iTH JA !WW h>ßSg irWW CiP Äl F Li WWst-MM er anders redet, als er denkt, der handelt auch anders, als er redet. Sprichwort. (Nachdruck verboten.) Die Göttin des Glücks. Roman von Reinhold Ortmann. (Fortsetzung.) Er starrte sie an, als hätte sie in einer ihm völlig fremden Sprache zu ihm geredet. Dann griff er sich- mit beiden Händen an die Stirn. „Ja, bin ich denn von Sinnen — oder seid Ihr es? Nicht von der Hand Julius Wedekings, sondern von der Deinigen? Soll das ein Scherz sein, Hanna?" „Man scherzt in der Regel nicht mit solchen Dingen. Ich habe Eure Glücksgöttin sein wollen; aber ich habe dabei nicht hinlänglich mit Eurer Schwäche und Feigheit gerechnet. Gieb mir den halb verbrannten Fetzen zurück, Bernhard; — denn da Inge jetzt ohne allen Zweifel plaudern wird, hat er ja doch jeden Wert verloren." Dem jungen Rechtsanwalt schwindelte. Er mußte sich in einen Stuhl sinken lassen, weil er eine Empfindung hatte, als schwände ihn der Boden unter den Füßen. „Sei barmherzig, Hanna stöhnte er, „bringe mich nicht um den Verstand! Was Du da andeutest, ich kann es nicht fassen. Und ich will es auch gar nicht fassen; denn es ist ja undenkbar, unmöglich. Die That, deren Tu Dich anklagst, Du kan n st sie garnicht begangen haben." „Ich klage mich! nicht an; denn ich sehe dazu Dir gegenüber nicht die geringste Veranlassung. Nicht weil ich ein Bedürfnis fühlte, Dir als reuige Sünderin mein Herz auszuschütten, sondern nur, weil ich! sehe, daß das Spiel ohnehin verloren ist, gebe ich Dir mein Geheimnis preis. Ja, dieser Brief da ist eine Fälschung. Vom ersten bis zum letzten Buchstaben ist er von meiner Hand geschrieben. Ich besitze einige Geschicklichkeit in der Nachahmung von Handschriften, und — was in diesem Fall das Wichtige war —■ auch einige Kenntnisse in der Chemie. Ich wußte, daß es keineswegs unmöglich sei, eine Schrift verschwinden zu machen, und eine andere an ihre Stelle zu setzen. Und da doch nun einmal ein Beweisstück geschaffen werden nmßte, wenn Du Deine Mitgift erhalten solltest, und Harro seine Million, so machte ich mir meine Uebung und meine Wissenschaft zu Nutze. Es war ja für eine gerechte Sache, wie Du selbst mich versichert hattest, und einer gerechten Sache zum Siege zu verhelfen, ist kein Verbrechen." „Hanna — allbarmherziger Gott! — es ist also wirklich wahr?" „Glaubst Tu, daß ich in der Laune bin, Dich mit inter- „Glaubst Du, daß ich in der Laune bin, Dich mit interessanten Märchen zu unterhalten? Manche halbe und ganze Nacht habe ich opfern müssen, ehe es zu meiner Zufriedenheit gelang. Endlich aber war es gelungen. Und so wie Tu und Restorp, und der Assessor Wedeking getäuscht worden sind, so wären auch das Gericht und die Sachverständigen getäuscht worden. Eine einzige nur ließ sich nicht täuschen, und das war Deine Braut. Sie wußte, daß der Brief eine Fälschung sei, noch ehe "Du ihn ihr zum erstenmal gezeigt. Und sie allein wäre im stände gewesen, es auch zu beweisen." „Sie wußte es — und sie hat geschtviegen?" „Ja, vielleicht weil sie mich schonen wollte, vielleicht auch aus irgend einem anderen Grund. Ihr Benehmen mußte mich ja ahnen lassen, daß sie an der Echtheit des ihrer Aufmerksamkeit