GUN MM £u®|FJIpm|reß^^ÄL Oufijfi MM! ^EMer nicht von Anfang blieb auf grader Straße, Der könnte Steine wandeln selbst in Brod, J\P* Man glaubt ihm nicht. — Die Meinung hat verloren, Wer seine Meinung einmal abgeschworen. Gutzkow. Das Fräulein. Roman von E. Ve ly. (Fortsetzung.) Sie hatte ihre Schimmel anspannen lassen und war durch den Thiergarten gefahren- es war Thauwetter, von den Bäumen tropfte es hernieder, einförmig — man konnte zählen: huck, huck! Große Wasserlachen standen überall, zuweilen spritzte es auf, pfui, ein häßlicher Fleck war durch das offene Wagenfenster auf ihren Plüschmantel gekommen. Dann ließ sie die Richtung nach der Stadt einschlagen. Sie hatte es ja so gewollt, und es mußte gut sein — sie war die Frau eines unendlich reichen Mannes, der nie ihre Ausgaben controlirte, die Schwiegertochter eines Krösus, der sie mit Geschenken überhäufte, das sollte plötzlich nicht Alles, nicht genug sein? Ihr Mann hatte freilich nicht eine Mark des großen Vermögens selber erworben, — aber trat die hohe Aristokratie nicht auch so ihre Erbrechte an? Wie lächerlich, wenn sie zuweilen dachte, sie würde sich mehr für ehrliche Arbeit und daraus resultirende Schöpfungen interessiren können, als für seine Ställe und die Pferde, welche er laufen ließ, und die Sportgespräche, welche sie um sich hörte. Der alte Johann Conrad Lund hatte ihnen vor drei Jahren das Rittergut Delkow übergeben — sie waren zwei Mal, sechs Wochen draußen gewesen, hatten das alte Schloß mit einer Menge Besuch bevölkert und waren im letzten Sommer gar nicht hinausgegangen. Sie hatten Beide kein Talent fürs Landleben in sich — diese Entdeckung war das Einzige, was sie wieder in die Stadt brachten und achselzuckend eingestanden. Sie stieg bei ihrer Modistin ab und mußte sich wieder ärgern. Da war nichts, was sie kleidete, kein neuer Gedanke, keine Farbe, die man zuerst einsühren konnte. Sie gab unwillig den Befehl, schneller zu fahren, als sie wieder einstieg. Der Diener übermittelte ihn dem Kutscher, der wippte mit seiner Peitsche durch die Luft. „Noch schneller? — was Unsereinem zugemuthet wird." „Dafür und dadrum!" sagte Walter, die Arme übereinander legend, mit einer außerordentlich weisen Miene über die Köpfe der Passanten hinwegsehend. „Ich, meinerseits, ich lasse es auch gern drunter und drüber gehen." Ebba Lund grollte in ihrer Ecke. Sie hatte sich heute nicht von Fräulein von Arabin begleiten lassen wollen — das gemessene, stets selbstbeherrschte Wesen würde sie in dieser Laune beschämt haben. Seit den zwei Monaten, in welchen sie Hausgenossin in der Villa Lund geworden, iöchc sie geräuschlos, znverlässig, immer das gleiche, stille Gesicht zeigend, kommend und verschwindend, wie ein schwarzer Schatten — bald nur Folie, dann nutzbar dienstwillig. Die Apfelschimmel rasten nur schnell dahin, an Gegenständen und Menschen vorüber — ah, sie waren Ebba alle so gleich- giltig, die, welche geputzt dahinwanderten, und jene, welche sich scheu vorüberdrückten. Sie hatte kein Herz für die Armuth- gewissenhaft zeichnete sie zwar große Summen zu wohlthätigen Zwecken, weil sie Andere dasselbe thun sah. Die Bedürftigen sprechen machen, die Verwahrlosten aufsuchen, daran dachte sie nicht. Eine Anstauung vieler Fuhrwerke und Fußgänger bei dem Fahren um eine Ecke der Friedrichsstraße — da klingelten Pferdebahnwagen, da eilten erschreckte Passanten in der Bestürzung in verkehrter Richtung davon — da — ein Schrei — ein