emperirtem, Nutandrang auer durch, rgsthätigkeit Haltend mit i man nicht nd mache in igang. Wie Hande thut, . Eine halbe n, hat dabet es. der grauen :6ume bringt, m die Aufbe- Fenster und m 1 Gramm halte Fenster >as Schwefel« aufbewahm, ib dunkel fei«, cen übler Gericht befördert alle 14 Tage rd verwendet, t benachbarten m Geruch und , zu bringenden „erden dadurch , welche ihre chatten, wem res Ende man aum aufhängt, zum Frühjahr. sich in weit» ca. Va Meter an fehr trocknen s öligen Kerne ganz prächtig, »x CittßfHDlud-t, t einem Deckel stellt. Uten hält sich itzen gleich den tnmtethet, durch vor dem Ein» , Ein strenges We vor dem t von einzelnen wird. . ich Ihnen ein trichen 1" »t. ,) in Gießen. 189« Nr. 109 DermerStag den 17. September isksirepWämilieitl'läitek MWWMMMWB -v i-s-uu. /v Untrrhaltungsblatt ?um Gießener Anzeiger (General Anzeiger). Falsches Spiel. Roman von E. v. Linden. (Fortsetzung.) Der Unterschied zwischen diesen beiden unleugbar sehr schönen Menschen bestand darin, daß Hans Justus zum ersten Male von einer geradezu sinnlosen Leidenschaft für ein Weib ergriffen worden war, während Ebba Regina dieses wilde gefährliche Gefühl mit ihrer kalt berechneten Koketterie zu schüren wußte, ohne etwas Anderes für ihn zu empfinden als ein gewisses Wohlgefallen und den ebenso leidenschaftlichen Wunsch, alle Hindernisse aus dem Wege geräumt zu sehen, um so rasch als möglich Baronin Alting und damit eine Ebenbürtige in jenen Kreisen zu werden, deren Angehörige sie glühend haßte, weil diese Melwigs Nichte hochmüthig übersahen. So standen die Dinge, als Hans Justus, erregt durch die Ankunft feines amerikanischen Kameraden, der ihn unangemeldet überraschte oder vielmehr überfiel, die kluge Ueber- legung verlor und die Scene mit dem Förster und mit seinem Onkel herbeiführte, eine Unklugheit, der die zweite, die grausame Mißhandlung des schönen Pferdes, auf dem Fuße folgt, was dem alten Baron, auch ohne des Hirschholmers Eröffnungen, den Character des Neffen im grellsten Licht gezeigt hatte. Das war nicht mehr gut zu machen , wie der Amerikaner sich grollend sagen mußte, als er, die Büchse auf der Schulter, rasch auf Feldwegen dahinschrttt, um einen kleinen Pachthof seines Onkels, der etwa in der Mitte zwischen .Altinghof und Lindenhagen lag, zu erreichen. „Mein verwünschtes TemperamentI" murmelte er zwischen den Zähnen hindurch, „nun habe ich mich trotz Melwigs Mahnung doch zu einer doppelten Unklugheit hinreißen lassen. Ich hätte Joe Catton gleich zu ihm schicken solle«, anstatt zu dem Dummkopf von Förster. — Aber warte, mein Bursche, Du sollst Deinen Lohn bekommen, wenn ich erst Dein Herr bin." Er blieb stehen und starrte wie geistesabwesend vor i sich hin. „Bah, bist Du hier in diesem öden Neste ein Feigling geworden, John Alting," stieß er halblaut hervor, „wofür ist denn Joe Cattun da? — Der Bursche soll sein Brod verdienen, — ich habe nichts damit zu schaffen. Aber, Goddam, ein Unglück ist bald geschehen." Er athmete heftig und schritt rasch weiter, doch blieb die Stirn gefaltet und das Antlitz von einer fahlen Bläffe überzogen. Bilder der Vergangenheit schienen vor ihm herzugaukeln, al» er einen schattigen Waldweg betrat, der zu der Pachtung gehörte, — ein fernes Sterbelager in einem ärmlichen Zimmer mit kahlen Wänden. Es war fein Vater, der mit dem Tode rang und den brechenden Blick auf ein Bild geheftet hielt, das ihm dicht gegenüber an der Wand hing. Es stellte eine schöne Frau dar mit lachenden braunen Augen und schelmischen Grübchen in Wangen und Kinn. Darunter