»aß ich mich : gekommen Hirschfänger : dafür au« geschliffen; t, hatte ich mg meines h ohne be° tzt aus der Niger fester »er Taschen s Mündung Bajonnettge« i Male eine »es Feindes m Hilfe ich r Griff des der Büchse ichte hervor, stell haltend, oas coloflale c grimmigem jedoch zur n Thier den ßen, worauf res offenbar mn dasselbe Lätzen brach mit seinem g de« Elen« t die Spitze sonst würde schaffen ge« eg über den te der Jagd« hervor, und if der Stätte, nphtrt hatte, rlauf meine» t wiederholt taffen hatte; ja den denk« en wir un» Mrasch den ehmen laffen. n Elenthiere, ; sie waren ) Aesten der welche Maß» e» Raubzeug nfache Schutz' »n; noch im jbb ute nach suten meine» sm gastlichen hland zurück« schenk machen bet au» ver- afür mit den rangen heute szimmer. ch gebe Ihnen Sie, empfeh- skannten!" in Gießt«. Unterhaltungsblatt zum Gießener Anzeiger (General-Anzeiger). 6" smilisMMsk MM« S.MAMM rrTT NUMM ^HHD:Wk -r.L WWtz»-x KMMDW ' ‘-*S-55-' in» .;-Er ,>*.? _/> ; -r--A. NceM^W^^^^MWWW ■><•-'■'■- - “T.’.+'M - - - ~r.. . - - Flammen aus der Asche. Novelle von L. H a i d h e i m. (Schluß.) Der Prästdent fühlte sich — vielleicht von der Einsam» keil in Agerala gesättigt — in dem unruhigen Amalfi merk« würdig wohl. Er fuhr auf da« Meer hinaus, entbehrte seine Tochter wenig und dachte mit großer Befriedigung an sein gerettetes Vermögen. Die Dankbarkeit machte ihn gegen Heinrich liebens» würdig, wie er sonst gegen Niemand war. So lebten ste noch einmal eine Woche hin und dann ging e« zusehends mit dem Kranken zu Ende- Es war an einem kühlen, wolkenbedeckten Tage, al» er Paula an sein Bett rief. „Sffio ist mein Bruder?" fragte er. »Er schläft, — er hat die Nacht bei Dir gewacht." »Der gute Mensch!" flüsterte er mit tiefer Empfindung. Dann zog er fie näher zu fich heran; er war so schwach, daß ihm die Stimme nicht mehr gehorchen wollte. Ste mußte fich zu ihm herabbeugen, um ihn zu verstehen- „Paula!" begann er von Neuem, und wie ein Krampf zog es über sein Gesicht: „Ich will nicht sterben ohne Beichte I Damal« — e« war ein häßlicher Streich! Ich wußte, er liebte Dich — Heinrich, mein Bruder, — er liebte Dich mit seiner ersten schwärmerischen Liebe; er wollte sein Examen machen und dann um Dich werben. Ich wußte e«, weil er c» mir in seiner Aufregung gestand. Er schilderte Dich mir, ich hatte Dich nie gesehen, wurde neugierig — und — dann — Paula, er hatte kein Wort de« Vorwurfs für den Betrüger, nur einen — einen Blick — und den hab' ich nie --ich war Deiner nicht werth, Paula — aber er!" Da trat Heinrich ein, erfrischt von dem stundenlangen Schlafe; in jeder Mlenx Herzensgüte und Brüderlichkeit. Er sah e«, daß Erich Paula'« Hand hielt und ste an seine Lippen preßte. Er hörte sein: „Vergieb mir, Paula! Vergieb!" Und dann winkte Erich, ste sollten Beide hinausgehen, er wollte allein sein. Draußen sah Heinrich ste ernst und traurig an. Ste war so erschüttert. Ja, fie war es und so sehr, daß ste ihn allein ließ. Sie hörte weder seinen liefen Seufzer, noch sah ste, wie alle» Licht au« seinen Augen verschwand und ein Hoffnung»» loser Ausdruck darin Platz griff. Al» die Sonne gegen Abend durch die Wolken brach und ihre Strahlen auf Erich» Lager warf, richtete dieser de« starren Blick noch einmal auf ste. Ihr Licht schien ihn nicht zu blenden — er zuckte nicht mit den Wimpern. „Leb' wohl, Sonne!" rief er und winkte ihr mit der schon erkaltenden Hand den Abschied zu. Und dann flüsterte er, sich zum Schlafen zurechtlegend: „Reqniescat in pace!