L RS; Ssiä! 4 4 klil'ul'.wj. KM-K eri J. ihr qetrennt, und machte auch keinen Versuch!, sich ihr zu nähern. Drohend zogen sich Hannas Brauen zusammen. „Tu weißt es? Durch wen?" Durch einen Bries des Herrn Georg von Restorp, und durch einen weiteren des Herrn Rechtsanwalts Bernhard Sylvander." , „Und was haben sie Trr geschrieben?" „Daß sie die gegen mich angestrengte Klage zuruck- ziehen, und in aller Form auf jeden Anspruch an dav Salzbergener Terrain ein für allemal verzichten. o„Tus hätte mein Bruder geschrieben? Ich glaube es einfach nicht, Tu willst mich hintergehen." Bitte — da ist der Brief." Hanna las, und schlaff sank ihr Arm mit dem Blatte TtißbCT Wohl — um so besser. Und Tu hast es mir zu danken, Hubert - mir allein! Ich habe um Deinetwillen alles geopfert. Nun ist es an Dir, Dein Versprechen zu erfüllen. Sv weit ich dazu im stände bin, werde ich Mich -Mr gewiß nach Verdienst erkenntlich zeigen, liebste Hanna!" ,So weit Tu dazu im stände bist? Was heißt das? Und was bedeutet diese ganze lächerliche Komödie? Hast Tu etwa die Absicht, mich um den Preis memer Aufopferung zu betrügen? „Keineswegs. Vorausgesetzt natürlich, daß Du nichts Unmögliches von mir forderst." „Tu kennst meine Fordernug gut genug. Deine Hand und Dein Name sind es, die id). begehre Nicht als etn Gnadengeschenk, sondern als mein heiliges Recht." Fch aber kann sie Dir zu meinem schmerzlichen Bedauern weder als das eine noch als das andere gewähren. Ich habe Dir geschworen, daß ich Dich liebe, und es ist die lautere Wahrheit. Aber Du wirst Dich eben mit meiner Liebe begnügen müssen; denn meine Hand - es wird mir wirklich herzlich sauer, Trr diese Enttäuschung zu bereiten — meine Hand ist seit uconoten versagt." Seine Linke spielte mit der Uhrkette, und Hanna sah das Glänzen des schmalen Goldreifs, den er heute nicht wie bei ihrem ersten Besuche, in der Westentasche, sondern am Ringsinger trug. Mit einent wilden Schrei stürzte sie ftUf „Nichtswürdiger! Und Du glaubst, mau könne mich abschütteln wie eine lästige Betteldirne. Und warst ^.u hundertfach gebunden — auf der Stelle, hier wor meinen Augen wirst Du diese Bande zerreißen, und wirst mit mir abreisen, um mich Deinen Angehörigen und Freunden vorzustellen als das, was ich nach Deinem heiligen Cw; frfitnur bin — als Deine verlobte Braut!" W iit ein bißchen viel, was Tu da verlangst, und Deine Art zu bitten, ist mir etwas zu stürmisch. Ich will Mn ein Gewebe wanden Die Götter Frend' und Schmerz, 3 Sie webten nnd erfanden Ein armes Menschenherz. Herder. (Nachdruck verboten.) 1 Die Göttin des Glücks. Roman von Reinhold Ortmann. (Schluß.) Fn einer geschlossenen Droschke war Hanna Sylvander um nenn Uhr vormittags am Hotel Bristol vorgefahren. Auf dem Bock neben dem Kutscher stand etn großer Koffer, unb ein kleinerer befand sich neben allerlei Handgepäck üu Fnnern des Wagens. Sie selbst aber trug denselben kuavv anschließenden Reisemantel, in welchem ihre wundervoll^ Gestalt an jenem Abend, da sie den Bruder so lustig überraicbte. Harros Künstler äuge entzückt hatte. Leichtfüßig eilte sie an dem verwunderten Partner vorüber, die breite, teppichbelegte Stiege hinauf, und in kurzem, befehlenden Ton rief sw den Z"nwerkellne: der ihr oben entgegen kam, zu, er möge dem gtegterung^ Assessor Wedeking den Besuch einer Dame meldem ^m nächsten Augenblick schon erschien Hubert «l