befand sich ein kleines Frauenbild mit tiefen grauen Augen, aus denen ein geheimer Kummer sprach, und nachdenklichen Zügen, die mit ihrer jugendlichen Frische und Schönheit seltsam contrastirten. Die Mutter und die Gattin des sterbenden Mannes, die längst vor ihm dahingegangen waren, schienen die einzigen Zeugen seines letzten. Kampfe» zu sein- „War soll mir diese fatale Erinnerung gerade jetzt?" knirschte Hans Justus, eiliger weiterschreitend. „Wie konnte ichs denn ahnen, daß er» so eilig mit dem Sterben hatte und uns Beide sehen wollte? — Warum nicht mich allein? Da liegt der Hase im Pfeffer, und drum war'» gut, daß keiner kam. Was sollte auch die Abschieds -Comödie — ihm nützte fie nichts und mir noch viel weniger, da er mir keinen Cent hinterließ. — Goddam, da» Nachspiel war mir nützlicher, obgleich ich dem alten Burschen, dessen Sohn ich bin, die letzte Freude schon gegönnt hätte, — wenn er nicht ein doppeltes Spiel getrieben, den Andern auch gerufen hätte. Was scheerte ihn der Benjamin? — War ich ihm nicht genug, und, was die Hauptsache, nicht ebenso gut im Rechte wie der Tölpel, dem Milch in den Adern fließt anstatt Blut? By Jove, mein Alter, bist mir Dank schuldig, daß ich Dich vor einer Sünde bewahrte." Hans Justus schien sich mit diesem letzten Trugschluß selbst überzeugt und völlig beruhigt zu haben, da er jetzt sehr lustig den Yankee doodle sang, seine Gedanken wieder der Gegenwart zuwandte, und bald die Pachtung erreicht batte. „Können Sie mich nach dem Lindenhagener Grenz. See I „Nur vorwärts, Joe!« flüsterte Alting ungeduldig, „mH fahren?« rief er dem Pächter zu, der soeben aus seinem den Hunden bin ich gut Freund , von de« Bewohnern aber Hofthor trat und nun unterthänig die Mütze abriß. darf mich keiner auf diesem Indianer-Pfade sehen. „Wollte just nach der Station, Herr Baron! Der Wagen Joe schritt rasch weiter und gelangte nach einer Weik steht schon angespannt, fünf Minuten später hätten Sie mich auf einen gangbaren Fußweg, der zu einer Grotte! führte, nickt mehr anaetroffen " die von einer künstlich ausgeführten Felswand gebildet war „Na, dann ist's gut, mein lieber Bendixen," sagte Hans und ziemlich verwahrlost aussah. Die Grotte hatte einst a s Duktus berablaüend tck babe arosie Eile." I Durchgang zu einer sogenannten Eremitage gedient, einer Der Pächter beeilte fich nun ebenfalls und brachte den Spielerei des vorigen Jahrhunderts. Auf einem Mooslager jungen Herrn, in dem er nattirlich den künftigen Gebieter sah, mhte die Gestalt einer lebensgroßen Puppe iw' Eremiten, nach dem See, der zu Lindenhagen gehörte, und wo jener Gewände, die sich, sobald eine We”ot dem ^"betreten angeblich Rebhühner schießen wollte. Es war ein romantischer wurde, langsam erhob, was natürlich dem Uneingeweihten Winkel, von weißstämmigen Birken und dunklen Buchen ein- eine erschreckende Ueberraschung bereiten mußte unddamit gerahmt, wie überhaupt dieses Rittergut eine Perle der Land- feinen Zweck erreicht hatte. Der künstliche Fels, welcher die fchaft war und deshalb in den jetzigen Händen ein beständiger Rückwand der künstliche Grotte bildete, besaß eine zu jener Pfahl im Fleische der adeligen Herren sein mußte. Eremitage führende Thür, die nur durch Zeinen geheimen Als Hans Justus am See entlang in den hochstämmigen I Mechanismus zu öffnen, also auch selbstverständlich Hans M 1.6.