len auf die isbildungen t durch die damit Be» Schmack im greifen des jedem sind e Schrecken it, die den zu einem hn dauernd en bedrohen orbeugenden durch Aus* nes nicht zu it, besonders en, da durch Schlafs die nstigt wird, t immer der Itobucte der durch faure den Speisen besitzt, muß säten zu den liten. Einen ferner eine । daher sehr asche Wechsel htigen Punkt a nennen — ffener Zähne, Sehr häufig mren Plompe lich ist nicht i confultiren, jtt zu opfern. : schadhaft ge. Maßregeln in , resp- dem rbeiten. Ein n durch keine her Befitz — cker, stets be« ntschließt. bewahren, ilt den Werth elche Neigung rr dergl- und S. Der Sand it der Früchte, t Fäulniß er* i, kühlen Orte Instruction«« nnsschlacht gesenkt doch an I in Gießen. GamSLas sm 17 Octobtt ______________________fis WGM UWMW ||||| OMÄ Falsches Spiel. Roman von E. v. Linden. (Fortsetzung.) John Atting hatte sich entsetzt erhoben, und schritt nun in wilder Erregung auf und nieder. „Das kommt auf meine Rechnung," sprach er halblaut. „Mit vollem Recht!" fügte Catton, sein Glas immer wieder füllend, ruhig hinzu. „Halt'« Maul!" schnob Atting ihn wüthend an, „trinkt nicht so viel, damit Ihr wenigstens Eure fünf Sinne bei einander behaltet. Ich werde den Diener noch schließlich abpeitschen, weil er ohne meine Erlaubniß Wein gebracht hat." „Das laßt hübsch bleiben, Sir! Er wollte mich mit Altinghofer Bier abspeisen, da berief ich mich einfach auf Euch, und der Knecht gehorchte. — Ra, es wäre doch auch zu närrisch gewesen, dem Onkel den Wein zu schenken." „Er kennt Euch nicht, hat Euch nie gesehen?" „Na, vorgestellt bin ich ihm nicht worden, habe wohl nicht die Ehre, von dem Herrn Baron gekannt zu sein. Ich hab' ihn freilich oft genug gesehen und hält' ihn auch nicht verfehlt, wenn er in dem Augenblick, als ich die Visitenkarte abgeben wollte, eine Wendung nach rechts gemacht hätte." „Wir haben keinen Grund, Witze zu machen," wies ihn Atting rauh zurecht. „Hier im Schlosse bleiben könnt und dürft Ihr nicht, Joe, werde! also schleunigst nach Lindenhsgen gehen und der Dame einige Zeilen von mir geben, daß sie Euch für eine kurze Zeit in einem sicheren Versteck unterbringt." „Ich glaube, John, es wäre für uns Beide nützlicher, wenn Ihr mich hier behieltet und Euch morgen bei Zeiten mit mir aus dem Staube machtet," bemerkte Catton leise, „caleulire, daß Eures Onkels Kasse gut bestellt ist, wie?" „Da seid Ihr angeführt, wie ich Euch schon gesagt habe, mein Onkel ist ein vorsichtiger Mann, der sein Geld in sicheren Händen arbeiten läßt. Die Kasse enthält höchstens zweihundert Mark- Zum Henker, Joe, dies Landvolk hat ja Alles, was es braucht für's tägliche Leben." Catton machte ein bedenkliche« Gesicht. „Ihr kennt unseren Pakt, John Atting!" „Den Ihr selber nicht gehalten habt. — Hättet Ihr eine sichere Hand gehabt, dann wäre kein Mensch in der Welt im Stande gewesen, mir das Erbe zu entreißen. So sind wir quitt, mein lieber Joe!" Dieser stieß einen leisen Pfiff aus, leerte bedächtiger als vorher fein Glas und setzte es dann fest nieder. „Ihr trennt Euch also von mir," fragte er lauernd. „Das habe ich nicht sagen wollen, Joe!" erwiderte Atting hastig. „Ihr sollt nur nicht vergessen, daß Ihr mir aus eigenem Entschlüsse von drüben gefolgt seid und daß nicht ich die Schuld habe, wenn'» nun schief geht." „Wollt Ihr hier wirklich noch bleiben, John Atting? Bedenkt, wie die Sachen liegen. Was ich von dem Barbier herauslockte, war genug, um den Boden heiß für uns zu machen. Der Alte wird gesund —" „Könnt Ihr nicht zu ihm kommen, Joe?" „Das wäre auch Euch nicht