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Ethel befand sich nun allein mit Sir Gervase. „Darf ich Eie fragen, wie lange Sie schon in Blackport waren, «lb wir uns gestern begegneten?" sagte sie endlich mit eisigem Tone. „Seit dem Abend zuvor," antwortete er ruhig, „ich kam mit einem verspäteten Zuge an, und da ich ein Frernd- lii’9 in einem fremden Land war, logirte ich mich für die Nacht in einem Hotel ein/' //Sie hätten mir sagen können, wer Sie waren," meinte Ethel verdrießlich. Ein sarkastisches Lachen spielte um feine Mundwinkel, bod) antwortete er ernst: „Unter den eigenthümlichen Umständen, unter denen wir uns begegneten, hatte ich nicht den Muth dazu." „Was dachten Sie wohl von mir?" fuhr sie fort. „Doch nein; Sie brauchen es mir nicht zu sagen- es liegt nnr wirklich nichts daran. Entschuldigen Sie — Großpapa yat sich ja unsichtbar gemacht- ich muß ihn einholen." - Sie gab „Sultana" die Peitsche und galoppirte davon. Der Baronet folgte ihr nach. Als sie einen Blick zurückwarf mio ihn dicht hinter sich sah, schien ein Dämon sich ihrer bemächtigen. Der Sand flog unter den Hufen der sthwarzen Stute. Das goldene Haar der Reiterin flatterte K ein Banner in der Seebrise. „Ich will Ihnen den euknecht zurückschicken!" rief sie lachend. //Vicht nöthig," erwiderte er. Sie hatte eine Stelle erreicht, wo die Landstraße eine um ein sumpfiges Stück Marschland beschrieb, tebernm gab sie „Sultana" die Peitsche, nnd die Stute sprang von dem sicheren, festen Grund in die Marsche hinab, über welche sie mit der Geschwindigkeit eines Bogels hinflog, ohne des Schlammes zu achten, der an ihr emporspritzte. Der Baronet zögerte keinen Augenblick, ihr zu folgen. Doch hatte der Sprung bei ihm ein unerwartetes Resultat. Das Pferd, das er ritt, war weit schwerer als „Sultana", nnd auch sein eigenes Körpergewicht war ziemlich bedeutend. Mitten auf der Wiese blickte Ethel zurück und sah ihren Cousin tm Schlamm seststccken — das Pferd, das ihn trug, war bis zum Sattelgurt im Morast versunken. Statt umzulenken und ihm zu Hülfe zu kommen, oder ihm auch nur einen Ausweg anzudeuten, brach die Erbin von Greylock Woods in ein schallendes Gelächter aus und sprengte davon. Bald hatte sie die rebenumrankte Pforte erreicht, nnd wenige Minuten später befand sie sich im Herrenhaus. „Wo ist der Baronet, mein Kind?" fragte Greylock, der eben erst zurückgekehrt war. „Ich ließ ihn im Marsch zurück," antwortete Ethel- „er steckt fest im Morast und kann weder vorwärts, noch rückwärts- Du wirst wohl thun, Großpapa, Jemanden abzuschicken, um ihn herauszufischen- es ist ein nasser und unangenehmer Platz für soviel Rang und Würde." Glücklicher Weise war Sir Gervase im Stande gewesen, lich selbst aus dem Sumpf herauszuarbeiten- allein er kam ärgerlich und übler Laune, über und über mit Koth und Schlamm bedeckt, nach dem Herrenhause zurück. Die stolze Erbin von Greylock Woods hatte ihm einen schlimmen Streich gespielt. Doch siehe, als die Klingel das Signal zum Gabelfrühstück gab, kam sie, schneeweiß gekleidet, die lange Treppe herab und sah so unschuldig aus, daß fein Unwille auf der Stelle dahinschwand. Sie ging stracks aus ihn zu und reichte ihm die Hand mit den Worten: „Verzeihen Sie mir, lieber Cousin - ich schäme mich wirklich meiner Ungezogenheit." „Von Herzen gerne," antwortete er, indem er ihre Hand mit Wärme drückte. „Es war sehr, sehr unartig von mir!" „Reden wir nicht weiter mehr davon." Beim Diner erschien Iris Greylock zum ersten Mal im