eranstreng- Seseitigunz en. Wenn Herzklopfen "ästigt und Bewegung i zu leisten, t das Blut zündungen„ entstehen, Bett über er ans den höhlen ein- s Herz ge- t sich auch in die Ge- Unterftützt mdern ein- der Nieren- wducte des :n auch für ng, längere ^wandert in für Körper en, sondern nder. Das higkeit und Schwierig' Basis einer arl Siefen- Jn Original- — Der Rad- >ie Wanderung m freundlichen j dadurch, daß iffer vorliegende Radfahrer", ung des Fahr- eingehend das heilt practische Anleitung zur nd schreibende ling des Rae- Sorschristen der Sport ist ein Dung des Rad- oolle Abschnitte er Radtouristik, in tNießen. die ihrem Ge- :ebergange des Zhe, auch schuld ungcn Mädchen sie in die Ehe Wie viel würde ig ihrer eigenen lei Jedes weib- ,r werth ist als keiner Familie meiderei, ,9w lich darauf °uc verwechseln > > ,aben, den alt- Die „Modem Theile der iten. Prach'S 1-e weite Geil« ractischer ack der „Modem irden, und der öglicht es Jeder- iren. Das Kind der Tänzerin. Roman aus dem amerikanischen Leben von Joseph Treumann. (Fortsetzung.) Robert eilte jetzt auf die Pforte zu- er blickte umher und lauschte, sah und hörte aber nichts. „Sonderbar!" sagte er mit einem Achselzucken. „Sicher haben meine Augen mich nicht getäuscht. Wer mochte wohl der späte Wanderer sein, der um diese Stunde der Nacht am Eingang des Parkes aus der Lauer stand? Vielleicht ein Anbeter der Küchcn- mägde." Er trat auf die Landstraße hinaus; sie war einsam und menschenleer. Ein Wind erhob sich, und es wurde von Minute zu Minute kälter. Das tiefe Schweigen, das auf der Landstraße herrschte, trug nicht wenig dazu bei, die Niedergeichlagenheit des nächtlichen Wanderers zu vermehren; er griff mit der Hand nach der Brusttasche und überzeugte sich, daß sie noch da waren, die fünfhundert Dollars, das letzte Geschenk seines Vaters. Ohne auch nur noch einen einzigen Blick nach der Hci- math seiner Kindheit und Jugend zurückzuwerfen, schlug er den Weg nach dem Gasthof ' ein. Die Aussicht, wiederum mit Mercy zusammenzukommen, war ihm unangenehm; allein er mußte sich darauf gefaßt machen- vielleicht hatte sic sich schon zur Rude begeben, ehe er den Gasthof erreichte. Jetzt derließ er die Landstraße, um den Weg eiiizuschlageu, der an den Salzgruben vorbei und über die Marschen führte. Plötzlich vernahm er gedämpfte Fußtritte hinter sich. Zu jeder Zeit und an jedem Orte har der Gedanke, mnen Verfolger im Rücken zu habe«, etwas überaus Unangenehmes- in dieser Stunde der Nacht aber und in seinem gegenwärtigen aufgeregten Zustande fand Robert diesen Argwohn doppelt unerträglich- er drehte sich daher rasch um und rief abermals mit lauter Stimme: „Wer da?" AWW « as Du gewähren kannst, gewähre gleich," Denn Aufschub mindert jeder Gabe Werth. Raupach. Proben giebt es zwei, darinnen Sich der Mann bewähren muß Bei der Arbeit recht Beginnen, Beim Genießen rechter Schluß. Geibel. Kein Laut ließ sich vernehmen. Was war mit dem sonst so muthigen und unverzagten Robert vorgegangen, daß er sich auf seinem mitternächtlichen Wege über das wohlbekannte Terrain so vielen trüben Gedanken und Ahnungen hingab? In der Ferne flackerte das Leuchtfeuer von Bird- Jsland, hin und wieder drang der dumpfe Wellenschlag des Meeres an sein Ohr. Jetzt hatte er einen alten, verfallenen Schuppen erreicht. Er mußte mit Vorsicht seinen Weg durch den Schutt der verlassenen Salzgruben suchen. Wiederum vernahm er Fußtritte hinter sich — oder war es nur das Echo seiner eigenen Tritte? Indem er sich