nit grünen veil er aus nicht theuer dem Schiff um 6 Uhr, >mmen und 7 Uhr die Schiff und Muß er- ierlin fein, e Schnell- clich durch- >ie Kosten, die runde Logis und 200 Mark Brautfahrt ui die dein diesem lz Monilia ume daran ton spricht zebers der Monilia- gend. Er s in jedem s Monilia epidemische :be. Die treffenden teressenten Verlags- ; a. O. es an, der Sinn eine tiefe •ebiet der ivilisirten ezeichneter Sauce ist tscht kein id Wohl- kenge des zugleich ce sofort vendbare Ltundcn. bet man kräftiger t Kalbs- i-Zunge, Trüffeln ne, drei rforder- i einer sgelegtc id bäckt -Best dazu §en. 1897 TKlrf s® ■Äih II NA Es ist nicht schwer, den Pfad des Guten wandeln, Das Rechte wollen und auch recht zu handeln. Viel schwerer ist's fürwahr, in allen Sachen Es hier auf Erden Jedem recht zu machen. Anna Nitschke- enn heutzutage Einer sagt: „Ich kenne die Menschen," so will er damit ausdrücken: Ich traue keinem Menschen. O. I. Das Kind der Tänzerin. Roman aus dem amerikanischen Leben von Joseph Treu mann. (Fortsetzung.) Sie machte sich aus der Umarmung Regnault's los und lehnte sich an den Steinhaufen. Ihre Füße ruhten jetzt auf dem Fleck, wo Ihr Vater fiel, und sie fuhr fort: „Arthur! Es befremdet mich, daß Du auf diese Weise nach Blackport kamst." Regnault heftete einen scharfen, forschenden Blick auf sie. „Es braucht Dich gar nicht zu befremden", erwiderte er. „Ich hatte Gelegenheit, mich der „Orpheus-Truppe" anzu schließen, und benutzte dieselbe, als ich erfuhr, daß die Truppe im Begriff sei, Blackport zu besuchen. Diesen Morgen führte ich absichtlich einen Streit mit dem Director herbei und löste mein Engagement auf. Die Truppe hat die Stadt schon vor mehreren Stunden verlassen. Ich blieb nur zurück, um mit Dir vereint zu werden. Wie weiß und bleich Du aus- siehst, Ethel! Ganz und gar nicht wie das Mädchen, von dem ich mich im Schulgarten trennte. Ich fürchte, jener adelige englische Bär macht Dir das Leben zur Last. Er quält Dich wohl mit seinen unausstehlichen Bewerbungen? Er erschöpft Deine Geduld, nicht wahr?" „Sir Gervase verließ diesen Morgen das Haus", antwortete sie. „Wahrhaftig?!" rief er überrascht, „Du hast ihm also den Lauspaß gegeben?" „Ja. Doch horch, Arthur! Ich höre Fußtritte." „Es ist der Wind. Du bist diesen Abend nervös, Deine Hände sind wie Eis," sagte Regnault, indem er sie an seine Lippen drückte. „Ach, Ethel, ich finde Dich heute noch zehn Mal lieblicher, als Du es in der Schule warst/ die Trennung hat meine Leidenschaft für Dich um das Zehnfache gesteigert. Nun sage wir aber, wie steht es um Deine Liebe zu mir?" Ein Nachtvogel auf der Salzwiese stieß einen kläglichen Schrei aus. Das steinerne Monument schien in der Dunkelheit drohend auf das Paar zu blicken. Das Gesträuch und Unkraut, das rings um die alten Salzwiesen wucherte, rauschte gespenstig im Wind. Ethel Greylock antwortete nicht/ ihre Augen wichen den feurigen Blicken ihres Liebhabers aus/ sie blieb stumm. „Warum antwortest Du nicht?" fuhr Regnault mit schmelzender Stimme fort. „Das eben ist der Despotismus der Liebe, daß sie uns zwingt, Alles zu verlassen und ihr zu folgen. Bist Du bereit, mit mir zu gehen, Ethel, bereit, meine aufopfernde Liebe endlich zu belohnen? Siehst Du die Baumgruppe zwischen diesem Fleck und der Landstraße? Dort wartet eine Kutsche auf