Freitag den 20. MArz. Nr. 42. 1903. Die Ver- groß, und zu schweigen." Der Mann schnitt eilt eigentümliches Gesicht, suchung, sich wichtig zu machen, war offenbar ... als oben eine Tür geschlossen wurde, erlag er ihr. „Die Sache hängt so zusammen", flüsterte er. „Heute nachmittag erkundigte sich ein Herr nach Zimmern, und ich schickte ihn nach dem Bureau. Darauf ging einer von den Schreibern mit ihm, und zeigte ihm die leeren, und dem Herrn gefielen die ganz besonders, wo fetzt die Blauen sind, deshalb schickte er den Schreiber zum Geschäftsführer, weil er mit diesem über einige Einzelheiten sprechen wollte, und als sie wieder kamen, war der Herr, hol' 'mich der Henker, verschwunden! Reine weg verschwunden ist er!" Dabei sah uns der Portier mit leuch- (Nachdruck verboten.) Ein Einbrecher aus Passion. Bon E. W. Hornung. Autorisierte Uebersetzung aus dem Englischen von F. Mangold, (Fortsetzung.) Mit einem trockenen Lächeln schüttelte Mackenzie den »und wünschte uns guten Wend, als ein unsichtbares tet geöffnet wurde, und ein leises Pfeifen durch den Nebel drang. „ , , „Wir müssen die Sache weiter verfolgen", flüsterte mir Raffles zu. „Ein bischen Neugier unserseits ist ganz natürlich, also hinter ihm her, rasch!" Hierauf folgten wir dem Detektiv nach ernem andern Ausgang, als dem, woraus wir hervorgekommen waren, aber auf derselben Seite, der linken, wenn man nach Piccadilly geht. Wir schritten ganz offen hinter ihm her und stießen am Fuße der Treppe auf einen der Portiers des Hauses, den Raffles fragte, was es gebe. „Nichts", antwortete der Mann, ohne zu zögern. „Unsinn!" sagte Raffles. „Das war Mackenzie, der Detektiv. Ich habe eben mit ihm gesprochen. Was hat er hier zu tun? Heraus mit der Sprache, Freundchen, wir werden Sie nicht verraten, wenn Sie angewiesen sind. tenden Augen an. „Nun, und weiter?" fragte Raffles. „Ja, was weiter. Sie haben sich umgeguckt und umgeguckt, bis sie's müde waren. Sie meinten, er habe sich anders besonnen, aber dem Schreiber kein Trinkgeld geben wollen, und da haben sie wieder abgeschlossen und sind weggegangen. Das war alles bis vor einer halben Stunde, wo sich der Geschäftsführer ein Extrablatt vom Star kaufte. Gleich darauf kam er herausgelaufen und schickte mich mit einem Briefchen in einer Droschke nach Scotl d Yard. Das ist alles, was ich weiß — auf Wort. Jetzt । Lnb die Blauen und der Detektiv oben, und fle mmnen, der Herr sei noch irgendwo im Hause. Das heißt, ich glaube, daß das ihre Ansicht ist, aber wo er steckt und was sie von ihm wollen, weiß ich nicht." „Das ist ja höckst interessant!" sagte Raffles. „Ich will doch einmal hinaufgehen und mich erkundigen. Komm, Bunny, das kann ganz lustig werden." „Entschuldigen Sie, Mr. Raffles, aber Sie werden Mich doch nicht verraten!" „Unbesorgt, Sie sind ein guter Kerl, und ich werde Sie nicht vergessen, wenn dies zu einem Jux führt. — Jux!" flüsterte er mir in die Ohren, als wir auf dem Treppenabsatz waren, „es sieht wie ein ziemlich schlechter Jux für Dich und mich aus, Bunny." „Was hast Du denn vor?" „Das weiß ich selbst noch nicht, und wir haben keine Zeit zum Ueberlegen. Zunächst dies." Dabei donnerte er an die geschlossene Tür, die von einem Schutzmann geöffnet wurde. Mit der Miene eines hohen Vorgesetzten ging Raffles an ihn vorbei, und ich folgte, ehe sich der Mann von seiner Ueberraschung erholt hatte. Die kahwn Dielen hallten unter unseren Füßen, und int Schlafzimmer fanden wir einen Truppe von Beamten, die sich mit einer Schutzmanuslaterne über die Fensterbank