umwandte, glitt sein Fuß auf einem gefrorenen Salztümpel aus und ehe er sich wieder völlig erhoben hatte, trat eine menschliche Gestalt aus dem Schatten des verfallenen Schuppens hervor und versperrte ihm den Weg. „Halt!" rief ihm der Fremde mit leiser Stimme zu. Da das Licht hier ziemlich günstig war und die Entfernung zwischen ihm und dem Anderen nur einige Fuß betrug, so vermochte Robert das Gesicht seines Verfolgers deutlich zu sehen. Mit größter Bestürzung erkannte er die Züge, die der Schlapphut nur halb verhüllte- er trat einen Schritt zurück. „Um Gotteswillen!" rief er aus. Allein er vermochte den Satz nicht zu vollenden- ein Blitz, ein Knall — Robert Greylock stürzte nieder und fiel mit dem Gesicht auf die Erde. Lauter ertönte der Wellenschlag des Meeres an dem Strande- lauter stöhnte der Wind über die Salzwiesen. Die Lichter in der Villa von Greylock Woods waren ins- gesammt erloschen- sämmtliche Mitglieder der Familie hatten sich zur Ruhe begeben, der Vollmond erkämpfte einen Sieg über die Wolkenmassen. Er schien nun hell und glänzend auf die schweigende Landschaft hinab. Er schien hernieder aus dcn schmalen Fußpfad, auf die Marschen, auf die alten Salzgrnben rind auf Robert Greylock, der tobt auf dem gefrorenen Grunde im Schatten eines verfallenen Schuppens lag. — 6. Capitcl. Mord oder Selbstmord? Jke Poole stand im Morgensoniierrscheine am Fenster seines Wirthszimmers und blickte auf die langweilige Hauptstraße von Blackport hinaus. Plötzlich rollte eine prächtige Kutsche am Gasthofe vorüber, ein farbiger Kutscher in Livree saß auf dem Bock und ein bleicher, eleganter Herr, in kostbare Pelze eingehüllt, ruhte auf den üppigen Polstern. Beim Anblick dieses Mannes dämmerte ein Gedanke in Jkes Geist 246 auf. „Meiner Treu, Mercy!" rief er, „Robert Greylock ist gestern nicht mehr zurückgekommen." Mercy, ine ihre Aermel bis über die Ellbogen aufgestülpt hatte und eine große Arbeitsschürze trug, war eben damir beschäftigt, den Schenktisch zu reinigen und die äußerst sauberen Gläser auf ihm zu ordnen. Ohne von ihrer Arbeit nufzublicken, sagte sie: „Hast Du dies jetzt erst wahrgenom- men, Vater? Was frage ich aber auch, Du warst ja gestern Abend, als Du in Dein Zimmer hinauf taumeltest, so schwer im Kopfe, daß Du nicht wußtest, wer im Hause war oder „Ich gestehe, ich habe meine Schwächen, Mercy," sagte der alte Jke kleinlaut- „allein Du, meine eigene Tochter, solltest nicht so hart gegen mich sein. Es freut mich herzlich, daß Robert in seines Vaters Haus cm Unterkommen gefunden hat. Dort fährt der Alte hin, stolz wie ein Lord und steil wie eine Tonne. Die Leute von Blackport konnten ihn nie leiden und werden es auch nie. Nun, es ist gut, daß er sich doch endlich mit seinem Sohne ausgesöhnt hat. Junge Leute sehen nicht mit den Augen der Alten und was mich anbclangt, so sage ich rund heraus, daß jeder junge Mann in diesem f eien Lande das Recht hat, sich nach eigenem Geschmack ein Wcib zu wählen." Mercy verließ ihre Gläser- sie trat zu ihrem Vater heran und blickte über seine Schulter der davonrollcnden Equipage nach. „Ja," sagte sic, „sie müssen sich ausgesöhnt haben, sonst wäre er schon lauge wieder hier gewesen. „Hast Du gestern Nacht auf ihn gewartet, Merey?" „Ich habe auf ihn gewartet." „Du hast große Stücke auf Robert gehalten und er auf Dich," sagte Jkc- „ich hoffe, er wird sein Weib und sein Kind nach den Woods kommen lassen und diese einsame Gegend etwas lebendiger machen- er versteht es ja, Geld unter die