.'W < ir m 1901. — Nr. 129. WMLAMZ«- ^,Jst man denn hier von Mördern umgeben?" „Es scheint so", antwortete Bertha an ihres Gatten Stelle. „Aber das kommt von dem strengen Regiment, welches die Herren führen. Was liegt denn schließlich an einem geschossenen Rehbock? Einer mehr oder weniger wiegt doch kein Menschenleben auf." Es war ein langer, vorwurfsvoller Blick, der sie aus den Augen ihres Gatten traf. „Liebe Frau", antwortete er dann gelassen, „ich denke, das sind Dinge, über die Du rncht aburteilen solltest. Doch jetzt fei so freundlich, schenke den Herren ein und laß einen Imbiß besorgen. Die Tours heute nacht war lang und schwer." Die beiden Forstbeamten V olten Einsprache erheben,, doch. Werner ließ das nicht zu. Auch! Frau Bertha ent-; schuldigte sich, daß sie das bisher versäumt, doch der! Schrecken und der Zustand ihres Mannes habe ihr die Ge-, danken verwirrt. Im Grunde war Frau Bertha eine gutmütige Natur,, nur die. Sucht, zu herrschen und zu gefallen, war e§,; welche die guten Seiten ihres Charakters immer wieder verdunkelte. Auch Hanna war aufgesprungen und eilte nnir, ebenfalls hinaus, etwas kalte Küche zu holen, und bald saßen die beiden Männer am wohlbesetzten Tische und ließen es sich nach den Anstrengungen der Stacht schmecken. In dieser Nacht schloß sich im Forstmeisterhause keiv Auge. Am nächsten Morgen durchlief schon in aller Frühq das Gerücht die kleine Stadt von einem stattgehabten Mord, Aber sonderbarerweise lauteten diese Gerüchte höchst ver-s schieden. Bald hieß es, der Forstmeister sei dem Todq nahe in das städtische. Hospital gebracht, bald wieder, nein, der Staatsanwalt sei tötlich verwundet und werde wohl schwerlich mit dem Leben davonkommen. Dann wieder tauchte ein Gerücht auf, das, so abscheulich und ungeheuer^ lich es auch lautete, dennoch hier und da Glauben fanty Ohne daß jemand den eigentlichen Ursprung des Gerüchtes kannte, war es doch mit einem Male in jedermanns Munde, und laut und auch leiser flüsterte man sich gegenseitig zu: Der Forstmeister solle die schreckliche Thal aus Eifersucht verübt haben. Die einzelnen verfehltest dann wieder nicht, diese Mär mit einigen Randbemerki ungen anszuschmücken, sodaß an der Glaubwürdigkeit des umgehenden Gerüchtes bald kein Zweifel mehr herrschte. War das ein Rennen und Köpfezusammenstecken in bet, guten Stadt. Die Gasthäuser waren an diesem und dcst folgenden Tagen überfüllt, und die zu Hause des Gatten; harrenden besseren Hälften ereiferten sich nicht, wenn die Schlußstunde der beliebten Kneiperei etwas später als sonst fiel. Nur ein hastiges, fragendes „Nun?" zeigte, mit wel-? cher Ungeduld der Heimkehrende nun erwartet wurde. Dann wurde berichtet, und all die verschiedenartigen Auslegungen wurden auss neue ^genommen. Nach Verlauf einiger Tage wat das erwähnte Gerücht mit erneuter Schärfe auf. Man wollte jetzt auf einmal schon wissen, der Forstmeister habe Frau und Freund bej einem Stelldichein im Walde überrascht und im gerechtes Zorne den falschen Freund niedergeschossen. Sonderbarerweise hatte dies aber keiner mit ange-, sehen, man wußte.nicht einmal den ersten Verbreiter dieses neueren Gerüchtes zu nennen, und dennoch fand es bereite willigen Glauben, nicht allein bei denjenigen, die bes-j Forstmeisters Familie ferner standen, sondern auch; bei denen, welche jahrelang die Freundschaft des gastfreien Hauses 514 Erschrecken erfaßt. Was bedeutet das ? Welche FolgerüngeH lagen dem zu Grunde? WeshM fpähete man so geheintnM voll seinen intimsten Familienbeziehungen nach? Hielt man ihn etwa für den Thäter, der sich zu einer Handlung der Eifersucht hatte Hinreitzen lassen? Und