« « M Meta 3u|fa» wie Leim mrück mit dem Bewußtsein, daß er trotz der väterlichen „So, hier sind wir jedenfalls ungestört, bemerkte Joe Abstammung doch niemals zu jenen vornehmen Kreisen ge- Catton, sich auf eine unsaubere Moosbank niederlaffend, hören und ihre Ansichten theilen werde. Aber er mußte „setzt Euch neben mich,, oiä boy, calculire, daß ich hier den trotz alledem und alledem der alleinige Erbe von Altinghof I Bedienten nicht M spielen brauche. sväbend werden, um der sckönen Ebba Regina außer dem Namen I Alting blieb stehen, und ließ die scharfen Augen spähend auch einen stolzen Besitz und ihr damit die ihr gebührende umherwandern, worauf er noch einmal heraurtrat, um auch Stellung bieten zu können. Altinghof und Ltndenhagen! — hier forschende Blicke umherzuwerfen. Sein ickönes svöttisckes Gesicht leuchtete triumphirend auf, I „Bah, ich kenne mich auf dergleichen aus, meinte Joe, - mit diesen beiden Besitzthümern würde er der reichste verächllich vor^stch Gebieter der aanren Geaend. einen Cent, daß weder Herrschaft noch Gesinde vrese Gegeno „Ei, ttmmenÄ Gnaden zu Fuß?« tönte plötzlich jemals mit ihrer Gegenwart beehren. Ist mme,-mein erste- eine rauhe Stimme an sein Ohr. Erschreckt wandte er sich um. Geschäft, dasTerratnzu studiren, und nunleg. los, «ä y! A» Wr seid's Joe Catton!" rief er, stehen bleibend, I Hans Justus mußte die ihm rechtlich widerliche Ber „schaut in dem neuen Deckblatt ja ordentlich solide aus. traulichkeit^seines einstiger Kreut mick Euck hier erft mal allein m treffen." I viel von ihm verlangte. Mit halblauter Stimme erzählte er „Sottde, ein häßliches Wort, eigentlich eine Beschimpfung." von de«> Ereignissen des Tages; als er geendet, stieß Joe knurrte Joe mit einem gewissen Humor. «Paßt überhaupt einen bedeutsamen Pfiff £»»• bft6 roQr nicht für die Herrschaft von Lindenhagen, wo es so an. »MitVerlaub, Sir, sagte er kopssckUltelnd, vas war VLLS ”**,nllWn *’ SWÄ Ä ÄÄS* 1 csfttt« «taftu« mit einem habt Euch damit ein schlechtes Zeugniß ausgestellt, wenn totaffÄÄLta-Rti,- C» *«. w«« mU “"b *•* M 3* “@Ä 8« eine emeWdie W «■** « «1«^ taW« 5«« 3uRu». bem M= fW ernsthaft. Es war die höchste Anerkennung, welche er e nem „Ja so, all nght,, ij vergaß, ein Pferd müßt Ihr doch Weibe rollen konnte .Calculire." setzte er mit einem l wieder haben, John AMNg — . „ „ .. ,... pfiffigen Augenblinzeln hinzu, „daß die Grenze zwischen hier Dieser schwieg, den Blick sest ^ Eatton gerichtet. SraÄf toee ta!” ob« lmg «uf66rt. Sin fett« .S°bt Jh- »« » S«"*““’ Sü.a».*!” - M,culi,i ”1Uer' ‘ba6 “ ®"4 10061, Old boyl Um et« Womeot, wo* *8« 3«. 6«bt M 6i« Wo» •* orfemtrt?- 3# au4 E," tagte Hao« 3»fi«« ttoäen. - »sawgte ”£Ät « 6«6 btefes Steel« bei Zone »och nicht mo6t wiffeo, ob man Such 61« dann noch linge. bntbe» wird, durckftreift" fuhr Laus Jusius mit gedämpfter Stimme fort, I Joe, calculire, daß ich Euch nicht gerufen, also auch nch .KÄe»V«m Ä^6>« tm WZ?" * ich »»bei Uw»* gAÄ’Ä horcht einige Worte mit Euch reden kann? ^"kel wird kaum für mich alleinl ch > 35 Sollt'« hänfen oksickon ick erft vor einer Stunde hier I mir leid, aber ich kanns nicht anvern, oia uoei el«Ä Ue." ‘V% mit der Bahn, fand auch Old Joe sah ihn prüfend an, und nickte nachdenklich Glück' «S“ W"' W ”°r MeGeschichte hat Grund und Boden," erwiderte er Joe Catton lachte spöttisch, ein heiseres, häßliches Lachen, mit schwerer Betonung, „calculire, daß noch kein weitere« und schritt mit verblüffender Sicherheit seitswärts einen Testament existirt. „ W ™4raWäl •“ ®”be 6" Ä ta1V?4M« 9iol6w.