•er Wirths- rofessor der kochen was ll!" uniady (zum •le haben ja ächtet!" — Schwaindel esse sind doch Deinen Ge- Du, erstens veitens war Frau und - Baronin: ffehen?" - von Furien [er, ich kann c nichts Er- sie wollten ;en Sie die bezahlen Sie Hauslehrer i (zu ihrem jt; erkundige lten Köchin!" wer Familie Statt dessen m männlichen [ubelnd ziehen ’utenb wieder t, wie immer! r wirds doch „Herr Proimmen!" — Himbeersait >as trifft sich Gouvernante Deine Schul- ,Aber natür- Mama, Du :geit!" s ist Dir — Schluchzen): Kartoffeltopf var sehr un- etzt mit dem Tage, glück- auch caput! wozu rathen Nusenkindern in Gieße«. Das Haus der Schatten. Roman von Robert Kohlrausch (Schluß.) Ais sie den Domhof selbst betreten hatten, sagte Georg: „Nun mutzt Du noch mit mir von meinem Lieblingsplatz Abschied nehmen." „Komm'," gab Ina zur Antwort, und an seiner Seite schritt sie über den Platz, aus dem die Linden eben zu blühen begannen, und trat in die kühle Dämmerung des Domes hinein. Georg sprach ein paar Worte mit einem Manne, der ihm entgegen kam, tann mit freundlicher Bereitwilligkeit eine Thür vor ihnen ausschlotz und sie wieder hinter ihnen anlehnte, ohne selbst zu folgen. „Ich habe mit dem Thürhüter Freundschaft geschlossen," sagte Georg, „er hat mich schon oft allein hineingehen lassen. Solch' ein rasselnder Schlüsselbund hinter mir bringt mich um jede Stimmung! Es ist wie das Klirren einer Kette, an der uns die Prosa festhält, wenn wir uns in die Poesie eines Ortes vertiefen wollen." Während er sprach, hatten sie den Kreuzgang betreten und waren, ihn verlassend, auf den kleinen Kirchhof hinausgelangt, der von der Rückwand des Domes und den drei Seiten des Kreuzgangs eng umschlossen wird. Ina kannte den Platz, aber sie war niemals ohne Begleitung eines störenden Erklärers hierh .^gelangt, und nie zuvor hatten der feierliche Ernst, der erhabene und tröstliche Frieden des weltabgeschiedenen Erdenwinkels so eindringlich zu ihr gesprochen. „Es ist ein erüster Ort," sagte sie leise, indem sie vor einem der Gräber stehen blieb, „aber wir sind ja auch ein m s k I B Hl MU ftjue, was recht ist, Prüfe, was echt ist, Meide, was schlecht ist. Ein junger, aber feuriger Wein Wird im Alter milder und milder sein; Was aber ein Krätzer von Anfang war, Wird herber und herber von Jahr zu Jahr! — So war's zu allen Zeiten Bei den Weinen wie bei den Leuten. G. S. ernstes Paar, und unser Fuß ist über Gräber gegangen, ehe wir hierher kamen." Georg gab keine Antwort^ er zog sie nur an sich und küßte sie auf die Stirn. Wie sie so da standen in ihren schwarzen Gewändern, hätten sie für Trauernde gelten können, die eines Todten Ruhestätte besuchten. Aber der Glanz in ihren Augen war nicht der Schimmer von Thränen, und ein Leuchten des Glücks flog über ihre Züge, während sie einander umschlungen hielten inmitten dieser Umwallung von altersgrauem Stein, die den Lärm des Lebens von ihnen schied. Ernst und feierlich war der Ort, und Gräber lagen zu ihren Füßen; aber auf den vier steinernen Wänden ruhte der blaue Sommerhimmel, auf den Hügeln der Todten blühten die Blumen, an den mächtigen Strebepfeilern trieben Epheu und wilder Wein ihre neue Ranken, und au der Apsis des Domes breitete der Rosenstrauch, verwitternden Stein mit schlanken Armen seit mehr als tausend Jahren umschlingend, sich frisch und ergrünt aus, mit Blüthen und Knospen