Frrilng den 21, August. b OThh ZdD W^MW W»S«Älfe ■y' 4 ibL • (Nachdruck verboten.) Schloß Osterno. Roman von S. M e r r i m a n. (Fortsetzung.) "Fürstin, ich muß Sie bitten, mir Aufmerksamkeit zu schenke,^ Interessiert der Fürst sich für die Bauern?" 5 „In tätiger Weise?" „Ja." „Können Sie mir Näheres darüber sagen?" „Nein", antwortete Etta. i.®erfcen Sie ihn also beobachten und mir nähere Details darnber verschaffen." v hpS £raLa®tW s"h. trotzig und bleich aus; die Augen des Barons wichen nicht von ihr. t)a^e. friir .eineu Ihrer alten Freunde, Herrn &ere^ emmat eine Gefälligkeit erwiesen, cm Paar kleine Kommisjionen übernommen", sagte er, und der Trotz wich aus ihren Augen. glaube, Madame, Sie haben Rußland bereits satt, hpr entspricht es Ihren Zwecken, wenn Ihrem Gatte«« ^"bischen zu heiß gemacht ivird. Wie? Fürstin, ^hre stolzen Lippen zucken! Es ist gut, iveitit man feine ; Fen^_deherrseht, denn wir Diplomaten wissen, wo ' wir t|0bc" 3”. ich atoirte, ich Im,N aus Rußland hinausbringen — für immer. Aber Sie müssen sich mit dem Gedanken versöhnen, daß Sie Ihren Herrn gesunde« haben." ' 15 ^91-en ... verbeugte sich in seiner anmutigen Weise, indem WiJö1U ^^trscher Deinut die Hände ausbreitete. Etta gab keine Antwort. Im Augenblick konnte sie keinen Ausweg aus diesem Netze sehen, und doch, war sie sich bewußt, daß sie Ehauxville nicht so sehr fürchtete wie Karl Steinmetz fort E nachsichtiger Herr sein", fuhr der Franzose fort, dessen Eitelkeit durch das Wort gekitzelt wurde. ^„«AA^^^bfeuchtete ihre Lippen, als wären sie plötzlich aiivgetrocknet. Der Baron blickte sie an und ging zur Tür « ^nb/~M?er KUnke blieb er stehen, und indem ^^.ut>er die Schultern zuruckblickte, sagte er- 5aabe ick, mich ^hnen ganz verständlich gemacht?" schaute mit Harten, zornigen Augen zum Fenster h au» und schien illcht auf die Frage zu achtem Der Baron druckte die Klinke herunter. "Gestatten, Sie mir, Sie nochmals auf das Ratsame unbedingten Gehorsams aufmerksam zu machen", sagte er öfter ^das^ Spott. „Ich habe die Armenliga erwähnt, stoer das ist nicht meine stärkste Waffe gegen Sie. Fch £0^0 noch ein kleines, interessantes Detail aus Fbreim 5e6eäger die Tür a'ufriß und verschwand, während die zum zerbrochenen" Fenster hereinströmende kalte Luft ihre von Schwefel- und Pulverdampf erstickenden Lungen plötzlich erleichterte. r v ; Wie ein Blitz waren auch sie zur offenen Tür hinaus, uuo nun sahen sie wieder wie in einem Panorama die Szene, im Walde: Paiil kniete in der Mitte der Lichtung ustd zielte sorgsam aus die sich zurückziehende Gestalt des ersten Baren. Sie sahen, wie aus seinem Gewehre blauer Rauch aufstreg, sie hörten den scharfen Knall, und der Bär siel vornüber in den Schnee. Steinmetz und der, Jäger schritten auf Paul zu. Der Baron, der fetzt aus seinem Versteck hervorgetreten war, starrte mit aufgerissenen, schreckerfüllten Augen auf die Hatte, die er für leer gehalten hatte. Er hatte nicht qe= tougt, daß drei Menschen hinter ihm standen und ihn be- 381113 r)ntten >u> gesehen? Was hatten sie sich ,,, Katharina und Nelly liefen auf Paul zu. Er hatte sich erhoben. Sem , Gesicht sah ernst aus, und in seinen ber9®Lna9 hprrt(4ett,amer aber es war nicht bloß die Jagd mit sich bringt Steinmetz blmte ihn an, sprach jedoch fein Wort. Einen .goublick blieb Panl stehen, schaute nm sich, und erfaßte Vlick die ganze Lage: der tote Körper des Baren lag zehn Ellen hinter seinem früheren Versteck L'^ig Ellen von