Herrenhaus und setzte damit ihrem Sieg über Godfrey die Krone auf. „Schritt für Schritt kommt man weit," lautet ein französisches Sprichwort. Pünktlich zur festgesetzten Zeit hinkte sie in den Salon, in Seide und Brocat gehüllt, mit blitzenden Diamanten in den Ohren, an den Fingern und 326 am Busen, während ihre dunklen Locken ihr hübsches, blasses Gesicht umwallten. Godfrey Greylock und Miß Pamela empfingen sie kalt, aber höflich. „Wie freut es mich," sagte Iris, zu der Letzteren gewandt, „nach so vielen Jahren unsere alte Bekanntschaft zu erneuern! Sie haben indessen sehr gealtert,- ich würde Sie kaum wieder erkannt haben, wenn ich Ihnen anderswo begegnet wäre." Dann wendete sie sich mit einer zierlichen Verbeugung zu Godfrey und sagte mit halb ironischem Lächeln: „Mein theurer Herr Schwiegervater, ich bin überglücklich, die Friedenspfeife mit Ihnen rauchen zu dürfen. Doch nun, wo ist denn mein Reisegefährte?" Mit kokettem Lächeln hinkte sie zum Baronet, der ihr herzlich die Hand drückte. „Ach, Sir Gcrvase," rief sie- „nie werde ich jene angenehmen Tage zur See vergessen- Ethel weiß es bereits, wie gütig uno aufmerksam Sie auf dem Dampfer gegen mich waren - allein — ich habe cs noch nicht vergessen, daß Sie metnes Geplauders müde wurden und mich so plötzlich am Landungsplatz verließen. Keine Entschuldigung! Zur Strafe dafür sollen Sie heute sehr artig und aufmerksam gegen mich sein." „Das wird ein Vergnügen, keine Strafe für mich sein," antwortete er galant. Iris benahm sich kokett wie ein Mädchen von sechszehn Jahren. Bei Tische erhielt sie die Unterhaltung fast allein im Gange. Godfrey Greylock und Miß Pamela beobachteten sie mit stiller Verachtung. Sir Gervase behandelte sie wie ein verhätscheltes Kind. Ethel sprach während der Mahlzeit nur wenig- beängstigende Gedanken raubten ihr den Appetit. Wenn Regnault jetzt plötzlich unter der Thür erschien- was sollte sie thun? — Was hatte sie zu thun gelobt? Sollte sie aufstehen, mit ihm gehen, und Allem, was ihr so lieb und theuer war, für immer den Rücken kehren? War es nicht an der Zeit, daß sie ihrem Großvater ihr Herz öffnete? „Heute nicht," sagte sie zu sich selbst, vor dem bloßen Gedanken zurückschreckend, „und morgen auch nicht- ich habe in der That keine Veranlassung, mich in der Sache zu überstürzen." Als die Gesellschaft sich vom Tische erhob, flüsterte Iris hinter ihrem Atlasfächer Ethel die Worte zu: „Besten Dank für die weiteren fünftausend Dollars- ich kann damit einige meiner Schulden decken. Aber pfui! Es scheint mir, als ob Großpapas Pläne zu Wasser werden sollten. Du und der Baronet, Ihr kommt mir wie zwei in entgegengesetzten Richtungen dahin schwimmende Eisberge vor- haßt Ihr denn einander so sehr?" Bevor Iris ihre Pony- Equipage bestieg, sagte sie noch triumphirend zu ihrer Tochter: „Ich werde wiederkommen, so oft es mir beliebt." So endete der zweite Tag seit der Ankunft des Baronets. Am dritten und vierten Tage nöthigte Regenwett er Jedermann, zu Hause zu bleiben. Aus Rücksicht für ihren Großvater sang und spielte Ethel und gab sich alle Mühe, dem Gast den Aufenthalt möglichst angenehm zu machen. Während dieser kurzen, aber zahlreichen Begegnungen unter vier Augen machte Ethel einige Entdeckungen. Der Engländer war ein vorzüglicher Musikkenner- er hatte den Continent und den Orient durchreist, als Freiwilliger in Afghanistan und Südafrika gekämpft und hatte Ehren und Narben mit nach der Heimath zurückgebracht. Er war ein Held, und wenn er auch zurückhaltend erschien, so wußte er doch fließend und mit Verständniß über eine Menge interessanter Dinge zu sprechen. Sie fand in ihm einen vortrefflichen Gesellschafter an den regnerischen Nachmittagen, an denen der Park in Nebel gehüllt war und Holzfeuer in den Kaminen des Herrenhauses prasselten- sie fing endlich sogar an, ihn mit Stolz und Bewunderung zu betrach-en. Am Nachmittage des vierten Tages ereignete sich ein Zwischenfall. Der Regen ergoß sich in Strömen herab - der Wind fegte heulend die Alleen auf und nieder. Godfrey Greylock hatte den Baronet nach dem Billardzimmer ge< nommen und Ethel wanderte unmuthig im Salon hin und her - sie wünschte, daß Sir Gervase zurückkommen und mit ihr plaudern möchte, denn sie fühlte sich gelangweilt. Plötzlich ging die Thür auf und Doctor Vandine trat herein- er hatte Miß Pamela, die mit einem Anfall von Neuralgie behaftet war und ihr Zimmer hütete, einen ärztlichen Besuch abgestattet. „Wie gütig Sie sind, daß Sie an mich denken, Doctor!" sagte Ethel mit bezauberndem Lächeln- „an einem solchen Tage darf man sich glücklich schätzen, irgend Jemanden zu sehen." Doctor Dick fühlte sich durch diese Bemerkung nicht sehr geschmeichelt- sein Gesicht wurde merklich länger. „Wann denke ich nicht an Sie ?!" rief er aus - „keine Stunde, keinen Augenblick lang verliere ich Sie aus meinen Gedanken!" Ethel ergriff eine Feuerzange und beschäftigte sich damit, die brennenden Holzklötze in dem offenen Kamin zu rütteln. „Das ist wahrhafiig mehr als ich verdiene," antwortete sie lachend- allein mit erröthenden Wangen- „ich sollte eigentlich meine arme Tante Pamela unterhalten, anstatt meine Zeit hier mit Nichtsthun sie zu vergeuden- allein sie duldet mich nie um sich, wenn sie einen Anfall von Neuralgie hat. Regenwetter ist für die Bewohner von Grehlok Woods etwas Schreckliches- wir sollten in dieser Einsamkeit beständigen Sonnenschein haben." Doctor Dick näherte sich ihr. Sie warf die Feuerzange weg und machte sich mit den chinesischen Vasen aus dem Kamingesims zu schaffen. „Wo ist Ihr englischer Liebhaber?" sagte er. „Sie meinen wohl Sir Gervase? Er ist nicht mein Liebhaber," antwortete sie- doch schon im nächsten Augenblick bereute sie ihre Worte. Das Blut kochte wie flüssige Lava in Vandines Adern, und herausplatzten seine Worte mit leidenschaftlicher Gewalt: „Gott sei Dank! Nun denn, da Srr Gervase mir nicht im Wege steht, sehe ich nicht ein, warum ich länger schweigen sollte. So lassen Sie mich Ihnen denn gestehen, daß ich Sie liebe! Ich wäre ein Feigling, wenn ich weniger sagte — wenn ich ein Dutzend Zungen hätte, könnte ich Ihnen nicht mehr sagen!" Ethel lehnte sich erschrocken an das Kamingesims. Nichts konnte ihr unwillkommener sein, als diese Erklärung. „Es thut mir leid um Sie, Doctor Vandine," antwortete sie traurig- „allein ich kann Ihnen nichts als Erwiderung für Ihre Liebe bieten — nicht einmal Hoffnung." Plötzlich ging dem armen Doctor ein Licht auf. , „Ich verstehe," stöhnte er- „Sie lieben einen Anderen? „Ja," schluchzte sie - „Gott helfe mir — ja!" Wer hatte die Thür geöffnet? Wer stand auf der Schwelle? Ethels Herz pochte gewaltig und drohte dann still zu stehen. Doctor Dick ergriff seinen Hut und schoß mit Blitzeseile an dem Eindringling vorüber, zur Thür und zum Hause hinaus. Sir Gervase blickte Ethel an. „Verzeihen Sie mir, wenn ich Sie überraschte," sagte er mit gesuchter Höflichkeit- „ich glaubte, Sie wären allein. Er hatte Alles gehört. „Es ist keine Ueberraschung — durchaus keine," antwortete sie mit glühenden Wangen, worauf sie, von einem unerklärlichen Schrecken ergriffen, ihm den Rücken wandte und plötzlich das Zimmer verließ. Der fünfte Tag nach der Ankunft des Baronets war Sonntag- Jedermann begab sich zur Kirche. Der sechste ^ag war Zeuge großartiger Vorbereitungen im Hause und u« das Haus her. Am Abend des siebenten fand ein Ball stat , der erste, der seit vielen Jahren in Greylock Woods gegeben wurde. Der Rasen und das Strauchwerk, sowie die laubig 827 - Alleen erglühten von farbigen Lichtern. Die Fvutainen spielten und schimmerten wie farbige Regenbogen und der Sommervollmond erhellte Gärten und Park mit seinem silbernen Scheine. Das Herrenhaus selbst erstrahlte vom Dach bis zur Erde herab in einer Fluth vielfarbigen Lichtes; seine hohen braunen Mauern und der massive, viereckige Thurm boten in der vereinten Glorie des Mondscheins und der chinesischen Laternen einen imposanten Anblick dar. Ein großes Zimmer war zum Tanzsaal eingerichtet worden/ der war glatt gebahnt, und die Wände waren mit Spiegeln und Festons behangen. Equipagen rollten unaufhörlich die Alleen herauf und führten eine Menge Gäste bis vor die weit geöffneten Thüren/ ein Specialzug brachte eine große Gesellschaft aristokratischer Herren und Damen von New-Jork. Godfrey Greylock hatte weder Geld noch Mühe gespart, um diesen Ball seines hochgeborenen englischen Cousins, zu dessen Ehren das Fest stattfand, würdig zu gestalten. „Ohne Zweifel versteht man sich in Ihrem Lande besser aus diese Dinge," sagte Ethel Greylock, als sie unter einer sammetnen Portiere bei Sir Gervase stand und über den mit tropischen Pflanzen decorirten Corridor hinüber nach dem Speisesaal blickte, der von Gold- und Silbergeschirr, Wachslichtern, Krhstall, Porzellan und großen mit Kupfer und Stahl beschlagenen Buffets aus Ebenholz wie ein Feenpalast schimmerte. „Oh, nicht doch!" antwortete der Baronet. Er blickte nicht auf die Pracht und die Herrlichkeit des Hauses, sondern auf dieses Mädchen unter der Portiere, auf diese liebliche Gestalt, die ihm in ihrem Gewände von crömefarbigem Atlas und Gaze, ihrem goldenen Haare, ihrem schneeweißen, mit Perlen geschmückten Halse, ihren leuchtenden Veilchenaugen wie eine wundervolle Vision von Schönheit und Jugend erschien. „Großpapa ist in allen Dingen ein Brite," sagte sie, indem sie ihre langen Handschuhe zuknöpfte/ „allein mein schlimmster Feind kann mich der Vorliebe für Ihre Nation nicht zeihen. Ihr Engländer seid zu steif, zu schwerfällig, zu blöde; Ihr fürchtet Euch zu sehr vor dem Popanz, den Ihr schlechten Geschmack nennt." Sir Gervase lächelte. „Sie überhäufen uns mit Vorwürfen," sagte er/ „läßt sich denn gar nichts zu unseren Gunsten anführen?" „Ich habe keine Zeit, darüber nachzudenken," erwiderte sie lachend, als das in einer Blumenlaube aufgestellte Orchester eben zu spielen begann, „denn jetzt nimmt der Ball seinen Anfang/ Sie tanzen doch?" „Leider nicht," antwortete der Baronet mit trübseliger Miene auf ihre Frage. „Einem Ball beizuwohnen und nicht zu tanzen, geht über die Qualen des Tantalus. Adieu!" Sie nickte ihm spöttisch zu und ließ sich von einem hübschen jungen Manne zum Tanze führen. Weder Doctor Vandine noch Iris Greylock waren auf dem Ball erschienen/ allein bald nach dem Beginn der Festlichkeit erschien Hannah Johnsohn mit ihrem braunen pockennarbigem Gesicht an der Thür des Greylock'schen Dienstbotenquartiers. „Ich will mir die noblen Herrschaften auch ansehen, sagte sie zu der alten Hopkins, „sagen Sie Miß Ethel, daß sie mir einen Platz im Soupersaal anweist, wo ich Gelegenheit habe, Alles zu sehen." „Das werde ich hübsch bleiben lassen," antwortete die alte Hopkins entrüstet. „Miß Ethel tanzt jetzt, und es fallt mir nicht ein, sie in ihrem Vergnügen zu stören. Es dürfen nur farbige Dienstboten den Soupersaal betreten/ Ihr kommt auf keinen Fall hinein, das steht fest." „Wirklich?" rief Hannah Johnson zornig. „Wir wollen doch sehen/ ich bin von so großer Wichtigkeit wie irgend Jemand in diesem Haus. Versteht Ihr mich?" „Das ist mir wirklich etwas Neues!" sagte die alte Hopkins. Nach einem weiteren Wortwechsel begab sich die alte Haushälterin, die den Frieden über Alles liebte, in den Ball- aal und flüsterte Ethel während einer Pause zu, daß Jemand sie für einen Augenblick zu sprechen wünsche. Die junge Erbin trat in ein Nebenzimmer, wo Hannah Johnson auf sie wartete. Die Haushälterin trug ihr das Begehren der Braunen vor. „Es ist unmöglich, Hannah," sagte Ethel kalt, „Du darfst den Soupersaal nicht betreten/ Großpapa würde sehr zornig werden, wenn er Dich dort erblickte/ ich rathe Dir, hm nicht unter die Augen zu kommen." Hannah fuhr zornig auf und rief: „Sie erfüllen die Wünsche Ihrer Mama, warum nicht auch die meinigen? Es ist an der Zeit, daß ich ebenfalls meinen Antheil an Ihrer Gunst erhalte. Mir haben Sie es mehr als irgend Jemandem zu verdanken, daß Sie die Erbin dieses Mannes geworden/ ich lasse mich von Niemandem unter diesem Dache beleidigen. Wenn ich wollte, könnte ich Ihrem stolzen Großpapa eine Geschichte erzählen, bei der er die Augen weit aufreißen würde." Hannah war außer sich vor Wuth. Ethel warf ihr einen vernichtenden Blick zu. „Du bist sehr unverschämt," sagte sie mit dem Tone einer Königin/ „Mama hat Dich verhätschelt/ kehre jetzt sofort nach der Rosen-Villa zurück!" Mit diesen Worten verließ Ethel ruhig das Zimmer. Die alte Hopkins öffnete die Thür und hieß Hannah gehen, und da die übrige Dienerschaft sich jetzt um sie drängte, so hielt die Braune es für das Klügste, dem Befehl nachzukommen. „So wahr mich Gott hört!" ries sie im Gehen mit einem Blicke, der die alte Hopkins erbeben machte, „der Grünschnabel soll mir das büßen! Möge das Vöglein tanzen — ich werde es seiner schönen Federn berauben/ ich werde es wieder hinschicken, wo es her kam!" Die Mitternachtsstunde schlug, der Mond stand hoch am sternbesäten Himmel, und Flöten und Violinen ließen im Ballsaal ihre berauschendste Musik ertönen/ der weite Raum war übervoll von schönen Gesichtern und strahlenden Toiletten/ Licht, Hitze und Parfüm wirkten überwältigend. „Meine Lungen verlangen nach frischer Luft," sagte Ethel mit erzwungenem Lachen/ „bitte, führen Sie mich hinaus!" Sie richtete diese Worte an den Baronet, der ihr den Fächer und das Bouqet hielt und ziemlich gelangweilt drein blickte. Er warf ihr rasch einen Shaw! um die Schultern/ sie schritten hinaus durch eine Glasthür auf die breite Piazza, und bald wandelten sie unter den grünen Bäumen dahin. Sie kamen zu einem glatt geschorenen, vom Mondlicht erhellten Rasen, in dessen Mitte eine Fontaine plät'chene. Einige Gartenstühle standen umher/ sie ließen sich in der Nähe der Fontaine nieder. „Sie tanzen wohl gern?" fragte Sir Gervase. „Ja," antwortete Ethel/ „diese Schwäche ist mir angeboren. Haben Sie nicht bemerkt, wie famos ich den letzten Walzer tanzte?" Eine zerdrückte Rose fiel aus ihrem Haar. Sir Gervase hob die Blume auf und drückte dieselbe an die L