desertirens h kann bloß aich und blt i Arbeit u«b i zu finde«/ tbelangt,/; M hat L. it fehlt tut', gen?" )ich," sproij ngelt er m tragt, solch gier. ren hast $« len, welche«! Men, ch Inger«, M lnd ju im mir fc nicht Mw iolkes!" ff die geb«, reiben SK damit ®i m amgesch j!" Wirte rief er mit j weiß ei« Vorwärt« ult nervä!« in: „Wohii mne-et-Lolii Le Soej i« ung folgt) hreibung '!■ gebe Ihm» oll mal * Nöchtni Si! mir glaub! Dich doch äne hatte?" : das seidene M habe ich hlimm, wie Ist Du auch Meßen. UntrrhaUungsblaN ?«m Gießener Aiyriger (General Aweiger). i ■ff It ' '-WM ♦-V* V •• vv W nnhr/.;. .?.,0 Die Tochter des Meeres. Seme* ww Ä. Ä««»te. (8ertf*W8.) XXXV. In dem Häuschen am Meere hatte stch nur wenig verändert, seit Cora die Heimath ihrer Kindheit verlaffen hatte. Frau Falkner bewahrte ihre matronenhafte Ruhe und ihre gewohnte Lebensweise, obwohl ihre Züge vielleicht weniger heiter waren und fle mürrischer und gereizter schien als in den Tagen, wo fle vermittelnd zwischen der leidenschaftlichen Cora und ihrer vorstchtigeren, aber weniger großmüthigen Nichte stand. Adele ging ruhelos und erbittert ihren Pflichten nach, indem sie jeden Morgen von Neuem auf die Rückkehr ihres Vetters Rupert hoffte und jeden Abend bitter enttäuscht über seine lange Abwesenheit war. «Mein liebe« Kind, Du wirst all' Deine Schönheit ver- lieren, wenn Du Dich in dieser Weise sorgst und abhärmst," stellte Frau Falkner ihr eine« Abends vor, als sie die Fensterläden vor dem kalten Winde und dem trüben Himmel schloffen und sich dann dem Feuer zuwandten, das munter im Kamin flackerte. „Und warum sollte ich mich nicht härmen?" sagte Adele gereizt. „Ist e« nicht zum Krankärgern, in dieser Weise be- handelt zu werden? Tante, als das räthselhafte Mädchen uns verließ, sagtest Du, nun würde Rupert seinen Pflichten gegen mich sicherlich nachkommen; nun siehst Du das Ende davon. Seitdem sie von uns fort ist, wandert er fast unaufhörlich « s?mxnb daß er die ganzen langen Wochen nah ihr sucht. Ich wünschte, Du hättest sie gar nicht fortgelaffen, denn so lange sie hier war, wußte ich doch Ätt' Eging und Du konntest über ihn wachen. U ist sie vielleicht mit ihm auf und davon gegangen, ohne nSd!» bÄe,LHu» kannst. Sie ist nur zu meinem Unglück auf der Welt. „ "Still, still, Kind! Du redest über etwas, das Du nicht verstehst, wies die ältere Dame sie zurecht. „Ich kann Rupert, En mir fern Wesen nicht gefällt, in einer Weise strafen, von der er keine Ahnung hat. Ich habe ihm, bevor er uns verließ, genug gesagt, um ihn vor einer solchen Thorheit zu warnen. Nur unter dieser Bedingung nannte ich Lord Faro- Namen. Und Rupert hat sein Wort noch nie gebrochen ... nie, auch als kleines Kind nicht!" „Er ist nicht dazu verführt worden," lautete die mürrische Antwort. „Du hast mir immer gesagt, ich sollte Rupert« Frau werden. Deine Schuld ist er, wenn er sein Wort bricht und ich unglücklich werde." „Ich habe mehr Macht, ihn zu zwingen, als Du ahnst, Adele," sagte Frau Falkner tröstend. „Kind, Du bist die einzige Blutsverwandte, die ich in dieser Welt besitze und meine Pläne für Dich sollen nicht vereitelt werden. Du sollst noch eine vornehme Dame werden, meine Adele, wenn Du nur Geduld und Vertrauen zu mir haben willst." Dar Mädchen