Donnerstag den 22. Februar 1900. «Hf iKpHÖ im Sl SH. ^^^G^WWs^sE M«'.M MtMM ' .• ■. :ui er Aberglaube ist eine unsinnige Verirrung; er fürchtet, was er lieben sollte, er beleidigt, was er verehren will. Seneca. i Schluß.) Eine große, glänzende Gesellschaft war an dem Abend zugegen, an dem sie ihr Diplom erhielt, denn dre Schule besaß das Interesse der besten Kreise der stadt. Mildreds gewinnende Erscheinung und treffliche Zeugnisse, lenkten die allgemeine Aufmerksamkeit auf sie, und viele ließen ftch vorstellen. Mit Beredsamkeit sprach Mister Wentworth ihr Lob und auch der alte Vinton und seine Tochter sprachen mit so innigem Dank von ihren Verdiensten, daß sie tief qerU«ac£)beni die Formalitäten vorüber charen, wurde sie von ihrer alten Freundin, der früheren Miß Wetherrdge, bC9U®ir sind eben aus dem Ausland zurückgekommen rief sie und ich bin glücklich darüber, daß die Gesundheit meines Mannes wieder hergestellt ist. Vergeben ete mn mein langes Schweigen, denn in dem ersten Jahre befand er ich cn so kläglichem Zustande, daß ich alles darüber vergaß. Aber nun möchte ich von Ihren eigenen Lippen "U^^Mildr^ch "mußte ihr versprechen, sie bald und oft zn besuchen Während sie' so vielfach in Anspruch genommen war, hatte Robert sie nur von ferne beobachtet. Endlich tlClt Wollen wir nicht noch ein wenig in diese Neben- .immer treten? fragte sie. In wenigen Augenblicken ruft mich die Pflicht nnd ich muß in einen dusteren Krankensaal zurückkehren. Aber ich liebe meinen Berus, Robert, obgleich ich noch keine eigene Heimat habe. Ich bin auch heimatlos, Mildred! Sie? In diesem schönen Hause? . - Wände und Möbel machen keine Heimat aus. Sagen Sie mir, Mildred, wie krank muß ein Mensch sem, um eine 9^^RobeR^sageu Sw nür°ehrlich, bat sie mit ängstlichem leise, ich bin heute abend abgespannt ich verliere den Mut. Man hält mich für den /äcklichsten Menschen und beneidet mich, aber ich fühle Nachdruck verboten. Heimatlos. Roman von R. P. Roe. mich einsam. Damals, als ich Ihre Sorge und Ihre Armut teilte, war ich zehnfach glücklicher, als jetzt. Robert, Sie machen mir Sorgen, Sie find Nicht möchte nicht auf Ihre schöne Feier eine Wolke werfen, aber ich fühle mich so niedergeschlagen und^ kann mich nicht mehr beherrschen. Die Oberin scheint öie zu suchen! Vielleicht bin ich bald krank genug, um eine geschulte Pflegerin zu bekommen. Sehen Sie, ich spiele ein chlaues Spiel! Mit einem Versuch zu einem herzlichen Lachen nahm er Abschied, und sie eilte fort, um ihre Pflichten, zu crfüll'en. Wenige Augenblicke später befand sie sich un Krankensaal, aber ihre Gedanken waren abwesend. Kann ich ihn diesem unglücklichen Leben überlassen? fragte sie sich unter Selbstvorwürfen und wachsender Unruhe. -- , , , Nachdem die meisten Gäste gegangen waren, trat auch Robert in trüber Stimmung in die frostige Nachtluft hinaus, welche früher seine Schritte so rasch und elastisch gemacht hatte. Er war noch nicht weit gegangen, als er die Hufschläge von galoppierenden Pferden vernahm und weibliche Stimmen, welche um Hilfe riefen. Als er sich umwandte, erblickte er einen Wagen, welcher in rasender Eile auf ichn zukam. Eine plötzliche Verwegenheit und der