der - Thur seines kleinen Salons, heiter, kachelnd, selbstbewußt, wie Hanna ihn bisher noch nimmer gesehen.Ilsfte rasch an ihm vorbei über die Schwelle trat, erhas s , L Hand und führte/sie zärtlich! an s ctne ^ppeu- Aber ersprach kein Wort zu ihrer Begrüßung, nnd auch als er btt! SW hinter sich geschlossen hatte, erwartete er schweigend ihre ^^Nun?" fragte sie, „ ihn befremdet ansehend, „hast $U Mchtch^als^ daß"ich" entzückt bin, Dich, wiederzusehen, meine holde Herzenskönigin! Ist es auchgegeni - rede, so ist es darum doch sicherlich nicht weniger er- frCUlSr leichtfertige Ton seiner Erwiderung trieb ihr das Blut in die Wangen. mpiT seit babe gegen die Verabredung gehandelt, wen fe gestern Ereignisse eingetreten sind, die ich nicht voraucheh K” US”S™|«bc ich mein Veriprechen Tu hast von Dietrich von Restorps Erben nichts mehr zu furchten." bereits lie6jier Schatz! Und wenn es Dein" Verdienst ist, so dank' ich Dttdafür vou Herzei . Er war fast durch die ganze Brette des Zimmers vo 346 das Gesicht. langen als sie sich endlich dem jungen TÄS.»,?™ ä?= kennen. sessor Herbolds Begräbnis verlassen hatte, nm sich mit nach. Wenn er nicht eben noch UL L„„,... - -m-s »un„«,r *«»! KL aan^ vernunittg qewe en wäre, unu »«<-»»» Mässig wüßte, daß er nie einen Tropfen Branntwein t > radeswegs in -------- A ein Lächeln und ein Kopsnicken ihre Zustimmung zu er- mroe rcy! wagiimum ..,LfL ,. Mit einem holden Läch>eln schüttelte steden Pß „Nein, er ist nicht betrunken, Harro ! Und uh! glauo tierftUnb/'banit gab es ein langes langes Schweigen das so feierlich und andächtig war, daß der alte Kruschke seme chwieligen Hände faltete, ohne recht zn wissen warum er es tbat. Erika sah, daß es ihres Vaters Werk war, unb - doch nicht minder das ureigenste Werk des Mannes, der da in seinem weißen Arbeitskittel bescheiden abseits stand um sie nicht zu stören. Sie sah, daß dre Göttin des Glucks die schönen Züge der unglücklichen Hanna Sy^ander trM und Thränen verdunkelten ihren Blick, als sw den mit aroßen Lettern in den Sockel emgemeißelten Namen Klemens Derbold las. Aber' sie schämte sich dieser Bewegung tttAnr « Jft.«,««, nicht, die Tbränen zu vernicht untersuchen, wie groß oder wie gering meine Ber- vfliÄtungen gegen Dich smd, sondern ich will ohne Besinnen jeden vernünftigen Wechsel honorieren, den Dumuf meine Dankbarkeit ziehen willst Nur muß es Nicht em so wahnwitziges Ansinnen sem, tote dies da. ^>ch oeme, es ließe sich aus eine andere Art ein ganz angenehmev und für beide Teile erfreuliches Verhältnis Herstellen/ Für einen Augenblick schien es, daß sw ihn mttber geballten Faust ins Gesicht schlagen wurde. Auch Hubert Wedeking mußte es glauben, wenngleich er mit kemer Wimper zuckte, und keinen Finger zur Abwehr rührte. Doch sie führte ihre Absicht nicht aus, und ließ den halb schon erhobenen Arm wieder sinken. Anscheinend ruhig trat sie "" .NbipK stst"-ZchÄ«5«>° ein Meineidiger lLili) /tchjc/c/ufbeleidigende Fragen nicht zn antworten, Mein' gnädiges Fräulein! Und ich würde den gegenwärtigen . Zeitpunkt für den geeigneten ansehen, unsere persönliche Auseinandersetzung abzubrechen. Ich werde nnr erlauben, .Ihnen durch einen meiner Freunde angemessene Abfmd ungsvdrs'Elage gU, sprach, nicht sur^nen Moment aus den Augen gelassen, und doch hatte er die Bewegung mißdeutet, mit der ihre Hand m den Falten ihres Kleides