Leute zu bringen!" Das dunkle Gesicht des Mädchens wurde aschgrau. „Du sprichst thöricht!" rief sie, indem sie von ihrem Vater weg trat. Nach einer kurzen Pause fuhr sie fort: „Natürlich wird er sein Weib und sein Kind hierher bringen, warum nicht? Meinst Du, daß mir etwas daran gelegen sei? Ich hätte indessen nicht gedacht, daß es so kommen würde- ich hätte nicht geglaubt, daß sein Vater so schnell bereit gewesen wäre, ihm zu vergeben- man hält den Alten für einen hartherzigen Mann." „Deiner Rede nach sollte man meinen, daß es Dir leid wäre, daß das Herz des Alten sich von den Bitten des Sohnes erweichen ließ," Mereys Wangen färbten sich mit tiefer Röthe- sie legte ihre Hand auf seine Schulter und sagte: „Ich glaube an die Aussöhnung nicht recht, denn hätte er seinen Sohn wieder zu Gnaden aufgenommen, so hätte er ihn diesen Morgen mit ausfahren lassen - er hätte dadurch am besten den Leuten von Blackport zeigen können, daß die Versöhnung zwischen Vater und Kind vollständig sei." „Das ist wahr," gab der alte Jke nachdenklich - zu - „wenn nur nicht etwas schief gegangen ist! Wie, wenn Robert gestern Nacht hierher gekommen wäre, das Haus verschlossen gefunden hat und sich anderswo einquartiert hätte?" Merey wandte sich um und kehrte zu ihrer Arbeit am Schenktisch zurück. Die Beiden waren an diesem Morgen allein. Der große Ofen glühte wie gewöhnlich und das helle Sonnenlicht spielte auf dem sauberen Fußboden. Wo Mercy Poole schaltete und waltete, pflegte die äußerste Reinlichkeit zu herrschen. „Schon wieder drei Gläser entzwei!" sagte sie, indem sie die beschädigten Gegenstände gegen das Licht hielt. „Ich wollte, ich könnte sie an den Köpfen der Trinker zerschlagen, die ihre Zeit hier verschwenden, besonders au Caleb Browns Kopf. Was Deine Bemerkung betrifft, so muß ich sagen, daß das Haus gestern Nacht gar nicht verschlossen war. Ich blieb auf und wartete auf Robert Greylock- ich kann darauf schwören, daß er nicht hierher kam, ich habe die ganze Nacht kein Auge zugethan." Jke Poole war von Natur nicht sehr klug, das viele Trinken hatte seinen Verstand nicht geschärft- allein es lag etwas in dem Tone seiner Tochter, was ihm auffiel. „Meiner Treu!" rief er, „das war recht freundlich gegen Robcrt, Du mußt ihn sehr in Dein Herz geschlossen haben- aber er ist ja jetzt doch für Dich verloren. Wie kommt es, Mercy, daß Dn nicht daran denkst, Dich zu verheiratheu? Ich wollte Du brächtest mir einen Mann hierher, um mir bei der Führung des Gasthofes an die Hand zu gehen. So viele unge Burschen von Blackport, die als Gäste hier verkehren, haben nur Augen für Dich - wähle Dir doch einen davon aus. Du bist hübsch und klug- ein Mädchen wie Du wird doch keine alte Jungfer werden wollen!" Merey unterbrach ihren Vater mit kurzem höhnischem Lächeln. „Laß die Burschen von Blackport hierher kommen und Augen machen, so viel sie wollen, Vater- ich wünsche ihnen viel Vergnügen dazn. Bevor Du mich verheirathet iehst, werden Schiffe über die Salzwiesen segeln, und Du wirst aufgehört haben, mit Deinen alten Cumpaueu Grog zu trinken. Ich bin die Einzige, die Dir je bei der Besorgung des Gasthofes an die Hand gehen wird. Heirathen? Sprich nicht wieder über diesen Gegenstand mit mir!" Es lag etwas so Entschiedenes in dem Tone des hübschen Mädchens, daß der alte Jke es für geraden fand, sich hinter den Schenktisch zu begeben und zur Beruhigung seiner Nerven einen Schluck Rum zu trinken. Der Besitzer von Greylock Woods fuhr gegen Mittag wieder an dem