Frei lag den 14, Februar, 1902. Nr. 24. TQamj WUk I» « Ati iMW MSN! WW (cttrc nur Schritt für Schritt bergan; Wer mit Muhe den Gipfel gewann, Hat auch die Welt zu Fußen liegen. Victor Blüthgen. Nachdruck verboten. Verschollen. Original-Erzählung von M. Ludolfs. (Fortsetzung.) Mieder wirbelten die Gedanken bunt durch Claritas Hirn, bis vor ihrem geistigen Auge plötzlich, jäh, sie tief erschreckend, ein Name auftauchte — Nikolai Karin. War dieser nicht gleich nach des alten Adelsmarschalls Tod nach Ornatoffsko herübergekommen? Hatte Frau Wera ihn nicht gerufen? Gewiß — aber wann? Auf den Zeitpunkt kam viel an, und Clarita beschloß, diesen vorsichtig zu erforschen. Indes mit dem Vorsatze schien auch ihre Kraft erschöpft. Die letzte Wendung ihrer Gedanken ließ ordentlich ihre Nerven erzittern. „Karin!" sie schüttelte schmerzlich den Kopf, indes ihre Lippen leise widerholten: „Nikolai Karrn — er sieht gut, edel aus — es scheint ein Schimpf, ihn nur einer schlechten, verbrecherischen Handlung fähig zu halten! O, Vater im Himmel" — seufzte sie da aus tiefster Seele — „erbarme Dich meiner, Deines hilflosen Kindes, bewahre mich vor mir selbst, laß mich nicht falschen Argwohn fassen in eben dem Moniente, wo ich zu Dir rufe um Gerechtigkeit! Gott, mein Gott, gieb mir Kraft, Ausdauer, den Schuldigen zu entdecken! Rette Alexis, hilf mir seine Unschuld an den Tag bringen!" Ueber diesen Erwägungen floß eine Stunde hm, auch die zweite und dritte, Clarita merkte es gar nicht, tote schnell die Zeit floh. Der matte, düstere Schein, den die Oellampe in dem Gemache verbreitet, war mit dieser bet» loschen — aber draußen hatte der Mond seine sichelförmige Lampe am Horizont aufgehängt, um die Nacht etwas freundlicher zu machen. Die einsame Frau war aufgestanden, ans Fenster getreten und blickte hinaus ins Freie. Ihre Augen suchten unwillkürlich die Fenster jener Stube, in welcher der Mord vollbracht worden — aber allnrächtiger Himmel, was war dies? Was sah sie? Ihre Knie zitterten, ihre Augen wurden größer, angestrengt, erwartungsvoll behielten fte die Richtung. Wahrhaftig ein heller Schein drang durch jene verhüllten Fenster im alten Bau —i drinnen in der Stube war Licht! Hatte sich dort wirklich ein ruheloser Geist ein- aefunden — das Gespenst — der Domowoi, tote die Leute sagten? Ja, ein ruheloser Gast war daselbst eingekehrt T- bald sollte Clarita seinen wahren Namen erkennen. Heller und greller wurde drüben der Schein, ein schrilles Klirren von zersprungenem Glas, und im selben Moment auch drängte eine dichte, schwarze Rauchwolke ins Freie, zwischen dieser, dem eindringenden Luftzug entgegen, schoß aus glun- mender Glut die helle Lohe empor, jetzt hatte sie die Bor- hänge erfaßt und gleich einer Feuersäule leuchtete die oaran empor zischende Flamme hinaus in die Nacht. Das alles war das Werk weniger Sekunden. „Feuer! Feuer!" schrie Clarita auf. Feuer, ja, das war's,^das sah die einzig Wachende in dem großen Gebäude, «elbigenj Augenblicks war sie sich auch der drohenden Gefahr bewußt — "der alte Ban mit dem morschen Holzwerk bot den Flammen eine schreckliche Nahrung. Einmal