1904 -MiEMwl-AMLer) ’m | a nn MUk Samstag den 4. Juni. «m _g (SA? MZW -arniiinil WMW ^Wlitl ‘JJc (Nachdruck verboten.) Irühlingsstürme. Roman von Paul Oskar Höcker. (Fortsetzung.) Sechstes Kapitel. Weihnacht rückte heran, und Fränzes kleine Feriengäste trafen auf Sakuthen ein. Das gab nun wieder eine Helle, fröhliche Note. Die beiden wilden Rangen stellten das ganze Haus auf den Kopf. Dieter Lotz wurde es bisweilen ein bißchen zu viel des Trubels. Wer Zupitza duldete diesmal keine Klage. „Lieber Freund", sagte er, indem er ihm beschwichtigend auf die Schulter klopfte, „vor allem lassen Sie's Ihre Frau nicht merken, wenn die Jungens Sie stören. Denn glauben Sie mir: Frau Franze ist der schwierigste Patient hier im Hause." Erschrocken blickte der Gelähmte auf. „Was fehlt ihr, Doktor?" „Dasselbe, was Ihnen fehlt, und was Sie so verzweifelt mit Ihrem Schicksal hadern macht: Luft, Bewegung, Marschieren, Tanzen und Schlittschuhlaufen." Dieter nickte trübe. „Ja, ja, sie zwingt sich fast zum selben Krankenstubenleben, wie ich es führe- Ach, Doktor, wenn mir's nicht so hundsmiserabel ginge, wenn id). sie nicht brauchte... Ich sehe doch selbst, wie blaß und matt sie geworden ist!" „Ja, und nun nehmen Sie mal an, Sie stehen eines Tages gesund und munter wieder auf — und dann wird sie sich, legen müssen!" Immer öfter, immer dringlicher machte Zupitza dem Mauken derlei Vorstellungen, wenn er mit ihm allein war- Sie sannen und berieten dann beide, wie sie Fränze mit List oder durchs Ueberredung dazu bringen könnten, sich selbst mehr Freiheit zu gönnen- Das lenkte Dieter noch mehr, als der Doktor gehofft hatte, von seinem eigenen Leiden ab- So verliefen auch die Vorbereitungen für die Feiertage ohne Mißklang- Wenn Zupitza abends zu Besuch, kam, gab es jetzt weder Lektüre noch Musik- Das Fest ward hier oben in bestimmten patriarchalischen Formen gefeiert, an denen Nicht gerüttelt werden durfte, wenn man's mit dem litauischen Hauspersonal nicht verderben wollte. Es galt, viele große und kleine Wünsche zu erraten und zu erfüllen. Und natürlich mußten Marzipan uich Pfefferkuchen gebacken werden. Auch der übliche Milchpunsch ward gebraut. In der Küche und auf der Diele duftete es nach Rosenöl, Zitronen, Mandeln und Arrak- Für den ersten Feiertag war Zupitza gleich Pratje und anderen näheren Freunden zu Tisch nach Sakuthen gebeten. Der Jubel der Kinder über die reichen Geschenke erfüllte das Haus, auch Dieter zwang sich, trotz gesteigerter, Schmerzen, zur Teilnahme an der allgemeinen Feststimmung- „Und was Ihnen das Christkind beschert, Fran Fränze?" fragte Zupitza die Hausfrau. Ihre strahlenden Blicke folgten dem lustigen Spiel' der beiden Knaben, die jauchzend um den Tannenbaum herumtollten. Verträumt atmete sie den Duft der Marechall Niel-RoseN ein, die er ihr in losem Strauße gebracht hatte- „Sie wissen es doch Doktor", sagte sie leise- „Ferien hat es mir gebracht-" Dieter Lotz hatte sich nach langen Vorbereitungen mit Stojentin und den Werkführern endlich, dazu bereit erklärt, an Stelle der bisherigen Tagelohnarbert vom ersten Januar ab im Akkord arbeiten zu lassen- Das war Zu- pitzaö hauptsächliches Verdienst Mau brauchte künftighin nicht mehr so ängstlich die leidige Polizei auf dem Werke auszuüben: das bedeutete besonders für Fränze eine große Entlastung. Umsomehr, als Lotz ihr am gestrigen Wend auch die Anstellung eines zweiten Schreibers in Aussicht gestellt hatte. „Natürlich sind Sie mir nun bitterböse, Frau Fränze?'- freiste cT- „Vielleicht- Denn ich werde ja nicht wissen, was ich mit all der Freiheit anfangen soll." „Zunächst einmal tüchtig Schlittschuhlaufen. Die Jungens an die Hand nehmen und draußen die Wintersonne anlachen- Lockt Sie das nicht?" Sie wandte sich dem Fenster zu, durch das in breiter Bahn das volle weiße Sonnenlicht hereinsiel. Ihre Brust hob sich in einem tiefen Atemzug. „Ach, lieber Freund, gewiß lockt's. Ich habe ja solche Sehnsucht nach der Sonne. Die Arme möcht' ich ausbreiten. . . Und wenn mark Schwingen hätte - . ." Ein wehmütiges Lächeln huschte über ihr Antlitz und machte den temperamentvollen Aufschwung; rasch wieder ermatten. „Wer Sie kennen doch die Sage vom armen