zu rothen t fie über n werden n trockene, mit seinem ; man die rhen Tops, mer. Von V2 Stunde oder Topf das Wasser nd verpicht ßfunb süße -anzbrannt« t, nachdem :en, in ein icker, lasse e ihn mit Kirschen und \e Zucker in Büchsen Reffet inr 1 umwickelt erhitzt, daß ist dies der möglich mit c mit Kork« 1. US schwarzen vachsen, aus ib, zerdrückt h heraurge' einem Liter den Zucker, itkochen und ist sehr er« tohannir. inen vorzüg« bei Kindern mit heißem a r läßt in nan erscheinen, 1 dürste. Air von Phil«' t der Verfasser troßkausmannS des Romanes, intelligent, aber fter Erlangung res Verbrechen nur Characl.ee edelsten L-rzc» führt er Spannung « ltnisse, anbtav n vorgeführlen alles, verbun- anes, erkenne» em Werk „D-r überungen von an erscheint in tg, in welcher 0 a) in Gießen. üinilkrilffäftei’ (Schluß.) Und nun trat Isolde hinter der dunklen Portiere her« vor, schöner, bezaubernder denn je in dem tiefschwarzen Sammetcostüm. , L ,, x . Es zuckte gar eigen über das blaffe, etwas verwüstete Antlitz des jungen Malers, al« er jetzt mit einer tiefen Ver« beugung Isolde begrüßte. , Ah, Frau von Wettern, was führt Sie zu mrr? fragte er, indem er ihr einen Stuhl anbot. „Wünschen Sie gemalt zu werden? Dann muß ich bitten, an eine andere Thür zu klopfen, ich male das Schöne nicht, nur das Häß« liche, weil ich die Wahrheit liebe und nur das Häßliche in dieser bösen Welt ist wahr.» „Nein, gemalt will ich nicht werden," erwiderte Isolde, zaaend zu ihm ausschauend. Wie war er verändert, wie blaß und ernst das einst so warme, jugendfrohe Gestcht, und doch wie interessant, wie anziehend. Ein ihr längst fremd gewordenes Gefühl heißen Sehnens und Wünschens erfaßte ste und befangen von diesem Gesühl sprach ste seinen Namen mit so süßem, zärtlichem Klang aus, daß ste selbst davor erschreckte und heißes Roth über ihr Gestcht flog, als ste seinem kalten, verwunderten Blick begegnete. , r t „Ich kam ja nur, um Ihr großes, herrliches Talent zu r^/'N vor dem gänzlichen Versinken in diesem schrecklichen Muralirmu«," stammelte sie. „Ste haben e» doch selbst einst ausgesprochen, daß die Kunst das Schöne darstellen soll. „Man ändert seine Ansichten, gnädige Frau, besonder« wenn das Schicksal uns zur rechten Zeit die Augen öffnet, den Vorhang zerreißt; wer einmal hinter diesen Vorhang blickte, der weiß, daß alle Schönheit Maske ist, die falschen, gletßnerischen Seelen zu verhüllen!» „O, Herbert, nein, ich war nicht falsch, nicht gleißnerffch, nur leichtsinnig, jetzt weiß ich e«, daß ich Sie einst wirklich geliebt und daß ich nun ohne Sie elend bin.» „Und Ihr Herr Gemahl?» unterbrach Herbert die in Die Vergeltung. Novelle von F. Stöckert. steigender Erregung hervorgestoßene Rede. „Was soll der dazu sagen? Sie glauben wohl, die zerstörten Ideale können wieder erstehen au« Schmach und Schande? Nein, was Sie mir geraubt: Die heitere, lächelnde Kunst, die Ideale meiner Jugend, das ist Alles dahin auf immer!" „Nein, nein, Herbert, sprechen Sie nicht so, Du mußt» Ste werden zurückkehren zu den früher eingeschlagenen Bahnen. Denken Sie doch an die Schönheit Ihrer ersten Bilder, an da« Wandgemälde in unserem Schloß! Sie waren Offen« barungen de« ewig Schönen, was die Kunst sein soll." Herbert schüttelte finster den Kopf. „Wenn ein anderer Mund so zu mir spräche, reine, un« schuldige Lippen, dann könnte ich vielleicht bekehrt werden, aber die Falschheit in eigenster Person, die für mich nur Lug und Trug auf den Lippen gehabt, nein, die vermag das nie und nimmer." , , , Mit einem Blick unsäglicher Geringschätzung sah er herab auf die schöne Frau und dieser mußte wohl klar werden, daß ste hier am Ende war mit ihrem Können, daß ihre Schönheit, aus die ste doch wohl gebaut, diesem Manne gegenüber machtlos war. Diese Erkenntniß war sehr bitter, sie griff tiefer bei ihr ein wie je etwas Anderes in ihrem Leben. „Ich glaube, nun werde ich ganz schlecht," flüsterte sie mit bebenden Lippen, und wahrer, verzweifelter Schmerz spiegelte sich in ihrem marmorbleichen Antlitz. In Herbert« Augen aber leuchtete e« aus. „Sie erwachen, sie erwachen!» rief er, nicht lächelnd und heiter wie einst. „Aber ich sehe, ste erstehen in düsterer, bestrickender Schönheit, die verlorenen Ideale!» Verstört sah Isolde zu ihm auf, was sollten diese wirren Reden, dieser exaltirte Blick, war er irrsinnig geworden? Ihr fröstelte; von Furcht und Grauen erfüllt, wollte sie sich leise au« dem Zimmer schleichen, Herbert aber vertrat ihr bett Weg. „Bleiben Sie!» herrschte er sie an. „So mit diesen weitgeöffneten Augen, Angst und Schrecken, Schmerz und Verzweiflung in dem bleichen Gesicht, so will ich Sie malen, als jene Beatrice au« Dante« Hölle, die da vergeben« an die Pforten de« Himmels und der Hölle klopft, oder als ewige Jüdin, die ruhelos durch die Lüfte schwebt, getragen von dem Hauch des Johanneskuffes, de» Johannes, der ihre Liebe ver- «— 286 —~ schmähte. Andere, Lucas Kranach, Leonardo de Vinci, haben die schöne Tänzerin gemalt, wie ste das Haupt Johannes des Täufers ihrem Stiefvater bringt, ich will die Verdammte malen, die Salome, die nächtliche, ewig verfluchte, die da tanzen, tanzen muß und nur in der Mitternachtsstunde ruhen darf auf Haselstauden und Eichen, wie es in einem alten Liede heißt." Er hatte während dieser Reden schon nach Bleistift und Papier gegriffen und begann mit großem Eifer eine Skizze des angstvoll zitternden jungen Weibes zu entwerfen. „So, den Kopf etwas zur Seite geneigt!" befahl er und Isolde gehorchte. Sie befand stch wie in einem Zauberbann, nur verstohlen wagte sie dann und wann einen Blick auf Herbert zu werfen, sie sah, wie seine Wangen sich rötheten, wie feine Augen glänzten ganz wie damals, al« sie im väterlichen Schlöffe ihm gegenüber saß und ihr loses Spiel mit ihm getrieben; seine Liebe hatte sie damals für ein Nichts geachtet und jetzt hätte sie vor ihm in die Kniee sinken, um seine Liebe betteln mögen und sie würde doch nur wieder seinem kalten, verwunderten Blick begegnen, er würde sie gehen heißen und — Ein Schrei des Entsetzens drängte sich da plötzlich von ihren Lippen; hatte sich denn heute Alles verschworen, ste zu demüthigen, war das nicht Hagen, der da wie angewurzelt in dem Thürrahmen stand, sie mit wilden Blicken fixirend. Herbert wandte nur einen Moment den Kopf nach dem Freund, dann malte er ruhig weiter. Isolde hatte sich erhoben, sie wollte fort, fliehen aus dem Bereich dieser Männer, die einst zu ihrer Unterhaltung, zum Spielball ihrer Laune gedient und die sie jetzt Beide haßten, verachteten. „Rur noch einen Moment I" gebot Herbert. „Fürchten Sie nichts, Sie stehen hier unter meinem Schutz." Die junge Frau umklammerte krampfhaft die Lehne eines Stuhls, mit angstvollen Augen von Einem zum Andern blickend. Eine Weile war es todtenstill im Zimmer, Hagen stand immer noch wie eine steinerne Bildsäule in der Thür, die Situation noch nicht recht begreifend. Wie kam diese Frau hierher? fragte er sich, und wie konnte Herbert ste in seiner Nähe dulden, ste malen! „So, Sie find entlasten," sagte dieser jetzt mit einer herablassenden Handbewegung, als wäre er ein Fürst und die Gräfin eine seiner Untergebenen. „Nein, bleiben Sie, schöne Isolde, auch ich habe mit Ihnen abzurechnen I" rief Hagen und trat näher zu ihr heran, sein erregtes Geficht beugte fich dicht über fie. „O Du — Du Vergifterin meines Lebens," stieß er wild hervor. — „Warum hast Du mir einst auch Liebe geheuchelt! Warum! Ich frage Dich, warum?" Isolde war entsetzt zurückgewichen. „Herbert, o, mein Gott, schützen Sie mich vor ihm!" schrie fie auf. Herbert öffnete die Thür. „Laß fie ziehen," wandte er stch an seinen Freund, „fie ist glücklos und elend, ärmer wie Du und ich." Wie ein gehetztes Wild flog Isolde hinaus, die Treppen hinunter, wohin, wohin, cs war ihr, al« müßte fie flüchten aus der Welt, irgendwo in einem stillen Erdenwinkel Buße thun für den Leichtstnn ihrer Mädchenjahrs. „Glücklos und elend l" tönte e« an ihr Ohr, Pharaildis, getragen von dem Hauch des Johanniskuffes, durch die Lüfte schwebend, hatte er sie nicht so malen wollen? Sie kannte die Sage wohl und alle solche Sagen haben ihre tiefe Bedeutung. Hat e» doch zu allen Zeiten Frauen gegeben, Frauen wie fie, die die Macht ihrer Schönheit Mißbräuchen, bis dann doch einmal die Liebe ste packt, aber zu gleicher Zeit auch die Strafe für ihren Leichtstnn fie ereilt. Sie finden keine Gegen- liebe mehr und nun irren ste glücklos und elend über den Erdboden, immer das Glück suchend, da» ste wohl ahnen, aber niemals finden gleich wie jene Pharaildis der Sage, vom Wirbelwind gefaßt durch die Lüfte schwebt, unselig, ruhelos. Men auf der Straße hielt «och Isoldens Equipage, ste warf stch in die weichen Polster derselben und fuhr durch die sonnigen Straßen nach dem Thiergarten, der in voller Frühlingsschönheit prangte. Sie sah nichts davon, sah nicht die vielen heiteren, geputzten Spaziergänger, die vielleicht mit Neid auf sie schauten, auf die vornehme Frau, deren Fuß den Staub der Straße nicht zu berühren brauchte. Mit müdem Schritt stieg sie dann die teppichbelegten Treppen in ihrer Wohnung hinauf und trat in ihr blumen- durchdustete» Boudoir. Glücklos und elend, war er denn wahr? Trotz allem Luxus, der sie umgab, arm und elend I Sie schloß die Augen und träumte von einem bescheidenen Heim, in welchem ein junger Künstler hoffnung-freudig dem Höchsten zustrebte und neben ihm, da schaffte und waltete ein junges, glückliche« Weib. So hätte e« sein können, wenn sie nicht Stand und Reich- thum höher gestellt hätte, al« Herberts Liebe. „Nun, schon zurück von Deiner Mission?" Mit diesen Worten trat Wettern herein in das trauliche Gemach. „Wie mir scheint, ist die Enttäuschung auf dem Fuß gefolgt?" Isolde nickte. „Ja, das ist fie, und ich versuche nicht« dergleichen wieder." „Und darf man fragen, wo Du da« Glück gesucht hast?" „Ich war bei Herbert Brand, ich glaubte ihn und seine Kunst für die ideale Schönheit retten zu müssen." „Ah und Du bautest wohl auf seine Jugendschwärmerei für Dich?" unterbrach ihr Gemahl fie lachend. „Ich fürchte, Kind, Du hast Dich etwa« lächerlich gemacht und ich begreife nicht, wie Du al« meine Frau auf solchen Unsinn kommen konntest." „Ja, Du, Du hast Dir freilich alle Mühe gegeben, mich zu Dem zu machen, wa« ich nun bin, ein glückloses, elendes Geschöpf!" „Mein Gott, welche Reden, Isolde, ich wehre er Dir ja nicht, wenn Du noch an Glück glaubst, e« überall zu suchen!" „Den Glauben muß man eben an Deiner Seite verlieren!" „Den verlieren wir Alle mit den Jahren!" „Und was bleibt uns dann, wenn wir den verloren! Wozu lebt man denn überhaupt, wenn die Jahre und da« Leben uns da« Alles rauben!" rief Isolde im verzweifelte» Ton. „Die Frage hat schon mancher Philosoph aufgeworfen und unbeantwortet gelassen. Die Gläubigen fügen, um uni zu einem besseren Leben vorzuberelten. Vielleicht, — Du bist ja ein Weib, versuche es doch einmal mit der Religion, schon manche schöne Büßerin hat darin Trost gefunden." „Ich bitte Dich, spotte nicht über da» Heiligste, was die Menschheit besitzt. Ach, ich wollte, ich wäre fromm, dann würde ich in Gottes Wort Trost suchen. Wer aber an Deiner Seite gelebt, der weiß fich nicht mehr zurückzufinden in die Sphäre der Religion, der Liebe!" Ein Thränenstrom brach aus ihren Augen. Ihr Gemahl sah etwas verwundert aus. Isolde in Thränen! Hier war seine Weisheit zu Ende- Doch diese Thränen mußten ihren Grund haben. Was war geschehen? Hatte man fie gekränkt, beleidigt? Das durfte er al» ihr Gemahl nicht dulden. „Hat Brand Dich beleidigt?" fragte er. „Dann werde ich ihn aufsuchen, dann soll er mir Rechenschaft geben!" „O nein, nein, er hat mir nur die Augen geöffnet, ich weiß jetzt, was Glück ist, ich habe es einst besessen und mcht geachtet, und nun bin ich eine Verdammte, eine Unselige, eine Pharaildis!" , m. „Du bist einfach exaltirt, ich werde gehen und Dir Deine Jungfer mit einem beruhigenden Getränk schicken. Hem Abend fingt Etelka Gerstner, ich hoffe, Du wirst Dich vir dahin erholt haben, um mich nach der Oper begleiten zu können." Er ging und Isolde kam im Laufe de» Tage» z« der Einsicht, daß e» da» Beste war, wenn fie Zerstreuung suchte, 2B7 - Freudlos spann sich ihr Leben weiter, bald waren sie So kann man auf einem Balle, selbst wenn man erbikt 0 ober ®i8 e^en' ohne etwa» Nachtheiliges müffen' barf sich nicht der Kälte au», setzen. Aber wenn auch von diesem Gesichtspunkte aus der “* «N gefährlich betrachtet werden «ö^b d«moch nicht zu billigen und in den weit- ou» meisten Fällen durchaus zu verurthetlen. !,ftben bereits gesagt, daß die Einführung kalter «SSH*. »?en flat?en Zufluß von Wärme nach der Ober» fläche des Körpers veranlaßt. Nun wird einem jeden, der liche Krankheiten herbeigeführt- Sehen wir uns nun die Fälle etwas genauer an. Wenn man in sehr heißem Zustande kaltes Wasser trinkt, fo faß sie dann am Abend neben Wettern im Opernhause, die echte Weltdame, der Niemand ansah, welche Emotionen ihr Innerstes heute erschüttert. Wie muß man trinken, um die wirkliche Qual zu lindern, dre in der Trockenheit des Mundes und der Kehle ihre Anfangsursache hat? y y - O, dieses Weh, diese Verzweiflung in dem blassen Antlitz Erschauernd legte sie das Bild zur Seite und bedeckte ihr Gesicht mit beiden Händen, Thräne auf Thräne rannen durch die schlanken Finger. — w ♦ ♦ e Zu derselben Stunde, da steht auf nicht sebr ferner Bergeshöhe Herbert Brand und neb?n ihm ein junges, fei ges Weib, Aennchen, die Försterstochter. 19 Schelmisch blickte sie zu ihm auf. «War es nicht dort, Herbert? ' Die runden Finger weisen nach einem schlanken Thürmchen. „Ja, dort hielt mich schön Rothtraut in ihrem Zauber- bann und raubte mir Alles, meine Jugend, meine Kunst! — fr b6nn wieder sah - Pharaildis - da regte die flügellahme Seele die Schwingen wieder, ich erwachte zu neuem Leben, neuen Thaten und neuem Lieben. Ich holte mir mein süßes Weib und rufe nun wieder wie damals, als ich zum ersten Male hier stand: ' Es ist eine Lust, zu leben!" Die Kunst, seinen Durst zu stillen. Von Dr. Heinrich von Kleinstadt. ------- (Nachdruck verboten.) In den Tagen großer Hitze, in den Monaten Juli und August, wird stets eine Frage aufgeworfen, die mehr, als man eigentlich glauben sollte, auf das Allgemeinbefinden einen großen Einfluß hat; es ist die Frage: „Wie stillt man im Sommer seinen Durst? Will ich aufrichtig sein, so muß ich, selbst auf die Gefahr hin, einem oder dem andern der geschätzten Leser 9^hen, daß fast kein Mensch es versteht, während des Sommers auf richtige und angemessene Art seinen Durst zu stillen. Man trinkt, theils aus Gewohnheit, theils aus Uebung; aber die einen trinken »u viel und die anderen nicht genug; einige kaum so viel, daß fiestchschwere Krankheiten zuziehen. Es ist daher ebenso unerläßlich, richtig trinken, wie vernünftig essen zu lernen. „ erheblicher Theil aller Krankheiten und körperlichen Beschwerden, an denen die Menschheit im Sommer leidet, ist auf keine andere Ursache zurückzuführen, als auf die im Uebermaß genoffenen Erfrischungen. Wir wollen heute nicht auf die Qualität der Getränke, welche hauptsächlich zur Anwendung gelangen, näher eingehen, sondern versuchen, die Theorie des Trinkens mit einigen Worten zu erläutern. M das Trinken gefährlich, wenn man stark erhitzt ist? Stillt man den Durst, wenn man viel trinkt oder reizt man ihn im Gegentheil dadurch noch mehr? I der Eingeweide nach der Hautoberfläche zurück, die Hitze dringt nach außen, die Transpiration wird stark beschleunigt, und man fühlt, wie einem die Wärme ins Gesicht steigt. Ver« ®- eine Portion Eis oder trinkt ein Glas sehr I Wasser, so wird sich unmittelbar darauf der ganze mit Schweiß bedecken. Trinkt man zwei bis drei Glas Wasser hinter einander, so wird die Wirkung eine ganz besonders starke sein, und man wird sogar einige Minuten später einen Schauder empfinden. Ist die eingeführte Menge nicht besonders groß gewesen, so kehrt das Blut, nachdem es zur Haut geströmt, in das Innere zurück. Diese doppelte Bewegung des Bluteingangs und -Rückgangs ist im Grunde genommen dem Menschen durchaus nicht nachtheilig, aber es kann dennoch gerade hierin eine Gefahr liegen. Die Temperatur des Menschen ist bis auf wenige zehntel stets dieselbe, nämlich 38 Grad. Das Uebermaß der Hitze, welches die Temperatur im Sommer erhöhen würde, wird durch den Abgang wärmender Materie, der man der Verflüchtigung des Schweißes verdankt, compenfirt. Es ist be- rannt, daß, wenn man sich ein wenig Alcohol, Bau de I Col°gne oder Aethsr auf die Hand oder auf die Stirn gießt, man sogleich eine Empfindung von Kälte verspürt; daraus ersteht man, das alles Flüssige, um zu verdunste», den umgebenden Körpern Hitze entnimmt- Jedes Gramm, welche» verdunstet, läßt auf der Oberfläche des Körpers eine deutlich wahrnehmbare Kälteempfindung zurück. Unter normalen Be- dingungen ist es das Nervensystem, welches die Verflüchtigung des Schweißes, und daran anschließend den Abgang der Wärme- Elerieregulirt. Das Nervensystem zwingt den Körper mit Rücksicht auf die äußere Temperatur zu erkalten und so bleibt derselbe unverändert in einer Temperatur von 38 Grad, wie eine Maschine, deren Kessel vom Heizer regulirt wird Setzt man sich aber in erhitztem Zustand einem Luftzuae Q“8' so wird die Verflüchtigung des Schweiße» nicht mehr Ä" durch das Nervensystem regulirt; die Luft führt den Schweiß fort und verarbeitet ihn in stärkerer Quantität als nöthig wäre; ist dieselbe sehr stark, so zieht man sich Rheumatismus, Brustfellentzündung u. f. w. zu. Man siebt also daraus, je mehr Wasser an der Oberfläche der Haut desto mehr transpirirt man. ' Nicht daß genossene Wasser ist gefährlich, sondern die Außenluft, welche oen erhitzten Körper überfällt. Jede Gefahr schwindet, wenn man, statt sich unbeweglich zu verhalten und st-h-n zu bleiben, weiter geht. Die Bewegung, welöbe hervor^ öet^Q^' dringt von neuem Wärme und Schweiß tfreuoios spann itcy ihr lieben weiter, bald waren sie Das sind die sRunftn m» „!Xl ,, . & ÄS' SÄ Äfttt rtnb' "Nh wir uns ein wenig^nähZ LL ihr eines Tages einige Photographien neuester Kunsterzeugnisse, in den in Schweiß befindlichen Körver^könn? tarnta war wf ein Bild H-rb-rl B-mb.. „Sütome- b.1 fognr „et N Seine Züge «och einmal Mrewigt," fügte der rüM ” f*°" l5M' Graf unbefangen, „allerdings mit einem Ausdruck, der Dir Isolde griff mit zitternden Händen nach dem Bilde. Ja, der Schriftsteller hatte Recht, das mußte wie eine Tragödie wirken. — Diese Scenerie, eine trostlose, öde, mondbeschienene Gegend, man sah ordentlich, wie der Wind über die Haide fegte, durch die dürren Haselstauden zitterte und auf einer dieser Stauden „Salome!" 288 - sich nur etwas mit den modernen Fortschritten der Physik vertraut gemacht hat, bekannt sein, daß Wärme und Kraft gleichbedeutend sind; aus die Außenseite des Körpers Wärme herbeiführen, heißt ihn schwächen. Jedes getrunkene Glas Wasser repräsentirt ein Capital von Kraft, das wir durch e'gene Schuld vernichten — wir bemerken, daß die Trinker sehr bald müde werden, während die Enthalsamen, obwohl sie unter dem Durste leiden, sich aber hüten zu trinken, ihre Kräfte conserviren und ans Ziel gelangen. Nicht oft genug kann man wiederholen, daß zu vieles Trinken den Körper schwächt, derselbe wird hierdurch für Krankheiten empfänglicher gemacht und man steht sich durch übermäßiges Trinken von den im Sommer so zahlreichen epidemischen Leiden bedroht. Uebrigens stillt vieles Trinken auch nicht den Durst. Wer hat nicht schon bemerkt, daß man einen um so größeren Durst verspürt, je mehr man trinkt; die Erklärung dasür liegt sehr nahe. Der Durst kommt vor allen Dingen von einer bedeutenden Verminderung des wasserhaltigen Theiles des Blutes. Nun verliert man aber bei der großen Hitze durch Schweiß mehr, als man durch die genoffene Flüssigkeit dem Körper wieder zuzuführen in der Lage ist, da man in einer Stunde zwei bis drei Pfund Schweiß verlieren kann. Der Magen ist nicht im Stande, eine gleiche Menge Flüssigkeit zu vertragen, es ist also der Verlust an Flüssigkeit größer, als der Gewinn, und zwar um so mehr, als das genoffene Waffer kälter ist und dadurch einen reichlicheren Schweiß hervorbringt. Es liegt also klar auf der Hand, daß der Durst im Verhältniß größer wird, weil die im Blut absor- birte Quantität Flüssigkeit sich immer mehr verringert. So erklärt man sich auch, warum man einen immer stärkeren Durst empfindet, sobald man getrunken hat, und warum das Eis und die angeblich durststillenden Getränke, nachdem sie den Durst für den Augenblick zwar gelöscht, denselben unmittelbar darauf um so stärker reizen. Die vorangegangenen Betrachtungen zeigen uns, in welcher Weise man trinken muß, das ist gewiß, aber man muß ver- meiden, dabei in Schweiß zu gerathen. Man muß warten, bis der Körper sich nicht mehr in Transpiration befindet, damit der Schweiß nicht bei der geringsten Erregung ent- weicht und das dem Blute nothwendige Waffer nicht ent» fliehen läßt; man darf nicht zu kalt trinken, damit die Reaction des Blutes an der Oberfläche die waffsrhaltigen Absonderungskanäle nicht in Thätigkeit fetzt; man muß schließlich etwas feste Nahrung zu sich nehmen, um die Er- regung der Kälte im Magen zu mildern und die Tran- fpiration zu vermindern. In heißen Ländern trinkt man fast nur vermittelst eines Strohhalms; die Flüssigkeit fließt bequemer und ruhiger, ohne das Blut zur Haut zmückzudrängen, und man stillt auf diese Weise seinen Durst. Es kann nicht, warm genug empfohlen werden, nur in kleinen Schlucken zu trinken, anstatt sich große Masten kalten Masters in den Magen zu jagen. Daß die Behauptung, die meisten Menschen verstehen nicht zu trinken, sehr wahr ist, zeigt uns, daß man im All- gemeinen während des Sommers magerer wird; der durch den Schweiß herbeigesührte Verlust vermag bei weitem nicht den durch die genostenen Getränke erzielten Gewinn zu com- penstren. Man hat Personen, welche viel tranken, gewogen und dabei die Wahrnehmung gemacht, daß dieselben bet starker Hitze täglich bis 1500 Gramm verloren hatten; ja, man kann sogar noch weiter gehen und behaupten, daß eine jede Person, die im Sommer magerer wird, nicht zu trinken versteht und infolgedessen noch weniger ihren Durst zu stillen vermag. Wir wollen das vorstehend Gefügte hier nochmals mi wenigen Worten wiederholen. Man vermeide allzu kalte Getränke und trinke nur langsam und so wenig wie möglich, ohne zu essen. Man fliehe die Zugluft und bleibe, wenn man in erhitztem Zustande getrunken, nicht unbeweglich stehen oder sitzen. Wenn da» Verlangen, zu trinken, unerträglich wird, so vermindere man da« Leiden, indem man den Speichelfluß vermehrt; zu diesem Zwecke genieße man einen säuerlichen Bonbon oder nehme einen festen Gegenstand, z. B. einen kleinen Kieselstein, in