leuchtend geschmückt. Himmel und Licht, Ranken und Grün, Sonnenschein und Duft sprachen zu den Beiden: „Glaubt an die Kraft des Lebens, die den Tod besiegt!" Langsam gingen sie zwischen den Gräbern umher, lange Zeit schweigend. Dann begann Ina zu sprechen: „Weißt Du, ich freue mich im Grunde, daß wir unser neues Leben nicht hier beginnen. Auch meinem alten Hause der Schatten trauere ich an sich nicht nach. Es hat mir in Wahrheit viel Schatten auf meinen Weg gebracht, und nun —" „Nun wollen wir lauter Sonnenschein haben und keine Schatten mehr, nicht wahr?" „Nein, keine Schatten," entgegnete Ina, dann aber, nach einem kleinen Ueberlegen, sagte sie in einem leichteren Ton: „Doch, eine gewisse Sorte von Schatten muß ich ausnehmen." „Und welche?" „Die Du selbst herbeirufst mit Deiner Phantasie und die Du zu wirklichen, lebendigen Geschöpfen machst durch die Kraft Deines Geistes. Die sollen bei uns bleiben und uns begleiten und sollen mithelfen an unserem Glück." Er lächelte in stiller Freude, legte seinen Arm um ihre Schultern und führte sie langsam zu dem blühenden, tausendjährigen Rosenstrauch. Hier hob er die Haud und brach eine Blüthe von einem der zu ihnen herniedernickenden Zweige. „Es ist eigentlich nicht erlaubt, aber heute dürfen wir schon einmal etwas Unerlaubtes thun," sagte er. „Ich möchte Dir diese Rose geben, laß' sie ein Zeichen unserer Liebe sein. Wie dieser Rosenstrauch immer frische Zweige und Blüthen 142 — treibt, soll auch unsere Liebe es thun, und wenn der Winter sie einmal bedroht, wollen wir die Hoffnung auf einen neuen Frühling niemals verlieren." Sie sah ihm tief in die Augen und nickte ihm zu- dann steckte sie die Rose an ihre Brust. Und als sie nun den schweigenden Ort des Friedens verließen, da trugen sie den Duft dieser Blüthe mit sich hinweg, der sie, gleich der Verheißung eines beständigen, aus gesunden Wurzeln immer neu wieder hervorsprießenden Glückes, freundlich umspielte. Stubensiech infolge winterlichen Stubenlebens. Von Dr. Grumbach. ___ (Nachdruck verboten.) Es ist ein schöner Märztag. Bei Frau Kaufmann Müller versammelt sich soeben eine größere Anzahl Damen zu dem üblichen Donnerstags Kaffee Kränzchen. Da tritt Frau Actuar Schulze ein, welche schon seit mehreren Wochen kein Kränzchen besucht hat. Sofort eilte Frau Müller auf sie zu: „Ja wo waren Sie denn die ganze Zeit über? Wie blaß Sie aussehen, waren Sie krank?" Und Frau Schulze erklärt tief seufzend: „Ach, das war ein rechtes Elend bei uns zu Hause! Mein Mann hat wieder „seinen" Rheumatismus, dazu leidet er jetzt immer so sehr an Hämorrhoiden und kann nie warme Füße bekommen - selbst in der Nacht kann er der kalten Füße wegen stundenlang nicht einschlafen. Und unser Gustchen wird nun schon seit Wochen den Husten nicht los- das ist ein ewiges Gekrächze, manchmal mehr, manchmal weniger. Mit mir wird es wohl auch nicht mehr lange dauern- mir liegt es immer so furchtbar auf der Brust." Nun sangen die Freundinnen an zu trösten und zuzureden, und erzählen, wie daheim auch fast Jeder etwas hat, Husten oder Schnupfen, Influenza oder Rheumatismus und dergleichen. Solche und ähnliche Klagelieder Jeremiä kann man stets gegen Ende des Winters in zahlreichen Familien zu hören bekommen. Die mannigfachen Gesundheitsschädlichkeiten des Winterlebens häufen sich eben allmälig und kommen endlich zum Ausbruch, die Leute