suchte. Er nahm an, daß sie sich ihres Taschentuches zur wirksamen Unterstützung der unvermetd- lichen Thränenszene bedienen wolle, und als er das unheimliche, metallische Blinken des dunklen Gegenstandes sah, den sie statt dessen hervorgezogen, war es zu spat, Mn Ächuß krachte," und Hubert Wedeking hörte deutlich das Pfeifen der Kugel, die fast an ferner Schlafe vor- überfuhr, um klatschend gegen die Wand zu schlagen. ^>n der Furcht, daß sie das Attentat wiederholen wurde, warf i unb'He'TemWe sich' nicht, die'Thränen zu er sich taumelnd zurück, und diese BeweMNg wachte Hanna , bergen die wie große Demanttropfen an ihren lc G ’* "blich dem P ein scharfer Knall das Gemach, das sich mit beizendem I bläulichen Pulverdampf wie mit einet Wolke erfüllte. Der Kellner und das Stubenmädchen liefen draußen ! auf dem Gange zusammen, und der mutigste unter den dienstbaren Geistern des Hotels öffnete mit wuchtigem Stoße die Thür. Mit bleichem, angstverzerrten Antlitz trat der Regierungs-Assessor Hubert Wedeking ihm entgegen. I „Einen Arzt — sofort einen Arzt!" ries er ihm gu. » Tie Dame, die mich besuchte, hat m entern Anfall von Geistesstörung auf sich geschossew" Ter mutige Kellner kniete schon neben der auf dem Teppich hingestreckten Hanna. Und es schien, daß er sich | einigermaßen auf" die Beurteilung solcher Ege verstand, denn, indem er sich gegen Hubert Wedekmg wandtr, sagte j er mit gedämpfter Stimme: „ , ■ „„ | „Der Arzt wird ihr nicht mehr, viel helfen können, Derr Regierungs-Assessor, — sie ist ja schon tot. Achtzehntes Kapitel. \ Es war dreizehn Monate später, als vor dem Hause j das einst Professor Klemens Herbold bewohnt hatte, eine i hochgewachsene, dunkel gekleidete Dame der Droschke ent- s iea die sie vom Anhalter Bahnhof hierher gebracht hatte. Ein alter Mann kam ihr mit langen Schritten und mit strahlendem Gesicht aus dem Vorgärtchen, von dem aus et Mika! Ist ?s möglich? Gott, welche Freude! Und was sür eine Ueberraschung für unfern Herrn Harro. Tas war einmal lieb von Ihnen! Und wie blühend Sie aussehen. Garnicht verändert! Ja, die Thüringer Luft — ja, ja! Wie er sich freuen wird! Er denkt fa doch immer vtitr nn ©IC/' So schwatzte der völlig außer Fassung , geratene Kruschke unaufhörlich, während er bte rochier semes alten Herrn in das Haus geleitete, das sie am trage von Pro- mit »orten dmtlen H-r«" „Tas ist ja viel, viel mehr, als ich Ihnen femals zu ver- '3ette@r "tarchö hart an ihrer Seite, und kaum wußte er, wie es geschah, daß er den Mut fand, sie zu fragen: „Erinnern Sie sich auch noch jenes anderen Vermächtnisses, Erika, das Ihr Vater uns aus seinem Sterbebette hinterließ — oder eigentlich nur mir, da ich in lenem Augenblick mit tiefer Beschämung erkennen mußte, dasj nur das Glück so nahe gewesen war, und daß ich in. thörichter Verblendung den rechten Augenblick versäumt hatte, ev mi w verdienen? Habe ich es nur damit wirklich für immer verscherzt Erika? Und giebt es keine Hoffnung mehr sm mich daß der Irrtum meines sterbenden Meisters eines Tages dennoch Wahrheit werden könnte?" 8 Sie senkte den Kopf und schwieg. Hinter ihnen aber wurde ein seltsames Geräusch vernehmlich, fast wie em Scküuchzen und als sie sich beide zugleich umschauten, seme Ursache zu erkunden, sahen sie zu ihrer nicht geringen Ueberraschung den alten Kruschke mit beiden Armen wie einen Besessenen in der Luft herumfuchteln, wahrend sem faltiges Gesicht sich auf eine höchst wunderliche Weise verzogen hatte — man wußte nicht, war es zum Lachen ode zum Weinen.