Ikarus- Nicht, Doktors Solang die Kinder auf Sakuthen weilten, genoß Fränzq jedoch die ihr neue Freiheit mit fast leidenschaftlicher Hingebung. Zupitza ward sogar ein wenig eifersüchtig, denn sie war die Ferien über kaum mehr für ihn zu haben- Der Mnter, der richtige, starre, ostpreußische Winter, hatte kurz vor dem Fest seinen Einzug gehalten- Schmale Eiskrüsten hatten sich schon um die Mitte des Weihnachtsmonats rund um das Delta angesetzt, sie wuchsen von Tag zu Tag, weit übers Haff hin bedeckte bald eine weißlichgrüne gläserne Borke die dunkle Flut, und als am Neu- jahrsmorgen die Fähre über den Kärpafiestrom in Bewegung gesetzt werden sollte, war auch die Rinne im Eis, die man bisher mit der Axt freigehalten hatte, über Nacht so fest zugefroren, daß ein Wiederausbrechen ausgeschlossen war- Nun ging der ganze Verkehr flott übers Eis. Das Giller Delta hatte seinen Jnselcharakter völlig verloren- Es war mit dem Festlande verwachsen- 326 — Und binnen weniger Nächte brachte der Frost dss Delta auch mit der Nehrung in Verbindung. Wv bisher Dampfschiffe die tiefe Flut durchschnitten hatten, breitete sich eine unabsehbare Eisfläche aus, über die lustig die Schlitten dahinjagten. Die Jugend von Gill schnallte Schlittschuhe unter die Sohlen und tummelte sich auf dem breiten Rücken des Karpaßstromes, die Erwachsenen folgten bald ihrem Beispiel, dann kamen sogar große Gesellschaften im Schlitten aus der Kreisstadt au, die an dem sportlichen Vergnügen teilnahmen, um im Anschluß daran im „Löwen" zu tanzen und ungeahnte Punschmengen zu vertilgen. Es ging in der ganzen Gegend viel lebhafter, geselliger und lustiger her als im Sommer. Ein paarmal brachte Zupitza auch wirklich Frau Fränze dazu, daß sie sich mit ihren kleinen Gästen den Giller Herrschaften aus größeren Schlittenpartien anschloß. Sie kam jedesmal munter und mit geröteten Wangen heim- Lotz sagte: Erfrischend wie ein lieber Besuch. Wer die Herrlichkeit auf dem blitzblanken, von der klaren, kalten Wintersonne beschienenen Eise dauerte nicht laug. Anfang Januar gingen unendliche Schneemassen nieder und überzogen die ganze Niederung mit einem weißen, weiten, unabsehbar weiten Leichentuch, das alles Lebeu zu ersticken drohte, das kaum mehr eilt ahnendes Unterscheiden zuließ, wo früher Strom, wo Land, wo Haff uud wo Meer gewesen war- Schnee, Schnee, Schnee, wohin das Auge blickte- Die kleinen Feriengüste waren nach Insterburg abgezogen, und es ward wieder einsam, recht einsam auf dem Werk. Die Sakuthenen bekamen in ihrer Abgeschiedenheit, seitdem der Schnee meterhoch rund um die Gehöfte lag, sehr wenig andere Künde von draußen als durch die Zeitung. Und selbst die Post blieb manchmal aus. Die dickverschneite Straße lockte nur selten die Giller Bekannten zu einer Schlittenfahrt nach dem Werk- Der Doktor war der einzige, der sie aus ihrer Einsamkeit erlöste — oder sw teilte, wenn der Zustand des Kranken keine Zerstreuung huließ, wenn die Hauptzeit des Besuches damit hinging, ihn zu trösten. Zupitza führte in diesen Wochen einen wahren Kampf. Er nahm jede Gelegenheit wahr, um Fräuze aus dem Hause wegzuholen. Als die Kasinogesellschast eine Ressource ansagte, setzte er's bei Dieter durch, daß er sie zur Teilnahme au dem Fest überredete. Sie schloß sich also an Schmals an- Wer befriedigt schien sie von diesem „Ausflug in die Welt" doch nicht- Zupitza hatte einer weiten Fahrt übers Haff halber, die sehr dringlich war, erst um Mitternacht im Tanzsaal des „Löwen" eintreffen können- Da war Frau Lotz mit ihren Bekannten aber 'schon gegangen- , Andern Tags, als er sie beim Abschied danach fragte, meinte sie: ,^Jch bin zu ernst, zu schwerfällig, vielleicht auch zu alt geworden für solche Vergnügungen- Nein, Doktor, verordnen Sie mir keine Feste mehr." Es klang fast Kummer aus ihren Worten. Zupitza zuckte es durch den Sinn: vielleicht hatte sie unter Gamerings Galanterien zu leiden gehabt, vielleicht hatte sie sich über Zudringlichkeiten, Anspielungen ärgern müssen- Das Blut stieg ihm in die Schläfen: starke Eifersucht peinigte ihn. Sie standen im halbdunklen Korridor einander dicht gegenüber. Beide dämpften die Stimmen, damit Meter sie -rinnen int Zimmer nicht