blickte sie verwundert an. „Eine vornehme Dame? Was meinst Du denn damit, Tante?" „Ich meine, daß Rupert Glück haben und seine Frau eine vornehme Dame werden wird, und Du sollst seine Frau werden." „Aber angenommen, daß . . Hub sie zweifelnd an. Heftiges Klingeln an der Haurthür unterbrach sie. „Vielleicht ist es Rupert!" rief Adele freudig erregt. Aber als sie die Thür öffnete, umdüsterte sich ihre Stirn wieder und unwillkürlich schrack sie zurück. Auf der Thürschwelle stand ein Fremder und obgleich das Licht nur ungenügend auf ihn fiel, so sah sie doch sofort, daß es nicht ihr sehnlichst erwarteter Vetter war. „Wohnt Frau Falkner hier?" fragte er höflich. Adele wandte sich fragend ihrer Tante zu, bevor sie eine Antwort gab. „Gewiß! Sei offen, mein Kind! Warum zögerst Du?" sagte die alte Dame. „Es ist vielleicht Jemand, den Rupert schickt. Heiße ihn näher treten." Und Adele trat bei Seite, um den Fremden in das kleine Zimmer eintreten zu lassen. „Wer sind Sie, mein Herr?" fragte die ältere Dame. „Meine Nichte und ich wohnen allein hier und wir halten keinen Gasthof, wo jeder Fremdling freien Zutritt hat." „Seien Sie unbesorgt, meine liebe Dame," entgegnete der Fremde. „Ich bin nicht in böser Absicht hier. Ich bin nur gekommen, eine Frage an Sie zu richten und etwas zu erfahren, das Diejenigen am meisten betrifft, die mich zu Ihnen geschickt haben." Aber obgleich Ponsford — denn es war kein Anderer als er — mit allen Kräften bemüht war, jede Furcht zu verscheuchen, die sein plötzliches Erscheinen verursachen konnte, war es doch ein zu neue« Ereigniß, aus dem die Frau des Hauses auch vielleicht zu viel Verdacht schöpfte, als daß ihre Besorgniß sich so rasch beruhigen ließ. „So, bitte, richten Sie Ihren Auftrag sofort aus," sprach sie schnell. „Es wäre beffer, wenn wir allein wären," entgegnete Ponsford. „Was ich Ihnen zu sagen habe, paßt nicht für fremde Ohren, oder," sprach er mit einem Blick auf Adeles hübsches Gesicht weiter, „diese junge Dame ist vielleicht keine Fremde, sondern Ihre Tochter? Doch auch dann ist er beffer, wenn die Sache geheim bleibt." Frau Falkner warf ihrer Nichte einen halb bittenden Blick zu. „Verlaß uns, mein liebes Kind!" sagte sie- „Er wird nicht lange währen." Adele wagte nicht, ungehorsam zu sein, und ging hinaus. „Nun, mein Herr," Hub Frau Falkner in strengem Tone an, sobald die Thür sich hinter Adele geschloffen hatte, „haben Sie die Güte, sich kurz zu faffen." „Standen Sie einst in sehr nahen Beziehungen zu einem Herrn, der sich seiner Zeit Ernst Faro nannte, obwohl er jetzt vielleicht unter einem anderen Namen bekannt ist?" „Und wenn ich ihn kenne, was bann ?/' fragte die alte Dame erregt und eine leichte Röths ergoß sich über ihr Gesicht. „Er hat mich beauftragt, mich nach den Erfolgen seines Uebereinkommens zu erkundigen, das Sie einst mit ihm getroffen haben," versetzte der Diener. „Er verlangt nicht- weiter von Ihnen, meine liebe Dame, als volle Wahrheit, die er Ihnen reichlich lohnen will. Er möchte nur gern Gewißheit über das Schicksal Derer haben, die er einst liebte, und die ihm am meisten am Herzen liegen. Ich bin überzeugt, daß Sie mir eine so väterliche Bitte nicht abschlagen werden." „Erst muß ich Genaueres über die Gründe erfahren, aus welchen