>f zerbrechen, - kwürdige Etgeit- iren Schritt und iE ä la Trilby hespind revidirte aß mir Jemand icht gehört, daß schreibbrief bon Zinsherabsetzung gleich eine Aus- es mir so bor, tich um: Minna 'pich zusammen, insere Familien- , Geschenk einer im Rahmen der n war, stand t die Zeit der die „N. H.V.", e Erdbeeren:c. Pflücken! Und Kernobst, sind tigen Nährsalze der boll aus« lleifeproceß ist, ges im Keller :aum theilweise : und — zum darum unboll- da sie damit chlecht nichts noch auch bei katarrh beran- sorgsamer gern unrichtigen eine tadellose iter mehr be- : reifes Obst rt. In eine Scheiben zer- Pfeffer und schextract und lang langsam Pfanne, die c Farce bon iese wiederum t das Gericht er dem Feuer chalotten und and Weißwein ie, sobald sie nur wagen, nächsten Zeit „Na, die dein VicßkN. fl W ly.'iiiiii» "i Min Kampfplatz ist die Welt; -wgl Das Kränzlein und die Kron' Trägt Keiner, der nicht kämpst, Mit Ruhm und Ehr' davon. Du wähnst, weil Keiner widerspricht, Daß sie sich Deiner Ansicht neigen? Oft aber liegt — vergiß das nicht! ■— Der größte Widerspruch im Schweigen. O. E. W. Das Kind der Tänzerin. Roman aus dem amerikanischen Leben von Joseph Treumann. (Fortsetzung.) In der Mitte des Zimmers lag Iris in einem großen, weichen Fauteuil/ sie hatte ein dünnes, weißes Nachtgewand an, das ihr mit den lose herabhängenden dunklen Locken ein fast kindliches Aussehen verlieh) ihre kleinen Hände ruhten müßig auf ihrem Schooß/ ihre Augen waren halb geschlossen. Sie schien sich nicht im Mindesten um den Kampf zu kümmern, der dicht neben ihr zwischen Hannah Johnson und Ethel stattfand. Sich unter dem festen Griff des Weibes windend und krümmend, das kleine Engelsgesicht von Zorn geröthet, die Veilchenangen von Thränen benetzt, die Kleider verschoben — ein leibhaftiges Bild lieblicher Schwäche in den Händen roher Kraft, so erschien die kleine Ethel zum ersten Mal den Blicken ihrer Großtante. „Ich will Polly haben - ich will Polly haben I" schrie sie von Neuem/ plötzlich schwieg sie, denn sie hatte Miß Pamela erblickt, die, in ihren Regenmantel gehüllt, mit Staunen und Entrüstung auf der Schwelle stand, während die alte Hopkins mit der Laterne hinter ihrer Gebieterin stehen geblieben war. „Gerechter Himmel, Madame!" sagte Miß Pamela, indem sie sich zu der trägen weißen Gestalt im Fauteuil wandte, „was soll das 'heißen? Gestatten Sie Ihrer Dienerin, Ihr Kind, die Tochter meines Neffen Robert, so zu mißhandeln? Pfui der Schande!" Iris fuhr erschrocken auf. Hannah Johnsons Hand ließ rasch von dem Kinde ab. Beide starrten diesen ungeladenen Gast bestürzt an. Dann aber erhob sich Iris mit der Selbstbeherrschung, die sie selten verließ, von ihrem Stuhle und sagte mit sanfter Stimme: „Meine werthe Miß Greylock, es freut mich. Sie in meinem neuen Heim bewillkommen zu dürfen. Ethel ist diesen Abend sehr unartig gewesen, und Hannah ist eine alte und treue Dienerin, die meinen Liebling wie ihr eigenes Leben liebt und der Kleinen um Alles in der Welt keinen Schaden zufügen würde/ sie ist indessen ein wenig rauh in ihren Manieren. Komm, Kind, küsse.Deine liebe Tante und sage ihr, daß Mama sehr erfreut ist, ihr für ihre freundlichen Briefe danken zu können und für die Unterstützung, die sie uns vor einigen Wochen in unserer Noth sandte." Ethel rührte sich nicht. Miß Pamela