Mittwoch den 26. November, MU jldil WWWM WTO 1902. — Nr. 176 TTTTßXn« n „MN M^OWNAMÄ b (Nachdruck verboten.) Die Viper. Nach dem Französischen bearbeitet von H. Revel- (Schluß.) Anfangs ging alles nach Wunsch'. Der Kammerdiener ließ sich verführen, wurde trunken gemacht und seiner Kleider entledigt. Querzewski gelang es, gegen zwei Uhr morgens in das Palais zu gelangen; er schlich sich unbemerkt die Tienertreppe hinauf, erreichte sprungweise den Herrschaftstrakt und stand endlich an der Thür des Ateliers. Doch in dem Augenblick, da er versuchte, die Thür zu öffnen, stürzten sich zwei Männer, die hinter der Wandverkleidung versteckt gewesen waren, auf ihn, packten ihn gleichzeitig an den Armen und banden sie ihm kreuzweise über den Rücken, um seine Bewegungen zu verhindern. In diesem Augenblick trat Müller vor und sagte zu ist unnötig, sich in das Atelier zu bemühen, mein lieber Herr Querzewski: die Million ist nicht mehr darin. Man hat sie heute vormittag in die Kasse der Depots und Konsignationen gebracht. — Also vorwärts! Auf den Weg! — Und keinen Widerstand, wenn ich bitten darf; wecke mir niemand im Palais auf! Wenn nicht, behandle ich Dich, Schurke, als gemeinen Sträfling und brenne Dich nieder. Marsch!" Querzewski ließ sich, ohne ein Wort der Verteidigung, ohne sich zu sträuben, willenlos fortschleppen, wie sich vor kurzem Julie hatte verhaften lassen. Müller flößte ihm Entsetzen ein. Unterwegs sagte ihm der Kriminalinspektor: „Ich hätte Dich schon in dem Hause verhaften können, wohin Tu heute abend diesen Esel von Bedienten gelockt hast. Ich habe das ganze Manöver verfolgt. Aber es hat mir Spaß gemacht. Dich in Deiner Livree, in Deiner neuen Maskerade zu fangen und dann auch kn jenem Valais, in dem ich Dich schon einmal verhaftet habe. Ja, mein Lieber! In Deiner Schule wird man-zum Künstler!" „Und Julie?" fragte Querzewski. „Auf dem Polizeipräsidium." „Wessen wird sie beschuldigt?" „Desselben Verbrechens wie Du: der Ermordung der Frau von Sanden." „Wir sind unschuldig." „Tas kannst Tu ja dem Untersuchungsrichter sagen. Na, der wird lachen!" 79. Kapitel. Es gießt gewisse Verbrecher, die eine unerhörte Frechheit entwickeln, wenn es sich darum handelt, ein Verbrechen einzufädeln und es dann auch auszuführen, die aber ihre ganze Energie verlieren, die sich willenlos der Justiz hin- geben an dem Tage, da sie entdeckt und verhaftet werben. Bor und während des Verbrechens beherrschen sie nu« die zu erwartenden Genüsse, die durch das Verbrechen ge- sättigte Leidenschaft; hinterher kommt die Furcht vor der Strafe, die ihnen droht, der brennende Wunsch, sich aus der Schlinge zu ziehen, aus dem Verbrechen so viel Nutzen wie möglich zu ziehen, sich an ihm zu erfreuen. Das alles hält sie aufrecht, reizt ihre Nerven und verleiht ihnen eine oft verblüffende Kühnheit. Wer sobald sie einmal im Kerker, in der Einsamkeit sitzen, stürzt mit einem Male alles Zusammen, alles läßt nach, wird schlaff: Nerven, Geschicklichkeit, Kühnheit. Oft richtet der Untersuchungsrichter seine schönsten Waffen her, um gegen einen ernsthaften Gegner zu kämpfen: der Feind hingegen kapituliert schon nach den ersten Schlägen, die er bekommen hat. So war es auch, mit Paul Querzewski, der vollständig besiegt und vernichtet war, nicht allein, weil man endlich seiner habhaft