Sie hierhergeschickt wurden und was Sie zu wissen wünschen," entgegnete Frau Falkner fest. „Ich kann keine Mittheilungen machen, wenn ich nicht weiß, daß sie in sicheren Händen sind. Wenn Sie von dem Herrn abgeschickt worden sind, den Sie soeben nannten, so hat er Ihnen wohl auch Einige» über das, was Sie fragen sollen, mitgetheilt. Stellen ^ie mir Ihre Fragen deutlich und ich will sehen, ob ich sie wahrheitsgemäß beantworten kann- Seien Sie versichert, daß ich keine Unwahrheit sage," sügte sie, stolz den Kops erhebend, hinzu- „So haben Sie vielleicht die Güte, mir erstens zu sagen, wo sich die Dame befindet, die Sie einst unter Ihren Schutz nahmen?" fragte Ponsford ruhig. „Die ist schon lange tobt . . . wenn Sie von bet schönen Spanierin neben, bie zu pflegen mich Ihr Herr bezahlte," versetzte bie Frau. „Und lassen Sie sich sagen, baß bas Mitleib mit ihr mich unb meinen Gatten ebensoviel bazu bewog, auf ben Vorschlag einzugehen, als bie Freube an bent Golde, bas Ihr Herr uns dafür bot." „Unb bas Kind ... man weiß, baß fie ein Kinb hatte! Was ist aus biesem geworben?" fragte Ponrforb. Seine Augen ruhten forschenb auf Frau Falkner, während et sprach unb er glaubte ein gewisses Gefühl bet Schulb in ihren Zügen arbeiten zu sehen. „Und was ist au» dem Kinds geworden?" wiederholte bet Diener bringenb. „Würbe bet Unglücklichen ein Knabe ober Mädchen geboten? Und was wurde aus dem Kinde? Sie find gut bezahlt worden für seine einstige Pflege; ebenso gut soll es Ihnen bezahlt werden, wenn Sie dem Grafen mittheilen, wie und wo das Kind sich jetzt befindet." „Dem Grafen! So ist er nun zu einem Titel und Reichthum gelangt? Ja, es ist so, wie ich erwartete. Für einen Mann wie er ist es doppelt schmachvoll, seine Stellung und seine Geburt durch eine Mißheirath so zu entehren." „Aber das an was Sie denken, das will er ja nicht. Er ist bereit, Alles zu thun, was in seiner Macht steht, um sein Unrecht wieder gut zu machen," antwortete Ponsford. „Lassen Sie uns keine Zeit verlieren, Frau Falkner. Wo iß das Kind? Ist es ein Knabe oder ein Mädchen?" „Das gerade ist es, was ich Ihnen nicht eher mittheile« werde, als bis ich genügenden Grund dazu habe," sagte fii mit Entschiedenheit. „Soviel will ich sagen und nichts weiter. Das Kind lebt, aber momentan nicht unter meiner Obhut, und selbst wenn ich wollte, könnte ich Ihnen nicht sagen , wo es sich jetzt befindet. Vielleicht kommt die Zeit noch einmal, wo ich es für wichtig Halts, Ihrem Herrn die Stellung unb das Geschlecht des Kindes mitzuthsilen, aber jetzt noch nicht . . . noch nicht." „Auch nicht für eine ansehnliche Summe, die Ihnen eine unabhängige Zukunft sichern würde?" fragte Ponsford schmeichelnd. „Rein. Ich habe das Geheimniß in meiner eigenen Hand, und ich werde meine Zeit abwarten," erwiderte sie fest. „Vielleicht geht es ohne Ihre Hilfs," meinte der Diener. „Ich habe meine guten Gründe zu der Vermuthung, daß Sie einen Sohn und eine Tochter in ihrer Obhut haben, von denen Eines nicht Ihr eigenes Kind ist, obgleich ich für den Augenblick nicht zu sagen wüßte, welches bas Kinb bet unglücklichen Spanierin unb welches Ihr eigenes ist." Frau Falkner lachte. „Wenn Sie auf Alles achten, was Sie vielleicht hören, so haben Sie vielleicht auch erfahren, baß