beugten. Mackenzie war der erste, der sich aufrichtete, und er begrüßte uns mit weit aufgerissenen Augen. „Darf ich fragen, was die Herren wünschen?" fragte er., „Wir wollen Ihnen helfen", entgegnete Raffles lebhaft. „Das haben wir schon früher einmal getan, und mein Freund war es, der den Menschen, welcher nachher die anderen verriet, von Ihnen übernahm und festhielt. Ich sollte denken, daß das wenigstens ihn berechtigte, zuzusehen, wenn es einen Spaß giebt. Was mich anlangt, so habe ich freilich nur geholfen, Sie ins Haus zu tragen, aber um unserer alten Bekanntschaft willen, hosfe ich, Mr Mackenzie, daß Sie auch mir erlauben werden, mit dabei zu sein. Jedenfalls kann ich nur ein paar Augenblicke bleiben." „Dann werden Sie nicht viel zu sehen kriegen", erwiderte der Detektiv mürrisch, „denn hier oben ist er nicht. Schutzmann, Sie gehen hinunter, bleiben am Fuße der Treppe stehen, und lassen unter feinen Umstanden jemand anders hinauf. Vielleicht können uns die Herren schließlich doch von Nutzen sein." . , „Das ist nett von Ihnen, Mackenzie!" rief Raffles warm. „Aber was ist denn eigentlich los? Ich habe den Portier gefragt, dem ich unten begegnet bm, konnte aber weiter nichts aus ihm herausbringen, als es sei Winand gekommen, um sich diese Zimmer anzusehen, und sei seitdem verschwunden." , , , „ . Das ist der Mann, den wir suchen", antwortete Mackenzie. „Ich müßte mich sehr irren, wenn er ,ich nicht irgendwo im Hause versteckt hat. Wohnen Sre rm Albany Klub, Mr. Raffles?" Ja". „Sind Ihre Zimmer hier in der 9^6?" i66 w^nt1 zweitnächsten Stock." „Unb Sie haben sie eben verlassend „Ja, eben." „Waren Sie den ganzen Nachmittag zu Hauses „Nein, nicht den ganzen Nachmittag." „Dann werde ich wohl Ihre Zimmer durchsuchen müssen. Ich habe mir vorgenommen, das mit sämtlichen Zimmern im Albany zu tun! Unser Mann scheint sich aufs Dach geflüchtet zu haben, aber wenn er draußen nicht mehr Spuren zurückgelassen hat, als im Inneren, oder wenn wir ihn nicht da oben finden, muß ich das ganze Gebäude durchforschen." „Ich will Ihnen meinen Schlüssel da lassen", sagte Rasfles sofort, „denn ich bin zum Diner ausgebeten, aber ich werde ihn unten beim Portier abgeben." Vor stummer Verwunderung blieb mir der Atem stehen. Was hatte dieses wahnsinnige Versprechen zu be- veuten? Das hieß ja geradezu das Schicksal herausfordern und war der reine Selbstmord, sodaß ich ihn in unverhohlenem Schreck und Aerger am Aermel zupfte, allein Mackenzie war mit einem Worte des Dankes ans Fenster zurückgekehrt, und wir gingen ruhig und unbeachtet durch die ofsenstehende Flügeltür in die Nebenstube. Das Fenster dieses Zimmers sah nach dem Hofe, es stand noch offen, und als wir anscheinend in müßiger Neugier hinaus- schauteu, beruhigte mich Rasfles. „Alles in Ordnung, Bunny, tu, was ich Dir sage, und Überlaß den Rest mir. Wir stecken in einer gefährlichen Klemme, aber ich verzweifele noch lange nicht. Du hast weiter nichts zu tun, als hier bei diesen Leuten zu bleiben, besonders wenn sie meine Zimmer durchsuchen. Sie dürfen sich nicht weiter umsehen, als durchaus notwendig ist, und das werden sie auch nicht tun, wenn Du dabei bist." „Aber wo willst Du denn hin? Du wirst mich doch nicht allein einsperren lassen?" „Wenn ich das tue, so geschieht es nur, um im rechten Augenblick das Spiel für Dich zu gewinnen. Außerdem giebt es auch noch Fenster in der Welt, und Crawshay ist der Mann danach^ seinen Hals zu wagen. Du kannst mir trauen, Bunny, dazu kennst Du mich doch lange genug." „Und Du willst jetzt gehen?" „Ja, denn