Nichte Moltkes. Es dürfte aber wieder ein falscher Schluß sein, wollte man annehmen, daß Lenbach erst durch diese Heirat Zutritt zu den ersten Kre.sen fand — im Gegenteil, er konnte sich aus diesen Kreisen die Lebensgefährtin wählen, weil er in denselben bereits heimisch war und allgemein höchste Achtung genoß. Lehnbach ist nicht plötzlich, mit einem Schlage, zum berühmten Manne geworden. Langsam, aber sicher hat er Stufe nach Stufe erklommen. Sein geniales Können hat er seinem ununterbrochenen Studium der Alten und der Natur zu verdanken, die besondere Auffassung aber, die in seinen Bildern, lebt, ist Geist von seinem Geist, hat nichts mit den Alten zu schaffen, sondern steht sogar in direktem Gegensatz zu ihnen. Es wäre töricht, wollte man die lebensprühenden, farbenprächtigen Jugendbilder Lenbachs: „Vor dem Wetter flüchtende Bauern" ober „Der Hirtenknabe" aus der Schackschen Gallerie als einen Beweis anführen, daß er der realistischen Richtung habe auf die Füße helfen wollen. Ein Künstler wie Lenbach malt keinem Programm zu leide oder zu liebe: er malt. was sein Auge entzückt und was seine Seele entflammt, uitb es ist wohl natürlich, daß er als Jüngling sich an der Farbenpracht oder der äußeren Erscheinung berauscht, es ist natürlich, daß er hin und her tastet, sich in diesem und jenem versucht, bis er endlich fühlte, was seine besondere Gabe von ihm verlangt. Und Lenbachs besondere Gabe war die Seelenkunde. Man vertiefe sich in sein Selbstporträt aus den letzten Jahren — in die feinen Linien, die Sorge, Enttäuschung, Lebensfreude und Seelenpein in dies geistvolle Antlitz geschrieben haben, man blicke dem Künstler tief in das innig leuchtende Auge — da fällt das Banausenurteil: „Phantasielosigkeit!" in sich zusammen und vor uns steht der Idealist, der Mann mit dem scharfen Blick und dem warmen Herzen, der große Psycholog, der die verworrensten Seelenregungen zu entziffern verstand, der die Menschen malte, nicht wie Hinz und Kunz sie sahen, nicht einmal wie sie sich selbst verstanden, sondern einzig, wie er sie sah und verstand. Menschen, die ihn langweilten, malte er entweder gar nicht oder er malte sie in ihrer ganzen geistigen Jämmerlichkeit und ließ sie durch schweres Geld die Pein büßen, die sie ihm bereitet hatten. Andere, die ihn interessierten, malte er umsonst, malte sie zwei- oder dreimal, immer wieder in anderer Auffassung und Stimmung. Man fabelt von den enormen Preisen, die Lenbach für seine Bildnisse nahm. Er verfuhr auch in dieser Beziehung durchaus souverän und bestiminte die Preise nach den Lebensverhältnissen der Gemalten oder nach eigener Laune. Nahm er hohe Summen von den Hochgestellten und Reichen, so gab er auch wieder mit vollen Händen jüngeren Künstlern, die der Unterstützung bedurften. Der einstige Maurerlehrling hatte sich längst eine gründliche, vielseitige Bildung erworben. Gleich den großen Meistern der Renaissance war er ein eifriger Politiker, interessierte sich für wissenschaftliche Forschungen, vertiefte sich immer wieder in die besten Dichter aller Zeiten und studierte mit besonderem Interesse psychologische Werke. Er bildete sich stets sein eigenes Urteil und wußte seine Ueber- zeugung und seine Begeisterung auch seiner Umgebung mitzuteilen und aufzuzwingen. Ties allein ist der Schlüssel zu der Sieghaftig- keit, mit der er sich neben seiner künstlerischen auch seine gesellschaftliche Stellung zu schaffen wußte. Durch seine Eigenart ist seine Stellung zu den Alten, sind mehr oder minder auch seine künstlerischen Vorzüge und Nachteile bedingt. Wie wir bereits erwähnten, hat Lenbach in Beziehung auf die Technik den Alten sehr viel zu danken. Erinnerungen an Rembrandt, an Tizian oder