werden stubensiech infolge winterlicher Stubengefangenschaft. Wie lebten denn aber auch die meisten Beamten, Gelehrte, Schriftsteller, Comptoiristen und Bureaumenschen? Den größten Theil des Tages verbrachte man in einer heißen, dumpfen Atmosphäre, die nach außen fast hermetisch abgeschlossen war. Menschen, Oefen und Beleuchtung trugen das ihrige zur Verschlechterung der Luft bei- und wie selten wurde diese verpestete Luft durch weit geöffnete Fenster Hinausgelaffen und durch frische ersetzt. Nach des Tages Last und Mühe ging man dann nicht etwa längere Zeit spazieren oder in eine stundenweit entfernte Restauration zum Abendtrunk, sondern in die gewohnte nahe Stammkneipe. Und was herrschte erst dort für eine Atmosphäre von Dünsten und Gerüchen nach Menschen, Speisen, Bier, Tabaksqualm, Gas, Kohlenheizung! Oder man ging in einen mit Menschen überfüllten Saal zu Concert, Theater, Versammlung! Dann kam die Nachtruhe in einem kleinen, mit Schläfern stark besetzten und nicht gelüfteten Zimmer. Wie selten wurde ein größerer Spaziergang gemacht, wie selten wurden an Sonntagen und anderen Feiertagen weitere Ausflüge unternommen! Auch regelrechte Hautpflege, bestehend wöchentlich in einem Vollbade und möglichst täglich kalter Ganzabspülung ist wohl nur von sehr Wenigen durchgeführt worden. Was war die Folge davon? Die vernachlässigte Haut und der verweichlichte Körper wurden immer empfindlicher gegen Temperaturwechsel, es entstand eine Erkältung nach der anderen, Schnupfen, Husten, Reißen und Rheumatismus waren häufige, freilich keineswegs gern gesehene Gäste. Auch der Stoffwechsel wurde durch Mangel an Bewegung bedeutend vermindert, immer mehr Schlacken und Abfallstoffe häuften sich im Blute an, man bekam einen heißen Kopf und kalte Füße, Mattigkeit und Schwere in den Gliedern- die Stockung des Blutes führte sogar nicht selten zu Hämorrhoiden und Krampfadern. Dies sind auch die hauptsächlichsten Leiden, über die vorhin Frau Actuar Schulze bei ihrem Manne klagte. Da bringen auch Salicylpulver, Dampfbäder, Einwickelungen oder Einreibungen nur vorübergehend Besserung- denn wirkliche Heilung erreicht man einzig und allein durch vollständige Aenderung der Lebensweise, d. h. der ungesunden in eine ge- un:e. Wie diese beschaffen sein muß, wird Jeder aus dem bisher Geschilderten schon herausgesühlt haben- die beiden Hauptfactoren derselben sind frische Luft und energische Bewegung. Hierzu bietet gerade die jetzige Jahreszeit in reichem Maße Gelegenheit, welche man seinem eigenem Ich zu liebe recht ausgiebig benutzen möge. Auch die meisten Hausfrauen merken gegen Ende des Winters an sich die Folgen des Stubenssiechthums. Unter Hausfrauen verstehen wir hier im guten Sinne des Wortes alle Jene, welche ihre Zeit nicht mit Spazierenfahren, Putzen und in Gesellschaften zubringen, sondern als Bürgerfrauen bald im Kinderzimmer, bald in der Küche, bald am Nähtisch thätig sind. Diese hatten im Winter stets mehr Bewegung als die Männer, daher sie auch wenig von den Leiden, welche aus Verminderung des Stoffwechsels und Stockung des Blutkreislaufes hervorgehen, wie Rheumatismus, Blutandrang zum Kopfe und kalte Füße, befallen wurden, aber da die Hautpflege vielfach vernachlässigt wurde, stellten sich häufig Katarrhe ein, und aus Mangel an frischer Luft litt die Lunge noth, die Frauen wurden lungenlahm - der Frau Schulze „liegt es auf der Brust". Solche geschwächte Lunge ist dann ein guter Boden für die Bacterien der Tuberculose und Lungenentzündung- aus den Reihen dieser widerstandslosen Wesen rekrutiren sich die Schwindsuchscandidaten. Darum auf, ihr Frauen, stärket wieder eure Lungen, geht mit euren Männern täglich spazieren, dem Frühlingssonnenschein entgegen! Aber nicht erst morgen oder übermorgen, weil heute gerade so viel in der Wirthschaft zu thun ist. Nein, gleich heute und morgen und übermorgen. Nehmt eure Kinder auch mit oder laßt sie, was ihnen wohl noch lieber sein wird, draußen tüchtig herumtollen, und zwar bei jedem Wetter. Kinder werden erst durch die Eltern verzärtelt, denn es lebt in ihnen noch der natürliche Drang, nicht lange stille zu sitzen, sondern hinauszustürmen in des Menschen Lebenselement, die frische Luft. Diesen Naturtrieb möge man nicht unterdrücken, da es nur zum größten Nachtheil für die Gesundheit geschehen kann. Sie werden durch das viele Stubenhocken widerstandlos, schwächlich und bleich gleich Treibhauspflanzen, und wie diese weder Kälte noch Unwetter aushalten, so fallen jene meist frühzeitig irgend einer Krankheit zum Opfer. Daher, alle ihr Familienmitglieder, benutzet die herrliche Frühlingszeit, um euren Körper von den Schlacken des Winterlebens zu reinigen, um wieder blühende Rosen auf eure Wangen zu zaubern, um die ozonreiche, lebenspendende Frühjahrsluft, welche ja draußen unzählige Blumen und Blüthen aus dem tobten Erdreich Hervorzurusen vermag, m vollen, tiefen Zügen einzuathmen! Kindliche Thierqnälerei. Von Minna Wettstein-Adelt. Es ist ein alter pädagogischer Grundsatz, daß man die Gemüths- und Herzensbildung eines Kindes am besten an der Art erkennen kann, wie dasselbe sich der Thierwelt gegenüber verhält. . s Die rohe Behandlung der Thiere lernen die Kino auf der Straße oder im Elternhause, sodaß der Jugendllyr^ nicht allzuviel dagegen thun kann, sondern nur seine Schtug zieht. Was er durch Belehrung gut zu machen sucht, w vielfach außerhalb der Schule wieder verdorben, wn häusliche Erziehung das Gebiet der Liebe zum Threr >e genügend würdigt. Und doch ist die Barmherzigkeit Thiec g- in den k genommi sittlichen gegen bti genauen weit hin uns fast In nommen erweckt Gefühl, Mitleid Stärker In ihren & Grundb umfaßt Singvö I- jährlich Thiere. dem V> beiten : schutzve führury sind, si A häuslio Thier, häßlich dachten A ein! Hause 5 abgesch sieht d Manip Mutte der kii gewöh Spinn ihm d größe: Kinde ganze s Hunds hinan- c Famil samm der v Ein 5 häßlic ganze! um t Mart die T sich n gehen dem ' quäle dienst Heim hat d denla 143 SingöÖgcL In England müssen die Schüler in den einzelnen Klassen jährlich einen Aufsatz schreiben über die Barmherzigkeit gegen Thiere. Die zwei besten Aufsätze werden von den Lehrern dem Vorstand der Thierschutzvereine zugesandt, der die Arbeiten prämiirt. Außerdem sind Kinder Mitglieder von Thierschutzvereinen ; die Statistik hat ergeben, daß seit dieser Einführung die Verbrechen, die auf kindliche Roheit zurückzuführen sind, sich um die Hälfte verringert haben. Am wirksamsten natürlich bleibt auf diesem Gebiet die häusliche Erziehung. Die Kinder lieben von Natur aus jedes Thier, ost findet man wahre Kameradschaften zwischen den häßlichsten Thieren und Kindern, zum Entsetzen der unbe- verschlossen sein (der Lampencylinder wird durch eine