ich darf kerne Zeit mehr verlieren. Klemm' Dich an sie, alter Junge; und was Du auch tun magst; lenke ihren Verdacht nicht auf Dich." Bei diesen Worten legte er mir die Hand einen Augenblick auf die Schulter, dann ließ er mich am Fenster stehen und kehrte ins andere Zimmer zurück. „Jetzt muß ich gehen", hörte ich ihn sagen, „aber mein Freund wird bei Ihnen bleiben und Sie begleiten. Ich werde, das Gas in meinem Zimmer brennen lassen und den Schlüssel dem untenstehenden Schutzmann geben. Glück auf, Mackenzie; ich wollte, ich könnte bleiben." „Adieu", antwortete eine Stimme zerstreut, „und besten Dank." Mackenzie machte sich immer noch an seinem Fenster zu schaffen, und ich blieb an meinem, trotz aller meiner Bekanntschaft mit Raffles und seinen unerschöpflichen Hilfsquellen eine Beute der Angst und des Aergers. Jetzt wußte ich ziemlich genau, was er in irgend einem gegebenen Falle tun würde, oder ich konnte mir wenigstens ein für ihn charakteristisches, ebenso schlaues als kühnes Verfahren znsammenreimen. Wahrscheinlich kehrte er in seine Zimmer zurück, warnte Crawshay und — versteckte ihn? Nein — es gab noch auch Fenster in der Welt. Aber warum hatte Raffles uns alle verlassen? Ich dachte an vielerlei — zuletzt an eine Droschke. Die Fenster seines Schlafzimmers sahen nach einer kleinen Seitengasse und lagen nicht sehr hoch. Man konnte von ihnen wohl aufs Verdeck einer Droschke springen — selbst während sie vorbei- fuhr — und so entkommen — der Polizei vor der Nase! Ich stellte mir Raffles als Kutscher dieser Droschke vor, und wußte, daß er in der nebligen Nacht wohl unerkannt bleiben würde. Dieses Bild stand mir vor Augen, als er, den Kragen seines großen Mantels hochaufgeschlagen, auf dem Wege nach seinem Zimmer unter meinem Fenster vorüberging, und es war noch nicht verschwunden, als er zurückkehrte und stehen blieb, um dem Schutzmann seinen Schlüssel zu geben. „Wir sind ihm auf der Spur!" sagte eine Stimme hinter mir. „Er ist wirklich auf dem Dache, obgleich ich nicht begreife, wie er von jenem Fenster aus dahin gelangt ist. Jetzt wollen wir hier abschließen und sehen, was wir vom Boden aus machen können. Wenn Sie wollen, können Sie mitgehen." Das Dachgeschoß des Albany-Klubs war, wie das anderer Häuser, für die Dienstboten eingerichtet, und bestand aus einer Reihe kleiner Küchen und Kammern, die von vielen auch als Rumpelkammern benutzt wurden, so zum Beispiel von Raffles. Diejenigen, welche zu den Zimmern gehörten, die wir eben verlassen hatten, waren natür- ich leer, und das war ein Glück, denn wir füllten sie voll- tändig aus, um so mehr, als sich jetzt auch der Geschästs- ührer zu uns gesellte, und zu Mackenzies unverhohlenem Verdruß noch einen anderen Mieter mitbrachte. „Warum laden Sie nicht lieber gleich ganz Piccadilly gegen zwei Shilling Eintrittsgeld ein?" sagte er. „Hier, mein Mann, klettern Sie aufs Dach; dann sind wir einer weniger, und halten Sie Ihren Knüppel in Bereitschaft." Wir drängten nach dem kleinen Fenster, das Mackenzie zu versperren Sorge trug. Zunächst war nichts hörbar, als das Knirschen der Stiefeln des Schutzmanns auf den russigen Ziegeln; dann folgte ein Ausruf. „Mas ist los?" fragte Mackenzie. „Ein Strick?" hörten wir, „hängt mit einem Haken an der Dachrinne." „Seht ihr!" sagte Mackenzie, „nun wissen wir, wie er von unten heraufgelangt ist. Wahrscheinlich hat er das mit einem von den Ausziehstöcken fertig gebracht. Daß ich daran auch nicht gedacht habe! Wie lang ist das Tau?" „Ganz kurz. Ich hab's." „Hing es über einem