entfesselt, mußten diese mit Windeseile nm sich fressen und selbst das Haupthaus erfasse». Hinaus in den Korridor eilte Clarita, ihr angstvoller Warnuugsruf schallte schrill durch das ganze Haus. Ueberall erwachten die Schläfer; erschreckt fuhren! sie auf aus den Betten. Draußen der glühende Feuern schein, der brandige Geruch, der bereits bis in die Zimmer durchdrang, erklärte die lauten Warnungsrufe, die im Korridor widerhallten. Clarita floh denselben entlang; ihr erster Gedanke galt dem ihr anvertrauten Kinde, das mußte sie vorab in Sicherheit bringen. So erreichte sie atemlos Feodors verschlossene Stube. Mit der Kraft, welche die Angst verleiht, rüttelte sie das Schloß, dabei laut dem Knaben zurufend.. Der erwachte aus gesundem, tiefem Schlaf, ebenso sein im Nebenzimmer ruhender Mentor. Indes schneller Ivie dieser, war Feodor auf den Beinen, flüchtig kam er der alsbald wieder nach ihm ausschauenden Clarita entgegen, die sich mittlerweile hastig überzeugt, daß Lisavetia und Madame Duflois auf die eigene Rettung bereits bedacht waren in dem wirren Durcheinander, welches die Meisten den Kopf verlieren ließ. Schreiend und klagend liefen die Dienstleukr- durcheinander, Taliana Petrowna an der Spitze; alle drängten nach dem Erdgeschoß, um ins Freie zu kommen, wo der Intendant mit den Knechten und Kutschern nicht eilig genug zu den neben dem alten Flügelbau befindlichen Stallungen kommen konnten, um die wertvollen Pferde zu retten. In all' dem lärmenden Wirrwarr richtete sich Claritas ganze Aufmerksamkeit aus Feodor, mit dem sie glücklich halbwegs nach den unteren Räumen gelangt ivar, als der Knabe plötzlich bei einem Blick auf das brennende Serten- gebäude gellend aufschrie: „Eudotja! Eudotja! Man hat Eudotja vergessen! Jegor! Kyrill! Josef! Halt! Stm Hinauf zu dem Mütterchen — rettet sie! bringt sie hinunter. Der Schrecken lähmte fast Claritas Glieder .sttemand hatte der Alten gedacht, um deren Stuben bereits überall die Flammen leckten und das alte Geholze mit Gier f^Die angerufenen Diener nutzten die allgemeine SSeti 94 Sie." itcti gemenoer, voll) nein! — jtt: piy //>)"- */v 11v v~e *■ L,. v I , / . toXXxov fofiptt chte wirklich eine hohe Männergestalt ans ihm aufhalten, doch Sie werdenohn ja 8^ se»er sehen, sie nicht erkennen, ihre Kraft verlieh sie. Da stad imr -^können Sie die Freitreppe hi, ? beim Namen gerufen, aber antworten konnte sie fli einzig einen heiseren Aufschrei brachte sie noch hi ,Uttb Feodor ist völlig unverletzt?" Fck hoffe es. Sie begreifen, ich konnte mrch Nicht mit -L . 1 1 . t v •_____«L___ 1 SrtXXxrs-Y* KoXxovt heraus. Ihre Besinnung schwand, sie fühlte nur etwas Kühlendes, Feuchtes, Nasses um sich geschlagen, und sich selber von zwei starken Armen fortgetragen durch Rauchwolken und Flammen, eine brennende Stiege hinab ins Freie hinaus und weiter fort zwischen den lärmenden und schreienden Menschen hindurch, die jetzt allmählich von allen Seiten herdeigeströmt waren, ohne viel helfen zu können. Au dem alten Flügel war nichts mehr zu retten, er wurde I preisgegeben, um den Neubau zu erhalten, worauf des Intendanten ganze Sorge sich richtete. Ein