^ grufc[)fe _ ist Ihnen?" rwi Darro. „Was soll das bedeuten?" i „Nicht böse sein, Herr Harro — ich gehe ja schon hinaus Und ich sage nichts weiter, als daß tä). es cinmer gewußt \ habe. Es konnte ja gariiicht anders sein. Und wenn es anders gekommen wäre, so hätte gar kerne Gerechtigkeit mehr sein müssen im Himmel und auf Erden. I Er stavfte hinaus, noch immer mit seinen langen Armen gestikulierend, und kopfschüttelnd blickte ihm Harro Nie waren die schweren Schiebethüren schneller auseinandergeflogen als jetzt, da sie Klemens Herboldv Tochter den Eingang freigeben sollten. Verwundert ob dieses Ungestüms wandte Harro, der rm weißen^^Arbeitskittel an der gewaltigen Marmorgruppe mmstten des Atelrersr stand, seinen lockigen Kopf, dann aber als er die Emtretende erkannte, schoß ihm das Blut bis in die Stirn hinaus über ihrem Schmerz in der Einsamkeit eines, Thüringer Gebirgs- dörfchens zu verbergen. Sie kam garnicht dazu, ihm etwas | zu antworten, und auch, als er fragte, ob sie nicht ge== Ta?war alles, was er in der ersten Ueberraschung herausbringen konnte, und sie mußte es schon auo seinen Augen und aus seinen Zügen zu lesen suchen, ob die Ueberraschung eine willkommene oder eine unerfreuliche sei. Offenbar vermutete sie das erstere; denn sie reichte ihm so herzlich ihre beiden Hände,, als hatte er sw,statt mit dem einzigen kurzen Ausruf mit Aeußerungen überschwenglichsten Entzückens begrüßt. . < ©ie schrieben mir, daß die Gruppe an entern der nächsten Tage in den Ausstellungspalast überführt werden sollte. Und da mußte ich dockt wohl Verlangen tragen, sie zuvor an der Stätte zu sehen, wo sw entstand. 5 Ta ist sie, Erika!" sagte er nur. „Das Vermächtnis meines geliebten Meisters an die Welt, die ihn so lange 347 leichte, duftige, graziöse Kostüm das (Jugendstil) 1426 1411 1444 St, 6 214 „ 6 667 „ Frau W. Richter, Berlin, Ludwigkirchstr. 1. „ Dr. Lisb et Bie, Breslau, Göthestr. „ A. Müller, Coslar bei Jülich. auch zu verstehen, was er meint. Aber wenn Sie es nicht I auf erraten, kann ich es Ihnen freilich! nicht sagen." „Erika!" rief er in laut aufjauchzender Glückseligkeit; I » denn was ihre Lippen ihm nicht hatten sagen können, das I hatten ihm das Erglühen ihrer Wangen und das Leuchten I " in ihren Augen verraten. „So soll ich das Vermächtnis I Deines Vaters also wirkliche antreten dürfen?" I " Tamen: Kostüm 1. „ 2. „ 3. „ 4. ,, 5. Julie Buüa, Breslau, Tauentzienftr. „ „. „ Else Ziegler, Elberfeld, Cluserplatz. "Außerdem gelangten noch 295 Preise in Form von Mousselinboas, Pompadours und Anhängetäschchen, Gürtel- (Parisienne) einfache, gediegen und korrekte Kleid (Tailor - made) ...... gefällige, Extreme vermeidende deutsche Kostüm (Neutral)....... korsettlose, fußfreie Reformkleid (Reform) ..... . • moderne, künstlerische Gewand Q.itbcr6§ „Daß sie die Züge der armen Hanna trägt, so wie es der Meister beabsichtigt hatte — nicht wahr, Bernhard, Du bist mir darum nicht böse?" Mit leiser Stimme hatte er es den ernst blickenden Mann an seiner Seite gefragt. Der Rechtsanwalt aber, der aus der Provinzstadt, wo er sich seit ferner Verher- ratung niedergelassen, auf einen Tag hinübergekommen war, um die berühmte Gruppe zu sehen, drückte den Arm feiner