Fenster? Fragen Sie ihn das", rief der Geschäftsführer. „Er kann das leicht sehen, wenn er sich über die Brüstung beugt." Mackenzie wiederholte die Frage, eine kurze Pause folgte, und dann kam die Antwort: „Ja, es hing über einem Fenster!" „Fragen Sie ihn über welchem von hier aus gezählt", rief der Geschäftsführer in großer Auflegung. „Dem sechsten", sagt er, antwortete Mackenzie gleich darauf, indem er Schultern und Kopf zurückzog. „Die Zimmer, wozu das sechste Fenster gehört, möchte ich mir einmal ansehen." „Das sind Mr. Raffles' Zimmer", verkündigte der Geschäftsführer nach einer kurzen Kopfrechnung. ,Lst das wahr?" fragte Mackenzie. „Tann wird uns eine Besichtigung ja gar keine Schwierigkeiten machen, da er seinen Schlüssel abgegeben hat." Die Worte hatten einen trockenen, nachdenklichen Klang, den bedenklich zu finden, ich Zeit hatte; es war, als ob der Schotte dieses Zusammentreffen auffallend finde und mehr dahinter suche. „Wo ist Mr. Raffles?" fragte der Geschäftsführer, während wir die Treppe hinabstiegen. „Er ist zu einem Diner gegangen", antwortete Mackenzie. „Wissen Sie das bestimmt?" , „Ich habe ihn gehen sehen", fiel ich ein. Mein Herz schlug entsetzlich, sodaß ich mich nicht getraute, noch mehr zu sprechen, aber ich drängte mich allmählig an dre Spitze des kleinen Zuges und war der zweite, der die Schwelle überschritt, die der Rubicon meines Lebens war. Als ich das tat, stiey ich einen Schmerzensschrei aus, denn Mackenzie war zurücrgewichen und hatte mich heftig aus die Zehen getreten. Im nächsten Augenblick erkannte ich den Grund und stieß einen zrveiten, noch lauteren Schrei aus. — Ein Mann lag ausgestreckt vor dem Feuer auf dem Rücken mit einer kleinen Wunde in der weißen Stirn, aus der das Blut ihm in die Augen lief, und der Mann war Raffles selbst. „Selbstmord!" sagte Mackenzie ruhig. „Nern — hrer liegt das Schüreisen — sieht mehr nach Mord aus." Ber diesen Worten ließ er sicb auf die Kniee nieder und schüttelte ganz vergnügt den Kopf. „Nicht einmal Mord ist es", fuhr er mit einem Schatten von Aerger in seiner nüchternen Sprechweise fort. „Das ist nur eine leichte Fleischwunde, uno ich bezweifle, daß die ihn zu Boden geschlagen hat, aber, meine Herren, er stinkt geradezu nach Chloroform." Dabei erhob er sich und richtete seine scharfen grauen 167 - fte anfaßt. « finb Äußerungen be^Wäe§ ober flehenbe Bitten, sie wieder loszulassen. Diese» Flehen,soll so einbringlich sein, baß es selbst auf den Naturforscher erneu doppelte Entfernung hätte gehört werben können. Ms der Gelehrte sich bann dem Glaskasten der „Seekadetten" nahte, bemerkte er, baß bie Kinnbacken nach außen gestreckt waren. Später nahm er einen der Fische aus dem Wasserkasten unb trug ihn nach bem Sektionsraum. Auf bent ganzen Wege stieß bet Fisch benselben Ton aus, die Aufmerksamkeit aller Besucher bes Hauses erregenb. Noch merkwürdiger als ber mit ber Luftblase hervorgebrachte Stimmlaut sollen aber bie musikalischen Töne besselben Fisches sein. Ein Bekannter bes Gelehrten ging sehr früh am Morgen am Straube ber San Diego-Bay spazieren unb hörte einen fonberbaren murmelnden Laut. Derselbe ging augenscheinlich vom Wasser aus und nahm so an Stärke zu, baß ber Hörer stillstand unb bie Ursache zu erfahren suchte. Schließlich entbecfte er mit Hilfe eines Bootes, daß die Töne aus dem Meere kamen und aus einem Schwarm „See- kabetten" hervorgingen. Den Fischern an der Küste unb besonders in San Pedro ist diese Musik vertraut. Die Töne Augen auf mich; die meinen standen voll Tränen, aber sie