“ Sie standen tief ergriffen neben ihm und lauschten angst» voll seinem Äthern. „Ruhe in Frieden!" Gab er sich selbst den schönen Wunsch für seinen letzte« Schlaf? Sie hallen es noch nicht ««»gedacht, da stockte der Äthern — ein ganz kurzes Röcheln — und dann war'« vorbei. Sie weinten nicht um seinen Tod. Hier kam er al« Erlöser au« selbstverschuldeter, hoffnungsloser Verwirrung. War hätte Erich beginnen sollen ohne Amt, ohne Ber» mögen — ein Schiffbrüchiger in jedem Sinne de« Worte«? Mehrere Wochen waren vergangen. Erich Tornegg ruhte auf dem Campo santo von Amalfi und fein Bruder hatte fich immer noch nicht von dem Präst» benten und Paula getrennt, obwohl die Hitze sie längst nach Norden getrieben. Man nahm allerseits die« Zusammenbleiben für durchaus selbstverständlich an; er fragte nicht, ob sie ihn behalten wollten und sie würden über eine solche Frage auch erstaunt gewesen sein. Jetzt wellten ste in Lugano und sprachen eben davon, daß sie ihre nächste Station, den Axenstein, kommende Woche aufsuchen wollten. „Dann bringe ich Sie dorthin, überzeuge mich von Ihrem 82 wäre traf? Dieselbe freundliche Paula, die ihm gesagt, ihr Herz sei damals gestorben, al» Erich st» verließ? Sie war ihm überhaupt all' diese Zeit her seit Erich» Tod ein Räthsel gewesen. An seinem Sterbelager, seinem Sarge, hatte sie erschüttert gestanden, ergriffen von der Majestät de» Tode»; aber doch Beides nicht in dem Maße, wie er vorher geglaubt. Und doch hielt er die Idee fest, daß ihre tobte Liebe zu Erich wieder erwacht fei, trotz Allem- Cs stand ja in tausend Büchern zu lesen, daß der Frauencharacter unberechenbar, unbegreiflich und widerspruchsvoll sei, daß für die edelste Frau, die reinste und tugendhafteste, oft gerade ein Mann von geringem moralischen Werth, ein Don Juan, unerklärliche Anziehungskraft habe. Wie einen Bruder hatte sie ihn seit jenen Tagen in Amalfi wieder behandelt, ganz wie einst und mit derselben frohen Herzlichkeit. Und er war so glücklich, so dankbar, daß er auch wirklich meinte, nicht mehr zu wünschen, was für ihn doch unerreichbar war. So hatten sie dahin gelebt und so hatte M die süße Gewohnheit, glücklich zu sein, weil man eben beieinander war, täglich tiefer in ihre Herzen geschlichen. Und während er darüber sann und grübelte, gingen ihre Gedanken den gleichen Weg. Wie sollte sie denn nun ihr weiteres Leben gestalten ohne ihn? Sie konnte sich da» absolut nicht vorstellen. Wem sollte sie reden von Allem, war ihr Herz erfüllte? ^Wet würde jeden ihrer Schritte behüten mit sorgenden Blicken? Wer hatte für sie hinfür immer ein Lächeln, ein thetlnehmende» Verstehen? Sie waren fchweigend schon lange neben oder hintereinander gegangen. Der Weg führte am Gletscher hin, dann über ein kleine» Schneefeld und von da ging'» steil empor, nur noch etwa hundert Schritte. Sie hatten da» Schneefeld schon überschritten, da entdeckten sie, daß Paula ein Seidentuch, welche» sie beim Au«- ruhen um die Schultern zu legen pflegte, unterwegs