wie re wenn er nun wahrheitsgetreu diese Frage beantwortete, mußte ep da nicht zugeben, daß im ersten Augenblick fein Empfinden gerade nicht freundlicher Natur gewesen sei, und würde er damit einem gegen ihn vorliegenden Verdachte neue Nahrung geben? Doch seine angeborene Wahrheitsliebe ' siegte schließlich über alle peinlichen Bedenken. Offen gabs er zu, daß allerdings sein erstes Empfinden kein allzn freundliches gegen Mohrmann gewesen fei, weil er daran' gedacht, daß dieses zufällige Zusammentreffen feiner Gattin mit Mohrmann im Walde von einem etwaigen.Zeugen falsch ausgelegt werden könnte. ®otf) seien diese Bedenken bald wieder geschwunden; denn er habe sich gesagt, daß man nicht allzuviel Rücksicht auf müßiges Gerede böser Zungen nehmen dürfe, um durch solche Engherzigkeit nichh Freundschaft und häuslichen Frieden zu verscheuchen. „Sie begleiteten alsdann den Staatsanwalt eine Strecke Weges, denselben Weg, auf dem später der Uebersall statA gefunden?" ; „Wohin wandten Sie sich, Herr Forstmeister, nachdem Sie Mohrmann verlassen?" „Ich arbeitete mich seitwärts durch das Unterholz, Mei Höhe hinauf, um zu meinen Beamten zu gelangen." „Und Sie hörten dann während Ihres Cmporsteigenss den Schuß fallen?" „Ja", gab Werner finster zurück. Er sah es ein, hierf war kein Zweifel mehr, man hielt ihn für einen Mörder.; „Sie waren aber zu dieser Zeit noch allein. Sie hatten! bis dahin keinen der Forstbeamten getroffen, der Ihr Alibi zur Zeit des Schusses beweisen könnte?" „Nein", sagte Werner, während sein Blut heiß in diel Schläfen stieg; er sah einen Augenblick finster vor sich hin, dann aber hob er den Kopf stolz empor, und Held offen! mit seinem ehrlichen Blick ansehend, sprach er: „Herr Amts'-! richter, sagen Sie es mir nur offen, man hält mich für den! Thäter dieses abscheulichen Uebersalls, und Sie verhören mich, um meine Schuld festzustellen?" „Nicht Ihre Schuld, Herr Forstmeister, sondern Ihre! Unschuld will ich zu beweisen suchen. Wenn Ihnen mein Freundeswort von Wert ist, so lassen Sie sich sagen: „Ich glaube an Sie, traue Ihnen diese That nicht zu!"" Der Forstmeister war bewegt, er drückte Held erst nur stumm die Hand, dann sagte er herzlich: „Ich danke Ihnen für Ihre freundliche Gesinnung." „Sie haben mir deshalb nicht zu danken", wehrte Held ab, „der Glaube an Ihre Unschuld lebt in mir, ich! kann gar nicht anders. Doch will ich Ihnen auch mcht von enthalten — damit Sie von dem etwa Weiterfolgenden ntchh überrascht werden — Ihre Läge ist ernst, sehr ernst sogar.; Die allgemeine Stimme bezeichnet Sie als benjemgett^ der sich, von einem mehr oder weniger berech-ttgten Zorn>i zu einer übereilten Thät habe hinreißen lassen., Ich wtlh nun weiter gär nicht untersuchen, inwrefern em foccher Zorn gerechtfertigt sein dürste, denn, tote gesagt, tch glaube nicht an eine Schuld von Ihrer Sette. Um aber diesen Glauben vor der Welt und Ihren Anklägern rechtfertigen zu können, müßte ich gahz anderes -oewetsf; material für Ihre Unschuld haben. Ich hatte gewun,a),t,; Sie hätten mir durch Zeugen nachwetsen können^ wo Sie die Zeit von Ihrer Trennung von Bwhrmann, bchj dahin, wo Sie den Unglücklichen in seinem Blute fanden^ zugebra'cht haben. Sie haben Mer Ihre Leute erst dann! getroffen, Äs die Thät bereits eme geraume Wetle ge- schehen war. Wer beweist nun, daß Sie in teuer Zwischenzeit nicht wieder mit Mohrmann zusammengetroffen strM und nachdem die unglückliche That beretts geschehen, die Männer" herb eigeholt haben ?"