angeblich entgangenen Briefes zweifelte, und daß sie mich im Verdacht hatte, seine Urheberin zu sein. Aber so länge es nur ein Verdacht war, brauchte iäy mir nicht viel Sorge darum zu machen, zumal ich überzeugt war, sie würde um ihres Vaters und um Deinetwillen reinen Mund halten. Heute früh aber erhielt ich einen von ihr geschriebenen Brief, der mir bewies, daß ich mich darin geirrt. Sie beschuldigte mich geradezu, der Fälschung, und erklärte, daß sie die Last nicht länger auf ihrem Gewissen behalten könne, wenn sie nicht den Verstand verlieren oder zur Selbstmörderin werden sollte. Und sie unterließ nicht, mich! auf das kleine, und doch untrügliche Merkmal hinzuweisen, an dem sie die Fälschung erkannt hatte. Ta das Dokument nur dann für echt gelten konnte, wenn es auf einen der von Julius Wedeking wirklich benutzten Briefbogen geschrieben stand, hatte ich mir aus den vielen Geschäftsbriefen den kürzesten ausgewähllt, weil die an und für sich sehr schwierige Beseitigung der älteren Schrift dadurch ja beträchtlich erleichtert wurde. Daß der Bogen am unteren Rande eingerissen, und daß dieser Riß auf der Rückseite mit dünnem Seidenpapier verklebt war, störte mich weiter nicht; denn dieser Umstand konnte ja in keiner Weise Anlaß geben, die Echtheit des Schreibens zu bezweifeln. Hütte ich gewußt, daß Inge die kleine Ausbesserung selbst! vorgenommen hatte, mtb zwar kurz vor dem Tage, an welchem Dir die Papiere ausgehändigt wurden, so würde ich es allerdings trotz der größeren Mühe vorgezogen haben, einen anderen Brief für das Experiment zu wählen. Aber man ist eben bei aller Vorsicht und Ueberlegung doch niemals klug genug." „Was schrieb sie Dir weiter?" fragte Bernhard mit völlig klangloser Stimme. „Das vor allem will ich wissen." „Sie schrieb, daß sie bisher vergebens über ein Mittel nachgesonnen habe, das unselige Schriftstück zu ver- 342 pfip es in andere Hände gelangt fei. Und sie I beutete' an daß sie heute' einen verzweifelten Versuch mach« dies! Absicht ■JggÄäjt Tnuae — so ungefähr lautete der Schluß iyres ^rusev dürfte sie allerdings nicht länger, schwergewWersrewerde auch dann noch alles thun, was m ihren schachen Masten stehe, nur mich und Dich vor Vorwürfen und Schunde zu ^^°Tich"und mich? - Sie hielt mich also vielleicht für wenn es so sein sollte, wird" es Dir ja ohne große Mühe gelingen, sie von der Grundlosigkeit ihres Verdachts zu überzeugen Juf ein S™ 55Ä" 9*ÄÄ von jeder derartigen brüderlichen Verpflichtung. Nachdem mein Bemühen, Dir zu einem bescheidenen^G uck zu ver SBsSSÄiÄ meinem widerwärtigen Anblick zu 6efretein ( Bernhard hörte vielleicht kaum noch, was sie sprach- Mit zerwühtem Haar und totenbleichem, verstörtem. Ges ch , das innerhalb dieser einzigen Viertelstunde, umen^ahr- zehnt geaMrt schien, saß er vor seinem Schreibtisch, em tvci§ foll • nun tucxbcn? . ~ v- ,,, < $ Hanna trat auf ihn zu, und etwas geringschätzig Mit^ leidiges war in der Art, tote ste sich über ihn herav lte^te$oetm Tu es nicht weißt, so will ich es Dir sagen. | gfitf "bie 5oälste von Wedekings Millionen werdet ihr euch I Mmdings keine Hoffnung mehr machen dürfen. Ganz um- fonst aber wird mein Bemühen immerhin