gelungen, sein Bett wird von Drachen bewacht." „Hättet dem Barbier ein amerikanisches Wunderkräutchen empfehlen sollen," flüsterte Alting mit scheuem Blick. „Caleulire, daß Ihr dergleichen mit herübergebracht habt, verstandet Euch so gut darauf, wenn es gatt, beim Pferdefang bissige Köter still zu machen." Catton zuckte die Achseln. „Bedauere, dergleichen nicht mehr zu brauen, mein edler Sir! — Hab' auch nicht Lust, mir selber den Strick zu drehen. — Undank ist d,r Welt Lohn! — Aber eins steht fest für mich, John Alting, wo Ihr bleibt, da bleibe auch ich, die letzte Kugel haben wir gemeinschaftlich gegossen." Der wilde Alting schritt einige Male auf und nieder. Dann blieb er vor Catton stehen. „Ich habe morgen früh bet Sonnen«Aufgang eine kleine Schießübung abzumachen," sagte er, verächtlich lachend. „Ein hiesiger Junker hat Lust, eine Probe davon an seinem Leibe zu haben. Ihr begreift, mein braver Joe, daß ich vor meinem Verschwinden ihm diesen Wunsch erfüllen muß, um nicht hinterrücks feig geschimpft zu werden." „Aha, ich merke, Mr. Melwig hat irgend einem aus Ihrer Mitte ein wenig den Hals zugeschnürt und nun zieht man Euch dafür zur Rechenschaft," bemerkte Catton grinsend, „es gehört Muth dazu, sich vor die Mündung Eurer Pistols 486 zu wagen. Wenn Ihr den Junker aber todtschießt, — war dann? Ich halte es in Eurer Lage doch für verdammt un» finnig, und brächte mich lieber noch diese Nacht in Sicherheit." „Wer will mir was anhaben?" zischte Alting mit funkelnden Augen, „bin ich nicht ein Enkel dieses Hauses so gut wie der Andere? Ein legitimer Neffe des Barons, das merkt Euch» Joe Catton, der kein anderes Verbrechen begangen hat, als dasselbe Recht seiner Geburt zu verlangen wie der andere. Man wird sich hüten, mich anzuklagen, ich denke mein Erbtheil herauszuschlagen und dann über den geffen haben." Alting warf einen Blick auf seine Uhr. „Neun durch," sagte er, „wie lange braucht Ihr verborgen halte?" meinte Catton wegwerfend. „Der weiß nicht, wer ich bin und wird mein Aussehen wohl „Wenn er bloß den Änderen wegjagen thut, — aber es is eins, wenn unser lieber Herr man lebendig wiederkommt." „Das sage ich auch, Jens! Hast Du den Mann in der Joppe nicht weggehen sehen? — Dem Kerl mußt' ich sogar Wein vorfahren." „Nich möglich, wollt' unser Bier nicht trinken? Na, wart' den treff' ich woll mal. Er schlich sich wie ein Räuber- Hauptmann über'» Hof, es iS woll ein Kamerad von ihm, was ?" „Still, Jens, fo was darf man blos denken." „Blos denken," murmelte der Knecht, sich in den Stall großen Bach zurückzugehen." ' '' " I zurückbegebend. „Ich hält' Lust, es ihm un dem Dagdriewer „Das ist, by8 jove, vernünftig calculirt," erwiderte auf'n Puckel zu schreiben." Catton, beifällig nickend, - „bleibe natürlich bei Euch, 16 6aplte[. „Das geht nicht, Ihr habt Euch hier von Anfang an Dis beste Lösung. verdächtig gemacht, Joe, und wenn mein Onkel Euch sieht, John Alting hatte seines Onkels Pferd in der That sitzt Ihr fest." nicht geschont, da es ihm daran liegen mußte, Ebba Regina »Weshalb sollte denn der mich just sehen, wenn ich mich noch vor dem Schlafengehen zu sprechen. Er wußte, daß - " - - - • ■ ----------r-"L Alte Melwig noch nicht daheim sein konnte und dieser Gedanke 1 ver» beruhigte ihn, weil er den Wucherer zu gut kannte, um nicht überzeugt zu sein, daß er, Angesichts seiner vernichteten Aussichten keinen Werth mehr für ihn hatte. Nur als an« nach erkannter Neffe des in Adelskreisen hoch angesehenen reichen | Barons und Erbe von Altinghof konnte er für Melwig als rivdenhagen?" Barons und Erve von Atttngyos