unbeschrew- licher Wirrwarr herrschte ringsumher. Clarita indes merkte davon nichts. Sie ruhte auf einer Bank unter dem grünen Laubdach der Bäume, als sie zu sich kam. Die Nachtluft, die ihre Stirne umwehte, rief ihre Lebensgeister wach und „Clarita, Clarita!" flüsterte eine Stimme voll leidenschaftlicher Zärtlichkeit ihr zu. Sie schlug die Augen auf und schaute verwundert in das über sie geneigte Gesicht ihres! Retters. Sah sie eine Vision oder war es Wirklichkeit? Nikolai Karins tiefe Augen ruhten mit dem Ausdrucke I unsagbarer Angst und Liebe auf ihr. Verwirrt schloß sie aufs neue die ihren; die langen Wimpern zeichneten dunkle I Schatten in ihr wachsbleiches Antlitz, während ihre fahlen I Lippen baten: „Feodor! Wo ist Feodor?" n nmien „Gerettet, Clarita! Sie haben sein Leben gerettet; er Feuers gewesen befindet sich in Sicherheit, wohlgeborgen in dem Veranda- Ob sie es konnte? Die neue Sorge gab ihr Flügel, sie log die steinernen Stufen hinauf in das Verandazimmer änein, aus dein M Duflois' weinende und klagende Wirrung, sie hörten wirklich oder wollten des jungen Bärin Auftrag nicht hören, denn demselben zu entsprechen, fehlte ihnen angesichts der Todesgefahr der Mut — aber der Mabe ließ sich dadurch nicht beirren. Ehe Clarita sem Thun nur begriff, lief er selbst dem brennenden Bau zu. Sein Beispiel wirkte; Josef, ein kräftiger Bursche, sah kaum den jungen Bärin auf dem gefährlichen Wege, als er, ihn überholend, ihm unverweilt voranseilte unter dem Zurufe: er werde die Matuschka retten! Feodor blieb ihm jedoch in knabenhaftem Ungestüm dicht auf den Versen, bis er sich aufs neue von Clarita erfaßt fühlte; sie hatte fein hochherziges Beginnen nicht zu wehren vermocht, sie war ihm gefolgt, erreichte ihn aber erst in dem brennenden Gebäude auf der Treppe nach Eudotjas Wohnung. Die Treppe hinunter drang eben Josef, in seinen starken Armen die bewußtlose Greisin tragend, die er fast erstickt vom Ranch in nächster Nähe der Treppe am Boden liegend nicht? Da tam, . _ ,, , — sie konnte sie nicht erkennen, ihre Kraft verließ sie. Doch die Gestalt nahte kühn durch Rauch und Qualm, sie hörte sich beim Namen gerufen, aber antworten konnte sie kaum — einzig gefunden. An Clarita und Feodor vorüber, verschwand der Mann mit feiner Last zwischen den Rauchwolken, die das ganze erste Stockwerk erfüllten. Die beiden, Hand in Hand, strebten ihm nach, der Verbindnngstreppe mit dem Haupthause zu, doch mit jeder Sekunde wurde Rauch und Qualm dichter — Wladimirs Sterbezimmer stand in lichten Flam- LMMWZWI lichterloh brennenden Zimmerdecke empor, und m den Gang neymeno.__ Ersuchte gleichzeitig, sich zu er- drohte das Unglück. Aechzend brach von der brennenden kett, geben mir nur ^hren «m zur Di er seiner Gefährtin niederschlug. Mit Gewalt war diese von was sie ihrem Begleiter zu danken hatw. fers® S as.