begegneten seinem Blick ohne Scheu. „Ich meine doch verstanden zu haben. Sie hätten ihn fortgehen sehen?" fragte er streng. ,Lch habe feinen langen Fahrmantel gesehen, und dachte natürlich, er stecke darin." „Unb ich hätte darauf schwören mögen, daß es derselbe Herr war, als er mir den Schlüssel gab." Das sprach bie trostlose Stimme des Schutzmanns im Hintergrund, unb ihm toanbte sich Mackenzie, weiß bis zu ben Lippen zu. . , „Ihr verdammten Polizisten denkt alles!" rief er wütend. „Lassen Sie mal Ihre Nummer sehen. Sie Dummkopf! P 34? Sie werden noch mehr von dieser Geschichte hören, mein Herr P 34! Wenn ber Herr tot wäre — statt toieber zum Bewußtsein zu kommen, währenb ich hier rebe — wissen Sie, was Sie sein würben? Des Totschlags schuldig. Sie Schwein in blanken Knöpfen! Unb wissen , w,» t—-- y-. G„..o Sie, wen Sie sich durch Ihre Butterfinger haben schlüpfen sind vollkommen musikalisch; es smb murmelnde Lackte, lassen? Crawshay — keinen geringeren — ber gestern I welche in einem gewissen Rhythmus steigen unb sinken, eine aus Dartmoor ausgebrochen ist. Bei dem Gott, der Sie bemerkenswerte Leistung, nicht nur wegen des lauten erschaffen hat, P 34, wenn er mir entwischt, lasse ich I Klanges ber Töne, sondern auch wegen ihrer musikalischen Seich Äsicht^Irbellet^'- er schüttelte bie Faust - ^Sn'intelligenter venetianischer Fischer in Avalon das Bild eines ruhigen Mannes in furchtbarer Erregung, teilte Holder mit, baß er oft die Tone btefer tfW gehört Das war eine neue Seite in Mackenzies Wesen, eine, deren habe, bisweilen auch in tiefem Wasser. man sich erinnern mußte, und die Stoff zum Nachdenken Es giebt verschiedene Arten musizierender Suche^iem- gab. Gleich darauf war er davon gestürzt. I lich bekannt sind bie Trommelfische, welche ju ben Umber« — — fischen zählen, und bereu auffallenb dicke Schlundknochen „Eine schwierige Aufgabe, sich selbst den Schädel ein- unb harte Zähne int Gaumen oben unb unten Reibflächen zuschlaaen", sagte Rafsles später, „viel leichter ist es, I bilben. Die Trommelfische entwickeln Tone, die man bet ließ ben Hals ab zu schneiden. Mit Chloroform liegt's an- windstiller Nacht aus einer Tiefe von 20_ W^rn herauf- ders, wenn man es schon häufig angewandt hat und bte schallen hört. Es ist, als ob man einen fernen ^ronunel- Dosis haarscharf kennt. Du glaubtest also toirfließ, es I wirbel vernimmt. Man vermutet, daß diese Tone mit sei alle mit mir? Armer alter Bunny! Aber hoffentlich dem Geschlechtsleben ber Trommelfische m Zusammenhang hat Mackenzie Dein Gesicht gesehen." stehen. Der Fisch bringt das seltsanie, unheimliche „Bum, „Ja, das hat er gesehen", antwortete ich, aber was I bum bum" hervor, indem er seine Schlundknochen auent- Mackenzie sonst noch gesehen haben mußte, mochte ich I anberreibt. Vor einigen Jahren belichtete ein britis cher ibm nicht sagen. Osfizier, daß ein Fisch derselben Gattung so laute Ge- „Das ist gut, und um keinen Preis der Welt wollte | rausche verursachte, baß bie Fischer sehr beunruhigt wurden ich, daß er es nicht gesehen hätte. Du darfst mich nicht ! unb bie Töne einer übernatürlichen Ursache zuschrieben. Er für gefühllos halten, alter Junge, denn den Mann fürchte hörte selbst die Töne unb sagte, sie gleichen bemjmngen ich, uns Du weißt, wir sinken ober schwimmen zusammen." j einer ungeheuren Harfe unb bem Schlagen einer trommel. „Unb jetzt sinken ober schwimmen wir auch zusammen Einer ber bemerkenswertesten stimmbegabten Fische, den mit Crawshay", erwiderte ich trübselig. I Holder zu hören Gelegenheit