• „Ich sehe ein", sprach Werner mit dumpfer Sttmme^ „alle/ spricht wider mich, scheinbar treffen alle^ Umstands zusammen, um mich zum Mörder zU stempeln. , , „Behalten Sie nur ruhig Bkut, Herr Forstmetstet, und verlieren Sie den Gläubeu an /ms Wendung Ihres An schickes nichf. Es wird, es muß W werde nicht ruhen, bis such das Dunkel geltchtet, und! tchj aller Welt Ihre Unschtckd beweisen kann."- - i'; 1 „Sie meinen est gut, Herr Amtsrichter,- aber was wtrd genossen hatten. Daun kam wieder ein neues hinzu,- was die vorhergehenden Gerüchte zu bestätigen schien. Unweit des Thatortes hatte man eins alte, frisch abgeschossen'e Flinte gefunden, zu der sich- der Forstmeister als Eigentümer bekannte. Und was das belastendste war, die Kugel, die aus der Wunde des Verletzten hervorgezogen war, paßte genau iit den Lauf von des Forstmeisters Flinte. Nur begriff man nicht, warum der Forstmeister noch immer frei herumging, bewahrheitete sich das alles, so waren das doch schwerwiegende Momente genug, nm eine Verhaftung des also Verdächtigten zu rechtfertigen. Die niedere Bevölkerung sing bereits an, zu sticheln und zu schimpfen über hohe Herren, die man laufen lasse, während man den kleinen Mann um geringer Vergehen einstecke. Und als der Forstmeister einmal zum Zeugenverhör nach der Stadt kam, umringte ihn eine johlende 'Menge Gassenbuben, und boshafte, klatschsüchtige Weiber wiesen mit Fingern auf ihn. , Der Forstmeister betrat, durch dieses ^auffällige Betragen der Straßenjungen und pöbelhaften Weiber aufs -tiefste verletzt und erbittert, den Gerichtssaal. Er sah hier' einige Bekannte zusammenstehen und ging darauf zu, doch sofort stob der kleine Kreis auseinander, und er stand allein und verlassen. Zornesröte stieg in sein Gesicht. Was so.llte Äas bedeuten? Leute, die so oft seine Gäste gewesen, wichen! ihm aus, als sei er ein Pestbehasteter. Bald jedoch sollte ihm eine Aufklärung werden, an die er nicht im mindesten gedacht hatte. Held fungierte als Untersuchungsrichter. Er ivar der einzige, der die Freundschaft, die zwar verhältnismäßig noch jungen Datums war, nicht verleugnet hatte. Als er jetzt Werner eintreten sah, hatte er rasch, gegen seine sonstige Gewohnheit, seinen Platz am Richtertische verlassen, war ihm entgegengetreten und hatte ihm die Hand entgegengestreckt. „Bitte, treten Sie dort in das Nebenzimmer, Herr Forstmeister, nur noch einige Minuten und ich stehe zu Diensten", hatte er ihn laut, allen vernehmlich, angeredet. Werner befolgte diesen freundschaftlichen Rat und trat in das bezeichnete Zimmer. Nach etwa einer Viertelstunde touren die vorliegenden .Sachen erledigt, das Zimmer leerte sich langsam; denn nur .zögernden Schrittes verließen die meisten den Raum. Draußen im Korridor staute sich abermals die Menge, man hätte so gern erfahren, aus welche Weise das Verhör mit dem Forstmeister enden würde, doch die Gerichts^ diener gingen bereits herum und fragten mit strenger -Miene, worauf die Herren noch warteten? Das belehrte die Säumenden, daß sie hier nicht länger zu verweilen hatten. Held hatte unterdes das Nebenzimmer betreten, sich an seinen Tisch gesetzt und den Forstmeister gebeten, ihm die Vorgänge jenes Abends noch einmal ganz genau zu erzählen. Werner kam dem mit jener Pünktlichkett nach-, welche ihm durch seine berufliche Stellung, die ihn oft zu dergleichen Aussagen nötigte, zur Gewohnheit geworden. Held hatte ihm aufmerksam zugehört, doch brachten ihm' diese Darlegungen nichts Neues. Dieselben Aussagen, vom Zeitpunkte der Auffindung des Verwundeten, hatten ihm Me beiden Unterbeamten beretts gethan. Nun hatte Held noch einige Fragen über das, was jenen letzten Stunden vorausgegangen war und stellte dabei die Frage: „Mobcinann soll, wie verlautet, einige Stunden zuvor und zwar in Begleitung Ihrer Frau Gemahlin, Ihr Haus' betreten haben. Verzeihen Sie, wenn diese Frage Ihnen vielleicht auffallend erscMint, aber Sie wissen ja, Herr Forstmeister, im Dienste gilt keine Rücksicht, und zur Aufklärung her Sache ist eben dieses kleine Vorkommnis' von Wichtigkeit." „Ich weiß das, Herr Amtsrichter, Sie brauchen sich des-, halb nicht zu entschuldigen, fragen Sie, ich werde Ihnen alsdann nach bestetn Wissen und Gewissen antworten," „War Ihnen das Zusammentreffen Mohrmanns mit Ihrer Frau Gemahlin nicht —" Held stockte, die Rötü der Verlegenheit und das Bewußtsein, den MaüN da vor ihm, den er Freund nannte, aufs tiefste zu verletzen, brachte -fein Blut in stürmische Bewegung, dann äher ermannte er sich, und führ entschlossen fort, „also wär Ihnen die Begegnung der beiden nicht unangenehm?" . Auch Werner. Mr bei dieser Frage von einem! Meck 515 Bearbeitet und mit Abbildungen versehen von der Internationalen Schnittmanufaktur, Dresden-N. Reichhaltiges Modeualbum und Schnittmusterbuch für nur 50 Pfg. daselbst erhältlich. rNsöe. Das neue Mod en-Album und Schnittmuffer- b u ch der Intern. Schnittmannfaktur, Dresden, ist für die Herbst- und Winter-Saison zum Preise von 50 Psg. soeben erschienen. Es kommt gerade zur rechten Zeit, um der Frauenwelt bei der Wahl neuer Herbsh- und Winter-Toiletten, beziehungsweise beim Modernisieren von Garderobe die willkommenste Hilfe zu leisten. Die Einrichtung der vorgenannten Firma, von allen dargestellten Modellen vorzügliche abgepaßte Papierschnitte zur leichten Verfertigung aller Kleidungsstücke zu liefern, hat sich als ungemein praktisch bewährt, sodaß dies reichhaltige, mit vielen Hundert neuesten Modellen ausgestattete Moden-Album als das beste und! brauchbarste Hilfsmittel bei der Wahl neuer Toiletten zu empfehlen ist. Außer der sonstigen Hervorragenden Ausstattung des Modenalbums sind in einer Sonderabteilung das Ergebnis der Modewahl nebst den bemerkenswertesten A-eußer- ungen über die Bekleidungsfrage, sowie aud), das Ergebnis der Preisverteilung veröffentlicht. das alles helfen, fo' lange der eigentliche Thäter nicht entdeckt ist, und scheinbar !alle Fäden züsammenlaufen; mich der That zu verdächtigen, und somit zu vernichten.« „Nur den Mut nicht verloren, Freund, die Sache liegt für den Augenblick schsimm, doch nicht so schlimm, um die Hoffnung auf endliche Aufklärung fallen zu lassen. Als Hauptbelastung gegen Sie spricht allerdings die Auffindung Ihrer Jagdflinte in der Nähe des Thatortes. Sie selbst haben diese als Ihnen gehörig anerkannt, und als schwerwiegendster Beweis gegen Sie kommt die Thatsache hinzu, daß die Flinte kurz vorher abgeschossen, und die in der Wunde Mohrmanns aufgefundene Kugel genau dem Kaliber Ihrer Büchse entspricht. Wie erklären Sie den Umstand, daß die Ihnen gehörende Flinte bei dem Ueberfall benutzt, und wie sie überhaupt an den Ort des Verbrechens gelangen konnte?" „Sie muß mir bei irgend einer Gelegenheit gestohlen worden sein", erwiderte Werner gepreßt, „ich habe den Lanzen Schrank voll, da vermißt man die einzelne nicht sogleich." . । ' „Pflegen Sie den Schrank zu verschließen?" „Nein", bekannte Werner. „In meinem Haus respek- trert jeder diesen Schrank." „Wer nimmt die Reinigung der Schußwaffen vor?" „Ich selbst. Doch! halt, da fällt mir eben etwas ein, fvas wohl hierher gehören könnte. Ms wir an jenem Abend, der so verhängnisvoll für Mohrmann und mich werden sollte, bei Tisch plaudernd zusammensaßen, sprang Mohrmann Plötzlich auf, und stürzte mit den Worten ans Fenster, „Laß er da eben jene Galgenphysiognöinie erblickt habe, bte, ihm vorhin im Walde zugleich mit Karsten begegnet sei." Doch er hörte und sah nichts weiter von dem Menschen, und als wir dann beide hinauseilten, und die nächste Umgebung durchsuchten, hatte das keinen besseren -Erfolg — Bei dieser Gelegenheit könnte der Diebstahl wohl begangen sein." „Mohrmann hatte jenen zweiten nicht erkannt?"- „Nein. Nur behauptet er, das Gesicht sei ihm bekannt vorgekommen." „Hat er nichts Besonderes an ihm bemerkt, was ein Erkennungszeichen abgeben könnte?" „Doch, das grellrote Haar und der rote Vollbart des Menschen sei ihm ausgefallen, sagte er.« „Hm, hm!" Held zuckte die Achseln. „Es ist bereits Auftrag gegeben, nach einem solchen Subjekte zu forschen. Doch bisher ohne Erfolg. Karsten behauptet, der Mann sei zufällig zu ihm gestoßen, und will ihn nicht kennen. Wäre Mohrmann vernehmungsfähig, so wäre es ja möglich, daß er uns auf die rechte Spur leiten könnte; denn da er die Kugel in die Brust bekommen hat, so muß sein Angreifer ihm doch gegenübergestanden haben." „Wie geht es ihm?" fragte Werner, „wird! er mit dem Leben davonkommen?" Der andere zuckte die Achseln. „Bis jetzt ist er noch rmmer besinnungslos, die Aerzte erklären den Zustand! für einen schweren, der enorme Blutverlust und die Streifung der Lunge machen seinen Zustand zu einem bedenklichen." „Nicht nur ans Freundschaft, sondern auch in meinem mgenen Interesse wünsche ich von Herzen seine baldige Wiederherstellung.« . , , "^ud ich mit Ihnen", gab Held zur Antwort. „Doch, jetzt, Herr Forstmeister, bedarf ich Ihrer nicht weiter. Sollte GsmsiNRÄLzZges. Die verschiedensten Mittel, Ameisen zu vertilgen. Es ist bekannt, daß, nicht alle Ameisen auf dasselbe Mittel reagieren. Mancher hat beim Fang Erfolg mit Hvnigflaschen, mancher nicht. Ein anderer entledigt sich der Tiere dadurch, daß er Alaunschalen ausstellt usw. Es muß! jeder das bei seinen Ameisen passende Mittel erst heraussuchen. Dazu gehört allerdings eilte Kenntnis all der Mittel, die man gegen Ameisen erfolgreich, anwendeN kann. In dankenswerter Weise sind diese in 8tr. 6 der „Praktischen Ratschläge für Haus' nn& Hof", einem Nebenblatts des „Erfurter Führers im Gartenbau", zusammengestellt. Die betreffende Nummer wird unseren Abonnenten kostenfrei zugeschickt, wenn sie sich mittels Postkarte nach! Erfurt wenden. „Ein kleines Stück Kochfleisch wird selten saftig", llagt gelegentlich so manche Hausfrau. Wenn's am Kalkgehalt des Wassers liegt (der soll es gewöhnlich verschuldet haben), so hilft ein erbsgroßes Stück Kochsoda. Gewiß! ist.aber in den meisten Fällen nur die Art und Weise des Kochens daran schuld. Ein kleines Stück Kochfleisch wird saftig, wenn man es in kochendes Wasser legt, das man dann langsam, aber ununterbrochen weiter brodeln läßt. Tie bei dieser Kochweise etwas matt ausfallende Fleischbrühe wird durch ein wenig Liebigs Fleisch-Extrakt, messerspitzenweise angewandt, gekräftigt. So erzielt" man saftiges Fleisch und trefflich schmeckende Suppe. Das echte Liebig Company's Fleisch-Extrakt (Liebigs Namenszug in blau quer durch die Etikette) ist baS: beste und, weil am ausgiebigsten, auch das billigste. Wenn die Schwallen heimwärts ziehn, und die Rosen Nicht mehr blüh'n, dann packt auch der Städter seine Koffer kund Körbe und zieht von der Sommerfrische heimwärts Zur gewohnten Thätigkeit. Und alles) was er mit heim- brrngt an gestärkter Gesundheit und neuem Mute, das steht jim vollen Gegensatz zu den verbrauchten Sommerkleidern, verknüllten Hüten, vertragenen Brusen, verregneten Röcken Mw. All' diese verblich!enen Herrlichkeiten enthalten für dre Fran die dringende Aufforderung, die Garderobe für dre kommende Herbst- und