I sein Ter Regierungs-Assessor wird Mr «§md einen Nkmawicksvorscklaa machen, und damit, daß Du Restorp > und^Harrobestirnmsü ihn unbedenklich anzunehmen, kannst Du ihnen wenigstens noch etwas retten. Dem Schwiegervater wird zwar keine fürstliche Wohnung am Rande des Tiergartens davon bezahlen können,.aberer^wrrd^do^auch nicht länger wie em Bettler und Jndustrierttter zu teoeu ^^^wollte noch mehr sagen, doch eine ungestüm abwehrende Bewegung des Bruders hieß sw l^Zen^ (Mptnmi Quäle Mich Nicht langer! Uno treroe mtrn । nickt" dazu es auszusprecheu, wie ich über Dich und Deine Handlungsweise denk!^ Was ich in dieser Prozeßangelegen- N zu thun habe, weiß ich auch ohne Temen Rat. Geh ^^Si"tra?znrück, “unT'ein spöttisches Lächeln zuckte um ihre Muudwmkehabe mir den Dank vorgestellt, den 4m des Mißlingens ernten wurde, sagte ne. Und ich werde mich! weislich hüten, mich zum zweitenmal f111 g”m6^”X?9S »>° .ft ***.«% aewendet hätte, und es war nicht die leiseste Spur em er Erregung in ihren schönen Zügen, als sie sich tn rhrern Zimmer an den Schreibtisch setzte, um Mit raschen Feder- itricken auf ein Papierblättchen zu schreiben: Alles ist geordnet. Aber ich, muß Dich notwendig sprechen. Erwarte mich morgen I-Lh m D-mn^Hotel- Sommer. sortwarf, glänzten ihre Angen wie in stolzer Siegesfreude, und auf ihrem blühenden Antlitz war kein Schatten der Sorge oder der nagenden Gewissem- Ste »narssÄffi Wüftp aebabt haben, ihn zu erkennen, so jämmerlich geknickt mar ^seine hohe Gestalt, so wirr und zerzaust der graue gÄ&S. s d-> et W „im ZimE »«g-b-is n°°h «-» nmg-I°h-n hatte. „S-° »°» allem muß ich sprechen." Georg von Restorp deutete aus eine der beiden Ta drinnen - mit ihrer Mutter. Aber Tm darfst mcht'^ei» ch° ich Und Tu mußt faust und gütig zu ihr sprechen, oeirn i ift Mein Gott, sie ist doch! nicht in (Sefa£'^reiti-err fuhr sich mit der Hand über die Augen, und ^es war ganz und garnichts Theatralisches m dieser quaL Siebzehntes Kapitel. Tip Piste 5trau Bading war es, die Bernhard aus sein Klingeln öffnete Sie wa? heute weder mit ihrer fürchterlichen Staatshaube, noch mit eurer ^tenwechen Schurze chr°^LLLg!r Äich-N «st» Wie aut, daß Sie endlich kommen, Herr Rechtsanwalt. Zch glaube, es ist niemals fr nötig gewesen wie heute Er wollte eine Frage an sie richten; aber da stand 1,1 Usf st- d-n ong°blich°n Brie, d-S «s - Ttni ihren Vater zu nennen. ®r schüttelte die Hand des fassungslos dremschauen- den Freiherrn von seinem Arm Wd »w-, ^nden ,P°« er ihre schmale weiße Hand mit fernen stupen fei” «?S'n«9te ihr ila„°s, sanstes Gesichtchen zn th« """ S «° Eltern hinansgehen. Bernhard - ich möchte unter vier Augen mit Dir sprechen!" Von dem Rechtsanwalt unterstützt, führte Georg vo^ Restorp seine leise weinende Gattin m das ans fi t Rimmer Tann kehrte Bernhard Sylvander zu ferne Lck und keines dritten Ohr vernahm, was ste m dieser feierlichen Stunde mit einander sprachen. n,meduld Als der Freiherr, unfähig, wagte, länger zu meistern, zaghaft an ine Thur z .klopst gr wurde ihm von dem Verlobten ^nge. ausg y spitsames wohl noch immer sehr bleM aus, aber em feltp Leuchten war auf feinem Geftcyt. euer hoch- WS&'Ä »äs --Ich« Gebärde. meint, es