«g rifeWßß N-SKKLWS M-WW-WÄ-- ihn aufzurichten, und mit ihren eigenen Kleidern die ihn I Brandwunden zeigten. „O. Sie sind v tz - l zu ersticken die nächste - was aber schrocken »Die Flammen haben Sw, nicht geschont - Sw nun? Ihre Hilferufe erstickten; den halb betäubten Knaben haben ihr Leben für das meine au'ls p . Ö > b, zu tragen, fehlte ihr die Kraft. Ihn mit ihren bebenden Er lächelte nur indem er Wc- "Wen wie Händen unter den Schultern fassend, kamen sie nur lang- nicht, dasselbe snr Feodor? - S« SS w att.5 ff-IÄL«sSs-LSLÄN,S4°n,t° Eudotja glücklich hinunter gebracht, zeigte sich auf den be- I vielmehr in anderm Ton. „Ohne Sie wur e er a reits glimmenden Stufen der Verbindungstreppe. Er kam I loren gewesen sein. «tohicmnirt mit her zurück n7ch dem jungen Bärin auszuspähen, - gerade zur Clarita machte eme abwehrende Bewegung mit der rechten Zeit, um ihn in seinen Armen die Stufen empor Hand. ihr ihrer es ist so' Der zu tragen in den noch unversehrten Neubau. Clarita strebte Doch, doch , wiederholte ihr ) Todesangst um Sie dorthin den beiden nach, indes hatte Josef knapp mit dem Knabe versicherte das selbst m ^ner Tod sangst um Di , Geretteten die Stufen ersprungen, als diese prasselnd in I und Josef bestätigte es, durch den ich. gumucyerwei^! vi tausend glimmende Splitter zusammenbrachen, welche durch I Richtung erfuhr, wo Sie zu finden sei m nach^der 88« £ «u%««g ,« geitien, «6« w!- ein Utf f«t Das unfern erreichen? In den nächsten Stuben züngelten überall die an; aus der Fahrt dorthinsah^rchbereits von lrewn Flammen, der Gang war erfüllt vom Rauch. — Sie sah I Steppe aus die Brandrote am Hc'ft Meine Troika keinen Ausweg mehr — wenn niemand ihr zu Hilfe kam, I Rauchsaule über.Ornatofssko mp f g • f t baS wenn man ihrer in der Aufregung vergaß. Gott ihre mußte dem Wind' gleich dahm rch wnnte vaa Seele empfehlend, stand sie auf der Stelle, wo Wladinnr Herrenhaus hier nicht schnell genugi erreichen Li,«bett» und Alexis ihr Geschick ereilt, in Rauch und Qualm, rings und die Französin kamen ^hMdermgei^ entgegen. . umgeben von drohenden Flammen, allein und hilflos dem I schrie und rief w^erall nach Fe . „< v vniffett entfesselten Element gegenüber. An dem äußersten Ende I ihn und zugleich die Kunde von ^hnen . Das u g st des Flügels schien es freilich weniger zu wüten, indes durch den dampferfüllten Gang vermochte sie nicht zu sehen. Ihre Augen waren geblendet, doch nein! — Täuschte sie sich 95 Stimme ihr entgegenschallte. Clarita hörte nichts weiter, sie sah nichts als den auf dem Divan hingestreckten Knaben. Er erblickte sie, er streckte ihr die Hände entgegen — im andern Moment kniete sie neben ihm. Clarita hatte das ihr anvertraute Kind wieder, sie vergaß darüber alles andere — auch Nikolai Pawlowitsch Karin. . , . Draußen hatte sich inzwischen die Macht des Feuers ^ch kenne Reeder in Ms Ganzes steht Kew im Vereinigten Königreiche einzig da; in einzelnen Zweigen der Gärtnerei aber wird es von den Gartenanlagen der englischen Geburtsund Geldaristokratie noch übertroffen, diese wendet für die Erhaltung ihrer Gewächshäuser und Girrten jährlich Summen auf, die an sich schon ein Vermögen ausmachen. ~ .' t Liverpool, Fabrikanten in Aorkshire „taff'taZiUfS W -LÄ-'AiiM-xü.. di- J-h-« w binaeaen brannte völlig nieder 80000 Mark ihren Garten zuwenden. So schon und groß mS ta I« Ä« HOT auch bereit Mag«. lind, s- »erben |ie d°ch °Mg St einmal me»r e™« .nchnd- Ruine sand. Das in den Schatten gestellt. »« ,-uen. bte sich em tzrnzag ■ip'Ä.t.ffl »r °er,nn,en 'm «ch.