den Mund. Auf Märschen und Landpartien warte man, ehe man trinkt, eine gute Viertelstunde, damit die von der Ermüdung erzeugte Transpiration erheblich vermindert wird; dann trinke man und warte wieder eine Viertelstunde, bevor man weiter geht. So wird man ohne Gefahr seinen Durst stillen, so werden die Kräfte des Organismus sich nicht vermindern und der erfrischte Körper wird bis zum nächsten Aufenthalt wieder etwas zu leisten im Stande fein. Diese anscheinend ganz einfachen Vorschriften sind äußerst wichtig. Eine Krankheit befällt vor Allem die geschwächten Organismen und ohne Sinn und Verstand trinken, heißt mit Gewalt seinen Körper schwächen. Gemeinnütziges. Muffiges (angegangenes) Fleisch kann durch Behandlung mit übermangansaurem Kali wieder wohlschmeckend gemacht werden. Man löst zu diesem Zweck in einem Liter recht reinen Wassers etwa 15 Gramm mangansaure« Kali auf. Die Lösung hält sich bei gutem Verschluß der Flasche lange Zeit. Das Fleisch, dem man den üblen Geruch benehmen will, lege man in ein Gefäß, übergieße e« mit ganz reinem Waffer, so daß da« Fleisch gänzlich bedeckt ist, und bringe sodann von der Kalilösung mehrere Tropfen dazu, bis das Wasser eine röthliche Färbung angenommen hat- In diesem Wasser läßt man das Fleisch 10 bis 15 Minuten liegen, wobei dasselbe von außen eine weißliche Farbe annimmt, welche stch indessen beim späteren Kochen oder Braten verliert. Der üble Geruch ist aber vollkommen verschwunden. (Am bekömmlichsten und der Gesundheit zuträglichsten ist es nach von u s angestellten Versuchen, wenn man das wie oben angegeben zubereitete Fleisch recht sorgfältig wegwirft. Red.) ♦ Hähnchen a la Demidotf. Den Boden einer Kasserole, in die man ein Stück Butter gelegt hat, bedeckt man mit Möhrchen, klein gehackten Zwiebeln und Petersilie und fügt etwas Thymian und Lorbeer hinzu. Hierauf legt man nunmehr in Stücke geschnittene Hähnchen, würzt sie mit Pfeffer, Salz und Murcat, bedeckt sie mit Speckscheiben und bringt sie in den Backofen. Sobald die Stücke auf beiden Seiten hübsch braun und völlig gar sind, richtet man sie mit folgender Sauce an: Aus dem in der Kasserole enthaltenen Fette werden Lorbeer und Thymian, sowie der ausgebratene Speck entfernt, worauf man nach Bedarf Weißwein und aufgelösten Liebigs Fleifchextract in gleicher Quantität beifügt und diese Sauce einige Male aufwallen läßt, bis sich alles Jus in der Kasserole gelöst hat. * • Arbeit im Blumengarten. Veredeln der Rosen aufs schlafende Auge und Pfropfen. Man beschneide, was für eine reichliche künftige Blüthezeit nicht genug empfohlen werden kann, die abgeblühten Rosenzweige recht scharf. Aussaat von Calceolarten, Cinarien, Stiefmütterchen. Man sammle Sämereien, mache Stecklinge von Heliotrop, Verbenen, Fuchsien und arbeite die Erdmagazine fleißig um- Rother Johannisbeerliqueur. Rothe Johannisbeeren werden abgebeert und ausgepreßt. Dem Saft setzt man die gleiche Maßmenge Cognac (oder in Ermangelung derselben Kornschnap») zu und versüßt mit gemahlenen Zucker. 5 Auf ein Liter Flüssigkeit rechnet man 175 bis 250 Gramm ! Zucker- Dann wird durch Fließpap^r.filtrirt. Redaction: I. V.: Hermann Elle. - Druck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei (Pietsch & Scheyda) in Gießen.