auch bas junge Mäbchen, bas sie soeben sahen, unter meinem Schutze steht- Sie nennt mich Tante. Ich sage, sie ist meine Nichte- Der junge Mann nennt mich Mutter unb ich sage, er ist mein Sohn. Nun gab es noch ein unglückliches Mädchen, das miijj auch Mutter nannte, doch habe ich nie gesagt, baß sis meine Tochter sei " Ponsford konnte feinen Aerger kaum verhehlen. „So trotzen Sie mir unb meinem Herrn?" sagte et. „Durchaus nicht. Ich gehöre nicht zu Denen, bie gern mit Jemand auf feindlichem Fuße stehen, aber Sie können Ihrem Herrn sagen, daß er weder durch Schmeicheleien noch durch Drohungen erfahren wird, was zu wissen er jedes Recht schon vor langer Zeit selbst aufgegeben hat. Sehr wahrschein- lich ist e», daß die Zeit einst kommen wird, wo ich ihm an« freien Stücken sage, was er zu wissen wünscht ... und ohne meine Hilfe ist sein Suchen und Forschen völlig hoffnungslos. Das ist meine Antwort und wenn Sie mir tausend Pfund anböten, ich würbe Ihnen nichts weiter sagen. Jetzt haben Sie wohl bie Güte, mich in Ruhs zu lassen, da Ihr fernere« Hierbleiben nicht ben geringsten Nutzen für Sie haben würde." Ponsford zögerte, aber die Ruhs und Entschlossenheit bet Frau ließen ihn nichts von einem Widerstand hoffen, und nach einer kurzen Pause stand er auf, um zu gehen. „Wundern Sie sich nicht, wenn ich wiederkomme," sagte er. „Mein Herr wird sich schwerlich durch eine so seltsame Antwort auf seine Fragen befriedigen lassen." „Sie können thun, was Sie wollen, und ich werde thun, was ich will," lautete die Antwort. XXXVI. „Triffa, mein Liebling, ist es möglich, baß Du geret! bist?" rief Frau Digby, als die Kranke au» dem Wagen $ hoben und in bas Haus geführt würbe. „Ja, ja, Nichte! So mache boch nicht so viel Wesen bttrum . . . sonst hält sich bas Mäbchen für viel kränker, al es wirklich ist," unterbrach sie Sir Fulks. „Ich sagte Dü l» schon, bas Unglück ist nicht so groß ... ein tüchtiges M als sie es am wenigsten erwartete. Bringe sie in ein warmes Bett und sie wird morgen so frisch und munter sein immer." , Fran Digby warf ihrem alten Onkel einen zormgen -o» e Stellung entehren." r ja nicht, steht, um Ponsford. r. Wo iß II mittheile, sagte fli hts weiter, ner Obhut, sagen , wo och einmal, ellung um noch nicht die Ihne« : Ponsford er eigenen irte sie fest, er Diener. 1, daß Sie iftben, von ich für den nd der un« I richt hören, das junge chutze steht, lchte- Der r ist mein i, dar mich 3 sie meine * \ in. sagte er. i, die gern Sie können jeleten noch jede» Recht wahrschein« ch ihm au« . und ohne »ffuungslo«. send Pfund Jetzt haben hr fernere« >en würde." ffenheit der t, und nach ime," sagte so seltsame «erde thun, Du gerell Wagen K oiel Wesen» kränker, al« rgte Dir j« htige» M ein warme» er sein «>e eiligen Blick - 3Ö3 zu, wenn sie auch nicht im Stande ober zu furchtsam war, ihren Empfindungen freien Lauf zu lassen. „Wirklich, Onkel? Du bist zu sonderbar!" erwiderte sie und versuchte, sich zum Lächeln zu zwingen. „Natürlich habe ich sofort zum Arzt geschickt, sobald Du mir von dem Unglück sagtest und ich glaube, ich höre soeben seinen Wagen." „Nicht doch! Da» ist ein Milchkarren," erwiderte Sir Fulke kühl. „Aber wenn der Arzt kommt, Helene, so hoffe ich, Du läßt ihn etwas für diese junge Dame