«bWt -»chg-. «wt ej«, 9.Eigentlich Booten wir uoe 6i« am stch-rft-n not«, hab ein T-ftom-nt gemocht wteb,old boyl halten," bemerkte er, stehenbleibend, „calculire aber, daß blütig fort. „Bon einem Butterbrod kann h chst einer der bissigen Köter uns aufstöbern kann, was dem satt werden, "derZweite aber bin ich, und da sts an , gnädigen Herrn von Alting nicht passen würde. Na, seid mein Butterbrod zu verdienen. Hab ich nicht recht nur ruhig, alter Bursch," lachte er kurz auf, al« Hans standen, John Alting? Justus eine unwillige Bewegung machte, „ich werde überall, All right, erwiderte bieftr fest. km,’« nöthig ist, den unterthänigsn Diener spielen, doch unter „Gut, ich bin.s zusrieden, vorausgesetzt, aß vier Augen bring ich's nicht fertig." » werden." Nachdem sich die beiden würdigen Spießgesellen noch einmal davon überzeugt hatten, daß kein Horcher sich in der Nähe befand, setzten sie sich auf die Moosbank und begannen eine halblaute Unterhaltung, die sie der Vorsicht halber in englischer Sprache führten, wodurch sie stellenweise lauter wurden, al« beabsichtigt war. „Wir find also einig?" fragte Han« Justus endlich, sich tiefathmend erhebend. , , ,, „ _ „All right, Sir! — Ihr könnt Euch auf mich verlassen, doch erwarte ich vorher das Bewußte von Euch." „Mein Wort darauf, Joe! - Entfernt Euch nun in unauffälliger Weife, während ich von hier aus in's Herren, haus gehe." Eatton gehorchte, als feine Schritte verhallt waren, erhob fich auch Han« Justus, um die Grotte zu verlassen. Da fühlte er plötzlich eine Hand auf seiner Schulter und wandte fich entsetzt um. Eine hohe, imposante Frauengestalt, in einem leichten seidenen Mantel gehüllt, da» schöne Anllitz von einem Spitzentuch umrahmt, stand, wie äus dem Erdboden emporgestiegen, vor ihm. „Ebba Regina, Sie find'«!" stammelte er mit stockendem Athem, „wie kamen Sie hierher?" Der kecke Hans Justus schien vielleicht zum ersten Male in seinem Leben völlig fassungslos zu fein, was ihr ein dämonisches Vergnügen zu bereiten schien, da fie lautauflachte. Die Nichte des Herrn Melwig mochte ein und zwanzig Jahre zählen. Sie glich mehr einer Südländerin als einer nordischen Schönheit, da ihre schwarzen funkelnden Augen sogar etwas Astatische« besaßen. Ebba Regina war unheim. lich schön, eine jener dämonischen Frauen, denen die Männer erbarmungslos zum Opfer fallen. „Sie erschrecken ja vor meinem Anblick wie vor einem Medusenhaupt, Baron Alting!" sagte ste spöttisch. „Ich möchte Ihre Frage zurückgeben, — wie kommen Sie hierher in diese abgelegene Grotte?" Han« Justus hatte flch gefaßt. „Ich wollte zu Ihnen, kam vom Wege ab und gerieth so hierher," sagte er leichthin. , , „Nun, ich befand mich während Ihrer Abwesenheit in einer Einsiedler-Klause," bemerkte ste im selben Ton. „Sehen Sie, lieber Baron, ist dieses Versteck nicht interessant?" Sie griff bei diesen Worten an die Felswand, die sich alsbald öffnete und einen kleinen Raum mit einer lagerartlg gestalteten Moosbank zeigte, auf der noch die Ueberreste einer als Eremit gekleideten Puppe lagen. „Dm Teufel auch," rief Hans Justus, erschreckt zurück- prallend, „was ist denn das für ein Spuk?" „Der Vorfahr eine» hochedlen Geschlechts, der feine Sünden hier als Einfledler abgebüßt hat," spottete die junge Dame- „Wie Sie sehen, büße auch ich hier zuweilen." „Ach, lassen Sie den Unstnn, Ebba Regina," erwiderte Alting mit gepreßter Stimme, „wie lange waren Sie in diesem Moderloch, da» für eine junge, schöne Lady doch wohl kein paffender Aufenthalt ist?" „Hm, zuweilen find solche Verstecke sehr nützlich," meinte sie, ihn fest anblickend, „doch dürfen keine unberufenen Augen und Ohren fie kennen. Dieses hier zum Exempel ist mir nur allein bekannt, da mir der Zufall des Räthsels