fand, war ein Haemulon des „Keineswegs", erwiderte Rafsles im Tone ber lieber- I mexikanischen Golfes — einer ber toeitmäuligen, bunten zeugnng. „Der alte Crawshay ist ein echter Sportsman, Murrfische, welche sehr verbreitet auf allen Teilen des unb er wirb gleiches mit gleichem vergelten. Außerdem I Miss sind. Es gelang ihm jedoch nie, diesen Ton unter- macht uns diese Geschichte quitt, unb ich glaube nicht, I ga£g pes Wassers zu hören, obgleich er viele Stunden auf Bunny, baß wir uns jemals toieber mit Gewerbsmäßigen einer Plattform Itegenb zubrachte, bie er sich über ber einlassen werden." Oberfläche des Wassers erbaut hatte und unter welcher es (Fortsetzung folgt) j von Hunderten von Knurrfischen wimmelte. Wer als er | einen ber Fische aus bem Wasser nahm, begann er zu I knurren' Ennk, eunt, eunf". Bald war es ein lang- Schreiende, knurrende und musizierende Fische, gezogenes ,Mi-n-k", dann ein wie in Todes cmg st kurz hervor- ,er60tc„. Professor Charles Frederick Holder h«t interessante daß dle^dnmnzige^Ton^sei, w^chen^^^ Unteriuchungen über bie Stimmlaute von Fischen ange-I Suche ^zg erzeugt wird. stellt unb seine Beobachtungen im Scientific American mit- ^t^ubern unw M orgebr^achteu Töne - unb man s.™,« M Ä 1® erwt -r -w-i iaiaa. -°K M di-7° essame Fische, welche ber Wissenschaft unter bem Namen ^uströbre und bie Schwimmblase, ober durch die Lippen, Porichthys notatus bekannt sind. Der Volk»mund bezeichnet I . . Schlund- ober Zwischenkieferknochen erzeugt. Der derartige Fische als „Seekadetten" „Sterngucker" oder l°toie. oie Myiuno sauten Ton auszustoßen, die sogen, „singende Fische". Nach Holders Beschreibung glicht dieser I^S^toe mLgen einen munnelnben Ton, viele Katzen« Fisch etwa dem nordamerikanischen Katzenwels. Er ist etwa Knurrhah zeugen em i hervorzubringen, und auch 1? Soll lang d-M einen flachen -ui welchem-den ^°^d7e NLe lallen die gl-ch S-M-U bestd-n. die Augen sitzen, die emgezogen und unsichtbar gemacht wer- I oer •zuu uJlu . . „;MMt Aal ben können. Dies geschieht, wenn ber Fisch berührt wirb. | Es ^st Nicht ledem ^rblich^ versickert baß von Die vorherrschende Farbe desselben ist blau, doch besitzt er, l singen zn hören, aber Dr. C. C. Ab f , L Aal namentlich an ber Bauchseite, auffällige Reihen silberner I allen musikalischen Suchen, dw werden müßte. Flecke, welche ins Fleisch getriebenen Stecknadelknöpfen I als ganz besonders musikalisch h l völlig gleichen^ unb phosphoreszierend leuchten. Die Fische lagen Holbers^ersuche gewöhnlich auf dem Grunde des Wasserbehälters unb schlau- | erfolglos geblieben. Nab ben Jing • ( , einen gelten sich nur bisweilen an die Oberfläche, dort den Glanz eine Autorität st wird der des Aales, sicher einen ihrer silberartigen Knöpfe entfaltend. Eines Tages hörte I schwachen metallischen Klang desttz ' ! < „s. wenn man Holder, als er sich am Ende der 18 Meter langen Halle | Fische bringen em Knurren oder Machz^h obee befand, einen Laut, ber tote „ömf" Hang, mit starker Betonung auf bem „m". Dann erklang ber Ton wieder, und zwar so laut, baß er, nach Holders Ansicht, noch auf bie 168 tiefen Eindruck ausübt, und Holder versichert, daß ihn das knurrende Krächzen des Semotilus vom St. Lorenzstrom sehr häufig veranlaßt habe, den Fisch in sein Element» zurückzutun. Im allgemeinen sind die Stimmlaute der Fische noch nicht völlig aufgeklärt, und Holder macht den Vorschlag, diese Laute in Phonographen aufzufangen, um ihnen ein eingehenderes Studium widmen zu können. Dieser Vorschlag verdient jedenfalls Beachtung, denn