warf einen Blick int Zimmer umher. Auf dem Piano lagen Musikalien, in den Vasen prangten duftende Blumen, und rosafarbene Lichtschirme dämpften das Licht der Lampen. Das ganze Gemach trag das Gepräge des Luxus. „Meine Briefe waren nicht freundlich, Madame," antwortete sic mit strengem Tone. „Wie konnten sie es fein, da ich nie freundschaftliche Gesinnungen gegen Sie hegte? Und nun lassen Sie mich fragen, wer ist Polly, und warum verlangt Ihr Kind so kläglich nach ihr?" Iris brach in ein heiteres Lachen aus. „Polly existirt nicht mehr/ es war ein häßlicher grüner Vogel, ein Papagei, der einzige Spielgefährte, den das Mädchen jemals hatte. Mein armes Kind hegte eine lächerliche Neigung zu demselben. Da wir damals sehr arm waren, so mußten wir in einem Miethshause leben / eines Tages drehte ein boshafter Nachbar dem Vogel den Hals um. Ethel trauert noch immer um ihren tobten Liebling und verlangt denselben zurück." Miß Pamela betrachtete das Kind einige Secunden lang schweigend, dann aber machte die Natur ihre Rechte bei ihr geltend. Sie stürzte plötzlich auf die Kleine zu und drückte sie an ihr Herz, grade tote Mercy Poole es in dem Gasthof gethan hatte. Iris fing zu schluchzen an und wischte sich mit einem Spitzentuch die Augen. „Sieht sie — ihrem armen Vater ähnlich?" stammelte sie. Miß Pamela warf einen prüfenden Blick auf das noch immer vom Zorn geröthete und von Thränen benetzte Gesicht des Kindes und sagte bann: „Ganz unb gar nicht; sie hat zwar Augen unb Haare von derselben Farbe, damit aber hört alle Aehnlichkeit auf." Iris sah betroffen aus. 286 in dem Boudoir. „Ja," antwortete Iris trocken. „Mr. Godfrey Greylock hat seine Enkelin mit diesem Obdach versorgt- zugleich aber sagte er mir, daß er sie enterbt hatte, daß sein ganzes Vermögen einem Fremden zusallen werde. Er verabscheut uns, erweist uns Wohlthaten, wie man einem hungrigen Hunde Abschluß zum bringen." * i8 Miß Pamela erhob sich bestürzt und entrüstet.^- hatte ihr buchstäblich, wenn auch mit Höflicken / . •• • „A ** -- antwortete sie- „seien Sie versichert, daß ich ihn - sagen werde. Der Himmel ist mein Zeuge, td) , ,a Roberts Tochter, wenn Sie über des Kindes Zn I bestimmen haben. Leben Sie wohl, Madame- es h Ueberzeugung, daß Sie dazu geboren waren, der bi der Greylocks zu sein!" M Sie verließ die Rosen-Villa und eilte mit o er . Hopkins nach dem Herrenhaus zurück. Dort ent B - „ ,,, fn„Sdv(inv. // fnntP rte. „»deren Leuten fällt i einen Knochen vorwirft. Glauben Sie, daß ich für einen k Blick aus - ich selbst erkenne solchen Mann Dankbarkeit empfinden kann? Nicht iw die Aehnüchkeit auf denersten Blickauf ch tt^t °rtenne und weil ich ein hülfloser der Familie Greylock nte vorgekommen. höbniVÄ • mein Kind sich selbst und ihre unglückliche Mutter von dieser bi.f="@M*Tw fU «»„'"UmalM*«ftoltog«.6L °l°nd-n Wft.,» i» I«m. wähl di,!.r Sb w»l>l ih- «9* "»d JSH-b-» «* ,6rem schzren Kind-, bas sich an ch-- Kn,-- ich», -‘“Sä ä«**4 TW« Ä« Ä. ia" W N -.mm bie mir«... Mr “■bw Mtni nid,‘5 sb» JtÄÄS will Polly haben!" rief sie aus,S R ue, moem ße yeiiig a rechtmäßigen Erbes beraubt werden sollte?" den Füßen strampelte und sich aus der Umarmung ihrer daß zuckten nervös. „Madame," Großtante °^umachen such e. sagte Iris, sagte sie, „das ist meines Bruders Sache, nicht meine- "Ich sehe "'daß sie schlecht erzogen wird," entgegnete er hat mir nie eine Stimme in dieser Angelegenheit zuge- s.