uns. Wir müssen den Bahnhof von Blackport noch rechtzeitig erreichen, um die Stadt mit dem Abendzug zu verlassen." Noch immer keine Antwort. War es jungfräuliche Scham oder weiblicher Eigensinn, was ihr den Mund verschloß? Sie stand auf dem Fleck, auf dem ihr Vater sein Leben ausgehaucht hatte, und blickte auf den Geliebten, auf die pittoreske, in einen langen Mantel gehüllte Gestalt, auf das schöne Gesicht unter dem breitkrämpigen Sombrero. Hinter ihr waren Heimath, Verwandte und all' die Liebe, die Jahre lang über ihr gewacht hatte, vor ihr lag die große, fremde Welt, in die sie mit ihm ziehen sollte. Ihr Schweigen beängstigte Regnault/ er schlang den Arm um sie und sagte: „Komm, Geliebte, komm! Du hast geschworen, mein zu sein, wenn ich Dich rufen sollte — ich rufe Dich jetzt! Noch in dieser Stunde mußt Du mir gehören. Verlange keine weitere Frist von mir, jede Zögerung ist gefährlich, wie Du weißt. In einigen Tagen werden wir zurückkehren und Deinen Großvater um seinen Segen bitten. Wenn er uns verheirathet findet, wird er sich in das Unvermeidliche fügen und uns vergeben." Sie befreite sich aus seiner Umarmung und sagte: „Ich kann nicht mir Dir gehen, Arthur." Diese Worte trafen ihn, wie das Platzen einer Bombe. Halb verständnißlos wiederholte er: „Du kannst nicht mit mir gehen? — Warum nicht?" „Weil sich seit unserer Trennung Alles zwischen uns verändert hat", sagte sie mit einer abwehrenden Handbewegung. Die Worte, diese Geberde waren nicht mißzudeuten. „Das Halten meines Schwures," fuhr sie mit fester - 350 Stimme fort, „wäre eine größere Sünde als das Brechen desselben. Es war voreilig und thöricht gehandelt- es war unrecht von Dir, mich zu einem solchen Eide zu zwingen. Seit jenem Morgen bin ich um Jahre älter geworden — ich bin heute nicht mehr dieselbe, die ich damals war. Wir müssen scheiden, Arthur- wir müssen für immer scheiden, denn ich liebe Dich nicht mehr. Ich kam nur hierher, um Dir dies zu sagen! „Du liebst mich nicht mehr?" wiederholte er völlig verblüfft, denn einen solchen Ausgang hätte er sich nie träumen lassen. „Wer hat Dich gegen mich eingenommen, Ethel? Großer Gott, hat Deine Mutter es gewagt —" Ihr erstaunter Blick entwaffnete seinen Argwohn auf der Stelle. „Meine Mutter?" sagte Ethel, „was kann sie von Dir wissen?" „Nichts — natürlich nichts — Verzeihemir!" verbesserte er sich rasch. „Ich bin so bestürzt, daß ich nicht weiß, was ich schwatze. Wie soll ich mir aber Deine Sinnesänderung deuten?" Sie trat einen Schritt zurück und sagte: „Ich weiß selbst nicht, wie es gekommen ist. Ich wollte nicht wankel- müthig erscheinen, ich versuchte Dir treu zu bleiben, allein meine' Gesinnung veränderte sich dennoch. Verachte mich und verlaß mich!" Regnault blieb sehr ruhig, fast zu ruhig für ehrlichen Zorn. Sein kreideweißes Gesicht blickte unheimlich unter seinem Sombrero hervor. „Du liebst mich nicht mehr?" wiederholte er mit seltsamer Betonung. „Sage es noch einmal, Ethel." „Ich liebe Dich nicht mehr," sagte sie mit fester Stimme. „Genug! Es bedarf keiner weiteren Erklärung. Ich bin kein Idiot. Das ganze Geheimniß liegt in den drei Worten: Sir Gervase Greylock!" Sie schwieg. „Warum leugnest Du es nicht?!" rief Regnault mit plötzlicher Wuth. „Leugne es doch, wenn Du kannst! Du willst mich jenem Burschen opfern, sein