auch den Laien würde es interessieren, einmal die schreienden, narrenden und musizierenden Fische zu hören. Man hat o viel von wissenschaftlichen Zwecken des Phonographen gesprochen, daß es wohl an der Zeit wäre, den Beweis zu ühren, daß sie diesen Zwecken zu dienen vermögen. Einstweilen haben wir doch den Phonographen nur als lärm- machendcs Instrument kennen gelernt. Sonderbare australische Höhlen. Bon John Plummer. (Nachdruck verboten.) Unter den zahlreichen kleineren Höhlensystemen, welche man in Neu-Süd-Wales gefunden hat, sind keine bemerkenswerter als die bei Oaky Creek gelegenen. Dieselben befinden sich inmitten einer mineralreichen Gegend, in welcher häufig Gold, Silber und Zinn gefunden werden und wo auch Diamanten und andere Edelsteine vorkommen. Alle Flüsse in der Umgegend sind mehr oder weniger gold-> haltig, und einige der ältesten und reichsten Goldfelder in dem Staate finden sich in einem Umkreise von einigen Kilometern. Die Höhlen liegen in der Nähe von Cudgegong, einem kleinen, aber blühenden Dorfe, welches von wohlkultivierten Farmen umgeben ist. Der Mineralreichtum des Distrikts ist sprichwörtlich, der ganze westliche Teil ist ein immenses Goldfeld. Der Ciedgegong River, an welchem der Ort gelegen ist, st ein goldhaltiger Fluß, welcher am Mount Benben ent- . iringt, einem Berge der australischen Alpen. Die Gegend, Kelche dieser Fluß durchströmt, ist stellenweise höchst pittoresk. Der Eingang zu den Höhlen liegt in einem abgelegenen Winkel, an dem man ahnungslos vorübergehen kann, ohne seinen wirklichen Charakter zu bemerken. Wie die Höhle entdeckt wurde, ist nicht bekannt, doch muß der erste Erforscher ein beherzter Mann gewesen sein. Die Oeffnung ist sehr klein, eben nur groß genug, daß eine Person von mäßiger Größe hindurchkriechen kann, und wenn der Besucher dies sicher ausgeführt hat, so findet er sich von tiefer Finsternis umgeben. Doch sobald eine Kerze angezündet wird, findet eine wunderbare .Veränderung statt und ein bezaubernder Anblick bietet sich dem Auge. Man erblickt eine Menge zierlicher, phantastisch geformter Stalaktite und Stalagmite. Der Boden ist ein weites Lager von kohlensaurem Kalk und von den Dächern und Seiten der Kalkhöhle hängt dasselbe Mineral in seltsamen, zu- fammengeballten Figuren herab, die bald künstlerisch und bald grotesk erscheinen. Doch der unvorbereitete Besucher kommt zunächst nicht dazu, die Schönheit dieser natürlichen Formationen zu bewundern, denn ein anderer Anblick erfüllt ihn mit schauderndem Entsetzen und macht, daß fein Haar sich sträubt. Kaum erhellt das Licht die Finsternis, so gewahrt er d ie Anwesenheit ganzer Scharen von Fledermäusen, deren schwirrender Flug ihn an das Treiben von Poltergeistern oder anderer Bürger des Geisterreiches glauben läßt. Rechts vom Eingang befindet sich auch ein massiver weißer Block, welcher durch das beständige Tropfen des Kalksteins gebildet worden ist und der wegen seines übernatürlichen Aussehens und seiner Aehnlichkeit mit der menschlichen Gestalt „der Geist" genannt worden ist. In dieser großen Höhle befinden sich vier oder fünf Kammern, welche alle ähnlich geformt sind. In der größten östlichen Kammer füllt durch einen engen Spalt in der oberen Erdrinde, der terra firma, ein winziger Lichtstrahl herab, der die intensive Dunkelheit im übrigen Teil der Kammer nur umso schreckenerregender macht. Die große Höhle führt zu einer anderen, dem sogenannten „Blow Hole", dessen Mysterien nie ergründet worden sind. Der Eingang wird durch einen Spalt gebildet, welcher