Gasthof vorbei- er kehrte von seiner Spazierfahrt zurück, und auch an den folgenden Tagen sah man ihn durch die Straßen von Blackport fahren, nie aber den Sohn an seiner Seite. Tag um Tag verging. Zwischen der Villa und der schläfrigen Stadt am Strande herrschte wenig Verkehr. Die Leute von Pooles Inn hörten nichts mehr von dem zurückgekehrten Sohn- ihre Neugierde blieb unbefriedigt. Ungünstiges Wetter trat ein, in Folge dessen Niemand den Pfad über die Marschen und an den Salzgruben vorbei einschlug. Die alte Stadt lebte in dem gewohnten Schlendrian fort, bis sich endlich nach Verlaus einer Woche etwas Ungewöhnliches zutrug. Es war an einem bitterkalten Morgen, da kam ein Mann in vollem Galopp die sestgesrorene Tannen-Allee herauf nach Greylock Woods geritten. Es war Doctor Jarvis, der Arzt von Blackport, der einzige Mensch in der Stadt, der einigermaßen vertrauten Umgang mit dem Besitzer der Villa hatte'. „Wo ist Mr. Greylock?" fragte er den Diener, der ihm auf sein Klingeln öffnete. „Beim Frühstück, Doctor?" „Ich muß ihn auf der Stelle sehen - ich habe wichtige Nachrichten für ihn." Nach kurzen Worten wurde der Doetor in ein reizendes Frühstückszimmer geleitet, wo ein offenes Holzscuer im Kamin brannte, und wo Godfrey Greylock mit seiner Schwester Pamela beim Frühstück saß. Der kleine, runde Tisch war mit feinem Damast bedeckt, und mit Sövres - Porzellan, massivem Silber und einer großen Vase mit Treibhausblumen beladen. Der Duft der Rosen und Lilien vermengte sich mit dem heißer Waffeln und französischer Chocolade. Als der Doctor eintrat, saß Mr. Godfrey Greylock, in seinen sammetnen Schlafrock gehüllt, in einen reich geschnitzten eichenen Stuhl zurückgelehnt und streichelte eine» sibirischen Bluthund, der auf einer Matte neben ihm lag. „Ich bedauere," begann der Doetor, nachdem er ein tiefe Verbeugung vor Miß Pamela gemacht hatte, „daß > > als Ueberbriuger einer schlimmen Botschaft hierher gesa» wurde." Miß Pamela Greylock war äußerlich das weiv Seitenstück zu ihrem Bruder, den sie mehr fürchtete als ne, hiermit aber hatte die Aehnlichkeit eine Ende. An und Herz waren die beiden Geschwister durchaus berfdjie • I Miß Pamela war eine sanfte, schüchterne alte Dame, ihrem Neffe, Sobald der flogen ihre jungen Man Stuhle auf. „Setze Tone, der Diener nod haben schon stucken! D Nun, was l Der T wendete sein mit leiser tz „Parne halten?" fai zu zerlegen Zeit sehr z Dich von nehmen zu ich nicht gi Sie bitten, behalten, j Mahlzeiten am besten i sind. In nichts behir „Sehr richten, wie denn —" ©obfn „Ich will j schmecker bi „Aber „Um wissen bra Hier sind Sie sich di nicht im E „Gods schüchtern = Der 1 Blick zum Mit 1 warten. S weigern ko Kinde anz zu verderb Miß gezogen- si Der 1 den mit ri Herr lussenheit । und Appet Der rA die Situat fortwähren blick eine 1 Allen Gemüthsn von Zeit weitere G um des T Miß Doct ijf halten, lunger hie ohne mich & „ . das viele in cs lag „Meiner a Robert, ; aber er , Mercy, 5 öeirathen? ür !" 