« «esmtmst« SSL ,c' < w-H wo N ä LS- 'K »4Ä , r, , , I verdient hat, ist diesem Steckenpferde — oder Hobby, Mumenliebkmüerei ttt Enalano. wie es der Engländer nennt - geweiht worden. Herr . imtülMUatCl »U »v Chamberlain gilt als einer der besten Orchideenkenner, Von Maximilian Clauß I imj) feiten ist er in dem kleinen Auktionslokal« (Nachdruckverboten.) I |n Cheapside (London) zu finden, wo alle Neuheiten, die Tie Blumenliebhaberei ist eine ausgesprochene Na- von den Reisenden der großen Orchideen firm en nach cht tionaleiaenschaft unserer britischen Vettern. Dies hat nicht I jahrelangen Reisen in tropischen Urwäldern heimgebracht z,um wenigsten darin seinen Grund, daß ungefähr vier werden, zuerst unter den Hmnmer kommen. Chamberlain Fünftel der gesamten verheirateten Arbeiterbevölkerung ist dort em gefürchteter Mitbieter, der schon manche ihr eigenes Häuschen mit Vor- und Hintergarten bewohnt, I neue Orchidee bis auf tausend Guineen (22000 Mark) hoch- wodurch der Blumenpflege der weiteste Spielraum geboten getrieben hat. wird. Von den besser gestellten Bevölkerungsklafsen gilt Erwähnt mag bei dieser Gelegenheit auch werden, das gleiche in noch höherem Maße, Sie bewohnen ebenfalls ^ah der Königin Viktoria bei ihrem 60 jährigen Regrerungs- ihr eigenes Haus, und fast jeder einzelne sucht einen mviläum ein Strauß überreicht wurde, welcher fast ganz gewissen Stolz darin, in seinem, namentlich dem der Orchideen zusammengesetzt war, und deren Wurzel Straße zugewendeten Vorgarten einen Blumenflor zur eintausend Pfund Sterling gekostet hatte. Die Orchideeu- Cchau zu stellen, der unwillkürlich die Aufmerksamkeit Häuser Chamberlains werden „unter Brüdern" auf 60 000 der Vorübergehenden auf sich zieht, und so die wenig I Sterling geschätzt, und manche der Orchideen, die angenehme Eintönigkeit der endlos laugen Häuserreihen namentlich bei großen Parlamentsdebatten im Unterhause auf das auaenehmste unterbricht. Vereine lassen sich bie unvermeidliche Zierde des Knopfloches des Kolomal- allenthalben in Städten und Dörfern die Förderung der Ministers bilden, repräsentieren einen bedeutenden Wert. ZUUWZZM x-ff-WWMM land zum ersten Male besucht, wird überrascht sein, m. Ter Estorbenei?Vate^ dem reichsten Aristokraten Engden kleinsten Dörfern, wo Bergleute inmitten oder Halden, I frist versroroeiien xsuiei, ut u w sz® p. »SSrrs £ ÄS» gfe» größten Blumenausstellungen den ersten Preis davontragrn rn hinreichende^ Zahl zum Schmussnnes^ndEr paka^ würden. Das Gleiche läßt sich in Bezug auf Rosen und erhalten, und er war der beste Mude e nes der groyren M&Ä? itoWn ,mb Sfc' «’S *VsUlU' fcabV ab« AuchM Z-KiMene Blumen »eigt her englänber «ne em® äuM fäumlget 3*e. Selb besondere Vorliebe. In jedem Hause prangen, wenigstens gend, konnte er sich nicht senken, d H L g am Sonntage einige Kinder Floras auf dem Kaminsims konnte, die von dem Mwemg ^iner uud dem Eßtisch. In London, Liverpool, Manchester, wie gütiges Geschick überreich beschert hacke. Z , ^eraaü überhaupt in allen großen