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Er zeigte beim Anblick der sonderbaren Gäste nicht die geringste Ueberraschung und sagte kein Wort, während der Lebensretter Freds seinen halb bewußtlosen Schützling auf die Bank setzte und sich neben ihm niederließ. Erst als der Mann mit dem verwilderten Barte ihm einen gebieterischen Blick zuwarf, schlich er mit den lautlosen Schritten einer Katze zu dem Schrank, entnahm demselben eine Flasche nebst zwei Wassergläsern und setzte sie schweigend auf den Tisch. Der Hagere schenkte eines davon voll, leerte es auf einen einzigen Zug und schob die Flasche zurück. „Johnny!" Der Rothhaarige gab keine Antwort. „Johnny — dieser Gentleman da hat seit vier Tagen nichts gegessen." Der Wirth machte sich an seinem Flaschenschrank zu schaffen. „So?" versetzte er gleichmüthig, ohne sich umzusehen. Aber der Andere erhob seine Stimme jetzt zu einem sehr nachdrücklichen, beinahe drohenden Tone. „Vier Tage — sage ich! Hörst Du, vier Tage! Und nun wirst Du gefälligst Deine langen Eselsohren aufsperren. Der Gentleman muß zuerst Thee haben — guten starken Thee mit Rum und Zucker, und dann eine kräftige Rindssuppe. Muß der Thee sogleich, die Rindssuppe aber in längstens einer Stunde fertig sein — verstehst Du? — Und für mich ein Beefsteak mit Pataten. Sag' das Deiner Sambo!" Al» ob er nicht ein Sterbenswörtchen von alledem gehört hätte, schlich Johnny unter allerlei geräuschlosen Hantirungen in der Stube umher. Auch da der Andere geendet, machte er durchaus nicht Miene, seinen Wünschen zu entsprechen. Da zog Jener einen anscheinend wohlgefüllten Beutel unter seinem Wams hervor und warf ihn auf den Tisch, daß es klirrte. „Meinst Du vielleicht, wir könnten Dich nicht bezahlen? Da — Geld genug, um den ganzen Lumpenkram hier zu kaufen — mit Deiner Sambo obendrein." Johnny war mit zwei langen Sätzen an dem Tisch, um den Beutel zu betrachten. Dann flogen seine kleinen, tückischen Augen zu dem Eigenthümer des Geldes hinüber und ein wahrhaft teuflisches Grinsen verzerrte sein feistes, unsauberes Gestcht. „Gutes Geschäft, Bob — kommt nicht alle Tage — wie?" fragte er mit einer unangenehm hohen und fettigen Stimme. Aber der Gefragte fuhr auf diese Bemerkung empor, wie wenn man ihm einen Peitschenhieb versetzt hätte. „Kümmere Dich um Deine eigenen Geschäfte, Johnny! Weißt wohl, ich kann die verdammten Redensarten nicht leiden. Ist genug für Dich, daß ich Geld habe — und wenn es sein muß," — er hatte die Flinte erfaßt und stieß sie mit einer wilden Geberde auf den Boden, — „wenn es sein muß, auch ein Gewehr." Dieses letztere Argument schien endlich eine gewisse Wirkung hervorgebracht zu haben, denn Johnny schlich hinaus in die Küche. „Sobald er aus der Stube war, nahm der Lange den unglücklichen Fred wieder auf feinen Arm und trug ihn nach dem Bette hinüber, auf das er ihn ganz sanft und behutsam niederlegte. Er war noch um ihn beschäftigt, als Johnny wieder hereinkam. „Ihr macht ja wahrhaftig, als ob Ihr hier zu Hause wäret," knurrte der Rothhaarige verdrießlich. „Thue es immer, wenn ich in ein Wirthshaus komme," lautete die bündige Entgegnung. „Für heute behält der Gentleman Euer Bett. Du und Deine Sambo, Ihr könntet meinetwegen im Schweinestall schlafen, wenn Ihr einen hättet." Nun schien der