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Nun, was haben Sie mir mitzutheilen?" Der Doctor war ein herzensguter alter Mann; er wendete seine Blicke von Godfrey Greylock ab und antwortete mit leiser Stimme: „Es betrifft Ihren Sohn Robert." „Oh!" stöhnte Miß Pamela. „Pamela! Willst Du so gut sein, Dich ruhig zu verhalten?" sagte Mr. Greylock, indem er ein gebratenes Huhn zu zerlegen begann. „Deine Nerven scheinen seit einiger Zeit sehr zerrüttet zu sein, Du wirst wohl daran thun, Dich von unserem Freunde hier in ärztliche Behandlung nehmen zu lassen. Doctor! Sie wissen vielleicht nicht, daß ich nicht gut auf meinen Sohn zu sprechen bin; ich muß Sie bitten, Ihre Botschaft noch eine kurze Zeit für sich zu behalten. Ich mache es mir zur Regel, mich nie in meinen Mahlzeiten unterbrechen zu lassen; Sie, als Arzt, müssen am besten wissen, daß solche Unterbrechungen sehr nachtheilig find. In meinem Alter darf man die Verdauung durch nichts behindern." „Sehr wahr," sagte der Doctor ernst; „allein Nachrichten, wie ich sie bringe, sollten sofort überliefert werden, denn —" Godfrey Greylock unterbrach ihn mit einer Handbewegung. „Ich will jetzt nichts hören; ich gestehe, dafe ich ein Feinschmecker bin, Doetor." „Aber, mein wertfeer Herr, Sie wissen nicht —" „Um Vergebung, Doetor; ich weife so viel, wie ich zu wissen brauche, bis mein innerer Mensch befriedigt ist. Hier sind die Morgenzeitungen; lesen Sie — vertreiben Sic sich die Zeit, so gut Sie können, nur stören Sie mich nicht im Genüsse meines Frühstücks." „Godfrey! — ich bitte Dich!" wagte Miß Pamela schüchtern zu sagen. Der Bruder brachte die Schwester mit einem einzigen Blick zum Schweigen. Mit betrübter Miene setzte sich Doctor Jarvis, um zu warten. Wahrlich, dies war ein sonderbarer Vater, der sich weigern konnte, eine wichtige Nachricht von seinem einzigen Kinde anzuhören, blos um sich ein gutes Frühstück nicht zu verderben! Mife Pamela hatte ihren Stuhl vom Tische zurück- gezogcn; sie zitterte vor banger Erwartung. Der Doctor verging fast vor Ungeduld und betrachtete den mit regem Appetit Essenden mit schlecht verhohlenem Zorn. Herr Godfrey dagegen verschlang mit der größten Gelassenheit Gericht um Gericht, ohne sich um die Aufregung und Appetitlosigkeit seiner Schwester zu kümmern. Der Doctor, der keine Zeit zu verlieren hatte, und dem die Situation um so peinlicher wurde, da Mife Pamela ifeit fortwährend mit forschendem Blick ansah, schien jeder Augenblick eine Ewigkeit. Allein Godfrey Greylock zeigte keine Eile. In größter Gemüthsruhe schlürfte er seine Chocolade, warf dem Hunde bon Zeit zu Zeit einen Bissen zu, befahl dem Aufwärter weitere Gerichte herbeizubringen, und that alles Mögliche, um des Doctors Geduld auf die äußerste Probe zu stellen. Miß Pamela war außer sich vor Aufregung. Doetor Jarvis vermochte endlich nicht länger an sich zu halten, sondern sagte: „Ich habe wirklich keine Zeit, anger feier zu verweilen, und dennoch kann ich nicht gehen, °hue mich meiner Botschaft entledigt zu haben." (Fortsetzung folgt.) Wie die Gabeln Sitte wurden. Von Martin Beck. ------- (Nachdruck verboten.) Die Gabel ist das jüngste aller Eßgerätfee. Sie ift’nodj nicht auf dem alteu Culturboden Europas überall eingebürgert, und selbst in Deutschland war sie vor kaum hundert Jahren nur erst in feineren Kreisen üblich. Ihre Einführung stieß auf eine Abneigung, die man keinem andern Eßgeräth gegenüber gezeigt hatte. Das erklärt sich ja allerdings daraus, daß um ihretwillen mit einer Jahrtausende alten Gewohnheit gebrochen werden mußte Was sollte dieser Luxus? Er machte das Speisen nur umständlicher und unbequemer. Hatten die Griechen und Römer trotz ihres hohen Cultnr- standes nicht auch ohne Gabeln gegessen? Gabeln kannten sie allerdings. Die kamen aber nicht auf die Tafel. Man würde darüber so gelacht haben, wie wenn heute Jemand einen Hackklotz und ein Beil im Speisezimmer aufstellen wollte, um damit die Bratenknochen zu zerspalten. Draußen in der Küche, wohin