verschreiben. Wenn sie nicht gewesen wäre, hättest Du mehr mit dem Leichenbestatter al» mit dem Arzte zu thun gehabt." Jetzt wandte Frau Digby sich zu Cora- „Ich kann Ihnen gar nicht dankbar genug sein und ich hoffe, daß Sie nicht wirklich darunter gelitten haben," sagte sie, „nur müssen Sie mich entschuldigen, wenn ich augenblicklich nur Sinn für meine Tochter und ihr Befinden habe." „Bitte, sorgen Sie sich nicht um mich," bemerkte Cora kalt. „Ich hätte gar nicht mit Herkommen sollen, man gab aber nicht nach, bis ich mich dazu bereit erklärte." „Und Sie werden uns nicht eher verlassen, Fräulein, bis wir überzeugt sind, daß Sie nicht Schaden gelitten haben," warf Sir Fulke ein. „Helene, es wäre besser, Miß Cora legte sich auch zu Bett und bliebe liegen, bis der Arzt kommt." „Nein, nein ... bas thue ich nicht! Das wäre lächerlich- Mir ist nur ein wenig kalt unb schwindlig ... bas ist vorüber, sobald ich meine nassen Kleider mit trockenen vertauscht habe," rief Cora rasch. „So dürfen Sie keine Zeit verlieren," fuhr der eigensinnige alte Baron fort. „Helene, diese junge Dame hat ungefähr Trissas Größe ... sie kann einstweilen Kleider von ihr anziehen . . . inzwischen wird der Arzt kommen und uns sagen, wie es mit der kleinen, beinahe ertrunkenen Nichte Die Dame zog an der Klingel und in einer kleinen Weile wurden des Barons Vorschläge ausgeführt. Triffa wurde ausgekleidet und in ein warmes Bett gebracht, und Cora zog sich das vielleicht einfachste Kleid der einzigen und verzogenen Tochter von Frau Digby an. Die Jungfer aber, die das Kleid gebracht hatte, gestand sich im Stillen, daß es die fremde junge Dame viel besser kleidete, als Miß Trissa. Und Doctor James theilte ihre Meinung, als er kam, um den zwei jungen Patientinnen etwas zu verschreiben. „Wer sie auch fein mag, sie muß eine feine Erziehung genossen haben," dachte der sachverständige Arzt und als Sir Fulke ihm einen kurzen Bericht von dem Vorfall gegeben hatte, lag eine fast väterliche Freundlichkeit in der Art, wie er sie anredete: „Das ist Alles recht schön, meine Liebe, aber Sie sind nicht so kräftig, wie Sie vorgeben! Sie müssen sich heute sehr ruhig verhalten und die Arznei nehmen, die ich Ihnen verschreiben werde, es. könnten sich sonst Fiebersymptome von gar nicht so unbedenklicher Art zeigen. Frau Digby, wenn die beiden jungen Damen versprechen, nicht miteinander reden zu wollen und sich dadurch vom Schlafe abzuhalten, würde ich zu einem dunklen Zimmer für Beide rathen." Frau Digby bemerkte wohl nicht, daß der schlaue Doctor James dadurch erreichen wollte, daß seinen beiden Patientinnen eine gleiche Sorgfalt zu Theil würde. (Fortsetzung folgt.) Madame Sans Göne. Roman nach Victorien Sardou und F. Morr«««. Deutsch von Adel« Brrtzrr. (Fortsetzung.) 2861,196 ?öse ^Eiter konnte man in der Abenddämmerung Ätuno LÄe" Menschen fröhlichen Schrittes in ber klein s BünÄ ST t9e6en fr ?