verloren- Es lag drüben, fast am Beginn des eben paffirten Schneefeldes. Heinrich kehrte um. Sie wartete und blickte nach dem Gletscher, deffen gewaltige Eismaffen in grünlichem Blau, von der Sonne hell bestrahlt, dicht vor ihr lag. Auf einmal ertönte ein ganz kurzer Schrei. Sie fuhr herum und sah ihren Begleiter vor ihren Augen versinken- Das Alles war wie ein Blitz. Ihr Angstschrei hallte ringsum wieder. „Heinrich I Heinrich I" Ohne Besinnen, in wahnsinniger Hast, stürzte sie zurück, der Stelle zu- War sie au» der Richtung gekommen? Der Schnee gab plötzlich überall nach — sie hatte immer nur das eine Gefühl: Wenn ich auch einfinksn soll, will ich wenigstens bei ihm sein- „Heinrich I Heinrich I" Keine Antwort- Großer Gott — wo — wo war er denn hineingesunken? Ihre Augen forschten unstät suchend umher- Da war da» Tuch l E» lag noch dort. Da« war die Richtung. Allmächtiger Golt l Wenn er erstickte? „Heinrich! Heinrich!" Alle» still. Jetzt — jetzt brach auch sie ein- Rein, — noch nicht, — sie raffte sich wieder empor, — sie stürzte weiter. Run — dort!--- Ihre Glieder waten wie Blei, —.die Füße trugen sie nicht mehr. Endlich — jetzt war sie ganz nahe. Und nun — was war denn das? Heinrich! Sr tauchte eine Strecke tiefer auf, — über I und über mit Schnee bedeckt, sprang er auf einen Felsblock beiderseitigen Behagen und reise beruhigt heim!" sagte Hein- i rich Dornegg. Er schien ihm Mühe zu kosten, den Satz zu beendigen. Er sah auch weder Paula noch ihren Vater an, sondern in eine weite, unbestimmte Ferne. „Aber warum? — Warum wollen Sie un» denn »er» lasten, Heinrich?" rief der Präsident- „Weil mein verlängerter Urlaub abläuft; ich habe jetzt auch nicht den leisesten Vorwand mehr, mich meinen Pflichten zu entziehen." Paula schwieg. Sie gab sich alle Mühe, ihre Bestürzung zu verbergen und fragte sich doch zugleich: Wie kann mich das so erschrecken? Ich hab' e« ja immer gewußt, daß er fort muß. Ihre Fassungslosigkeit nahm aber noch zu und vergeblich rief sie sich selber zur Ordnung. Sie mußte plötzlich meinen und damit die Herren nur ihre „Thorheit" nicht bemerkten, sprang sie auf und lief unter irgend einem Vorwand in'« Hau«. Dort in ihrem Zimmer konnte sie allein sein, sich auf sich felber besinnen. Besinnen? Wahrlich! Wochenlang hatte sie sich nicht mit sich beschäftigt. Sonst war ihr Leben fast nur ein Jnstch» hineinblicken — ein Zergliedern besten, was ihr fehlte. Und jetzt? Seit wann hatte sie gar nicht mehr an sich gedacht? Zufällig traf ihr Blick in den Spiegel. Sie stutzte und starrte auf das Bild, das ihr daraus entgegensah. War sie das? Paula von Reegenhart? Dies junge, blühende Antlitz mit den rothen Wangen und Lippen, mit den leuchtenden Augen? Sie hatte sich so noch nie gesehen und stand doch jeden Tag nicht blos einmal, sondern öfter vor demselben Spiegel. Jetzt fiel ihr auch ein, daß sie nie mehr Kopfweh hatte, daß sie jeden Abend beim Schlafengehen sich fchon auf den kommenden Morgen freute. Und zog der Tag herauf, dann war sie und oft auch ihr Vater schon bereit, mit Heinrich stundenlang Gebirgstouren zu machen, von welchen sie todtmüde oft, aber immer heiter und guter Dinge, zurückkehrten, um den Rest de« Tages ebenso glücklich in der Ruhe, malend, zeichnend, lesend, plaudernd zu beenden. Welch' glückliche Zeit war das gewesen! Auch der Vater konnte Heinrich unmöglich entbehren. Auch? — Wer denn noch? Paula sah vor sich hin und in ihrem Herzen rief es: Was soll aus mir werden, wenn er geht? - Und dann setzte sie sich nieder und eine Stimme, die bisher so leise sprach, daß sie gar nicht darauf achtete, sagte ihr jetzt mit überzeugender Eindringlichkeit: „Du kannst Dir ohne ihn Dein Leben gar nicht mehr denken. Paula, Paula 1 Du liebst ihn!« Und draußen rief zu gleicher Zeit Heinrich« Stimme: „Paula! Paula! Wollen Sie mit zur Annaleklippe, die Alpenrosen blühen dort noch.« „Ja, Heinrich, ja!« rief sie zurück und leise murmelte sie: „Gewiß, gewiß, jede Stunde will ich genießen, so lange et noch da ist!" Sie machte sich vor dem Spiegel zurecht und sah wieder fteudig hinein; ihr eigenes Aussehen wat ihr nie so wichtig gewesen, obwohl sie sich immer gut und sorgfältig kleidete; heute freute sie sich, daß sie so hübsch war- Wer hätte ihr angesehen, daß sie älter als höchstens einundzwanzig? Dann ging sie hinan«. Der Vater wollte nicht mit — er hatte interessante Zeitungen von einem der Penfionsgäste bekommen, die la« er jetzt mit brennendem Eifer. „Der Weg wäre für ihn auch zu steil und zu weit, Paula!« sagte Heinrich leise. So gingen sie. Heinrichs Blicke ruhten ernst sinnend auf ihr. Wie Paula so leicht und behend» dahin schritt! War da» dieselbe Paula, die er vor einigen Monaten in Castells* SS und seine Augen suchten sie dort, wo er sie gelassen. Dann entdeckte er sie und eilte aus einem kleinen Umwege ihr entgegen. Sr lebte! Sie konnte nicht weiter; sie lag Lus den Knieen und jubelte, die Hände emporstreckend, in glühendem Dank: „Sr lebt! Er lebt!“ „Aber Paula, 'liebe Paula, was ist Ihnen?“ Nun hatte er sie erreicht. „Paula, was ist?“ rief er geängstigt und zog fie hastig empor. „O, Heinrich! Ich glaubte Sie in eine Eisspalte gesunken !“ Sie konnte es kaum stammeln; ihre Bläffe war erschreckend, sie bebte an allen Gliedern. Und das um ihn? Wie ein Blitz traf es Heinrich Tornegg. Seine Blicke senkten sich bang fragend in die ihrigen. „Und Du sagst, Dein Herz sei gestorben?“ rief er plötzlich mit halbem Jubel. Er hielt sie in seinen Armen, er küßte sie und stammelte allerlei glückselig verworrenes Zeug und sie lag an seiner Brust und Beide dachten gar nicht, daß sie auf gefährlicher Stelle standen. Endlich mochte ihm das aber doch einfallen, er zog sie hinweg und als sie wieder festen Boden unter den Füßen hatten, da erfuhr er es mit allerlei Unterbrechungen, daß sie mit ihm habe sterben wollen, wenn sie ihn nicht rette» konnte- „Und dieses Mädchen sagt, sein Herz sei tobt!“ rief er wie außer sich vor Glück. „Es war nicht tobt — nur leer; aber nun bist Du eingezogen, mein Geliebter!“ — Der Hund als Feind des Menschen und der Hausthiere. Bon Dr. I. G. Schneider in Gießen. Wohl kein Hausthier erfreut sich so sehr der Gunst der Menschen al« der Hund und dies nicht mit Unrecht- Seine Treue, Wachsamkeit, Stärke, Gelehrigkeit und Gutmüthigkett machen ihn zum Beschützer und Begleiter des Menschen, ferner zu Dienstleistungen und zur Unterhaltung seines Herrn geeignet. Die treue Anhänglichkeit des Hundes ist oft geradezu rührend und so ist es erklärlich, daß das Thier fast zum Busenfreund des Menschen wird. Dann beurtheilt der Hunde- befitzer sein Lieblingsthier fast ebenso, wie eine Mutter ihren Jüngstgeborenen schätzt. Er hat unzweifelhaft den schönsten Hund und wenn auch nicht den schönsten, so doch den geistig hervorragendsten. Man kann sich eines Lächelns nicht erwehren, wenn man solche in ihren Hund förmlich verliebte Menschen hört und steht- Namentlich hundebesitzende Jungfrauen leisten in Vernarrtheit oft ganz Erstaunliches. Ich erinnere mich sehr lebhaft an einen Hund, einen ruppigen, struppigen, vielleicht in frühester Jugend als unbrauchbar auf die Straße gesetzten Köters, dessen Raffe trotz Aufbietung aller fachmännischen Kenntnisse nicht zu eruiren war und der fast wie ein Kind gekleidet auf der Straße spazieren geführt wurde- Die Herrin dieses Rassehundes, welcher schon von weitem durch sein parvenüartiges, anmaßendes und impertinente« Exterieur auffiel, bekam Ohnmachtsanfälle, als ein Junge mit einem Kieselsteinchen an dem Köter — vorbeiwarf. Aehnliche Fälle könnte ich viele aufführen, besonders solche, in welchen das intime Verhältniß so weit gediehen war, daß der Herr Hund breitspurig am Mittagstisch Platz nahm und sich nicht entblödete, seinem Herrn oder seiner Herrin — unglaublich, aber wahr, -r- den Mund abzulecken. Und gerade an die Menschen, welche in ihrer Affenliebe so weit gehen, möchte ich einige ernste Worte richten. Es ist gewiß schon unzählige Mal auf die Gefahren hingewiesen worden, welche der intime Umgang mit Hunden dem Menschen bringt. In populär-wissenschaftlichen Werken, in jedem Handlexieou und öfters auch in Zeitschriften findet man darüber mehr oder weniger eingehende Abhandlungen. Demgegenüber muß man stch wundern, welche Unwiffenheit manchmal in dieser Beziehung im Publikum herrscht. Auch der Landwirth hat oft gar keine Ahnung, mit welchen Gefahren der Hund seine übrigen Hausthiere bedroht und schädigt stch deshalb selbst durch unvernünftige Haltung seiner Hunde. Au» diesen Gründen ist es nicht überflüssig, immer und immer wieder die Sprache auf unser Thema zu bringen. Leider muß ich meine liebenswürdigen hundebesitzenden Leserinnen auf ein etwa« unappetitliches Gebiet führen, nämlich auf das Gebiet der Eingeweidewürmer, fpeciell bet Bandwürmer. Der Hund beherbergt nicht weniger al« fünf Arten dieser anmuthigen Parasitensorte und zwar in allen beliebigen Größen. Wie es schon für die Bandwürmer de« Menschen längst nachgewiesen ist, besitzen auch diejenigen de« Hunde« mehrere Entwicklungsstadien, die nicht in demselben Thier entstehen können. Der Entwickelungsgang ist im Allgemeinen solgender: Mit den Bandwurmgliedern gelangen die Eier nach außen. Durch irgend einen Zufall werden diese mikroskopisch kleinen Gebilde von einem anderen Individuum (von anderen Hausthieren ober bent Menschen) aufgenommen und im Körper desselben kommt nun die Vorstufe de» Bandwurmes, die Finne, zur Entwickelung. Damit sich diese Frnne in einen Bandwurm verwandelt, ist es nöthig, daß sie vom Hunde verspeist wird und dazu ist reichlich Gelegenheit gegeben. Also auch der Mensch kann unter Umständen al« Finnenträger, als Z wisch enwirth fangiren und in dieser Hinsicht wird er von dem