Antrieb, Hilfe zu bringen, erfaßte ihn, er sprang auf den Fahrweg hinaus, ergriff den Zügel des euren Pferdes und hängte sich mit seinem ganzen Gewicht daran. Sein ungestümer Angriff und sein Gewicht nötigten das eine Pferd zu etwas langsamerem Lauf, ein Schutzmann kam ihm zu Hilfe, versetzte dem anderen Pferd erneu Schlag, hinter das Ohr mit seiner Waffe und ergriff den anderen ^Roberts rechter Arm war so angestrengt, daß er den Griff verlor, und ehe er aus dem Wege kommen konnte, hatte das Pferd ihn niedergeworfen und lief über ihn weg. Durch die rasch sich sammelnde Menge wurde das Pferd zum Stehen gebracht, aber er war unfährg, srch Bringen Sie mich in das Bellevue-Hospital! sagte er. Dieses war nicht weit entfernt, aber noch ehe eine Tragbahre kam, wurde er ohnmächtig. . Mildred saß in ihrem kleinen Zimmer, welches eine Abteilung des Saales bildete, tief in Gedanken versunken. Plötzlich ertönten vier heftige Schläge der Glocke von der Pforte des Hospitals. Sie fuhr aus ihrer Träumerei miy, denn das Zeichen bedeutete einen chirurgischen Fall, welcher in ihren Saal gebracht werden mußte. Sie war jedoch noch so in ihre Gedanken vertieft, daß sie kaum bemerkte, wie eine Tragbahre in den Hof hineingebracht tourbe,. ' von welcher die Gestalt eines Mannes gehoben wurde. Dies sah sie alles vom Fenster aus, aber Szenen dieser 106 Art waren ihr schon zn bekannt, um den Strom ihrer Gedanken zu unterbrechen. Miß Howell, sagte der Arzt, welcher nach einigen Minuten rchch erntrat, der Fall wird zu uns kommen. Rasch sprang Mildred auf und begann, ihre Vorbereitungen zu treffen. hd) bin froh, daß ich Arbeit bekomme, murmelte sie, und meine Gedanken verbannen muß, bis ich ruhiger werde habe beurteilen kann, was recht ist und was ich zu thun ar - ®er Arzt hatte recht, der Patient wurde durch den Auszug heraufbefördert und in den Krankensaal getragen. Dann näherte sie sich dem Verletzten, um seinen Zustand« zu untersuchen. ? Himmel, es ist Robert! rief sie nach dem ersten Blick schluchzend. Sie kennen ihn? fragte der Wundarzt, welcher die Tragbahre begleitet hatte. ji*jrein Bruder, mein bester Freund in der Welt! O rasch! Aber vorsichtig! O Gott, er ist bewußtlos! Sein Rock ist mit Blut getränkt, aber sein Herz schlägt noch! O gewiß, er wird noch gerettet werden! , c- ich glaube, aber der Fall ist so ernst, daß es besser ist, den Oberarzt holen zu lassen! Sie eilte fort, um den Oberarzt zu rufen. Als sie zuruckkehrte, war Roberts Aermel abgezogen, und an dem unteren ^veil seines linken Armes zeigte sich eine große von dem Huf des Pferdes, welcher wegen des Glatteises auf den Straßen scharf gemacht worden war. Am Oberarm war eine Aderpresse aufgelegt, um die Blutung zu stillen, und nach der Anwendung von Be- lebungsmitteln zeigten sich Anzeichen des zurückkehrenden A^"^iseins Bald erschien der Oberarzt, und geeignete Hilfsmittel der Wissenschaft wurden angewendct. Die schone, junge Wärterin stand im Hintergrund, zitternd in überwältigender Angst, aber sie war |o geschult und diszipliniert, daß sie mit der Pünktlichkeit eines Veteranen den leisesten Wink des Arztes befolgen konnte. Endlich erwachte Robert und erkannte sie mit glücklichem Lächeln. Am bedenklichsten war der große Blutverlust und die daraus folgende Erschöpfung.' Der Oberarzt erklärte, daß die hauptsächlichste Gefahr in einer er- neuten Blutung liege, und wenn eine solche Vorkommen I schlte, so müsse er sogleich gerufen werden. Dann überließ er den Patienten Mildreds Sorge. _ Robert lag in einem halbwachen Zustand träumerischer Zufriedenheit. Als sie so neben ihm saß und seine Hand hielt, war sie nicht mehr im Zweifel. Mein einfältiges, altes Herz, wie Bella sagte, ist endlich erwacht, dachte sie. O, wie unglücklich wäre ich, wenn er I sterben würde! Jetzt weiß ich, was er mir ist! Arnoldj liebte ich als Mädchen, Robert aber als Weib! O, was 1 könnte ich nicht für ihn zum Opfer bringen! Endlich habe ich ihn verstanden. Ich hoffte, er würde es überwinden, — als ob man dies überwinden könnte! O Gott erhalte ihn! ' I Mildred, sagte Robert mit schwacher Stimme, Ihre Hand sendet Pulsschläge direkt zu meinem Herzen, sonst I würde ich glauben, mein Körper sei schon tot. I Gegen Morgen schien er wieder Kräfte zu sammeln', und sre verließ ihn einige Augenblicke, um andere Pflichten I 8“ erfüllen. Als sie zurückkehrte, sah sie zu ihrem Entsetzen, daß die Blutung wieder eingetreten war. Sie sprang I an seine Seite und drückte nach den Regeln der Wissen- I lchaft rhren Finger auf die Ader, wodurch sie den Blutfluß sogleich unterdrückte. Dann rief sie dem Wärter zu sofort den Oberarzt zu rufen. ' I dickte in ihr entsetztes Gesicht und sagte ruhig: Mildred, ich furchte nicht den Tod, ich glaube sogar, es I iüare ain besten für mich, zu sterben, so, wie bisher könnte ich nicht mehr langer weiterleben. Husch, Husch! flüsterte sie. ^etn,. sagte er entschieden, meine Lebensaufgabe ist gelostr sie werden ein Engel der Barmherzigkeit Ihr | Sefeen lang fern, ich aber finde, daß ich trotz allen Ehr- I gerzes nur ein gewöhnlicher Mensch bin. Sie sind stärker und edler als ich. Sie glauben, mein Leben zu retten indem Sie die Arterie schließen, aber die Wunde, die mich I I tötet, ist in meinem Herzen. Ich kann Sie nicht tadeln, Mildred — ich bin schwach — ich rede irre — I ,. , Robert! Robert! rief sie angstvoll, ich bin nur ein liebendes Weib! ^ch liebe Sie von ganzem Herzen, und wenn Sie nicht genesen, so ist die Sonne von meinem Himmel ausgelöscht. Jetzt weiß ich, was Sie mir sind! Robert, ich hebe Sie! Robert, leben Sie! Leben Sie! Er blickte Sie ernsthaft an und dann erleuchtete ein freudiges Lächeln seine Züge. Ich will leben, sagte er ruhig. Rasch erschien der Arzt und schloß wieder die Arterie dann wurden ihm Stärkungsmittel gereicht. Robert vex- !“nf ™ emen ruhigen Schlaf, und Mildred wußte, daß ihre Worte ihm Ruhe und Glück gebracht hatten, inehr als die Geschicklichkeit eines Arztes vermochte. Seit sie ihm die Hoffnung gewährt hatte, auf welche er Jo lange und geduldig gewartet hatte, gewann er stünd- "W. an Kraft. Er spielte etwas den Invaliden; denn er dachte mit Widerstreben an die Zeit, wo er das icwsvital verlassen sollte. r Wenige Monate später fuhr sie mit Frau Heartwold, der früheren Miß, Wetheridge, nach Roberts Haus, ihrer neuen Heimat. Die eleganten Zimmer waren nicht mehr leer, doch nicht inmitten ihrer Pracht und Schönheit wurde sie getraut, sondern unter den Bildnissen ihrer Lieben, welche lächelnd auf sie herabsahen, gab sie sich Robert hin. hhre wenigen Freunde umgaben sie, und es herrschte Friede und Ruhe in ihrem Herzen. Als alle gegangen waren, rückte Robert den Lehnstuhl au leinen alten Platz beim Kamin. Milli, sagte er, endlich haben wir beide eine Heimat! Sieh, wie Bella uns anlacht! Teure Bella! murmelte Mildred. Ihre Worte sind wahr geworden! Als ich so thöricht war, Robert, Dich zu fliehen, sagte sie: Er wird Dich doch noch gewinnen! Und nun hast Du alles, was von mir übrig geblieben ist. Er schloß sie in seine Arme. Mildred, sagte er, wir werden nie wieder heimatlos Jem, bis wir die bessere Heimat im Himmel finden. Ende. Die Heckunst des Regens. Nachdruck verboten. Jii der „Geographischen Zeitschrift", herausgegeben von Prof. Dr. A. Hettner (Verlag von B. G. Terckmer, Leipzig) veröffentlicht Prof. Dr. E. Brückner einen Aufsatz über die Herkunft des Regens, der geeignet ist, die Aufmerksamkeit (weiterer Greife in Anspruch zu nehmen. Wir weisen gleichzeitig auf die genannte Zeitschrift überhaupt hin, die vor allem geographischen Fragen von allgemeinem Interesse dauernd ihre Aufmerksamkeit zuwendet, und geben im Nachstehenden wichtigere Ausführungen Prof. Dr. Brückners wieder. Ueberblickeu wir eine Regenkarte der Erde, so drängt sich uns in zwingender Weise die Thatsache auf, daß in erster Reihe die Lage eines Ortes zum Weltmeer über die lährlich fallende Regenmenge entscheidet. Am Gestade de« Ozeans treffen wir die regenreichsten Gebiete, int Herzen der Kontinente, besonders wo hohe Gebirge dem Zutritt ozeanischer Luft wehren, dehnen sich dürre Steppen und wasserlose Wüsten. Die Berücksichtigung der Lage zum Weltmeer und zu den herrschenden Winden giebt den Schlussel zum Verständnis der großen Züge der Verteilung des Regefalls auf den Land flächen. Was war natürlicher, als daß man meist das Meer auch mehr oder minder al« einzigen Dampfspender ansah und die Herkunft des Regen« fast ausschließlich vom Meer äbleitete! Nur vereinzelt erhoben sich Stimmen dafür, daß auch die Verdunstung von den Landflächen wesentlich zum Regenfalle beitrage. Alexander Woeikof führte u. a. aus, daß so beträchtliche Regenmengen in großer Entfernung vom Meer und fern bon hohen Gebirgen, wie sie die Amozanasebene aufweist, mcht wohl zu erklären seien, wenn nicht die Verdunstung der Binnengewässer und des Vegetationsbodens gleichfalls zur Speisung der Niederschläge beitrüge. Einen entsprechenden Schluß zog jüngst Alexander Supau aus der verhältnismäßig großen Gleichförmigkeit in der Ver- 107 teilung der Sommerregen int Norden der alten Welt Er halt für den einzigen Lieferanten des Wasserdampfes, der stch tn den Regen des sibirischen Sommers verdichtet, die Verdunstung von den Landflächen. Brückner selbst ist auf anderem Wege zu dem gleichen Resultat gelangt. ,®r untersucht zunächst, ob die Verdunstung von Land- slachen, zu denen er auch die Oberfläche der Binnengewässer, der Seen und Moore rechnet, der Atmosphäre überhaupt erhebliche Quantitäten Wasserdampf zuführt. Von dem als Regen oder Schnee fallenden meteorischen Wasser slreßt ein gewisser Teil oberirdisch ab, ein gewisser Terl verdunstet ohne Verzug, ein Teil endlich versickert. Dreses versickerte Wasser bleibt aber nicht dauernd int Voden, es wird z. T. von der Vegetation verbraucht, die Wasser aus umso größeren Tiefen hervorholt, je tiefer chre Wurzeln reichen, und gelangt so nachträglich zum Verdunsten tn die Atmosphäre. Ein anderer Teil speist das Grundwasser, von dessen Oberfläche ebenfalls Ver- dunstung stattfindet, sofern die Hangende Gesteinsschicht utcht zu mächtig ist. Das Grundwasser, so weit es nicht verdunstet, endlich tritt als Quelle zu Tage und hilft die obertrdstch fließenden Gewässer speisen, ist also zum Ab- schlugen. Einzig der Rest, der teils etwa im Grundwasferstrom zum Meere sich bewegt und hier unter» Irisch austritt, teils in chemischen Prozessen int Boden dauernd gebunden wird, vereinigt sich, weder mit dem verdunfteten, noch mit dem oberirdisch abfließenden Wasser: er tft nicht zur Verdunstung zu schlagen. Dieser Teil ist aber nach allem, was wir wissen, unbedeutend. Es gestattet daher die Kenntnis des Regenvolumens, das auf et” Stromgebiet fällt, so wie der durch den Strom abflteßenden Wassermenge einen Näherungswert für die Verdunstung zu berechnen. Sind auch manche der so ermittelten Zahlen noch unsicher, so zeigen sie doch die Größenordnung, um die es stch handelt: Die Verdunstung von den Landslächen ist in regenreichen Gebieten bedeutend und steht hier jedenfalls der Verdunstung vom benachbarten Meeresspiegel wenig Zwar feheln Beobachtungen der Verdunstung auf dem Meere; doch können wir auf deren Betrag aus den Beobachtungen schließen, die an größeren Wasserflächen des Landes in der Nähe der Küste in ebenem Gelände gemacht worden sind. Sicherlich ist darnach die Verdunstung von den Landflächen West- und Mitteleuropas mindestens halb so groß wie die vom benachbarten atlantischen Ozean und tntnter noch ein Drittel ober ein Viertel der Verdunstung in tropischen Meeren. So viel steht fest, die Verdunstung von den Landslächen ist so groß, daß sie einen bedeutenden Einfluß auf den Regenfall haben kann. Es läßt sich aber auch zeigen, daß sie ihn wirklich hat. Einen wichtigen Beweis dafür liefert uns die Wasserführung der Flüsse. . Die Wassermasse des Ozeans muß innerhalb längerer Zeiträume als konstant angenommen werden; andernfalls würden allgemeine Veränderungen des Wasserstandes erfolgen, die sich der Wahrnehmung nicht hätten entziehen können. Es muß also ebensoviel Wasser dem Ozean zurückgegeben werden, als ihm durch Verdunstung entzogen wird. Würde also der gesamte Regen der Landflächen direkt dem vom Ozean aufgestiegenen Wasserdampf entstammen, so müßte die gleiche Menge auch zum Ozean zurückkehren. Ein solches Rückkehren könnte aber nur, von den Gletschern der Polarregion abgesehen, in flüssigem Zustand durch die Flusse oder in gasförmigem Zustand durch die Atmosphäre erfolgen. Durch die Flüsse werden aber von dem gesamten Niederschlag der Landflächen nur 22 pCt. dem Meere zu- Wführt, also rund zwei Neuntel. Wenn wirklich aller Regen ozeanischen Ursprunges wäre, so müßten die übrigen sieben Neuntel durch die Atmosphäre zum Meer zurück- Mlangen. Das ist völlig ausgeschlossen. Die Menge Regen «ber, die nicht zum Ozean zurückkehrt, kann auch nicht vom Ozean stammen; mit anderen Worten: ein wesentlicher DE des Niederschlags der Kontinente — nach einer Schätzung, die ich vorgenommen, wahrscheinlich zwei Drittel, sicher mehr als die Hälfte — entsteht ans Wasser- danchf, der den Landflächen entstammt. Sicher ist namentlich, daß der Niederschlag der Wärme- fletoitter des Sommers größtenteils dem Wasserdampf des Landes entspringt. Das gilt selbst von Mitteleuropa. Nicht selten beobachtet man, daß während einer schwach ausgesprochenen anticyklonalen Wetterlage zuerst schönes Wetter herrscht, gar bald aber das Spiel der aufsteigenden Luftströme, das mit der aufsteigenden Temperatur von Tag zu Tag höher greift, nachmittags zu Kondensation und Wolkenbildung führt: Gewitter setzen ein, die sich jeden Nachmittag wiederholen, während vormittags die Sonne brennt. Die Verdunstung des frischgefallenen Regens vom Boden und besonders von der triefenden Vegetation aus liefert jeden Vormittag den Wassexdampf für das nachmittägliche Gewitter. Eine andere Herkunft ist ausgeschlossen; denn es fehlt jegliche allgemeine Luftbewegung, die etwa Wasserdampf vom Meer zuführen könnte. Aehnlich dürften die Verhältnisse zur Regenzeit in den ausgedehnten tropischen Landgebieten z. B. am Amazonenstrom sein. Solche Gewitter-Perioden sind Perioden besonders lebhaften Umsatzes von Wasser in Dampf und von Dampf in Niederschlag. Nicht unthätig ist also die Rolle, die die Landfläche im Kreislauf des Wassers spielt; in gewaltigem Umfang trägt sie zum Feuchtigkeitsgehalt der Luft bei: nahezu zwei Drittel des auf sie fallenden Regens entstammen den von ihr sselbst gelieferten Dampfmassen, sind also kontinentalen Ursprungs. Indirekt ist allerdings der Ozean auch für diese Dampfmassen Urquell: er liefert eine gewisse Wassermenge, die sich über dem Lande mehrfach umsetzt, dort rascher, hier langsamer, und so im Regenfall mehrfach in Erscheinung tritt. Ein Wasserteilchen, das durch die Atmosphäre vom Ozean zum Lande kam, fällt hier durchschnittlich dreimal als Niederschlag nieder, ehe es wieder in den Schoß des Ozeans zurückkehrt. Transvaal-Lotosland. Bon Fred Hood. Nachdruck verboten. Es gießt int Nordosten von Transvaal, dieser so viel umstrittenen Republik, ein Gebiet, das allen anderen Teilen des Landes so wenig ähnlich ist, daß alle hierher verschlagenen Fremden in ein wahres Entzücken geraten über die Reize, welche die Natur hier vor den Augen der Sterblichen enthüllt. _ Es ist eines der am wenigsten bekannten Gebiete Südafrikas, ein von der modernen Kultur unberührter und unbefleckter Boden. Die Natur hat ihr Bestes gethan, diese grüne Einsamkeit tn ungestörtem Frieden zu erhalten und vor den Einfällen der Weißen zu schützen. Nur von den Hufen der Stiere und Rinder getretene Pfade, die bei jedem Regen tu ein Strombett verwandelt werden, führen in dieses Land, und an den Ufern des Limpopo lauert die tötliM Malaria. Aber noch schrecklichere Bundesgenossen haben die Eingefrorenen, die Tsetsefliegen, die in großen Schwärmen dw Pferde der Reisenden überfallen und töten. Nach neuerer