Geschäftszentren, erscheinen I Verbindung mit dem Blumen- und Obs h , , 9 J? die Herren mit dem unvermeidlich gewordenen Sträußchen der Herzog em ganzes ^ahr lange s R „ach § nur oder wenigstens einer einzelnen schönen Blume im Knopf- begleichen, die sichallerdings^ferner o^fu^d Sterling, NÄ ««Wh« 3V&ÄL«KB ebensoviel Shilling dafür an- Der hierin getriebene Luxus demselben Grunde wre der «erz z, , ) ier{ WÄrH.4 » a«ZSÄ ff Häusern, die oft mehrere Morgen bedecken, Schnittblumen zukommen baldaußer stanoe ,ein werde dem wie Rosen, Nelken, Veilchen, Schneeglöckchen und was sonst ganz ruhitz: "?^erlassen S ^mdeu' einen hübschen noch gewünscht wird, gezüchtet. Eine ganz besondere Be- Herzog wi dens anderen faulen Kunven mnen^ achtuu g in dieser Beziehung verdient der Blumenmarkt I M ahubrref schreib en, u bekommen." Der in Covent-Garden in London, wo täglich in den frühen Gerichte droht. werden ste schon Ae oerommen Morgenstunden geschnittene Blumen für viele tausend ehrsame Obst- und Blumenhändler ftel.vor benIen Pfund Sterling an die Händler zum Verkaufe gelangen, vom Stuhl „ ,,Um ®otte§ SBtn«ii. rief £Iaßen Von hervorragendem Interesse ist auch der botanische I Sie? Mahnen, "fit Klag hmi, ne{n< das geht Garten von Kew mit seinen großartigen Warmhausern — nh bin ein. ruiinertera9Ji“arunt' fymmcn Sie dann und Blumenkulturen, seinen weltberühmeten Herbarien, I um kernen „3 , _6en„ ben habe Hölzersammlungen usw., den kein Kunstgärtner und Bota- I M nm. «m Sie auf ihn nicht hören wollen, niker, der nach England kommt, zu besuchen versäumt. 1 ich Ihnen gegeben, wenn fine auf uju y 4 96 kann ich nichts weiter tbutt." Dem Kaufmann leuchtete dies eilt,. und es geschah, wie der Advokat es geraten hatte. Kaum war der Herzog gerichtlich aufgefordert, binnen Monatsfrist seine Schulden zu bezahlen, als er postwendend seinen Check an die Gerichte einsandte, und ganz bestürzt bei dem Blumenhändler vorgefahren kam, diesen um Entschuldigung bittend. Der Herzog blieb trotzdem bis an sein Lebensende sein treuester Kunde. Er vergaß von da ab wenigstens dem Blumenhändler gegenüber nicht, seine Rechnungen pünktlich zu bezahlen- Solcher Blumenliebhaber und -Freunde, wie der Herzog von Westminster, giebt es aber in England nicht wenige, und es könnte noch besonders Lord Coventry genannt werden, der namentlich auch wegen seiner Landschaftsgärtnerei erwähnt zu werden verdient, die es allein der Mühe wert erscheinen läßt, seinem prachtvollen Landsitze in Dunstall Castle in Worchestershire einen Besuch abzustatten. _____________ Die Küche im Februar. (Nachdruck verboten.) Tie abnormen Witterungsverhältnisse des Januars lassen hoffen, daß uns der Februar nicht mit allzustrenger Kälte Heimsuchen wird, und wir bald ans der freien Natur Frühlingsanzeichen erhalten. Brachte doch sonst in kälteren Jahren uns der Rhein schon im Februar frischen Waldmeister in duftender Ware, dessen erste Spitzen die Sonne aus dem Trümmerschotter steiler Abhänge des rheinischen Schiefergebirges hervorgelockt hatte- Hoffen wir, uns auch in diesem Februar an einer Waldmeisterbowle letzen zu können- Für die Tiner- und