der Hütte, hundertundsechziq Ellen f m ^teIre entfernt, von wo Karl Steinmetz ferne nie fehlende Kugel abgesandt hatte. Paul sah alles und maß die Entfernung ab. Dann blickte er zum Barou hinüber daver" de! iweiten'N' ^zig Ellen von dem Kw Posten stand * entfernt, regungslos auf seinem ownSSe/Ä Tnwtbeit Zu sehen, als den Baron. Er ging direkt auf ihn zu, und die ganze Gesellschaft folate ’ ? ™ s^mloser Erregung. Steinmetz stand ihm zunächst ihn mit seinen scharfen ruhigen Augen. h uuf den Baron zu, nahm ihm das Gewehr aus °r,ucte .b,te Pulverkammer und sah in die Läufe- ^"^..^wehr war nicht abgefeuert worden. Mit einem leisen' die°Füß?un?2k,m 'X! r S^aul'biHe das Gewehr Vor oie üilße und wandtze sich ab. Katharina war die erste, die sprach. mSMs NM il6eS"TLÄ?? ®el”* aus, M», den Sauf u„i> ß es dem Baron mit einem wunderlichen Lächeln. (Fortsetzung folgt.) ^,ElUttchtmrg staubfreier Straßen. Von ,.i ax R. Z echlin Ziv.-Jngen., Charlottenburg. (Schluß.) a E SfSnE nsCf) b£3 feF lehrreiche Verfahren von ' ,„^.^ueH-Hvoley, dem Counfry-L-urvehor von Nottina- verkebren TÄ /" Ä” 349 l^ere Lastwagen m «yren. Rach vielen Versuchen, eine für diesen schweren '°k'° "»d j*»* al“ 'S” fi»Mtss-Urtbr-x We,c uls auch undurchlässige, wetter- bestanhlge Straßendecke zu erhalten, wobei er auch die Teerung der Straßen in Anwendung gebracht hatte, stellte er eine Decke aus bester Hochofenschlacke her, welche er mit versetzte, nm eine sowohl genügend und staubsrere Oberfläche zu erhalteu, welche einen fest zusammenhängenden Straßenkörper bildete. Hierbei ergab sich die absolute, Notwendigkeit,, die Schlacke von aller Feuchtig- teit zu befreien, damit sie sich mit dem Teer innig verband und spater Nicht ausfror. Das Trocknen der Schlacke machte Mel Arbeit und Kosten, bis er auf den Ausiveg verfiel, die Schlacke noch rn warmem Zustande mit Teer zu tränken fppalMte aus dem Hochofen herauskam uud zerkleinert war' Tie Mischung erfolgte hierbei automatisch tu einem Mischapparat, welcher unabhängig Von der mehr oder weniger großen Sorgfalt der Arbeiter, ein durchaus gleichmäßiges I und verläßliches Produkt lieferte. Obwohl dieses Verfahren wenig kostspielig und zeitraubend sein soll, wird das Ergebnis doch als ein allen Anforderungen entsprechendes bezeichnet. Die Lebensdauer dieser Straße wird auf das ü—lOfache der Chausseen geschätzt. Staub und Schmutz sind hier auf em Minimum reduziert. Puruell-Hooley stellte mit den verschiedensten Pflastermaterialien Versuche an. Slber entweder verbanden sie sich mit dem Teer, waren dann aber zu weiG um dem schweren Lastenverkehr zu widerstehen, oder aber sie waren wider- standsfähig genug für letzteren, gingen dann aber keine Verblnoung nut dem Teer ein. Nur die vollständig trockene Hochofenschlacke entsprach beiden Bedingungen. Aehnliche Versuche tote von Purnell-Hvoleh mit Hochofenschlacke sind auch bei uns in Deutschland angestellt worden, doch meines Wissens ohne Teermischung. Man hat unter anderem versucht, die aus den Müllverbrennungsofen (Hamburg, Berlin) gewonnene Schlacke zur Straßen- I befestiguug zu verwenden, um die Müllverbrennung wirtschaftlich zu gestalten. Soweit es sich nm die seinerzeit in Bernn gewonnene Schlacke handelt, deren Hauptbestandteil Brannkohlenasche bildet, mißlangen die Versuche, da sich diese Schlacke als stark hygroskopisch, also nicht wetterbeständig erwies. Diese Versuche würden vielleicht zufriedenstellend ausfalleii, wenn incrn diese Schlacke