°rZan einem Stocke ein S? Wäsche trug und in der Tracht ber National- Wt' D^ser junge Mann tnelbete sich, in Sm kaum angelangt, bei der Mairie und ließ sich unter dem Namen Ren«e Marcel, Sohu des Müllers Marcel in Surgesres, als Freiwilliger bei dem Bataillon von Mayenne- et-Loire anwerben. Der junge Freiwillge hatte hinzugefügt, baß er in bas- selbe Corps eintreten wolle, wo fein älterer Bruder Marcel bereits als Asistenzarzt biente. Dar junge Mädchen wurde ohne jede Schwierigkeit eingereiht, Niemand ahnte ihr Geschlecht. Diese Anwerbung von Frauen in Männerkleidern und unter angenommenen Namen sand in dieser Epoche der Verwirrung und Aufopferung jeder Art mehrmals statt, und die Bataillone der Revolution erhielten auf diese Weise eine Anzahl weiblicher Rekruten. Noch heute werden in dem goldenen Buch ber militärischen, Annalen der Republik die obscuren Namen und glorreichen Dienstlisten dieser heroischen Kriegerinnen aufbewahrt. In dem Bataillon Mayenne-et-Loire, wo Reuse sehr rasch die Sergeantenlitzen und den Beinamen „ber hübsche Sergeant" erwarb, erwartete sie balb eine grausame Enttäuschung. Sie sollte nicht lange in ber Nähe Desjenigen bleiben, bem sie gefolgt war, ein höherer Befehl versetzte den Assistenzarzt Marcel zum 4. Artillerie-Regiment in Valencia, wo es an Aerzten fehlte, und das in aller Eile nach Toulon abgehen sollte. Die Trennung war grausam, und der Zwang, ihren Schmerz zu beherrschen und ihre Thränen zu verbergen, denn man beobachtete die beiden jungen Leute, und zu große Erregung hätte sie verrathen, erhöhte da» Abschieds- weh. Als sie sich den letzten Kuß gaben, kamen sie überein, daß Jeder alle Anstrenguungen machen würde, um sich mit dem Andern zu vereinigen, und durch die Schritte, die der hübsche Sergeant bei dem Kapitän Bonaparte unternahm, hat man gesehen, wie sehr sie sich bemühte, mit dem Geliebten wieder vereinigt zu fein. Dank der Protektion des jüngeren Robespierre, dessen Freund Bonaparte war, wurde die gewünschte Versetzung erlangt, und unter den Befehlen des Commanbanten Beaure- paire, bes helbenmüthigen Vertheibigers von Verdun, trafen sich Röne von der Liebe angeworben, unb Marcel, ber menschenfreundliche Philosoph, ber Schüler Jean Jacques, bes Apostel bes Friebens und .ber allgemeinen Brüderlichkeit, gegen seinen Willen angeworben. XI. Die Schuldforderung der Madame Sans-Gsne. Nach der Entfernung des hübschen Sergeanten hatte sich Bonaparte wieder an seine Arbeit gemacht. Er entwarf vor der Karte große Pläne für die Vertheidiguna der Mittelmeerküsten und warf ehrgeizige Blicke über die Berge, die Frankreich von Piemont, dem Schlüssel von Italien, trennen. Mitten in feinen strategischen Berechnungen ließ ihn ein Klopsen an der Thür den Kops heben. „Wer kommt da?" dachte er, über die Störung ärgerlich. „Das scheint ja heute ein Tag ber Besuche zu fein! Wer da?" rief er laut. »Nbin's," antwortete eine Frauenstimme. „Catherine, die Wäscherin." „Herein!" brummte er. Catherine erschien, ein wenig verlegen, den Korb am Arm. „Stören Sie sich nicht, Kapitän schüchtern. „Ich bringe Ihnen Ihre dachte, daß Sie sie brauchen werden." ," sagte sie beinahe Wäsche zurück — ich DHn° die Augen aufzuschlagen, brummte Bonaparte. „Die Wäsche? Schön. Legen Sie sie aufs Bett." Catherine blieb ganz bestürzt stehen. Ihren Korb in ber Hand, wagte sie meber vorzutreten nodj sich zu rühren. „Ich muß wie eine dumme Gans aus- Zum Tsrnfeft »nid w» »«!•« »-> IMinnW-»«* ™» Sl,d»r»m> ”as,M6ie y«t5enl" tagte I ist sehr gut für Sie, mein Kmd, ich wünsche Ihnen Glück I I Sie heirathen wohl einen braven Jungen, wahrscheinlich I d«en,^E^Kapitän/' antwortete Catherine verletzt, „einen I Soldaten, einen Sergeanten!" 