° 'chm. *- e-%"ygc-^'bS;6.„b „w °°'""9-s-n?" -rw!b--I° J-i- ml, h--anS,°-b,rnb-m -ach-n. „Im S-gmch-ich ich kam f-m-n Wsinlch.» m» » St,'rein; ad-- fit kann nne eine Shlph- ianz-n; si- h», s-hl-n jNwlbtr hi°rt,-r; tr wirb s-hi anfg-d-achl fern, IM mein T-l-nt fowahl wi- m-in- Ang-nd-aren g-t-di; kämm -- --fahr', dasi ch Sch HAuch^. E u, «Ä'i ""sri6t"64006 iKÄ^i« ÄÄ Ä Ä 7^ »sx»«« Ä Ä aetriebene Blume auf ihren kleinen Zehen umherzuwirbeln I Ihrem Bruder- ich werde mir dieselbe ertrotzen. LzrÄ»L» MisiÄTiÄJSÄ»*- *w* k tos. « Iris hatte ihre Tochter im Tanzen unterrichtet und unschuldige Kind — ja, es ist zu bedauern. durste auf die Fortschritte, die ihre gelehrige Schülerin unter Iris Augen flammten- allem sie wußte s 1 u ihrer Leitung gemacht hatte, stolz sein. Wie lieblich die in herrschen. „Ich will nicht versuchen, mein verga g Weiß und Rosa gekleidete Gestalt erschien! Wie allerliebst Leben zu rechtfertigen," sagte sw ^ühgultigem T° , des Gesichtchen, das jetzt vor Wonne strahlte und in dem „ich will Sie nur ersuchen, dem Großvatter des Knide m° keine Spur von Zorn mehr zu erblicken war! Botschaft zu überbringen. Sagen Sie ihm, daß R be is Und Miß Pamela? Ganz außer sich vor Entsetzen saß Tochter Talent, entschiedenes Talent VM ihrer O I sie da und starrte auf ihre Nichte, als ob dieselbe eine erbt hat- sagen Sie ihm, daß ich meinMogllchsteSth M aistiae Schlange wäre. Nach einigen Minuten verbeugte um dieses Talent zu entwickeln, daß wir ruch 9 sich Ethel vor ihrem Auditorium- sie warf jedem der An- Gefangene in diesem hübschen Kerker zu ver e 9 -mb b-n- b-b i« im «-» I» «P-m-Ia si-h...° tief. „Oh, d,-s ist -W' Ä** Iris streichelte das blondlockige Köpfchen der Kleinen längst Zeit, daß mein Kmd Bette gebracht wir, und sagte: „Meinen Sie? Nun, ich freue mich über ihr ^ngt an, schläfrig zu werden Verzeihen « Talent, denn es ist ja nur zu klar, daß sie dereinst ihr Brod Miß Greylock, wenn ich Sie ersuche, diese Unterredu g z in der Welt selbst wird verdienen müssen." 1 """ Miß Pamela blickte in dem luxuriösen Zimmer umher. „Sie scheint für jetzt ganz gut versorgt zu sein." Iris zuckte die Achseln. Hannah hatte sich aus dem | Thür gewiesen. Zimmer entfernt, und die alte Hopkins wartete auf dem L"L" Hausflur. Die beiden Damen waren mit dem Kinde allein 287 (Fortsetzung folgt.) nehmen." nch ihres Regenmantels und ihrer Ueberschuhe, worauf sie I sich entschlossen nach der Bibliothek ihres Bruders begab und anklopfte. „Herein!" rief der Gebieter von Greylock Woods. Er saß mit einem Buch in der Hand an seinem Tisch. I Ein Fenster des prächtigen Gemaches stand offen- hin und wieder drang ein Windstoß herein und machte das Licht in der silbernen Hängelampe flackern. An der Wand, nicht I weit von dem Tische, hing das Bild eines prächtigen, alten Gebäudes in elisabethischem Styl — es stellte den englischen Stammsitz der Familie, Greylock Hall von seinem alten Park umgeben, dar. Auf dem Tisch befand sich eine eingerahmte Photographie des jungen Baronets, Sir Gervase. „Godfrey," sprach Pamela, ohne eine Entschuldigung oder Einleitung vorzubringen, „ich bin in der Rosen-Billa gewesen und habe Roberts Wittwe und ihr Kind gesehen." Der alte Herr fuhr zornig auf und ließ sein