hörte- „Hat man Sie gekränkt, Frau Fränze?" „Noch nicht", sagte sie langsam, mit eigener Betonung. Betroffen blickte er ihr ins Auge. „Womit — quälen Sie sich nur wieder?" Sie wich ihm aus. „Ja, sehen Sie, lieber Freund, Sie haben mir eben mehr Freiheit verschafft, als ich vertragen kann-" //Tag für. Tag zwei Stunden." Nun nahm er ihre beiden Hände in die seinen. „Frau Fränze, muß man Sie nicht tüchtig auslachen, tote? Spazierenlaufen sollen Sie, sich müde laufen, das Blut aufpeitschen, sich heiß laufen tnt Wintersturm draußen- Es tut Ihnen ja so not, Sie wissen es gar nicht- Und liegt denn nicht auch darin ein eigener Zauber? Seine Kräfte messen, auftrumpfen gegen irgendwas —- und wenn's auch nur Sturm und Schnee ist?" Er hatte auf seinen Schlittenfahrten selbst oft nicht geringe Strapazen durchzumachen. Auf den mühsam gebahnten, von Schneefällen immer wieder verschütteten Wegen über Land gab's oftmals kaum ein Vorwärts- kommen mehr. Dann galt es, häufig genug bei sinkender Nacht und starrem Frost, den Schlitten zu verlassen und ktlometerlange Strecken zu Fuß zurückzulegen. Ein Wirren ins Moor, ein Wstürzen in die tieferliegenden Kanalgräben, deren Ränder sich im alles nivellierenden Schnee kaum abhoben, bildete die stete Gefahr bei jeder solchen Exkursion. Wer Zupitza, der ein Fanatiker der Arbeit war, fand in seiner Pflichterfüllung gerade unter so strapaziösen Begleitumständen am ersten Befriedigung. „Ich kann mich Dieters wegen ja doch nicht weit von Hause fortwagen", sagte sie. „Da kommt's also immer auf dieselben Märsche hinaus- Ueberall Schnee, vom Haff der unerbittliche, schneidende Wind, und immer der gleiche einsame Weg — von Sakuthen nach Gill, von Gill nach dem Werk." „Wer die Gedanken können doch schweifen, Frau Fränze?" Sagten Sie das damals nicht selbst?" „Ach ja, gewiß, sie schweifen. Weit, o so weit. Aber ins Trostlose — unaufhaltsam." Sie seufzte. „Als ich noch mehr Arbeit halte, war mir's Wohler." Er fühlte es jetzt: sie war wirklich gealtert in den paar Wintertoochen. Sichtbar. Es ergriff ihn tief. Wieder versuchte er, wie schon ost, ihr zu beweisen, wie not ihr's tue, sich innerlich mehr frei zu machen. Er stellte ihr vor, wieviel Schmerzen, wieviel Not, Jammer und Elend es unter dem armseligen Volk draußen auf dem Moor gebe: int Vergleich damit habe Dieter in all seinem Unglück doch noch ein goldenes Los- „Oft findet so ein unglücklicher Kranker in der Kolonie da drüben nicht einmal die notdürftigste Pflege, er verkommt, verendet wie ein wildes Tier. Und hier ist so viel sorgende Liebe um den einen bemüht — ja, ein Gesunder opfert sich für den Sterbenden auf. Frau Fränze, das ist eine ungerechte Verteilung. Und schließlich — erbittert es mich geradezu gegen ihn, der es duldet-" Sie schrak zusammen: man hörte Dieter, den es beunruhigte, daß Fränze noch nicht kam, klingeln und rufen- Da sie sich hastig nach der Tür umwandte, nickte Zupitza fast trotzig und schritt dem Ausgang zu. „Doktor", rief sie ihm in gedämpftem Tone nach, selbst wieder unschlüssig, „so sollen Sie nicht von mir gehen!" Ach, Sie wissen ja nicht, wie es an mir zerrt-" „Es gebricht Ihnen an Mut, Frau Fränze-" „Vielleicht nur am Mut zur Grausamkeit-" Nun sah er sie mit großen Augen an- „Gut, nennen Sie's Grausamkeit- Wer Sie müssen sie jetzt besitzen. Sonst gehen Sie mit zu Grunde. Rettungslos, Frau Fränze. Und — Sie hätten doch, noch Forderungen an die Welt." Die Tränen standen ihr in den Augen- Sie schüttelte verzagt den Kopf. „Nein, nein, ich habe keine Forderungen mehr." „So hat die Welt Forderungen an Sie!" Damit brach er das Gespräch ab und ging. (Fortsetzung folgt.) Können unsre Augen leuchten? Von Dr. Hans Fröhlich. Nachdruck verboten. Schon seit den ältesten Zeiten hat man die Beobachtung gemacht, daß die Augen der nächtlichen Raubtiere und vor allem die der Katzen in der Dunkelheit leuchten. Aristoteles erwähnt sogar ein Augenleuchent bei den Fischen. Andere Forscher wieder sahen es bei Hyänen, Wölfen, Ziegen, Schafen, Pferden, Raubvögeln. Frühzeitig bemächtigten sich Märchen und Gespenstergeschichten dieses Phänomens und erzählten von fabelhaften Tieren, deren Augen Funken sprühen, in vollkommen