Lösung in di» Hand spielte. Uebrigen«, mein lieber Baron," setzte ste lächelnd hinzu, „war ich bereits hier, bevor Sie mit Ihrem Diener," ste betonte das letzte Wort etgenthümlich, „die Grotte betraten." Hans Justus fühlte sich von einem eisigen Schrecken durchrieselt, sein Gesicht wurde aschfahl. „So haben Sie auch unser Gespräch gehört?" fragte er mit heiserer Stimme. „Nun freilich, lieber Baron," erwiderte Ebba Regina mit ihrer liebenswürdigen Miene, „meine Sinne find so fein organisirt, daß ich mich vergeblich dagegen wäppnel, ein in meiner Nähe geführtes Gespräch nicht zu verstehen. Ich habe leider vorhin die Ueberzeugung gewonnen, mein Freund, daß Sie sehr unvorstchtig gewesen sind, einen für jeden unserer Bediensteten so leicht zugänglichen Ort wie diesen hier für eine solche Unterredung zu wählen." Hans Justus blickte das schöne Weib forschend an und ergriff dann mit einem plötzlichen Entschluß ihre Hände, um fie dicht an fich zu ziehen. „Sie wissen oder haben verstanden, was mir droht, Ebba Regina?" fragte er leise. Sie nickte. Ihre schwarzen Augen funkelten ihn dämonisch an. Sie sprach englisch wie ihre Muttersprache. „Es ist hier gefährlich", sagte sie bedeutsam, „kommen Sie in mein Versteck, Baron!" Er folgte ihr mit einem seltsamen Gefühl in die geheime Klause, deren Eingang sich geräuschlns wieder schloß. Eine halbe Dämmerung herrschte in dem kleinen Raum, welcher Licht und Luft von einem ganz oben befindlichen, ebenfalls durch eine künstliche Vorrichtung zu öffnendes Fenster, dessen Scheibe au» durchsichtigem Horn bestand, erhielt. Obwohl die Luft nun auch ganz rein, so empfand Hans Justus doch ein ungewohntes beklemendes Gefühl der Angst, das sich ihm wie ein Alp auf die Brust legte und mit dem ganzen Aufgebot seiner Willenskraft nicht zu bannen war. Es war ihm urplötzlich, als Hobe sich vor jenen geheimnißvollen Eingang fein eigener Grabstein gewälzt. „Zittern Sie, Hans Justus?" fragte Ebba Regina spöttisch. „Vielleicht vor den Ueberresten der Eremiten oder am Ende gar - vor mir?'! „Ja, ich zittere vor Furcht, Dich zu verlieren; wisse, daß ich um Deinen Besttz ein Verbrechen, eine Welt in Flammen aufgehen lassen könnte." (Fortsetzung folgt.) Gemeinnütziges. Der üble Geruch der Nachtiampe. Lampenöl hinterläßt durch da» Dampfen der Nachtlichtchen stets einen üblen Geruch, der sich leicht auf die Lungen, besonders kleiner Kinder, aber auch Kranker wirft. Um diesem schädlichen Einfluß vorzubeugen, hängt man in die Nähe des Nachtlichtes etwas höher als die Flamme brennt, einen Schwamm auf, getränkt in Essig. Dieser zieht den Geruch und auch etwaiges Blacken an; der Schwamm muß.öfter ausgewaschen werden. Emaillirtes Kochgeschirrr wieder hell zu machen, ohne daß die Glasur darunter leidet. Man thut für etwa drei Pfennig Pottasche und ebensoviel Chlorkalk zusammen in den dunkel gewordenen Topf, gießt drei Liter Wasser hinzu, und stellt den Topf eine Zeit lang an einen warmen Ort- Das Geschirr wird wieder »klar und rein. Obstflecken zu entfernen. Um Obstflecken au» weißen oder bunten Stoffen zu entfernen, legt man letztere einen Tag in saure Milch; sollte der Fleck noch nicht sortgehen, so muß die Milch erneuert werden, überhaupt so oft, bi» der Fleck verschwunden ist. Dünn werden die Stoffe in Seifen- wasser ausgewaschen. » » Um das Atter von Eiern sicher zu erkennen, löse man in ‘/2 Liter Wasser 521/2 Gramm Kochsalz auf; ein ganz frisches Ei in diese Lösung gebracht, sinkt alsbald bis auf den Boden des Gefäßes unter, während weniger frische Eier auch weniger