1 Ab sebr wohl! Sie haben Recht, einen Mttuar zu i beiratben Mademoiselle," antwortete Bonaparte in etwas I liebenswürdigerem Tone. Soldat sein, heißt zweifach Franzose I * SÄ X « fei«« «Mt d° ihn bie 8iebW«it feiner «Werin b(o6 EtrimäM tatarefflrta I Mts destoweniger konnte er nicht umhin, über den an l mutbiaen ^Anblick Catherinens, der strahlenden Gesundheit! tötet Wanaen und über ihr ganzes munteres und einnehmdes i aSÄTÄn," «« finberb« in ben -men M«n und dem Sainte-Nitouche-Air contrastirte, die sie beim Ueber. I “tagen frine« WWe mnahm, (SortfeHung f-lgU Da roirb’8 aam schottisch, lieber Schwager: Zwo Mark nur — net geschwatzt, Da werd e manch gepatzt. Die Nummer drei grütt owe is, Die schmeckt Euch, des is ganz gewrtz. So n Nackenheimer Rothenberg, Den trinkt e Ries' und aach e Zwerg. Mer wallt en Felse gern enuss. Stäub da von dem e Fähche dNlss. Zwa fünfzig thut er koste: Loßt net die Gorgel roste! Doch odder jetzt kommt Nummer vier, Den rath ich recht zu trinke Dir! Der gleitet in die Kehle gut. Als wie en Schwa« uff stiller Fluch. Silber nnd Roth is der geschmückt Drei Mark nor, wann er Euch beglückt. So n Brauneberger Moselwein, Der will fürwahr getrunke fein! Mit goldgeschmücktem Flaschehaupt Zu drei Mark fünfzig wird erlaubt Die Nummer fünf. Detz is en Stoss, Den gern schon mancher Deutsche soff. Den Daame for die Heiterkeit Kaaft all Euch, Kinner, seid gescheit! Es wuchs der Wein, der schöne, Uff Nerobergs Domaine. Jetzt blan nnd goldig schön verziert Wird Nummer sechs Euch vorgefuhrt. Ganz extra ansgelese Würd' dieses hehre Wese. Der Fenerberg bei Dürkheim trug Von diesem Troppe nie genug! Fünf Mark nur, thut mer's schwane, Kost' so e Flasch, e Hane. Der weiße Wein nun is erschöpft, Dem roth' wer'n jetzt die Hals geköpft. Vom Atzmannshünset Nummer sieben Is nie noch nett was Üwrig 'bl,eben. Die Kapsel strahlt im Silwerglanz, Zwa Mark nor kost e Flasch, e ganz. Der Wein kommt aus demselbe Haus Wie Nummer fünf, der gut, eraus. Blan hat mer schön den Kopp gemacht Der folgend' Sort, der Nummer acht. Die kommt von Over-Ingelheim, Drei Mark kost se, besagt me, Reim. Wer Nummer drei geliefert Hot, Sandte auch den und die folgend Sort. Detz is die Sorte Nummer nenn. Sie thüt nunmehr e Schaumwein fein. Trinkt nur von der e ganzes Theil, Denn diese Sort, die heißt „Gut Heil». Vier Mark nur aus dem Beutel zieht Und singt dazu e Tornerlied. Jetzt kommt e schönes Landschaftsbild Zum Schluß, — denn jeder Leser schilt, Mei Lied, des wär schon gar zu lang Un gar zu tHeuer wär tnei Sang! Mir iS's im Traum fo vorgekomme, Als käm en schöner Schwan geschwomme Gar friedlich uff em Fischbach her; E „schwatz Mark" hat im Schnawel er, Un aach e „grüne Etikett" Un noch e „Kaiserblum", e nett. Deß war'n die Marke von den Wein'n, Die von Geisenheim und Hochheim sein. Zehn, Elf NNV Zwölf sin' se benannt Und üwerall is es bekannt, Daß, wer an ben’ sich will erlawe, Fünf unb sechs Mark im Sack muß hawe. Doch wann bie wer'n in Dienst genomnte, Da is schon Stimmung angefomme, Wie mer se finb nor hier in Gieße, Wo mer's versteht, hübsch zu genieße-, Wo mer nix hört mehr alleweil, Als wie e brerfaches: „Gut Heil!"