ließe sich t&8X™n” Äb-- er - er hbsst. ste «e-d- Bernhard woltte trotz der bittenden »ahnrmg zur Th»-i @ s MMMKU der seinen Atem stocken fühlte. „Doch 28 ' d°- - 1«. i'ch Knbte doch. M i - weiter, weiter! was hat sie — 343 ^Natürlich! war die allzeit geschäftige, über, jedes Maß und Ziel hinausschließende Phautafte sofort bei der Hand, diese neuentdeckte Welt mit den Gestalten fteberhaft erregter Einbildung zu bevölkern Alle Utopien, für welche der rauhen Wirklichkeit der irdischen Verhältnisse kem Platz ^^Alslmlzahre 1609 die Nachricht sich verbreitete daß man in Holland ein Instrument erfunden habe, mittelst I < rr weit entfernte Gegenstände dem Auge, nahe- I bringen könne, konstruierte sichauch Besch^^ unter den Astronomen, nach der erhaltenen Beschreivung i et« Fernrohr durch welches er nach mannigfaltigen Ver- | Bferurtqen, den Himmel und seine Sterne mit einer 32 lacken Vergrößerung betrachten konnte. Diese Vergroßer- I nna ist im Vergleich mit der der modernen Riesenmstru- mente eine mehr als' bescheidene; jenem aber, der ans dem die Weltfernen überwindenden Rohre.den ersten Blick I auf den gestirnten Himmel that,, warf sie erne Menge der überraschendsten Entdeckungen m den ber Ta der Mond derjenige Weltkorper ist welcher o Erde weitaus am nächsten steht, des Fernrohrs natürlich, aus ihm zu allererst 9 I Details zur Anschauung bringen Was der griechische Weltweise Anaxagoras schon vor 2300 Jahren behauptet hatte, daß! der Mond ein kugelförmiger HimmelskorpermitEbenmi, Bergen und Thälern sei, erwies sich nun als eine nicht mehr wegzuleugnende Wirklichkeit. Tiekindlich nawe ckn- schauung, daß der Mond eine glänzende Metallscheibe so eine Art von den lieben Englein immer glanzend geputzte Reflektor zur Erhellung der finsteren Erdennachte sei, war nun nickt mehr möglich; denn man sah die sterlen Berg- ftiün mit ihren Felse'nnadeln, die' schaff abfallenden Kraterränder tief ein geschnittene Rillen un festem und viele andere'Einzelheiten mit fast handgreiflicher weut- tolar wurden auf den für diese Zwecke sich so bequem zur Verfügung stellenden Mond verpflanzt. Grauenhafte Un- rrpfiime und ideal schöne und gute Menschen, ^Uganten und ümerae fanden hier je nach dem augenblicklichen Bedurfmss K Lüttsten ihr?Wohnstätte, und was Jules Verne in seiuem Vbantafleroman, mit einem wissenschaftlichen Mant ^ behM seinen Lesern vorgeplauscht, wurde durch' Lhr ccks zwei Jahrhunderte ganz al gemein und> wird noch heute von der kritiklosen Masse vielfach! geglanvt. G^aen alle diese Zaubermärchen hat die moderne, den Lichtverlust zur Folge. Falls nun der _ ganz ÄäWtsSissä s-MSZMtzx als gewöhnlich. Beides ha-nunö« I gestellt werden können, und fv^am^m Atmosphäre MLMMW I "^ralefcken"sind für'herkömmliche Bezeichnungen für ■ Sahnte I^volleäch mieses ' Mich-'d°nn wi-d-r ru -laubt- man gar mch>t denken zu^durfln oenn^^^ man aI§ SÄ MVLMch-i-r- 9 9nfe biese Schlüsse erscheinen im ersten ^ngen- KKWSL'SMM MiK dur« d°" esKÄ« 8«»* wch: die Wnz von Atnrosphäre und Mass«- M oewc Monde I Sse/sw ^daraufhin^daß^difvollkommensten astronomi- I Mm Fernrohre und' Meßwerkzeuge uns doch „nicht die Eenntmsifvon der Mondoberfläche verschaffen