dunkeln Räumen gleich glühenden Kohlen funkeln und mit ihren Lichtstrahlen alles erhellen. Man betrachtete das Augenleuchten meist als eine Phosphoreszenz-Erscheinung, „ähnlich wie bei den Johanniskäfern und auf denselben Gründen beruhend". Im Innern des Auges sollte ein lichtsprühender Stoff sein, der das Licht auch in absoluter Dunkelheit erzeuge. Hierbei spiele hauptsächlich der Erregungszustand des Tieres eine große Rolle: die Gemütsstimmung, die Seele strahle aus den Augen. Buffon sagte: „Das Licht der Katzenaugen zeigt sich vorzüglich, wenn sie in einer lauernden Stellung sitzen, wenn sie über etwas Ungewöhnliches stutzen und wenn sie gereizt werden; in diesem Falle schießt es stoßweise hervor." Noch im Jahre 1809 schrieb Dr. Dessaignes in seiner sogar von der Akademie preisgekrönten Arbeit über die Phosphoreszenz: — 327 — „Die Augen gewisser Tiere besitzen die Eigenschaft, sich zu entflammen und wie ein Feuer in der Dunkelheit zu leuchten." Auch bei Menschen wollte man Leuchten und Funkensprühen der Augen beobachtet haben. Hierauf fußt die Erzählung von der Bärenjagd des Freiherrn von Münchhausen, welcher in seiner bekannten Geistesgegenwart seine körperlichen Fähigkeiten in jeder Weise auszunutzen verstand. Als er sich von einem Bären verfolgt sah und mit Schrecken bemerkte, daß er den Feuerstein zu seiner Flinte verloren hatte, fiel ihm noch rechtzeitig das Leuchten seiner Augen ein; er legte auf den Bären an und schlug sich mit der Faust aufs Auge, daß es Funken sprühte und das Pulver in der Flinte entzündete. Selbst in ärztlichen Kreisen herrschten früher ganz abenteuerliche Vorstellungen. So wird berichtet, daß der durch seine medizinischen Uebersetzungen berühmte Leipziger Arzt Dr. C. F. Michaelis mehrere Jahre vor seinem Tode sehr oft abends sowohl als des nachts in Zwischenräumen Lichtausströmungen aus den Augen gehabt habe, welche bei ihm so stark waren, daß er dabei die kleinste Schrift habe lesen können und die nächsten Gegenstände rings herum erleuchtet erschienen. Wissenschaftlich vorsichtige Gelehrte freilich glaubten auch bei diesem Phänomen nur das, was sie sahen. So erzählt Professor Ernst Brücke i. I. 1847: „Als ich vor kurzem eines Abends in dem Sprechzimmer der hiesigen (Berliner) Universität zwischen der daselbst besindlichen Hängelampe und der Tür stand, sah ich die Pupille eines jungen Mannes, der eben hinausging, als er sich umwandte, um die Tür zu schließen, mit lebhaft roter Farbe leuchten. Es fielen mir sogleich die vielen Erzählungen von dem Leuchten der Augen einzelner Personen ein, die ich immer für Fabel gehalten hatte, indem ich glaubte, daß nur die Augen von Albinos in derselben Weise wie die der weißen Kaninchen leuchten könnten. Der junge Mann aber, dessen Augen ich soeben hatte leuchten sehen, besaß dunkles Haar, und mithin war an Albinismus nicht zu denken." Wissenschaftliche Untersuchungen haben nun ergeben, daß ein selbständiges Lichterzeugen, ein „Phosphoreszieren" der Augen bei Menschen wie bei Tieren niemals eintritt. „Augenleuchten" kann nur durch Zurückwerfen, Reflektieren, der in das Auge von außen einfallenden Lichtstrahlen stattfinden. Auch die Augen der Katzen können bei absoluter Dunkelheit der Umgebung niemals leuchten, sondern höchstens noch in der Dämmerung, wo immerhin noch ein wenig Licht in die Augen gelangt und von ihrem Hintergründe wieder zurückgeworfen wird, wodurch die Pupille hell, d. h. erleuchtet erscheint. Bei diesen Tieren genügt hierzu schon sehr wenig Licht, denn sie haben in ihrem Augenhintergrunde eine glänzende, schillernd gefärbte Haut, das sogenannte Tapetum, welches einfallendes Licht lebhaft zurückwirft. Auf unseren Hausböden, wo es oft so dämmrig ist, daß man sich nur schwer zurecht findet, dringt doch in das Katzenauge genügend Licht, um seinen glänzenden Hintergrund hell erscheinen zu lassen. In noch größerem Maße ist dies der Fall, wenn wir mit einem Lichte einen ganz finsteren Raum betreten, in dessen Hintergrund eine Katze hockt, deren Augen nun die aufgefangenen Lichtstrahlen wie „Funkensprühen" zurückwerfen. Löschen wir aber das Licht ganz aus, so wird es auch in den Katzenaugen dunkel, von einem Erleuchten