tonnte er zur wceiwig ais qu Fuß natürlich — na, wenn ich den geraden Weg Gemahl feiner Nichte in Frage kommen. Was sollte diesem über die Felder nehme, den ich selbst im Dunkel zu finden der jüngere Sohn, der amerikanische Abenteurer, der in jenen Miß, komm' ich in zwei bis drei Etnnden hin. Habt Ihr exclusiven Kreisen jetzt trotz seines Namens als unberechtigter keinen Gaul für mich?" Eindringling, als Betrüger gebrandmarkt wurde. Konnte er „Nein, doch will ich selbst noch hinüberreiten, und Euch es leugnen, sich unter seines Bruders Namen, entgegen der Quartier machen. Macht jetzt, daß Ihr forkommt, Jos, die ausdrücklichen Bestimmung feines Vaters, bei dem Oheim Thurmthür wird offen fein, so braucht Ihr nicht durch's Haus, eingeschlichen zu haben? — Was hatte er also jetzt der und Niemand weiß, wann Ihr gegangen seid." I stolzen Ebba Regina zu bieten? — Nicht einmal ein Ver« Catton nickte. Als sich die Thür hinter ihm geschloffen mögen, sondern nur einen entehrten Namen. hatte, blickte John Alting ihm mit einem schlimmen Lächeln nach. Von Wüth und Angst bis zur Raserei getrieben, spornte „Narr!" murmelte er, „Deine letzte Kugel hätten wir zu- und peitschte er sein Pferd, bis dieses, die Stimmung seine« sammen gegoffen! Ich verstehe diese Drohung, aber Du Reiters theilend, mit ihm durchging und blindlings in den könntest, meine ich, falsch calculirt haben, Joe Catton!" I Lindenhagener Grenz«Teich hineinfetzte. Diese Abkühlung Er klingelte kurz und heftig, worauf der Diener, der schien nur den Reiter zur Vernunft zu bringen, denn als dar vielleicht schon darauf gewartet hatte, in der nächsten Minute Pferd das Ufer schwimmend erreicht hatte, bäumte es sich erschien. wild empor und schleuderte seinen Peiniger aus dem Sattel. „Mein Pferd satteln!" befahl er, „aber rasch, in drei Der Mond warf sein fahles Licht auf John Alting, Minuten muß es geschehen fein." bei langhingestreckt im Grass lag, das gespenstisch blaffe Ge« Er zog einen leichten Reitmantel an, drückte die Jagd- mit den geschloffenen Augen zum Himmel gerichtet, kappe in die Stirn, und stürzte dann erst einige Gläser Wein (ange er $ier ßeteflen hatte, konnte vielleicht nur hinunter- ^„Horton Joe Gattern ungefähr beurteilen, der raschen Schrittes daher Drunten hielt der Stallknecht bereits mit dem gesattelten I »«h nnn tfthem Sibreck ersaßt wurde, als sein aewohnheitr« Pferde, das klagend aufwieherte und heftig mit den Hufen ! umherschweifender Blick auf die Gestalt im Grase fiel, scharrte. Als John Alting sich hinauf geschwungen hatte, I < non trnt her ftnedßt raffi zurück, um nicht von der Reitpeitsche Als er John Alting erkannte, stand er starr wie vo getroffen zu werden. Wie der wilde Jäger sprengte der Entsetzen Emt- Bei ihm niederknieend, wußte er sofor, Reiter in die dunkle Nacht hinaus. wie "es hatte geschehen können. „Armes Thier," brummte der Knecht, sich zu dem »Ist ihm mal wieder die Wuth mit dtt Ver ! Diener zuwendend, der vorsichtig aus der Thür spähte, durchgegeangen, murmelte ^s' ^F ^^rlich den Gaul gem ß „wenn das unser Herr Rittmeister sehen thät', der so große handelt, bis er ihn auf den Boden gelegt hat- £* barnfW? M »«18, »'- - *» d-n M .u«. «S, 8,Xi« m M” & „Unb warum er noch in die Nacht hinausgeritten ist?" in den Teich hineingejagt fein- Ja, JohnAlting, diesWasier flüsterte der Diener, scheu umherblickend, „hast Du den ist etwas breit, umbumm ** fremden Mann in der Jagdjoppe gesehen, der vor ihm an- schichte auch sürmich, mein wertherSir! kam ^ens?" Er erhob sich, tauchte sein Taschentuch ins Wasser, um ' Sa, den