Rubens tauchen auf, wenn man vor seinen Werken weilt, aber diese Verwandtschaft ist eine rein äußerliche; im übrigen, d. h. dem seelischen Gehalte nach steht er, wie schon oben erwähnt, in direktem Gegensatz zu den Alten. Tiefe zeichnen sich in ihrer Auffassung durch die strengste Sachlichkeit aus. Ich möchte sagen, sie geben „Das Ting au sich", Lenbach dagegen ist völlig subjektiv, legt eigene Stimmung und Wertschätzung in feine Bildnisse, läßt fort, unterstreicht — ganz vom Empfinden des Augenblicks geleitet. Ihm ist es nicht um die äußere Aehnlichkeit zu tun, ihm liegt nur daran, so viel wie möglich von dem Flüchtigen,Unbestimmbaren, die Form und durchleuchtendem „Etwas" zu erhaschen, das man bt* Seele nennt. Er benutzt die Photographie, etwa wie der Geschichtsschreiber die Aufstellung dürrer Tatsachen; im übrigen unterbricht er seine Sitzungen durch längere Pausen, plaudert mit feinen Modellen, sucht sie zutraulich zu machen, regt sie zu offener Aussprache an, bis es ihm gelingt, einen Blick in die geheimsten Triebfedern dieser besonderen Seele zu tun. Dieser Begabung haben wir vor allen Dinegn die interessanten Frauenbildnisse zu danken. Soll dereinst die „Entwickelung der Frau int 19. Jahrhundert" geschildert werden, so werden Lenbachs Bildnisse einer der wichtigsten Faktoren sein unter dem reichen Material, das zu einer solchen Arbeit herangezogen werden müßte. Es sind freilich — leider möchte man fast sagen — nur die oberen Zehntausend von Lenbachs Pinsel sestgehalten und so eigenartig und verschieden sie alle untereinander sind, die zarten Kinder, die eben erblühten Mädchen, die alten und jungen Frauen, so ist doch den meisten ein Zug gemeinsam, der einst vielleicht dem Psychologen zu denken geben wird? Etwas vom Geiste des viel berufenen „fin de siöele", etwas Müdes, Perverses, Sensibles oder Rätselhaftes ist fast all diesen Frauen eigen. Nur hier und da taucht ein geistvolles Matronenantlitz auf, das nicht nur von Kampf und Resignation, sondern auch von Sieg zu reden weiß. Kaum je verrät ein Antlitz jugendfrohe Lebensfreude. Da fragt man sich: war dies das eigenste Wesen aller dieser Frauen oder reflektieren sie mit ihrem weiblichen Anpassungsvermögen mehr oder minder die innerste Seele des Künstlers? Trat Lenbach eine volle, geschlossene Persönlichkeit entgegen, wie in Kaiser Wilhelm L, Bismarck, Moltke, Döllinger, Wagner, Lißzt, so versenkte er sich mit feinstem Verstehen in ihre Eigenart und wußte Bildnisse zu schassen, wie sie sich für immer der Vorstellung des Volkes einprägen werden. Leider blieb Lenbach nicht ganz frei von Manier. Je mehr seine Meisterschaft zunahm, mit wenigem viel ausdrücken zu können, um so flüchtiger und skizzenhafter wurden seine Darstellungen, um so eigensinniger ließ er die äußere Aehnlichkeit außer acht und benutzte das Material einzig, um seine eigensten Empfindungen zum Ausdruck zu bringen. Aeußerlich war seit 1870 Lenbachs Leben ziemlich gleichförmig — fein Aufenthalt wechselte zwischen München, — 280 — Varzin, Hamburg und Berlin. Er verkehrte intim mit Bismarck und Moltke und wurde von Kaiser Wilhelm I. hoch geschätzt. Das Fest, das er einst in seinem Palais in München dem Fürsten Bismarck gab, wird noch lange in der Erinnerung der Münchener fort» leben. Lenbach kannte keine Kriecherei; er war Hoch und Niedrig gegenüber derselbe freie stolze Charakter. Die Mitglieder der „Allotria", an deren fröhlichen Sitzungen der Künstler gern in seinen Mußestunden teilnahm, wissen von seiner schlagfertigen Art, von seiner gefiirchteten Satyre manch treffliches Beispiel zu berichten — sie wissen aber auch alle den geraden Sinn und die Herzensgüte des nun Dahingeschiedenen zu rühmen. Ein