sichert reibt )enem : ihn, ahren rohen t, für usge- alles t und ld, in m er- Eine :c des c stein vielen nflage. eines Eckler. i, hat eit so bereits he ist ragen, erben; > anch i und equem ansge- ugend, cheben ' ebenen nalter, ispiele nbung n bie ndelt: lbung den ngen. ltische i bes chung stanz Nische acher leicht unb hrter ichen ihren Nachbruck verboten. Pygmalion. Novelle von Anton Frhr. von Perfall. (Fortsetzung.) Er ging nach Frankreich, in den Orient, nach Brabant, studierte alte Meister und übersetzte sie, nach Hause zurückgekehrt, in Formen, welche sowohl dem Geschmack der Zeit, als der verfeinerten, ihm zur Verfügung stehenden Technik Rechnung trugen. In kurzer Zeit beherrschte das Haus den ganzen Markt. Von der einfachsten Massenware bis zu den edelsten Kunstprodukten, den gewirkten Brabanter, den Basselifletapeten, welche geschichtliche Gemälde und Landschaften formvollendet darstellten, den Gobelins aus der Zeit Ludwig XIV. und den wollenen Bavonnerien, welche die Farbenpracht des Orients übertrafen,- die Firma Herrmann & Holaus bewältigte alles. Kein Wunder, wenn die beiden Inhaber keine Zeit fanden, sich nach Frauen umzusehen. Allerdings, was den Holaus betraf, so suchte man den Grund anderswo. Man munkelte von schlimmen Erfahrungen, die er in seiner ersten, wie es hieß, sehr kurzen Ehe gemacht. Milder Gesinnte meinten, er wolle seinem Augapfel, seiner einzigen Tochter, keine Stiefmutter geben. Wieder andere wollten gehört haben, es sei gar nicht seine leibliche Tochter, sondern nur ein angenommenes Kind. Strenge Sittenrichter sprachen sogar von der sündhaften Frucht einer Künstlerliebe. Gleichviel, sechzehn Jahre waren vergangen seit dem Eintritte Holaus' in das Geschäft, und noch war keine Frau eingezogen in die reizende Villa, welche die beiden Inhaber in unveränderter Eintracht bewohnten. Seit zwei Jahren weilte sogar das Töchterlein des Herrn Holaus, der Liebling des ganzes Werkes bis herab zum geringsten Arbeiter, im Auslande, in einem Schweizer Pensionate, wie es hieß. So blieb als einziges, weibliches Wesen und Faktotum des Hauses, Frau Opel, welche Herr Holaus samt ihrem Gatten, einem ehemaligen Wachtmeister bei der Polizei, Donnerstaa den 28. November Jff'nbOcfr''* Ct T///A »er die Menschen wahrhaft kennt, der wirb "auf niemanb unbebingt bauen, aber auch niemanb vollstänbig aufgeben. EötvöS. jetzigen wohlbestallten Hausmeister, aus der Residenz, seinem früheren Aufenthalte, mit in das Geschäft gebracht hat. Es hieß nicht umsonst „samt ihrem Gatten". Die verschiedensten Gerüchte gingen über das Verhältnis, in welchem sie früher zu Herrn Holaus gestanden. Es fehlten sogar nicht solche, welche die würdige Matrone für die Mutter der jungen Holaus hielten,- bei dem Künstlervolke ist alles möglich. - « Und das Mädchen hing wirklich mit Kindesliebe an der immer noch stattlichen Frau, welcher doch unter normalen Verhältniffen lediglich eine dienende Stellung im Hause zugekommen wäre. * » * Herr Holaus hatte heute keinen Arbeitsgeist. Bald blickte er auf die Uhr, bald lief er zu dem hohen Fenster, welches weiten Ausblick bot über die Stadt und den Strom mit den stattlichen, denselben überspannenden Brücken. Der hohe, weite Raum, in dem er sich befand, entsprach völlig seinem Schaffenskreise. Geniale Atelierwillkür in der Einrichtung war fast absichtlich vermieden. Die zwei langen, mit grünem Tuche belegten Tische in der Mitte, angefüllt