geworden war und ihm das Zuchthaus oder das Schaffst drohte, sondern mehr noch, weil ihm die Hoffnung seines Lebens, seine so lang ersehnte Million, entschwunden war. Ter bloßen Form halber, aus Gewohnheit und Eitelkeit versuchte er einen Augenblick zu kämpfen: „Zugegeben! Ich heiße Paul Querzewski und gehöre Euch in der Eigenschaft eines Sträflings! Wer ich weiß nicht, was Ihr damit sagen wollt, wenn Ihr mir von einem Zeugen Keßler sprecht in einer Sache, von der ich kein Sterbenswort weiß." Wenn er also nicht die Rolle des Keßler gespielt hatte, wie hatte er seine Zeit seit seinem Entspringen aus dem Zuchthause zugebracht? Wo hatte er gelebt? Unter welchem Namen hatte er sich verborgen? Welchen Beweis konnte er über seinen Aufenthalt anführen oder über eine Uebersiede- lung an irgend welchen anderen Ort? Oder konnnte er etwa leugnen, daß die Julie Farkas, seine Geliebte, sein zweites Ich, seine verdammte Seele, lange Zeit Minna hieß und Kammermädchen der Frau von Sanden gewesen war? Es häuften sich gegen ihn Beweis auf Beweis. Sie erhoben sich von allen Seiten wider ihn: jetzt sah man ihn, erkannte man ihn wieder unter den verschiedensten Verkleidungen, in all seinen durchlebten Rollen, Endlich, ermüdet, angeekelt — um rascher ein Ende zu machen, um nicht mehr in der einsamen Zelle zu leben, um Gefangenhausgenossen oder andere Zuchthäusler als Gesellschafter zu erhalten, um neuerdings auf Staatskosten die Reise nach dem Zuchthause anzutreten und vielleicht auch diesmal zu entkommen — endlich — gestand er. Was lag ihm jetzt nach alledem an einer neuen Verurteilung? Seine Zeit war noch nicht abgelaufen. Man wurde ihn für immer dorthin schicken — für das ganze irdische Leben, das ist wohl wahr, für stets — für die Ewigkeit!.. Er glaubte nicht an die Ewigkeit. Hatte er aber nicht als Rückfälliger, als Sträfling z» fürchten, daß man ihn statt zum Zuchthaus zum Tode verurteilen würde? Er wird sich schon mit gewohnter Geschick- lichkeit -u verteidigen und zu beweisen wissen, daß er zu 702 ich weiß es bestimmt. Woher mir die Gewißheit kommt? Ich darf es Ihnen — Ihnen allein sagen : Weil ich, heute wirklich und wahrhaft geliebt bin. Bon ivem? Auch, das! will ich Ihnen sagen. Alber klagen Sie ihn nicht an. Er wollte Sie retten, um jeden Preis; er hat inich gesucht und hat mich gefunden. Wir haben uns vereinigt, um Sie zu befreien, um Ihre Unschuld zu erweisen — und allmählich erwuchs dieser engen Verbindung unserer Seelen die unserer Herzen. Verzeihen Sie ihm und verzeihen Sie mir! Bewahren Sie uns Ihre wertvolle Freundschaft und bieten Sie Ihre Liebe jenem Wesen an, das sie allein verdient und das sie vielleicht immer schon besessen hat. Nur erklären Sie sich ihr nicht zu rasch. Sie könnte sonst glauben, -atz' Sie nur das Gefühl der Dankbarkeit zu ihr führt. Berück- sichtigen und schonen Sie ihr Zartgefühl. Seien Sie ihr das, was Sie zu der Zeit waren, als Sie inich zu liebelt glaubten. Jawohl, ich sage: „glaubten!" Tas wird Ihnen ein Leichtes sein. Noch sind Sie nicht vollkommen geheilt von mir. Wer später, wenn sie keinen Verdacht mehr hegt und Ihnen mehr Vertrauen schenkt, dann lieben Sie sie aus ganzer Seele, wie Sie sie schon längst geliebt hätten, wenn Sie nicht mir begegnet wären. Sie werden mit ihr glücklich sein — glücklich für Ihr ganzes