in noch warmem Zustande zerkleinern und sofort mit Teer tränken würde nach dem oben beschriebenen Verfahren. Daun könnten die fernen Poren der Schlacke geschlossen und das Eindringen von Feuchtigkeit verhindert werden. Die vorstehend erwähnten Versuchs haben sich mit wenigen Ausnahmen auf makadamisierten Straßen, also Straßen mit festgewalzter Steinschotteruug, bezogen, zumal diese mit ihrer leicht zerstörbaren Oberfläche die größte Staubentwicklung zeigen. Wenn nun hier auch der Staub miitelst Teer- oder Petroleumimprägnierung festgelegt werden kann, so schsttzt doch letztere die Straße nicht vor ihrer allgemeinen Abnutzung. Die Teerkruste wird niemals eine derartige Widerstandsfähigkeit annehmeu können, daß sie die Packlage gegen ,die Eindrücke stark belasteter Wagenräder oder der Pferdehufe sichert. Wohl ist dagegeu anzunehmen, daß sie durch Festhalten des Sandes und Kiesbelages das schnelle Bloßlegen der Schotterkiesel und damit die Abnutzung etwas verzögert. lieber die Dauerhaftigkeit dieser Einrichtung berichtet die „Automobil-Welt" in Nr. 19 folgendes: „Mehrere hervorragende Sportsmänner haben unter Führung des Dr. Guglielminetti uud seines Freundes M. E. Cusnod während des Elegant-Wettbewerbes in Monte Carlo Gelegenheit gewonnen, sich die Ergebnisse der Teerung uud Oeluug der Straßen anzuseheu. Bon der Oelung war keine Spur mehr zu entdecken, aber die 3000 Quadratmeter, welche im vorigen September geteert worden waren, haben sich so ausgezeichnet erhalten, daß die Straßenverwaltung von Monaco beschlossen hat, sämtliche Straßen des Staates, die eine Gesamtoberfläche von 60000 Quadratmeter haben, teeren zu lasseu. Der Teer, der einige Zentimeter in den Boden der Straßen eindringt, verwandelt die obere Schicht derselben in eine feste, wasserundurchlässige Decke, welche den atmosphärischen Einflüssen, wie auch den Einwirkungen der Pserdehufe und der Wagen bestens widersteht. Die vor sieben Monaten geteerte Strecke hat sich unverändert .glatt erhalten, als wenn sie asphaltiert worden wäre, obwohl der Verkehr gerade in den letzten vier Mo- tmten sehr stark war und täglich etwa 1500 Fahrzeuge darüber hinrollten. Zu dem Vorteil der erzielten Festigkeit der Straßen kommt dann noch der weitere, daß die Straße von Staub und Schmutz frei bleibt. 492 bilden. Auflösung des Bilderrätsels in vor. Nr.r Ucberinut tut selten gut. Redaktion: Nnnnst Götz. — No'ationsdrnck und Verlag der Triihl'sckcn Univerfltats-Vnch- und Cteindrnckerei. R. Lange, Gießen. Von der Spitze beginnend ist jede weitere Reihe durch Hinzufügung eines Buchstabens unter beliebiger Stellung der anderen Buchstaben zu (Auflösung in nächster Nummer.) Bei der Herstellung der Teerung sind allerdings verschiedene Vorsichtsmaßregeln zu beobachten, wenn man eine dauernde ig.ute Wirkung erzielen will. Die Teerung muß bei trockener itnb warmer Witterung vorgenommen werden, denn die Bodenfeuchtigkeit schadet der Teerdccke am meisten. Bei Straßen, die auf tonigem oder schwer durchlässigem Boden stehen, muß man mehrere aufeinanderfolgende warnte Tage abwarten, ehe m,an den Teer aufbringt. Tie zu teerende Chaitssee tnuß sich in gutem Zustande befinden, treu geschüttet und gut gewalzt sein, sodaß sie hart und eben ist. Vor dem Teeren muß sie sorgfältigst gesäubert werden. Bei frischgewalzten Straßen genügt hierfür der Kehrbesen. Hat tue Straße nach der letzten Walzung schon einige Zeit dem Verkehr gebient, so wird es besser sein, wenn man