Buch fallen. r r „Ich konnte mich nicht länger beherrschen," fuhr die I Me Jungfer fort, bevor er Zeit hatte, ein Wort zu erwidern. „Es war ein innerer Drang, der mich jhintrieb- ich brannte vor Verlangen, Roberts Töchterchen zu sehen. Und oh, wie lieblich ist die Kleine! Godfrey, Du hast in Deiner Schwiegertochter Deinen Mann gefunden- das Weib ist geradezu entsetzlich!" Und nun theilte sie ihrem Bruder Alles mit, was sie gehört hatte. Keine Muskel seines kalten Gesichts veränderte sicher blätterte, während sie sprach, in seinem Buch- ein sarkastisches Lächeln spielte um die Winkel seines Mundes. „Nun, fühlst Du Dich für Deinen nächtlichen Ausflug belohnt, Pamela?" fragte er trocken, als sie ihre Geschichte gegen alles." Von Lina Fabian. ich für einen i ? Nicht tut h ein hülsloser sein Brod essen nir vorschreibt; t fern, an dem itter von dieser ieser Gefangeu- ■e Kniee lehnte, fff es, aber leb- >ar, das feinen ; konnte. die Kleine für entsetzt. t habe mich der einer Tänzerin iocks Mildthätig- war von Rechtsleine je gethan, werden sollte?" >. „Madame," e, nicht meine; Gelegenheit zuge- jierhergesandt?" nschcn und Be- cacht fein, wenn ’ es nicht um jer hier bleiben, werde beständig feine Erlaubniß ihern. Glauben lung unterwerfen und die Mutter cksichtnahme von >tzen!" Erinnerungen in alte: „Madame! der Freundschaft en; aber dieses u ißte sich zu be- etn vergangenes -gültigem Tone; des Kindes eine m, daß Roberts hrer Mutter ge- hstes thun werde, nicht lange als "weilen gedenken, tich bewachen zu im Stande fein orgen, als dem fft indessen W tracht wird; es Sie mir daher, Unterredung jum entrüstet. 91*" l en Worten, du Bruder sage»/ 3 ich ihm All-- ge, ich bedauerndes Zukunft z" ne; es ist , der böse Genu-r tc mit der alten ort entledigte (Schluß.) „Ich habe eine Bitte, gnädige Frau," sagte sie, indem sie einen liebevollen Blick über die Caffette schweifen ließ, „morgen kommt meine Cousine aus der Provinz. Das ist ein armes Mädchen, die möchte sich hier eine neue Stellung suchen. Würden Sie nicht die Freundlichkeit . . -? „Im Mädchengelaß wirds etwas eng hergehen, — meinte ich. Ja, das schon," antwortete sie, und es schien nur, als ob wieder ein plötzlicher Schein von Roth das blasse Gesicht überdunkele, „meine Cousine und ich sind zwar von früher her an das engste Zusammenleben gewohnt, — aber wenn sie die Güte haben möchten . . ." „Na ja, wenn's so steht," ich war überaus gnädig gestimmt, „könnte man für Ihre Cousine ein Bett aufschlagen im Corridor, vielleicht gebe ich das Fremdenzimmer her, s ist doch ein anständiges Mädchen?" „Und ob," erklärte Minna ernsten Tones. „Sie sollten sie mal sehen, etwas größer wie ich, blasses Gesicht, aschblondes Haar, — sie war lange Jahre m Staatsbetrieben beschäftigt, sie war Mädchen bei einem Gefängnißbeamten tn I E"Äingut," entschied ich, „dann soll ein Bett im Fremdenzimmer ausgestellt werden. Lange Zeit wird sich Ihre Cousine doch nicht aufhalten?" , , Ach bewahre," antwortete Minna rasch, „sobald eine Stellung gefunden ist, tritt sie dieselbe an. Ich werde ihr schon behilflich sein, daß sie was Ordentliches findet. Am Abend kam die Cousine. Ich sah sie einmal flüchtig im Corridor, in welchem Minna vergessen hatte, die Gasflamme anzustecken. Nun, hübsch war das Mädchen nicht: groß, starkknochig, von fahler Gesichtsfarbe, auf der Stirn eine Narbe, es kam mir sogar vor, als ob es Puder aufgelegt hatte. I <^hre Stimme klang merkwürdig rauh, na, in einem seinen Hause würde die wohl nicht Stellung erhalten. Meinem Mann erzählte ich, daß Minna Besuch bekommen habe „Na weißt Du", meinte er und legte die Stirn in Falten, „Deine Minna gefällt mir gar nicht. Dieses Umberschleichen von dem Frauenzimmer paßt mir nicht. Als I heute Morgen das Geld wcgschloß, das der Briefträger gebracht hatte, stand sie plötzlich hinter mir und glotzte in die Schublade, in welche ich die Geldstücke zu den übrigen legte. Am liebsten wäre es mir, sie wäre erst wieder zum Tempel hinaus, ooo", beI)nte f^gst wohl Du an, die Dienstmädchen zu chikaniren. Wenn Du weiter nichts an Minna | auszusetzen hast, so ist dies herzlich wenig. Sie wird heute „Ich sage Dir aber, Godfrey, daß ich ihre Dienerin das Kind buchstäblich mißhandeln, schlagen sah, daß sie selbst vollkommen gleichgültig zuschaute." „Das wundert mich nicht- eine schlechte Gattin ist auch eine schlechte Mutter." „Du kannst Dir gar nicht vorstellen, wie allerliebst das kleine Ding aussah, als cs auf seinen «einen Zehen umherwirbelte. Gleichzeitig überlief es mich ganz kalt bet dem Anblick- ihre Schönheit ist ganz ungewöhnlich- habet hat sie dasselbe Temperament wie ihr armer Vater. Herr Godfrey runzelte die Stirn." „Ich bin sehr unzufrieden mit Dir, Pamela- Du hattest kein Recht, diese ekelhasten Entdeckungen zu machen. Wenn das Kmd „aber eine Tänzerin werden will —- wenn es Talent hat — „Sie hat e§ leider- ich konnte nicht umhin, es wahrzubeendigt hatte. ., I Ja," antwortete Miß Pamela- „denn ich habe Roberts I Kind gesehen und die gottlosen Pläne seiner Mutter entdeckt- I Du wirst sicherlich einschreiten, Godfrey — Du wirst etwas I thun, um die arme Kleine zu retten." Die kalten Augen nahmen einen noch kälteren Ausdruck an. „Ich! Fällt mir nicht im Schlaf ein! Laß die Vagabundin ihr Kind zu ihrem eigenen Berufe heranbilden. Was geht das uns an? Die Mutter hat unumschränktes Versüguugsrecht über ihr Kind; ich habe nichts mit der Sache I zu thun. Die Rosen - Villa steht zu ihrer Verfügung, so lange sie meine Befehle befolgt- sollte etwas Besseres ihr I geboten werden, so bleibt es natürlich unbenommen, daraus einzugehen. Verzeih mir, Pamela, wenn ich Dir sage, daß Du sehr unklug gehandelt haft." .. Die alte Jungfer schien völlig bestürzt. „Godfrey, wie kannst Du nur so reden?!" keuchte sie hervor. „Du bist und bleibst des Kindes leiblicher Großvater. „Erinnere mich nicht beständig an diese verhaßte Thatsache." „ „Allein um der Familieriehre halber, Godfrey — „Die Familienehre ist von jenem Weibe langst m den Koch getreten worden- sie kann unmöglich noch mehr befleckt werden, als sie es schon ist- ich selbst und Str Gervase sind jetzt die einzigen Wahrer derselben." „Nenne mir jenen verhaßten Knaben nicht, rief Miß Pamela empört aus- „ich kämpfe für die Rechte Deiner Enkelin — ich bin jetzt mehr als je ihre Freundin und Beschützerin, denn ich sehe wohl ein, daß ste kernen Menschen auf Erden hat, dem ihr Wohl am Herzen hegt — nicht einmal ihrer eigenen Mutter." , Herr Godfrey ließ seine Hand mit Wucht auf sein Buch fallen - seine düsteren Augen flammten. „Bist Du errrr so blind, Pamela, daß Du die Pläne dieses elenden Weibes nicht zu durchschauen vermagst? Mir erschernen diese so durchsichtig wie Wasser- sie will ihre Tochter zu meiner Erbin machen, und ihr angebliches Vorhaben, ste zur Tänzerin auszubilden, ist nur ein Mittel, das sie anwendet, um ihren Zweck bei mir zu erreichen." 288 Morgen in Deinem Arbeitszimmer etwas zu tyun gehabt haben, daS ist doch sehr einfach." „Ach was, zu thun gehabt haben", brummte mein Mann, „mir paßt die ganze Galgenphysiognomie nicht. Wenn ich blos wüßte, wo ich dies Weib schon gesehen hätte . . . . Na, vielleicht fällts mir über Nacht ein." * * * Als ich am andern Morgen meinen Sohn hinaus schickte, damit ihn Minna für die Schule zurecht machen sollte, kam er nach einer Weile zurück und erklärte, Minna sei in der Küche nicht zu finden. „Dann wird sie in ihrer Stube sein," sagte ich und drehte mich auf die andere Seite, um noch ein Stündchen zu ruhen. Kaum war ich etwas eingenickt, als der Junge wiederkam, — noch immer im Nachtgewand: Minna sei auch in ihrer Stube nicht. „Sie wird im Fremdenzimmer sein, um ihre Cousine zu wecken," rief ich. Es verging eine Weile, da kam der Junge wieder und meldete, beide Thüren zum Fremdenzimmer seien zugeschlossen, es brenne in der Küche noch kein Feuer und Minnas Reisekorb stehe auch nicht mehr im Corridor. Ich stand auf, gähnend auf, ■— nicht einmal meine Nachtruhe wurde mir gegönnt. Im Corridor sah's wüst und leer aus, an den Kleiderriegeln hingen nur einige Kindersachen. In einer Ecke lag ein Bündel: eine Schürze, eine Taille, ein Frauenrock. Von Minna war nichts zu sehen und zu hören, ihr Korb war verschwunden, das Fremdenzimmer verschlossen. Ich klopfte aus Leibeskräften, — Niemand öffnete! Erfüllt von bangen Ahnungen eilte ich ins Schlafzimmer und weckte ziemlich unsanft meinen Mann. „Minna ist verschwunden", rief ich ihm zu. „Dem Himmel sei Dank", seufze er, „wir können froh sein, daß dieser unheimliche Drache davon geflattert ist." „Aber es ist etwas nicht in Ordnung", lamentirte ich, ihr Korb ist auch weg, am Kletderrtegel hängen weder Dein Rock, noch Dein Sommerpaletot, Dein Hut ist auch nicht mehr da . . . ." „Na nu", staunte mein Mann und war mit einem Satz aus dem Bett. Er nahm sich kaum zum Ankleiden Zeit, um sofort auf den „Kriegsschauplatz" abzugehen. Mit dem zweiten Schlüssel wurde das Fremdenzimmer geöffnet, es war leer, — das aufgeschlagene Bett stand unberührt in der Ecke. Im Speisezimmer stand die Thür des Buffets offen, — der Silberkasten war verschwunden! Die Thür des Verticow war nur angelehnt, — die Kassette war verschwunden! Das Schubfach in meines Mannes Schreibtisch war erbrochen, — das Geld war verschwunden! „Dacht' ichs doch, daß dieses Frauenzimmer mit dem Epitzbubengesicht uns hineinlegen würde", knirschte mein Mann ingrimmig. Dann fuhr er nach der Polizei. Nach zwei Stunden schickte er eine Rohrpostkarte, ich sollte mich um 12 Uhr auf Zimmer 28 des Präsidiums einfinden. Dort wurde mir ein dickes Album vorgelegt. „Die Böhmert", sagte der eine Beamte, „Seite 21, Personalacten sind schon hier, ein Herr hat sie heute Morgen reclamirt." Auf Seite 21 wurde mir eine Photographie gezeigt: „Die Minna" rief ich unwillkürlich aus. Dann griff der Beamte nach einem andern Bande. „August Böhmert, Seite 40." Er schlägt das Album auf und zeigte mir die Photographie eines Mannes. „Minnas