Adelstitel und die Furcht, Deines Großvaters Geld zu verlieren, haben den Sieg davongetragen. Ich sehe es deutlich." „Du irrst Dich," antwortete sie ruhig- „weder das Gelüst nach einem Adelstitel, noch die Furcht, meinen Großvater zu erzürnen, steht zwischen Dir und mir, Arthur. Ich habe einfach aufgehört, für Dich zu schwärmen- ich weiß jetzt, daß das, was ich in der Schule für Dich empfand, nur ein flüchtiger Wahn, die Thorheit eines romantischen Mädchens war." „Woher kommt diese neue Weisheit, diese außerordentliche Aufklärung?" fragte Regnault mit mühsam verhaltener Wuth. „Wer lehrt Dich Dein eigenes Herz so gut kennen, Ethel — wer anders, als der Engländer? Gestehe, daß Du ihn liebst, daß die Abneigung seiner Werbung nur ein Possenspiel war!" „Ich habe genug gestanden," antwortete sie traurig - „Du weißt Alles, was Du zu wissen brauchst." In Regnaults feuriger Natur verbarg sich zügellose Leidenschaft, die gewöhnlich schlummerte, jetzt aber plötzlich in all ihrer Wildheit erwachte. „Dort unter den Bäumen wartet die Kutsche," sagte er heiser. „Alles ist zu unserer Flucht bereit — und jetzt brichst Du mir die Treue, wie eine herzlose Kokette? 1 Ethel blickte beschämt vor sich nieder. „Es ist mir unmöglich, mit Dir zu gehen, Arthur." „Und glaubst Du, daß ich so leicht auf Dich verzichte? Tausendmal nein! Deine Sinnesänderung kommt zu spät, Ethel. Wenn ich Deine Liebe verloren habe, so kann ich sie wieder gewinnen!" „Nie!" „Dann will ich Dich ohne Deine Liebe besitzen!" Er schlang ungestüm seine Arme um sie. „Ich bin ein verzweifelter Mann, und ich liebe Dich unaussprechlich. Frei, willig oder unfreiwillig mußt Du mein sein, Ethel — Du mußt mit mir gehen!" Furcht und Entrüstung malten sich in ihrem bleichen Gesicht. „Laß mich auf der Stelle los," befahl sie, „sonst rufe ich um Hülfe!" „Wer wird Dich an diesem Orte hören?" höhnte er; „höchstens die Geister! Ich lasse Dich nicht los, Ethel, Du hast eine Legion Teufel in meinem Herzen wachgerusen. Treibe mich nicht zum Aeußersten! Du sollst mit mir gehen, oder Du wirft diesen Ort niemals lebend verlassen!" Wie das Zischen einer Schlange klangen diese Worte. Er war in unbeschreiblicher Wuth. Ethel blickte ihn mit flammenden Augen an und sagte: „Dieser Fleck, an dem mein Vater litt und starb, wäre ein passender Platz für solche Tragödie. Ich sehe Dich endlich in Deinem wahren Lichte, Arthur- die Schuppen sind von meinen Augen gefallen. Wahrlich, ich verdiene Drohungen und Beleidigungen wegen meiner unbegreiflichen Thorheit, daß ich hierher kam, und wegen der noch größeren, daß ich einst träumte, Dich zu lieben." Der Wind sauste durch das hohe Gras auf den Salzwiesen- der letzte Schimmer des Zwielichts wich völliger Dunkelheit- der Regen ergoß sich auf das steinerne Monument herab, und hinter letzterem verbarg sich etwas, das noch schwärzer war als die Dunkelheit- weder Ethel noch Regnault sah es. „Wenn Du mich genug gedemüthigt hast, so will ich Dir jetzt Lebewohl sagen!" rief das Mädchen. „Ich hoffe, wir werden uns nie wieder begegnen." Regnault umschlang sie fester und entgegnete wüthend: „Lieber will ich vom Leben scheiden als von Dir! Horch! Hörst Du jenes Pfeifen? Es ist das Signal des Kutschers, der ungeduldig wird. Zum letzten Mal frage ich Dich: Willst Du Deinen Eid halten? Willst