Samstag den 8. August. 1903. — Nr. 117. (Nachdruck verboten.) Schloß Osterno. Ronran von S. Merriman. (Fortsetzung.) 21. Kapitel. Die Spinne und die Fliege. Nelly saß ganz allein in dem großen Salon des Palars am Ende des Englischen Quais, als Paul in die Tur trat. Sie blickte ruhig von ihrem Buche auf und schaute zu ihm hinüber. „Waren Sie heute aus?" fragte sie. „Ja, wir haben Besuche gemacht." Er trat näher, blieb mit auf dem Rücken verschränkten Händen neben ihr stehen, und blickte ins Feuer. „Meine Erfolge in der Gesellschaft sind nicht gerade glanzende zu nennen", sagte er lächelnd. K „ Sie. ließ das Buch in den Schoß fallen, verschränkte berde Hande über den Seiten und starrte in die glühenden Scherte, als seien seine Gedanken dort ausgeschrieben. Ein leichtes Lächeln lag aus ihrem Gesichte, das jedoch nicht durch seme Bemerkung hervorgerufen worden war; 'e§ ]ai) aus, als lächle sie über etwas ganz anderes; was nur ihrem eigenen geistigen Auge sichtbar war. . »Vielleicht geben Sie sich nicht die richtige Mühe", memte sre in praktischem Tone. Nelly war immer praktisch. „O doch, aber das sogenannte leichte Geplauder ist Nicht Niem Fall." Sie wandte sich zu ihm um und betrachtete die .hünenhafte Gestalt an ihrer Seite, während abermals lenes sonderbare Lächeln über ihr Gesicht zog. „Ja, das sieht man Ihnen an", antwortete sie leise. Ein paar Augenblicke verstrichen, ohne daß eines von ihnen sprach, und ein friedliches Schweigen herrschte. Sie eigentlich?" fragte sie mit einer ruyrgm Stimme, wie eine, die vollauf Zeit und Muße hat. ?e