des Raumes durch dieselben kann gar keine Rede sein. — Aber auch beim Menschen, der kein Tapetum besitzt, können die Augen leuchtend erscheinen und zwar besonders bei den sogenannten Albinos, welche, wie die weißen Kaninchen, weder in Haut, Haare, noch Augen irgend welchen Farbstoff, Pigment, besitzen. Während nun bei gewöhnlichen Menschen alles Licht, welches die sogenannte Lederhaut des Auges trifft, von dem Pigment am Vordringen ins Innere zurückgehalten wird, kann bei den Albinoaugen viel Licht außer durch die Pupille auch durch die pigmentlose Lederhaut eindringen, sodaß das Augeninnere rötlick erleuchtet erscheint, was wohl schon jeder, wenigstens bei weißen Kaninchen, gesehen hat. Ein Leuchten des menschlichen Auges kann auch bei gewissen Abnormitäten desselben stattfinden, von denen die „Uebersichtig- keit" am häufigsten ist. Hieran litt jedenfalls auch der von Professor Brücke beobachtete junge Mann. Ebenso sind die Katzenaugen, an denen man das Leuchten so schön wahrnimmt, von Natur aus „übersichtig". Näher auf diese Abnormitäten einzugehen, würde hier zu weit führen und sich auch schwer allgemein verständlich darstellen lassen. Unser Karten im Juni. Der Anfang des Juni ist noch vorzüglich geeignet, um überall dort, wo sich leere oder lückenhafte Blumenbeete finden, durch Nachpflanzung hübschen Flor zu erzielen. Man lernt int Juni so recht den Wert der Reservepflanzen kennen, denn wer sie besitzt, kann _ ohne Schwierigkeiten die größten Lücken aussüllen. Wer fte mcht hat, muß zu den jetzt allerdings billigeren Angeboten der Gartnereren grerfen. ist notwendig, int Juni diejenigen Sträucher, welche ab- giwluht haben, zurückzuschneiden, damit sie im nächsten Jahre toteber krafttg blühen. ist notwendig, Erdbeeren zu entranken, für den der Treib- erdbeeren ziehen will, Ranken in Töpfe zu leiten. Es ist notwendig, die Kernobstbäume gegen Fusikladium mit halbprozentiger Kupferkalkbrühe zu spritzen, die Früchte, da wo sie zu dicht hängen, auszudünnen. Eine der wichtigsten Arbeiten besteht aber darin, daß wir den reichen Fruchtansatz ausnutzen. Wir dürfen nicht durch Trockenheit den größten Teil der kleinen Früchte verlieren, sondern müssen gießen und abermals gießen, damit sie sich erhalten und kräftig wachsen können. Sehr häufig wird das Gießen mit Spritzen verwechselt, insofern, als man nur die oberste Erdkrume benetzt. Solches Gießen resp. Spritzen ist ja erquickend, aber es ist nicht wachstumfördernd, denn das Wasser dringt nicht zu den Wurzeln. Und weil es nicht zu den Wurzeln dringt, können diese das Wasser nicht (tuffcttigert und vermögen sie es nicht in die Bäume zu pumpen. Neben dem Gießen ist aber auch das Düngen äußerst wichtig. , Düngen und Gießen können wir int Juni vereinen, wir gießen statt mit Wasser mit Dungwasser. Solches Düngen macht sich schon int Herbst bezahlt, weil es direkt zur Ausbildung der Früchte beiträgt und noch nicht die Gefahren späteren Düngens in sich birgt, die int ungenügenden Ausreisen des Holzes bestehen können. Wir machen Folgeaussaaten, von Radis, Salat, Kohlrabi. Wir pflanzen Winterkohl, Weißkohl, Wirsing und Rotkohl. Wir säen Winterrettig und Endivien, wir säen noch Buschbohnen, schneiden die Tomaten und geizen den Weinstock. Außerordentlich wichtig ist der Grünschnitt am Formbaum, wie er in Pekrun mit seinen 150 Abbildungen (Preis 1.20 Mk. mit Porto) gelehrt wird. Der Grünschnitt ist nicht allein maßgebend für eine gute Garnierung der Zweige, sondern er ist maßgebend für die Ausbildung von richtigem Fruchtholz. Wer es nicht versteht, den Grünschnitt auszuführen, wird fich am Formbaum niemals zurechtfinden und wird immer und immer wieder Fehler machen, die seine Form schänden und seine Arbeit nutzlos werden lassen. Die Aussaaten von Primeln, Cinerarien, Calceolarien können im Juni gemacht werden. Ende Juni säen wir auch Stiefmütterchen, Vergißmeinnicht und Hornveilchen aus. Wer noch nicht Gelegenheit gehabt hat, die prächtigen Wirkungen zu bewundern, die man mit dem Vergißmeinnicht erzielt, wenn es in Massen angepflanzt ist und die man mit Stiefmütterchen und Hornveilchen erzielen kann, sobald sie durch zeitige Aussaat zu kräftigen Pflanzen