kleinsten Bandwurm be« Hunde«, dem dreigliedrig en Bandwurm (Taenia Echinococcus), bedroht. Diese« niedliche Thierchen, welche« kaum 5 Millimeter lang wird, bewohnt in oft ganz kolossaler Anzahl den Dünndarm. Werden die Eier derselben vom Menschen oder den Hau«- thieren ausgenommen, so entwickelt stch in diesen, und zwar meist in Leber ober Lunge, die zugehörige Finne, der vielgestaltige Hülsenwurm (Echinococcus polymorphus), welcher eine bi» kopfgroße, eine gelbliche Flüssigkeit enthaltende, oft vielkammerige und mit buckelartigen Hervorwölbungen versehene Blase darstellt. Durch Den Druck, den diese Finnen, die in großer Anzahl vorhanden sein können, aurüben, wird das Organgewebe zum Schwund gebracht und meist der Tod herbeigeführt. Manch' zarte Jungfrau hat für ihren Mops ihr Leben lassen müssen, weil ste sich in unvorsichtiger Weise von diesem lecken ließ ober ihre Hände, die sie vorher mit ihrem Thiere in Berührung gebracht hatte, unbewußt zum Munde führte. Doch kommt Gottlob der Hülfenwurm im mittleren Europa viel seltener vor, al« beispielsweise auf Island, wo 2 bis 3 pCt. aller Menschen daran zu Grunde gehen sollen. Viel öfter aber wird er bei unseren nutzbaren Hausthieren getroffen und hier verursacht er recht beträchtliche pekuniäre Verluste. Besonder« häufig werden unsere Wiederkäuer, namentlich das Schaf, heimgesucht. Die übrigen Bandwürmer haben nur lanowirthschastliches Interesse. Erne wirkliche Plage der Landwirthschast ist der Quesenbandwurm (Taenia coenurus), dessen Finne im Gehirn der Schafe, seltener des Rindvieh« vockommt und die berüchtigte, die Schafherden oft geradezu bectmirenbe „Drehkrankheit“ hervorruft. Am größten ist der geränderte Hund ebandwurm (Taenia marginata), der unter allerdings seltenen Umständen die respektable Größe von 5 Metern erreichen kann. Seine Finne, die faustgroß wird, findet fich oft in großer Anzahl bei Wiederkäuern und Schweinen. Früher nahm man an, daß ste auch beim Menschen verkäme, doch scheint die« Fabel zu fein- Die Bedeutung dieser Finne ist geringer anzuschlagen, da dieselbe in lebenswichtigen Organen seltener verkommt. Immerhin sollte das Verfüttern der Finnen an die Hunde von Setten der Mchger, welche die Blasen als „Wasserblasen“ bezeichnen, unter allen Umständen unterbleiben. Die Finne des vierten, des gesägten Bandwurmes (Taenia «errata) wird von Hasen und Kaninchen beherbergt, bei welchen sie in der Leber, den Lungen und in den serösen M HLutrn lebt Die Jäger nennen die Ftnnenkrankhett b« Hasen „Venerie" und halten daß Fleisch finniger Thier« oft mit Unrecht für ungenießbar. Noch harmloser ist die besonders gestaltete Finne de» kürbiskernartigen Bandwurme» (Taenia cucumerina), da diese ausschließlich — im Hundefloh und Hundehaarling vorkommt. Diese nützlichen? und lebhaften Thierchen scheinen jedoch durch die Finne sehr wenig gefährdet zu werden, wenigstens soll der Hundefloh nicht sebr selten gefunden werden. Bemerkenswerth aber ist die Thatsachs, daß der kürbiskernähnliche Bandwurm auch bet kleinen Kindern auf- treten kann, welche bei sehr vertrautem Umgang mit dem Hausfreund auch wohl einmal einen Floh oder Haarltng ab« schlucken. Bleibt auch der Bandwurm nicht lange bei den Kindern, so giebt da» Factum der