lieblichen jungen Frau fester an fW und erwiderte: „Nein; denn sie hat ja unsere Glücksgöttin sein wollen, und daß es der Tod war, der sich, ohne daß sie es ahnte, hinter den Falten ihres Gewcnrdes verbarg ~F”1?6? » Mouüelinvoas, Pompaoours unu ziiujunyeiuiujujcii, es auch ohne die s^mme Mahnung dieses Bildwersts doch I Nähkästchen, Nähutensilien, Lehrbüchern für nimmermehr vergessen. Mag es den anderen nur zur I > t usw. an die glücklichen Gewinnerinnen zur Augenweide dienen, uns soll es ern Grabmal meiner armen I ^A^lung. Bei der großen Anzahl der Einsenderinnen, Schwester bedeuten." I Don denen sich viele schon auf das von ihnen gewählte Zärtlich! schmiegte Inge sich an ferne Seite und dann I ® gefreut hatten, gehen nun allerdings trotz der wandten sie sich einem der stillen Seitengange des noch! I 30Q q?reße sehr viele leer aus. Allen denen sei daher der sommerlich prangenden Ausstellungsparkes zu, um m I gegeben, sich nach dem für den billigen Preis von ernstem Gespräch der gleich einem schweren Traume hinter I 5Q erHältli4en Modenalbum und Schnittmusterbuch ihnen liegenden Tage zu gedenken, da Hanna Sylvander I c^ter nationalen Schnittmanufaktur, Dresden, einen gleich! einem schönen, strahlenden Meteor in ihrer Mute I e{n entsprechendes hübsches Kostüm auszuerschienen war, um gleich einem Meteor nach kurzem Auf- I ^M^n, mit dessen Hilfe es ein Vergnügen und keine leuchten spurlos zu verlöschen. I WM? sisß sich selbst das gewünschte Kleid herzustellen, ----------- I beziehungsweise nach eigenem Geschmack Herstellen zu lassen. Die allgemeine Madenivahl, ein aunimorgcn ans dem Markte. Welche kürzlich von der bei der Damenwelt wohlbekannten I ° (Nachdruck verboten.) Internationalen Schnittmanusaitur, Dresden, veranstaltet I . .. c^rpa- wurde, erregte allenthalben das größte Interesse, was I Dm Langschläfer, dre zur ichrg^ wund er b aren wahres- sich in der überaus zahlreichen Beteiligung der weitesten I zeit hinter geschlossenen Jalousien die Morgenstunden ver- Kreise kund that. Das Resultat dieser Volksabstimmung I träumen, wissen gar nicht, um wieviel Schones sw sich über die Mode dürfte sicher von allgemeinem Interesse I selbst bringen. ^hntiprptmpftptt an, Mockipniaae sein, da es deutlicher als alles andere den wirklichen I „Habe feine Zeit zum Spazierengehen am Wochentage Modegefchmack der deutschen Frauen feststellt. Zur Wahl I muß um acht Uhr m memem^Bureau sem ' gestellt wurden 5, die jetzige Modenrichtung deutlich reprä- | ein Griesgram, der erst lange nach Mitternacht die Karten sentierende Kostüme. Tie eingegangenen 17162 Stimmen I aus -er Hand „gelegt hat, und-rm ersten -^.uhdammern verteilen sich folgendermaßen: , I feinen vier Pfählen zugesteuert ^ ift. w jtujt er die Es lamen P I Decke übers Ohr, und schimpft über das eben begmnenoe Er hielt sie schon in seinen Armen, als sie ihm die Antwort gab, über deren Ausfall er nach ihren letzten Worten nicht mehr int Zweifel gewesen war. Aber sie be- I . In Summa 17 162 St. gnügte sich nicht mit dem kleinen bedeutsamen Ja, sondern I dieses Resultat ist in verschiedener Hinsicht über- indem sie mit einem Blick voll innigster Zärtlichkeit zu I . hgnn daß der im allgemeinen als die Mode- ihm aufsah, fügte sie hinzu: I Dichtung'führende Pariser Frou-Frou-Geschmack auf gleicher „Mein Herz gehörte Dir ja immer, Harro! Aber ich I @tute