endgilitges Urteil über die Werke Lenbachs können erst die kommenden Jahrhunderte füllen; wir aber bekennen an der Bahre des Meisters, daß mit ihm einer der Auserwählten unseres Volkes schied, ein Selfmademan im edelsten Sinne des Wortes, der nicht durch die Gunst der Großen, sondern allein durch den Wert seiner Werke und die Macht seiner Persönlichkeit sich ein Ansehen und eine Stellung zu verschaffen wußte, wie sie wenig Sterblichen zu 'eit wird. Kin neuer Fioman. Ilse Jsensee. Fred Schirokauer, ein junger Jurist, der, wenn ich nicht irre, vor etwa Jahresfrist mit einem Drama im Deutscher: Theater zu London einigen Erfolg errang, hat unlängst einen Roman veröffentlicht, der eine nicht gewöhnliche Dalentprobe bedeutet. Mit mehr Recht als Holzamer seiner ,„Jnge" hätte Schirokauer seiner „Ilse Jsensee" (Verlag Continent Theo Gutmann, Berlin-Charlottenburg.) den Untertitel „ein Frauenleben" geben können, denn er führt uns von Anfang bis Ende mit Entschiedenheit den Werdegang eines weiblichen Wesens vor. Er vermeidet Abschweifungen und bringt alles in unmittelbare Beziehung zu seiner Heldin. Dazu tritt die leuchtende Farbengebung eines modernen Koloristen. Prächtig setzt der Roman mit der Geschichte einer Kinderliebe ein. Es gibt kaum ein dankbareres Motiv- und jeder Dichter, der es halbwegs versteht, uns ans Herz zu greifen, hat damit gewonnenes Spiel. In unferm Fall lernen wir das elfjährige Freifräulein Ilse von Jsensee sofort in ihrer feinen seelischen Veranlagung, in ihrer temperamentvollen, gegen sinnlos hemmende Konvenienz sich aufbäumenden Eigenart kennen, wenn sie mit einem nach Herkunft und Begabung ungewöhnlichen Bauernjungen dem Verbote der Mutter zum Tvotz innige Freundschaft hält und dann am nächtlichen Krankenlager, das sie heimlich besucht, Zeugin seines Erstickungstodes Wird. Zwischen einen brutalen Vater und eine schwache, in vornehmer Exklusivität ihr Ideal erblickende Mutter gestellt, muß das frühreife Mädchen ihr Innenleben mehr und mehr vertiefen. Auch in einem vornehmen Dresdener Erziehungsinstitut bleibt sie vereinsamt. Ihre verderbten Mitschülerinnen weihen sie in die Mysterien der Geschlechts liebe ein. Und auf dem väterlichen Gute muß sie wider Willen einen elementaren Vorgang zwischen einer Dirne und einem Burschen beobachten. In die Gesellschaft eingeführt, sucht sie unter allzu faden Alltagsmenschen einen edlen Mann, dem sie sich mit der ganzen Kraft ihres starken Wesens hingeben will, der „ihr Leben zu einem Künstwerk gestalten" soll. Schließlich rettet sie sich vor den Eltern, die ihr einen ungeliebten Freier aufdrängen wollen, üt die Arme eines fünfzigjährigen Professors der Botanik. Frau Professor Weltmann fühlt sich an der Seite ihres vortrefflichen, zartfühlenden Gatten glücklich, wenn auch nicht so, wie sie es einst in ihren Mädchenträumen gehofft hat, bis das Schicksal in ihr Dasein tritt in Gestalt des jungen Dichters Adolf Faltus. Er wird der Hausfreund des Ehepaares, und der Professor duldet, ja begünstigt das gefährliche Verhältnis. Auf ihn fällt die Hauptschuld, da er Ilses Seelenlage ebenso wie ihr heißblütiges Naturell kennt und sie vor der Versuchung bewahren müßte. Der Hauptfehler des Romans ist diese seltsame Passivität des lebenserfahrenen Botanikers. Das Unausbleibliche geschieht also: Ilse vergeht sich mit Faltus und bekennt es alsbald dem Gatten. Sanft löst sich ihr Bund, ganz wirft sie sich nun dem Geliebten in die Arme, aber sie will nicht sein Weib werden, weil er nicht gebunden sein soll. Die treibende Kraft ihrer Liebe begeistert ihn zu einem Drama, das ihm einen außerordentlichen Erfolg schafft. Aber Faltus ist in Wahrheit ein arger Egoist. Wie ein Vampyr muß er stets