Du mit mir kommen?" Mit einer Geberde des Widerwillens rief sie: „Nein! nein! nein!" „Nun denn, wenn ich Dich nicht haben kann, so soll auch kein Anderer Dich besitzen — am allerwenigsten Sir Gervase Greylock!" Plötzlich drang ein ohrenzerreißender, markerschütternder Schrei über die alten Salzgruben und die Marschen weg; allein es war nicht Ethel, die denselben ausgestoßen hatte. In der tiefen Dunkelheit sprang eine Gestalt aus dem Unkraut am Fuße des Denkmals empor und stürzte wie der Blitz zwischen Ethel Greylock und den Mann, der sie festhielt — es war kein Geist, sondern ein menschliches Wesen mit der Kraft und dem Muthe der Verzweiflung. Regnault stieß einen wilden Fluch aus- im nächsten Moment sah Ethel einen bläulich schimmernden Gegenstand erglänzen — ein heißer Blutstrahl spritzte in ihr Gesicht — dann folgte ein zweiter Schrei, der mit einem gräßlichen Röcheln endigte, und da, neben dem rohen Monument, an demselben Fleck, an dem Robert vor vielen Jahren sein Leben ausgehaucht hatte, stürzte Ethel mit einem halb erstickten Seufzer zur Erde nieder. 25. Capitel. Trübe Tage. Bei seiner Rückkehr von einem späten Diner in der Stadt hatte Godfrey Greylock eben die sanfte Anhöhe in der Nähe der Salzgruben erreicht, als jener erste Aufschrei an sein Ohr drang. Ein Gefühl des Grauens bemächtigte sich des allen Mannes, es war ihm, als ob sein Blut eisig kalt durch die Adern rieselte. , „Halt!" rief er dem Kutscher zu. „Was kann das sein? „Gott weiß!" erwiderte dieser bestürzt. „Es kam von den Gruben — vermuthlich gehen die Geister wieder um. „So halte doch, Dummkops!" befahl der alte Herr zornig- „es war die Stimme eines Weibes." „A einerlei, Pl schrei d sich voi anderes fuhr m nächster führte. < ir Godfre „Folge C als di Männe dem die au G von w ihre i als ok ( deren und \ Mein $ auffla Erbin Ausd' krams quer Enkel tierfli das er, i im ' sehen - s mein hob. Ich Sani mir frag Her Bri mit ®ri im übe Th der St fest ein Ar nie 851 „Männliche oder weibliche Geister — das ist wohl einerlei," sagte der Mann bebend. Plötzlich unterbrach ein zweiter markerschütternder Aufschrei die Stille der Nacht, und ehe Greylock und der Kutscher sich von ihrem Schrecken zu erholen vermochten, schoß ein anderes Fuhrwerk unter der nahen Baumgruppe hervor, fuhr mit Blitzesschnelle an ihnen vorbei und verschwand im nächsten Augenblick auf der Landstraße, die nach der Stadt führte. „Hier geht etwas mit unrechten Dingen zu!" rief Godfrey Greylock, indem er rasch aus dem Wagen sprang. „Folge mir, Carton!" Carton, der seinen Herrn sogar noch mehr fürchtete als die Geister, gehorchte mit Widerstreben. Die beiden Männer eilten den Pfad hinab und stolperten dicht neben dem Steinhaufen über eine schwarze, regungslose Masse, die auf der kalten, feuchten Erde lag. Es waren zwei in Blut gebadete weibliche Gestalten, von welchen die Eine, in dem schlichten Anzug einer Arbeiterin, ihre Arme krampfhaft um die Andere geschlungen hatte, als ob sie dieselbe beschützen wolle. Godfrey Greylock beugte sich über die Zweite, lüftete deren Schleier, schob eine wirre Masse blondes Haar bei Seite und stieß dann einen Schrei des Entsetzens aus. „Ethel! Mein Gott, es ist Ethel! Carton, Licht!" Der Kutscher zündete ein Streichholz an, und die kleine aufflackernde Flamme beleuchtete