Leben. Es ist das anbetungswürdigste Geschöpf, das es auf Erden gießt So! Jetzt, in meinem, in Ihrem Interesse, in dem eines Tritten — auch um ihretwillen und um alle Rücksichten zu achten, trennen wir uns, Franz — aber lassen Sie uns! einander niemals vergessen!" So sprach die stolze Frau, so urteilte sie wie die klügste Frau, so lange ihre Liebe nicht Unruhe erfüllte, so lange sie nicht unter Eifersucht oder Verlassensein litt. Und warum sollte sie leiden? Georg Rakenius betete sie an, und als nach einigen Monaten der Graf an Schlagfluß plötzlich verschied, ward sie die Gattin des Malers, um mit ihm für ständig nach Newyork überzusiedeln. Prinz Tschigorin, den man verständigt hatte, daß in seinem ehemaligen Palais eine große Summe aufgefunden worden Ivar, erkannte an, daß ihm diese Million ehedem von seinem Sekretär unterschlagen worden war und ihm gehörte. Doch gleichzeitig überließ er die Summe, diese in drei Teile teilend, durch einen Schenkungsakt: zwei Trittel den Hospitälern von Berlin, ein Drittel dem „Finder" des Schatzes, Müller. Müller — Rentier, Privatier — hat den Kriminal- dienst verlassen. Man sieht ihn noch von Zeit zu Zeit in Monte-Carlo an einem Roulettetisch sitzen. Er fährt fort, die Nummer 32 zu pointieren — und die Null kommt stets! heraus. Diese Leidenschaft kostete ihm einige zehntausend Mark. Aber er hat ja nun eine so große, bedeutende Rente, und seine Bedürfnisse sind so bescheidene, daß er nicht wüßte, was anfangen mit all dem vielen Gelbe, wenn er nicht ein Laster und — eine Nummer zu ernähren hätte. Hinz und Kunz als Antiquare. Von E. Osten. 1 .i (Nachdruck verboten.) Das stets zunehmende Verlangen der Sammler nach schönen, alten Möbeln, Geweben, Gläsern und sonstigen Kunstgegenständen hat eine neue Art von Antiquitätenhändlern erzeugt, die zwar größtenteils nicht die geringste Sachkenntnis besitzen, aber gerade deshalb naive Käufer nicht selten Übervorteilen. Wer etwa glaubt, bei einem Trödler heute noch kostbare Tinge für einen Spottpreis! erhalten zu können, der befindet sich in einem gewaltigen Irrtum; denn diese Leute verstehen es sehr gut, aus einem erfahrenen Sammler herauszuholen, was ein Gegenstand wohl wert sein möge, und aus wahrem Mißtrauen steigern sie den Preis oft weit über seinen wirklichen Wert hinaus. Der unerfahrene Sammler, der einen kostbaren Schatz an unbekanntem Orte aufgestöbert zu haben glaubt, zahlt dann in Wirklichkeit einen weit höheren Preis, als ein wirklich sachverständiger Antiquar von ihm gefordert hätte. Je unerfahrener der Händler sich erweist, desto mehr sind auch die unerfahrenen Sammler geneigt anzunehmen, einen sehr günstigen Kauf zu machen, obwohl! ne ebenso sehr zu der Befürchtung Veranlassung hätten, daß ihm der Trödler aus Unkenntnis der Materie einen viel zu hohen Betrag für wertlose Gegenstände berechne. Wenn solch ein kleiner Händler, der sich bis dahin z. B. nur mit dem Verkauf von gebrauchten Möbeln zu ange- Frau von Sanden bloß eingedrungen war, sie zu bestehlen und nicht zu ermorden. Durch den Lärm geweckt, tritt sie in den Salon, bedroht ihn mit einem Tolch, mit dem sie sich bewaffnet hatte; er verteidigt sich, entreißt den Dolch aus ihren Händen, verwundet sie während des Ringens, er verliert den Kopf und ersticht sie. Wenn ihm geglaubt würde — ? Und es mußte ihm geglaubt werden. Hatte denn der Tolch nicht Iran von Sanden gehört? Ta war jeder Zweifel ausgeschlossen. Und selbst wenn er zum Tode verurteilt würde, konnte er heutzutage nicht immer noch begnadigt werden? 