können die I . "nrniN f dem Mond an Ort und Stelle schöpfen I wn Beobacht T aerinae Mengen von Luft und Wasser ÖÄÄ'WÄ Ä T°.m I lEn sie nnn vollkommen Recht; denn die Riesensernrohie | der Gegenwart bringen uns den Mond immer erst so ist, werde ich euch sagen, was sie thun wollte nur weil 1 . diese Verworfene den Namen memer Schwester tragt. Aber Inge ließ es nicht zu emer solchen Bitte ahres I Vaters kommen. Als er sich - ihrem Lager näherte, streckte I jie ihm beide Arme entgegen, und zog seinen Kopf zu sich I f,erCl%kTt glücklich ichbin!" hauchte ste thin ins Ohr. I Nein, Du darfst nicht weinen, lieber Vater, ^zetzt I nein, jetzt werde ich gewiß nicht Sterben. I Georg von Restorp verstand nichts von alledem; aber I auch er fühlte sich nichts destowemger so glücklich, ww er es nimmermehr für möglich gehalten hatte, an einem i Taae da alle seine stolzen Zukunftspläne und schimmernden I Luftschlösser kläglich in nichts zerflossen waren. Wenn I ihm nur sein geliebtes Kind erhalten btteb, so war er I ja reich, unermeßlich reich, und der Assessor Wedekmg I Lochte m Gottes Namen seine Millionen behalten. I Und als er eine Stunde später von Bernhard Sylvan- I der freimütig über Iden Zusammenhang der Dinggausgeklart | worden war, blieb dies erlösende Glücksgesuhl unverrmgert I sM-m E W) Wasser und Lust aus dem Monde. Von Tr. Kurt Rudolf Kreusner. (Nachdruck verboten.) Von der berühmten Harvardsternwarte der gleiche namiaen ältesten Universität Nordamerikas kommt die uber- raLnde Nstchficht daß man auf Grund von Mondphoto- grammen, tÄche dort dank der.vorMglichM ^nstrumeute Mewr Sternwarte mit emem hohen Grad von 1-ouenoung ausaeiührt worden sind, die Anwesenheit von Ähnoe auf dem Monde festgcstellt habe. Diese Mitteilung, s° nebensächlich sie auch vielleicht zu sein MK S« Ä? neuem auf welche bereits als endgiltig abgethan erschien, K L te»* ä öen man gewöhnlich als die Grabstätte langst ausgestorbener — 344 - lich an. Da nun U. ,-------.. — . „ - Quantitäten Wasserdampf ausgestoßen werden, wird es damals auch zur Bildung von flüssigem Wasser und Eis gekommen sein, welches die tiessten Stellen, die schon erwähnten Strahlenlinien und Rillen aussüllte und sich bis jetzt dort erhalten konnte wje jedes andere Mineral. Ebenso gut kann sich aber auch Schnee erhalten haben. Tie anfangs angeführten Gründe gegen das Vor- I handensein von Wasser auf bem Monde sind überhaupt I nicht stichhaltig. Wir gehen stets von den auf der Erde Herr- I schenken Verhältnissen aus, wo eine verhältnismäßig sehr I staubreiche Lust, bestehend aus Sauerstoff, Stickstoff und I manchen anderen' Gasen den Erdball umgiebt, und setzen I voraus, daß die Erscheinung von Regen und Schnee I immer mit der Bildung dichter Wolken verbunden sein müsse. Wie sich das Freischweben von Wasserdampf in I einer anders gearteten Lufthülle gestaltet und ob dort I nicht vielleicht eine Wandlung vom oampfförmrgen Zu- I stände in den flüssigen und umgekehrt stattfindet, wissen I wir einfach nicht. Manche Forscher glauben überhaupt an I eine großartige Vergletscherung des Mondes, und deshalb I Wortspiel. Nachdruck verboten. Die Hausfrau braucht's beim Kochen und