sie auch gehörten, lagen die Gabeln. Da handhabte sie der Koch als große Fleischgabel, um heiße Fleischstücke aus dem Kessel oder der Schüssel zu nehmen. In seinem Onomastikon erwähnt der im 2. Jahrhundert lebende griechische Sophist Julius Pollux deshalb bei dem Verzeichniß der Tischgerätfee die Gabel gar nicht. Bei andern griechischen Schriftstellern wird aber die Kreagra, d. fe. Fleischgabel, bisweilen genannt. Sie muß einer heutigen Schöpfkelle nicht unähnlich gewesen sein. Denn zu einer Stelle des Aristophanes, die das Wort enthält, sagt der Scholiast: sie gleiche einer Hand und biene dazu, kochendes Fleisch ans Töpfen feervorlangen zu können, ohne sich die Finger zu verbrennen. In Rom hieß die Fleischgabel Furcilla. Dieses „Gäbelchen" im Gegensatz zur Furca, der Heugabel, war groß genug, um es nöthigenfalls als Waffe gebrauchen zu können. Darauf weist schon die Redensart fein, die von der gewaltsamen Vertreibung eines unliebsamen Gastes gebräuchlich war: Furcillis ejectus ost, er ist mit den Gabeln hinausgetrieben worden. Wie noch heute im Orient wurden die Speisen so weich gekocht aufgetragen, daß sie ohne jegliche Mühe zerlegbar waren. Bei Fleischspeisen vorzüglich war es allgemein Sitte, nur das Fleisch ganz frisch geschlachteter Thiere zum Tischbedarf zu verwenden. Außerdem trug man die Speisen ganz klein geschnitten auf. Das besorgte in vornehmen Häusern ter „Vorleger". Der trieb sein Geschäft nach bestimmten Regeln als eine, besondere Geschicklichkeit erfordernde Kunst. Er allein führte auch nur ein Messer. Dasselbe gehörte zu den Insignien seines Amtes. Die Essenden lagen auf Eßsophas am Tische, mit der einen Hand sich aufstützend und mit der andern die Speisen oder den Löffel ergreifend und das kuchenartige Brod brechend. Ohne Umstände fuhren sie mit den Fingern in die Schüsseln, wie cs Homer schon in der Odyssee beschreibt. Um sich Mund und Hände sauber halten zu können, wurde nach jedem Gang von Sclaven frisches Waschwasser herumgereicht. Späterhin, als der Luxus stieg, empfand man diese Art zu essen doch unmanierlich und unbequem. Man kam deshalb auf den Gedanken, den Fingern in der Länge künstlich nachzuhelfen und erfand Eßstäbchen, wie sie bei den Chinesen und andern orientalischen Völkern noch jetzt gebräuchlich sind, nur daß die altrömischen Eßstäbchen nicht, wie die chinesischen, die Gestalt kleiner Tactstäbe haben. Aus Ebenholz und Elfenbein, mit Gold und Silber ausgelegt waren sie aber auch. Sie hatten die Gestalt kleiner Spaten und hießen Lig-ulae (Züngelchen). Im Abendlande behalf man sich beim Essen ebenso wie in Athen uno Rom. Man afe mit den Fingern. Heiße Fleischstücke nahm man mittels eines kleinen hölzernen oder späterhin eisernen Spießes aus Kesseln und Töpfen, wie die Gabel ja eigentlich auch nur ein Spieß mit zwei Spitzen ist. — 248 und den auch ver- sind gar keine Gabeln zu sehen, nur vereinzelt Messer Löffel mit ganz kurzem Stiel, die wahrscheinlich von Gästen selbst mitgebracht worden waren. Allerdings waren die noch so seltenen Gabeln wie die Messer und Löffel manchmal von Crhstall und Gold Redaction: 8. Scheyda. — Druck und Verlag der Brübllchen Universitäts-Buch- und Steindruckerei (Pietsch & Scheyda) in GlchkN. fertigt und mit Perlen und Edelsteinen besetzt und wurden in mächtigen Futteralen von feinstem Leder ausbewahrt. Der schlesische ritterliche Abenteurer Hans von Schweinicheu, der mit seinem Herzog Hans von Liegnitz meistens aus Borg eine drollige Bierreife durch