80. Kapitel. Tie Geständnisse Querzewski's und der Farkas, die sie erst, nachdem ihr Gehilfe gesprochen hatte, aussagte, erleichterten die Untersuchung und beschleunigten das ®nbe. Gegen Mitte Februar kam Herr von Sempach zum zweiten Male vor das Schwurgericht. Ter Staatsanwalt aber, anstatt gegen ihn zu verfahren, erteilte ihm gewissermaßen Lob und hohe Anerkennung und drückte dem Angeklagten im Namen der Justiz offen sein Bedauern über einen Irrtum aus, der ihm hätte verderblich werden können. Er berührte nur ganz oberflächlich, mit großem Taktgefühl, den Zwischenfall im Sitzungssaal, der eine neue Untersuchung erforderlich gemacht hatte; er legte die Sache derart dar, als ob Fräulein Rakenius geglaubt hätte, auf der Fährte der Schuldigen zu sein und diesen Zwischenfall nur deshalb herbeigeführt hätte, um Zeit zu gewinnen — daß aber das Alibi, das sie sich zu beweisen erboten hatte, bloß frei von ihr erfunden gewesen wäre. Die Justiz verzieh diese Lüge und wollte nur von ihrer reinen, geschwisterlichen Liebe wissen, die selbst bis zur Aufopferung ging. Ter Gräfin Torvukoff wurde mit keinem Wort Erwähnung gethau. Alles hatte den Anschein, als ob der Untersuchungsrichter das Geheimnis, das ihm anvertraut wordeu war, für sich allein bewahrt hatte. Nach der jetzigen Lage der Tinge war ein Freispruch unausbleiblich. Unter dem tiefgefühltesten und aufrichs- tigsten Jubel, der im Zuhörerraume zu wiederholten Malen losbrach, ohne daß ihn der Präsident zu unterdrücken versuchte, wurde seine Freisprechung laut und öffentlich verlesen. Einige Zeitungen behaupteten, der Präsident selbst hätte das Zeichen zu diesen Ovationen gegeben. In selbiger Sitzung begann der Prozeß gegen Paul Ouerzewski und Julie Farkas. Letztere hatte Müllers Ratschlag, die Verantwortung für das Verbrechen auf ihren Geliebten zu schieben, nicht befolgt Sie wollte im Gegenteil, daß ihr der größere Teil der Schuld zugeschrieben werde, damit ihr Mitangeklagter den geringeren Teil be- käme. Wer aus Schlauheit oder Eitelkeit ging Paul Quer- zewski nicht auf ihre Msicht ein. Er erzählte, wie er sie als erlassene, ganz junge Waise, beinahe noch Kind, durch einen Zufall kennen gelernt — wie er sie zu Grunde gerichtet und in den Wirbel von Leidenschaft und Verbrechen mitgerissen hatte; welchen furchtbaren, unseligen, unent- ziehbaren Einfluß er auf sie Zeit seines Lebens ausübte, dem sie wider Willen gehorchen mußte. Dieser ausgezeichnete Schauspieler fand wahrhafte Thränen, sobald er von seiner Geliebten sprach, und er verteidigte sie mit so viel Bewegtheit und Energie, daß er es erreichte, in mancher Hinsicht für sie Interesse zu erwecken, woran er selbst auch feinen Anteil hatte, da er es so geschickt hervorzurufen verstand. Tie Jury gewährte beiden Angeklagten mildernde Umstände. Paul Ouerzewski wurde, wie er gehofft, M Zuchthaus auf Lebensdauer — die Farkas zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt. 81. Kapitel. Die Gräfin Toroukoff hatte bereits seit langem die gewünschte Unterredung mit Franz von Sempach gehabt. lange Sie unglücklich und zu Boden geschmettert ins