ehrenwerthe Johnny doch beleidigt; denn er warf den Kopf zornig empor und rief drohend; „Bob!" 296 —" Der Andere drehte sich nach ihm um- „Bob Rock — so ist mein Name." „War'» aber nicht immer, wie ich schätze/ zischte Johnny mit giftigem Hohn. k „So wenig als man Dich immer Johnny Down nannte wie heute. Pah — sollte doch meinen, daß wir uns hinlänglich kennen, Johnny! Oder kennen wir uns etwa nicht?" „Calculire, daß wir uns kennen! — Seid ja der berühmte Bob von Sodoma in Georgien/ „Sodoma in Alabama, Johnny! Weißt Du nicht mehr, daß Sodoma in Alabama liegt und warst doch ein geschlagenes Jahr in Columbus — obendrein in allen möglichen schlechten Capacitäten." „Wollt Ihr wohl schweigen I Vergeßt Ihr denn ganz und gar, daß wir nicht allein sind?" „Pah! Hört nicht eine Silbe von Allem, was wir reden, der arme Teufel da! Wenn es sonst Keinen gäbe, als den! — Aber Sodoma liegt in Alabama, Mann, und Columbus in Georgien. Ist der Chatahoschie, der zwischen Beiden fließt. Und war ein lustiges Leben auf diesem Chatahoochie — ein glorioses Leben! Hat aber längst ein Ende genommen. Ist eben Alles auf der Welt vergänglich, wie mein alter Schulmeister immer sagte." Er schien sich jetzt in ganz fröhlicher Laune zu befinden, und die wilde Rastlosigkeit, die er vorhin in der Prairie gezeigt Hütte, schien von ihm gewichen. Die Erinnerungen irgend welcher gemeinsam begangenen Helbenthaten mußten' auch das gute Einvernehmen zwischen den beiden unheimlichen Cumpanen wiederhergestellt haben, denn sie setzten sich friedlich nebeneinander an den Tisch und begannen sehr angelegentlich zu flüstern und zu wispern. Fred Houston aber fühlte sich nach einer Weile etwas unsanft aus seiner halben Betäubung aufgerüttelt und blickte in das abschreckend häßliche Gesicht einer Mulattin, die mit einem dampfenden Topfe und einem Löffel neben seinem Lager stand. Ohne sich viel mit überflüssigen Reden aufzuhalten, begann das Weib, ihm den heißen, stark mit Rum gemischten Thee einzuflößen wie einem kleinen Kinde und nie zuvor hatte der arme junge Mann ein gleich köstliches Gefühl wundersamer Erquickung empfunden als bei dieser Fütterung. Mit einem tiefen Seufzer des Wohlbehagens sank er, als der Topf geleert war, in die Kiffen zurück und die Mulattin, deren Herz sein jammervolles Aussehen offenbar zum Mitleid gerührt hatte, suchte ihn außerdem mit der Versicherung zu ermuthigen, daß sie in einer Stunde die schönste Suppe bringen werbe. „Unsinn!" knurrte Johnny vom Tische herüber. „Ist genug mit dem Thee. Wozu denn noch mehr Umstände?" „Ich aber Suppe für armen jungen Gentleman kochen, weil ich es so will/ kreischte die Mulattin und Bob fügte in seiner nicht mißzuverstehenden, nachdrücklichen Manier hinzu: „Wäre auch verdammt schlimm für Deine gefunden Glieder, Johnny, wenn sie es nicht thäts. Solltest noch von Sodoma her meine Fäuste kennen." Der Rothhaarige brummte etwas Unverständliches; aber er widersprach nicht weiter, und noch ehe die Stunde abgelaufen war, kam wirklich das Weib mit der appetitlich duftenden Fleischbrühe, die es dem Entkräfteten auf dieselbe Art einflößte wie vorhin den Thee- Begierig schlürfte er die so lange entbehrte Nahrung hinunter. Er war ihm, als ob mit jedem Tropfen ein Strom neuen Lebens durch feine Adern ränne. Er hätte wohl die