Beobachtung soll es allerdings nicht das Gift dieser Stechfliege (Glossina morsitaus), sondern eine Infektionskrankheit fein, an welcher die Tiere zu Grunde gehen. Einerlei! Jedenfalls wissen die Eingeborenen, Gegenden, in denen diese Seuche herrscht, zu vermeiden und ihr Vieh zu schützen. Aber von ihnen haben die Fremden keinen Beistand zu erwarten, Magatv rühmlichen Angedenkens hatte seine Untertanen vor den eindringenden Goldsuchern als den gefährlichsten und listigsten Feinden des Landes gewarnt. Die Bewohner dieses Gebietes sind völlig unabhängig, obwohl sie unter dem Schutze der Regierung stehen; sie sind niemals von den Buren besiegt worden, und Magata hatte es verstanden, ihre Unabhängigkeit zu befestigen. Er soll ein tüchtiger, zielbewußter Herrscher gewesen sein, und die Geschichte erzählt, daß er den gefürchteten Burengeneral Joubert, der ausgesandt war, die rückständige Hüttensteuer eiuzuzichen, sehr kurz afrgefertigt hatte. „Ihr seid nicht Paul Krüger", sagte er, „Ihr seid nur sein Diener. Wenn er mich zu sprechen wünscht, so mag er nur selbst kommen". Und die Hüttensteuer wurde bis zum heutigem Tage nicht eingezogen. 108 beziehen. d? W die übrigen Spi-lgang: 1. 58. d 7 M. d A. v 58. b 7 Steindruckerei (Pietsch Erben) in Gießen. 2. H. o9 3. 3Jt. aA 4. 501. aK 5. H. «8 6. M. ä9 7. 58. dK H. ad §. a Z 58. bD H. cK 501. dD ^r^U^rd^- Druck und Verlag Rinder fein eigen nennst um ll s Leben in süßem befördern zu tonnen, । 1 Eisenbahnen kennt Nichtsthun hin... Dre sudaf^anrsch^o jüe ehl Fahrrad, er nur vom Hörensagen uno ) . icfvfürfetib, sikt er gesehen- Tabak rauchend und s ^thargischem aus seiner ^ä)att^Sef”?5bganl^/en ist in ihm abgeftoroem wi° d°s ÜW «d Europäer möglich ist.. L?unrovistisches. Der höfliche Rekrut. Leutnant^Knnd der^nstr stunde): „Schmidt, «er Jew biwn »^ajor Strecker . . . Schmidt: „Meine direkt ” ierleutnant Weller . . - und Herr Hauptman Mayr . . • . *' SÄSÜÄ "L Ä 5-Ä S f«1 ”“ä Beinen läuft, das find dre Trnber. 6alten eie e§ für mogUch. ($nttÄufd)t. Der alte Gras. »- — Miß Bell daß ein junges Mädchen einen a en liebs selbst einen foldjeti.“ (kokett): „Warum mcht, Herr Grat? Ich 1 ' Glückliche?" - — Graf (hoffnungsfreudrg): „Und wer Miß BR: „Mein Vater!" ----------- Magisches Dreie«. ’TS SSL«-« ** zj te'jwatjj ergeben.^ volkstümlichen Dichter. 2'. Stadt in Böhmen. 3. Türkischen Titel. 4. Ein Fürwort. 5. Einen Buchstaben. (Auflösung in nächster Nummer.) - Literarisches. Der Transvaalkricg hat uns»e A^merksMrke ^^^^densten „uf die weibliche HilfsthatrgieU rm Felde ^egetmnen Länder haben Rote Kreuz-Expe Kriegsschauplätze in Thätigkert. oller Nationen find heute bereits auf dem Rnegs °) n « «rruz- Do kommt die lichtvolle Darstellung der ^„^g Vereine, die das „SUufttmte °noe soeben erschienenen Lieferungen von Martin Oldenbourg, ^erlm) m s°m n 1° diesem praktischen 29—32 enthält, gerade zur rechten Zett.