mit Skizzen, Zeichenblättern, bunten Tapetenmustern, machten einen geschäftlichen, nüchternen Eindruck. Auch die kahlen Wände dienten lediglich dem Praktischen. Bunte Reklamemuster aller Art waren dort wahllos aufgehängt, selbst den Boden bedeckte vielfarbiges Schnitzelwerk. Ein Geruch von Farbe und Kleister lagerte über dem allen. Um so mehx überraschte ein bis an die Decke reichender, einen ungeheuren Wert vorstellender Gobelin in edelstem Tone, welchen ein erhöhtes, mit einem Holzgeländer umgebenes Podium, wie ein Bühnenvorhang abschloß. Der Gobelin hatte wohl einst einen Königspalast geziert und wirkte in dieser nüchternen Umgebung wie ein vornehmer Verbannter. Die Pygmalionssage war der Gegenstand der Darstellung in überlebensgroßen Figuren, welche im Stile des Cinquecento gehalten waren. Amoretten umflatterten die in einem üppigen, farbenprächtigen Haine stehende Huldgestalt und schienen ihr den Lebensodem einzuhauchen, während der verliebte Bildner knieend, vom heißem Wunsche beseelt, der sein ganzes Wesen durchzittert, der wunderbaren Verwandlung harrt. — 674 mit der Befriedigung seiner Herzensbedürfnisse nicht so genau nahm, dazu fühlte er sich nicht imstande. Es war die höchste Zeit, daß er eine Frau nahm. Doch einige Versuche fielen kläglich aus. Der Gedanke nur, seiner geliebten Marie in dieser oder jener eine Stiefmutter zu geben, machte ihn ungerecht im Urteil, beschwor Bilder herauf, die ihn geradezu in Zorn versetzten gegen die völlig Schuldlose. Unerträglich war ihm allerdings auch Frau Opel mit ihren mißtrauischen Blicken, ihrem ständigen Beobachten. Sie war es überhaupt einzig und allein, die eines Tages in ihm den Gedanken wachrtef, der ihm dann keine Ruhe mehr ließ, seiner eigenen Stimme einen fremden Klang gab, jede Empfindung der Fälschung anklagte, jeden Blick, jeden Händedruck, den er seinem Kinde gab. Es war vor zwei Jahren an einem Frühlingsabend. Da stand plötzlich Frau Opel vor ihnen. Marie fuhr mit einem Schrei auf, und er kam sich vor ein ertappter Junge. «.Habe ich Dir wehe gethan, Marie?" fragte er. Sie schüttelte nur den blonden Lockenkopf und drückte noch inniger an ihn. Waldgötter grinsen spitzbübisch zwischen den Lorbeerbüschen hervor. Im Gewölk erscheint Venus in ihrem von Pfauen gezogenen Wagen, umgeben von üppigem Gefolge. Holaus hatte das wertvolle Stück in der flandrischen Stadt Arras, dem Hauptsttze dieser alten Kunst, erworben. Der Vorwurf interessierte ihn lebhaft, er hoffte, ihn mannigfaltig verwenden zu können. Nun hing das Ding schon zwei Jahre hier, und er hatte noch keinen Gebrauch davon gemacht. Gerade heute erregte es wieder seine Bewunderung, immer wieder trat er davor. „Komm, Marie," sagte sie zu dem Mädchen, es bei Hand nehmend. „Der Hollundergeruch macht Dich noch krank." Wie kam doch die stolze Venus dazu, diesem allbekannten Frauenverächter, das war er ja nach der Sage, diesem Pygmalion solch hohe Gunst zu erweisen, das Werk seiner Hände zu beleoen, dem toten Marmor Leben einzuhauchen. , war vor zwei yayreti an einem - hnn M m;°" rtd) Glück denken, als Abgearbeitet, müde kam er in den Garren. Alles duftete von seinem eigenen Geschöpf geliebt zu werden, das man und blühte. Er fühlte sich so verlassen, so unendlich trauria ^rh °f3mt h f aesz Eger Stunde, Glied für Glied, I Da rief hinter einem Fliederbusch eine helle Mädchenstimme' für N-rv, , rede Schwellung des Atems, jede Linie, „Kukuk!" - Marie war es. Evqenftimme ÄÜV baS unzählige Male entbrannt in Er haschte nach ihr, sie floh auf die andere Seite ^n6brkn \a8 rtUr e" Ausfluß ist seines I kichernd, den Ruf immer wiederholend. Von Busch zu Busch ngenen lesens und Wollens, tausendmal mehr, als das flatterte die weiße Gestalt, im Dämmerlichte schon &-er- ® ®a,ter S^tlrche, überirdische Zeugung! Zum flössen, und ihn erfaßte ein Eifer, zuerst ein lustiger Eifer ttstenmale fiel es -hm heute auf, daß der Held, streng der alle Sorge zerstob vor diesem Lachen - dann war es Eger a § Ingling, sondern als sonderbar — er ärgerte sich, das Mädchen nicht erhaschen SÄ't Ä ÄX -M-, Hefe U M t Ä M S,h"-n- -,,-rde«- -in,» urosen Ma»», tonen beide» Arme», -»», °cher,e»d mit Ä”, ttote (le auf d . ereTm«§ war dieser Triumph Stirne. Da schwand plötzlich ihr Widerstreben, laut der hlichft.n Kunst, welche den Göttern den Lebensfunken | schluchzend warf sie sich an seine Brust. entreißt und damit den kalten Marmor selbst entzündet, nur I - — - - - - dem reifen Künstler erreichbar. Doch auch diese eingehende Betrachtung beruhigte ihn nicht. I m Es war ein großer Tag heute. Marie kam aus der I Schweiz zurück, nach zweijähriger Abwesenheit. Er begriff es selbst nicht, wie er diese Zeit hatte ertragen können fern I wie von seinem Liebling. Aber es war dringend notwendig. Er war zu sehr beschäftigt, um sich ihrer letzten Aus- I der bildung widmen zu können, und die gute Opel war doch ÄX» I --»».?" ***• ““ ------- °°-E° verließ, obwohl kaum sechszehn Jahre alt, | Das weiße Mädchen i™ Slni' “ -- -" °°d Marie -1» k»"s°ÄL «SS? b°. einem »e. M Und ihm verbitterte oft die «... s , £eute k-hrte sie zurück in das „väterliche" Haus. £* - u.äsäs i|n öte Hand zurückziehen ließ, die sich auf den Scheitel des I ein böser Zufall? — Wenn das entsetzliche i-ach in "JSn I Ä r ? L, erschien, seinen Inhalt einmal in ihre Hände spielt? Wenn s i”mer ^^der sein Blick auf die I der Entsetzliche, Verhaßte selbst erschiene? — Gestalt dieses Pygmalion, und es war ihm, als nehme sie I (Fortsetzung folat 1 seine Züge an, als strecke er selbst sehnsüchtig die Arme aus I W __ nach der Huldgestalt. I Er war jetzt sechsunddreißig Jahre alt. Die natürliche I Englands schwimmender Reichtum. Sehnsucht des Mannes nach einer Gefährtin, bisher nur _____ Nachdruck bUrt$ Arbeiten nieberge^alten, regte sich. I Großbritannien ist die Herrin der Meere im Krieg und , Einern Freunde und Genoffen nachzumachen, dem I im Frieden — das ist eine Thatsache, die wir gerechterweise in diesem Punkte sehr freidenkenden Herrmann, welcher es I anerkennen müssen. Die englische Handelsmarine ist jetzt so — 675 — GsMeinirZWges. gre§, daß fle anJtonnenge^alt bie vereinigten Handelsflotten I hunderts und in den letzten Kämpfen der Buren stetig be- aller anderen Lander der Welt übertrifft- in der That kommen hauptet und entwickelt. Durch ihren Einfluß hat sich auch Ö°f Sottnen des Schiffsverkehrs der ganzen Welt | in der weißen Bevölkerung ein bemerkenswerter Umschwung auf Großbritanmen ,etz nicht weniger als 51,4. Es über- in der Behandlung der Farbigen und in der Stellung zur trifft seinen nachststehenden Rivalen, die Vereinigten Staaten I Mission vollzogen. Es muß auch erwähnt werben, daß die von Ameri.a, noch in dem Maße, daß auf 5^a Tonne Groß- I zahlreichen deutschen Gemeinden Südafrikas ihre Gründung britanniens erst eine der Vereinigten Staaten kommt. Die und Erhaltung den lanbeskunbigen Missionaren verbanken, s. k tiieI Tonnengehalt wie bie in Kirche und Schule die deutsche Art pflegten unb ben bie deutsche, welche als drittgrößte der Welt gilt. I Landsleuten einen Halt boten. Allein mit der Hermanns- Im ganzen weist die britische Handelsflotte eine Trag- I burger Mission sind noch jetzt in Natal acht und in Transvaal kraft von mehr als 14 OOO 000 Tonnen auf. Dieser Tonnen- I zwölf deutsche Gemeinden verbunden. Andere wie Ch-ist>anen- gehalt repräsentiert — man muß sich das vergegenwärtigen — I bürg (Durban), Pretoria, Johannesburg, Kimberley, Bloem- einen Stapel Waren von 1000 Quadratfuß Bodenfläche und I fontein usw. sind von Berliner Missionaren ins Leben qe- 490 Fuß Höhe, neben welchem die große Pyramide des I rufen- ihre Pastoren sind fast ausnahmslos ehemalige Mtssto- Cheops nur ein Zwerg wäre. I nare ober stehen gleichzeitig noch im Misstonsdienfte. Die Waren, welche die Schiffe Großbritanniens jedes Jahr I befördern, haben einen Wert von ungefähr 2200 Millionen Mark, I d- h- etwa ebensoviel, wie die ganzen Nationaleinnahmen des Landes in zehn Jahren betragen würden. Es ist fast unmöglich, sich eine so riesige Summe vorzustellen, wenn wir "T"’ I - L Flotte von acht Schiffen, jedes von 1080 Tonnen Eigen- öfters durch die gähnendeLanawellchkell un^ gew cht bilden. Um diese Goldlast zu ziehen, würden nicht keit bisheriger w-n «°r °ls 5762 Pferde nötig sein. Fügen wir zu dem einverstanden sein wird.' Die ^rste Forderung ^ist- Aus- WerederFrachten den Wert der Schiffe hinzu, so kommt die stellung des Obstes nach geographichenBzitten Je tiefer verblüffende Totalsumme von 24 500 Millionen Mark heraus, die Kenntnis vom Obstbau in alle Schichten unseresVolkes VClt^beS ®pfnmtrpi*!1116a ®e^“n9Cn Großbritanniens, oder I dringt, desto mehr lernt man die Wichtigkeit richtiger Sorten- ” t °U8“’a^t wähl für die verschiedenen Boden und klimatischen Verhält- , x ^^amtzahl der Schiffe der britischen Handelsflotte I niffe schätzen. Es ist deshalb nötig, festzustellen, welche Obst- inÄ2100°\ Unb ^esen haben 11143 Schiffe, sorten in den einzelnen Gegenden gedeihen und welche nicht, 1000 Tonnen oder mehr Inhalt. Würden diese Schiffe in und das lehren die Ausstellungen am besten, wenn sie nicht eine einzige Reihe „Bugsprit an Heck" geordnet, so hätten I nach Sorten an sich, sondern nach geographischen Bezirken wir eine Linie von Schiffen, die sich von London quer über I geordnet werden. — Die zweite Forderung ist die, daß in den Kontinent bis Neapel erstrecken würde. Könnten wir | energischster Weise auf Ausstellungen von Sachverständiqen sie zu einer großen Flotte vereinigen, so würden wir ein I das ausgestellte Obst auf Sortenrichtiqkeit geprüft und falsche Dock von 6400 Morgen Bodenfläche oder von fünf englischen I Namen richtig gestellt werden. Die dritte Forderung ist Meilen Lange und zwei Meilen Breite brauchen. endlich, daß das Obst in geschmackvoller Anordnung aufge- Die Matrosen, welche diese 21000 Schiffe Bemannen, I stellt wird: der praktische Ratgeber bringt von der letzten sind größer an Zahl als alle Soldaten im stehenden Heere I Ausstellung des Deutschen Pomologenverems in Dresden ein des Landes. Es find 250 000 Mann, und auf je 100 I hübsches Bild einer Obstausstellung, die Herr Bankier Pekrun kommen nicht weniger als 30 Ausländer. Hd. I veranlaßt hat: die ausgestellten Teller werden durch fruchtbe- ------------ I hangene Topfobstbäume, schöne silberne Fruchtschalen und „ , , . | Abbildungen aus dem Formobstgarten des Herrn Pekrun Nach dem sudaftlkanlschen Kriegsschauplätze angenehm unterbrochen und eine Trennung der Sorten und richten sich jetzt in Deutschland namentlich die Blicke der klLe Jo di r““4 JT/T ^stattet, evangelischen Mtssionsfreunde mit mancher Besorgnis. Denn I Obstausstellungen mit Erfolg zu besuchen-! über ganz Südafrika erstrecken sich die deutschen Missions- | Bleichmittel für vergilbte Wäsche. Seinen und ftationen. In erster Linie werden die Berliner und I baumwollene Wäsche wird schön weiß, wenn man dieselbe Hermannsburger vom Kriege berührt. Die Berliner, deren I »ach dem Waschen und Auskochen mit reichlich weißer Seife Direktor Gensichen gerade jetzt auf der Reise dorthin sich I gut auswindet, mit kochendem Waffer übergießt und sie fest befindet, um das ganze Arbeitsfeld zu visitieren, zählen in I zugedeckt darin erkalten läßt. Oder man bereite durch Zer- 6 Ephorieen 67 Missionare, wobei 14 europäische Kolonisten I kochen Vvn Borax in Wasser eine starke Essenz und gebe je und Lehrerinnen nicht mit eingerechnet sind. Auf 51 Haupt- I nach Bedarf von derselben in das Waschwasser. und 135 Nebenstationen mit 233 Predigtplätzen haben sie Irdene GekLirre dürfe» m,r h,, snu«. 53 433 Getaufte gesammelt und unterrichten 6380 Schul- I offenen Feuer ftehm Neues Geschirr fehe man S?®und tu Transvaa?ist ulb ^im weMichen bedeutender. In Natal mit Sululand Gebrauch in einen Topf mit kaltem Wasser/ bringe dieses Hermannsburaer^ bie^n^'beTLkh.Ta^ Ti” /te ^ngsam zum Kochen und lasse es wieder erkalten. Dann stand beträgt in der Sulumisston 4572, unter den Betschuanen | Holzwurm. In Möbeln hat man die Tötung der in Transvaal 40 078 Seelen. Die Zahl ihrer Missionare I Tiere durch Eingießen von Terpentingeist in die Löcher mit beläuft sich auf 58. Natürlich werden auch die in der Kap- I ®rfot9 versucht. Auch Salmiakgeist soll dazu dienen. und Kaffraria arbeitenden Missionare der Rheinischen I Nutzflecken an den Händen entfernt man, wenn Gesellschaft und der Brüdergemeinde von ben Folgen beS I man bie innere Nußschale in ein Glas Wasser wirft unb SriegeS vicht unberührt bleiben. Bisher hat sich das Friedens- | dann nach einigen Minuten die Finger mit dem Wasser werk der Missionare unter allen Kaffernkriegen dieses Jahr- I abreibt. (Prakt. Wegweiser.) - 8?6 - Gesundheitspflege. Oafenvluten. Nasenbluten ist stets ein Zeichen einer gesundheitlichen Unordnung im Körper. Häufig tritt Nasenbluten in den Entwickelungsjahren von zwölf bis acht- zehn Jahren auf. Da liegt ihm meist eine fehlerhafte Zusammensetzung des Blutes zugrunde, z. B. Bleichsucht. In den späteren Jahren ist Nasenbluten eine häufige Begleiterscheinung von Blutandrang zum Kopfe verrät also unbedingt eine fehlerhafte Verteilung des Blutes. Keineswegs selten ist Nasenbluten im Alter, ein Sturmzeichen, eine Noifahne, ausgehängt von der Natur, um vor drohendem Schlagfluß (Apoplexie) zu warnen. Der krankhafte Blut- anürang zum Kopfe in Verbindung mit einer krankhaften Brüchigkeit der Blutgefäße sprengt eben deren Wandung. Wenn dies bei einem Blutgefäße des Gehirns geschieht, so ist das Schlagfluß. Das Blut ergießt sich in die Gehirn- maffe, zertrümmert die Nervenzellen, und je nach dem Orte der Blutung und der Art der zerstörten Nervenzellen ist Lähmung oder Unfähigkeit zu sprechen, zu schreiben, zu lesen oder geistige Schwäche usw. die Folge. Man bringt Nasenbluten zum Stillstände, indem man ruhige Rückenlage einnimmt und je eine kalte Kompresse unter den Nacken und auf den Nasenrücken legt. In hartnäckigen Fällen verbindet man damit zur Ableitung des Blutes eine heiße Schenkeloder Wadenpackung. Bet starkem Blutandrang zum Kopfe und krankhafter Vollblütigkeit hat man indessen das Nasenbluten als eine Selbsthilfe der Natur zu betrachten, welche uns vor Schlimmerem (Schlagfluß u. dgl.) bewahrt. Dementsprechend stillt man hier das Nasenbluten nicht. Immer aber, und das ist das Wichtigste vom ganzen, hat man, wie gesagt, das Nasenbluten als Zeichen einer gesundheitlichen Unordnung zu betrachten. Auf die Heilung der Ursache der krankhaften Blutzusammensetzung oder Blutverteilung u. dgl. kommt es an, nicht aber auf die Stillung des Nasenblutens an sich! — Man braucht ja nur die leisen Mahnungen der Natur zu beachten, zu verstehen und zu befolgen, um sich vor großem und oft nicht wieder auszugleichendem Schaden zu bewahren. Mittel gegen Hämorrhoidalleiden. Die Behandlung dieser Krankheit, welche in einer Blutstauung des Unterleibes gipfelt, hat die Aufgabe, die Unregelmäßigkeiten wieder auszugleichen. Dies geschieht durch fleißige Bewegung im Freien, namentlich nach dem Essen,' örtlich durch Massage des Leibes, also kneten und reiben desselben, Anregung der Hautthätigkeit durch lauwarme Sitzbäder mit kalten Zugüssen, Wellenschlag gegen den Aster. Sorge für leichte Oeffnung durch kalten Aufguß von Sennesblättern (ein Eßlöffel wird mit y4 Liter kaltem Wasser abends übergossen, morgens abgeseiht unb mit Zucker versetzt, kühl getrunken). Die meisten Berdannngsdeschwerden entstehen bei kleinen Kindern in den ersten Lebensmonaten durch unvernünftiges Füttern mit Mehlbrei, dem sogenannten Papperln. Es ist eine barbarische Unsitte, die gedankenlos betrieben wird, blos mit dem Vorwande, das Kind kräftiger und besser ernähren zu wollen. Die Natur zeigt den geeigneten Ernährungsmodus durch die unwillkürlichen Saugbewegungen des Ktndermundes in den ersten Stunden nach der Geburt. Das Bedürfnis nach fester Nahrung tritt erst später mit der fortschreitenden Ausbildung des Körpers und der Kauwerkzeuge, den Zähnen, ein. Deshalb ist die vorzeitige Nötigung zur Aufnahme fester Speisen oder das Kostenlaffen von allem eine unverzeihliche Unsitte, die sich oft bitter durch das Entstehen hitziger Magen- und Darmkatarrhe rächt. Aür die Küche. Mohnklötze. Der zu verwendende Mohn muß in unge- Aahlenem Zustand etwa 5 bis 6 Mal mit kochendem Wasser gebrüht werden. Mit dem letzten Brühwasser läßt man ihn eine bis zwei Stunden stehen, bis die Körnchen so weich sind, daß man sie mit einiger Kraftanstrcngung zwischett Daumen und Zeigefinger zerdrücken kann. Dann erst reibt man den Mohn mit einer Reibekeule von Holz in irdenem Napf, oder stampft ihn im Mörser fein, und verwendet ihn, wie das Rezept es angiebt. Er hat nach diesem Verfahren einen sehr milden Geschmack. Fischkoleletts (gut zu Schmorkohl). 1 Pfund rohen Hecht geschabt, 125 Gramm Butter zu Sahne gerührt, für 5 Pfennig Semmel in Milch geweicht, nicht zu viel ausgedrückt, drei ganze Eier, etwas Zwiebel und Muskat, alles mit Salz gut untereinander gerührt, Koteletten geformt und in kochendem Wasser gar gekocht. Wenn sie erkaltet sind, in Ei und Semmel gewälzt und in Butter gebacken. Literarisches. Im Verlage von Hermann Paetel in Berlin ist soeben erschienen: Haos-Gymnastik für Mädchen und Frauen. Eine Anleitung zu körperlichen Hebungen für Gesunde und Kranke des weiblichen Geschlechts. Herausgegeben von w. Prof. Or E. Angerstein und Prof. G. Eckler. Neu herausgegeben von G. Eckler. Mit vielen Holzschnitten und einer Figureutasel. Zehnte bis zwölfte Auflage. Preis gebunden 3 Mk. Kein Werk auf gleichem Gebiete kann sich eines solchen Erfolges rühmen wie die Haus-Gymnastik von Angerstein & Eckler. Verfaßt von zwei Autoritäten auf dem Gebiete des Turnwesens, hat dasselbe wegen seiner Vortrefflichkeit und praktischen Brauchbarkeit so große Verbreitung gefunden, daß im Verlauf weniger Jahre bereits zwölf Auflagen erforderlich wurden. In dem vorliegenden Buche ist speziell den Bedürfnissen des weiblichen Geschlechtes Rechnung getragen, indem die natürlichen Eigentümlichkeiten desselben berücksichtigt werden; außer den Freiübungen, Hantel- und Stabübungen sind überdies auch Hebungen mit Bällen, mit dem Arm- und Bruststärker, am Reck und an den Schaukelringen, also mit leicht zu beschaffenden oder bequem im Hause anzubringenden Geräten angegeben. Die Anzahl der ausge- wählten Hebungen gestattet die notwendige Abwechslung für die Jugend, die Beschreibung im Texte ist knapp, klar und verständlich. Hervorheben möchten wir, daß die Hebungen für Gesunde entsprechend den verschiedenen Altersstufen — Spielalter, schulpflichtiges Alter, Jungfrauenalter, Frauenalter, — geordnet und daß überdies eigene Hebungsbeispiele hierfür festgesetzt sind. In einem eigenen Abschnitt wird die Verwendung der Hebungen für Kranke durchgeführt. Als Zustände, in denen die Haus - Gymnastik Erfolge zu erzielen imstande ist, werden behandelt: 1) Allgemeine Schwäche, Blutarmut, Bleichsucht, mangelhafte Ausbildung des Brustkastens und der Atmnngsorgane, 2) Stockungen in den Hnterleibsorganen, Hartleibigkeit, Hämorrhoiden, Menstrualstocknngeii. 3) Fettleibigkeit, Blutandrang nach Kopf und Brust. 4) Asthmatische Beschwerden. 5) Abnormitäten der Haltung und äußeren Form des Körpers: Gebückte Haltung, Schieshaltung des Kopfes, Einwärtsdrehung der Füße, seitliche Rückgratsverkrümmung, Mnskelschwäche, Veitstanz und Schreibkrampf, Hnterleibsbrüche. — Die vollständige theoretische Beherrschung des Stoffes, die dem Werke überall den Stempel einfacher Klarheit aufdrückt, die knappe und klare, stets auch dem Laien leicht verständliche Sprache, die vortreffliche Ausstattung des Werkes und endlich die zahlreichen vorzüglichen Illustrationen wirklich ausgeführter Hebungen nach photographischen Aufnahmen, das sind die wesentlichen Vorzüge, denen die Haus - Gymnastik von Angerstein und Eckler ihren großen Erfolg verdankt. Scherzrätsel. (Sächsisch.) Nachdruck verboten Wer'sch Erschde 'mal beim Schkad derwischd, Der denkd vergniegd: das wär' wol nischd? Das zweede wärd, daß alles krachd, Beim Milledär b’r beigebrachd. D'r Geisd verlangd schdeds nach'n Ganzen, M'r mächde manches Mal drum danzen. Doch seldsam! Grade nff'n Balle Wärd's aller Oogenblicke alle! K. (Auflösung in nächster Nummer.) Auflösung des Rösselsprungs in voriger Nummer: Harre nicht auf bess're Zeiten; Thor! du harrst in Ewigkeiten; Was du harrst ist eitel Dunst. Aber aus dem Schlack der Zeiten Sich des Lebens Gold bereiten, War von je die schöne Kunst. Revakiiov,: E, Burkhardt. — Druck und Verlag der Brühl'schen Hniversitäts-Bnch- und Steindruckerei (Pietsch Erben) in Gießen.