den noch so neuen Richtungen der Reform und habe Dir meine Liebe verborgen, weil ich sah, daß Du I Jugendstils steht, hätte man kaum erwartet. Vergleicht Tich der anderen zuwandtest, die so viel schöner und ver- I man aber wiederum Reform und Jugendstil miteinander, führerisch!er war als ich." I so muß es wunder nehmen, daß Reform vor letzterem keinen Er drückte sie fester an seine Brust, und nun wußten I größeren Vorsprung hat, da iür Reform doch all,eitig bte sie es beide dem alten Kruschke von Herzen Dank, daß I größte Propaganda gemacht strrd. Es mag J)a§ vielleicht er die großen Schjiebethüren so geräuschvoll hinter sich ge- I seinen Grund darrn haben, daß auch der ^ugendstck in schlossen hatte, um sie damit zu versichern, daß sie wirklich I der Kleidung von einer geschnürten Tackle Nichts toisien und wahrhaftig ganz allein seien mit ihrem jungen Glück. I will, also der Hauptforderung der Reformklerdung ebest- ______ I falls gerecht wird. — ~ ~ , ... • I Daß das neutrale (deutsche) Kostüm, am meisten ge- Klemens Herbolds-nachgelassene Gruppe „Die Göttin I werden würde, war ja eigentlich vorauszusehen; daß des Glücks" hatte auf der großen Kunstausstellung einen I ettoa ^s männliche überspielende Tailor-made geradezu beispiellosen Erfolg Innerhalb weniger Wochen I “°er -0 toenig dahinter zurücksteht, ist entschieden über- schon war der Name des halb vergessenen Künstlers wieder I rar.x.gnS) Bemerkt sei auch noch zur Beruhigung der wegen in aller Munde, und die Zeitungen verlangten einmütig, I ' Sckckevvenfrage jetzt so vielseitig erregten Gemüter, daß das meisterliche Werk vom Staate für seine öffentlichen I e|n großer Teil der Anhängerinnen des Tailor-made, Sammlungen angekauft werde. I neutralen Modegeschmacks mit großer Ent- Niemand in der Menge entzückter Bewunderer, die I schiedenheit für den fußfreien Rock stimmten. Aus alledem sich an einem Sommer nachmittag vor der genialen Schöpf- I fann nmn deutlich sehen, daß die Mehrzahl der deutschen uug drängten, ahnte, welcher Anteil dem mitten unter I Frauen eine einfache vernünftige Kleidung allem anderen ihnen stehenden jungen Manne mit dem welligen Blond- I vorzieht, und daß übertriebene Putzsucht so gut tote gar haar und dem sröhlichen, treuherzigen Gesicht an diesem I nicI)t zu finden ist. Erfolge gebührte. Und er selbst dachte offenbar an ganz I Tas Ergebnis der Modetoahl bestätigt, daß der Cha- - ' 1 ratter der Zeit nämlich, der, ohne auf eine gediegene Eleganz zu verzichten, doch für auffälligen, unpraktischen- Tand für das Straßenkostüm keine Meinung hat. Was die im Zusammenhang mit der Modentoahl stattgefundene Preisverteilung anbetrifft, so fielen die fünf Hauptpreise, nämlich die Kostüme selbst, auf folgende 348 Vogelkonzert. — Ein wenig zaghaft und leise heben bte Solisten an, prompt setzen all die anderen gefieberten Sänger ein, — keiner lieh sich wegen Heiserkeit entschuldigen Ein Weilchen wird noch gestimmt unb probiert, bann ist die erste Nummer in vollem Gange; ein Trillern und Zwitschern unb Schmettern unb Jubilieren aus tausend kleinen Bogelkehlen. In jedem Baum sitzt eine ganze Kapelle, und weil der Kapellmeister keinen Taktstock hat, wiegt er sich im Takte auf einem grünen Zweig. — „Vogelvolk nichtsnutziges", brummt der Griesgram; „em Spektakel, als hätten sie alle in Bayreuth gelernt." — Damit legt er sich mißvergnügt