das Herzblut einer Frau aussaugen, um ein neues Werk vollenden zu können; sobald die Tät vollbracht, das Weib für ihn ausgeschöpst ist, ist er auch mit ihr und seiner Liebe fertig, um sich an einer neuen Geliebten von neuem zu berauschen. Es ist das brutalere Gegenstück zu Holzamers „Inge". Sobald Jlfe den Dichter durchschaut hat, verläßt sie ihn in wortloser Verachtung. Jetzt scheint ihr nichts anderes übrig zu bleiben — als der Tod. Aber im letzten Augenblick entschließt fte sich anders. Sie fühlt ihre junge, ungebrochene Kraft. Nun, nachdem sie den Becher irdischen Glücks geleert, soll für sie das Leben beginnen, welches die Millionen der Men- fchen leben: das Leben voll Mühe und Arbeit. Mit dieser Resignation der Zwanzigjährigen endet das Buch. Schirokauer hat den zweiten Teil dieser Lebensgeschichte, der zugleich eine Fortsetzung der „Nora" Ibsens wäre, vorerst ungeschrieben gelafsen. Jedenfalls geht durch seinen Roman etwas Großzügiges, Fortreißendes. Schirokauer ist ein vortrefflicher Erzähler, als Schilderer ein moderner Maler, als Poet ein feiner, kluger und geishreicher Psychologe. _____________ Literarisches. — „Von der Frau für die Frau" ist das Leitmotiv, unter dem der soeben zur Ausgabe gelangte erste Jahrgang von „Hillgers illustriertem Frauen-Jahrbuch" er- fchienen ist. (Hermann Hillger Verlag, Berlin W. 9.) Was das im 7. Jahrgange erschienene bekannte „Kürschners Jahrbuch" als wertvoller Bestandteil seiner Bibliothek für den Mann ist, das soll „Hillgers Frauen-Jahrbuch" für die Frau werden. Die hervorragendsten Vertreterinnen und Führerinnen der Frauenbewegung sind durch wertvolle Beiträge vertreten und bieten ein übersichtliches, klares Bild über diese, seit Jahren die ganze Menschheit bewegende Frage. Jedoch nicht nur für die Anhänger der Bewegung, sondern auch für die Gegner derselben bietet „Hillgers Frauen-Jahrbuch" eine Fülle des Interessanten und Lehrreichen. Trotz des Umfanges von ca. 500 Seiten ist der Preis nur 1 Mark. t — Venedig, die stolze Königin der Meere, betrachtet Alber Zacher, der italienische Korrespondent der „Frls. Ztg.", in einem unlängft in 2. Auflage erschienenen Büchelchen, das den Band VI der von dem bekannten Breslauer Kunstkenner Professor Dr. Rich. Mauther unter dem Titel „Die Shmft" herausgegebenen Sammlung illustrierter Monographien bildet. Die beiden ersten Bändchen, die „Lucas Cranach" und „die Lutherstadt Wittenberg" behandelten, haben wir vor etwa Jahresfrist an dieser Stelle lobend erwähnt. Wer an einem lauen VorsrühliNgsabend aus den: Markusplatze zu Venedig gestanden hat, während von klarem Himmel der Mond herniederschaute, der glaubte sich gewiß in Außerirdisches versetzt, der glaubte die Zeit der Märchen erfüllt, die fabelhafte Zeit der Wunder wiedergekommen. Nur dichterischer Traum, so möchte man meinen, kann so unvergleichlich Herrliches ausbauen und vollenden, auch ohne Farbenzauber malen. Zachers Venedig-Büchlein wird allen Venedig-Fahrern willkommen sein. Als hübsch Rückerinnerung ivie als Prognostikon einer Reise ins Märchenland wird es willkommen sein mit seinen kleinen seinen Illustrationen der prächtigsten Bau- und Bilderwerke Venedigs und mit seiner frischen, flotten, sachkundigen und begeisterten Schilderung dieser einzigartigen Stadt. Das Büchelchen, im Verlage von Jul. Bard in Berlin W. 87 erschienen, kostet elegant kartoniert und mit Goldschnitt versehen nur 1.25 Wk. Bilderrätsel. (Nachdruck verboten.) »ÄH (Auflösung in nächster Nummer.) Auflösung der Zahlenpyramide in vor. Nr.: E i E i s Elis Elise Seiler Redaktion: August Götz. — Rotationsdruck und Terlaa der B ruht'scheu Luiverfltöts-Bnch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen.