AeMa-derPS.Rai. s* I sssUjM ^Äj ttWfi HIMW JäTt^ KfflasacgM Das Kind der Tänzerin. Roman ans dem amerikanischen Leben von Joseph Treumann. ie gute, alte Zeit! Man thut, Als [jütf man sonst im Glück geschwommen-, Auch uns're Zeit wird einmal gut — Im Munde Der, die nach uns kommen. Frida Schanz. (Fortsetzung.) Mit einem Fluch ergriff Brown ein Glas und ffhleuderte es mitten unter die Raucher. „Fort mit Euch, ^hr^Landratten!" brüllte er, indem er dem Glas eine Flasche und dann einen Krug nachsandte. Kurzum, Caleb Brown „machte reine Arbeit" mit den auf dem Schenktische stehenden Gegenständen, zur Bestürzung des äöin[)e§] und der Gaste, von denen nicht Einer geneigt schien, ihm in den Arm zu ja en. Plötzlich flog die Thür auf, und ein junges Mädchen erschien in der Mitte der Tabakwolke. Sie verlor kein Wo , sondern ergriff Caleb am Kragen seiner Jacke und ritz ihn vom Schenktische herunter. Umsonst war sem W'dcrstand, mit Mercy Poole vermochte er sich nicht , melfen- J zog ihn über den Boden in den Hausflur hmans, ffn die Hausthür und schleuderte ihn mit gewaltigem Sotz f die Stratze. „Gute Nacht, Mr. Brown! ne sie ihm spöttisch nach; „graben Sie nun selbst nach CaPitan Kidd» Schatz am Strande von Blackport!" Der Mann war wie eine Bombe vor Robertv Futz niedergefallen. Laut auflachend half ihm dieser wieder aus bic 93cinc ,, , „Halloh, Caleb!" sagte er, „Mercy hat eine kräflige Hand,- das war ein hübsches Stückchen von der Hez der langen Zunge, nicht wahr?" f ( „Caleb sah sich verblüfft um und sagte. „Der Deuse hole sie!" Mit diesem frommen Wunsche setzte er stcy Bewegung und wankte die Straße hinab. Robert trat nun in den Gasthof. , „ ift „Halt!" rief er dem Mädchen zu, das eben un gr s war, die Thür zu schließen- „sperre mich nicht mw, Mercy. Beim Klang dieser wohlbekannten Stimme wankte Mercy «inen Schritt zurück und wurde bleich wie der od. „Robert!" keuchte sie- „Du bist es?" „Ja," antwortete er mit erzwungener Heiterkeit- „ich bin's, Dein alter Freund und Schatz — nach langer Zeit wieder einmal in Blackport." , Das Mädchen öffnete eine Thür auf der anderen Seite des Hansganges- die Hand, die Caleb überwältigt hatte, zitterte jetzt wie Espenlaub. , „Hierher," sagte sie in bewegtem Tone - „mein Vater sitzt mit seinen alten Kameraden im Schenkzimmer. Wie Du mich erschreckt hast- ich dachte nicht, daß ich Dich je Wiedersehen würde!" r . .. Sie begaben sich in ein leeres Wohnzimmer, tn welchem ein helles Feuer brannte. Robert trat mit einem leichten Lächeln um seine Lippen zu dem Mädchen heran. „Willst Du mir nicht Deine Hand zum Willkommen geben, Mercy? So bist Du also noch hier? I» fürchtete, daß ich Dich nicht mehr hier treffen würde- ich glaubte, daß irgend ein glücklicher Bursche das schönste Mädchen von Blackport schon vor Monaten hcimgesührt hätte. Mer cy war sehr groß - wenn sie mit hochaufgerichtetem Kopfe dastand, machte sie einen imponireudeii Eindruck- sie hatte ein schönes Gesicht mit regelmäßigen Zügen, ^svmi- verbranliten Wangen und vollen rothen Lippen, starke Flechten von rabenschwarzem Haar wandten sich um ihren schöngeformten Kopf, und ein Paar schwarze, feurige Augen blickten fest und unverwandt in Roberts blaue. Sie wollte seine Hand nicht berühren und verbarg die ihrige auf dem Rücken. , . t , Merkwürdig! Grade heute weilten meine Gedanken 6ei Dir!" sagte sie. Wirklich? Nun, es freut mich, daß sich Jemand die Mühe"giebt, an mich zu denken," antwortete er- „waren es Gedanken angenehmer Art?" Jeder einzelne war ein Fluch !" antwortete Mercy Poole. "Bitte führe mir heute Abend keine Tragödie aus/ bat Robert und warf sich erschöpft in einen Armstuhl- nach einer kleinen Weile fuhr er fort: „Ich bin todtmüde- ,ch habe seit heute früh nichts gegessen- gestatte, daß ich mir ein Abendbrod bestelle." Mercy warf ihm einem wutheuden Buck zu- ohne ein Wort zu erwidern, ging sie aus dem Zimmer, um sich nach ber Küche zu begeben, und überließ Robert seinen Betrachtungen. Die Gedanken, denen der junge Mann sich hingab, waren nichts weniger als angenehmer Art. Halb erfroren, hungrig, lebensmüde, rückte er seinen Stuhl an das Feuer unb liefe seine Blicke in dem wohlbekannten Zimmer umher- — 238 — Abendbrode Leidenschaft Deiner Ehe Vaters und . „ sWpf.r Qfg ar+itsebrt Monate waren verflossen- seit | mit meinem Vater ist mir um so empfindlicher, als ich " . ui bw aeseffen und Mercy Poole seine Liebe erklärt gegenwärtig in finanzieller Verlegenheit bin- gebe der batte, daß sich in dem alten Zimmer nichts ver- Himmel, daß er ft4 ebenso sehr nach einer Versöhnung nnhrrt batte • Veränderungen gehörten überhaupt in Blackport I sehnen möge, tote ich. ben seltensten Dingen. Da waren noch immer die Rohr- Mercy kämpfte einige Augenblicke gewaltig mit sich B “ Men Lehnen, der Ichneeweiste Fnß. selbst, ehe sie der Sproche wieder mach», werde. Lndlq 'L,"ä- mst Ä-Isim, w«»™« Busse. - m wie er s-gte sie: „Du hust, ww.ch hure, em ÄS . MLMK-A». m-.- S-m «ick !», ®8®e"ceeenm?8°§«g™i®to-' °ih-e°1u-j-u A-be'-' ^‘"Taqum* d!nn wenn mein Sedächmiß mich „ich. trägt, SeTn”Bnnbeenns mit Ihm durch die braunen h-.ie mein Baier stets eine b-s-nd-re Abne„ung 3egen LrELd°-- heute mit ihm, nach dem Schiss. „@™i» fi- -gleicht sie - Dir --Dein Mewes, druch derer in einem lurzen «.leben «litten! Damals brachte Mere, ”*e"6 *»* ®«" « hin,'ihm der Himmel n* M ®ei£; i«#t »««ein „n6 „widertet „Ich weih 11111 "Dasb'Einireien^MereyS störte ihn in seinem Hinbrüten- I wirklich selbst nicht — ich achtete nicht daraus." LSdLLLL 1° sthk^er »Ä SL-W-U feiner Ä ;ÄÄÄn.. Lichte s.r dL au, das stir Dich istst -s must Wahl£ 3'“Ä - „List," -ntwart-f- der junge Mann mit eine. -?ch habe D r etwas'zu sagen, Mercy," begann er- Bitterkeit, deren Bedeutung Mercy entging „ -n'dr nach den -aunen Gras tiger Sturm . Hätte ich' : Hände be« jeljört. Als «et, Merey! wie ernst fc40 — in Bewegung und übergab dem öffnenden Mädchen seine Karte. Nach wenigen Minuten befand er sich in einem Salon, in dem jene wohlige Atmosphäre herrschte, die nur Reich- thum, gepaart mit feiner Herzensbildung zu erzeugen vermag, was aber das wunderbarste war — Dort, umwogt vom Sonnengold, jugendlich liebreizend, wie er sie vor einem Jahrzehnt zum letzten Male gesehen, knospenhaft schon mit den zarten, reinen Farben in dem holden Antlitz stand die Fee, die ihn an unsichtbaren Zauberfäden hierher gelockt. Nicht Herr seiner Erregungen, sank Erich mit einer leise gestammelten Liebkosung zu den Füßen des Nebenzimmer und gleich darauf erschien die Gestalt einer sehr anmuthigen, jungen Frau im Rahmen der Portiöre. Erich sprang auf, aber die kleine Hand hielt er so fest, daß sie sich, trotz einigen Widerstrebens, ihm überlassen mußte. „Liebe Elsa, Herr Wolfram! — Stelle mich doch „Meine Schwester Misa, unser Maikätzchen — aber Sie glaubten doch etwa nicht, daß ich —" ein fröhliches, schalk- ■, i Haftes Auflachen — „wir sehen einander allerdings sehr ähnlich, und vor zehn Jahren mag ich gerade so ausgeschaut haben — aber nun muß ich Ihnen erst meine Freude aussprechen lieblichen