zehnfache Menge genießen können, ohne sich völlig gesättigt zu fühlen; aber die Mulattin, die sich augenscheinlich sehr gut auf die Behandlung solcher Fälle verstand, schüttelte als Antwort auf seine verlangenden Blicke den Kopf. „Dürft für jetzt nicht mehr haben," sagte sie. „Bringe Euch Abends ein Beefsteak- Bis dahin müßt Ihr schlafen. Ist Euch ebenso nöthig als Essen." Und sie mußte recht haben; denn als Fred nach vielen Stunden aus feinem tiefen, traumlosen Schlummer erwachte, war er wunderbar gekräftigt und erfrischt. Freilich mußte er eine gute Weile Nachdenken, ehe er sich wieder in seiner Umgebung zurechtfand, umsomehr, als der Character dieser Umgebung inzwischen keineswegs traulicher und anheimelnder geworden war. Der Raum war jetzt beinahe ganz in Dunkelheit gehüllt, nur auf dem improvistrten Tische in der anderen Ecke brannte eine qualmende Kerze, die ungewisse, huschende Lichter aus die Köpfe der beiden Männer warf. Sie mußten wohl während der ganzen Zeit getrunken haben, denn statt der einen Whirkyflasche standen jetzt deren drei vor ihnen und der Branntwein hatte ihre Stimmen fast bis zur Tonlosigkeit heiser gemacht. „Und ich sage Dir zum letzten Mal, daß ich nicht will!" hörte Fred seinen Lebensretter mit einem Ausdruck schrecklicher Wildheit hervorstoßen. „Bin nicht ein so feiger, heimtückischer, falscher Galgengeselle wie Du! Wenn ich schon einer bin, bin ich doch ein offener, ehrlicher Galgengeselle — nicht so ein —" Die Erwiderung, mit der ihn der Andere unterbrach, konnte der junge Mann nicht verstehen, wohl aber sah er, daß Bob Rock aufsprang und dem Rothhaarigen einen wuchtigen Faustschlag versetzte, einen Schlag, der den Getroffenen fast bis gegen die Thür hin taumeln machte. In der nächsten Minute war Johnny aus dem Zimmer verschwunden; statt feiner aber erschien die Mulattin mit dem versprochenen Beefsteak. Sicherlich würde Fred unter anderen Verhältnissen ganz außer Stande gewesen fein, in solcher Umgebung auch nur einen Bissen hinunterzubringen. Jetzt aber ließ ihn sein Heißhunger allen Ekel vor diesem rohen, widerwärtigen Gesindel überwinden und er hatte nur ein beinahe schmerzlicher Bedauern dafür, daß die Portion, die feine Wohltäterin ihm gebracht, nicht größer gewesen war. Mit einem dankbaren Blick auf ihr häßliches Gesicht legte er sich abermals zum Schlafen zurück und er würde gewiß nicht erwacht fein, auch wenn man unmittelbar vor den Fenstern des Blockhauses eine Kanone abgefeuert hätte. Gebieterisch forderte jetzt die Natur ihre so lange mißachteten Rechte ein und köstlicher war wohl noch nie in seinem jungen Leben ein Schlummer gewesen als dieser. VII. „Steht aus, Mann — steht aus! Denke, Ihr könntet Euch nun nachgerade genug ausgeruht haben." Von einem so eisernen Griff fühlte sich Fred am Arm gepackt, daß er entsetzt auffuhr. Es war Heller Tag und der ihn wach gerüttelt hatte, war fein Lebensretter, wilder und schrecklicher anzusehen denn je, die nächtliche Ausschweifung hatte feine Züge bis .in’« Scheußlichste verzerrt; die blutunterlaufenen Augen waren geschwollen und entzündet, die bläulich verfärbten Lippen zuckten und fein ganzes Wesen zeigte die Verstörtheit eines von namenlosen Qualen gepeinigten Menschen. „Um Gotteswillen, Mann — was fehlt Euch?" rief Fred, in dem Mitleid und Grauen miteinander um die Herr- fchaft rangen, und obgleich ihm der Andere ein Zeichen machte, zu schweigen, fügte er hinzu: „Ihr habt die Ague — das Sumpffieber! Ihr müßt etwas für Euch thun." „Ja, da» Fieber —" stöhnte Bob und ein Erschauern ging über seinen hageren Leib. — „Aber nicht da» Fieber, da» Ihr meint. Gott behüte Euch vor solchem Fieber, junger Mann!" Er ließ Fred Houston» Arm los, den er bis dahin noch immer gepackt hatte und begann eine unstete Wanderung durch das Zimmer. , „Seid nicht daran schuld - habt es nicht heraufbeschworen, das Gespenst. Ließ mir ja auch vorher schon keine Ruhe. Mußte immer und immer wieder unter den Patriarchen — kann es aber nicht mehr aurhalten — kann - Wl - . der That schien Bob einen Augenblick unschlüssig; K; «»4 nur einen Augenblick, im nächsten schon hob er die Mulattin trotz ihres Sträubens wie vorhin ihren Ehemann Partner empor, trug sie bis zur Thür und setzte sie au" der Schwelle nieder. 1 »Ruhe! Und einen starken, guten Thee nebst einem Eben, frischen Beefsteak! Das ist Dein Geschäft und wird den Gentleman stark genug machen für den kurzen Ritt" ®8«Ä Klonst gewesen, sich einem Vorhaben dieses rücksichtslosen Menschen zu widersetzen. Das mochte nun wohl Jeder von den Dreien einsehen, denn auch Johnny m“9?be8 Widerspruchs mehr, als Bob ihm befahl die beiden Mustangs zu satteln. 1 ’' »Und daß sie nicht etwa ausgebrochen sind!" rief er ihm noch nach. „Keinen von Deinen Kniffen, Johnny! Bin L'n",7'»S" ”«S ! ^'isen nahm, gab Fred denn auch wirklich so viel Kraft, daß er mit Unterstützung seines unheimlichen Freundes im Stands Ä?®8 ?^"d zu besteigen. Zwar schmerzten ihm noch alle Mieder, als wären sie zerbrochen, da ihm Bob aber die Rücksicht erwies, sehr langsam zu reiten und da der Weg voll- wagt^hatte*" roar' 9’”9 68 bo<5 ^sser, als er zu hoffen ge» ... Rach Verlauf von drei Viertelstunden, während deren nicht ein einziges Wort zwischen ihnen gewechselt worden war gelangten sie an das Gehege einer offenbar sehr bedeutenden Pflanzung ; das stattliche Wohnhaus, ein solider Fachw"rkbau ließ auf beträchtliche Wohlhabenheit schließen und zeigte hier und da sogar die Merkmale eines gewissen Luxus? 9 9 ,, As inmitten einer Grupps von Vhinabäumen, die ,“nc Schatten gewährten und nach beiden Seiten hin, soweit das Auge reichte, dehnten sich Baumwollen» L M»""” *s (Fortsetzung folgt.) stöhnte und schlug sich mit der geballten Faust aeaen den Kopf, als wolle er seine Hirnschaale zertrümmern. 9 9 Fred wartete eine Weile, ob er noch Weiteres saa-n Jch^bin eM fe?t9tLnk ?eUfi bentt dieser Alcllde? ötn seit wenig Tagen in Texas und mit den SU3n b£8 Sanbrev ^st ganz unbekannt. Darum" müßt ^agen schon entschuldigen " ® . »Ist ein Richter, Mann — ein Richter in Tera« - eigentlich ein mexikanischer Richter, aber von uns Amerikanern be? ®/re%te{"/”meriran” “fe 35t Uab ein Richter „Unb wann soll ich mit Euch dahin gehen?" »Gleich auf der Stelle. Aber doch sobald als möaliL Ä Aushalten. Es läßt mich nicht ruhen' Habe seit diesen letzten drei Tagen Höllenqualen gelitten mich unter den Patriarchen - wieder weg unlieber 9tn. Unb habe immer bas verdammte Gespenst vor Auaen o:r Emmer! Keine ruhige Stunde — auch dja "'Er keine schaffen. Weber Rum, noch Whisky, noch Brandy — hilft Alles nichts! Habe geglaubt, es gestern i der "Nachtet Ser aB[tes umsonst! Mußte mitten in | ber ^A fort — hinüber unter den Patriarchen." "Wie? Unter den Lebenseichenbaum am Jacinto? — Und Ihr wäret dort mitten in der Nacht?" ."War es, Mann, war es! Zieht mich zu sich heran das schreckliche Gespenst. Kann ihm nicht aus dem Wege gehen Komme eben von ihm — eben in diesem Augenblick." 9 w ber X'°' curtofe Geschichten. Wollte hinüber nach San Felippe — bin nS unzählige Male geritten in den letzten Jahren. Und Ä"bte schon, San Felipp« zu sehen, glaubte schon, bei den £ e ?a' ?? ich aufschaue - wo meint Ihr wohl, daß ich war? — Unter dem Patriarchen!" Er ging wieder ein paar Mal durch die Stube. Dann i betÄe\ "»heimlich zutraulichen Tone fort: u°H Anahuac - ritt hinüber, ritt beinahe den ^z n Tag. Am Abend — wo glaubt Ihr wohl, daß ich war? Wieder unter dem Patriarchen." fflpRSnhJa8« GräßlichLS, Herzerschütterndes in diesen Geständnissen, daß Freds anfänglicher Abscheu vor dem Manne sich mehr und mehr in eine Empfindung ganz anderer Art £äS;M@h9Qtte b£t einen Verbrecher vor sich oder einen Wahnwitzigen, daran war kein Zweifel möglich; in dem einen wie in dem anderen Falle aber einen um seiner fürchterlichen Seelenqualen willen mitleidswürdigen Menschen. W a^ tneint, daß dieser Besuch beim Alcalden Euch wirklich Ruhe schaffen werde?" ui^i Ehr — kann nicht! Sollt mir einen Gefallen erweisen - habe Euch darum aus dem Schlafe geweckt." .. . mir, was ich für Euch thun kann und bei Gott, es soll gethan werden. Ich verdanke Euch ja mein Leben." »Seid ein Gentleman — ich sehe es. Werdet mir's Älbm.*8”’ 3bt mlt mit 6* zum au, ’”i6 Mttaeif,‘ ««* °» Alcalden? Und was sollen wir bei dem?" . 68 k^hsn — oder vielmehr, werdet es hören! ifa elf®an En« Ohr zu sagen, dem Alcalden, etwas' SLÄet ner Ionfi r» hören braucht. Müssen aber doch viel» leicht Einen Zeugen haben und wüßte sonst keinen als Euch." s, nicht lieber den Johnny mjtnehmen? Er ist doch Euer Freund?" v tn' ,ßl »Mein Freund? Verdammt will ich fein, wenn er das -L ko chlecht ich bin, der Johnny ist denn doch noch I KJ f ^lbst Ar einen so argen Gesellen wie mich Bin noch immer offen und ehrlich zu Werke aeaanaen — Sta_9«8« Sita - M L \im anS «XTetne I bewe Sfloewi». Ä »raÄ”eSbÄäÄb ft M ra‘bem M «bob. .unb da, Mch nuf bet'Stele." ., «Was wollt Ihr? Wohin wollt Ihr?" quietschte binter E^n?" die hohe Stimme des lautlos hereingeschlichenen Johnny. „Nicht von der Stells lasse ich Euch, Ibis Jbr berabtt .. B°b drehte sich »-« b°m fristen BnM-n » Ä, £' Ml?» 'a>« b,|re! mU beib« Uustrn unbP hob 37pJ[nbenL empor, um ihn nichts weniger als sanst wieder auf die Erde zu setzen. ist hi;^fl®en!!T^iRrmeLn ®3f1' Johnny! - Und hier Est bEe Zeche. Und Du kennst mich, Johnny —" „Aber Ihr wolltet wirklich? - Es ist ja doch geradezu Wahnsinn, was Ihr thun wollt." 