Uebertragbarkeit doch Grund genug, die Kinder von der Intimität mit Hunden ab« zuhalten. Der fast ausschließlich exotische grubenköpfige Bandwurm (Bothriocephalua) tnteressilt UNS hier nicht, da seine Finne in Wasserthieren, besonders dem Hecht wohnt. Ein Spulwurm de» Hunde« (und der Katze), ascarius nuptax, kommt sehr selten auch beim Menschen vor. Er ist für uns bedeutunaSloS- Die beiden Räudemilbenarten des Hundes können zeit« »eise auf den Menschen übergehen, doch finden fie bei diesem keinen geeigneten Nährboden und sterben bald ab. Ob sich der Hundefloh beim Menschen behaglich fühlt, muß ich der allgemeinen Beurtheilung überlassen. Wer daran zweifelt, ist entweder mit Hunden niemals in Berührung gekommen, oder befitzt die Haut einer Dickhäuters oder aber — verkehrt viel in Pferdeställen. Ich wenigsten» habe die Beob« achtung gemacht, daß den Flöhen der Geruch de» Pferdsstalle» ein Greuel ist. Nachdem wir da» etwa» unästhetische Thema der Betrachtung der Parafiten de» Hunde» erledigt, entsteht die Frage, wie man fich denn nun am besten gegen die drohenden Gefahren schützt. Da» einfachste und zugleich radikalste Mittel wäre, sämmtliche Hunde todlzuschlagen. Da man hierbei aber sehr wabrschetnlich auf den Widerspruch der Hundebesitzer stoßen würde, so muß man suchen, die Jnfection»« gefahr wenigsten« zu mindern. Vor allem käme hier die Erhöhung der Hundesteuer und damit die numerische Verringerung der Hunde in Betracht. Allein die Verwirklichung einer solchen Maßregel liegt bei dem voraussichtlich eintretenden allgemeinen Protest noch in sehr weiter Ferne und wird erst dann erhofft werden können, wenn die Hunde noch zahlreicher werden, auf öffentlichen Straßen und Plätzen sich noch breiter machen als bisher und die oben erörterten Nachtheile noch empfindlicher hervortreten. Vorläufig kann man nichts hun, als den allzu intimen Verkehr der Hunde mit Menschen und Hausthieren möglichst etnzuschränken, von Zeit zu Zett tbei den Hunden eine gründliche, sachverständige Bandwurmkur vorzunehmen und etwa vorhandene Eingeweidewürmer zu verbrennen oder sonstwie unschädlich zu machen. S» lag nicht in meiner Abficht, den Hundeliebhabern einen gelinden Abscheu vor ihren Lieblingen etnzuflößen, Bewahrei Ich wollte ihnen bloß nahrlegen, daß die Hunde im Stande sind, den Menschen und die HauSthtere schwer zu schädigen, und wollte deshalb zu einem vorsichtigeren Verkehr mahnen, der fich mit Leichtigkeit bewerkstelligen läßt. Gstzn-rnirütziges. Reue praetische Art des Verkorkens von Flaschen. Das Verkorken von Flaschen, die mit Seltersz wafier oder anderen stark kohlensäurehaltigen Getränken gefüllt find, wurde bisher dadurch bewirkt, daß man den Kork durch um den Hal» gelegten Draht am Herausgeschleudertwerden hindert«. Der Draht mutzte, mw bett Drucke bet in bet Flasche sich bildenden Gase Stand zu halten, derart fest verflochten werden, daß seine Lösung meist mit Schwierigkeit verknüpft war- Eine practische Korkficherung wird in Frankreich verwendet. Dieselbe besteht au» zwei schmalen Blechstreifen, die i aneinander geordnet find und von denen der horizontale an seinem einen Ende mit einer Oese versehe«, rund um den Flaschenhals herumgelegt, durch die Oese hindurchgezogen und umgebogen