Blasenhaut verschlossen) und die Oeffnung unten mit Moos oder Watte verstopft werden. Um die Oculanten vor zu scharfer Einwirkung der Sonnenstrahlen zu hüten, find die Chlinder mit Berliner Blau innen anzustreichen oder mit Papier zu umkleben. Wenn die Augen angewachsen sind und anfangen zu treiben, was meist nach 3 bis 4 Wochen der Fall ist, so gewöhne man sie allmälig an die freie Luft und entferne den Schutz endlich bei feuchter Witterung ganz. Die Rerser Thiec gegenüber die höchste Moral, sie ist ein Capitel, das in den Religionsunterricht der Schulen ganz besonders ausgenommen werden sollte- es gehört zur ethischen wie zur sittlichen Erziehung. Wieviel und was in Schule und Haus Leu die kindliche Thierquälerei gethan wird, entzieht sich dem genauen Ueberblick. Eines aber ist sicher, daß die Resultate weit hinter dem Wünschenswerthen Zurückbleiben! Das lehrt uns fast täglich — die Straße! In erster Linie müßte die Naturgeschichte zu Hilfe genommen werden. Das Eindringen in das Wesen des Thieres erweckt das Interesse des Kindes und damit auch jenes Gefühl, das in jeder unverdorbenen Kindesseele ruht: das Mitleid mit dem schwächeren Geschöpf, den edlen Stolz des Stärkeren. ,, . . In Frankreich hat oie Schule den Tierschutz nut ttt ihrer, Lehrplan ausgenommen - er wird lediglich auf sittlicher Grundlaae ohne Anlehnung an die Religion gelehrt. Er umfaßt auch ganz besonders den Schutz der Vogelnester und trotzdem es ein so Leichtes ist, die Thiere mit Aether zu tobten. . Frösche, Maikäfer und andere Jnsecten, Hunde und Katzen des eigenen Hauses, gefangene Mäuse, die man langsam von der Jägerin Katze zu Tode martern läßt in Gegenwart der Kinder — sie alle bilden das Heer der Thiere, an denen Kinder ihre Grausamkeiten ausüben können und leider meist ausüben dürfen. Kein Kind hat von der Natur die Anlage erhalten, Freude an der Qual schwächerer Geschöpfe zu empfinden- wo dieser Zug von Grausamkeit schon an kleineren Kindern beobachtet wird, ist die Erziehung daran schuld. Man kann bei richtiger Erziehung aus jedem Kindergemüth das machen, was man will, ein grausames, gefühlsrohes und herrisches Geschöpf, das int späteren Leben immer nur in roher Weise die Macht des Stärkeren geltend machen wird, aber auch ein mitleidiges, für das Leid anderer empfindsames Wesen, das sich seiner Kraft und Ueberlegenheit gerade dadurch be- i mußt wird, weil es gelernt hat, dem Schwächeren Schutz zu bieten! _____________ GEeinnütziges. Auslege« geschnittener Kartoffeln. Das Legen geschnittener Kartoffeln ist vielfach gebräuchlich, kann aber unter Umständen sehr nachtheilig für die Kartoffelernte werden. So hatte im vorigen Jahre mein Nachbar viele geschnittene Kartoffeln zur Saat verwendet- nachdem sie aufgegangen waren, froren dieselben sämmtlich bei einem starken Nachtfrost, welchen wir Ende Mai hatten, ab. Die nicht geschnittenen dachten Mutter. I Kartoffeln wuchsen nun nach einigen Tagen ununterbrochen Aber wie wirkt hier das Haus so häufig auf das Kind weit während die verschnittenen theils gar nicht nach- ein! Die Fälle von Grausamkeiten, die an dem Thiere tm wu^en theils sehr schwache Keime trieben, welche bei der Hause verübt werden, sind haarsträubend! damaligen Dürre nach kurzer Zeit wieder vertrockneten. Es Da wird in Gegenwart von kleinen Kindern Geflügel immerhin besser, die Saatkartoffeln mit der Hand zu