8 ‘ . »Geht Dich nichts an — gar nichts! Und rathe Dir ““6e”- 3S b«-- Di«, b-r ÄÄÄem "ie * 6* Aber nun stürzte auch die Mulattin, die hinter der Thür gehorcht haben mochte, herein und suchte sich zwischen Fred und seinen ungeberdigen Beschützer zu drängen. kE ihn nicht wegnehmen, den Gentleman," tteischte sie. „Ist noch viel zu schwach zu einem solchen Ritt, kann ja noch kaum auf den Füßen stehen" W - . Damit sprach sie allerdings nur die Wahrheit, denn so stark er sich auch bereits im Bett gefühlt hatte, jetzt da er Üher2tz?2e fPffte^Hb bx°$' b“6 er seine Kräfte weit Knie?zittetten @C W enen Schwindelanfall und seine MS äs G-m-rnnützige-. Um sehr große Stachelbeeren zu ziehen, kann man folgendes Mittel anwenden: Man wählt hierfür zunächst einen Stachelbeerstrauch mit großsrüchtigen Stachelbeeren. Nachdem die Beeren die Größe eines Nußkerns erreicht haben, umwickelt man einzelne Zweige mit Moos mittelst dicker wollener Fäden stellt ein flaches Gefäß mit Wasser unter den Strauch und läßt die angefeuchteten Fäden in das Wafler hineinhängen. Vermöge der Kapillarität zieht sich nun immer Wafler in die Höhe an den Zweig. Es muß natürlich dafür gesorgt werden, daß fortwährend Wafler in dem Gefäß ist. Nach Verlauf einiger Wochen werden die Beeren an den betreffenden Zweigen eine enorme Größe erreicht haben. • • ♦ Die Ernte der Früherbsen kann um einige Wochen beschleunigt werden, wenn man die Pflanzen durch Entspitzen über der vierten bis sechsten Blüthe zwingt, ihre ganze Kraft der Fruchtentwickelung zuzuwenden. ♦ ♦ ♦ Erdbeerbeete erst nach vollendeter Ernte abranken. Man gießt, wenn die Blüthezeit vorüber, die Beete gehörig durch und deckt Iste zwischen den Pflanzen mit Asche, Lohe, Sägespähnen, um dieselben vor starkem Austrocknen und spätem Austrocknen und später vor dem Schmutzigwerden der Früchte zu schützen. * ♦ • Um Wein-, Bier- und Liqueurstecke ans Marmorplatten zu entfernen, tropfe man vorsichtig auf jeden Fleck einen Tropfen Eau de Javelle, wodurch die Flecken sofort verschwinden werden. Dann aber ist es gut, mit Wasser zu spülen, nöthigenfalls mit Seife zu waschen. * ♦ O Conserviren und Wiederherstellen verrosteter Stahlsachen. Nach dem Verfahren von Bücher kann man sowohl Rostflecke, als auch tief eingefreflene Rostbildungen aus Eisen- oder Stahlgegenständen entfernen, ohne daß das gesunde Metall dadurch im geringsten leidet. Das hierbei zur Anwendung kommende Mittel besteht aus einer wässrigen Lösung von Zinnchlortd, Weinsäure und Jndigolösung. Die Mischung ist nach den „Reuest. Erf. u. Erf." in folgender Weise vorzunehmen. 1. 100 g Zinnchlorid werden in kleinen Portionen und unter Umschütteln einem Liter Wafler zugesetzt; die sich hierbei erhitzende Lösung läßt man erkalten. 2. Dann löst man 2,5 g Weinsäure in einem Liter Wasser, und diese Lösung wird in die Zinnchloridlösung eingegossen. 3. Dieser Mischung werden nach gutem Durchschütteln 20 Cubikcenti- meter einer mit dem hundertfachen Waflerquantum verdünnten Jndigolösung zugegeben und dar Ganze gut durchgeschüttelt. e Leder auf Metall zu besestigeu. Zunächst müssen die Metallflächen aufgerauht, die Lederflächen abgezahnt werden. Hierauf digerirt man 1 Gewichtstheil grobes Galläpfelpulver mit 8 GewichtStheilen destiltrtem Wasser und läßt dies durch Leinwand gehen. Schließlich gießt man 1 Gewichtstheil Leim mit ebenso viel Wasser und läßt diesen 24 Stunden darin weichen. Beim Gebrauche verfährt man nun in folgender Weise: Man bringt die Leimlösung in erwärmtem Zustande aus das gleichfalls erwärmte Metall, bestreicht das Leder mittelst eines Borstenpinsels oder Schwamme» mit dem ebenfalls erwärmten Galläpfelauszuge, preßt es gut auf den Metallgegenstand, wobei jedoch jede Blasenbildung vermieden werden muß, und