Backen, Als Nahrung ist's von hohem Wert. Nun mußt du ihm vorn und hinten abzwacken Ein Teilchen, gleich springt da vom Herd Ein munt'res Tier; nimm dich in acht, Sonst sticht es dich, eh' du's gedacht. Auflösung in nächster Nummer. Auflösung des Bilderrätsels in voriger Nummer: Tannzapfen. Redaktion: E. Bnrkhardt. - Druck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei (Pietsch rben) in Gießen. ist zu stutzen. Die ganze Pflanze setzt man nun in einen Kasten, den man mit einer Glasscherbe bedeckt, und ttt ein sonniges Fenster stellt. Nach 15—25 Tagen ist dre Veredelung angewachsen. Die neueste Nummer des praktischen Ratgebers enthält einen Artrkel über dre Anzucht c trftirfiifimi na der Der- von Eleonore Heerwart. In Originalleinenband 2 M. 50 Pf. Verlag von I. I. Weber in Leipzig. i uoer i Das vorliegende Buch wendet sich an alle Förderer , daß I und Freunde des Kindergartens, aber auch an Eltern und ' ' Pädagogen; denn die Verfasserin, Vorsrtzende des allgemeinen Kindergärtnerinnenvereins und Ehrennrrtglred be; Teutschen Fröbelverbanbes, geht von bem beherzrgens- werten Stanbpunkt aus, baß bas Elternhaus, ber Kmder- garten unb bie Schule in eine organische Verbrnbung mrt- einanber gebracht werben müssen. Im übrrgen rst das Buch aus der Praxis für die Praxis geschrieben, es erterlt Rat ner Mondatmosphäre als seyr wayrschern- i Gründung von ^einern^reich illustrierten bei sämtlichen Vulkanausbrüchen gewaltige | g Fröbelschen Spielgaben und Beschäftigungsmittel, um sich dann den Bewegungsspielen und dem Erzählen zuzuwenden, einen Stundenplan aufzustellen uno schließlich die Organisation im allgemeinen zu erörtern unv Stellung und Pflichten der Kindergärtnerin zu beleuchten. Das anhangsweise beigegebene Bücherverzeichnrs unterstützt weitergehende Studien. nahe wie er uns mit unbewaffnetem Auge auf eine Ent- I kommt die Nachricht aus Amerika, dre naturlrch einer grund- fernung von 200—250 Kilometer erscheinen würde. Stellen I lichen Nachprüfung bedarf, der Wrssenschaft durchaus nrcht wir uns nun einmal einen Beobachter vor, welcher in dieser überraschend. Wrr muffen uns ?ber hüten, aus der ern- iiübe im Weltraum über den wasserloseften Teilen der I fachen Möglichkert oder Wahrscheinlichkeit der Exrstenz von Sahara^schwebend,^auf dies: Erdstriche, in welche oft 20 Mondschnee neuerdings Phantasiegebaude aufzufuhren dre Jahre lang kein Regen fällt, herabblicken würde, so müssen mit ernster Wissenschaft nichts! gernein haben und nur will- wir wohl ohne weiteres zugeben, daß diesem das Dasein I kommeuer Stoff für Romanschreiber ftnd. des unterirdischen Wassers dortselbst und sogar kleinerer -- Oasen verborgen bleiben müßte, so daß er zu dem Schlüsse I kommen müßte, in dem Lande sei keine Spur von Wasser I , vorhanden. I Topforangen. Man sieht jetzt vielfach tn den Benr. f*, tiefer W>mt«.gm.g 5ur B-rstM mch-en Aexftern ®ü:m™tieMK.6=r ftoue ton muß, die Frage nach dem Vorhandensein-von Lust und I Orangen, dre 3 Früchten sebr verlockend aus- Wasser auf dem Monde mit einem starren Nein zu beant- uug und de>r goldgelben FruchM-sehr v^waeno aus Worten, so hat man in neuester Zeit auch objektive Be- fthen. Es rst ein