^ F^g werden Hilfs- und Nachschlagebuche eigenen W? bekannt gemacht und wir mir der Entwickelung b°r Roten Kreuz $freine des Roten lernen die heutige Organisation diesen Lieferungen feien Kreuzes kennen. — An sonstig x beg weiblichen Körpers , „Schönheitspflege , „W" u"b „frbient MonberS eine Darstellung frage" re. Unter den Tafeln verdien1 * Ausführung Anmoderner Schmucksachen m pr: ck 8 psuachten" und „Organismus erkennung, auch dre farbigen T s l ^^brsations-Lexikon der Frau st seien erwähnt. Das „Jllustr erte » ,um Preise von 25. Mk- s's s V. a 7. $. aD = — 17. M- cZ. 58. dZ = - 14. £>. b Z — - 17, Sa. — — bl- Auflösung der Skatausgabe in voriger (Mit a, b, c, d werden die wer F^bm b-znchilet, Carreau; bA tt0Ä KlStt *M\bD, b8,b7,dZ, dK, d 8 d 7, Hinterhand die übrigen. Spielgang^ _ _ 13 ’ ® J’ M. dA oA Ichw»«W*; getreu ist', denn ich eulnehm ,„t ia"n e§ bem Eng- und wenn von Ohm nicht ankommen, länder auf eine kleineGeschrcht 1,lstyr Atlanders eng- 'Nach anderer Quelle Beteiligung an dem Feldzug lisch er Abkunft, welche 1894 du -beteiugung ift; paß sich gegen Magato energisch ablehn Ruhe erfreut. Magatos Land nach, wie vor eine, 1 b. @ebiet Von diefem m leder N Zser in einer englischen entwirft ein ^9« wärTenWe Schilderung, die in «e K.W nach wenigen Hunderten un dus 1 -e§ ba£ jte die dem Baun dieses köstlichen 1 * Wenn sie, von Lotophagen chres V^rlande^ t# bie klimatischen besonderen Glucksumstanden begunfg ^cm oönig sorg- Gefahren überwinden, so geben 11 Annehmlichkeiten losen Leben hm müßig und und Genus,e der Zwililation, um - unter ihnen wohl- ungestört zu vegetieren. J t, bie olles genossen erzogene Leute von gr.ter y vermag, haben, was du Kultur der atteii^^eu. % f und doch vorzrehen, Mit den schw welches meist K»S y iW Wer weiß es, AsnltuNebm zu verzichten? Sie alle Anteil am modernen Kulturleben zu■ baß sie sorg- haben eine Vergangenheit ein h Wenige sind aus sam hüten, wie das G°ldihresmnoe^ jie sonst Widerwillen gegen du .''ober viele find nach gelebt haben, hwrher g bntrrft'bie Welt am Ende hier I langer, zielloser Wanderung du^d W ^„^^fen Leben gelandet, um sich ganz einem fttebuciien schweren hinzugeben, dav ste m vollem s ,sMbigt. Wieder! Prüfungen der überwundenen^ ) ber Hoffnung, I andere mögenErster gchomm s haben mit Erlaubnis recht schnell reich zu werden. | unb sorgen für du I des Häuptlings emen Handel e N t Le (n wenigen | Bedürfnisse der ^ß^SÄen sie das Jahren recht wohlhabend geworde 1 ü wijc^en die Ge- Land nicht mehr zu verlass , ' angenommen. Sie wohnheiten und Neigungen d n besitzen, und be- W ÄUX- 6Ibe'w I tropischen Klimas stehen, vermög auf die Lebensstellung von seinem merkwürdig & B abgeschlossenen anschauung dieser von der Sommer Menschen zu machen. Es ist mn ^.ano, ein Land, m und Winter nicht seht^weMtlich nnter^ unb dem jedes Samenkorn auf Wwarei Q Wein, L'stch I-Ibst ^^lEk"4lf!,f,ten"wfld^wachfen^ und sich K'bet e »KÄS Wie der Nordpol. nehmen, in diesem Lande, Es kann uns nicht wunder ' inaer Mühe zu | in welchem alle Lebensmittel Mit so ger g. und zu erreW« Ä W« ?efte sich die physischer Gleichgiltiiskeit ö flu ber begierig ist, geistige Verfassung «neS MMM absolut nicht aus I elektrisches Licht L^^nheiten herauszureihen vermag, seinen täglichen Gewohnyeilen > Johannesburg zuruck- um die 70 Meilen weite Reife na«) ) Grenzstädten ,ul°«°u. A"uü°n wen wie bie K-si-rn. b“ »u« erst-um-I dorchin einer M-rilch -----------------" ;et Brühl'fchm llmversttätr.Buch. und