die deutschen Lande machte, spricht in seinem, sür die Sittengeschichte des 16. Jahrhunderts äußerst werthvollen Tagebuche auch von „sein Messer und Gabel auflegen," weil sie es selbst mitführten. Und in dem Das Zertheilen geschah durch den Hansherrn, der allein ein Unser ^deutsches Wort Gabel ist von hohem Alter. Es lautete im Althochdeutschen gabala, im Mittelhochdeutschen schon wie heute gabele und gabel. Vielleicht ist cs schon von den Kelten übernommen worden. Bei den Kymren, den walcsischcn Kelten, hieß es gebet Die Abstammung ist dunkel. Mit dem deutschen Worr Gabel bezeichnete man die uralten hölzernen Wirrhschaftsgabeln, die man auf Feld und Wiese brauchte. Als man dann durch die Berührung mit der römischen Cultur auch eiserne Gabeln kennen lernte, benannte man diese mit dem lateinischen Worte fuixa. Furca oder im deutschen Munde Fork sür eiserne Gabeln macht sich schon sehr früh neben Gabel geltend von der Schweiz und Schwaben an, das Rheinland bis ins Niederland und Norddeutschland, se'bst nach Skandinavien und nach England, wo schon die Angelsachsen die fork kannten. Sogar östlich der Elbe, in der Altmark, heißen Heu- und Mistgabel Fork, während sonst im östlichen Mitteldeutsch nur Gabel vorkommt. Mit dem neuen Luxusgegrnstand, der zuerst in Italien im 12. Jahrhundert auftauchte, mit ber forchetta, der Tisch - gabel, befreundete man sich nicht so bald. Sie wird zum ersten Male erwähnt bei dem italienischen Cardinal Peter Damianus (1007 bis 1072), der in seinen Schriften gegen die Tischgabcl, die eine byzantinische Prinzessin mit nach Venedig gebracht hatte, als gegen eine sündhafte Verweichlichung eiferte. In Frankreich, das doch so gern an der Spitze der Civilisation marschirte, blieben die Tischgabeln noch lange ein Gegenstand des Luxus. Noch im 16. Jahrhundert geißelte man die neue Sitte am französischen Hofe durch Satiren. Aber selbst zur Zeit des deutschen Befreiungskrieges noch pflegte man in den gewöhnlichen Wirthshäuscrn den Gästen keine Messer, viel weniger Gabeln vorzulegen, nur Löffel. Man nahm an, daß alle Männer ein Taschenmesser bei sich hätten und damit für sich und ihre Frauen das aufgetragene Fleisch schon klein schneiden würden. Als im Jahre 1608 der englische Sonderling Thomas Coiyate auf seinen Reisen auch Italien besuchte, erregten die Tischgabeln als eine neue Erfindung seine besondere Aufmerksamkeit. Nach seiner Heimkehr gaben ihm seine Lands- lcnte den Spitznamen Fnrcifer, Gabelführer, weil er die italienische Sitte, Gabeln bei Tisch zu gebrauchen, in England eiuführen wollte. In Deutschland hatte man die T'schgabcl seit Anfang des 15. Jahrhunderts kennen gelernt. Aber selbst an den Höfen war sic hundert Jahr später noch etwas Neues und Seltenes. Auf einem Bilde im Hortus Deliciarum (Lustgarten) der elsässer Aebtissin Herrad von Landsperg aus dem Ende des 12. Jahrhunderts sieht man eine fürstliche Tafelgesellschaft von vier Personen mit nur zwei Messern am Tische sitzen, während die Vorleger daneben auf ihrem Anrichtetische zwei Messer und zwei Gabeln haben, die wie ein wenig gespaltene Löffel aussehen, also den römischen ligulae ähneln. Und auf einem Holzschnitte von Michael Wohlgemuth (1434 bis 1519) im „Schatzbchaltcr", ein fürstliches Festmahl darstellend, 1668 erschienenen Simplizissimus liest man: „Zu solcher neuen Haushaltung hatten wir Beide keinen andern Haus- raht als eine Axt, einen Leffel, drei Messer, eine Piron (ital.) oder Gabel nnd eine Scheer." Die allgemeine