sie am Tage vor der Teerung aufkratzt und mit Wasser reichlich abspült, sodaß das mosaikartige Steingefüge nackt hervortritt. Die von der Abspül- ung herrührende Feuchtigkeit mtrß aber erst verschwunden sein, ehe man die Teerung beginnt. Wenn der Teer aufgebracht worden ist und trocknet, wird er mit Sand überstreut, damit er keine glatte Oberfläche erhält, und leicht gewalzt. Ter Preis der Teerung beläuft sich auf 7—10 Cents für beu Quadratmeter, wobei 30 Fr. für eine Tonne Teer angesetzt sind). Eine sechs Meter breite Straße würde danach ctlva 400—600 Fr. für einen Kilometer Länge zu teeren kosten. Dieser Betrag wird reichlich bei den erheblich verminderten Kosten für Reinigung, Sprengung usw. gespart. Zurzeit wird der auf 60 Grad erhitzte Teer einfach mit Besen über die Straßenfläche verteilt. Wird sich aber das Verfahren einbürgern und eine größere Anwendung finden, so kann man sich des Teerwagens, der von M. Augouin, Chefingenieur der Compagnie Parisienne du Gaz, erfunden worden ist, bedielten. Tie Nachteile der Teer- und Petroleumbesprengung sind zum größeren Teile in den hohen Kosten derselben zu suchen." Neuerdings hat sich nun unter dem Namen „Deutsche Oelbefprengungswerke" eine Gesellschaft gebildet, welche die Festlegung des Straßenstaubes in großem Maßstabe beabsichtigt und zu diesem Zwecke eine Mischung von Petroleum und Wasser, bezw. eine Lösung eines Petroleumöls in Wasser benutzt. Unter gewöhnlichen Verhältnissen löst sich Oel und Petroleuni bekanntlich tticht im Wasser, wohl aber nach eittem patentierten Verfahren, welches im Besitze der Herren S. van Westrum Söhne, Berlin, ist. Diese mit dem Namen „Westrumit" belegte Lösung stellt sich natürlich be- dettiend billiger als reines Petroleum und soll den beabsichtigten Zweck in gleicher Weise erfüllen. Das Westrumit wird mit Hülfe eines gewöhnlichen Sprengwagens über die vorher gut eingeebnete und sach^ gemäß hergestellte Straßendecke ausgebreitet. In verkehrsreichen Straßelt wird zunächst mit einer fünfprozentigen Lch'nng gesprengt, und dann in kurzen Zwischenräumen die Sprengung mit einer 5—lOprozentigen Lösung wiederholt, um den Untergrund genügend mit Oel zu tränken. Eine weitere Wiederholung dieser Sprengung richtet sich nach der Befestigungsart und Verkehrsdichte der Straßen. Für Asphaltdecken müßte man wesentlich schwächere Lösungen tn Anwendung bringen, da Asphalt dieselbe nur in geringem Maße aufzusangen imstande ist und durch Petroleum in hochprozentigen Lösungen zerstört werden' würde. Es ist beabsichtigt, ans Asphalt Versuche mit 1—2prozentigen Lösungen anzustellen, in der Erwartung, daß selbst dieser geringe Oelgehalt genügen wird, beit Staub während eines Verkehrstages festzuhalten. Bezüglich der Kosten entnehmen wir dem Prospekt der genannten Gesellschaft folgendes: Was nun die Kosten angeht, so lassen sich Berechnungen darüber noch schwer anstellen, da die Preise des Rohpetroleums, welches den Grundstoff des Westrumtts bildet, ganz verschieden sind. Man kann aber unter allen lmstanden rechnen, daß man mit 200 Mk. die Tonne in jedem Lande das Produkt verkaufen kann. Die Selbstkosten z. B. in Deutschland, wo der Zoll doppelt so viel kostet wie das Produkt, betragen 100 Mk. pro Tonne, natürlich ohiie Regie, Reklamekosten usw. In Frankreich werden sie sich vielleicht auf 150 Fr. stellen, während sie in England höchstens auf 4.20.0 Pf. St. per 1000 Kilogramm zu stehen kommen werden Der Bericht, welchen das