tief in die Flüssigkeit einstnken. Schwimmt ein Ei oben auf, so ist e» alt. Eine Mischung von 2 Lot Weinstein mit 1 Lot Alaunpulver tilgt die Rost- und Tintenflecken aus der Wäsche und dem Leinenzeug. Die wenigsten Schönheitsmittel bestehen vor dem Forum einer strengen Kritik, fast alle jenen kosmetischen Products, die unter den pomphaftesten Namen angepriesen werden, und mit theurem Gelds aus dem Auslande geholt - 436 werden, sind eher der Haut schädlich als nützlich. Sie sind aber auch überflüssig, seitdem es deutschem Fleiß und deutscher Arbeit gelungen ist, aus der Wolle ein so seines kosmetisches Mittel, wie das Lanolin herzustellen, das in einem daraus gewonnenen Cream, dem „Lanolin-Toilette-Cream- Lanolin" ein populäres Product geworden ist, von dem keiner sich lossagt, der es einmal gebraucht hat. Nicht allein bei Erwachsenen ist das „Lanolin-Toilette-Cream-Lanolin" ei« zuverlässiges Schönheitsmittel, auch in der Kinderstube hat es sich als unentbehrlich sür die Pflege der Haut herausgestellt. Man verlange das „Lanolin-Toilette«Cream-Lanolin," das sich in Apotheken und Drogerien findet, stets mit Schutzmarke „Pfeilring", da nur dadurch die Garantie sür ein echtes Product gegeben ist. * # R-gerrfchirme lange gut zn erhalte«. Man stelle den naß gewordenen Schirm zum Abtropfen mit dem Griff auf die Erde, und zwar geschloffen, jedoch nicht geschnürt. Erst nachdem er genügend abgetropst ist, darf er zur völligen Verdunstung der Feuchtigkeit aufgespannt werden. Unterläßt man das erstere Verfahren oder stellt man ihn mit der Spitze auf den Boden, wie meist üblich, so leidet das Gestell derart von der Näffe, daß ein baldiges Rosten und Brechen der Stäbchen die unvermeidliche Folge, ist. • Fettflecken itt Büchern entfernt man am besten, indem man gebrannte Magnesia mit Benzin mischt (selbst- verständlich nicht bei Licht, der Feuergefährlichkeit halber), bis eine krümliche Masse entsteht. Der Fleck wird mit dieser Masse behutsam eingerieben, einige Zeit beschwert stehen gelassen und die Magnesiakrümelchen werden dann weggeklopft. Frische Flecken verschwinden sofort, alte nach zwei- bis dreimaliger Behandlung. * , Schwaben lassen sich leicht vertilgen, indem man an dem von diesem Ungeziefer hauptsächlich besuchtesten Platze ein blechernes Gefäß mit kaltem Wasser halb gefüllt aufstellt und ringsum mit Erde vom Boden bis zum oberen Rande umgibt, sodaß die Schwaben hinauskriechen fönnen. Die Schwaben kriechen massenhaft über den Rand, um Wasser zu trinken, fallen in die Schüssel, können an dem glatten Rand nicht mehr emporklettern und kommen im Wasser um. Lösungsmittel für Eifenrost. Häufig ist es mit großen Schwierigkeiten verknüpft, eiserne Gebrauchsgegenstände des täglichen Lebens, namentlich Messer, Bohrer, Schraubenzieher u. dergl. mehr durch Schleifen oder Abfeilen von dem daran gebildeten Rost zu befreien. Dann läßt sich die Rost- befeitigung bequem und durchgreifend dadurch ausführen, daß man den rostigen Gegenstand in eine ziemlich gesättigte wässerige Lösung von Zinnchlorid eintaucht; allerdings muß man die Gegenstände je nach der Stärke des Rostes 12 bis 24 Stunden liegen lassen. Ein gar zu langes Belassen de» Eisens m dem Zinnchlorid muß darum vermieden werden, weil sonst leicht das Eisen selbst angegriffen werden könnte. Sobald die Gegenstände aus der Lösung genommen find, müssen sie zunächf mit Wasser, danach mit Ammoniak abgespült und hierauf gut abgetrocknet werden. Uebrigens empfiehlt es sich, zur Vermeidung de» Rostens eiserner Geräthe, namentlich