abgeschlachtet, selten in richtiger Weise. Anfangs entsetzt, erlesen, die kleinen und größten zum Verfüttern oder Versieht das Kind den Zuckungen des Thierkörpers zu- da diese hinnen und nur die Mittelkartoffeln zur Saat zu verwenden. Manipulationen aber von einer höheren Macht, von der I (g^ßte matt jedoch bei der alten Methode des Schneidens Mutter oder der Köchin ausgeführt werden, so muß, nach öer6Ieiben wollen, so muß die Schnittfläche immer nach unten der kindlichen Logik, die Sache gutzuheißen sein. Das Kind I werden, da andernfalls die Keime der Kartoffeln nach gewöhnt sich daran. Wie viel leichter schlägt es dann I jn die Erde treiben und erst um die Saatknolle Spinnen, Käser, Schmetterlinge und Amphibien tobt, zeigen I herumwachsen müssen, um an bie Oberfläche zu gelangen, ihm biese Thiere doch nicht ben gleichen Tobeskampf tote bas I Immerhin aber geht bie geschnittene Saat später auf, bleibt größere Geflügel. in Folqe besten in ber ersten Zeit einige Tage im Wachrthum Die Thierquälerei ber Fische im Haushalt, welcher bte I gen anberen zurück unb ber Stanb bes Felbes ist em Kinder bald gleichgiltig zusehen lernen, bilden allein eine I ^^eicher. ganze Chronik. I * * * Werden z. B. in einer Familie junge Katzen oder Mge Nachveredelung der Rosen im Frühjahre Hunde ersäuft, so ziehen die Kinder wie zu einem Fest mit . ^n Edelreisern wird folgendermaßen ausgeführt: hinaus, um das Todeszappeln der Thierchen zu „bewunder . ^u§^neiben des Edelauges wird l'/z Zentimeter unter- Ich sand vor einiger Zeit bei einem Besuch m emer Z ^us,cyne gemacht, und zwar nicht senk- Familie die sieben Kinder tnt Garten vor einer Tonne - I 1 mchse sondern schräg nach dem Wurzelende gerichtet - sammelt, die nur zur Hälfte mit Master gefüllt war und in recht zur Achse,,, °^7imeter tief sein. Alsdann wird das der vier nicht gar zu kleine Hunde Ersauft werden sollten, er 6 f Dimeter oberhalb des Auges angesetzt und Em Thierchen nach dem andern wurde ersauft, die ganze 11 la ( hxrausgeschnitten, indem man das häßliche Procedur dauerte eine Stunde. Und wahrend dieser tz t @$nbSIage be§ ersten Schnittes zuführt, ganzen Zeit johlten und pulten bie Kinder vor Vergnügen M st * Schildchen entsprechend, wird am Wildling um bie Tonne herum rote Indianer vor dem Opfer am j bieje§ geschehen, so wird Marterpfahl. Die Mutter aber sagte mir bann: „Ich> wollte Ast verbunben unb ein Glasehlinber (auch alter Lampen- bte Thierchen fortschaffen lassen, aber bie Kmber ließen { Veredelung gestülpt. Letzterer muß oben sich nicht nehmen, die Hunde selbst zu ertranken!" I c9ltnoer2 UD.er .......sL* Wenn gebildete Mütter solche unverzeihliche Fehler begehen, kann man dann von der schwer arbeitenden Frau aus dem Volk verlangen, daß sie die Kinder von jeder Thierquälerei abhalten soll? Denn ein in solchem Haushalt bedienstet gewesenes Dienstmädchen z. B. wird später im eignen Heim ihren Kindern ähnliche Grausamkeiten auch gestatten, hat das doch bei den „Gebildeten" gelernt! Wie quälen die Kinder ost die Schmetterlinge? Stundenlang zappeln diese armen Thiere an der Stecknadel, 144 für diese Veredelung halten sich am besten, wenn sie in etwa I ringsten zu schaden, diesen Uebelstand beseitigen. Man be- 1 Fuß tiefen Gräben in der Erde aufbewahrt werden. reitet aus 100 Gramm Chlorkalk uud 900 Gramm heißem * * *. r„ G „ . r Wasser eine