K" . । ugen", erklärte sie ihm int Freundestone, „mußte ich schweigen, durfte ich nichts sagen, um Ihren Schmerz Nicht noch zu vermehren, Ihren Mut zu vermindern. Ich Habe es sogar gestattet, daß man Sie über meinen Herzens- rustand täuschte. , Sie hatten glauben können, daß mein Herz zu Ihnen wiederkehren — daß es Ihnen immer noch angehoren würde. Leider nein, mein Freund! Ich habe tert langer Zeit für Sie nur mehr große und tiefe Freund- tchaft empfunden, weiter nichts. Wir haben uns beide auf die beste Art von der Welt getäufcht: Ich glaubte Sie, .Sie glaubten mich zu lieben. ßz entgegnen Sie nichts!, 1Ö3 Ein sachverständiger Antiquar pflegte von Zeit iu Seit bet einem Trödler in Birmingham vorzusprechen von dem er gelegentlich eine alte Bronze, oder altes Porzellan kaufte. Als er nun wieder zu diesem Trödler messenem nieDrigen Preise beschäftigte, sich zu einem Anti- i mit den im Kensington-Museum ausaektellten an S,uitatenhandler entwickelt, dann studiert er genau die Preis- I gleichen. ö ' 1 ausgestellten zu ver- ^^n der sthnstauktionen und verfolgt in den Zeitungen I Das Vorgehen des Händlers in diesem in äiemM) gewissenhaft die Mitteilungen, welche Preise hier zu billigen, denn babiucb fueX und da für bestimmte Antiquitäten gezahlt werden. Und türlich noch konfuser als sie nn unb ftir fi& frbn? tinh" X VÄ SÄ» ,,e Ä "T?» den in den Preislisten genannten Gegenständen aufweisen jhx Herz au iraeüd Antisimtätenschwärmer oder auch nur unter einer ähnlichen Bezeicliniina in I fan r>u e,n Gegenstand hangen, der sich im seinen Besitz gelangt sind, so wird er danach feine Preise I ^eu!e befindet. Diese vermögen sich bemessen, ohne zu berücksichtigen, daß nicht nur das Alter, trenne™dV f §au^att3 3U sondern auch der Kunstwert, die Feinheit der Arbeit der wrM ? fteuaüt em freigebige» Anerbieten Name des Meisters, die Fabrikmarke und viele andere I L„ ™ ivtrklichen Wert der Sache in gar Dinge den Preis bestimmen. Viele fordern auch ganz un- ^erhaltnis steht. Kommt dann eine Zeit, wo das bedenklich einen unverschämt hohen Preis, um ^zunächst h^.b tUr Vn™? ^braucht wird, so stellt sich heraus, daß einmal die Wirkung ihrer Forderung auf benÄ Tu Sr ’ ^^tvoll gehaltene Schatz fast unverkäuflich erproben. Ter Kenner wird sich natürlich nicht' ver- I h™9™ „Un b ^E^^Enzwiste sind nicht selten die Folge. Llüffen lassen, und dem Händler einfach ' ins Gesicht I Mertonf ll.ni> ..eJ die Frauen, welche den lachen, aber es giebt doch immer noch naive Leute genug, Sn^nfSu Sm' b“ ,lC Jl$ stets sehr zähe an dem denen nichts so sehr imponiert, wie ein hoher Breis I lCV klammern, auch wenn sie kaum noch einen W ist beinah überflüssig zu betonen, daß Beschreibungen finden, ^alles unterzubringen. und Preisverzeichnisse von Antiquitäten nur für Leute von begegnete einem Sammler, wie er Nutzen sind, welche einmal genügende Sachkenntnis be- I K?X ^eifpiel derartiger Thorheit, als er sitzen, dann aber auch Gelegenheit haben, die Gegenstände durchstreifte. Im Wirtshause zu sehen und zu prüfen. ’ uoiigte jnau ihn in das Wohnzimmer, wo er drei Atezzo- Einige hübsche Stückchen vom Antiquitätenbandel mur- nnh Wand hängen sah. Sie waren chmutzig - - - - 0 1 ^ü0 Dark gehabt. Im Laufe der Unterhaltung erwähnte w daß em benachbarter Gutsbesitzer ihm 1600 bLc ^npferstiche geboten