Wmterfaison wieder neu in stand Zu fetzen. Da ist denn die Frage „Was ist modern« VW allgemeinstem Interesse, sowohl für die Modedame, welche W..MrWstiM Ws Wsstattet, Äs auch Mr die Frau mit Ihnen! rndes etwas einsalleu, was! Zur Aufklärung der Angelegenheit beitragen könnte, so bitte ich, mich, schleunigst davon in Kenntnis zu setzen." Er reichte Werner die Hand." „Grüßen Sie mir Ihre Damen, Und sagen Sie ihnen zugleich, daß ich alles aufbieten würde, in die dunkle Sache Licht zu bringen. Bis dahin verzagen Sie nicht,"- !' ' (Fortsetzung folgt.) einfacheren Bedürfnissen, welche sich zurN Teil damit begnügen läßt, bereits! getragene Garderobe neu herzurichten und zu modernisieren. Gerade für das letztere ist diesmal die Mode nicht Ungünstig; denn die Taillen zeigen allerhand schmückendes- Beiwerk, . welches bequem dazu benutzt werden kann, bereits getragenen Taillen ein modernes nnd frisches Aussehen zu geben, welches aber 'auch neue Taillen aufs glücklichste aus stallet. Zunächst sind! es die breiten Krätzen, die" dabei eine wichtige Rolle spielen. Da sich- dieselben aus den FichuZ und "den fichuartigen Garnituren der Sommerlleider heraus entwickelt haben, so ist "ihre charakteristische Eigenschaft die, daß sie nicht steif Unterfuttert werden,- sondern sich weich den Schulterlinien 516 Figur Figur 202. Figur 208. letztere ist eine der wichtigsten^ Neuheiten der Herbst- und Wintersaison, und! mäu findet sie bei den neuen Modellen in der verschiedensten Art und Weise NNgewendet. So! werden %. B. Tailleneinsätze ganz oder tellweise in Püffchen gezogen wie z. B. am nebenstehenden Modell Nr- 208 oder! die reichlich weit geschnittenen Blusenteile der Taille werden pasfeartig eingereiht, oder auch die Volants) die zur Ver-i zierung dienen, werden in dieser Technik behandelt; vor allem sind es aber die modernen, in den verschiedensten Variationen ausgestatteten Aermel, welche gerade diesej eingereihten Verzierungen in reichem Maße zeigen. Die Anwendung derselben besteht dabei z. B. darin, daß man! den oberen Teil des Aermels an der Achsel epanlettenartig! einreiht, um dann die Faltenfülle bis zum Ellenbogen' frei ausspringen zu lassen, von wo an sie dann wiederum manschettenartig eingereiht wird. Oder aber man arrangiert den ziemlich weit ge-, schnittenen Oberstoff so, daß er wie beim bekannten alt-, deutschen Gretchenärmel in drei Puffen fällt. Auch die bis zum Ellenbogen reichende Manschette aus abstehendem Gar- uiturstoff wie Sammet, Seide oder dergleichen ist wie-, herum sehr beliebt. Der Oberstoff für den Oberärmel wird hierbei dann meist so arrangiert, daß er längs des Oberarmes in kleinen Fältchen gesteppt wird, welche stm Ellen-, bogen als Puffe ausspringen. Diese Ellenbogeupuffe ist überhaupt ein charakteristisches Merkmal des modernen! Aermels, und häufig wird sie sogar aus abstechendem Stoff! anschmiegen. Das thut jedoch der Reichhaltigkeit und Verschiedenartigkeit ihrer Garnitur keinen Abbruch; denn die reichsten Applikationen und die kompliziertesten Stickereien lassen sich Bequem auf dieser weichen Grundlage arbeiten. Cretonneapplirätionen in schönen Mustern, Spitzeneinsätze abwechselnd mit Fältchensteppereien können hierzu ebensogut verwendet werden, wie einfache Stepplinien und glatte Bordenbesätze. Am schönsten wirken jedoch immer die schweren Spitzen, besonders wenn sie direkt in Kragenform gearbeitet sind, weshalb gerade diese Kragen geschickten Händen willkommene Gelegenheit bieten, sich einen vornehmen und gediegenen Taillenschmuck vielleicht in Point- lace oder in anderer Technik selbst zu arbeiten. Die weiter vorn erwähnten, speziell für