auf die andere Seite. Auch die Frau des Hauses dreht sich gegen halb acht noch einmal herum; früh aufstehen macht ihr Kopfschmerz, - wo soll sie auch hin? Auf den Markt? Dafür ist doch die Köchin da. — , Die zieht denn auch feelenvergnugt um halb sieben mit ihrem Korb von dannen, und das Herz lacht ihr tut Leibe über all die frische Pracht, die sich vor ihr ausbreitet. Da sind es zu allererst die jungen Gemüse, die sie magnetisch anziehen; zarte Kohlrabi und dicke Spargel, und gar nicht mehr so unerschwinglich, wie noch vor vier Wochen, als der Geldbeutel sich vor den an ihn ge- stAlten Ansprüchen in hundert Falten legte. Junge Karotten und Erbsen, auch schon die ersten Bohnen sind da, der Kopfsalat ist gerade jetzt am besten, die bayrischen Rettiche lachen verschmitzt aus den Korben neben den Gurken und ersten weißen Ruben, — ste weiß thatsächlich nicht, wozu sich entschließen, bis sie doch zu den jungen Bohnen greift. Die dampft sie zu Mittag mit einem Stück zarten Haminelsleisch, legt ein Sträußchen duftendes Bohnenkraut dazwischen, und dafür, daß die Sauce würzig schmecke, sorgt das Maggiflaschchen, das sie auf dem Heimwege beim Kaufmann auffüllen laßt. Run wandern noch einige Pfund Frühkartoffeln in bat umfangreichen Korb, - die versteht Marie im Dampf zu kochen, daß sie vor Vergnügen platzen. — Von den Obstständen her leuchten zwischen saftig grünen Blattern bte Kirschen und Ananaserdbeeren, auch schon Aprikosen und Frühbirnen laden verlockend zum Kauf. Drüben m den Fischbassins plätschern die Forellen lustig umher, nicht ahnend, daß sie ein Stündchen später ihr Mnges Leben aushauchen werden. Eine Schar Krebse krabbelt unter» und übereinander; vor Den Geflügelständen paradieren junge Gänse und Brathühner und auf dem Wildbretmarkt sind bte ersten Rehe eingetroffen. Gaumen, was willst du noch mehr? Immer schwerer wird der Korb an Maines Arm aber ohne Blumen geht sie nicht nach Hause. Ter Blumenmarkt ist überreich beschickt. Königin Rose thront da, umgeben vom lieblichsten Hofstaate, — alles schwelgt in Duft, Licht und Farbenpracht. — Und nun nach Hause — an den Herd. In der Küche trällert Marie ein lustig Liedchen — da klingelt die Frau nach ihrer Frühstücks-Chokolade. Wie fröhlich und sorglos doch so em armes Mädchen ist"/sagt die Gnädige, fast neidisch, vor sich hin, während sie behaglich den braunen Trank im Bette schlürft. Sie weiß nichts vom lustigen Treiben auf dem Markte, nichts von dem galanten Straßenbahnschaffner, der Marie stets so dienstfertig mit dem schweren Korb aus dem Wagen hilft, und so gern mit ihr scherzt. Ja, sie verschlafen viel Schönes, die Langschläfer, an solch' köstlichem Junimorgen. Th. H. Gsmernnütziges. Neue Methode, den Geschmack der Früchte und ihr Aussehen zu verbessern. Man ist im allgemeinen geneigt, den Früchten den höchsten Wohlgeschmack zuzusprechen, welche in der vollsten Sonne wachsen. Daß dies nicht immer zutrifft, sehen wir bei unseren Weintrauben. Sie schmecken am süßesten, wenn sie hinter dem leichten Schutze der Weinblätter gewachsen sind. Diese Erfahrungen haben sich die Franzosen zu nutze gemacht und für ihr feinstes Obst einen besonderen Schutz hergestellt. Derselbe besteht im Einhüllen der Fruchte in kleine Papiersäcke, die man sich einfach mittels einiger Stecknadeln herstellt. Auch bei dem Aufblühen empfindlicher X _x| X X durch das