habe, eine Versicherung, d'e V durch Nachfrage als wahr erwies. Eine der Töchter | Bä 1^1 JSSOJfÄX’ÄT« W L Sbh‘A'ä "ÄS* Unterschale für 40 Mark und dieselben oder äbnlicke I *)uu6 Touristen und andere Leute bestärkt Gegenstände kosten in London 400 Mark". Um seine Be- | als ^Me WiiJ - Beziehung ebenso unwissend sind, Häuptling zu beweisen, holte er eine Auktions-Preisliste £>iffen ^hJrnn« , L mV ?ch natürlich gar kein hervor. Nun aber war die in f^rnae stellend? srnff? PJ1O I .st, tolJ*eti daraus machen, den Wert eines Gegenstandes zu Coalport-Jmitation gewesen, während auf^der Auktion zu^kaufen"' K b°^ "id&t bie ®fic^ haben, denselben altes Sevres versteigert wurde. Ter Manu lieft fitfi in I 8 . seinem Mißtrauen und Aerger nicht belehren Auf dies- I Ulcbcr £ort ma5 öün einem anscheinend „ehr- Weise verlor der Trödler einen guten Kunden ' ’ X ul,ed)V 'Vntife" Eichensachen im Ä äS ®7‘„ ‘‘r, S,°d, in, reen„86fTfd>Mm“ L ÄÄ|Ä ‘Ä SÄ Li. W S »W MMZWIM'- EWMMZM- »iff s?b? «F^wä*ä?s Karen. Doch, wie gewöhnlich in sollen Fällen wurden u2r,bfen/ Ul1t mV entem kleinen, einige seine Erklärungen mit kaum verbelltem fflifitrnw^ n»? I biet819 .vlaJ-,rc. ntten schloß ausgestattet zu werden. T-a Benommen. Ein Anerbieten von 80 Mark wurde mit Ver- man «ffMnrA X aIt«S besaß, wollte achtung zurückgewiesen. Nun war der Cuinhier »in I LW J durch diese scheinbare Reparatur der Truhe aus Vogel, und von dem Wunsch beseelt iu feben I r Vt.^o^ egenheit helfen. Außerdem wurde der Deckel durch Un wiffenljeit°unbJö abgier1 ae6en ? 1 oa « tooIb unk ^V I halbzerbrocheiie alte Scharniere gehalten. Diese Truhe Noten hervor, und erhöhte sein Geboxt allmäblick> b& -lSnz-nd- «xA.-I-vch-»n- Störung von statten ging, so brauchen diese Tvllarfu.isten auch am Tage vor der Hochzeit eine richtige Generalprobe. An diesem Tage ist die «e. mit Blumen geschmückt und illuminiert, wie zu der richtigen Hochreck. L. er Organist spielt den bei diesen amerikanischen Hochzeiten üblichen Brautchor aus „Lohengrin", und der, Festzug, Braut und Bräutigam an der Spitze — halt sssnen.Einzug. Wenn man glaubt, daß ein Fehler begangen ist, wird diese Probe wiederholt, bis jeder sichtt ist und ganz.genau weiß, was er zu thun und wie er sich zu geben hat. Hat man dann Aufstellung vor dem Altar genommen, so proben die zukünftigen Eheleute alle Phasen der. Ceremome durch, das Niederknien, die Antworten, den Ringaustauckh ustv. ^n der Sakristei wird alsdann nach. eine Probe der Tefilier- cour der Teilnehmer vor den Neuvermählten vorgenommen werden müssen, damit das Gerede vermieden wird. ”Oe«tniTiV.Silot und fein Fiennd.Roman, 548 RÄ« Roman, 325 a «e Sonne des «Wfc U» » (Heine Bibliothek Langen, Bd. 53), München, Albert Langen. Hennig, Tie da hungern nach Glück und Liebe, 106 S. “Ä'Äf^nRnr» » 158 *, (-- -« «"* M)' »"'e^et LS«--- nnd «*?*** Volks- und Landschaftsbilder aus Krain, Atrien, Mont negro, 336 S. Einsiedeln, Verlagsanstalt Benziger & Co Gerard, Eine Dorfkönigm, Roman. Einsiedeln, Ver '^"TPnrVL SM-dame, Roman. Nnsiedeln, R-» ^Ä'e°»-?e7M?P-n, WolodyfowskN, der Heine RMes historischer Roman, dritte Anflage, 698 S. Einfledeln, “Ä" S38SM «chte.R-ma», 2 Bd°, 406 schichten. 412 S. Stuttgart, Cottasche Buchhandlung. I ' 5 Muellenbach, Aphrodite und andere Novellen, 309. S. Stuttgart, Cottasche Buchhandlung. Negri, Gaetano, Segm del Tempi. 