läßt es hierauf an der Luft vollkommen trocken werden, ehe man weiteres Bearbeiten damit vornimmt. An gußeisernen Walzen von 25 cm Durchmesser und 60 cm Länge, die auf diese Weise mit Leder überzogen wurden, haftete das letztere so fest, daß es, ohne zu zerreißen, nicht wieder loszubekommen war. Reinigen der Fußböden, Thiiren und Fenster« bekleidungen. Gefirnißte Fußböden und mit weißer Oel- färbe angestrichene Thüren, Getäfel, Fensterbekletdungen re. pflegt man häufig mit Bürsten zu reinigen, die in eine Lösung von Schmierseife eingetaucht werden. Der Schmutz wird dadurch allerdings entfernt, aber auch die Oelfarbe und namentlich der Firniß stark angegriffen. Gleiche Wirkung haben Seife und Soda. Weit besser ist es, die Reinigung dieser Gegenstände mit Salmiakgeist vorzunehmen. Zu diesem Zweck verdünnt man den gewöhnlichen Salmiakgeist mit der 6-, 8- oder 10-facher Menge Regen- ober Nußwasser, je nachdem der zu reinigende Gegenstand mehr oder weniger Werth hat, und putzt ihn mittelst eine» Schwammes oder einer Bürste ab. — Auch den Fliegenschmutz kann man von Oelgemälden von lOfach verdünntem Salmiakgeist leicht und ohne Gefahr für das Gemälde entfernen. ♦ t ♦ Petroleumstecken aus weißen Fußböden zu entfernen» Zu diesem Zwecke bedient man sich eine» Gemenges aus drei GewichtStheilen trockenen Thonpulver» und einem GewichtStheile kohlensaurer Natron», wovon man bei« Gebrauch nur eine kleine Menge mit Wasser anzurühren und in Form eine» Breie» auf die Flecken aufzustreichen braucht. Schon nach 6 bi» 8 Stunden sind die Flecken verschwunden, worauf der Fußboden gewaschen wird. Vermmehtrs. Kindlicher Wunsch. Herr: „LebenSie wohl, mein Fräulein, morgen reise ich nach Egypten." — Backfisch: „Da werden Sie doch auch den Nil ansehen?' — Herr: ,,O gewiß: soll ich Ihnen vielleicht Wasser au» demselben mitbringen ?" — Backfisch: „Nein, aber ein Fläschchen Krokodils- thränen, wenn ich bitten darf." * * Ein Renommirschnitt- Fähnrich (zum Barbier): „Schneiden Sie mich ein wenig, damit man steht: ich bin rasirt!" • * • Mißverständniß. Arzt (zu Fräulein Eulalia, die ihn wegen eines Unwohlsein» consultirt hat): „Bitte, zeigen Sie mir Ihre Zunge! So — und jetzt reichen Sie mir Ihre Handl" — Fräulein Eulalia (erröthend): „O, Herr Doctor — da» kommt so plötzlich--1" ♦ e * Immer nobel- Sie: „Du, was werden wir schenken der Bertha zur Hochzeit? Schenkt ihr die Emilie ein silberne» Kaffeeservice für 25 Personen, die Ottilie ein silberne« Thee- feroice für 50 Personen I — Werd' ich ihr schenken ein silbernes Theesieb für 75 Personen!" • * ♦ Verschnappt. Hausfrau: „Sie haben also einen Bräutigam! Wie heißt er denn?" — Dienstmädchen: „Einer heißt Müller!" • * * Vorsorglich. Trudchen: „Was thust Du denn da?" — Maxchen: „Ich versteck' den Stock — heute giebt es ja Zeugnisse!" * * • Herausgegeben. Fräulein (abwesend): „O, mein lieber Herr Doctor, mir sind alle Männer Luft!" — Doctor: „So? Dann scheinen Sie aber eine große Freundin von Luftveränderung zu sein!" * * e Zarter Wink. Herr: „Sie haben einen so zarten, duftige« Namen, mein Fräulein!" — Fräulein: „Ja, aber ich fange doch schon an, seiner überdrüssig zu werden!" Redaktion: A. Scheyda. — Druck und «erlag der Brühl'schen UniverfiklttS-Buch. und Steindnickcrei (Pietsch & Scheyda) in Ließen.