Stoß ihres Wagens, ein wildes Zurufen an ihren Kutscher — ein Ruck — Sie bog den Kopf aus dem Fenster. „Ein Kind! — ein Junge! — Ueberfahren!" schrie man durcheinander. Weiberstimmen kreischten mitleidsvoll ans. „Wo? Was ist ihm passirt? Er blutet!" Um dem Wagen herum ballte sich ein dichter Knäuel von Menschen. Rechts und links stockte der Verkehr, die Menge wuchs im Umsehen zu Hunderten an. Ein Weib reckte den Arm nach Ebba aus, so daß sie betroffen den Kopf zurückzog.; „Ne Sünde un Schande — seht mal, die sitzt da auf den weichen Kissen — ne seht man blos mal, als ob nichts vorgefallen !s!" „Natürlich, einer auf Gummi!" Geballte Fäuste hoben sich drohend gegen den Kutscher. „Du — warte, das war kein Fahren, das war Rasen!" schrieen Männer aus dem Volke. „Schutzmann! — wo is der Schutzmann? — aufschreiben — bestrafen." - 266 - Das Gesicht des Knaben, welches sie nur im Profil sah, war blaß und schmerzverzogen, seine Kleidung ärmlich, sie meinte den muffigen Geruch einer Dachstube oder einer Kellerwohnung zu verspüren — den Armeleutegeruch. Sie wandten sich einer Gegend zu, in dem elegante Wagen seltener zu erblicken sind, sie würde auch nicht gewünscht haben, daß man sie so sähe. Sie hob die Füße vom Boden, sie stützenlos einen Zoll von demselben haltend, sie drückte sich in die Ecke, um die Entfernungen zwischen sich und ihrem Gegenüber zu vergrößern. „Gnädige Frau — ich bitte Sie um Ihr Taschentuch," sagte der Doctor plötzlich. Und halb zornig faßte sie in die Tasche und holte es hervor. „Wollen Sie es compressenartig zusammenlegen — ich habe die Hände nicht frei — so bitte — nun das nasse fort " Sie stieß erst einen Laut aus, als wolle sie gegen diesezZumuthung protestiren, dann faßte sie mit den behandschuhten Fingern vorsichtig ein weißgebliebenes Fleckchen und zog es herab. ,OH!" Als sie die klaffende Wunde zugedeckt, schloß sie eine Secunde die Augen, dann fragte sie leise: „Ist das gefährlich?" Der Arzt zog die Brauen zusammen. „Die Erschütterug des Gehirns fürchte ich mehr. „Wieder flog der Wagen eine Weile vorwärts, dann sagte Ebba: „Wo sind — oder waren die Angehörigen?" „Des Jungen?" Ein leichter Spott zuckte um die Mundwinkel des ihr Gegenübersitzenden. „Oh, gnädige Frau, die Kleidung des armen Burschen wird Ihnen schon sagen, daß er nicht zu jener Menschenklasse gehört, die ihre Kinder mit einem Fräulein oder Lehrer auf den Spaziergang schickt. Er ist eben, wie so viele Andere, über die Straße gelaufen' ziellos oder gesandt. — Die Mutter wird in Arbeit an Ende der Stadt sein, der Vater, wenn er einen solchen hat, am anderen. Ich habe mich dem Schutzmann gegenüber legitimirt — wenn der Junge zu sich kommt, Sie sehen, er giebt bereits Zeichen davon, wird man im Krankenhause fragen und die Eltern benachrichtigen. Genügt es nicht, oder kann er nicht reden, muß der Polizeibertcht dafür zu sorgen, daß jene erfahren, was mit ihrem Kinde geschehen ist." Ein leises Stöhnen klang von den Lippen des kleinen Verwundeten, der ungefähr sechs Jahre zählen konnte. Ebba schauderte. „Wollen Sie den Mantelkragen da einmalzurückschlagen, gnädige Frau?" Sie gehorchte wieder mechanisch: die Stimme des Arztes war von seltener Tiefe, das fiel ihr auf. Nun war das große Gebäude erreicht — der Wagen bog nach dem Portal zu ein — wie ein befreiender Laut drang es aus ihrer Brust, da traf sie der Blick des Doctors, und blitzschnell senkte sie die langen Wimpern. Der Diener sprang ab, der Portier drüben eilte herbei. Ebba hielt ihre Börse hoch. „Herr Doctor, wenn damit vorläufig etwas gethan ist." Er wehrte mit eisiger Höflichkeit ab. „Einstweilen wird das Kind versorgt und das Weitere -- können Sie ja dann veranlassen, wenn Sie wollen — nämlich, wenn Sie Interesse haben sollten, wie es dem Kleinen, der durch Ihre Equipage verunglückte, ergeht." Sie stieg aus, um ihm mit seiner Bürde den Weg freizumachen. „Ich bin Frau Ebba Lund!" sagte sie kleinlaut, fast demüthig. „Das weiß ich, gnädige Frau — aus den Premieren!" Es war das eine Bemerkung, wie sie sie oft hörte, diesmal lag für sie etwas Anklagendes darin. Sie machte eine Bewegung, als wollte sie ihn zurückhalten. „Und — Ihr Name, Herr Doctor? — Ich wüßte „Ne, erst man ein Arzt —" j Ebba faßte nach ihrem Geldtäschen, — wenn etwas f zu bezahlen war, das war schnell geschehen. Daß man sie nicht weiter ließ, daß sie hier halten bleiben mußte in diesem Menschenhaufen mit all den sie neugierig und frech und drohend anstarrenden Gesichtern, war ihr schrecklich. „Walter," rief sie dem Diener zu, den man gezwungen hatte, seinen Sitz auf dem Bock zu verlassen. „Geben Sie Auskunft über Ihre Herrschaft und dann fort." „Ja, fort, das is man nich so leicht," höhnte ein Arbeiter, die Hände in den Hosentaschen, das Gesicht vom Schnaps geröthet, — der Fuselduft drang durch das Fenster zu ihr herein. „Wenn's mein Junge wäre," schrie das grobknochige Weib, das einen Korb hin- und herschlenkerte, „raus risse ich die Person." „Is er tobt?" fragten Andere. „Ein Kind von armen Leuten — wie? Unbeaufsichtigt?' Ebba hüllte sich, als könne sie sich dadurch unsichtbar machen, fester in ihren Mantel. Wie roh das Volk war! „Na, da is ja ein Arzt." Ein hochgewachsener Mann hatte mit "beiden Armen die Menge getheilt, welcher sich um den Verunglückten drängte und die nun murmelnd auseinander wich. Ein Schutzmann stellte sich an den Wagen, um an die Insassin desselben einige Fragen zu richten. „Fragen Sie die Dienerschaft- ich habe nichts gesehen und gehört — als daß man mich hier unnütz am Weiterkommen hindert," sagte Ebba Lund hochmüthig. Der Mann, welcher eben noch dem Volke barsche Weisungen ertheilte, gehorchte diensteifrig. Drüben war die erste flüchtige Untersuchung vorüber, der Arzt nahm mit Hilfe der Anderen das ohnmächtige Kind auf den Arm und gab dem Schutzmann, zu welchem noch ein zweiter getreten, Auskunft über sich selber. Der Mann legte grüßend die Hand an die Pickelhaube. „Alles in Ordnung, Herr Doctor!" „Aber nun schnell einen Wagen, Ihr Leute, wir müssen direct in die Klinik!" „Herr Jeses," meinte eine rundliche Frau, auf die noch immer haltende Equipage deutend, „die wäre doch wohl die nächste dazu —" Die Meisten waren neugierig und rührten sich nicht vom Platze. „Ein Wagen!" Der Ruf pflanzte sich brausend fort, aber so schnell als wünschenswcrth schien man kein Gefährt zu finden. Da richteten sich auch die Augen des Arztes auf das herrschaftliche Fuhrwerk, welches das Unglück verursacht hatte, auf das Gesicht der blonden Dame am Schlage — und mit wenigen Schritten hatte er sie erreicht. „Die gnädige Fran gestattet gewiß — eine gewöhnliche Droschke gelangt nicht so schnell hin und erschüttert mehr —" Diensteifrige Hände rissen den Wagen auf, und er nahm mit seiner Bürde ihr gegenüber Platz. „In die Charit«." Sie hatte nicht antworten können, sie blieb jetzt vor Staunen stumm. Der Diener kletterte auf seinen Platz, der Schutzmann hatte die nöthigen Notizen, die Pferde zogen an. „Na, das is doch menschlich!" hörte sie im Abfahren die Menge sagen. „I wo, nich mehr als Schuldigkeit —" Der Arzt bettete den Knaben möglichst bequem auf seinen Schooß, den Kopf gegen feine Brust lehnend. Die schmutzigen Füße des :„Bengels" lagen auf Ebbas Mantel — oh, und dort, über den Arm des Arztes tropfte es — Blut, hinunter auf die Atlaskiffen ihres Wagens, auf den schönen Teppich, welcher den Boden deckte. Es drang unaufhaltsam durch das Leintuch, welches der Arzt um die Schläfe gelegt, wo die Hauptwunde zu sein schien- Wenn das noch lange dauerte, so wurde Alles ruinirt. 267 —' Cuba gegen Florida umtauschten und die Insel im Juli 1763 verließen. Cuba blieb zwar seidem bei Spanien, doch mußte dies die alten Handelsbeschränkungen fallen lassen. Seit 1773 wurde Cuba der Mittelpunkt des Sklavenhandels fiir das ganze spanische Amerika. 1777 wandelte man Cuba in eine unabhängige Generaleapitanerie um. Durch die lieber« siedelung einer großen Anzahl royalistischer Pflanzer von Haiti nach Cuba in Folge der französischen Revolution vermehrte sich die Zahl wohlhabender Einwohner und wurde der Kaffeebau auf der Insel allgemein. Mit dem Verkehr wuchs aber auch der Geist der Selbständigkeit, dem jedoch in der allmählich anschwellenden und ebenfalls nach der Unabhängigkeit strebenden Selavenmenge ein gefährlicher Feind erstand. Der erste große Negeraufstand 'von 1812 unter doch gern —" eine Blutwelle stieg ihr ins Gesicht, nein, sie konnte nicht vollenden. „O, der thut nichts zur'Sache!" er drehte ihr den Rücken und schritt dem Hause zu. Sie gab dem Diener den Befehl, eine Droschke zu holen. Vom Bocke herab beugte sich der Kutscher zu ihr. „Wenn ich ausgeschrieben bin zur Strafe — das muß ich aussagen, daß es der gnädigen Frau vorher nicht schnell genug ging." Sie gab keine Antwort. Als Walter mit der Droschke kam, sank sie erschöpft auf die schäbigen Kiffen derselben, aber als sie im Davonfahren noch einmal nach dem mächtigen Gebäude zurücksah, fragte sie sich: „So hat noch kein Mensch mit mir gesprochen, so eigenwillig und grob — aber — Recht hatte er." (Fortsetzung folgt.) de Cuba, Matanzas, Pinar del Rio, Puerto Prineipe und Santa Clara, ferner in 21 westliche und 10 östliche Gerichtsbezirke und in 86 westliche, 108 mittlere und 112 östliche Departements. Hauptstadt ist Havana. Die finanzielle Lage ist nicht günstig, da die Aufstände die Insel wirthschaftlich stark geschädigt und mit großen Schulden belastet haben, daher sind Zölle und Steuern ungemein hoch und drückend. 'Nach dem Budget für 1892/93 betrugen die Einnahmen 21,946,356, die Ausgaben 21,588,842 Pesos. Die bewaffnete Macht besteht aus 27,692 Mann Infanterie, 4 Cavallerieregimentern, 2 Batterien mit 6 Geschützen und 1 Geniebataillon. Außerdem gießt es weiße und schwarze Milizen, eine Nationalgarde u. a. Die hier stationirte Flottenabtheilung besteht aus 3 Kreuzern, 14 Kanonenbooten und 4 Dampfbareassen mit 1233 Matrosen und 199 Marinesoldaten. Das Wappen von Cuba zeigt einen quergetheilten Schild, oben in Wolken, von Engelsköpfen umgeben, die Jungfrau Maria, unten auf grünem Plan ein Reiter auf weißem Roß, Schwert und Kreuzesfahne schwingend, zu seiner Seite drei sich kreuzende schwarze Pfeile und ein Ochsenjoch. In Kortsetzunal | ber Lust die Buchstuben FYC (=Fiel Ysla de Cuba, o- r , J „die gläubige Insel Cuba.") Die Tabakspro uetwn hat unter den gleichen Nebeln (^rifto^ eoIumbuS, ber Gitba ttm 27. October 1492 ent- 145 Mllionen Ciaarr«/ 731^" Ee-wner Tabak, deckte, hielt es Anfangs für einen Theil des asiatischen Festlandes 145 Millionen Cigarren, 731,6 Millionen Cigaretten, u. a. und nannte es zu Ehren der spanischen Thronerbin Juaiia,- 1508 baut mnn ailcl) viele Kartoffeln Zwiebeln, umschiffte Sebastian de Ocampo die Insel, lind 1511 gab ^-omaten, Ananav, Bananen u. a., die im Winter auf den I Diego Columbus, der die kräftigen Indianer von Cuba aern nahen Markten von Nordamerika guten Absatz finden. Die ! als Sclaven benutzt hätte, dem Diego Belazauez den Befehl 1883\Ä’ man”214 588 ? ^bhzucht- zur Eroberung der Insel, die nach kurzem Widerstand des rötere * 898 833 J?5,139 Esel und Maul- Kaziken Hatney ohne Schwertstreich erfolgte. Belazquez be- 928 852 8&14? r U?b ^le9en unb ^ndelte die Eingebornen mild, gründete mehrere Städte, be= am ? Bergbau ist sehr unbedeutend, I förderte die Einfuhr von Negerselaven, knüpfte Verbindungen Gold kommt im Alluvium vor, wird aber nicht ausgebeutet, I mit Mexiko an, ward zum Generaleapitän von Cuba ernannt ebenso Kohle und Asphalt, dagegen Kupfer und hinterließ 1522 die Insel in einem blühenden Zustand, in gro§eretn Umfang un S., Marmor, Gips, Jaspis Unter der Statthalterschaft des Hernandes Soto erstand zwar md gleichfalls vorhanden / unter den Mineralquellen ist die das 1538 durch französische Korsaren gestörte Havana wiedc - Di- ShnfSp9!,' TÄTf b.te berühmteste, aber der Volkssrömm der Indianer war in Folge von Solos Melasse ^ Rum Tröa°^Cw?^Pn b^abrication von Zucker, Härte um 1560 aufgerieben, und das Land blieb unbebaut. Melasse, Rum, Tabak, Cigarren und Cigaretten, wobei aber I Havana wurde 1584 befestigt und 1633 der Sitz eines statt des einheimischen massenhaft Tabak von Puerto Rico I eigenen Gouverneurs. Das offene Land litt damals fort« ^b' und Wachsbleicherei. Der Handel hat nach während unter den Einfällen der Flibustier/ so ward 1688 a i(h,?AltaW>i atr Rückgang der Zuckerausfuhr in neuester I die Stadt Principe von ihnen gänzlich zerstört. Erst nach *5?”" J's be« ^Wen Staaten bem Untergang derselben athmete Cuba wieder auf/ aber mit ein^Sertrag abgeschlossen wurde, der den spamsch-west- dem wachsenden Wohlstand uno dem sich entwickelnden Geiste indischen ^nseln gegen bedeutende Zollermäßigungen bei der der Selbständigkeit begannen auch seit dem Anfang des Ä? Vokalischer Waaren Zollfreiheit für Zucker und 18. Jahrhunderts Streitigkeiten zwischen Mutter- und Tochter- cwT^llesteht. Dadurch stieg die Ausfuhr der land, die später bisweilen zum offenen Kampfe führten. Als ^vi^^^o^b^^/217 Dollars die Landbewohner neben der Viehzucht auch Tabaksban zu in 1890 auf 64,8/8,505 und 81,179,678 Dollars in 1891, treiben begannen, erklärte 1717 die spanische Regierung den SLsT; b,C Eesammtausfuhr 1891: 72,9 Millionen Tabakshandel auf Cuba für ihr Monopol Dw natürliche Ä 6eS b~ nordamerikalitsche Union als Folge waren der Schleichhandel in diesen Gewässern und weitem wichtigste Handelsgebiet, wogegen das Conflicte mit andern Seestaaten, namentlich mit England, 69 ttCsmnrb zurucktritt. Die Einfuhr (1891: weshalb die Regierung 1740 das Tabaksmonopol an einige 69,2 Millionen Dollars) besteht vornehmlich in Manufactnr- Kaufleute von Cadiz abtrat. Am 13. August 1762 eroberte ortat?