Gesellschaftssaison hat der Frühling in den Delikateßgeschäften bereits seinen Einzug gehalten, wie uns täglich die Auslagen beweisen. Die zarten Frühlingsgemüse sind durch frische Spargel, französischen Rosenkohl, prächtige grüne Bohnen, Schoten, Karotten, Artischocken und Cardi vertreten- Von Salaten sind Kopfsalat, Escarolle, Erfurter Brunnenkresse und englische Gurken zu erwähnen, ebenso sind bereits die ersten algerischen und französischen neuen Kartoffeln eingetroffen- Für die einfache Küche bringt der Markt italienischen Blumenkohl, frische Petersilie, Schnittlauch, Spinat und Schwarzwurzeln, die jetzt mehr als in früheren Jahren in den Verkehr kommen. Bei der geringen Auswahl frischen Gemüses bekommen die Präserven und Konserven jetzt höheren Mert, sodaß auch in der jetzigen Zeit der Hausfrau die Wahl an Gemüsen nicht zu kürz bemessen ist- Aepfel und Birnen sind nur wenig in guter Auswahl vorhanden, weshalb tiroler und italienische Aepfel auch bei höheren Preisen gern gekauft werden, sonst beherrschen den Markt die Früchte des Südens- Ter Fastenzeit entsprechend, sind die Fische gut im Fleisch und die Auswahl hierin zahlreich- Zu bett besseren Fluß- und Teichfischen zählen jetzt Aal, Hecht, Karpfen, Forelle, Schleien, Wels, Neunaugen und Barbe, deren Rogen jedoch ungenießbar ist- Tie Leber des Hechtes gehört zu den feinsten Leckerbissen. Seefische sind wieder in allen Sorten vorhanden. Suppenkrebse und Hummern sind immer noch teuer und wohl nur für größere Festtafeln in Erwägung zu ziehen, was auch vom Kaviar gilt. Daß die kirchlichen Fasten im Februar beginnen, ist kein Zufall, sondern darauf zurückzuführen, daß das Fleisch vieler Tiere in diesem Monat weniger schmackhaft ist und durch die Fastenperiode auf die Vermehruug der Tierwelt Rücksicht genommen ist. Ter unersättlichen Jagdlust wird durch die Schonzeit vieler Tiere Halt geboten, und für den Wildliebhaber bleibt nur Hirsch, Wildschwein, Dammwild, preiswertes Renntierfleisch, und das teurere Rehfleisch, das fast immer über seinen Wert bezahlt wird- Vom Federwild ist Fasan, russische Schnee- und Haselhühner, sowie Birkhühner zu erwähnen, denen sich gegen Ende des Monats die vornehmste Delikatesse, die Schnepfe, zugesellt. Gründliches Abhängen ist die Vorbedingung für jeden Wildbraten, selbstverständlich darf sich aber kein Haut-gout dabei entwickeln. Tie Verehrung dafür ist ein überwundener Standpunkt. Hier möchten wir noch daraus aufmerksam machen, daß ein Zusatz von Fleischextrakt die Wildbratensaucen gehaltreicher und schmackhafter macht, wofür uns in Wuk ein mehr als vollwertiger, aber kaum halb so teurer Extrakt- Zusatz geboten ist. Seine Billigkeit, sein würziger, kräftiger und fast gar nicht gesalzener Geschmack wird ihn bald selbst in der einfachsten bürgerlichen Küche unentbehrlich machen. Im Bereich der feinen Küche sieht es nicht grade nach Fastenzeit aus, und Hamburger Mastgeflügel, junge Gänse und fette Enten, Perlhühner, Brüsseler und fran- zösifche Masthühner werden viel begehrt. Auf dem Ge- flügelmarkte hat die Gans ihren bevorzugten Platz an die Pute abgebeu müssen, welche jetzt den