Tiefbauamt in Frankfurt a. M. im dortigen „Generalanzeiger" vom 30. Mai b. I. gab, lautet wörtlich dahin, daß der Versuch in technischer Hinsicht als gelungen zu betrachten ist. Es sind in Frankfurt a. M. 27 000 Quadratnieter besprengt. Man muß auf einen Quadratmeter uugefähr einen Liter Flüssigkeit rechnen, aus 10 Proz. Westrumit und 90 Proz. Wasser bestehend. Eine Straße z. B. von 10 Meter Breite würde also per Kilo- nreter 1000 Kilo Oel erfordern, und man kann sich danach leicht eine Berechnung machen, wie hoch die Kosten der Oelbesprengung werden. Man muß dabei iinmer berücksichtigen, daß bis jetzt eine Staubbindung durch Wasser überhaupt nicht erzielt wurde und daß eine einmalige Teerung der Straße nach der „Teer- und Asphalt-Zeitung" Nr. 9 für einen Kilometer bei einer Breite von sechs Meter 400 Mk. kostet, und dabei hat die Straße dann alle die Nachsteile, die im Anfang aufgezählt sind. Vevmrschtes. * Ei n i g e n e u e S u l t a n - A n e k d o t en werden zurzeit in den Londoner stlubs erzählt, und die meisten zeigen den so viel angefeindeten Monarchen von einer recht angenehmen Seite. Es ist bekannt, daß der Sultan, so weit seine Position und seine Religion ihm dies gcftnttcn, ein großer Kunstfreund ist, allerdings manchmal ein Kunstfreund eigener Art. Eine seiner Eigentümlichkeiten ist, daß er niemals Kinder auf der Bühne sehen will. Kinder, sagt er, gewiß nicht ganz mit Unrecht, gehören am Abend ins Bett, und sie sollen wohl spielen, aber nicht auf der Bühne. Infolgedessen werden in allen Opern oder Schauspielen, in denen Kinderrollen vorkommen, diese von Sol- oaten in voller Uniform gespielt, und es macht sich oft höchst komisch, die bärtigen Krieger in Reiterstiefeln auf den Küieen ihrer Theatermutter sitzen zu sehen. — Ter Sultan sorgt stets in liebenswürdigster Weise für das Wohlergehen seiner Künstler, und als einst sein Auge zufällig auf den Musiker fiel, der — natürlich stehend — die Baßgeige spielte, schickte er seinen Adjutanten in den Orchesterraum hinunter und ließ dem Manne sagen, wenn er etwa aus Ehrfurcht vor dem Sultan stehen bliebe, so ginge das doch zu weit und er möge sich ruhig hinsetzen, wie alle anderen Künstler auch. Als ihm erklärt wurde, daß nilr die Größe des Instruments, nicht aber die Ehrfurcht vor dem Herrscher den Mann zum Stehen zwang, sagte er nichts, aber wenige Tage später schickte er ihm einen schönen und bequemen Lehnstuhl mit dem Bemerken, er solle sich nach seiner anstrengenden Arbeit nur immer gut erholen. Literarrsches. Gicht und R h e u in a t i s m u s von Dr. Arnold Pagen- st e ch e r. Vierte, umgearbeitete Auflage. Mit 9 Textabbildungen. In Originalleinenband 2 Mark. Verlag von I. I. Weber in Leipzig. — In vorliegender vierter Auflage hat der Verfasser, Geh. Sanitätsrat und praktischer Arzt zu Wiesbaden, es versucht, die Lehre von der Gicht und dem Rheumatismus den wesentlich geänderten medizinischen Anschauungen entsprechend vorzutragen. Tie erste, über die Gicht handelnde Abteilung des Buches bespricht die äußere Erscheinung, die Symptome und den Verlauf der Gicht, das Wesen und die Ursachen dieser Krankheit sowie Verhütung und Behandlung der Gicht durch Diät, Mineralwässer und Badekuren. Die zweite Abteilung, die es mit dem Rheumatismus zu tun hat, zerfällt in einen allgemeinen und einen besonderen Abschnitt. P h r a m i d e. (Nachdruck verboten.) @ Vokal © © Nahrungsmittel. @ © © Verhältniswort. ® © @ ® Getränk. © S ® ® © Banm. . ...