4öb ö. “TieVSÄHewMlle Beete ij .4 Wnden. y-r-E-g-b-n von wUdelm Bölfche, »e«rg, »ax kackien wüßte, sagte ihm dieser, der Schweinehändler habe i auf seinem Hofe eine seltene alte Truhe, die man sicher 0an$Un|"erSSlemiert ging" nach dem bezeichneten Hause und ! 8sr ÄTä»® 5äÄ% Ke aus freimütige, ehrliche Weise, daß er selbst keine hohe Meinung von der Truhe gehabt habe, aL/ f7i »in Händler - ein Schweinehändler - „und | Center von den dümmsten. Er wüßte wohl, daß ein Künstler nicht wünschen würde, einen alten Gegenstand ww diesen zu kaufen, wenn derselbe nicht mehr wert Ware, als er Limine aealaubt habe usw. usw-, bis er schließlich 240 Mk. für den „Fund" herausschlug. Nach dem Versuch, weitere 5 Mk. für den Transport zu erhalten, lieferte er bte Touhe an die Eisenbahngesellschast, welche dieselbe ai die Londoner Adresse des Künstlers beförderte. Als aber die Truhe in der Verborgenheit des Ateliers gründlich gewasL und gesäubert wurde, stellte sich der Schwindel heraus. Ein Händler, welcher sie später von dem Künstler für 60 Mark kaufte, sagte, daß er einen sehr guten Preis zahle, da solche Truhen beim Fabrikanten in neuem, ver- kauisfähiqem Zustand für 90 Mark zu kaufen seien. Tiefes Beisviel zeigt recht deutlich, wie gut man selbst von scheinbar unerfahrenen „harmlosen" Leuten übers Ohr gehauen IX Si“ He -K-i-acht -- ist. AntiquMten nu. von wirklichen Fachkennern zu kaufen, die im Falle unlauterer betrügerischer Handlungen nicht leicht den Cm wand der Unerfahrenheit in diesen Dmgen Vorbringen können. ___________ Anagramm. Nachdruck verboten. Reich, Angel, Made. Leim, Tanger Launen, Mural Sima, Beil, Tula, Mais, Sarg, Haut, Vater. Au- I».m >.«■ ..<»*»-« “«SÖfi $.Ä™«‘.i. »-<""••• W'"-b"- (Auflösung in nächster Nummer.) Auflösung der Charade in vor. Nr.r Sonnenwende. Simplieissimus-Kalender, 49 S. München, AM ^Diers, Marie, Karl Henning und sein Haus, 256 ® Nr KN - L »°l.--ichicht-. aflen unb 0,°-«°». der iE-O-°°m XVI. md 680 S. '■»feSWC« a, Roman. D.»«, ®- « M>-n uni, Siefen, 472 ®' Ä »-dem- Religion Schl-i» s{0, Fu ck) s"^d""Tie Karrikatur der europäischen Völker, I Ac Hofmann L Co t | MnMrroman, 2^3 S. Berlin, Verlag Kontinent Theo i Gutmann.^ Prokop, Gothenkrieg. Leipzig, DYcksche ^L7ochmann, Licht und Wärme. Leipzig, Carl Ernsts Poeschel. ©tumbe, Heft 6. Berlin, Bong & Co. sj; „ne Welt, Heft 7. Berlin, Bong & Co. | o b eine Kunst, Heft 6. Berlin, Bong & Co. Weihnachtsbücher. Bulth aupt, Heinrich, Dramaturgie den Oper, mit Notenbeispielen als Anhang zum 2. Bande. Zweite Auflage. 403 und 317 S. Leipzig, Breitkopf L Härtel. Tur au an, Josef, Stephanie, Großherzogin von Baden. Überträgen und bearbeitet von Oskar Marschall von Bieberstein, Leipzig, Schmidt und Gun.her. Memoiren des Generals Rapp, von ihm selbst erzählt. Ue6ertragen und bearbeitet von Oskar Marschall von Bieberstein, Leipzig, Schmidt und Gunther. 346 S. O'M e a r a Barry, Napoleon I. in der Verbannung. Uebertragen und bearbeitet von Oskar Marschall von Bieberstein, 3 Bde., Leipzig, Schmidt und Gusher. Bernhard, Marie, Das corpus delicti, Roman. Dresden, E. Piersons Verlag, 278 S. Dose, Johannes, Frau Treue, Roman. Leipzig, Sächsischer' Bolksschriftenverlag. ----------------- Brübl'schen Univerkitäts-Buck. und Steindruckerei (Wetfch Erben) « ® cB