den Sommer bestimmt gewesenen Fichugarnituren, haben sich nun als so kleidsam erwiesen, daß man sie wohl kaum während des Winters Wird entbehren wollen. Da sie in ihrer ursprünglichen Form, welche darauf beruht, einen Ausschnitt zu umranden, im Winter nur für Gesellfchaftskleider anzuwenden gehen, so hat man dadurch einen Ausweg gefunden, daß man an Stelle des Ausschnittes eine Passe verbunden mit Stehbündchen aus Garniturstoff bestehend, setzt. Letztere können in den verschiedensten Formen hergestellt werden: entweder aus glattem oder gemusterten Sammet oder Seidenstoff, aus Spitzenstoff, aus längs, quer oder kreuzweise gesteppter Fältchenseide, vor allem aber aus in Püffchen gereihtem Garniturstoff. Gerade dieses 210. W in den im übrigen glatten Aermel eingesetzt wie z. B. am nebenstehenden Modell Nr. 210. Diese ziemlich komplizierten dabei aber außerordentlich wechselförmigen Aermelformen werden vorteilhaft ergänzt durch die einfachen Blusenärmel, deren diesjährige charakteristische Schnittform darin besteht, daß sie oben eng anliegend und erst vor der Hand in einer mäßig weiten Schoppe auslaufen, tvelche in ein schmales Bündchen gefaßt wird. Eine wichtige Abteilung unter den neuen Modesvrmen bilden die modernen Röcke. Wenngleich dieselben in ihrer Grundform oben eng und unten weit unverändert geblieben sind, so bietet doch die Schnittform an sich mancherlei Neues. Vor allem ist es der Serpentinevolant, welcher dabei eine große Rolle spielt; denn bei schweren Stoffen ist es erfahrungsgemäß diese Schnittform allein, die im stande ist, die moderne geschweifte Linie in vollkommener Weise zu erzeugen. Man wendet dem Serpeutine- volant denn auch in allen Variationen an, wie z. B. schmal, d. h. etwa 20 bis 25 Zentimeter breit, oder breit von Kniehöhe ab beginnend, oder auch nur für Seiten- und Hinterteil, während das Vorderteil vom Bunde bis zum Saume reicht. • Oft auch läßt man 2 oder mehrere Serpentinevolants' über einander fallen. Diese letztere Art der Rockgarnierung ist überhaupt sehr beliebt und kommt bei leichten Stoffen dann meist der eingereihte Volant in Anwendung, welcher nicht nur schmal, sondern au$ breit, als breiter Volant von Kniehöhe abfallend gearbeitet wird. (Siehe Modell Nr. 208). Bei allen diesen Röcken ist jedoch. der vollständig glatte Anschluß an die Hüften noch eine der Hauptbedingungen, und man hat sogar aus diesem Bestreben heraus eine eigene originelle Schnittform erfundem Dieselbe ist an Modell 202 deutlich zu sehen und besteht darin, daß das Vorderblatt im Zusammenhang mit einer über die Hüften laufenden Passe steht, tot welche dann das ziemlich! weit geschnittene seitliche und hintere Rockteil angesetzt wird. Für starke Damen dürfte die Form von besonderem Vorteil sein. Zum Schluß mag noch die Anordnung der hinteren Mitte des modernen Rockes erwähnt werden. Die so allgemein getragene Quetschfalte ist dabei ebenso unmodern, tote die vollkommene Faltenlvsigkeit, und hat man demnach nur die Wahl zwischen der gegenseitigen Falte und der einfachen Naht, welche zwar faltenlos in den Bund tritt, aber doch mit einer gewissen, gesälliaen Weite geschnitten wird.' ___________ Mapselrätsel. Nachdruck verboten. Kasse — Augenblick — Meister — Oder — Mondschein — Preisselbeere — Mütze. Es ist ein Sinnspruch zu suchen, dessen einzelne Silben der Reihe nach eingckapselt sind in vorstehenden Wörtern ohne Rücksicht auf deren Silbcnteilung. (Auflösung in nächster Nummer.) Auflösung des Buchstabenrätsels in vor. Nr,: Birke, Borke, Barke. Redaktion: E. Burkhardt. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei (Pietsch Erben) in Gießen.