hab' ich auch früher all' gesehen, es ist ein ihn durch die kalte Waschung zu beleben, und suchte ihm dann Dagdriewer, den die Lindenhagener sich aufgesackt haben, als dies wirkungslos blieb,etwas Cognac, den Joe Der Schaper Hinrich sagt, der Kerl is über's Waffer zu stets zur Stärkung bei sich führte , einzuflößen. Es war Haufe, auch fo'n Amerikaner, den der Deuwel holen mag. vergebliche Mühe, hier konnte wohl nur ärztlicher Beista Ich sag' so viel, daß ich Neujahr weggehe." nützen. Ohne weitere Zeitverschwendung machte er sich m „Wart' man, Jens, ich glaub', Du bleibst, wenn ich den Weg nach dem Lindenhagener Herrenhause, das„er burj Dir sage, daß unser Herr Rittmeister beffer wird." den Wald, der zum Gute gehörte, in einer halben Slum „Mein Himmel, is das gewiß — ?" I erreichte. a,v, „Der Barbier hat's seinem Gesellen gesagt, dann muß Wider Erwarten brannte in einigen Simmern ^05 ^, es wohl wahr fein." wenn auch das Haus bereits verschlossen, die Mehrzahl Des Der Stallknecht faltete die Hände wie zu einem stummen Gesindes längst zur Ruhe gegangen war. . Gebet und machte dann einen Freudensprung. | Ob die Lady ihren Geliebten wohl noch erwartet, yau - 48t — — aber es ederkommt." kann in der )t’ ich sogar inten? Na, ein Räuber- ihm, was?" II in den Stall Dagdriewer i der Thal 8bba Regina wußte, daß eser Gedanke 1 kannte, um vernichteten Nur als an« [jenen reichen Melwig als sollte diesem der in jenen unberechtigter !. Konnte er entgegen der dem Oheim lso jetzt der mal ein Ver« ieben, spornte mmung seine« ldlings in den [e Abkühlung denn als da« iumts es sich i dem Sattel. John Alting, isch blaffe ®e« gerichtet. vielleicht nur Schrittes daher n gewohnheitr« im Grase fiel, starr wie von ußte er sofort, der Vernunft n Gaul gewiß« hat. Ist Dir den Denkzettel- also blindlings ig, dies Waffer im ist die Ge« s Waffer, um lchte ihm dann, en Joe Catton ßen. Es war sicher Beistand hte er sich auf e, das er durch halben Stunde item noch Licht, : Mehrzahl des wwartet. hatte d fragte sich CattoN, nun, da mußte sie jetzt mit ihm fürlieb nehmen. Joe grinste Bei diesem absonderlichen Gedanken. Ohne Weiteres klopste er mit kräftigen Schlägen an die Thür, was er zweimal wiederholen mußte, bis eins der erleuchteten Fenster im ersten Stock geöffnet wurde. „Wer ist da?" rief eine weibliche Stimme, „Du bist es doch nicht schon, Onkel?" „Nein, meine gnädige Lady, ich bin es nur, Joe Catton —0 „Wie könnt Ihr Euch unterstehen, hier solchen Lärm zu schlagen, unverschämter Mensch?" „Mein Herr liegt draußen am Grenzteich, da« Pferd wird ihn abgeworfen haben, er ist bewußtlos —" „Von wem sprecht Ihr?" „Vom jungen Herrn von Alting, er wollte noch hierher, meine Ladyl" Das Fenster wurde zugeschlagen, Joe hörte, wie drinnen heftig die Glocke gezogen wurde. Nach kaum zwei Minuten stand er vor Ebba Regina, der er einem kurzen Bericht ab» stattete, während sie kalt und ruhig dem Diener und einer Dienstmagd ihre Befehle ertheilte. In kurzer Zeit standen mehrere Knechte bereit, den Verunglückten auf einer mit Decken und Kiffen belegten Bahre herzubringen. Joe Catton mußte den Zug begleiten und der Diener mit einem Telegramm nach der Station fahren, um den Arzt aus dem nahen Flecken herzubeordern und ihn dort mit dem Wagen zu erwarten. Wo Ebba Regina befahl, da ging Alles wie am Schnürchen. Als man John Alting, der noch immer kein Lebenszeichen von sich gab, in’s Herrenhaus trug, hatte die junge Dame ihn an der Schwelle empfangen, ohne bei feinem Anblick mit der Wimper zu zucken. „Eine ganze Lady!" dachte Joe Catton, von aufrichtiger