heranwachsen, dem kann nicht genug empfohlen werden, sich Massen vom Vergißmeinnicht, Hornveilchen und Stiefmütterchen hcranzu- ziehen, er wird feine Freude im nächsten Frühjahr haben. Die im April und Mai gemachten Staudenaussaaten werden auf Beete gesetzt, zur Not auch noch Staudenaussaaten von denjenigen Stauden gemacht, welche nur kurze Zeit zum Keimen bedürfen. Am 24. Juni soll das Spargelstechen aufhören. Von diesem Zeitpunkt an soll der Spargel Laub und Schosse bilden und Kräfte sammeln für die nächstjährige Saison. .Zum Kräftesammeln gehört Nahrung und deshalb ist es dringend notwendig, daß wir unsere Spargelbeete, nachdem das Stechen aufgehört hat, mit künstlichen Düngern düngen und ihnen Jauche geben, soviel wir eben haben. Von künstlichen Düngern sind U/z Zentner Chilisalpeter pro 2500 Quadratmeter, 1 Zentner 40 prozentiges Kalisalz für die gleiche Fläche empfehlenswert. Aber gleichmäßig dünn sollen diese Dünger ausgestreut werden. Sie sind deshalb zuvor mit dreifacher Menge trockener Erde oder Torf innig zu mischen. Haben wir bis zum 24. Juni nun dafür Sorge getragen, daß unsere jungen Spargelbeete verschont geblieben find vom Spargelkäfer und seinen Maden, so müssen wir jetzt daraus sehen, daß wir Käfer und Maden auch von den alten Beeten abhalten. Wir müssen ferner die Vermehrung der Spargelfliege Hintertreiben und müssen schließlich durch Bespritzung mit Kupserkalkbrühe den Spargelrost nach Kräften bekämpfen. I. C. Schmidt, Erfurt. Vermischte». * Millionärstöchter und abgelegte Fürsten- kleid er. Aus London wird der „Voss. Ztg." geschrieben: Zwischen der großen Republik in Nordamerika und den monarchischen Staaten des „abgelebten Europa" scheint eine Art Tauschhandel zu bestehen, über dessen Ausdehnung und Wert weder amtliche Blaubücher noch Berichte der Handelskammern Auskunft geben, obschon man gelegentlich in der Tageschronik und in internatio-' nalen Klatschblättern darüber Auskunft findet. Die jugendfrische amerikanische Republik führt Millionärstöchter nach Europa aus und nimmt int Tauschhandel abgelegte Kleider, Schnürleibchen und Schuhe europäischer Königinnen und Königstöchter an. England hat in den letzten Jahren so viele amerikanische Millionärs- töchter in seinen Adel ausgenommen, daß im auserlesenen Kreise der Herzoginnen sich eine Art Auflehnung gegen die letzte Einfuhr, die schöne und geistreiche Herzogin von Roxburghe, bemerklich gemacht hat. Die junge Herzogin hat jüngst mit zwanzig Millionen Dollars in der Tasche an der Seite ihres Gatten in dessen Ahnenschloß Floorscastle bei Kelsoe in Schottland ihren Einzug gehalten und jetzt flüstert man sich zu, daß die englischeu Herzoginnen, unter denen sich bekanntlich schon drei Amerikanerinnen befinden, dem letzten amerikanischen Eindringling die Türen ihrer Salons verschließen wollen. Und doch hat die ehemalige Miß Goelet vier Prinzen mnd einem königlichen Herzog Körbe gegeben, um mit ihren Millionen das Wappenschild der Herzoge von Roxburghe neu zu vergolden, deren Ahnenschloß seit dem — 328 — Tode des letzten Herzogs geschlossen war, weil die verarmte Familie nicht die Mittel hatte, in dem weitläufigen Gebäude ftandes- gemäß zu leben, lieber die Ausfuhr von Fürstenkleidern nach Amerika gibt eine englische Händlerin Auskunft, die in vielen europäischen Ländern Vermittlerinnen hat, welche die abgelegten Kleider von Königinnen und Königstöchtern ankaufen und als getragene Ware zollfrei in die Staaten einführen. Da ist z. B. eine junge Dame in Chicago, die bei ihrem Eintritt in die Gesellschaft ihren Freunden und Gespielinnen in einer Gewandung vorgestellt wurde, in der jedes Stück vorher von einer Königin oder mindestens von einer Prinzessin getragen worden ist. Der Vater dieser jungen Dame verfiel auf den Gedanken, seine Tochter in königliche Gewandung einzukleiden, und hat der englischen Händlerin den Auftrag gegeßen, ihm beglaubigt abgelegte Kleider von Königinnen zu verschaffen, und der Vermittlerin in Bezug auf den Preis freie Hand gelassen. Mit einer Auslage von ungefähr 4000 Mk. hat diese den Auftrag des Schweinemetzgers von Chicago erfüllt. Auf der eingereichten Rechnung, die mit dem in Amerika üblichen Zartgefühl