wird, während der senkrecht stehende über den Kork herübergebogen und dann durch den horizontalen durchgezogen und ebenfalls umgebogen wird. Dieser Verschluß ist nicht nur äußerst sicher, sondern auch leicht lösbar. VernEchtes. Unentbehrlicher Requisit. Förster (zumBaron, einem Sonntagsjäger): „Außer einem Doppelgewehre und einigen Patronen brauchen Sie höchsten» noch einen Plaid auf den Anstand mitzunehmen. Nun leben Sie unterdessen recht wohl, um sieben Uhr erwarte ich Sie draußen am Kreuzwege!* — Baron: „Noch ein«, Herr Förster; sagen Sie mir doch, welches Parfüm wählt man denn meisten» zur Jagd?" Getheilte» Leid, halbes Leid. Bauer (welcher wegen Ruhestörung an die Luft gesetzt wurde), trollt sich brummend heimwärts — plötzlich schießt eine Sternschnuppe herab). Bauer (vergnügt die Hände reibindi: „Ahl da droben scheint'», haben'» g'rad auch einen 'naurgefeuert!" • Gemüthvoll. Klara: „War hat Dir denn auf der gestrigen Hochzeit am meisten Spaß gemacht?" — Elise: „Ach, da» Kleid der Braut saß so schlecht und dann hörte ich auch mehrere boshafte Gespräche über di« Hochzeitsgeschenke." • * Deutlich er Wink. Dame (zu einem jungen Herrn, der ihr fortwährend Scherze erzählt, ohne ernstliche Absichten zu zeigen): „Hören Sie jetzt endlich mal auf mit ihren W.tzen und zeigen Sie, daß Sie auch ernst sein können." • • • Schn ell g «tröstet. Reisender (der sich eben anschickt, in ein saftiges Beefsteak etnzuhauen uud sieht, wie ihm sein Zug vor der Nase davonfährt): „Ne, folche« Glück! Jetzt kann ich mein Beefsteak wenigsten» gemüthlich aufeffen!" liebet eine bet mißlichsten Begleitetscheinungen unserer großstädtischen Entwickelung, die Sladtnebel, ihre Ursachen und Wirkungen, handelt ein in gegenwärtiger Zeit doppelt interessanter Aussatz von Professor F. Sautter im neuesten elften Heft „Bom gsel« «UM (Union Deutsche Berlagsgesellschaft). Da haben eS die Bewohner der kleinen hochgelegenen Republik San Marino in den Apenninen, deren patriarchalische Sitten unS Dr. Hans Barth in einem, mit trefflichen Illustrationen geschmückten Artikel schildert, schon besser. Wie weit ei die moderne Amateurphotographie gebracht hat, sehen wir an einer Reihe anmuthiger Proben von der letzten Hamburger Ausstellung, zu der H- Benrath den Text geschrieben hat. Die Rubrik: „Unsere Zeitgenossen" bringt eine sehr gelungene Reproduction des Fechner'schen Bilds von Gerhart Hauptmann mit einer Würdigung dieses Dichters von Alfred Kern. Zu dem intimen Reiz bet C. E. Ries'schen Novelle „Famllie Mounod" und dem geistvollen, etwas satytisch überhauchten Roman „Moderne Jugend" von Bianca Bobertag bildet der nene Roman von Ludwig Ganghofer „Die Bacchantin" in seiner spannenden Exposition die denkbar glücklichste Ergänzung. Der reichhaltige Sammler enthält unter Anderem den brieflichen Bericht eines Mitkämpfers in den Gefechten bei Dijon über die dort verlorene Fahne und den Heldentod ihrer Vertheidiger. Von der Reproductionstechnik dieser Zeitschrift geben uns das farbige Umschlagbild „An der Table d'hote" und die Kunstbeilage „Eine Winternacht in Lithauen" wieder zwei herrliche Proben. Redactisn: N. Gcheyda. — Druck und B erlag der Brühl'schm UniverfiMS-Buch. und ©teinbrutferei (Pietsch & Gcheyd«) in Gießen.