Hauptbraten liefert. Hühner sind immer vorhanden. Für die nächsten Wochen wendet sich das Interesse der Küche mehr dem Schlachtfleisch zu. Jetzt erscheinen auch die ersten jungen Ziegen, allerdings noch spärlich und. teuer, die leider bei uns noch nicht als besseres Gericht gelten. Im Süden wird der Ziegenbraten als Feiertagsessen hochgehalten, und auch in Indien bietet er eine Festjchüssel. Durch pikanten und kräftigen Zusatz kann der Ziegenbraten sehr schmackhaft gemacht werden, und schmeckt dann fast wie Lammbraten. Ein sechs Wochen altes geniästetes Tierchen wird vorbereitet; Rücken, Hinterkeulchen und Vorderkeulchen werden gehäutet, gespickt und gesalzen, und unter fleißigem Begießen und Zuschütten von saurer Sahne ein und eine halbe Stunde in reichlicher Butter gebraten. Tie Sauce wird mit Mehl verdickt, und mit einem Theelöffel in heißem Wasser gelöstem Wuk-Extraki gekräftigt, nochmals verkocht und jdurch- geseit zum Braten gegeben. Kopfsalat wird dazu gereicht. Tas übrige Fleisch kann zu Frikassee verwendet werden. Katechismus der Ornamentik. Bon F. Kanitz. Sechste, vermehrte und verbesserte Auf- laoe. In Origiualleinenband 2 Mark 50 Pfennig. Verlag von I. F. W e b e r in L e i p z i g. Der rasche Absatz auch der fünften Auflage dieses Leitfadens über die Geschichte, Entwickelung und charakteristischen Formen der Verzierungsstile aller Zeiten hat aufs nette bewiesen, daß das Buch in immer größere Kreise dringt, demnach einem wirklichen Bedürfnis entspricht. Auch diese im letzten Abschnitt wesentlich verbesserte, und durch neue Illustrationen vermehrte Ausgabe wird zum allgemeinen Verständnis der Entwickelung des Ornaments beitragen, und die praktischen Ziele fördern helfen, welch- die Bildungsanstalten für Kunst und Kunstgewerbe ver- folaen. Der Anhang giebt eine Erklärung aller int Katechismus vorkommenden kunsttechuischen Ausdrücke und ein sehr dankenswertes, zn tiefergehenden Studien anregendes Verzeichnis von Spezialwerk^en über die Ornament» stile aller Zeiten. Der Verfasser des Katechismus, der rühmlichst bekannte Ethttograph und Erforscher der Balkanländer, hat im vorliegenden Büchlein die Kunst des byzaii- tinischen Kulturkreises und der Welt des Islam ausgiebiger bedacht, als dies sonst in bett landläufigen Handbüchern zu geschehen Pflegt. Gemeinnütziges. Farbige Kleidungsstücke, wie Kattune, Batiste und dergleichen, ebenso baumwollene und seidene Strümpfe von empfindlicher Farbe, dürfen nur tu mäßig lauem Wasser mit ganz milder Seife gewaschen, und tn weichem Wasser mit halb Essig gespült werden- Hat die Farbe dadurch doch gelitten, so spült man nochmals tu ungemischtem Essig nach, da derselbe die Eigenschaft besitzt, die Farben aufzufrischen. „Prakt. Wegweiser", Wurzburg. 6 8 3 6 2 5 1 2 4 Zahlendiamant. (Nachdruck verboten.) 1 2 6 Vogelgattung 3 13 Empfindung 4 5 6 7 Deutsche Stadt 5 13 Heilmittel 6 6 auf Segelschiffen. 7 (Auflösung in nächster Nummer.) Auflösung der Charade in vor. Nr.r Meerschaum. Redaktion: E, Burkhardt. — Rotationsdruck und Verlag der Drübl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei (Pietsch Erben) in Gießen.