sofort den Zeitungen zur Veröffentlichung übergeben worden ist, findet man folgende Posten: Ein Seidenkleid 2000 Mark, zwei Unterröcke von Seide und Spitzen zusannnen 800 Mark, ein Schnürleibchen 200 Mark, Leibwäsche aus feinstem Schleiertuch mit Spitzen 700 Mark. Strümpfe 100 Mark das Paar, die aus weisem Atlas verfertigten prächtig mit Goldfäden und falschen Perlen bestickten Schuhe sind mit 420 Mark und die Handschuhe mit 60 Mark eingetragen. Andere Amerikanerinnen kaufen dergleichen Plunder nicht zum Tragen, sondern für ihre Sammlungen. Die genannte Händlerin hat unter ihren Kunden eine amerikanische Dame, die eine große Sammlung von getragenen Korsetts hat, unter denen sich eins von nur 16 Zoll Umfang befindet, das von der ermordeten Kaiserin von Oesterreich getragen worden ist. Ein anderes Schnürleibchen gehörte der kleinen Königin von Holland an, ein drittes aus weißem Atlas mit Spitzen wurde einst von der Königin von Italien getragen, und die Kaiserin von Rußland ist durch ein seidenes Schnürleibchen vertreten. Auch Schuhe, Strumpfbänder und Strümpfe von noch lebenden und von verstorbenen Fürstinnen enthält die genannte amerikanische Sammlung. * Schönheitspflege bei Kindern. Je früher die Erziehung zur Schönheit bei Kindern beginnt, desto besser ist es. Fürchte niemand, dadurch eitle kleine Wesen zu züchten! Die Sache muß so gehandhabt werden, daß die Kleinen nichts davon merken, nicht einmal den Erfolg. Wenigstens nicht in dem Sinne, daß sie eitel und selbstgefällig dadurch werden. Da aber die Schönheit, die edle Formenschönheit des Körpers ein Freibrief fürs Leben ist und nicht ohne Gesundheit des Leibes und der Seele gedacht werden kann, sollte jede Mutter vom ersten Tage an ein wachsames Auge auf den Körper ihres Kindes haben. Die Glieder eines jungen Kindes sind so biegsam. Eine schlechte Sage, unordentlich gelegte Bettstücke können schor: auf eine Mißbildung und Verkrümmung hinwirken. Die Art, wie ein Kind getragen wird, ob immer auf dem rechten oder auch zuweilen auf dem linken Arm, hat entschieden Einfluß auf seine körperliche Entwicklung. Der schielende Blick hängt zuweilen, natürlich nicht immer, von den Gardinen des Wagens ab, die das Kinderauge verführen, nach ihnen hinzusehen, oder von Tupfen im Schleier. Das sind Kleinigkeiten, die vermieden werden können. Wird ein Kind immer nur auf deu Rücken gelegt, so erhält sein Köpfchen oft eine häßliche, platte Form, und bauschen sich zum Ueberfluß seitlich die Enden des Kissens auf, so entstehen abstehende Ohren. Darum ist es angebracht, das Kind öfters mit seiner Sage wechseln zu lassen. Zeigt sich eine angeerbte Neigung zu abstehenden Ohren, so muß ein kleines, luftiges Mützchen getragen werden, damit diesem Bestreben entgegengewirkt wird. Niemals reiße man Kinder an den Ohren oder steche ihnen gar Ohrlöcher. Der kleinen Nase kann durch sanftes Streichen oft noch, selbst wenn die Natur sie zu einer Stnmpfnase bestimmt zu haben scheint, eine sehr gute Form gegeben werden. Auf alle Fälle müssen Kinder daran ge- Ij-ittbert iverbett, aus Spielerei ihre Nase zu drücken und zu quetschen. Auch das einseitige Schnauben dient dazu, die Nase schief zu machen. Es ist natürlich unmöglich, einen großen Mund klein zu machen. Aber man kann von klein auf für eine gute Zahnbildung wirken. Erst vorbereitend durch größte Sauberkeit und später, wenn die Zähne im Wechseln begriffen sind, durch aufmerksamstes Reinhalten. Sehr viel trägt zur Linienbildung in einem Kindergesicht die schlechte oder gute Laune bei. Ein Kind soll so viel toie möglich zur Heiterkeit und Freude erzogen werden, zu einem edlen Gleichmaß aller Gefühlsäußerungen. Die Gegenstände, auf • denen ein Kindesauge beim Erwachen und Wachsen seiner kleinen Seele ruht, sollen schön und sinngemäß feilt. Mit ganz einfachen Mitteln kann dies erreicht werden. Eine Mutter achte darum mit peinlichster Sorge auf die Umgebung ihres Lieblings von klein auf. Die Augen und die Ohren sehen und hören bewußt und unbewußt so manches, was schädigend nachher von innen heraus sozusagen auf die Fortentwicklung der kleinen Menschenpflanze wirken kann. Auch der Pflege der Hände und Füße muß von früh auf