dieselbe Größe hat, wie der Eingang der ersten Höhle. Wirft man jedoch einen Stein hinein, so vergehen einige Sekunden, bevor man hört, daß derselbe den Boden berührt. Auch für den Wagehalsigste« genügt dies als Warnung vor dem Abgrunde, der jeden-, falls da drinnen gähnt. Wer in diese Höhle hineinginge, würde sich buchstäblich in die Krallen des Todes begeben. Personen, welche mit den Höhlen bekannt sind, äußern die Meinung, daß bei der Erforschung des Blow Hole noch eine weitere Reihe unterirdischer Gänge oder Kammern entdeckt werden würde. Gegenwärtig werden die Höhlen selten' besucht, da ihr Vorhandensein außer den Bewohnern ben Gegend nur verhältnismäßig wenigen bekannt ist. Vermischte». Die Geschwindigkeit unserer Verkehrsmittel ist in vergleichender Weise äußerst interessant und giebt uns in nachstehender Skala ein getreues Bild der Leistungen. Als Norm sei der Fußgänger angenommen, der bekanntlich 5 Km. in einer Stunde ohne besondere Anstrengung zurücklegt. Beim Pferde ist der Trab ins Auge gefaßt, oas Radi im Tempo eines geübten Tourenfahrers, das Motorzweirad in seiner höchsten Leistung, ebenso der schnellste Eilzug Deutschlands und 'zum Schluß ein 4-Cylinoer-Motorwagen von 30 bis 40 HP. Der Fußgänger in einer Stunde 5 Kilometer, das Pferd 20, das Rad 25, das Motorrad 50, der Eilzug 80, das Automobil 100 Kilometer. Wir sehen hiermit, daß das Automobil an der Spitze aller Fortbewegungsmittel steht und voraussichtlich nicht so schnell aus dieser Position gerüctt werden dürfte. Liebe und Wissenschaft. ,Ja," sagte er zu der hübschen Lehrerin, „ich liebe Dich und würde für Dich bis ans (£nbe der Welt gehen." „Du kannst nicht bis aus E>tde der Welt gehen, Georg. Tie Welt oder Erde ist rund wie eine Kugel, und nur an den Polen etwas abgeplattet. Eine der ersten Geographiestunden ist der Gestalt der Erde gewidmet. Du mußt es auch gelernt haben, als Du ein Kind warst." „Natürlich lernte ich es, aber —" „Es ist auch keine Theorie mehr, sondern es ist als. Tatsache bestätigt." „Ich weiß >vohl. Ich wollte damit auch nur sagen, daß ich alles Dir zu Gefallen tun würde. Ach, wenn Du wüßtest, welche schmerzliche Leere —" „Es giebt keine Leere, Georg. Die Natur läßt kein Vacuum zu. Aber selbst wenn es ein solches gäbe, wie könnte daun etwas in demselben schmerzen?" „Ich wollte sagen, daß mein Leben ohne Dich einsam sein würde, Tu bist der Gedanke meiner Tage, der Traum meiner Nächte. Ich würde überall hingehen, nm bei Dir zu sein. Wenn Du im dunkelsten Afrika oder am Nordpol wärst, so würde ich zu Dir fliegen. Ich —" „Fliegen! Es wird mindestens noch ein volles Jahrhundert dauern, bis der Mensch fliegen kann. Selbst wen« die Gesetze der Schwerkraft erfolgreich überwunden sind, so besteht d och nach Ansicht der Gelehrten noch die Schwierigkeit —" „Nun, denn", rief der junge Mann kurz entschlossen, „ich meinte damit, oaß ich Dich zur Frau will. Das war's, was ich sagen wollte." „Wenn Du oas meintest. Georg, so habe ich nichts dagegen. Dagegen sprechen oie Naturgesetze nicht. Umarme rnich„ Georg!" Tit-Bits, . Tauschrätsel. (Nachdruck verboten.) Mit süßem Tongewirre Umschmeichelt es den Sinn. Loch änderst du ein Zeichen, Gern sitzt du nun darin. Und änderst du cS wieder, Dann, zahnlos, beißt es sehr. Und änderst du es wieder — Wenn s schlecht ist, macht'S Beschwer. (Auflösung in nächster Nummer.) Auflösung der Charade in vor. Nr.r Schildkröte. Redaktion: Curt Plato. — Rotationsdruck und S erlag der Brübl'scheu UniversitätS-Buch. und Cteindruckerci (Pietsch Erben) in Gießen.