Chlorkalklösung. Nachdem sie sich geklärt hat, Die jimgen Gänschen werden häufig von Ungeziefer taucht man in dieselbe einen Wattebausch oder ein leinenes und kleinen Fliegen heimgesucht und mitunter so geplagt, Läppchen und bestreicht damit die versengten Theile der Wäsche daß sie oft in Menge sterben, wenn es der Züchter an der Hat man gestärkte Wäsche, z. B. Oberhemden, Kragen, Man- nöthigen Aufsicht und Abhülfe fehlen läßt. Ungeziefer der- schetten re. mittels des Plätteisens versengt, so muß vor der treibt man am besten mit Rüböl, Leinöl und noch besser Behandlung der Wäsche mit Chlorkalklösung die Stärke durch alten Thran oder eine Lauge von Tabak, welche Mittel mittelst heißem Wasser beseitigt werden. Sobald die ber- man mit gehöriger Vorsicht an den Stellen des Leibes an- sengte Stelle verschwindet und die Wäsche wieder weiß wird bringt, an welchen das Ungeziefer gewöhnlich seinen Sitz hat. wäscht man mit kaltem Wasser gründlich die Chlorkalklösung aus^ Dies sitzt in der Regel am Kopfe, am Halse und unter den I * * * Mgeln. Wenn kleine geflügelte Insekten ihnen häufig in Waschschwämme zu »einige«. Schwämme werden die Ohren, Augen u. s w. kriechen, so sorge man dafür, von Laugen und siedenden Flüssigkeiten angegriffen. Daher daß immer Wasser in tiefen Gefäßen dasteht, in welches die reinigt man die durch langen Gebrauch schmierig gewordenen geplagten Gänse ihre Köpfe stecken und diese kleinen Plage- Schwämme am besten kalt mit sehr verdünnter Salzsäure, geister abspülen können. Damit sie dies aber um so eifriger * * * thun, wirft man Gerstenkörner in das Waffergefäß. Auch Dilettantenarbeiten in Hol; eit. Bei der stets hilft es, wenn man etwas Kienöl in die Ohren und um die wachsenden Beliebtheit, welche die Dilettantenarbeiten in-Holz Augen streicht, dessen Geruch die Jnsecten vertreibt. usw. (Laubsäge-, Schnitz-, Einlege- und Holzmalerel-, Holzbrand-, * * * I Fach- und Kerbschnitt-, Kleineisen und Metall) in immer Die beste« Nester für Taube« sind die aus ge- weiteren Kreisen finden, sind auch die Lieferanten in den Stand branntem Thone. Man stellt zwei Stücke in jeden Nistkasten, gesetzt, immer reichhaltigere Mustervorlagen zu bieten. In weil es namentlich bei Tauben, die sehr fruchtbar sind, häufig erster Linie ist zu empfehlen die Firma M ey L Wi d meyer, vorkommen dürfte, daß sie schon wieder Eier legen, während Verlag, Amalienstraße Nr. 7 in München, welche alle Hilfsmittel noch Junge im anderen Neste liegen. Die Nester dürfen für derartige Arbeiten, wie Anleitungen zu allen Arbeitsarten, inwendig nicht mit Glasur überzogen sein, da dieselbe die rohes Holz in Tafeln, fertige Gegenstände, auf Holz gedruckte Feuchtigkeit, welche die Jungen abgeben, nicht durchläßt und Vorlagen, alle Werkzeuge und Materialien, Laubsäge- und aufsaugt. In Folge deffen verfault das Stroh häufig im andere Maschinen, Dreh- und Hobelbänke, complette Werkzeug- Neste, die Jungen liegen feucht, auch ist der durchdringende kästen, Brandapparate etc., vornehmlich aber künstlerisch aus- Geruch, abgesehen davon, daß das Ungeziefer nach solchen geführte Vorlagen auf Papier liefert. Die soeben erschienene Stellen trachtet, der Gesundheit der Jungen schädlich. Gyps- 62 Großfolioseiten starke Preisliste mit über 1500 Abbildungen, nester sind, obgleich sie einer öfteren Reinigung bedürfeu, welche für 30 Pfg in Briefmarken