Bewunderung erfüllt, „die paßt für John Alting, als wäre sie eigens für ihn geschaffen worden- Na, die wird Dich schon herauskuriren und Dir die fehlende Vernunft beibringen, old boyl" Ebba Regina stand vor dem Bett, auf das der Verunglückte hingestreckt worden war und betrachtete ihn aufmerksam, wobei ihre Gedanken kein Haarbreit von ihrer logischen Bahn abwichen. Eine hellbrennende Lampe warf ihr Licht auf das weiße unbewegliche Gesicht des jungen Mannes, das jetzt eine klassische Schönheit besaß, welche durch die wildflackernden Augen nicht mehr beeinträchtigt wurde. „Du mußt noch ganz anders werden, Hans Joachim," sprach sie halblaut, „die Wildheit hat Dich in den Sand gestreckt, Dich, den Unbesiegbaren!" Plötzlich schien sie von einem Gedanken erschreckt zu werden. Das Duell! — Wie würde sich der adelige Gegner freuen, so leichten Kaufs davon zu kommen und ihn vielleicht gar hinterrücks der Feigheit bezichtigen. — Nein, das ging nicht an, er war sicherlich nur zu hart aufgeschlagen und davon bewußtlos geworden. Brauchte ste unthättg zu bleiben? — Sie besaß ja genug belebende Essenzen, um die Ohnmacht zu bannen. Ebba Regina machte sich energisch ans Werk, aber auch ihre Effenzen halfen so wenig wie Joe Cattons Cognac. War er verwundet? — Sie hob vorsichtig sein Haupt und konnte einen leisen Schreckensschrei nicht unterdrücken. Ja, dieses willensstarke Weib, das dem Gefühle niemals eine Macht über sich eingeräumt, bebte wie im Fieber und mußte sich Gewalt anthun, um das Haupt des Mannes wieder sanft niedersinken zu lassen. Sie hatte eine Wunde gesehen, so schrecklich, so grauenhaft, daß Thränen ihren Blick verdunkelten, Thränen, die ungehindert ihre Wangen netzten, und die sie bei Anderen stets verspottet und verlacht hatte. Siebte sie ihn jetzt erst, den schönen Alting, nun er so bleich und still vor ihr lag? — Es schien so; wer kann ein Frauenherz ergründen? — Der furchtbare Gedanke, daß er ihr durch den Tod entriffen werden könnte, durchzuckte ihr Herz wie ein electrischer Schlag, wie die Empfindung körperlicher Schmerzen. Die stolze Ebba Regina sank auf die Kniee utu bedeckte seine schlaff herabhängende Hand mit Küssen. „Du darfst nicht sterben, mein Geliebter," schluchzte sie fassungslos, als hätte urplötzlich eine fremde Macht über sie Gewalt erhalten. „Ich liebe Dich, Hans Joachim, und wärest Du kein Alting, fondern ein namenloser, abenteuerlicher Betrüger, ich würde Dich auch dann noch lieben." Der wilde John hörte diese Worte nicht, die ihn sonst wohl in einen Glücksrausch versetzt hätten. Ebba Regina aber erhob sich müde, als ob eine Last auf ihr läge und sank in einen Sessel, den Blick unverwandt auf das bleiche Gesicht des Geliebten gerichtet. Plötzlich hob sie das Haupt und lauschte, ein Wagen rollte vor die breite Freitreppe- — Sie warf einen Blick auf die Stutzuhr und erschrak. Melwig hatte am Abend tele« graphirt, daß er mit dem Nachtzuge heimkehrte, also ein Wagen rechtzeitig auf der Station halten solle. Jetzt war's schon zu spät, der Zug längst vorüber, wie hatte sie das nur vergessen können. Oder, war er vielleicht mit dem Arzt gekommen, der ja mit diesem selben Zuge hatte fahren müssen? Es war ihr, als habe sie Blei in den Gliedern, als sie sich erheben wollte, um sich selber davon zu überzeugen. In diesem Augenblick wurde aber die Thür schon geöffnet und der Arzt trat ein, von Melwig, der sehr erregt schien, gefolgt. „Gottlob, daß Du da bist, Onkel!" sagte Ebba Regina, nachdem sie die tiefe Verbeugung des Arztes mit einem Kopfnicken erwidert hatte, sich mühsam erhebend. (Fortsetzung folgt.) Wodurch wird die künstliche Beleuchtung gesundheitsschädlich? Von Dr. Otto Gotthilf. ------- (Nachdruck verboten.) Am wenigsten braucht heutzutage über die geringe Helligkeit der Lampen geklagt zu werden. Ist dies aber wegen falsch angebrachter Sparsamkeit der Fall, so helfe man diesem für die Augen höchst nachtheiligen Zustande durch mehr Lichtquellen schleunigst ab- Denn bei ungenügender Beleuchtung müssen wir uns den Gegenständen, z. B. einem Buche, mehr nähern, um sie zu erkennen, und durch nichts wird die Kurzsichtigkeit in höherem Grade begünstigt, als durch andauernde« Nahesehen. Auch ist es eine uralte Erfahrung, daß wir unsere Augenmuskeln beim Lesen, Schreiben u. s. w. um so mehr avstrengen, je schlechter die Beleuchtung ist. Nun haben aber viele Tausende von Untersuchungen an Schüleraugen durch Professor H. Cohn in Breslau ergeben, daß mit dieser zunehmenden Anstrengung die Zahl der Kurzsichtigen und der Grad der Kurzsichtigkeit bedeutend steigt. Und daß die Kurzsichtigkeit nicht nur ein unangenehmes Gebrechen, sondern auch in ihren weiteren Folgen bei höheren Graden, eine wirklich ernsthafte Krankheit ist, da sie zu Augentrübungen, Blutung und Ablösung der Netzhaut führen kann, lernen leider viele an sich selbst erkennen. Daher stellt die Gesundheitslehre die Forderung, daß selbst bei den besten Gas- und Petroleumlampen da« Buch beim Lesen und Schreiben nicht weiter al« einen halben Meter von der Lampe entfernt fein soll. Möchten die« doch alle Eltern beherzigen und ihren Kindern für da« Anfertigen der häuslichen Arbeiten möglichst reichliche Beleuchtung verschaffen, sie mit Licht geradezu überschwemmen. Dr. Javel sagt: »II n’i a donc jamais trop, il n’y a jamais assez de lumidre artificielle.“ (Man kann nie zuviel, man kann sogar nie genug Beleuchtung haben.) Eine sehr nachtheilige Wirkung übt das zuckende Licht aus. Wenn eine Flamme zuckt, so wechselt die Beleuchtungsintensität außerordentlich schnell; unsere Netzhaut ist aber um so empfindlicher gegen Lichtunterschiede, je greller und rascher dieselben sind. Ich erinnere an die höchst lästige Empfindung, die wir haben, wenn wir an einem Staketenzaun vorübergehen, der von der Sonne beschienen wird. Man weiß auch allgemein, wie unangenehm blendend es ist, wenn am Abend nach einem gemütlichen Plauderstündchen in der Dämmerung plötzlich die Lampe angezündet wird. Solche schädliche, schnell wechselnde Ltchtunterschiede zeigen namentlich die flackernden Kerzen und offenen Gasflammen (Schnittbrenner). Leider finden stch letztere noch vielfach in Restaurationen, in denen man doch auch Zeitungen liest. Hier wären Rundbrenner mit Cylindern und Glocken, die ein ruhiges gleichmäßiges Licht auf die Lesenden werfen, dringend wünschenswerth. Diese können nur dann zucken, wenn Waffer in die Röhren der Gasleitung gelangt ist. Petroleumlampen dagegen zucken, wenn sts ordentlich gereinigt sind, nie. Sehr störend wirkt oft das Zucke» des electrischen Lichtes. Es tritt dies nach Ansicht der Techniker in dem Momente ein, wo bei der Dynamomaschine die Naht des Riemens auf die Welle kommt, so daß ein aufmerksamer Beobachter die Tourenzahl des Motors zählen kann. Bei Anwendung von Batterien zucken sie aber nicht, ebenso wenig wie die Glühlampen beim Gebrauch von Akkumulatoren, und diesen letzteren gehört ja auch wohl die Zukunft. Welchen Schaden erfährt nun der Mensch durch eine zu heiße Beleuchtung? Durch die vom Lichte ausströmende Hitze wird zunächst die Feuchtigkeit, welche den vorderen Theil des Auges bedeckt, zu schnell verdunstet, es tritt ein Gefühl von Trockenheit und Brennen de» Auges ein. Aber nicht nur das Auge, sondern auch der ganze Kopf wird erhitzt und es entsteht Kopfschmerz, der schließlich am Weiterarbeiten hindert. Namentlich beim Gaslicht ist die Wärmestrahlung sehr hoch und beträgt durchschnittlich doppelt so viel als beim Glühlicht. Denkt man sich nun ein niedriges Comptoir oder Bureau, in welchem oft zehn und noch mehr Leute, meist zwei an einer dicht über dem Tisch hängenden Gasflamme arbeiten, so ist es sehr erklärlich, daß diese über heißen Kopf und kalte Füße, Augenschmerzen, Nervenunruhe und dergleichen klagen- Die stark erhitzende und austrocknende Strahlung unmittelbar auf den Kopf erzeugt eine ungleichmäßige, naturwidrige Bertheilung des Blutes, indem die Füße blutleer und kalt werden, der Kopf dagegen blutvoll und heiß wird. Auch auf das Entstehen der Kahlköpfigkeit ist dies ganz entschieden von großem Einfluß. Eine günstige Wirkung nach dieser Richtung hin üben nun farbige Glocken und Schirme aus. Und zwar halten von der aurstrahlenden Wärme zurück: violett 47 Procent, lebhaft roth 53, hellblau 58, apfelgrün 74 und dunkelblau 81 Procent. Also ist dunkelblau am meisten zu empfehlen. Die Hauptsache aber bleibt stets, den Kopf nicht zu dicht an die Arbeitslampe zu bringen. Durch ihrs Berbrennungsproduete wirken die Beleuchtung«« Materialien auch auf unser Allgemeinbefinden schädigend ein. Am nachtheiligsten hierbei ist die Bildung von Kohlensäure und die Verschlechterung der Zimmerluft durch Verbrauch von Sauerstoff. Wie viel Kohlensäure durch die Beleuchtung an den langen Winterabenden sich ansammelt, können wir daraus ersehen, daß durch das Verbrennen von nur einem Decimeter einer gewöhnlichen Stearinkerze schon 47 Liter der giftigen Kohlensäure erzeugt werden. Allerdings ist dis Luftverunreinigung durch Kerzen siebenmal so groß als durch Petroleum, und beinahe doppelt so groß wie durch Leuchtgas. Aber auch eine Gasflamme mit 5 Cubikfuß stündlichem Verbrauch producirt neun bis fünfzehnmal so viel Kohlensäure als ein erwachsener Mensch. Am schädlichsten wirken Flammen jeder Art dann, wenn sie flackern, wobei unvollkommene Verbrennugsproducte der Luft beigemischt werden. Petroleumlampen darf man nie zu hoch oder zu niedrig schrauben und muß sie stets sehr rein halten, sonst verunreinigen sie die Luft in hohem Maße und schädigen die Athmungsorgane. Bei Leuchtgas kommt dazu noch der Uebelstand, daß es bei schlechter Anlage oder nachlässiger Behandlung direct aus der Leitung ins Zimmer strömen kann. Deshalb sollte es in den Schlafstuben nie benützt werden. Kerzen jeder Art, welche nur ausgeblasen, nicht auch ausgedrückt, noch im Dochts weiter glimmen, tragen namentlich zur Ver- i giftung der Luft bei. Dieser Dochtdunst entwickelt nämlich | Kohlensäure, Kohlenoxyd und einen brenzlichen Stoff, das so- \ genannte Akrolein, welch letzteres auch schon weniger empfindliche Nasen recht widerlich berührt. Von seiner geradezu furchtbaren Wirkung bietet folgender, durch Dr. Valentin in einer gerichtlich- medicinischen Zeitschrift veröffentlichter Fall ein Beispiel. Eine Gesellschaft von Zechern neckte den in der Ecke eingeschlafenen Kellner damit, daß sie ihm den Qualm eines frisch ausgeblasenen Kerzenlichtes unter die Nase hielt. Der Aermste beschränkte stch aber nicht darauf, worauf e» abgesehen war,. nämlich „Gesichter zu schneiden/ sondern verfiel in Krämpfe und starb. Nachdem wir nun die künstliche Beleuchtung in ihrem Einfluß auf die Gesundheit in jeder Beziehung betrachtet haben, kommen wir zu