fahren. Konsonant. Empfindung. / Befestigungsmittel, altes Fabeltier. Möbelstück. Getränk. Konsonant. Diamanträtsel. Nachdruck verboten. Gemeindevertreter, Redner und Vorleser), wird vorliegende Buch mannigfache Förderung er- X X X X X X In die Felder vorstehender Figur sind die Buchstaben AA, 0, EEE, GG H I, L M, N, PP, KB, 8888, T, Uüü derart emzutragen daß die mittelste wagerechte Reihe gleichlautend mit der nntte st-n s-nkr-cht-n ist, und die wagerechten Reihen die daneben angeführte Bedeutung h Auflösung in nächster Nummer. Ein Lehrbuch für Schulen und zum Selbstunterricht von R o d e r i ch B e n e d i x. Dritter Teil: Schönheit des Vortrags. Fünfte Auflage. In Origmallemenband 3 Mk. 50 Pf. Verlag von I. I. Weber m Leipzig. Der erste Teil dieses beifällig aufgenommenen Hand- buches, ber bereits in 8. Auflage vorliegt, hat es mit der reinen unb beutlichen Aussprache bes Hochdeutschen, der zweite (4 Auflage) mit der richtigen Betonung nnd de Rhythmik der deutschen Sprache zu thun. Deutlichkeit der Aussprache und Richtigkeit der Betonung reichen aber zu einem vollkommenen Vortrag keineswegs hm; hier ist vielmehr noch der vollendete Ausdruck, die Schönheit des Vortrags notwendig. Um den vollen Ausdruck durch Anwendung der richtigen Tonfarben zu gewinne^ ist es nötig, daß die Stimme fähig ist, die verschiedenen Schattierungen des Tons hervorzubringen. Hierzu ckber sind Ueb- ungen notwendig. Die zahlremsen Uebung.beispi le vo der Hand eines Meisters un Vortrag ausgewahlt, sind sämtliche den anerkannt besten deutschen Richtern entnommen. Feder der zu ernsten oder auch nur geselligen Zwecken öffentlich das Wort nimmt (Prediger, Mehrer Rechtsanwach Hüt) ittin SRhYI Pi PT I. lütlD Rosen, die in schlechtem Wetter sanken, leistet das eben erwähnte Einhüllen vorzügliche Dienste. Unzweifelhaft wird dasselbe auch in Deutschland Eingang ftnden, man Mrd auch hier den „sae de France", wie man den Beutel genannt hat, vielfach benutzen. Eine ausführliche Beschreibung dieser neuen Methode bringt Nr. 10 des „Erfurter Führers im Gartenbau". Diese Nummer wird unseren Abonnenten kostenfrei zugesandt, wenn sie sich mittels Postkarte nach Erfurt wenden. Mittel gegen Mückensti ch e. Wenn kein anderes Mittel zur Hand ist, wende man Eau de Cologne an. Das einfachste Mittel gegen alle Arten.Insektenstiche ist gewöhnliches Kochsalz. Man mache eine recht starke Salzlösung, und reibe damit die gestochene Stelle mehrere gMe9 ein. — Wenn man die gestochene Stelle tüchtig mit Seife einreibt, und den Seifenschaum eintrocknen laßt, verschwindet das Brennen nach! kurzer Zeit - Schutte man einige Tropfen Lavendelöl auf ferne Kleider, so soll man, so lange der Geruch nicht ganz verflüchtigt ist, von den lästigen Mücken verschont bleiben. - Man wendet gegen dieselben Baumöl ober Salmiakgeist an, oder legt feuchte Erde auf die gestochene Stelle. Vertilgung der Raupen der Obstbaume. Die Vertilgung von Raupen aller Art geschieht durch einen Absud von 250 Gramm Soda, 250 Gramm schwarzer Seife, 250 Gramm Tabak- oder Nußblättern in 6 Litern Wasser, welcher Flüssigkeit noch 6 Liter Was er zugesetzt werden. 1U } 0 ,1 y („Prakt. Wegw.", Wurzburg.) Der mündliche Vortrag. Auflösung des Wortspiels in vor. Nr.: Eigelb — Igel. Redaktion: E. Burkhardt. - Druck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei (Pietsch Erben) in G>°ß°n.