(getrocknetes Fleisch aus Südamerika), eine englische Expedition unter Admiral Pokscocke Havana gesalzenen Fischen, Speck, Spirituosen, Metallwaaren, Brettern, und gab der Landwirthschaft und Industrie der Insel neuen Maiania? ^i^tigfte Häfen sind: Havana, Aufschwung, bis die Engländer im Frieden von 1763 Cuba Matanzas, Cardenas und Santiago de Cuba. Von Eisen- 1 ~' . .. - - bahnen stehen 1600 Kilometer im Betrieb, die sich fast sümmtlich im westlichen Theil der Insel befinden, die östlichste Linie ist die von Puerto Principe nach dem Hasen Nnevitas. Die Telegraphen hatten 1890 eine Länge von 3548 Kilometer, bei 5354 Kilometer Drähten/ in 167 Aemtern wurden 462,925 Depeschen befördert. — Die Verfassung der Insel beruht auf der Verordnung vom 29. Mai 1825/ sie bekleidete den an der Spitze der Regierung stehenden General- capitän mit fast absoluter Gewalt. Nach Unterdrückung des Aufstandes (1868—78) gab man den Bewohnern in ihren localen Angelegenheiten größere Befugnisse / 1884 wurde die Plüsche Verfassung eingeführt. Für Verwaltnngszwecke wird Cuba eingetheilt in sechs Provinzen: Havana, Santiago 268 Aponte ward zwar unterdrückt, eher immer neue Ausstände ließen fortan die Insel nicht zur Ruhe kommen. Obgleich England wiederholt die Einstellung des Sclavenhandels forderte und von Seiten der spanischen Regierung öfters Verbote desselben ergingen und Gesellschaften zur Verwendung freier Arbeiter gegründet wurden, so half doch das Alles dem Uebelstand nicht ab. Es wurden immer wieder Neger von Afrika eingesührt, bis der neue Negeraufstand von 1848, dem 10,000 Schwarze zum Opfer fielen, die Pflanzer endlich an die Gefahr erinnerte, die ihnen aus der Sclaverei erwuchs. Daneben bestand noch ein schroffer Gegensatz zwischen den Kreolern und den Spanien. Die Unzufriedenheit der erstern, welche über ihre Zurücksetzung von Staatsämtern und einträglichen Posten, über drückende Steuern und Zölle, über die Vernachlässigung der materiellen Interessen der Insel durch Spanien klagten, wurde bedenklich, als seit 1845 das Streben der Amerikaner, die „Königin der Antillen" für sich zu gewinnen, stärker hervortrat. Ende 1845 wurde im Senat zu Washington der Antrag gestellt, mit Spanien wegen Abtretung der Insel Cuba in Unterhandlung zu treten- zu Anfang 1846 bildete sich eine Gesellschaft, zu der auch zahlreiche Cubaner gehörten, die der spanischen Regierung 200 Millionen Dollars als Kaufsumme anboten. Hiermit zurückgewiesen, schritt man zu ge- waltsamen Maßregeln, und es hatten sich bereits im September und October 1849 auf Rhode-Island unter Oberst White ungefähr 1500 Mann gesammelt, als die nordamerikanische Regierung die Expedition vereitelte. Man suchte nun der Agitation eine gesetzliche Form zu geben, und gründete die Junta promovedera de los intereses politicos de C. mit dem Zweck, alle erlaubten Mittel zu versuchen, um Cubas Wohl zu fördern. Den Vorsitz übernahm der General Narciso Lopez (s. d.). Daneben verfolgte ein geheimer Verein unter dem Namen der Eulen im Süden denselben Zweck. Spanien brachte daher die Heeresmacht von Cuba auf 25,000 Mann und ernannte zum Generalcapitän den umsichtigen und energischen Jose de la Concha. Zum erstenmal landete Lopez in Cardenas, ergriff jedoch, als er seitens der spanischen Besatzung Widerstand, seitens der Cubaner keine thätige Unterstützung fand, die Flucht und kehrte nach Rhode-Island zurück. Als er 1851 mit 453 Mann von neuem landete, wurde seine Schar zersprengt und er selbst mit den ihm noch gebliebenen sieben Mann 20. August gefangen und 1. September zu Havana hingerichtet. 