die regungslose Gestalt der Erbin von Greylock Woods. Ihr weißes Gesicht hatte einen Ausdruck des Schreckens und Entsetzens, ihre Hände hielten krampfhaft an dem ärmlichen Kleide der Arbeiterin fest, die quer über ihren Körper gefallen war. Keine der Beiden gab ein Lebenszeichen von sich. „Siehst Du!" stöhnte Godfrey Greylock, „es ist meine Enkelin! Jemand hat sie ermordet — hier, auf diesem verfluchten Fleck!" Carton hob das andere Mädchen auf. „Wahrhaftig, das ist ja die neue Magd aus der „Katzen-Herberge"!" rief er, indem er ihre verzerrten Züge betrachtete. „Die Leute im Gasthof nennen sie Polly. Um Gottes willen, Sir, sehen Sie nur! Sie ist mit einem Dolch durchbohrt worden — sie blutet!" Herr und Diener standen in stummer Bestürzung da. „Das nächste Haus, das wir erreichen können, ist das meine," sagte Godfrey Greylock endlich, indem er Ethel aufhob. „Gott allein weiß, was das Alles zu bedeuten hat! Ich wollte, wir hätten die Kutsche angehalten, die auf der Landstraße an uns vorbeifuhr. Rasch, Carton! Komm mit mir! Ich bin alt, besitze aber doch noch ein wenig Kraft." „Was sollen wir mit diesem Mädchen machen, Sir?" fragte der Kutscher. „Wir können sie nicht hier lassen," erklärte der alte Herr, „auch dürfen wir sie nicht aus den Augen verlieren. Bring' sie also mit!" Er trug seine Enkelin nach der Kutsche- Carton folgte mit Polly nach. Auf diese Weise wurden die beiden Mädchen nach Greylock Woods gebracht. Ihre Ankunft daselbst verursachte die größte Verwirrung im Hause. Polly wurde der Fürsorge der alten Hopkins übergeben — um sie kümmerte sick sonst kein Mensch. Die Theilnahme sämmtlicher Hausbewohner galt der jungen Enkelin, deren Bewußtsein noch immer nicht zurückgekehrt war. In unglaublich kurzer Zeit war Doctor Vandine zur Stelle. Eine gründliche Untersuchung stellte die Thatsache fest, daß Ethel Greylock völlig unverletzt war. „Sie hat eine große Seelenerschütterung erlitten," sagte der junge Arzt, „allein keinen körperlichen Schaden." Das Blut, mit dem ihre Kleider gesättigt waren, war nicht das ihre, sondern bas Pollys. In der Seite des armen Mädchens fand Vandine eine häßliche Wunde, die von einem Dolch oder Stilett herrührte, und eine zweite, von demselben Instrument verursacht, hatte ihre Schulter durchbohrt. Vandine legte seine Hand auf ihr Herz,- dasselbe schlug noch, aber sehr, sehr schwach. „Polly! Polly!" rief er unwillkürlich aus. „In welche Ungelegenheit bist Du gerathen?" Er wartete vergeblich auf eine Antwort- selbst diese Stimme, die ihr theurer gewesen war als irgend ein anderer Laut auf Erden, verhallte ungehört für sie. „Das ist eine sonderbare Geschichte," sagte Doctor Dick zu Godfrey Greylock, der ihm in das Dienstbotenquartier gefolgt war. „Ich kenne Polly schon seit Jahren. Sie ist ein braves, redliches und zuverlässiges Mädchen," fügte er hinzu, indem er die Wunden der Armen verband. Godfrey Greylock nickte leicht- abgesehen von ihrer jetzigen Lage galt ihm Polly nicht mehr als ein gewöhnliches Unkraut, das sich in seinen eleganten Garten eingeschlichen hatte. „Nach der Position zu urtheilen, in weicher Sie die Beiden neben dem Steinhaufen fanden," nahm Vandine wieder das Wort, „ist mir klar, daß heute Abend ein mörderischer Angriff auf Miß Greylock gemacht wurde, und daß Polly mit Gefahr ihres eigenen Lebens den Todesstoß von der jungen Dame abzuwehren suchte. Ich bin überzeugt, daß wir eine derartige Erklärung vernehmen werden, wenn Ihre Enkelin wieder zu sich kommt." Allein Ethel kam nicht zu sich, und die erwartete Erklärung blieb aus. Die ganze Nacht hindurch war em beständiges Hin- und Herhuschen im Herrenhaus, und als der Morgen endlich anbrach, lebte Polly noch immer, obwohl sie weder zu sprechen, noch sich zu rühren vermochte. Ethel Greylock dagegen lag, vom ganzen Haushalt ängstlich bewacht, auf ihrem Eiderdaunenlager und phantasirte in unverständlichen, abgebrochenen Sätzen vor sich hin. Es war klar, daß das Geheimniß des vorhergehenden Abends vor der Hand noch nicht gelöst werden sollte. Trübe Tage kamen und schwanden im Herrenhause dahin, die trübsten, die seit vielen Jahren Einkehr gehalten hatten. Die Aufmerksamkeit und Fürsorge Aller wandte sich Ethel Greylock zu, die an einem schweren Gehirnfieber darniederlag. Nur die alte Hopkins und Doctor Vandine nahmen sich der armen Polly an, die in einer bescheidenen Dienstbotenstube zwischen Leben und Tod schwebte. Es waren schreckliche Wunden, die Regnaults Stilett ihr verursacht hatte — Wunden, die nicht ihr, sondern Ethel Greylock zugedacht waren. Der alte Greylock hatte die Localbehörden von dem Vorgefallenen in Kenntniß gesetzt und dieselben veranlaßt, auf alle verdächtigen Charactere in der Stadt und Umgegend fahnden zu lassen- auch hatte er einen erfahrenen Geheimpolizisten von New-Aork nach Blackport gerufen- allein die Zeit verstrich, ohne daß diese Maßregeln zu dem geringsten Resultat führten. Doctor Vandine that inzwischen Alles für seine beiden Patientinnen, was medicinische Geschicklichkeit zu thun vermochte. Seine hoffnungslose Liebe zu der jungen Erbin, seine wahrhaft brüderliche Theilnahme für Polly trieben ihn zu den aufopferndsten Bemühungen an. Selbst Godfrey Greylock, dessen Besorgniß um seine Enkelin keine Grenzen kannte, fand an dem jungen Arzte nichts auszusetzen. „Mein Liebling ist in Ihren Händen," sagte er, „ich vertraue sie Ihnen gänzlich an. Retten Sie sie um Gotteswillen, und fordern Sie dann von mir, was Sie wollen!" „Ich werde mein Möglichstes thun," antwortete Vandine ruhig. (Fortsetzung folgt.) 882 — Ändivi-N alS Nachfrucht zu baue« ist hochrentabel, zumal da, wie bei Rosenkohl, der Absatz ein durchaus gesicherter ist. Sommerendivien zu bauen, ist nicht rathsam, sondern nur die krausen Winterendiven. Man Pflanzt 30 Quadrat- centimeter weit im Juli-August und bindet die Köpfchen zusammen, sobald sich die Rosetten gebildet haben. Dre Ab- erntung geschieht, sobald man sich von dem G^bwerden der Blätter im Innern des Kopfes überzeugt hat. Bisher habe ich Endivien in größerer Ausdehnung noch nicht angebaut, meine mehrjährigen Erfahrungen, die ich bei dem Anbau im kleinen Maße als zweite Frucht aber gewann, veranlassen mich, in Zukunft den Anbau zu einem feldmäßigen zu machen. Ich empfehle daher, Versuche ebenfalls anzustellen. * * * Saure weiße Bohne«. Man wasche die Bohnen — am Besten sind die sogen. Perlböhnchen — bedecke sie mit weichem, kaltem Wasser und lasse sie so über Nacht stehen. Bringe sie den andern Morgen mit frischem Wasser bei Zelten zu Feuer und koche sie langsam gar und weich, während dessen man, so ost die aufquellenden