Cousine", entfuhr es mir unwillkürlich, — es war derselbe starkknochige Oberkörper, das Mädchengeficht, die Narbe auf der Stirn. „Stimmt", sagte der Beamte, „das ist ein nettes Pärchen. Er ist vorgestern erst aus dem Zuchthause entlassen worden und hat gleich wieder einen guten Fang gemacht. Ausbaldowert hat eS seine Frau, — na, das ist eine Gerissene . . . Wissen möcht' ich bloß, wo sie die beiden Kinder untergebracht har . . . " „Jetzt weiß ich ganz genau, wo ich dieses unverschämte Gesicht gesehen habe", sagte Abends mein Mann, „als ich das letzte Mal Geschworener war, haben wir auf ihre Aussage hin den Angeklagten freigesprochen. Wir wollten ihr zuerst nicht so recht glauben, aber sie hatte ihre Aussage beeidet . . . Wie man sich täuschen kann." „Ja, wie man sich täuschen kann", schluchzte ich und weinte dem Silberzeug, der Cassette und dem Gelde emen Niagarafall von Thränen nach. Hrrnispistifches. In der Verliebtheit. „Aber wie konnten Sie den Grenadier küssen, Anna?" — „Gnädige Frau haben noch nie 'nen Grenadier geküßt?" • * * Böses Zeichen. Frau (zu ihrem Mann): „Du, unser neuer Zimmerherr wird gewiß Alles schuldig bleiben — denn dem ist nichts zu theuer!" * * Eine Musterwirthschaft. „An den Tellern sitzt ja noch der Grünkohl von gestern Mittag!" — Kellner: „Das macht nichts! Es giebt heut' wieder Grünkohl!" * * * Unangenehm. Gerichtsvollzieher: „Donnerwetter, jetzt soll ich beim Schuster Hammel wegen vierzig Mark pfänden und bin ihm selber seit vorigem Jahre fünfzig Mark schuldig!" * * * Gemüthli ch. Hausfrau: „Ist dies meine Zahnbürste?" — Dienstmädchen: „Nein, die meinige; aber nehmen Sie sie nur, ich habe die Ihrige auch schon oft gebraucht!" * * * Taktlosigkeit. Frau: „Ich bin umsonst gegangen — der Kaufmann giebt uns keinen Credit!" — Mann: „Der Lump scheint sich über uns erkundigt zu haben! So eine Gemeinheit!" * * * Starke Kurzsichtigkeit. Professor (im Eisenbahn- coupb zum Schutzmann, der eine Landstreicherin transportirt): „Die Herrschaften sind wohl auf der Hochzeitsreise?" * * * Variante. Dame (zum schlechten Tänzer): ,-Mem Herr, es scheint, daß Ihnen noch der nsrvu» ärsiirum fehlt!" * * * Ein Schweren öther. Frau: „Wie konnten Sie sich hinreißen lassen, meine Tochter zu küssen?" — Hauslehrer: „Sie sieht Ihnen zu ähnlich, gnädige Frau?" * * * Moderne Anzeige. Des Alleinradelns müde, suche ich eine flotte Radlerin als Lebensgefährtin. Gefl. Offerten unter „Lebensfahrt" an die Exped. d. Bl. erbeten. Einer der spannendsten Romane für weibliche Leser beginnt soeben in der Wochenschrift „Dies Blatt g«h-rt d«r Hausfra«! zu erscheinen. Der Roman führt den Titel: „Das Füchschen um hat Bertha von der Lancken zur Verfasserin, jene Autorin, welche Wl die beiden, früher im gleichen Blatte erschienenen Erzählungen „Nadme und „Ein neues Geschlecht" sich unter den Leserinnen desselben so geisterte Anhängerinnen verschafft hat. — Ein Abonnement auf«"’“ Blatt gehört der Hausfrau!" ist auch in den Sommermonaten J empfehlen; der reiche Inhalt der guten Zeitschrift bietet allen Lesennnen zu jeder Jahreszeit reiche Anregung und edles Vergnügen. Für ‘ 40 Pfg. pro Quartal liefert jede Buchhandlung und Postanstalt o Blatt frei in's Haus. Redaction: A. Schryda. — Druck und «erlag der Brühl'schen Universitäts-Buch, und Steindruckerei (Pietsch & Scheyda) w