Einführung der Gabeln in die besseren bürgerlichen Kreise war erst unserm Jahrhundert vorbchalien. Weil man die Gabel immer a'S überflüssigen Luxusartikel betrachtete und nur zum Tranchiren benutzte findet man sie auf den niederländischen Bildern des 17. und 18. Jahrhunderts, die Mahlzeiten darstellen, nur ausnahmsweise mit dargestellt. Wie wenig sich in Deutschland die Gabeln noch im vorigen Jahrhundert eingebürgert hatten, geht aus einer Ordnung des Spitals zu Rotenfels vom Jahre 1787 hervor, in der als Tischutensilien Messer und Löffel, aber keine Gabeln erwähnt werden. Die seltenen Gabeln früherer Zeit, wie sie kunstgewerbliche Museen uns zeigen, waren freilich kleine Meisterwerke in ihrer gefälligen künstlerischen Ausführung. Der große Griff von Elfenbein, Hirschhorn, Gold und Silber oder damit tauschirt, durch bildliche Darstellungen reich verziert und aus der Fußplatte der Zinken eine Inschrift, ein Reimspruch oder der Name des Besitzers mit Jahreszahl eingeätzt. Die hervorragendste Sammlung solcher älteren Gabeln weist die Kunstsammlung von R. Zschille in Großenhain ans. Man versteht bei Betrachtung dieser schönen Geräthe der alten Kleinkunst, warum einst die Gabeln nur langsam allgemein üblich werden konnten. Die moderne Industrie, die allem Luxus eifrig Vorschub leistet, hat darin erst Abhilfe geschafft durch ihre billige, fabrikmäßige Massenherstellung. Trotzdem sind noch heute die Gabeln auf Island ebensowenig gebräuchlich wie im Innern Rußlands und in Spanien, wo man sie auf dem Lande ebenso vergeblich sucht wie Löffel und Trinkgläser. Aber auch in Deutschland stimmt in vielen Gegenden noch jetzt bei Bauern und einfachen Städtern, was Jmmermann im Münchhausen von den westfälischen Bauern erzählt: sie essen, obwohl ihnen die Gabeln nichts Fremdes mehr sind, doch lieber ohne sie. Zuweilen kann man noch hier und da eine Banernmahlzeit sehen, bei der Jedes sein spitzes Klappmesser ans der Tasche zieht, damit die kleingeschnittenen Bissen anspießt und zum Munde führt. Und das thut man nur der Einfachheit wegen nach dem alten Bauerngrundsatze, mit der Hauswirthschaft möglichst wenig Umstände zu machen, um desto mehr im Srall und auf dem Felde arbeiten zu können. Wenn Besuch kommt und an Feiertagen, wenn man Zeit hat, erscheinen auch Gabeln aus dem Tische. ____________ Literarisches. Ein Modenblatt umsonst. Die „Kinder-Mode" mit zah- reichen practischen Kleidungs- und Wäschestücken, sowie gewege Unterhaltungsstofs für unsere Kleinen erhält jede Abonnentin ,®io»tn-ealon* umsonst. Dies rasch beliebt gewordene Wau u sehr hübsch gebunden und stellt sich ganz umsonst, wenn die Avon tinnen von der Begünstigung Gebrauch machen, Schnitte nach Akav sich und ihre Angehörigen in beliebiger Anzahl gratis S^gen Cm>e von 30 Pfg. für Porto und Material zu verlangen. Anstchtsy l allen Buchhandlungen. Abonnementspreis 1 Mk. 25 P'g- GLMernnAtziges* Mai-Salat. Einen harten Eidotter verrührt man mit Oel, Essig, einer Prise Salz und Pfeffer, sowie einem bis zwei Theelöffelchen „Maggi" und macht mit dieser Saiat- sauee diverse Salate, als: Radieschen, Hopsenkcimchen, blanchirte junge Carottcn, Mairübchen und kleine Zwiebelchen, jede Art für sich, an, ordnet in die Mitte der Salatschüssci angemachte Kopfsalath rzchen, theilt die Schüssel mit Lpargcl- Stangen oder Krebsschweifchen in so viele Felder, als man Salate hat, gießt diese in schöner Abwechslung hübsch gehäust darein und übergießt sie schließlich alle noch etwas mit der Sauce.