Beachtung geschenkt werden. Weiche, geschickte Hände nnd feste, gut ausgebildete, in ihrer Entwicklung nicht gehemmte Füße — sie tragen mehr zum Glück und zum Wohlbefinden eines Kindes bei, als man sich vorstellen kann. Und dann - der Rücken! Kein Korsett, keine Schnürung hemme ihn oder die Brust in ihrem Wachstum. Ueberhaupt fort mit allen unnützen Stützen und überflüssigen Hüllen. Eine gute Hautpflege, eine sinngemäße Gymnastik, eine richtige Ernährung und gesunde Kleidung — und die Erziehung zur Schönheit wird erreicht werden. * Ämerikanisches Frauenleben. Unter dem Namen Gesellschaft verheirateter Männer gegen das Euchrespiel und zur Erhaltung des Heims, haben 21 Ehemänner in Boyonne, eine Organisation gegründet. .Sie erklären, daß es höchste Zeit sefi ihre Fraenn und die Frauen anderer Männer von dem unter dem Namen „Progressive Euchre" (ein Kartenspiel) bekannten Laster zu befreien und fügen hinzu, daß sie es in dieser Richtung an energischen Anstrengungen nicht fehlen lassen werden. Ein Herr Kicks wurde zum Präsidenten der Gesellschaft erwählt. Er sagte: „Es ist die höchste Zeit, daß wir unsere Manneswürde wahren nnd einen Versuch machen, diese Untugend zn beseitigen, welche unsere Häuslichkeit zu einer leeren Phrase macht. In vielen Nächten mußte ich mit dem Baby auf dem Arm auf und ab gehen und häufig bis3Uhr morgens warten, bis meine Frau nach Hause kam. Es ist schon so schlimm geworden, daß die Klubs nicht nur nachmittags, sondern auch abends zusammen kommen und jetzt sogar davon sprechen, auch an Sonntagen zu spielen." — Im „Verlag für Naturkunde" — Sprösser & Nägele —1 Stuttgart erscheint gegenwärtig die dritte Auflage von H e r nt. Wagners Illustrierter deutscher Flora, nach der von Dr. Aug. Garcke besorgten zweiten Auflage neu durchgesehen und verbessert. Mit ca. 1550 Pflanzenabbildungen. 16 Lieferungen ä 75 Pfg. In der nicht gerade armen Literatur über die Flora Deutschlands und der angrenzenden Gebiete ragt das Wagner- sche Werk durch seinen Reichtum an instruktiven Abbildungen hervor. Fast alle besprochenen Pflanzen werden sowohl in ihrer ganzen Gestalt als auch in vergrößerter Wiedergabe der charakteristischen Teile abgebildet, womit dem Anfänger und Liebhaber die Arbeit des Bestimmens sehr roefentließ erleichtert wird. Das Werk will auf solid wissenschaftliche und doch leicht faßliche Weise Studierenden, praktischen Forstleuten, Lehrern, La ndwirten,Gärtnern und der großen Schar der N a t ur- freunde als Führer beim Studium der Pflanzenwelt dienen. Es bringt nicht nur die notwendigen trockenen Bestimmungstabellen und Beschreibungen, sondern auch Angaben über, den Anbau, die technische und pharmacenttsche Verwendung der Pflanzen und sucht sich ferner durch Aufnahme einer großen Anzahl kultivierter Zier- und Gartenpflanzen den Gartenfreunden, nützlich zu erweisen. Jn- sekten-Sammler, welche die Botanik als Hilfswissenschaft nicht entbehren können, werden die korrekt gezeichneten Pflanzenporträts mit Freude begrüßen, um sich rasch mit den für sie in Betracht kommenden Nährpflanzen der Insekten und ihrer Larven bekannt zu machen. Für den Anfänger werden in der, Einleitung die notwendigsten Belehrungen über Pflanzenanatomie, botanische Kunstsprache, Pflanzen-Sammeln und -Präparieren nsw. gegeben werden. Die Anordnung des Ganzen ist nachdem zurzeit meist gebrauchten Englerschen System getroffen. Der Preis von 75 Psg. für das 3 Bogen starke reich illustrierte und durchweg solid und gut ausgestattete Heft im großen Oktav-Format ist gering. Erschienen sind bis jetzt 8 Lieferungen; das We« stwird voraussichtlich noch vor Schluß des Jahres vollständig. Magisches Dreieck. (Nachdruck verboten.) A A C I K Die Buchstaben sind in die Felder des Dreiecks derart zu fetzen, daß die drei Außenreihen, sowie die drei wagerechten Mittelreihen Wörter folgender Bedeutung ergeben: 1. Stadt in der Schweiz. 2. Teil des Körpers. 3. Physikalischer Begriff. 4. Flächenmaß. 5. Haustier. 6. Dichtung. Auflösung in nächster Nummer. Auflösung des Telegraphenrätsels in vor. Nr.r Wie gewonnen so zerronnen. Redaktion: Auaust Götz. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Cteindruckerei. R. Lange, Gieße«.