solcher, welche in einigermaßen feuchten Räumen ausbewahrt werden, dieselben mit Vaseline einzureibem Ein sehr bewährtes Mittel, um die Holzwürmer zu entfernen, ist, wenn man die Möbel rc. mit Benzin oder Amylalkohol mittels eines weichen Pinsels bestreicht. Die Gegenstände werden in luftdicht verschlossene Räume gestellt und die verdampfte Flüssigkeit so lange durch neue ersetzt, bis tobte Würmer oder Larven gefunden werden. Da dieses Mittel höchst feuergefährlich, ist Vorsicht bei der Arbeit geboten. Ferner sei darauf aufmerksam gemacht, daß die Politur unter Einwirkung dieser Mittel leidet, sofern dieselben darüber fließen, und es müßte eventuell nach gehörigem Austrocknen, bezw. Auslüften ein Aufpoliren stattfinden. Ferner wird empfohlen als gut wirkendes Mittel, Salzgeist oder Terpentinspiritu, n die Bohrlöcher zu gießen. * Aufbewahrung vonBlumenkohl. Die ganzen Pflanzen werden, sobald Frost zu befürchten ist, mit möglichster Schonung der Wurzeln aus dem Boden genommen und im Keller so in ein Gefäß mit Wasser gestellt, daß die Wurzeln vollständig unter Wasser stehen. Die Stäuben können ganz dicht zusammengestellt werden, so daß eine die andere aufrecht erhält, ohne daß die Blätter Schaden leiden. Ist fließende» Wasser im Keller vorhanden, so ist die Wirkung eine noch bessere. Er ist auf diese Weise gelungen, Blumenkohl dir nach Weihnachten frisch zu erhalten. Kaum bemerkbare Köpfe hatten sich nach vierwöchentlichem Stehen in dem Wasser um das fünf- und sechsfache vergrößert und zeigten regelmäßige Bildung bei glänzend weißer Farbe. Holzkohlenstacke im Wasser verhindern das Faulen. Reinigung weißer* Giaeöhandfchuhe ohne Benzin. Zur Reinigung weißer Glacehandschuhe ohne Anwendung von Benzin wird eine Auflösung von Seife in heißer Milch empfohlen. Er ist I zweckmäßig, auf das halbe Liter dieser Lösung einen zu Schnee geschlagenen Eidotter einzurühren und einige Tropfen Salmiakgeist zuzumischen. Die Handschuhe werden über die Hand gezogen und mittelst eines Wollläppchens, das in die Mischung getaucht wird, ab. gerieben. Hängt man die Handschuhe im Schatten zum Trocknen auf, so bleibt das Leder weich. Humoristisches. Zum halben Preise. Am Eingangüthor der land« wirthschastlichen Ausstellung in Stanelly verlangte dieser Tage ein Mann zum halben Preise zngelaffen zu werden. Sein Grund? — Er habe nur ein Auge. Der Mann war sehr unwillig, al» dem Kassierer die Berechtigung seiner Forderung nicht einleuchten wollte. * , ♦ V erkehrte Welt. „Wer ist die Dame mit dem kurz, geschorenen Haar?" - „Eine Malerin." - „Und der Herr dort mit dem langen Haar,?" — .„Auch ein Maler." * Macht der Gewohnheit. Feldwebel: Heute gibt» besondere Menage, deshalb braucht Ihr aber nicht so verliebt dreinzuschauen, die Köchin dazu wird nicht geliefert." Entzückender Gedanke. Backfischchen (von den langen Nächten am Nordpol hörend): „Ach dort eine Ballnacht mitmachen zu können I" , . Zukunftsscen en. Gauner (nach der überaus warmen Vsrtheidigung durch einen weiblichen Rechtsanwalt): „Gnädige» Fräulein, nach dieser Schllderung meine» Character» drängt es mich, um Ihre Hand zu bittens" Eine originelle Geburtsanzeige erläßt ein Berliner Arzt: Das zweite Kind ein Junge seil So wünschte sich's die Mutter. Dem Alten ist das einerlei; Es kost's dasselbe Futter. Jedoch die Mitgift wird geschmält Für den, der Muki's Schwester wählt. Das neue Kind heißt Ilse. Ihr Freier 'ran. Wer will se? Redaktion: L. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen UniverstMS-Buch- und Steindruckerei (Pietsch & in ®ie®