zu haben ist, gibt den zu empfehlen, weil sie die Wärme länger festhalten. Die treffendsten Beweis für die große Leistungsfähigkeit des Hauses. Nester selbst haben die Form einer runden Schale und I müssen am oberen Rande 20 bis 30 Zentimeter Durchmesser I L)uiirsvistisches< bei einer Höhe von 10 Zentimeter aufweisen, bei großen Tauben-Raffen aber entsprechend größer sein. * * Die Berwerth««g des Rußes aus Schornsteinen, versteckte Anspielung. Wirthin: „Hier haben Gefeit u. s. w. als Düngmittel verdient die größte Beachtung. I ®te cn™n 2^^ ®uppe, armer Mann!" Bettler (nach Neun Theile Ruß mit einem Theil Salz gemischt ist einer Kessel schreiend, in dem Würste brodeln): „Gott geb' der vorzüglichsten Gartendünger. Bestreut man Gemüsebeete 'ie r®u.^ taufen°fad) lieber, 8rau Wirthin, ... und noch vor dem Bepflanzen mit einem Gemisch von Ruß, Salz und I tau’en° Würstel dazu! * * Asche, so bleiben sie vom Ungeziefer, besonders von den I * * Erdflöhen, verschont, und die jungen Pflanzen zeigen das ! Schnell geholfen. „Wie unangenehm is met’S, üppigste Wachsthum. Für Rüben, Mohrrüben und Carotten daß mei’ Frau is links! . . Weißt De nichts dagegen?" — giebt es kein besseres Düngemittel wie den Ofenruß. Rasen- I //Kauf ihr e’ recht großen Brillant an de rechte Hand!" Plätze, bei Regenwetter mit Ruß leicht überstreut, zeigen einen * * * tiefdunkeln üppigen Graswuchs. Auch bei Obstbäumen I Rache. „Wenn mein Mann recht gut mit mir ist, wirkt eine Rußdüngung ganz vorzüglich. Auch für Topf- dann muß ihm die Köchin stets seine Leibspeise kochen!" — Pflanzen ist Ruß ein vorzüglicher Dünger. Für diesen Zweck /,Urtb wenn er Dich einmal recht ärgert?" — „Dann setze übergießt man ihn mit kochendem Wasser und giebt einen ich ihm Selbstgekochtes vor und mache auf dem Zlavier Zusatz vnn Hornspänen, um einen wirksamen flüssigen Dünger Tafelmusik dazu!" zu erhalten. Derartige gedüngte Pflanzen zeigen einen Herr- * * * lichen Wuchs und eine prächtige Blattentwickelung. Für Kindlicher Farbensinn. Mama: „Was ist grün?" empfindliche und vor allen Dingen für junge Pflanzen ver- — Fritzchen: „Die Farbe der Hoffnung." — „Und was ist wende man Rußwasser nur in sehr großer Verdünnung mit schwarz?" — „Die Farbe der Trauer." — „Und blau?" Wasser, sonst ist es zu scharf. Man werfe daher den Ruß — „Blau ist der Gerichtsvollzieher." nicht achtlos bei Seite, sondern sammele ihn sorgfältig zur * * * nützlichen Verwendung. Die Dungkraft des Rußes ist leicht Faule Ausrede. Lehrer: „Sie sollten heute die erklärlich, denn es enthält im Mittel: Ruß von Holz 1,3 Procent ersten acht Verse des Gedichtes lernen, beginnen Sie, Müller." Stickstoff, 0,4 Procent Phosphorsäure und 2,4 Procent Kali- — Müller: „Entschuldigen Sie, ich habe aus Versehen den Steinkohlenruß dagegen 2,4 Procent Stickstoff, 0,4 Procent ersten Vers acht Mal gelernt." Phosphorsäure und 0,1 Proeent Kali. Der letztere ist sonach * * * am werthvollsten. I Passendes Zitat. Mutter: „Du sagst, es sei erst * * * 12 Uhr gewesen, als Du gestern heimkamst? Sollte ich mich Versengte Wäsche. Hat man mittelst des Plätteisens geirrt haben?" — Student: „Jedenfalls, Mama, sagt doch die Wäsche versengt, so kann man, ohne der Wäsche im ge- | schon Schiller: Mütter irren." Redaction: 8L Scheyda. Druck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei (Pietsch & Scheyda) in Bießcn-