Bohnen das Wasser ein- geiogen haben, immer etwas kaltes Wasser nachgießt, jedoch nicht zu viel, denn wenn die Bohnen weich sind, dürfen sie keine Brühe mehr haben. Nun sckneide man 125 Gramm Speck in ganz kleine Würfel, brate ihn in einer eisernen Pfanne gelbbraun, röste dann unter stetem Rühren fein- geschnittene Zwiebeln weiß darin und füge zwei Eßlöffel Essig hinzu. Gieße die größere Hälfte dieser Sauce über die Bohnen, thue das nöthige Salz daran , und schwinge es gehörig untereinander, richte in einer tiefen Schale an und decke den Rest der Sauce darüber. — Sehr gut, besonders mit frischer Bratwurst. * Alle Zwiebel«, Schalotten, Knoblauch müssen aus der Erde genommen und zum Trocknen in einem luftigen Raum (Boden) auseinander gebreitet werden. * * * SpargelShirliches Gericht. Die Stengel von aufgeschossenem Salat geben ein dem Spargel ähnliches Gericht, sowohl Gemüse als Salat. Die äußere Haut der Stengel wird abgezogen, diese in leichtem Salzwasser gekocht und wie Spargel behandelt, sei es als Gemüse oder Salat, bei welch letzterem der Essig etwas früher ausgegossen werden muß. * ♦ * Schutz der Bäume vor Ameise«. Man mache einen Brei von Ofenruß und Leinöl und schmiere denselben dünn auf einen Streifen von starkem Papier, welch letzterer alsdann vermittelst einer Schnur dicht um den Stamm gebunden wird. Bor diesem Streifen werden die Ameisen unbedingt Halt machen. * * Kartoffel als Reinigungsmittel. Der Abgang der rohen Kartoffel, die Schale, ist, in kleine Stücke geschnitten und mit nicht zu viel Wasser vermischt, das beste Reinigungsmittel für Caraffen und beizt selbst veraltete Flecken aus dem Glas. Die rohe geriebene Kartoffel, vorher nur gewaschen, nicht abgeschält, gibt ein vorzügliches Präparat zum Waschen von farbigen Wollsachen und Tapisserie-Arbeiten, die nach zweimaligem Durchwaschen nur mit einem Zusatz von Essig gespült werden. Zum Scheuern voll Blech und Zinn gibt die in Wasser ausgelaugte Kartoffelschale ein der Pottaschenlösung ähnliches Beizmittel. Daß sich Messer mit einer durchgeschnittenen Kartoffel putzen und Stahlfedern durch Hineinstecken in die Knolle vorzüglich reinigen lassen, ist wohl allgemein bekannt. Künstliche Zählte. Wohl nur Wenigen von den ungezählten Tausenden, die heute künstliche Zähne tragen, dürfte es bekannt sein, daß die Methode, die verloren gegangenen natürlichen Zähne durch Nachahmungen zu ersetzen, alt, ja uralt ist: reicht sie doch bis in jene Zeiten zurück, von denen uns die Inschriften und der Inhalt der Pyramiden allein noch Kunde geben. Die Geschichte des Zahnersatzes, sowie den augenblicklichen Stand desselben behandelt ein fachmännischer Artikel im neuesten Heft der bekannten illustrirten Familienzeitschrift „Zur guten Stunde". (Berlin W. 57, Deutsches Verlagshaus Bong & Co., Preis des Vierzehntagsheftes 40 Pfg.) VevnMchtes. Aus „Lustige Welt", Verlag von Georg E. Nagel, Berlin SW. Abonnement 1,30 Mk. vierteljährlich. Einzelnummer 10 Pfg. — Ein guter Erfolg. „Verspricht sich denn Ihre Tochter auch einen guten Erfolg von der Brunnenkur, Frau Nachbarin?" „Ja, ja, denken Sie nur, sie schrieb, daß ein junger Franzose seit drei Tagen schon stets neben ihr seinen Becher leert!" — Prompter Bescheid. „Wie, Sie wollen auch einen armen Dichter heirathen?" Gewiß, einen reichen Dichter gibts