dem günstigen Ergebniß, daß fast alle Gesundheitsschädlichkeiten durch Vorsicht und Aufmerksamkeit verhindert werden können. Am leichtesten wird uns dies bei der neuesten Beleuchtungsart, dem electrischen Lichte gemacht. Und ob nicht vielleicht in Zukunft eine technisch und hygienisch noch bessere künstliche Beleuchtung erfunden werden wird? Jedenfalls gibt das unendliche Bedürfniß des Menschen nach Licht, sein unstillbarer Lichthunger, eine immerwährende Anregung zur Ergründung und Aufsuchung neuer Lichtquellen. Schon die griechische Mythe erzählt uns, wie Prometheus im Drange nach dieser herrlichen Naturgabe aus dem Olymp das Feuer entwendete und somit das erste künstliche Licht auf die Erde brachte. Und wahrlich, wir Epigonen find noch von demselben Drange beseelt, auch wir rufen mit Goethe: s„Mehr Licht I" VermMehtes. Hausmusik. Was für ein Segen in der Pflege der Hausmusik liegt, weiß alle Welt Wem aber in der unab- lässigen Arbeit um's liebe tägliche Brod die Fingergslenke steif und dis Haut an den Fingerspitzen hart geworden, der glaubt sich ausgeschlossen aus dem Kreise Derer, die in der Lage find, stch im Reich der Töne zu ergötzen. Mit Unrecht, denn es giebt jetzt Musikinstrumente, die kein behendes Spiel der Gelenks, keine Fingerfertigkeit voraussetzen und bei denen eine tüchtige Hornhaut am Daumen geradezu ein Vorzug ist. Wir meinen dis sogenannten Accordzithern, leicht erlernbare und wundervoll klingende Instrumente, die im Kleinen da» leisten, was man im Großen vom Clavier und Harmonium verlangt. In der äußeren Form und Construction der bekannten Zither ähnlich, unterscheiden fie sich von dieser durch drei Zuthaten, welche bewirken, daß man erstens ohne Noten- kenntniß eine Melodie zu spielen, zweitens die Begleitung dazu leicht zu finden und drittens das Instrument ohne weitere Anleitung selbst zu stimmen vermag. Wer fich für die Sache interessirt, versäume nicht, sich von der nächsten Musik- Instrumentenhandlung oder vom Fabrikanten der verbreitetsten und besten Accordzithern, Herrn I. T. Müller in Dresden- Striesen, das illustrirte „Accordztther-Büchlein" auszubitten. Es wird gratis und franco zugeschickt. Aus diesem Büchlein hat der Schreiber dieser Zeilen, selber schon seit Jahren ein Anhänger und Verehrer der neuen und graciösen Hausmusik, mit Vergnügen ersehen, daß die Müller'schen Instrumente trotz ihrer Einfachheit vor den Augen zünftiger Musiker und eminenter Mufikrttiker Gnade und an dem liebenswürdigen steierischen Volksdichter P. K. Rosegger einen warmen Fürsprecher gefunden haben. Wenn wir mit Rosegger darin einig gehen, daß mit der Accordzither eine Welt von Poesie in unser Haus eingezogen ist, so freuen wir uns erst recht, wenn ein Fachmann, wie der Hamburger Musikschriftsteller Ferd. Pfohl, sein Urtheil in die lobenden Worte zusammenfaßt: „Es ist nicht zu bezweifeln, daß einem Instrument die Zukunst gehört, das wie die Müller'sche Accord-Zither durch musikalische Ergiebigkeit, durch Adel der Tones, durch überraschende Leichtigkeit der Spielweise und nicht zuletzt durch Handlichkeit der Form, durch Eleganz und Billigkeit sich auszeichnet/ i »edaciion: A. Gcheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen UniverfiMS-Buch- und Steindruckerei (Pietsch & Scher, da) in Gießen. Mel -Wc fassend, , er hätte i Sie Arzte, bei „83d sagte sie Run seltsame \ Verunglüc sanften Hl durch ein ihre gilte klaffende ’ und griff Der sorgsam a wozu die hast Meid Augen sta Der wandte sic -Wo Anblick fü „Kon Melwig, Doctor ha Eie I „Sas bleiben ob -Dai erwiderte -dis Unter Migst eil