1855 wurde eine von der Cubaner Junta in Newyork geleitete Verschwörung unzufriedener Kreolen in Cuba entdeckt. Die Häupter derselben wurden verhaftet, die Insel 12. Februar in Belagerungszustand erklärt und zur Unterstützung der an 30,000 Mann zählenden spanischen Besatzung eine Miliz, auch aus Mulatten und freien Negern, gebildet. Für die herrschenden Klassen auf Cuba war, nachdem die Gegner der Sclaverei in Nordamerika gesiegt hatten, der Grund weggefallen, welcher sie früher zur Union gezogen hatte. Concha blieb, von einer kurzen Unterbrechung abgesehen, bis 1660 als Generalcapitän aus Cuba. Dann folgte ihm F. Serrano y Dominguez, und diesen ersetzte 1863 der General Domingo Dulce y Geray, Marquis v. Bastellflorite. Dessen Nachfolger wurde Lersundi, durch dessen verkehrte, die berechtigten Forderungen der Kreolen mißachtende Verwaltung 1868 ein gefährlicher Ausstand hervorgerufen wurde. Zwar ward Lersundi 1869 durch den General Dulce ersetzt, aber dieser mußte nach den Weisungen der spanischen Regierung die Forderungen der cubanischen Reformpartei, welche namentlich die Abschaffung der Sclaverei erstrebte, zurückweisen. So kam es zum offenen Krieg, welcher eine Menge Abenteurer nach Cuba zog, die sich dort zu bereichern hofften. (Schluß folgt.) Humoristischer. Lieber nicht. Liebhaber: „Ich hoffe, daß ich Ihrer Mama gefallen werde/' — Tochter einer Wittwe: „Das hoffe ich eben nicht, Mama will auch noch mal heirathen!" Benutzte Gelegenheit. „Gnädiges Fräulein spielen so reizend, ich möchte Sie immer spielen hören." — „Gut, ich nehme Ihren Antrag an." Angepaßt. Dame: „Ich sei, gewährt mir die Bitte, in Eurem Bunde der Dritte!" — „Woraus ist das gleich?" — Lieutenant: „Ach, aus dem Schiller'schen Gedicht: „Die Caution." * * * Werthvoller Tip. Sie: „Warum giebst Du denn dem Kellner kein Trinkgeld ?" —„Er: „Hab' ich doch,— ich sagte ihm den Namen des Siegers im dritten Rennen für morgen!" * * * Der Zweck heiligt die Mittel. „Jeff', Mari und Josef, Luckl, wia kämmst denn Du daher?" — „O mei, mir Ham halt, oaus trunk'n für Gott, König und Vaterland." — „Aber do kriagt ma do koan solchan Rausch?" — „Dös nöt, aber es war'» zwoa da, die hab'n uns Opposition g'mackt und dö Ham ma niedergesuff'n!" Waldesgruß. Sei mir gegrüßt du schöner Wald Mit deinen Eichen, Buchenhallen, In dir mein liebster Aufenthalt Soll heut' mein erstes Lied erschallen. Der Frühling kam — und Sonnenschein Zog wieder in die Herzen ein. Du trauter Hain sei mir gegrüßt. Dir Wallfahrtsort der Jugendjahre, Wo jugendfrisches Leben sprießt, Dir bleib ich treu stets bis zur Bahre; In dir die höhre Andacht thront Und seel'ger Friede drinnen wohnt. Der müde Wand'rer findet Ruh In deiner Bäume kühlem Schatten, Die Blumen flüstern leis ihm zu: „Schlaf', Wand'rer, wohl auf grünen Matten, Bis Morgens weckt der Amselschlag Dich neu gestärkt im stillem Haag." Wemr jubelnd wir mit Sang und Klang Zum Feste dann bei dir einziehen, Gilt' unser Gruß der Vöglein Sang Und ihren süßen Melodieen; Sie wecken ja in jeder Brust Den Frohsinn und die Lebenslust. Muß es vom Walde geschieden sein, Will ich den letzten Gruß ihm senden; Waldblumen und Waldvögelein, Ade, ich muß mich von euch wenden. Doch im Gedächtniß lebst du fort, Du schöner, stiller trauter Ort. Gießen. Louis Rolofs. Kedaction: I. 8.: Hermann «llt. »ruck und Verlag der Brühl'schen UniversttätS-Buch- und Steindtuckerci (Pietsch & Scheyda) in Gießen.