doch nicht." — Nobles Hotel. Gast: „Ist dies meine Rechnung? Oberkellner: „Bitte, mein Herr!" Gast: „Wissen Sie auch, Herr Oberkellner, daß ich vor Ungeziefer nicht habe schlafen können?" „Bitte, mein Herr, das wird bei uns nicht extra berechnet." — Unverbesserlich. „Nun, Wastl, jetzt wilderst Du wohl nicht mehr, seit Du Jagdgehilfe bist?" „O, na! Jetzt fisch' ich da drüben im See — das is aa verboten." — Schwerer Gang. Sie: „Mein Gott, Du nimmst ja heute von mir Abschied, als gingest Du in den Tod?" Er: „Schon möglich, Elise, 's gibt heut — Frei- bier!" — Verständnißinnig. Dame: „Die Gedichte, Herr Redacteur, die ich Ihnen übersandte, bergen die tiessten Geheimnisse meiner Seele." Redacteur: „Ich weiß es, mein Fräulein — und kein anderer soll sie erfahren." Literarisches. Moderne Wäsche. Die Neigung für reicheren Aufputz zeigt sich gegenwärtig nicht nur bei Blousen und neuerdings bei garnirten Röcken, sondern auch in der Wäsche, die in niannigfalttgfter •Zuei|e verziert wird. Im eben erschienenen Heft 21 bringt die „Wiener Mode" eine ganze Ausstattung in Leib-, Bett- und Tischwäsche, über 80 ebenso schöne, als praktische Modelle von der einfachsten dis zur geputztesten Art. Bei den Toiletten finden wir wieder zahlreiche originelle Blousen und geschmackvolle Sommertoiletten. Diesem »ett liegt gratis die „Wiener Kinder-Mode", sowie ein Schmttmusterbogen bei. Einzelne Hefte 45 Pfg. in allen Buchhandlungen, sowie vom Verlag der „WienerMode",Wien, Wienstraße, woselbst jede Abonnentin Schnitte von Kleidern und Wäsche nach Maß gratis erhalt. Vor uns liegt Heft 1 des neuen 46. Jahrgangs von strirte Welt", Deutsches Familienbuch (Stuitgart, Deutsche -ber= lags-Anstalt). Wir müssen gestehen, daß uns der so überaus reiche, gediegene und mit sichtlich allergrößter Sorgfalt ansgewahlle Inhalt dieses Programmheftes geradezu verblüfft hat. Da rst alles, -oiio wie Tert, in wohlthuendster Weise auf den einen, lautere» Grunö- ton gestimmt: „Deutsches Familienbuch". Gleich zu Anfang finden wir ein ungemein ansprechendes, liebliches Doppelbild von Mana Wunsch „Kunst bringt Gunst", in künstlerisch vollendeter vielfarbiger Wiedergabe. Jeder wird seine Helle Freude haben an den biet echten Kinderköpfchen, die sick da aneinander schmtegen wie junge Jtojen- knöpfchen. — Der textliche Inhalt ist ebenso gut gewählt. Die beiden großen Romane: „Der Ritt ums Glück" von Meyer-Forster und f, Unter dem rothen Cardinal" von S J.Weyman ergänzen sich v®- trefflich. — Die beiden prachtvollen vielfarbigen 5>ol5fd)nttt=5«unii blätter: „Die Sixtinische Madonna" von Raffael und „Keine Rofe ohne Dornen" von Paul Thumann, die 50 cm breit zu 66 cm bo®, fertig zum Einrahmen, für den kaum glaublichen Preis von je n» 1 Mk. den Abonnenten geboten Werden, vervollständigen das -ouu eines Musterblattes, dem wir zu seinen Hunderttausenden, über aue Welt zerstreuten Lesern von Herzen noch mal so viel dazu wilnfmen- Das erste Heft (Preis 30 Pfg.) ist durch jede Sortiments- und Colportage-Buchhandlung zur Ansicht zu erhalten. Stebactien: 8L Scheyda. — Druck und Vertag der Brühl'schen UniverfitätS-Buch- und Steindruckerei (Pietsch & Scheyda) in ® r§ C Roma T als fick Iris, der Pc Ex-D 3 das if — st Ist es nein, Saget / schänd I selten fuhr Ihne, Würd meine um s Ich i der i in B bin j Sie