Menschenkindes nieder und Preßte sein glühendes Antlitz gegen eine weiche kühle Hand. „Misa — Kätzchen!" tönte es in diesem Moment im volle zehn Jahre lagen — eine lange Zeit in »em Entwickelungsstudium des Mannes, besonders aber tn dem Leben überglücklicher Bräutigam! _ F Bon nun ab sandte der Künstler seiner Misa । () die holden Attribute des Frühlings: Maiglöckchen, « ^stund braune Aurikeln, diese aber wurden nicht von e , baren Manschette umschlossen, sondern von eine sanftglänzender Maikätzchen. Pedaction: 8L Echeyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei (Pietsch & Scheyd») vor —" eines Mädchens! . _ Es war eine schüchterne, ideale Liebe gewesen. Der junge Akademiker und das kaum achtzehnjährige Mädchen trafen sich „zusällig" an einigen Nachmittagen tn der Woche int Stadtpark, sprachen über Kunst und Liebe und schwuren sich schließlich ewige Treue, als es galt, Abschied zu nehmen, als Erich von seinem Vormund ins Ausland geschickt wurde, um dort seine Studien zu vollenden. 5lnf«ng« g»b EII-S d-m > Mer d>e!<6 Wi-d-rs-hl»! D-S wird eine priichtize Le!,» fS« bergen Inn,enR-nt.en-,»der nennen, £ 8rit'"blefe ä“>Ie® ne,' Ip°>«chtl,e 8--nndin »nnft! Mein M-nn ist ganz fwij dar»«!, daß A-- der Molchen, kchatttte «1°5» «ch den »ori-n »ää WM»& »Ä an seme holde Elsa gedacht^ Lebensver- nicht verdiene, möchte ich sie mir doch um jeden Preis erhalten." ,..u Und b“ tnp£,lnu stoben, so „Und warum haben Sie uns micht früher ausgesucht, haltmsse gezwungen ^r, ?wstlo w ts z st, I Wolfram? Auch unsere Hoffnung, einmal mit Ihnen zsö - * S,°K »Wää ”» ®‘Ä "" ®"”"": 6,tIt „A- F-m°-'°n „Mai,iitz«-n" war 8», Künstler^ sind meist impulsive Menschen, und deshalb das in mir so lebhafte Erinnerungen und Sehnsucht nach begab sich Erich unverzüglich nach der Redaction und erkundigte Glück erweckte, fteilich auch Vorwurfe, große sich klopfenden Herzens nach dem Namen und der Wohnung bereiteten, daß ich, von den roiderstreuendsten‘ W 8 der B-?f°fferin des Feuilletons „Maikätzchen". getrieben, mem Heil nur tn einer Zusammenkunft nut „Frau Elsa Falk", lautete die Auskunft, die Erich erne Ihnen sah! - ,4mtSCeS?ÄSXe^»t mutz,- Erich er. den ÄÄJ X"«if« * Ä erlangen, viel weniger seine Ruhe. Er mochte nichts genießen, merei geheilt und trotzdem ich meinen ^ugendtraum J konnte nicht arbeiten, und war wie ausgewechselt. Die Sehn- I missen möchte, gehört meine Liebe einzig tn sucht nach Elsa, die immer noch, umflossen von dem Liebreiz meinen drei herzigen Kleinen. der ersten Jugend, vor seinem geistigen Auge stand, wuchs „Ich aber mochte mein Ideal, das ich heute ge, i an zu einem leidenschaftlichen Verlangen, dem er endlich, wie für alle Zeit festhalten, Elsa. . . . Ist n'cht noch e P durch eine höhere Macht getrieben, nachgab. Er machte sorg- chen für einen Schwager in Ihrem H^en vorhanden^ fällig Toilette, warf sich in eine Droschke und fuhr direct „Ein bequemer Platz, Erich, «nd damit S e bie belben ,e»Mb-I--.e°--eppe°. I-,w £ ««en Dr°h, | unb * Maikätzchen ihren Geburtstag und zu diesem sind IC aller Form eingeladen, Herr Wolfram!" ctgii, Erich wiederholte nun fleißig seine Besuche tn oe ö schen Hause, und wenn sein elastischer Schritt ertön , > pochte Misas Herz lauter und ihr liebes Gesichtchen ! rote in rosige Gluth getaucht. Eines Tages hielt glückstrahlend ihre kleine Hand fest in der {einigen 3 Roman All Anstrem Es roa, Schritte wollte, De die gefr der Na< dem ur Angeleg er mußt genau i Mannes Ni schirnme' Bewohn Die M. sich vor Auf bet nahen 5 einzigen R< wandert