Ietdgej, o« ^^erne ofern obachtuugeu gemacht, die für dasselbe sprechen. Sorgfältige I letn ein solch ■ ) ” ^men leicht, und entwickeln Messungen der Dauer der oben erwähnten Sternbedeckungen fte voll unst gefunv ftno, rermen^ceccW., haben zu dem Ergebnis geführt, daß diese thatsächM etwas ^on u Die Reiser zur Veredelung kann kürzere Zeit dauern, als dies rechnungsmäßig der Fall Orangen vereoein rann ' be9fmnmen. Die Ver- sein sollte, und man schließt daraus auf erne Mondallno- I ^hr einfach und wenn nur einiger« sphäre, deren Dichtigkeit etwa ein Zweihundertstel der Erde edelung selbst s st TJJ erfoIgrei^L Die Zeit zur beträgt. Man muß aber bei derartigen Messungen immer I ß- 1 Sommer. Man kerbt an 2 gegenüber« ' mit Beobachtungsfehlern rechmen, welche . das Endergebnis I ben weiten den Wildstamm ein, und steckt in diese nm ein mehrfaches vergrößern od verkleinern tonnen, uno I 9 ein zugeschnittenes, entblättertes Reis so, daß demzufolge ist es nicht unmöglich daß die Dichtigkeit I • ^entasten auf einer Seite sich die Rinde der Unter- der Mondlust sogar ein Hundertstel ober noch mehr ber I o deckt. Darauf umwickelt man bie irbischen erreicht. I Veredelungsstellen mit einem Woll- ober Bastfaden und! Außerdem hat auch; die Untersuchung der vulkanischen I umhüllt zum Schutze gegen das Austrocknen Rus und Thätigkeit aus dem Monde zu einem gleichen Ergebnis I Veredelungsstelle mit Moos. Die Krone des Wildlings geführt. Es giebt auf dem Monde eine große Zahl radmr - ----- nach allen Richtungen sich ausbreitender Streisensysteme, b. s. feine hellglänzende linienförmige Spalten, welche das Aussehen von Massen haben, die das Licht lebhaft zurückwerfen, wie Glasflüsse oder Eis. Diese Linien gehen von . IliUjKU uiutycut-v» hwjuw y?.- * c „ "m.;. den kleineren und jüngeren Ringkratern aus und durchsetzen I her Topsorangen mit besonderer Berücksichtigung der Ber- oft die Wände der älteren und größeren; ein Beweis, daß 1 edelung, die an der Hand von 4 Illustrationen ertaurerl sie jüngeren Ursprungs sind als letztere. Es ist nun kaum I wird. Die betreffende Nummer ist vom Geschpstsamt ves eine andere Deutung möglich, als daß diese Streifensysteme I praktischen Ratgebers zu erhalten. durch Zerplatzen der Mondrinde infolge inneren Druckes I ---------— entstanden sind und zwar in der Gegenwart ziemlich I „ nahe liegender Zeit, als die Erstarrung der Meere und der I Einführung iN die Theorie UNd Praxis dös KMvergarteNS Böden der alten Krater schon vollendet war. Bei diesen 1 - -..... r t n cm ungeheuren vulkanischen Revolutionen müssen gewaltige Mengen von Gasen und Dämpfen in Freiheit geraten sem, und die Ausbreitung des Aschenregens, manchmal über 1000 Kilometer, setzt außerdem notwendig voraus, schon damals eine verhältnismäßig dichte Atmosphäre vorhanden war, welche das sofortige Niederfallen der ausgeworfenen Massen verhinderte. Es ist nun fraglich, ob seit jenen Ausbrüchen genügend Zeit verflossen ist, innerhalb welcher sich diese Atmosphäre spurlos verlieren konnte. Tie moderne Selenographie (Mondkunde) verneint dies aus verschiedenen Gründen und nimmt deshalb das Vorhandensein einer Mondatmosphäre als sehr wahrschein-